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    holdesschaf Top 50 Rezensent

    Aktiv seit: 13. Juni 2021
    "Hilfreich"-Bewertungen: 14
    535 Rezensionen
    Partem - Wie der Tod so ewig

    Partem - Wie der Tod so ewig (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    22.02.2022

    Fulminanter Abschlussband

    Wir erinnern uns an das Ende des ersten Bandes... Dem Partem wurde bekannt, dass Xenia ein Immunati ist. Jael, der sie beschützen will, wurde abgeholt, um der Organisation Rede und Antwort zu stehen.

    Und genau an diesem spannenden Punkt knüpft nun der zweite Band von Partem an. Da die Entleerer nur mühsam genug Liebe für die Organisation sammeln, könnte Xenias Opferung die Rettung bedeuten. Jael ist hin- und hergerissen zwischen der Möglichkeit, seine Familie zurückzubekommen und Xenia zu schützen. Doch auch Xenia erfährt nach und nach mehr über ihre Herkunft und über ihre Fähigkeiten. Allein sie kann durch Jaels Mauer zu seinen Gefühlen durchdringen. Gemeinsam müssen sie schwere Entscheidungen treffen. Doch können sie am Ende wirklich zusammen sein?

    Wahnsinn! Den ersten Band von Partem hatte ich mit 4 Sternen bewertet, was vollkommen in Ordnung ist, da in diesem so viele Fragen aufgeworfen wurden, die dann aber gar nicht alle beantwortet wurden. Daher fieberte ich dem zweiten Band ziemlich entgegen, in der Hoffnung, dass meine Neugier befriedigt werden würde. Was soll ich sagen? Meine Erwartungen wurden mehr als übertroffen. Während der erste Band eher die Personen vorstellt und wie eine Art erstes Kennenlernen wirkte, schlägt mich der zweite mit düsterer, geheimnisvoller und atemloser Spannung in seinen Bann.

    Die Aufteilung der Kapitel in die vier unterschiedlichen Perspektiven von Jael, Xenia, Chrystal und Felix bleibt wie im ersten Band bestehen und sorgt dafür, dass man nur nach und nach zu den Lösungen der vielen Rätsel vordringt, aber auch dafür, dass man Seite um Seite einfach verschlingt. Der zweite Band ist nicht nur spannender, sondern auch etwas grausamer als der erste. Manche Dinge sieht man einfach nicht kommen und die Autorin schafft es immer wieder, mich zu überraschen. Zurecht stellt man auch mal falsche Vermutungen an. Freund und Feind sind hier nicht leicht auseinanderzuhalten. Hier hofft und bangt man vollkommen geflasht mit den Protagonisten, die man hier von einer persönlicheren Seite wahrnimmt. Am Ende erfolgt kein plumpes Happy End, was mir gut gefällt. Auch, dass sich die Liebesgeschichte zwischen Jael und Xenia so wenig kitschig entwickelt, ist für einen Romantasy-Schmöker sehr erfrischend.

    Wer nach dem ersten Band wie ich viele Fragen hatte, vielleicht auch dachte, dass das im zweiten Band so bleiben würde, der hat weit gefehlt. Ich kann nur jedem empfehlen, die "Reihe" zu beenden. Ganz großes Kino!

    Wer Band eins noch nicht gelesen hat, sollte das unbedingt nachholen, denn dieser Nachfolger hier ist ein echtes Highlight, das man nicht verpassen darf und hat meine Erwartungen sowas von übertroffen. 5 Sterne

    PS: So schade, dass die Geschichte zu Ende ist ...
    Nahrgang, F: Edition Piepmatz: Fahren, Fliegen, Rollen

    Nahrgang, F: Edition Piepmatz: Fahren, Fliegen, Rollen (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    22.02.2022

    Wimmeliges Lexikon der Fortbewegungsmittel

    Fahren, fliegen, rollen ... Dieses Buch aus der Edition Piepmatz enthält so ziemlich alle Fortbewegungsmittel, die man sich vorstellen kann. Dies zeigt auch schon das Cover in Ausschnitten. Innen ist das Pappbilderbuch nach Themen aufgebaut: In der Luft, Alles was schwimmt, Auf dem Land, In der Stadt, Auf der Baustelle, Mit Blaulicht und Tatütata usw. Jedes Thema ist auf einer Doppelseite dargestellt, die die Umgebung und die darin vorkommenden "Fahrzeuge" zeigt. Manche sind dabei einfach abgebildet, andere in einen Kontext gezeichnet. Auf jeder Doppelseite gibt es einen kurzen erklärenden Text, der auch manchmal Fragen als kleine Impulse enthält. Bei jedem Fortbewegungsmittel steht der Fachbegriff/Name dabei. Das Lexikon ist für Kinder ab 2 Jahren geeignet.

    Zunächst mal finde ich die Edition Piepmatz an sich schon wirklich toll. Wir haben schon mehrere Bücher davon und allein vom Anfassen her, sind sie einfach toll. Das Material und die Farben wirken sehr natürlich. Bei diesem Lexikon kommt noch hinzu, dass es nicht so groß ist wie manche reinen Wimmelbücher, sondern auch bei kleineren Kindern sehr gut in der Hand liegt. Auch wenn man in altem Rollendenken Fahrzeuge eher als Jungenthema einsortiert, haben sich meine Töchter das Buch sofort geschnappt. Gleich bei den Fortbewegungsmitteln in der Luft mussten wir lachen, weil hier wirklich kein Flugobjekt ausgelassen wurde.

    Es ist kein richtiges Wimmelbuch, aber ein wimmeliges Lexikon, so dass sich auch hier jede Menge Kleinigkeiten entdecken lassen. Hier und da, wuseln ein paar Menschen und Tiere durch das Bild, z.B. ein Bauarbeiter, der schwitzend zum Dixieklo rennt. Die Bilder sind manchmal echt witzig, die Fahrzeuge für ein Bilderbuch detailgetreu und die Proportionen passen recht gut. Durch die Angabe der Namen, können sich die kleinen Leser gleich die Fachbegriffe einprägen, die man vielleicht nicht mal als Erwachsener alle kennt.

    Sehr schön fand ich beim gemeinsamen Anschauen die erklärenden Texte und die Fragen zur Seite, durch die Kinder zeigen können, was sie schon wissen, aus ihrer Erfahrung erzählen können oder Fortbewegungsmittel mit bestimmten Eigenschaften suchen. Sie geben auch den Eltern Anregungen, ähnliche Fragen zu stellen. Es entwickeln sich sehr schöne Gespräche und das Kind wird besser eingebunden. Besonders gefiel meinen Mädchen die Seite mit den Fahrzeugen, die sie selbst schon fahren können. Am Ende gibt es noch ein Fahrzeuge-ABC und eine Seite, die die Fahrzeuge in Regenbogenfarben darstellt. Die einzige, die ich jetzt nicht so gelungen finde, da wir ja Fahrzeuge anschauen wollten und nicht die Farben lernen. Aber abwerten möchte ich das Buch deswegen nicht, weil es den Kindern einfach Spaß macht, mit mir darin zu lesen oder es alleine durchzublättern. Die Altersangabe ab 2 ist ok, wobei es zum Schauen auch schon für jüngere Kinder geht und wegen der Fachbegriffe auch für Selbstleser noch interessant ist. Daher gibt es die vollen 5 Sterne.
    Der Mann, der zweimal starb

    Der Mann, der zweimal starb (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    22.02.2022

    Spannender als der erste Band

    Spannender als der erste Band

    Rätselhaft! Elizabeth erhält eine Einladung von ihrem alten Freund Marcus Carmichael, der neu ist in Coopers Chase. Aber wie ist das möglich? Während ihrer Zeit beim MI5 wurde eben dieser tot aus der Themse gezogen. Doch der Mann hinter dem Namen ist ein alter Bekannter, der dringend Elizabeths Hilfe braucht, weil er sich mit den falschen Leuten eingelassen hat. Es geht um Diamanten im Wert von 20 Millionen Pfund. Schneller als man glaubt, gibt es im Seniorenheim wieder einen Toten. Und obwohl auch einem Mitglied des Donnerstagsmordclubs nichts Gutes widerfährt, sind die vier fest entschlossen, in diesem Fall zu ermitteln.

    Es ist einfach ein herrliches Wiedersehen mit den liebenswerten, schrulligen und neugierigen Lieblingssenioren Elizabeth, Joyce, Ron und Ibrahim. Der Einstieg fällt sehr leicht, wenn man "Der Donnerstagsmordclub" gelesen hat, was ich empfehle, um die Geschichte voll ausschöpfen zu können. Die Geschichte wechselt auch diesmal in der Perspektive. Mal haben wir einen Erzähler, der uns die Ereignisse schildert, dann wieder Joyce, die uns auf ihre unnachahmliche, ausschweifende Weise mit ihren Tagebucheinträgen erhellt.

    Das Buch beginnt gleich recht mysteriös mit der Einladung eines Toten und daraus entwickelt sich ein sehr kniffliger Fall, an dem nicht nur unsere bekannten Polizisten Chris und Donna beteiligt sind, sondern auch der MI5, ein reicher Typ, der zwischen Kriminellen vermittelt, und die New Yorker Mafia. Alle suchen nach den verschwundenen Diamanten. Zudem soll noch eine ortsansässige Drogenbaronin überführt werden. Und auch ein Täter, der sich an einem unserer Senioren vergreift, soll nicht ungeschoren davonkommen.

    Der zweite Band ist stellenweise etwas brutaler als der erste, der doch recht "cosy" geblieben ist. Dafür ist er aber auch witziger, vor allem wenn es um Chris geht, der vor seiner neuen Freundin eine gute Figur machen will oder um Joyce, die als GreatJoy69 einen Instagram Account einrichtet. Ich musste mehr als einmal schmunzeln. Manche Sätze hauen die rüstigen Rentner einfach herrlich brottrocken heraus. Zudem gibt es in diesem verzwickten Fall mehr Rätsel zu lösen und es gilt unter der Vielzahl der Verdächtigen, den Täter ausfindig zu machen. Es ist nicht komplett unmöglich, als Leser den Täter zu erraten, aber es macht trotzdem unheimlich viel Spaß dabei zu sein, wenn alle Puzzleteilchen an die richtige Stelle rücken.

