Inhalt Einstellungen Privatsphäre
jpc.de – Leidenschaft für Musik Startseite jpc.de – Leidenschaft für Musik Startseite
  • Portofrei ab 20 Euro
  • Portofrei bestellen ab 20 Euro
  • Portofrei innerhalb Deutschlands Vinyl und Bücher und alles ab 20 Euro
0
EUR
00,00*
Warenkorb EUR 00,00 *
Anmelden
Konto anlegen
    Erweiterte Suche
    Anmelden Konto anlegen
    1. Startseite
    2. Alle Rezensionen von holdesschaf bei jpc.de

    holdesschaf Top 50 Rezensent

    Aktiv seit: 13. Juni 2021
    "Hilfreich"-Bewertungen: 14
    535 Rezensionen
    Wieso? Weshalb? Warum? Erstleser: Unsere Erde - Band 5

    Sandra Noa
    Wieso? Weshalb? Warum? Erstleser: Unsere Erde - Band 5 (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    14.04.2022

    Leicht zu lesen, gut verständlich

    Dies ist der fünfte Band aus der neuen Wieso? Weshalb? Warum? Erstleser-Reihe und er befasst sich mit einem Planeten, der uns besonders am Herzen liegen sollte. Es geht um unsere Erde. Die Reihenzughörigkeit und das Thema erkennt man auf den ersten Blick. Auch innen ist das Buch ähnlich aufgebaut, wie die Vorgängerbände. Neben ganz viel Sachinformationen über die Erde in großer Fibelschrift, gibt nach jedem farblich schön gekennzeichneten Kapitel wieder jede Menge Rätsel zur Auflockerung, Überprüfung und Festigung des Gelesenen. Auch die obligatorische Stickerseite ist wieder mit dabei. Wunderschöne Illustrationen und einige Fotos unterstützen das Verständnis des Textes, der kindgerecht formuliert ist. Natürlich enthält er auch einige Fachbegriffe, die jedoch immer erklärt werden. Themen sind sehr vielfältig (z. B. Entstehung der Erde, Tag und Nacht, Klima, Aufbau der Erde, Leben auf der Erde ...) und der Wissensgehalt genau richtig. Nur die Entstehung der Jahreszeiten ist sehr knapp gehalten und ohne erklärende Illustration. Ein Inhaltsverzeichnis hilft bei der Orientierung.

    Meine Tochter fand gerade dieses Sachthema sehr interessant, da sie die Welt gern versteht und oft sehr viele Fragen dazu hat. Für mich ist es hingegen ganz wichtig, dass sie nicht nur Geschichten liest, sondern auch mit Sachtexten zurecht kommt und diese auch versteht, denn das herauslesen von Informationen aus Texten ist das, was später am häufigsten gebraucht wird.

    Dafür sind wiederum die Rätsel gut, welche auch mal etwas kniffliger sind. Die Informationen sind wirklich gut aufbereitet, vor allem das Thema Treibhauseffekt, Wasserkreislauf und der Wald aus Sauerstofflieferant gaben uns ganz viel Anlass zum Gespräch. Die Stickerseite war noch eine kleine Belohnung.

    Insgesamt bin ich wirklich begeistert, dass Erstleser durch so ein Buch die Möglichkeit bekommen, sich selbst Wissen anzueignen. Auch für Referate in der Grundschule kann ich mir das Buch gut vorstellen. Es ist super, dass die meisten Ravensburger Bücher - so auch dieses - bereits zum Erscheinungstag bei Antolin gelistet sind. Es motiviert meine Tochter noch zusätzlich, dass sie dort Punkte sammeln kann. Von uns bekommt das Buch die 4,5 Sterne.
    Elphinstone, A: vier verborgenen Reiche 1/ Träne Phönix

    Elphinstone, A: vier verborgenen Reiche 1/ Träne Phönix (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    14.04.2022

    Spannendes Abenteuer in einer Welt voller Magie

    Caspar ist nur mit seinen Zeitplänen überlebensfähig. Als Außenseiter im Internat, in dem seine Eltern leben und unterrichten, wird er dauernd von Mitschülern gehänselt und versteckt sich oft im Korb für Fundsachen. Noch schlimmer wird es, als die Ferien wegen mysteriöser und besonders starker Stürme, die auf der ganzen Welt für Zerstörung sorgen, abgesagt werden. Als ihm eine Mitschülerin sogar bis in die Wohnung folgt, versteckt sich Caspar in einer alten Standuhr. Doch da ist noch jemand! Und ehe er sich versieht, wird er in einem vollkommen anderen, magischen Reich namens Wolkenstern von der jungen Bottlerin Wilda als Verbrecher festgenommen. Auch hier ist die Ordnung bedroht und die beiden müssen sich zusammenraufen, um für das Überleben ihrer beider Welten zu kämpfen.

    Schon im Prolog wird die Geschichte unserer Welt und der verborgenen vier Reiche und der Zusammenhang zwischen beiden kurz erzählt, jedoch kann man sich noch keinen genauen Reim darauf machen, welche Rolle diese "Sage" im Abenteuer von Caspar spielen wird. Doch dann lernt man Caspar kennen, der einem nur leid tun kann. Besonders zwei Mitschüler sind besonders fies zu ihm, sogar richtig rassistisch, da Caspars Mutter aus Afrika stammt. Caspar tut alles, um den beiden nicht zu begegnen und versteckt sich. Freunde hat er nicht. Es tut richtig weh, dass er so leben muss. Dabei ist er eigentlich sehr sympathisch, nur denkt er sehr viel nach, anstatt aus sich herauszugehen. Wilda Undank, das Mädchen, das er auf der anderen Seite der Uhr trifft, ist das genaue Gegenteil. Mürrisch, manchmal vorlaut und oft sehr spontan. Doch auch sie trägt einen Sturm in sich, den sie allein nicht loswird.

    Sofort fällt auf, dass auch in Wolkenstein einiges im Argen liegt und es ist spannend herauszufinden, was das ist. Nicht jedem kann man trauen und es ist total schön zu beobachten, wie die beiden Protagonisten zusammenhalten müssen, um das Abenteuer bestehen zu können.

    Wirklich magisch ist die Welt, in der die Geschichte spielt. Viel dreht sich um Wetterphänomene, es gibt Ballonfahrer, Wolkenriesen, Nieselhexen, Schneetrolle und ganz viele andere Wesen mit besonderen Eigenschaften. Auch die Landschaften, die beschrieben werden, sind wunderschön, aber auch manchmal düster, doch immer sehr detailliert erdacht.

    Zudem gefallen mir die Botschaften, die das Abenteuer ganz nebenbei rüberbringt, gerade in dieser auch in der Realität schwierigen und wenig hoffnungsvollen Zeit. Es geht viel um Zusammenhalt, Freundschaft, Vertrauen in sich selbst und den Mut, der immer in uns ist, auch wenn wir ihn vielleicht nicht sehen oder spüren können. Zusammen mit den gefährlichen und actionreichen Szenen ergibt sich das perfekte, fantastische Abenteuer für Mädchen und Jungen. Mit diesem traumhaften Cover erhält das Buch 5 magische Sterne.

    Die Fortsetzung werden wir auf jeden Fall lesen!
    Sohr, D: Drache auf Burg Erbsenfels - Leserabe ab 1. Klasse

    Sohr, D: Drache auf Burg Erbsenfels - Leserabe ab 1. Klasse (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    14.04.2022

    Witzige Geschichte auf der Burg

    Der Junge Bruno soll Bogenschießen üben. Doch darin ist er so schlecht, dass Ritter Otto seine Zweifel hat, ob aus ihm mal etwas wird. Um sich abzuregen geht der Ritter auf die Jagd. Doch kaum hat er die Burg verlassen, wackeln die Mauern und ein Drache landet unsanft im Burghof. Drachen sind gefährlich, denkt Bruno. Wird er sich gegen einen Drachen behaupten können?