    Der nicht so ausschweifende Schreibstil und die kurzen Kapitel sorgen dafür, dass man das Buch nicht wirklich aus der Hand legen mag. Ich finde die Senioren einfach nur genial, weil nichts sie vom Ermitteln abhalten kann und sie kein Blatt vor den Mund nehmen, nicht mal, wenn der Gegner die Mafia ist. Und das Ende hat auch mehrere schöne Seiten...

    Klare Leseempfehlung!
    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    22.02.2022

    Lustige Freundschaftsgeschichte mit viel Magie

    Vor 50 Jahren brachte der Schüler Alois ein magisches Buch mit in die Schule seines Heimatortes Eigam, worauf ein Klassenzimmer durch einen unbekannten Spruch verzaubert wird.

    In der Gegenwart zieht Elena mit ihren Eltern und ihrem großen Bruder in eben dieses Dorf. Ein richtiges Kuhkaff meint Elena, die lieber bei ihren Freunden in der Stadt geblieben wäre. Friedlinde findet es gar nicht lustig, dass Elena so über ihren Ort und auch über die Schule lästert und als sie am ersten Tag nach den Ferien die Klasse betritt, lässt Friedlinde keine Gelegenheit aus, Elena zu ärgern. Dann verschwindet die Katze des Hausmeisters in einem abgeschlossenen Zimmer, in das der neue Lehrer unbedingt umziehen möchte. Er ahnt ja nicht, dass dort seltsame Dinge vor sich gehen.

    Dieses Kinderbuch hat wirklich eine abwechslungsreiche Geschichte. Es geht um Elenas Umzug, darum, neu in eine Gruppe zu kommen, um die Schule und natürlich ganz viel um Magie. Obwohl Elena so grummelig wegen des Umzugs ist, war sie uns sofort sympathisch. Man kann so gut verstehen, dass sie traurig wegen ihrer besten Freundin ist. Doch ab dem ersten Schultag hat sie nicht mehr viel Zeit darüber nachzudenken, denn die seltsamen Ereignisse überschlagen sich förmlich. Auch ihr Mitschüler Florian ist ein toller Junge mit vielen Interessen und ein Träumer mit viel Phantasie. Richtig gut fand ich als Mutter, dass wir mal lesen konnten, wie das früher in der Schule war, als Opa und Oma dort lernten.

    Die Sprache ist wirklich super kindgerecht und dabei aber nicht zu einfach gehalten. Die große Schrift ist ideal für den Übergang zu umfangreicheren Büchern. Die Schwarz-weiß-Zeichnungen sind richtig schön und es macht einfach Freude gemeinsam in dem Buch zu schmökern. Da am Ende noch ein paar Fragen offen bleiben, hoffen wir, dass es ganz bald einen zweiten Band gibt, der genauso vor guten Ideen sprüht. 5 Sterne
    Walko: Rob & Jonny (Bd. 1)

    Walko: Rob & Jonny (Bd. 1) (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    21.02.2022

    Super Illustrationen, flache Story

    Rob 1 möchte auf keinen Fall in der Fabrik, in der er hergestellt wurde bleiben, denn dann steht ihm eine Zukunft bevor, in der er ständig Arbeit für andere verrichten müsste. Stattdessen möchte er die Welt kennenlernen. Seine Reise führt ihn nach London, wo er nicht nur Sightseeing betreibt, sondern auch den Streuner Jonny kennenlernt, nachdem er ihn vor dem Hundefänger rettet. Gemeinsam erkunden sie weiter die Stadt und genießen das Leben.

    Da wir Fans der Reihe Räuber Donnerpups sind, wollten wir auch dieses Buch von Walko unbedingt lesen. Die Idee hinter der Story klang vielversprechend. Tatsächlich wurden wir, was die Illustrationen angeht nicht enttäuscht. Gewohnt liebevoll und bunt erleben wir Rob, Jonny und Londons Sehenswürdigkeiten. Es gibt viel zu entdecken und man erkennt den einzigartigen Stil.

    Dagegen plätschert die Geschichte so vor sich hin. Wie gesagt, die Idee, dass ein Roboter ausbricht, um das "Leben" zu genießen, hat uns gefallen. Doch wirkliche Abenteuer erlebt Rob nun nicht. Er schließt eine schöne Freundschaft, rettet ein Tierchen vor einem anderen Hund und fällt mal ins Wasser und obwohl dabei ersichtlich ist, dass Rob einige coole Roboterfunktionen hat, werden diese viel zu wenig genutzt. So wirkt er doch mehr wie ein Mensch mit ein paar Sonderfähigkeiten. Das hat uns etwas enttäuscht. Der Geschichte fehlen einfach der Witz und auch die Spannung, die wir beim Räuber Donnerpups so lieben.

    Wir vergeben 3 Sterne für eine toll illustrierte, aber wenig überraschende Freundschaftsgeschichte.
    Ende in Sicht

    Ronja von Rönne
    Ende in Sicht (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    21.02.2022

    Fängt gut an, aber ...

    Hella, 69 und gefallenes Schlagersternchen erwartet nichts mehr vom Leben, welches sie über weite Strecken enttäuscht hat. So macht sie sich mit ihrem klapprigen Passat auf in die Schweiz, wo sie den Freitod sterben möchte.

    Juli, 15 Jahre, Schülerin lebt ein vermeintlich gutes Leben mit ihrem Vater, der allerdings wegen seines Berufs wenig Zeit für sie hat. Trotzdem steht sie auf einer Brücke über der Autobahn, um sich in den erlösenden Tod zu stürzen.

    Das Schicksal will es, dass in dem Moment, in dem Juli auf dem Asphalt aufschlägt, Hella mit ihrem Passat vorbeikommt. Juli, alles andere als erfolgreich mit ihrem Sprung, steigt zu ihr in den Wagen. Damit beginnt der Roadtrip zweier Lebensmüder.

    Das Buch beginnt, anders als der Klappentext es effektvoll verkündet, nicht damit, dass Juli auf Hellas Motorhaube landet. Warum man meinte, den Inhalt etwas auffrisieren zu müssen, bleibt unklar. Schlimm genug, dass Juli überhaupt springt. Die Protagonistinnen, das wird bald klar, haben eigentlich keinerlei Lust, sich mit der jeweils anderen zu beschäftigen, trotzdem kümmert sich Hella pflichtbewusst um den wortkargen Teenager. Spricht Juli dann doch mal, ist sie recht weit von der Wahrheit entfernt. Ein richtiges Gespräch kommt zunächst gar nicht auf. Jede hängt ihren Gedanken nach, so dass man den beiden wenig nahe kommt. Dennoch ist der Anfang der Geschichte ganz schön beschrieben und liest sich auch gut.

    Nach und nach erfahren die beiden dann doch Dinge übereinander, erleben die ein oder andere abgefahrene Situation, mal ganz witzig, mal völlig überzogen und konstruiert. Vor allem im letzten Drittel blieben mir die Handlungen als auch die Gedanken der beiden recht fern, da sie einfach nicht realistisch genug waren. Die Geschichte erinnerte mich zu sehr an Fitzeks "Der erste letzte Tag", welches ich ganz furchtbar fand. Auch hier lauter nicht wirklich nachvollziehbare, überzogene Aktionen, die die Geschichte für mich nicht vorangebracht haben und vor allem bei mir auch kein Verständnis für die Todessehnsucht von Hella und Juli auslösten. So konnte ich auch dem Ende nichts abgewinnen, das so gewählt wurde, dass alles möglich bleibt. Allgemein fehlte mir der Bezug zum Thema Depression und der Tiefgang der dabei angebracht wäre.

    Eine nette Geschichte vor allem am Anfang, doch dann nicht so wie man es erwarten könnte. Wem allerdings der Kein-Thriller von Fitzek gefallen hat, dem könnte unter Umständen auch dieser absurde Roadtrip gefallen. 3 Sterne
    Stronk, C: Die magische Welt von Leonie Looping - Doppelband

    Stronk, C: Die magische Welt von Leonie Looping - Doppelband (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    21.02.2022

    Schöner Lesestoff

    In diesem Doppelband erlebt Leonie die Ferien mit ihren kleinen Elfenfreundinnen und besteht zwei Abenteuer:

    Band 1: Leonie ist sauer auf ihre Eltern, weil sie statt ans Meer zu fahren zu ihrer Oma muss. Eigentlich mag Leonie die Oma recht gern, doch unzufrieden ist sie trotzdem. Das führt dazu, dass sie auf den verbotenen Balkon geht und ihre Wut an den kleinen Häuschen im Blumentopf auslässt. Sie kann doch nicht ahnen, dass dort jemand wohnt. Und dann ist da auch noch der Nachbarjunge, den sie anfangs doof findet ...

    Band 2: Leonie macht mit ihren neuen Freundinnen einen Ausflug zum Waldsee. Doch was ist das? Überall liegt Müll herum. Zunächst haben die drei Omas Nachbarjungen Florian im Verdacht, doch dann kommen sie den wahren Tätern auf die Spur. Doch wie können sie sie davon abhalten, den Wald weiter zu verschmutzen?

    Meine Tochter hat schon nach den ersten Seiten Gefallen an Leonie gefunden. Sie konnte sich echt gut in ihre Launen hineinversetzen, gerade, weil Leo ein ziemlich normales Mädchen ist. Dass sie im Blumentopf auf neue Freunde trifft war natürlich der Hit. Elfen kommen eben doch bei vielen Mädchen gut an. Man kann sich herrlich wegträumen und seiner Vorstellung freien Lauf lassen. Zudem gab es zum Beispiel mit der Katze auch actionreiche Szenen, was die ganze Geschichte recht abwechslungsreich macht. Dafür sorgt auch die Vielfalt an Themen wie Ferien, Naturerlebnisse, Freundschaft und auch mal große Jungs, die nicht wissen, wie man sich benimmt usw.