    Schon das Cover ist einladend und freundlich gestaltet und deutet darauf hin, dass es zwischen Bruno und dem Drachen eher freundschaftlich zugehen wird. Doch die Geschichte beginnt ganz anders, erst witzig, dann sehr spannend, als der Drache auf der Burg landet. Das macht Kinder neugierig. Der Verlauf dann doch überraschend, vor allem der Grund für den Drachenbesuch und wie Ritter Otto sich entwickelt.

    Wie die meisten Leseraben-Bücher der ersten Lesestufe punktet das Buch neben der witzigen und kingerechten Erzählung aber auch wieder durch die große Fibelschrift, ein gutes Maß an Text und die vielen bunten, lebendigen Bilder, die das Verständnis des Gelesenen unterstützen. Auch ist es ganz leicht mal eine Pause beim Lesen einzulegen, da die Geschichte in vier kurze Kapitel aufgeteilt ist.

    Zur weiteren Motivation gibt es wieder Rabensticker als Belohnung und am Ende des Buches jede Menge abwechslungsreiche Leserätsel, um das Verständnis zu überprüfen. Zudem kann das Buch natürlich bei Antolin bearbeitet werden. Meiner Tochter hat es sehr gut gefallen, ich finde vor allem die Botschaft am Ende toll, daher vergeben wir 4,5 Sterne.
    Gezeitenmord

    Dennis Jürgensen
    Gezeitenmord (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    14.04.2022

    Neue Lieblingsermittler

    Lykke Teit ist eine gute Ermittlerin, aber leider nicht sehr zuverlässig und auch privat hat sie ihr Päckchen zu tragen. Trotzdem erhält sie die Gelegenheit ihre erste eigene Mordermittlung zu führen. Was der Chef nicht weiß ist, dass das männliche Opfer, welches an der Grenze zu Deutschland im Sand vergraben aufgefunden wurde, Lykke gut kannte und ihr am selben Tag eine merkwürdige SMS schrieb, in der es sich bedroht fühlte. Aufgrund der Auffindesituation muss Lykke mit dem deutschen Kommissar Rudi Lehmann zusammenarbeiten. Die Zeit drängt, denn der Junge, der das Opfer fand, wird vermisst. Schon vor mehr als einem Jahr verschwand ein kleines Mädchen. Hängen die Fälle zusammen?

    Selten werde ich so schnell mit Ermittlern warm, wie mit Lykke und Rudi in diesem wirklich interessanten Start der neuen Reihe. Lykke ist etwas verpeilt, wie man später erfährt nicht ohne Grund, aber eine brillante Ermittlerin. Rudi, der ältere deutsche Kollege aus Flensburg ist einfach nur ein Original. Zu schön, wie er in Dänemark seine Sprüche über die Deutschen klopft, Futter für drei in sich hineinschaufelt und zeitweise ein Kompetenzgerangel mit dem dänischen Landpolizisten austrägt. So kommt zu der Spannung auch noch etwas Witz ins Spiel.

    Auch sonst hat die Geschichte alles, was ich an guten Krimis mag. Eine spannende Kombination aus altem und neuem Fall, die bis zum Schluss undurchsichtig bleibt, viele mögliche Verdächtige, Gelegenheit zum Miträtseln, viel landschaftlich Schönes und Neues. Auch wenn es möglich ist, den Täter zu erraten, wird man nicht mit der Nase auf ihn gestoßen. Auch die Entwicklung der einzelnen Ermittler zu einem Team, war überzeugend.

    Der Schreibstil ist flott, beschreibt auch gut die dänische Landschaft, aber nicht zu detailliert, sondern nur soviel wie nötig. Durch die kurzen Kapitel kommt man schnell vorwärts und das Tempo ist wirklich hoch. Am Ende gibt es einen tollen Showdown. Mich hat die Reihe um Teit und Lehmann mit Sicherheit als Fan gewonnen und ich bin schon sehr gespannt, in welchem Fall die beiden das nächste Mal zusammen ermitteln dürfen.