    Die Schrift kann man super lesen und durch die tollen Illustrationen sind die Seiten sehr aufgelockert, so dass die Motivation zum Lesen hoch bleibt. Die Charaktere hätte ich mir noch etwas tiefgründiger gewünscht. Man lernt sie erst nach und nach etwas besser kennen, schließlich gibt es von der Reihe noch weitere Einzelbände. Insgesamt ist "Die magische Welt von Leona Looping" vor allem für Mädchen ein schöner Lesestoff zum Vorlesen oder Selberlesen, gerade, wenn man erhöhten Bedarf an Nachschub hat. 4 Sterne
    Champions - Sporthelden, die Geschichte schreiben

    Champions - Sporthelden, die Geschichte schreiben (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    21.02.2022

    Sportler in all ihren Facetten

    Dies ist das erste Buch dieser Art, das ich bisher auf dem Buchmarkt kennengelernt habe. Es enthält kurze Biographien von 40 Sportlern aus den unterschiedlichsten Disziplinen wie Fußball, Schwimmen, Boxen, Motorsport, Surfen oder Klettern. Mal geht es um sehr bekannte Sportler, mal um solche, die ihre Karrieren bereits beendet haben. Einige Champions wie Niki Lauda oder Boxlegende Muhammad Ali sind auch schon verstorben, haben aber einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

    Nicht alle Namen werden den Kindern von heute noch etwas sagen, weil sie eher zu meiner Kindheit in den 80ern bekannt waren. Es gab genügend, die auch ich nicht kannte, so dass ich begierig lesen konnte, welche Leistungen sie erbracht haben. Dabei geht es nicht immer nur um sportliche Leistungen, sondern auch um Lebensschicksale, die Menschen dazu gebracht haben, sich dem Sport zu widmen, alles zu geben und ein Champion zu werden. Natürlich wird auch nicht ausgelassen, wenn ein Sportler mal die Motivation verlor, private Schwierigkeiten hatte oder Niederlagen erleben musste. Die Texte sind lebhaft in der Gegenwart verfasst und weisen alle eine zutiefst menschliche Note auf. Man liest nicht nur Lebensdaten, sondern vom Leben selbst, mit all seinen Wegen und Umwegen, von Sportlern, die Geflüchtete sind und von solchen, die sich für eine gute Sache einsetzen wie zum Beispiel die Fußballerin Megan Rapinoe für die Gleichberechtigung. Es ist interessant wie unterschiedlich Sportler ihren Erfolg und ihre Bekanntheit nutzen. Meine Tochter mochte einige der Sportlerbiographien, die ich ihr vorgelesen habe, andere fand sie weniger spannend, was auch ein bisschen von der Sportart abhing.

    Vom Aufbau her ist das Buch sehr übersichtlich gestaltet. Nach einem Vorwort folgt das Inhaltsverzeichnis. Hier sieht man runde Bilder der Sportler, darunter Name, Sportart und Seitenangabe. Danach folgen die Texte zu den Biographien, immer mit Angabe der Geburts- und ggf. Sterbedaten und Orte. Keine Biographie ist dabei länger als 4 Seiten. Eine Seite zeigt jeweils auch eine illustrierte Abbildung des Sportlers. Ich muss gestehen, dass nicht alle Sportler anhand der Abbildungen sofort zu erkennen sind. Während ich sofort sagen konnte "Das ist der Klopp", wäre ich bei einem anderen nie drauf gekommen, dass es Dirk Nowitzki sein soll. Hier hätte ich ein Foto auf jeden Fall mehr geschätzt. Das Format ist für ein Kindersachbuch etwas ungewöhnlich, sehr kompakt zwar, dadurch schrumpft aber auch die Schrift auf eine Größe, die ich gerade noch gut lesen kann. Für Leseanfänger oder Lesemuffel ist sie hingegen kaum geeignet. Daher ziehe ich auch einen Stern ab.

    Fazit: Die unterschiedlichen Lebensläufe und -umstände waren für mich als Erwachsenen, dem viele der Sportler bekannt waren, sehr interessant. Meine Tochter war etwas wählerischer. Die Texte überzeugen jedoch durch ihre Schreibweise. Die Schrift und die Illustrationen hätten besser sein können. Ein bisschen fehlten mir auch ein Geräteturner und ein Skispringer. Fußball kam hingegen gleich 6 mal vor.

    Daher 4 Sterne
    Reed, R: Pip rettet den Wald

    Reed, R: Pip rettet den Wald (Buch)

    2 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    30.01.2022

    Krieg im Wald

    Eichhörnchen Pip ist noch recht jung und lebt ohne Eltern im Wald. Seine Mutter starb, sein Vater, ehemals Leibwächter der Eichhörnchen-Anführerin, verschwand einfach und gilt seitdem bei einigen Artgenossen als Verräter. Doch Pip möchte trotzdem so sein wie er. Von der alten weisen Eiche, der alle Tiere im Wald Respekt zollen, will er sich Antworten holen. Doch schon bald ist klar, die Eiche stirbt und mit ihr der ganze Wald. Seit Wochen hat es nicht geregnet, es herrscht Futterknappheit und auch der See trocknet aus. Die Tiervölker agieren gegeneinander, anstatt miteinander um ihren gemeinsamen Lebensraum zu kämpfen. Pip wird ausgewählt, unbemerkt die letzte Eichel der alten Eiche zu holen, denn wer sie hat, ist Herrscher im Wald. Pip gibt sein Bestes, bis er merkt, dass Macht nicht die Lösung sein kann.

    Diese Geschichte ist für Kinder ab 8 Jahren ziemlich heftig, das zeigen schon die Wörter, die man zur Beschreibung des Inhalts braucht. Bis auf Pips Freundschaft zu seinem Artgenossen Mux findet man hier nicht viel Positives. Allein Tod und Verschwinden der Eltern sind sehr deprimierend. Zu Beginn der Geschichte und zwischen einigen Kapiteln liest man, wie sich die alte Eiche fühlt, wie sie merkt, dass es mit ihr zu Ende geht. Die Übermittlung ihrer Botschaften ist sehr esoterisch angehaucht. Es wird kein Blatt vor den Mund genommen. Die verschiedenen Tiervölker und Waldbewohner bekriegen sich nicht nur sprichwörtlich bis aufs Blut, um an die Eichel zu kommen, welche eine neue Eiche hervorbringen soll und damit Macht bedeutet. Pip wird von älteren Eichhörnchen angefeindet, verspottet und sein Vater als Verräter abgestempelt. Ein Eichhörnchen stirbt im Kampf. Das ist ganz schön starker Tobak für diese Altersklasse. Das Cover und auch die Erstleserschrift täuschen wie ich finde eine eher einfache Geschichte über ein mutiges Eichhörnchen vor.

    Vermutlich soll es um den Klimawandel gehen, aber so direkt fällt kein Wort darüber. Auch nicht, darüber, dass der Mensch verantwortlich sein soll oder etwas dagegen unternimmt. Menschen sind in der Geschichte Randfiguren. Einiges passt da für mich ganz und gar nicht. Ich habe nichts dagegen, dass Kinder über Klimaveränderung und Waldsterben Bescheid wissen, doch hier ist alles so negativ, regelrecht belastend dargestellt. Nahezu alle Tiere sind destruktiv und böse. Das hat sogar in mir eine regelrechte Hoffnungslosigkeit aufkommen lassen. Kindern könnte diese Geschichte Angst machen, denn da das Ende nicht abgeschlossen ist, sondern eine Fortsetzung bereits angekündigt, bietet sie auch kaum Lösungen für das drastisch dargestellte Problem. Meine Tochter ist in der 2. Klasse, die Lust aufs Lesen nicht sooo groß. Durch so eine Geschichte wird die Motivation aber mit Sicherheit nicht größer. Die Aufteilung in mehrere Bände ist mehr als schlecht gewählt. Pip ist zwar ein heldenhaftes und vernünftiges Einhörnchen, dass sein bestes gibt, trotzdem ist nach diesem ersten Band für mich diese Reihe beendet.
    Feuerblut - Der Schwur der Jagdlinge

    Aisling Fowler
    Feuerblut - Der Schwur der Jagdlinge (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    18.01.2022

    Düsteres, fesselndes Abenteuer

    Zwölf hat den Eid der Jägerloge geschworen, der besagt, dass sie allen Clans gleichermaßen dient. Täglich übt das schroffe Mädchen mit den andern Jagdlingen mit ihren Äxten zu kämpfen. Doch weil sie so verbissen ist, möchte niemand außer sieben, einem seltsamen Mädchen ohne jegliche Kampftauglichkeit, etwas mit ihr zu tun haben. Auch Trainerin Sieg und die Ältesten sind wenig begeistert von ihrem Verhalten. Während Zwölf eine weitere Strafe im Kerker absitzt, überfallen plötzlich Kobolde die uneinnehmbare Loge, töten eine der Ältesten und entführen Sieben. Für Zwölf steht fest, dass sie losziehen und sie retten muss. Unwerwartet bekommt sie Hilfe vom mächtigen Wächter der Loge, Gemeinsam folgen sie der Spur der Kobolde in den Frostigen Forst, wo noch mehr Gefahren lauern.

    Ausgehend vom Cover und von der Dicke des Buches ging ich davon aus, dass es sich hier um ein Fantasy-Abenteuer für Kinder handelt, wie es sie viele gibt. Doch schon nach den ersten Seiten tauchte ich ein in eine überraschend düstere Welt, in der die Jägerloge mitverantwortlich ist für das Gleichgewicht zwischen den verschiedenen Clans. Die angriffslustige Zwölf erscheint zunächst einfach nur mürrisch, schnell merkt man jedoch, daß in ihr eine Wut brodelt, die nicht alltäglich ist. Die Autorin braucht nur wenige Sätze, um mich als Leser zu fesseln und mich in dieser unwirtlichen Welt voller Gefahren ankommen zu lassen. Der Schreibstil ist sehr spannend und ohne weitschweifige Details kommt in mir ein Gefühl der Bedrohung auf.

    Die ganze Geschichte erinnert mich von der Atmosphäre her an "Herr der Ringe", nur nicht ganz so komplex, aber genauso großartig erdacht. Vor allem die vielen verschiedenen Wesen haben es mir angetan. Teilweise ist der Plot etwas gruselig und auch brutal, doch sehr faszinierend. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet. Doch da war ich schon drin im Strudel der Ereignisse. Zusammen mit Zwölf und dem Wächter verfolgte ich die Spur der Kobolde und konnte so immer tiefer in die Welt eindringen und auch Zwölf und die anderen Charaktere besser kennenlernen, um dann doch festzustellen, dass nicht alles so ist wie es scheint. Toll, wie die Autorin hier bestimmte Erwartung durch mehrere Plot-Twists aushebelt.

    Ein wirklich tolles und düsteres Abenteuer, für Jugendliche, aber auch Erwachsene kommen hier voll auf ihre Kosten. Auch wenn manchmal, wie im richtigen Leben etwas der Zufall zu Hilfe kommt - unbedingt lesen!
    Die unhöfliche Tote

    Die unhöfliche Tote (MP3)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    18.01.2022

    Feine Cosy Crime

    Die Queen bemerkt nach Jahren, dass ein Bild der Britannia, das immer vor ihrer Schlafzimmertür hing, verschwunden ist. Sie glaubt es in einer Ausstellung der Royal Navy wiedererkannt zu haben. Sie beauftragt ihre stellvertretende Privatsekretärin Rozie sich umzuhören und an offizieller Stelle nachzuhaken, nicht ahnend, dass sie damit einige zwielichtige Gestalten in Aufregung versetzen. Gleichzeitig tauchen bei einigen Mitarbeiterinnen des Palasts Drohbriefe auf und dann kommt eine von ihnen im Schwimmbad bei einem tragischen Unfall ums Leben. Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem verschwundenen Bild und dem unhöflichen Opfer? Queen Elizabeth ist fest entschlossen, den Vorkommnissen in ihrem Palast auf den Grund zu gehen.

    Einfach herrlich, welches Bild hier von der Queen gezeichnet wird. Natürlich wird es zum Teil fiktiv sein, jedoch kann man sie sich so außergewöhnlich gut als 90-jährige Ermittlerin in den eigenen vier Wänden vorstellen. Sie ist scharfsinnig und bestimmt, aber auch freundlich und erhaben und ihre Gedankengänge sind oft einfach nur erstaunlich. Sehr schön dargestellt wird auch die Beziehung zu ihrem Ehemann Philip. Man erfährt so einige Details, von denen man sich nur wünschen kann, dass sie zutrafen.

    Zunächst war es etwas schwierig bei den vielen Personen im Buckingham Palace den Überblick zu behalten. Die ganzen Namen der Angestellten waren nicht einfach auseinanderzuhalten. Die Sprecherin macht ihre Sache aber sehr gut. Mitglieder der Königsfamilie sprechen häufig etwas förmlicher und auch das Alter der Queen merkt man ihrer Stimme an. Die meiste Zeit ist die Stimme sehr lebendig und es war kein Problem, der Tonlage längere Zeit zuzuhören.

    Der Fall war geschickt in das Tagesgeschäft des Palasts eingebaut. Man wollte vor allem nach brenzligen Situationen mit der mutigen Ermittlungsassistentin Rozie im Palastkeller dringend wissen, was denn da nun vor sich geht und wer dafür verantwortlich ist. Ab und zu gab es in der Geschichte selbst Stellen, die etwas in die Länge gezogen wirkten, wenn z. B. die Kunst eines bestimmten Künstlers lang und breit dargelegt wurde oder wenn die Queen zum dritten Mal über denselben Verdächtigen sinnierte, jedoch waren das Ausnahmen. Insgesamt fand ich sowohl die Geschichte, als auch die Sprecherin sehr hörenswert. Besonders gefallen hat mir, dass aktuelle Ereignisse zur Zeit der Entstehung des Buches von der Queen mit einer feinen Prise britischen Humors gewürzt wurden, so dass ich gelegentlich wirklich Schmunzeln musste. So hat die Ermittler-Queen ganz leicht meine Sympathie erworben.
    Lotta entdeckt die Welt: Am Wasser

    Sandra Grimm
    Lotta entdeckt die Welt: Am Wasser (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    18.01.2022

    Naturerlebnisse am Wasser

    Lotta macht mit ihrer Mama einen Ausflug an einem Bach entlang, dabei gibt es sehr viel zu sehen. Auch ihr Hund Zottel ist dabei. Lotta sieht viele Tier in und am Wasser, schnuppert an Blumen und lauscht den Geräuschen. Das macht jede Menge Spaß und Lotta wird ganz warm. Zum Glück kann man sich im Wasser abkühlen.

    Das Pappbilderbuch von Lotta, von dem es schon drei andere Bände gibt, begeistert vor allem durch die Idee, die gezeichneten Figuren und Tiere in eine fotografierte Landschaft hineinzuzeichnen. Dadurch wirkt alles ziemlich real. Manchmal sind die Situationen jedoch nicht ganz lebensecht. Zum Beispiel steht Lotta mit ihrem Kescher im Wasser, keinen Meter neben ihr schwimmen Fische, die wie kleine Delfine aussehen. Wer schon mal versucht hat im Bach Fische zu fangen, weiß, dass die längst geflüchtet wären. So steht es auch im Text. Klar, möchte man zeigen, dass im Bach auch Fische leben, doch wenn dann Text und Bild so gar nicht zusammen passen, stört mich das. So geht es mir auch mit den kleinen Mäusen und den Bibern. Oder mit Zottel dem Hund, der erst vorschriftsmäßig angeleint ist und dann nicht mehr. Und ob es wirklich sinnvoll ist, Kindern zu zeigen, dass es ok ist, am Biberdamm mitzubauen... Man hätte Lotta ja auch einfach ihren eigenen Damm bauen lassen können. Klar sind das Kleinigkeiten, doch die summieren sich.

    Der Text ist für Kinder gut verständlich geschrieben. Manchmal orientiert sich die Schriftart am Wort, so dass klein sehr klein geschrieben wird und groß, etwas größer als der Rest des Textes. Genauso gibt es Verben, die ein bisschen ihre Bedeutung widerspiegeln. Beim Wort hüpfen ist z.B. jeder zweite Buchstabe nach oben verschoben usw. Das ist eine nette Idee, die aber eher dem Vorleser auffällt. Ansonsten beschreibt der Text einen schönen Tag mit Mama, der in einem Picknick mit Papa endet, der auf dem Bach (der dann eher ein Fluss ist) in einem Ruderboot angefahren kommt.

    Optisch ist das Bilderbuch wirklich toll, inhaltlich ziehe ich allerdings einen Stern ab, da mir da zu viele Kleinigkeiten ungereimt erscheinen. Meiner Tochter hat das Bilderbuch natürlich schon allein wegen der Vielzahl an Tieren, deren Laute sie nachmachen kann, gefallen. Daher gibt es von uns 4 Sterne. Ob ich es allerdings nochmal kaufen würde, kann ich nicht sagen. Vermutlich würde ich im Sommer lieber mit dem Kind an einen richtigen Bach gehen.
    Mein großes Lichter-Wimmelbuch: Im Wald

    Mein großes Lichter-Wimmelbuch: Im Wald (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    18.01.2022

    Innovatives Konzept hilft beim Suchen

    Ich war sehr neugierig auf das neue "Mein großes Wimmelbuch - Im Wald", zu dem ich mir vorher schon auf Youtube ein Video des Verlages angesehen hatte. Das Innovative an diesem Wimmelbuch mit seinen niedlichen Illustrationen sind 16 Leuchtdioden, die so platziert sind, dass sie auf Knopfdruck auf den verschiedenen Seiten die Stellen anzeigen, an denen gesuchte Tiere und Pflanzen gefunden werden können. So können sich schon die Kleinen sofort beim Suchen helfen lassen oder ihre Lösung selbstständig prüfen.

    Hierfür befinden sich am unteren Rand kleine Abbildungen und Mengen von Tieren und Pflanzen des Waldes und daneben jeweils ein Knopf (je einer gelb, blau, grün und rot), der die LEDs an den richtigen Orten zum Leuchten bringt, solange man darauf drückt. Lässt man los, gehen auch sofort die Lichter aus. Die Tasten haben einen guten Druckpunkt, nicht zu weich, es besteht also keine Gefahr, dass man mal aus Versehen die Lämpchen dauerhaft leuchten lässt, und nicht zu hart, so dass auch kleine Kinderhände genug Kraft aufbringen.

    Die Technik befindet sich in der letzten Seite des Buches, wie man es von Geräuschebüchern kennt. Auf der Rückseite findet man auch das Batteriefach (3 Knopfzellen LR44 enthalten) mit kindersicherem Schraubdeckel und On/Off-Schalter. So kann man das Buch problemlos von der Stromquelle nehmen, wenn es im Regal steht. Eine zusätzliche Abdeckung aus Pappe, welche immer aufgeht oder auch mal abgerissen wird, gibt es diesmal nicht.

    Das Konzept ist gut durchdacht. Da die Lampen immer an derselben Stelle bleiben, sind auf den vorderen Seiten weniger ausgestanzte Lösungslöcher als auf den hinteren, so dass einige Löcher anfangs zugedeckt bleiben. Bei wenig Umgebungslicht leuchten sie minimal durch, wenn es hell ist, sieht man davon nichts. Aufgefallen ist mir, dass ab der dritten Seite zum Beispiel beim grünen Knopf mehrmals hintereinander drei Tiere/Pflanzen gesucht werden sollen, die dann logischerweise immer an der selben Stelle sind. Wegen der unterschiedlichen Gestaltung der Waldseite, fällt es den Kindern aber nicht wirklich auf.

    Die Kinder (Kleinkind und sieben Jahre) waren nach dem Auspacken ganz wild auf das Buch und haben sie sehr lange und ausgiebig damit beschäftigt. Während ich die Illustrationen fast zu niedlich finde, gefallen sie beiden ausgezeichnet. Die gewisse Gleichförmigkeit von Augen, Kopfformen etc. ist, wie ich festgestellt habe, ein toller Trick, um das Auffinden in der Menge schwieriger zu gestalten. Maximal sind fünf Tiere zu suchen, so dass auch 2-Jährige bald in der Lage sind, die richtige Anzahl Treffer zu zählen. Eine kleine Geschichte führt durch das Buch. Sie ist nicht besonders aufregend, aber leitet gut zur Suchaufgabe über. Jede Seite zeigt einen anderen Teil des Waldes, mal ist es eher eine Lichtung, dann etwas dichterer Bewuchs, auch unter der Erde muss man suchen und zu guter Letzt kommt man an den Waldrand.

    Auch wenn die Darstellungen alles andere als realitätsnah sind, haben meine Kinder Spaß beim Suchen und da sie beide begeistert sind, gucken sie auch gern zusammen, obwohl ein paar Jahre zwischen ihnen liegen. Das finde ich toll. Wer Angst hat, dass er ständig neue Batterien einlegen müsste, der sei etwas beruhigt. Die verwendeten LEDs sind sehr stromsparend, so dass die Batterien, die bereits dabei sind, sehr lange halten dürften. Wer keine Batterien in Büchern mag, für den ist es eh nichts. Ich würde immer wieder zu dem Buch greifen und hab auch schon den Band zum Bauernhof ganz fest eingeplant. 4,5 Sterne runde ich auf 5 auf
    Wieso? Weshalb? Warum? Erstleser: Pferde - Band 6

    Carola von Kessel
    Wieso? Weshalb? Warum? Erstleser: Pferde - Band 6 (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    18.01.2022

    Verführt Pferdefans zum Lesen

    Dies ist nun schon der sechste Band aus der neuen Wieso? Weshalb? Warum? Erstleser-Reihe und er befasst sich mit einem Tier, das viele kleine Fans hat. Es geht um Pferde. Die Reihenzughörigkeit und das Thema erkennt man auf den ersten Blick. Auch innen ist das Buch ähnlich aufgebaut, wie die Vorgängerbände. Neben ganz viel Sachinformationen über das Pferd in großer Fibelschrift, gibt es wieder jede Menge Rätsel zur Auflockerung, Überprüfung und Festigung des Gelesenen. Auch die obligatorische Stickerseite ist wieder mit dabei. Wunderschöne Illustrationen und einige Fotos unterstützen das Verständnis des Textes, der kindgerecht formuliert ist. Natürlich enthält er auch einige Fachbegriffe, die jedoch immer erklärt werden. Ein Inhaltsverzeichnis hilft bei der Orientierung. Das Buch bietet Sachtexte zu Merkmalen und Herkunft von Pferden, zum Verhalten des Tieres, zur Pflege und zum Reiten.

    Meine Tochter war gleich total begeistert, dass es jetzt auch einen Band über Pferde gibt. Zwar reitet sie nicht so oft, interessiert sich aber sehr für diese schönen Tiere. Das Buch wollte sie unbedingt sofort lesen und hat es ziemlich schnell verschlungen. Ab und zu habe ich bei Fachbegriffen mitgeholfen. Für mich ist es aber ganz wichtig, dass die Kinder auch mit Sachtexten zurecht kommen und diese auch verstehen.

    Dafür sind wiederum die Rätsel gut, welche teilweise recht knifflig sind. Die Informationen sind wirklich gut aufbereitet, manches wusste ich selbst auch noch nicht und so konnten wir gemeinsam noch was dazu lernen. Der Knoten zum Anbinden von Pferden musste da natürlich auch noch probiert werden, was nur nach den Bildern gar nicht so einfach war. Die Stickerseite war nach der Anstrengung noch eine kleine Belohnung.

    Insgesamt bin ich wirklich begeistert, dass Erstleser durch so ein Buch die Möglichkeit bekommen, sich selbst Wissen anzueignen. Auch für Referate in der Grundschule kann ich mir das Buch gut vorstellen. Es ist super, dass die meisten Ravensburger Bücher - so auch dieses - bereits zum Erscheinungstag bei Antolin gelistet sind. Es motiviert meine Tochter noch zusätzlich, dass sie dort noch Punkte sammeln kann. Von uns bekommt das Buch die 5 Sterne, die es verdient.
    Wieso? Weshalb? Warum? junior: Wie helfe ich der Umwelt? - Band 43

    Patricia Mennen
    Wieso? Weshalb? Warum? junior: Wie helfe ich der Umwelt? - Band 43 (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    18.01.2022

    Umweltbewusstsein bei den Kleinen fördern

    Im 43. Band der Wieso? Weshalb? Warum? junior Reihe für Kinder ab 2 Jahren dreht sich alles um die Umwelt. Er beantwortet erste Fragen zum Thema: Warum ist die Umwelt überhaupt wichtig? Wohin mit dem Müll? Wie kann ich Tieren und Pflanzen helfen? Jede Doppelseite des Pappbilderbuches ist mit einer weiteren Frage betitelt. Ein kindgerechter, kurzer Text erzählt von Alltagssituationen, in denen die Frage beantwortet wird. Dazu passende Illustrationen und Klappen erläutern die Informationen und binden das Kind beim Lesen mit ein. Zudem gibt es auf einigen Seiten Such- und Zuordnungsaufforderungen.

    Man kann nie früh genug anfangen mit der Umwelterziehung, daher war ich begeistert, dass es zu dem Thema jetzt auch einen Junior-Band von Wieso? Weshalb? Warum? gibt. Schon das fröhliche Cover lädt die Kleinen zum Mitmachen ein und zeigt, dass Umweltbewusstsein auch Spaß machen kann. Im Inneren werden wie gewohnt typische Kinderfragen gestellt und anhand von kurzen Texten beantwortet. Sehr schön ist dabei, dass die Kinder sich gut in ein der drei Geschwister aus dem Text hineinversetzen können. Es werden größtenteils Alltagssituationen dargestellt. Ein Spaziergang im Wald, der Gang zum Altglascontainer oder das heimische Badezimmer. Die Illustrationen sind sehr passend und durch die vielen Klappen werden die Kleinen auch neugierig, was es zum Thema zu erfahren gibt.

    Besonders gut finde ich, dass es nicht nur darum geht, dass man Müll in einen Eimer wirft oder wie man ihn richtig trennt, wobei die Spiele dazu natürlich Spaß machen, sondern dass es wirklich sehr stark um das Vermeiden von Müll und das Schonen von Ressourcen wie Wasser und Strom geht. Kindern wird deutlich, aber nicht mit erhobenem Zeigefinger klargemacht, dass es Alternativen zum Wegwerfen und unbedachten Konsumieren gibt. Ein guter Ansatz, den man vorleben und von Kindesbeinen an fördern sollte. Ich bin erstaunt, wie kompakt und nachvollziehbar das Buch hier die wichtigsten Tipps präsentiert. Bei den Seiten zum Müllzuordnen hätte ich mir eine Lösungsseite gewünscht, da leider auch viele Erwachsene Probleme damit haben, die richtige Tonne zu wählen.

    Weil das Buch aber nicht nur meiner Tochter, sondern auch mir wieder die Umwelt mehr ins Bewusstsein gerückt hat und zeigt, dass Umweltschutz auch Spaß machen kann, bekommt es trotzdem 5 Sterne.
    Das Kleine Chalet In Der Schweiz

    Julie Caplin
    Das Kleine Chalet In Der Schweiz (MP3)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    18.01.2022

    Winterliche Wohlfühlromanze

    Mina führt ein recht unstetes Leben. Sie arbeite als Lebensmitteltechnikerin in einer Testküche doch ansonsten springt sie von einer Aktivität zur nächsten. Ihrem Freund Simon ist das zu viel und so wird ihr Heiratsantrag, zu dem sie gekocht und Freunde eingeladen hat, zum Fiasko und obendrein entdeckt sie auch noch, dass Simon eine Affäre mit ihrer besten Freundin hat. Dummerweise arbeitet der in der selben Firma und nach einem bösen Streich Minas, rät ihr Chef der jungen Frau, eine Auszeit zu nehmen. Kurzentschlossen reist sie zu ihrer Patentante, die in der Schweiz ein Chalet als Hotel betreibt. Mina ist nicht nur fasziniert von Schweizer Köstlichkeiten, sondern auch von dem attraktiven jungen Mann, den sie im Zug kennenlernt und der zufällig auch im Chalet wohnt. So eine Ablenkung von ihrer Selbstfindung kann Mina jetzt gar nicht gebrauchen.

    Das Cover ist ganz süß und auch der Wintersportort in der Schweiz bietet ein tolles Panorama. Nach dem ersten Schock des missglückten Heiratsantrages erholt Mina sich relativ schnell durch ihren kleinen, aber gemeinen Racheakt. Tatsächlich ist die Protagonistin etwas überaktiv und man hat das Gefühl man springe mit ihr von einer Köstlichkeit und einer Freizeitaktivität zur nächsten. Dabei denkt sie aber immer wieder an die Worte ihres Nicht-Verlobten, dem sie zu sprunghaft war und nicht heiratsfähig. Mina begeistert sich tatsächlich für fast alles, was die Schweiz zu bieten hat. Teilweise kommt man sich vor, als würde man ein gesprochenes Reiseprospekt hören.

    Auch das Chalet und seine Gäste sind ziemlich abgehoben. Minas Patentante lässt - wie unrealistisch - nur Leute in ihrem Haus wohnen, die für sie passend sind. Ein Haus mit 20 Zimmern unterhält sie nahezu allein, während sie täglich alles frisch kocht und backt, sowie die Zimmer sauberhält und die Rezeption führt. Das ist schon ein bissel arg dick aufgetragen. Manche Gäste kommen dann auch jedes Wochenende. Geld spielt keine Rolle.

    Das Klischee will es, dass Mina gleich am ersten Tag im Zug auf Luke trifft und ihn auch sofort küsst. Hinterher zwingt sie sich Abstand zu nehmen, da sie schließlich keine neue Beziehung braucht, sondern über ihr weiteres Leben nachdenken muss. So geht das auch eine zeitlang hin und her und es ist ziemlich vorhersehbar, dass Mina das nicht bis zum Ende durchhält, weil der gutaussehende, muskulöse Luke einfach wie für sie geschaffen ist.

    Die Sprecherin macht ihre Sache eigentlich ganz gut und zaubert aus dem ziemlich belanglosen Stoff eine kulinarische Schweizreise und eine Abfahrt durch sämtliche Skigebiete des Lebens. Zwar liegt das Hauptaugenmerk auf Minas Lebensumstellung, doch so richtig tiefgehend sind ihre Gedanken dazu nicht. Auch die Gefühle zwischen Luke und Mina erreichen mich trotz viel Geflirte und so weiter nicht im Inneren. Alles bleibt recht oberflächlich und ein bisschen plump. Als lockeres Häppchen zwischendurch ist das Hörbuch ganz passabel, mehr aber auch nicht. 3 Sterne
    nICHt genug (nICHt genug-Reihe - Band 1)

    Maria Scrivan
    nICHt genug (nICHt genug-Reihe - Band 1) (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    13.01.2022

    Eine tolle Botschaft als Comic

    Nathalie erlebt, was viele Kinder und Jugendliche durchmachen. Nach einem Schulwechsel hat ihre Freundin Lily plötzlich kein Interesse mehr an ihr, sondern hängt nur noch mit der stylischen Alex herum. Nathalie, die ohnehin schon immer denkt, dass sie nicht gut genug ist und nichts besonders gut kann, fühlt sich dadurch bestätigt. Ihr Selbstwertgefühl ist am Boden. Verzweifelt versucht sie ihre Freundin zurückzugewinnen, indem sie versucht, so zu sein, wie sie denkt, dass Lily sie haben will. Dabei merkt sie gar nicht, dass es in ihrem Umfeld bereits andere Mitschüler gibt, die sie gar nicht doof finden, sondern so mögen, wie sie ist. Sie geben ihr auch den Mut zu zeigen, was sie wirklich kann.

    Das Buch fiel mir schon allein wegen des pinken Covers sofort auf. Noch ansprechender fand ich allerdings den Titel und den Gesichtsausdruck von Nathalie. Nicht genug... das fühlt vermutlich jedes Kind mehr als einmal in seinem Leben, vor allem wenn es um das eigene soziale Umfeld geht. Wie oft versucht man, es anderen recht zu machen und sich zu verstellen, nur um dazuzugehören? Ich fühlte mich sofort in die Schulzeit zurückversetzt. Schon allein deshalb finde ich es toll, dass es zu diesem Thema nun ein Buch gibt, aber nicht irgendeines. Nein, es ist ein Buch, das komplett in Comicform geschrieben und gezeichnet ist. Genial, eine wichtige Botschaft für Heranwachsende, die nicht auf 300 dicht beschriebenen Seiten präsentiert wird, sondern ganz zielgruppengerecht in einen Comic gepackt ist. Das schreckt nicht ab, im Gegenteil, man steckt gleich die Nase hinein, um zu schmökern.

    Die Illustrationen finde ich dabei sehr gelungen. Vor allem die Unterschiedlichen Gefühle der Protagonistin Nathalie sind einfach, aber sehr wirkungsvoll dargestellt. Man leidet mit ihr, aber man freut sich auch, wenn sie erkennt, dass es gar nicht so schlimm ist, man selbst zu sein. Zudem gibt es ein paar sehr lustige Szenen, die das ernste Thema sehr gut wieder auflockern. Die Episoden zwischen Hund und Katze sind einfach zum Kichern.

    Auch wenn das Happy End vielleicht nicht immer sofort für jeden mit ähnlichen Problemen möglich ist, macht dieser Comic doch Mut und zeigt Betroffenen, dass sie nicht allein sind, sondern dass es vielen Kindern so geht. Auch drängt sie keiner, sich bewusst zu werden, es gibt keine Mitschüler, Lehrer, Eltern oder andere mit erhobenem Zeigefinger. Sich selbst treu zu bleiben ist eher eine Botschaft, die hier in individuellem Tempo zum Leser vordringen und sich entfalten kann. Sehr geschickt gemacht. Ein gelungenes und empfehlenswertes Comic-Buch
    Thirteen

    Steve Cavanagh
    Thirteen (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    12.01.2022

    Ein Muss für Thriller-Fans!

    Eddie Flynn, ehemaliger Trickbetrüger und nun Strafverteidiger für die eher wenig Privilegierten, wird vom Anwalt eines Filmstars für dessen Verteidigung angeworben. Robert Solomon soll seine Frau und deren Liebhaber auf brutale Weise ermordet haben. Am Tatort fanden sich Beweise, die dies eindeutig zu belegen scheinen. Eddys Aufgabe ist es nun eigentlich, die ermittelnden Beamten der Polizei vor Gericht zu diskreditieren, doch schon bald fallen ihm Ungereimtheiten auf. Kann es wirklich sein, dass Solomons Verurteilung Teil des perfiden Plans eines Serienmörders ist?

    Die Idee hinter diesem Thriller hat mich sofort angesprochen, weil sie einen erfrischend anderen Ansatz verfolgt, als die meisten Thriller. Zudem war der Ermittler mal kein Detective oder Gerichtsmediziner, sondern ein Strafverteidiger. Und was für einer. Von Anfang an überzeugt mich Eddie Flynn in der Rolle des ehemaligen Trickbetrügers, der dann jedoch seine Talente für die Verteidigung von Menschen nutzt, die er für unschuldig hält. Überhaupt gefällt mir sein "Wertesystem". Er will nichts darstellen, keine große Publicity. Im Gegenteil: Er möchte eigentlich nur einen ruhigen Job ergattern, damit er seine Frau und Tochter zurückgewinnen kann, die er in Gefahr gebracht hatte, so dass sie ihn verließen. Darauf folgte ein Absturz in den Alkoholmissbrauch etc. Auch diese persönliche Komponente passt perfekt und lässt den Menschen Eddie Flynn sehr authentisch und sympathisch wirken.

    Am besten aber sind seine Methoden vor Gericht, sein Auge für Beweise und seine unkonventionelle Art, die Geschworenen für seine Theorien einzunehmen. Er besitzt Raffinesse und so bringt er den Fall Stück für Stück vorwärts. Immer wenn man meint, jetzt aber, passiert jedoch Unvorhersehbares. Kein Wunder, denn Flynns Gegner ist ein perfider Serienkiller, der unbedingt möchte, dass der Schauspieler Solomon verurteilt wird. Dafür gibt er wirklich alles. Teilweise habe ich mich wirklich vor diesem personifizierten Bösen gegruselt. Dieser Mann geht buchstäblich über Leichen und das nicht zu knapp, um sein Ziel zu erreichen.

    Neben den beiden "Gegnern" gibt es eine Fülle an toll dargestellten Nebencharakteren, die dabei helfen, die Handlung ungebremst voranzutreiben. Teilweise bleibt einem da wirklich der Atem weg und die letzten 300 Seiten bin ich einfach nur noch durch diesen wendungsreichen Plot gerauscht. Und immer wenn ich dachte, jetzt haben wir das Ende erreicht, legte Steve Cavanagh noch einen drauf. Seine detailierte, emotionsgeladene, aber dabei sogartige Schreibweise hat dafür gesorgt, dass mir so manches Mal ein Schauer über den Rücken lief. Plötzlich sieht man in jedem Satz mögliche Bedrohungen für die Charaktere. Wenn man also nicht die ganze Nacht durch lesen möchte, sollte man rechtzeitig mit dem Buch beginnen. Ich konnte erst aufhören, als die letzte Seite umgeblättert war.

    Ich hoffe ganz stark, dass auch die anderen beiden Bücher des Autors bald folgen. In mir haben Cavanagh und sein Strafverteidiger Eddie Flynn auf jeden Fall einen treuen Leser gefunden, der unbedingt weitere solch atemberaubend spannende Fälle lesen möchte.
    Grauer, S: Flame & Arrow, Band 1: Drachenprinz

    Grauer, S: Flame & Arrow, Band 1: Drachenprinz (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    12.01.2022

    Fesselnder Auftakt der Reihe

    Seit Jahrhunderten gibt es Konflikte zwischen den Fae im Süden Irlands und den Draconis, die im Norden leben. Kailey ist eine Fae, die, seit ihre Eltern von Drachen getötet wurden, bei ihrem Onkel lebt und zum Kampf gegen die Draconis ausgebildet wurde. Nun droht wieder Krieg und die Elfenkriegerin wird damit beauftragt ans Trinity College in Dublin zu reisen, um dort den Thronfolger der Drachen auszuspionieren und sein Vertrauen zu gewinnen. Doch der Drachenprinz Aiden weiß bereits, dass die Fae ihm gefährlich werden könnte. Und je länger sie den anderen umkreisen, umso näher kommen sie sich.

    Ich gestehe, dass ich hier mit sehr viel mehr Liebesgesäusel gerechnet habe, doch ich wurde was das betrifft wirklich positiv überrascht. Die Geschichte ist ein gute Mischung aus etwas Gefühl, einer Prise College-Feeling und ganz viel Konflikt zwischen Drachen und Fae. Man spürt förmlich die Intrige, kann sie aber nicht lokalisieren, was mich dann doch sehr gefesselt hat. Die Autorin baut ganz geschickt Elfen und Drachen in unsere moderne Welt ein, auch, wenn ich manchmal etwas irritiert war, ist es nie unlogisch. Zudem sind noch einige Hexenclans in die Sache involviert, was das Ganze noch etwas abwechslungsreicher macht.

    Die Charaktere, vor allem die Protagonisten Kailey und Aiden, lernt man wirklich sehr gut kennen mit all ihren Stärken und Schwächen. Sie sind keine Überhelden, sondern recht normal und es ist interessant zu lesen, wie sie sich von hasserfüllten Wesen zu Protagonisten entwickeln, die nachdenken und an ihren Vorurteilen zweifeln. Das passiert sehr dezent, macht es dann umso glaubwürdiger und die Figuren sehr sympathisch. Auch die Nebencharaktere sind sehr vielschichtig.

    Überhaupt gibt es ein paar überraschende Wendungen in der Erzählweise - von ruhig bis actionreich - und im Plot, der mich am Ende gierig nach Teil zwei zurückließ. Jugendbücher und Fantasy sind nicht gerade mein bevorzugtes Genre, aber hier steckt wirklich Potential für ein Highlight drin. Bis auf wenige Seiten, wo es mir nicht schnell genug vorwärts ging in der Handlung, rauschte ich begeistert durch die Geschichte. Daher bekommt sie 4,5 Sterne ich erwarte - gespannt auf Antworten - den Nachfolgeband Elfenkriegerin.
    Fanny und die Liebe

    Sara Ohlsson
    Fanny und die Liebe (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    12.01.2022

    Ganz nette Geschichte für geübte Leseanfänger

    Fanny und ihre beste Freundin Ester spielen in jeder Pause zusammen. Bis Ester möchte, dass Fanny sie lieben soll. Fanny ist mit dieser Aussage etwas überfordert, so dass ihre Freundin sich gekränkt zurückzieht. Das macht Fanny total traurig und sie beginnt über Liebe und Freundschaft nachzudenken. Vor allem bei ihrer Oma, mit der sie gern Zeit verbringt, wenn ihre Mutter arbeiten muss, findet sie Trost und kann mit ihr über alles sprechen. Beim Aufräumen kommt ihr dann eine Idee, wie sie Ester gegenüber ihre Gefühle zeigen kann.

    Beim Titel und der Beschreibung dachte ich zunächst es handle sich um ein weiteres Buch zum Trendthema Diversität und war eigentlich neugierig, wie die Autorin das in einem Erstlesebuch umsetzt. Nach dem Lesen muss ich sagen, dass es sich eigentlich um eine ganz normale Alltagsgeschichte handelt. Das ist auch gar nicht schlimm, nur hätte ich mir eine andere Inhaltszusammenfassung auf dem Cover gewünscht. Im Großen und Ganzen geht es im Buch darum, wie Fanny sich wieder mit ihrer Freundin vertragen kann. Es wird sehr einfühlsam beschrieben, wie wichtig es für Kinder ist, jemanden zu haben, dem sie vertrauen und mit dem sie sich über solche Probleme austauschen können, die ihnen auf der Seele liegen.

    Bei Fanny ist das ihre etwas unordentliche Oma, aber auch ihre Mama spielt eine wichtige Rolle. Die Familiensituation wirkt sehr authentisch. Sprachlich ist die Geschichte wirklich sehr sehr einfach gehalten, fast schon kindlich. Mehr als einmal hatte ich das Gefühl, dass Fanny einfach drauflosredet, wie es Kinder eben manchmal so tun. Die Einteilung in Kapitel ist schön, um mal eine Lesepause einzulegen und weniger inhaltlich notwendig. Für ein Erstlesebuch ist es ziemlich viel Text, was meine Tochter etwas demotiviert hat. Die Illustrationen dazu findet sie jedoch sehr lustig. Für richtige Leseanfänger ist der Text schon sehr lang, daher würde ich das Buch eher für Kinder ab der 2. Klasse empfehlen oder besser, weil es sprachlich so einfach ist, zum Vorlesen für Kinder ab 5 Jahren.

    Fazit: Eine einfache, nette und sehr gefühlvolle Geschichte, bei der uns ein bisschen der Lesespaß und das Fesselnde zu kurz kommt. 3,5 Sterne, die ich auf 4 aufrunde.
    Die falsche Zeugin

    Karin Slaughter
    Die falsche Zeugin (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    12.01.2022

    Brutales, aber etwas langatmiges Katz-und-Maus-Spiel

    Obwohl Leigh unter widrigen Umständen in einem miesen Viertel aufgewachsen ist, hat sie es zu einem Job als Anwältin in einer renommierten Kanzlei gebracht. Sie lebt von ihrem Mann getrennt, doch liebt sie ihn und die gemeinsame Tochter Maddy sehr. Gerade besucht sie eine Schulaufführung, da wird sie von ihrem Chef zu einem Treffen mit einem Mandanten gerufen, der wegen einer brutalen Vergewaltigung angeklagt ist und nur von ihr vertreten werden möchte. Verwundert macht sie sich auf den Weg, nicht ahnend, dass der Mandant Dinge aus ihrer Vergangenheit weiß, die sie am liebsten vergessen würde. Nun muss sie alles tun, um nicht nur ihre Tochter, sondern auch ihre drogenabhängige Schwester Callie zu beschützen, die die damaligen Geschehnisse nie überwinden konnte. Doch der Gegner scheint immer einen Schritt voraus zu sein.

    Ich bin ein großer Fan von Karin Slaughter, vor allem, weil ich ihre Romane - insbesondere die um Sara Linton - sehr spannend finde. Bei diesem Buch handelt es sich wieder um eine Einzelgeschichte. Sie beginnt auch wie oben beschrieben recht geheimnisvoll und auch das Cover lässt erahnen, dass hier etwas Aufregendes passiert. Doch gleich nach der Einleitung sank für mich die Spannung ab. Am Schreibstil und am Setting gibt es nichts auszusetzen, Slaughter ist einfach eine tolle Erzählerin und auch sehr gut darin menschliche und unmenschliche Charaktere und ihre Beweggründe zu Papier zu bringen. Sie erzählt sehr authentisch. Hier auch gut nachzuvollziehen, da sie die Pandemie nicht ausklammert.

    Nach der Einleitung beginnt sie also die Vergangenheit vor uns auszubreiten und auch die Taten und Motive, so dass von der Spannung nur noch eine leichte, eher subtile Bedrohung übrig bleibt. Ich bin nicht so der Fan von Thrillern, bei denen Täter, Motiv und Opfer bereits sehr früh bekannt sind. Natürlich ist das, was Leigh und ihre Schwester Callie erlebt haben sehr schrecklich gewesen, die Beweggründe des Täter aber sind in meinen Augen etwas dürftig, obwohl die Autorin wirklich alles tut, um uns Einblick in die Psyche der Protagonisten zu gewähren und das in einem sehr sehr langen Mittelteil, der zwar noch ein paar kleine Geheimnisse aufdeckt, aber nicht besonders fesselnd ist. Zum Beispiel erzählt sie lang und breit davon, wie Callie ihre Drogen besorgt, konsumiert und welche Wirkung das auf ihren Körper hat. Manches, was sie ausführlich darstellt, braucht man, um Mitgefühl aufzubauen, anderes war mir einfach zu weitschweifig und es passierte 400 Seiten lang nicht besonders viel.

    Zum Ende hin, konnte mich die Geschichte dann aber wieder packen, weil es ein paar überraschende Wendungen und einen ganz guten Showdown gibt, aber kein wirkliches Happy End. Trotzdem werden alle noch offenen Fragen geklärt und die Auflösung ist gut nachvollziehbar.

    Fazit: Sehr gute Erzählweise nur für einen Thriller einfach zu langatmig und nicht spannend genug. Um die Geschichte nachzuvollziehen hätten auch 200 Seiten weniger gereicht. Leider diesmal nur 3 Sterne.
    The Sky in your Eyes

    Kira Mohn
    The Sky in your Eyes (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    12.01.2022

    Liebesgeschichte zum Trendthema Bodyshaming

    Elin ist 24, hat sich gerade von ihrem Freund, der sie nur noch fertiggemacht hat, getrennt und ist wieder bei ihren Eltern eingezogen. Das alles lastet sehr auf ihrem schon seit Kindheit angeknacksten Selbstbewusstsein. Sie fühlt sich nur noch dick und all ihre Verhaltensweisen richtet sie danach aus, was andere über sie denken könnten. Deshalb verschweigt sie ihren Eltern auch den veganen Kochkurs, den sie bald jede Woche besucht, so wie viele andere "perfekte" Frauen. Und wie Jón, der einzige Mann in der Runde und zufällig ihr Kochpartner. Er scheint großes Interesse an Elin zu haben, doch kann sie sich selbst genug lieben, um eine neue Beziehung einzugehen?

    Das Thema Bodyshaming liegt gerade im Trend sehr weit vorn und das vermeintliche Verständnis der "Schönen" gegenüber Dicken, Aknegeplagten, Sommersprossigen, Beeinträchtigten und andern Menschen mit "Schönheitsfehlern" scheint groß zu sein. Gehört man selbst in diese Gruppe, merkt man davon nicht wirklich etwas. Deshalb war ich sehr neugierig auf Kira Mohns Roman über eine zu dicke junge Frau, die mit ihrem Körper einfach nicht klarkommt. Ich gebe zu, es ist ein schwieriges Thema und zunächst gelingt es der Autorin das Seelenleben der Protagonistin sehr gut vor den Lesern auszubreiten. Der dauernde Zweifel, der Versuch zu kaschieren, die mitleidigen Blicke, die sie zu spüren glaubt, das Ausrichten aller Handlungen danach, wie andere darauf reagieren könnten. Bloß nicht zu viel essen, dann denkt jeder: Kein Wunder, dass die so dick ist usw. Für Menschen, die mit sich im Reinen sind, ist das manchmal nur schwer nachvollziehbar und drückt vermutlich auf die Stimmung.

    Ich bin davon ausgegangen, dass Elin sich etwas mehr mit Jóns Augen sieht, sobald klar wird, dass er sie anziehend findet. Doch stattdessen werden ihre Zweifel immer größer und teilweise wirkt ihre Denkweise dann konstruiert und wiederholt sich so oft, dass sie ein bisschen nervt. Was mich auch sehr störte ist, dass Jón natürlich der Traumtyp schlechthin ist, beinahe makellos. Warum muss das so sein? Das weckt vor allem in jungen Lesern doch auch eine gewisse, vermutlich hohe Erwartungshaltung. Ein Normalo hätte mir da besser gefallen und wäre auch realistischer gewesen.

    Diverse Probleme bei Elins Arbeitsstelle, mit ihrem Ex-Freund und den Eltern waren auch nicht unbedingt notwendig und waren dann ein bisschen zu viel des Schlechten. Am meisten jedoch störte mich, dass Jón nicht der Anstoß zum Umdenken bei Elin ist, sondern, dass ihr ganzes Selbstbewusstsein am Ende davon herzurühren scheint, dass er sich für sie interessiert. Ein anderer Mensch kann nicht für unser Glück verantwortlich sein, das ist für mich so keinen gelungene Botschaft. Zudem geht mir am Schluss auch einiges zu schnell, ist zu perfekt und idealisiert.

    Fazit: Eine schöne Liebesgeschichte vor der Kulisse Islands, eine tiefergehende Auseinandersetzung mit den Problemen der Protagonistin kann man aber nicht erwarten. Ich hab sie wirklich gern gelesen, doch am Ende hat sie mich nicht zufriedengestellt. Daher leider nur 3 Sterne. Hätte man mehr draus machen können.
    Ocker, K: Hüter der fünf Jahreszeiten 1/ Lie in Your Kiss

    Ocker, K: Hüter der fünf Jahreszeiten 1/ Lie in Your Kiss (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    31.12.2021

    Gelungener Romantasy-Auftakt

    Bloom, die als schwarzes Schaf ziemlich unbeachtet im Haus des Winters aufwächst, lebt ein recht normales Leben in einer Familie mit magischen Kräften. Ihre Familie und drei weitere sind dafür zuständig, die Jahreszeiten zu steuern und deren Wechsel zu initiieren. Als der Hüter des Winterhauses überraschend tot aufgefunden wird, muss Bloom, die plötzlich ebenfalls Kräfte entwickelt, für ihn einspringen und gerät so in einen jahrhundertealten Kampf, den sie gar nicht kämpfen möchte. Schon gar nicht gegen den Rebellen Kevo, der sich in ihr Herz geschlichen hat.

    Normalerweise lese ich nicht so viele Jugend- und Fantasybücher, aber hier hat mich die Idee mit der fünften Jahreszeit sehr neugierig gemacht. Das Cover ist natürlich auch ein Hingucker. So bin ich eingetaucht in die Welt der vier Häuser Winter, Frühling, Sommer, und Herbst und war überrascht, wie logisch sich in diesen Plot die Rolle einer fünften Jahreszeit einfügt.

    Die Autorin verknüpft diese geschickt mit aktuellen Problemen der Klimaveränderung auf der Erde. Die Protagonistin Bloom, die ein normales Mädchen ist, stolpert in den Konflikt zwischen den Jahreszeiten unfreiwillig hinein und es ist toll zu sehen, wie sie sich in der Geschichte vom Nobody zur Heldin mausert und das nicht, ohne Schuldgefühle, Zweifel und Angst. Man kann die meisten ihrer Gefühle sehr gut nachempfinden. Auch die anderen Charaktere werden sehr gut herausgearbeitet. Der Plot hat zwar durch einige Wiederholungen auch manche Länge, dennoch kann er mit zahlreichen Überraschungen aufwarten. Dazu gibt es noch genug Schmetterlinge und Kribbeln im Bauch.

    Der angenehme Schreibstil und auch die Aufteilung der Kapitel sorgt für einen guten Lesefluss. Nur einige wenige Male hatte ich das Gefühl, dass einige Erklärungen zu oft wiederholt wurden. Diverse actionreiche Szenen waren eine gute Entschädigung dafür und vor allem der Cliffhanger am Ende sorgt dafür, dass ich garantiert den zweiten Band lesen muss. Für mich ein außergewöhnlich interessanter und recht gut gelungener Auftakt um die Hüter der Jahreszeiten. 4 Sterne
    Hierteis, E: Insel der Sturmpferde 1: Eine Freundschaft aus

    Hierteis, E: Insel der Sturmpferde 1: Eine Freundschaft aus (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    16.12.2021

    Haben mehr Abenteuer erwartet

    Nilla lebt bei ihrem Ziehvater Jun auf der Vulkan-Insel Maolis fernab vom Rest der Welt. Wie jeder Mensch auf Maolis hat auch sie ein Seelenpferd, das fest mit ihr verbunden ist: Windtänzer. Gemeinsam mit ihm trainiert Nilla für das große Wettrennen, das zum alljährlichen Windfest ausgetragen wird. Doch dann bringt Jun eines Nachts ein fremdes Mädchen samt verletztem Pferd mit in die Hütte, für das Nilla den Babysitter spielen muss. Sie ist sich sicher, dass die beiden, Luna und Mondlicht, ein Geheimnis umgibt.

    Schon allein das Cover ist ein echter Hingucker und schien ein großes und actionreiches Pferdeabenteuer zu versprechen. Auch die Inhaltsbeschreibung hat meiner Tochter, die Pferde gern mag, und mir gut gefallen. Leider startete das Buch dann mit sehr vielen Beschreibungen von Personen, Pferden und der Landschaft auf der Insel, so dass meine Tochter etwas das Interesse verlor. Auch ich muss sagen, dass es wirklich lange sehr ruhig zugeht. Meist geht es darum, wie Nilla mit ihrem Pferd kommuniziert und ausreitet oder sich um die beiden Neuankömmlinge kümmert, wobei wieder deren Mensch-Pferd-Beziehung sehr genau beschrieben wird. Es wiederholen sich sehr viele Ausdrücke und Gesten zwischen den beiden. Nilla ist dann auch nicht sehr sympathisch, weil sie zunächst eine Abneigung gegen Luna und Mondlicht hat, als sie auf die beiden aufpassen soll und das Haus nicht verlassen darf. Sehr langatmig fand ich bei Ausritten dann auch die ausführlichen Landschafts- und Wegbeschreibungen, die kaum dazu beitragen, dass man sich die Insel besser vorstellen kann.

    Zwischendurch kommen dann mal einige Szenen mit etwas Spannung (meist wenn Nilla sich nicht an Regeln hält) und man glaubt schon, jetzt startet endlich das magische Abenteuer, doch bis zum Höhepunkt, der ebenfalls sehr kurz geraten ist, muss man doch etwas zu lange warten. Die Klärung einiger, aber nicht aller Geheimnisse entschädigt zwar etwas, doch insgesamt ist da ziemlich viel Luft nach oben. Für Mädchen, die gern vertraute Szenen zwischen Reiter und Pferd mögen, mag es eine feine Geschichte sein, wer ein magisches und actionreiches Abenteuer erwartet, wird vermutlich enttäuscht. Die Figuren wirken blass, die Story hölzern. Ich bin mir nicht sicher, ob wir es mit Band 2 noch einmal versuchen, obwohl dessen Beschreibung auch wieder interessant klingt.
    In ewiger Freundschaft

    In ewiger Freundschaft (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    16.12.2021

    Ausgezeichnete Krimispannung

    Pia Sander wird von ihrem Ex-Mann kontaktiert. Seine Agentin Maria Hauschild braucht Hilfe, da sie sich Sorgen um ihre Freundin Heike Wersch macht, vor deren Haus sie steht. Als Pia mit ihr das Haus betritt, finden sie Blutspuren und im Obergeschoss ist ein alter Mann mit Handschellen an das Treppengeländer gefesselt. Alarmiert schaltet sie ihren Chef Oliver von Bodenstein ein. Die Ermittlungen laufen alle an einem Punkt zusammen: dem angesehenen Literatur-Verlag Winterscheid. Dann wird die Leiche der Vermissten aufgefunden und ein weiterer Mitarbeiter des Verlages verunglückt bei einem Fahrradunfall. An einen Zufall glaubt niemand. Könnten die Fälle etwas mit den Querelen zu tun haben, die Heike Wersch durch einen Plagiatsvorwurf losgetreten hat? Oder liegt das Motiv in den Schatten der Vergangenheit?

    Der 10. Fall von Oliver von Bodenstein und Pia Sander hat mich neugierig gemacht. Mir war die Reihe zwar bekannt, doch hatte ich den letzten Band vor Jahren gelesen. Trotzdem hatte ich keinerlei Mühe, mit den Protagonisten warm zu werden - im Gegenteil. Nele Neuhaus beschreibt ihre Charaktere unvergleichlich natürlich und lebendig, so dass man sofort Verbindung aufnehmen kann. Hin und wieder fließen zwar ein paar Details aus früheren Fällen ein, es wird aber nie näher darauf eingegangen, so dass man den Krimi auch sehr gut unabhängig von den Vorgängerbänden lesen kann. Sander und von Bodenstein, sowie das familäre Team des K11 waren mir sofort sympathisch. Am Anfang des Buches findet man sogar noch eine Personenliste, diese habe ich aber tatsächlich gar nicht gebraucht.

    Schon mit dem Prolog wird klar, dass die Zusammenhänge in diesem Fall weit in die Vergangenheit reichen müssen und dass es einige Geheimnisse aufzudecken gilt, bevor der Fall abschließend gelöst werden kann. Und wenn ich etwas bei Krimis mag, dann sind es die Schatten der Vergangenheit, die auf die Gegenwart fallen. Der Plot hat mich auch wirklich sofort gefesselt und die über 500 Seiten flogen nur so dahin. Neuhaus schreibt so lebendig und subtil spannend, dass man mitten im Geschehen ist. Auch die Beschreibungen und die Gespräche waren nie langatmig, wie ich es schon oft in Krimis empfunden habe, sondern auf das Nötige reduziert. Witzig waren auch die wenigen hessischen Mundart-Aussagen. Da hätte ich mir fast ein paar mehr gewünscht, um das Lokalkolorit noch etwas besser herauszuarbeiten. Die Zusammenhänge des Falles waren plausibel und es war ein Vergnügen zu kombinieren, bis nahezu am Ende durch gute Ermittlungsarbeit Licht ins Dunkel kommt. Wirklich ein klassischer Krimi!

    Besonders gut und interessant fand ich im Übrigen auch die Entwicklungen in den Privatleben der Protagonisten, die immer wieder kurz einfließen. Man kommt sich vor, wie ein Teil der Ermittlerfamilie. Insgesamt hat mich der 10. Fall ausgezeichnet unterhalten, so dass ich mir wohl auch noch die älteren Fälle vornehmen werde, um die Wartezeit bis zum nächsten zu überbrücken. 5 Sterne
    451 bis 475 von 535 Rezensionen
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