    5 Sterne
    Clover, P: Sheltie - Wie Sheltie zu uns kam

    Clover, P: Sheltie - Wie Sheltie zu uns kam (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    14.04.2022

    Schöne Ponygeschichte für geübte Erstleser

    Emmas Familie zieht aufs Land, in ein Haus mit viel Grund. Emma ist deswegen gar nicht glücklich, bis sie feststellt, dass zum Haus auch das Pony Sheltie gehört, in das sie sofort ganz vernarrt ist. Mit der ehemaligen Besitzerin übt sie reiten. Nur ein alter Mann aus der Nachbarschaft kann Sheltie gar nicht leiden, weil er Angst hat, dass es seinen Kohl frisst. Und tatsächlich fehlt eines Tages Kohl. Die Hufspuren im Garten deuten auf Sheltie hin, doch Emma ist sich ganz sicher, dass das Pony unschuldig ist. Werden die beiden den wahren Schuldigen schnappen?

    Das Buch scheint eine Neuausgabe der alten Sheltie-Geschichten zu sein, die speziell für Erstleser aufbereitet wurden. Die Schrift ist angenehm groß, trotzdem gibt es schon richtig viel Text, der durch die Einteilung in kurze Kapitel gut lesbar und verständlich ist. Zudem zeigt schon das Titelbild, dass das Buch optisch ganz neu aufbereitet wurde mit vielen tollen Farbillustrationen, die richtig toll das Verständnis des Gelesenen unterstützen.

    Sheltie ist ein entzückendes Pony, das sich auch durch seine Klugheit auszeichnet und sich vor allem mit Emma bestens versteht. Die Charaktere sind mir persönlich etwas zu oberflächlich geblieben, dennoch glaube ich, dass Kinder Emma lieben werden. Dagegen ist der Nachbar sehr unsympathisch dargestellt, so wie er Sheltie dauernd verdächtigt. Das wiederholt sich leider ein paar Mal, bevor der Diebstahl der Kohlköpfe aufgeklärt wird. Hier fehlt mir ein bisschen Pep in der Erzählung. Am Ende wird es jedoch wieder spannender.

    Insgesamt ist das Buch sehr gutes, hübsch illustriertes Lesefutter für geübte Leseanfänger und Pony-/Pferdefans. 4 Sterne
    Henriette Huckepack - Gut geschraubt ist besser als schief gehext

    Andrea Lienesch
    Henriette Huckepack - Gut geschraubt ist besser als schief gehext (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    14.04.2022

    Witzig und ideenreich

    Henriette Huckepack ist eine ganz begabte kleine Hexe, nur nicht, was das Hexen betrifft. Sie hantiert lieber mit ihrem Werkzeugkasten herum, repariert und erfindet tolle Dinge. Immer mit dabei ist ihr Eichhörnchen Fussel. Doch leider müssen Junghexen alle sieben Jahre eine Prüfung bestehen, um ihre Hexkraft behalten zu dürfen. Als es nun Zeit für das große Hexentreffen mit Hexprüfung ist, versucht Henriettes Tante Martha ohne deren Wissen alles, um ihren Schützling durchzumogeln, nur um gut dazustehen. Doch natürlich hat Henriette zur Sicherheit auch ihr Werkzeug im Gepäck.

    Schon das fröhlich-bunte Cover lässt vermuten, dass Henriette alles andere als eine normale kleine Hexe ist. Statt auf einem Besen, fliegt sie auf einem Staubsauger durch die Gegend, statt Rabe oder Katze ist Eichhörnchen Fussel ihr Hexentier und auch ihr Outfit ist alles andere als hexenlike. Henriette ist ein Mädchen, das statt Hexsprüche auswendig zu lernen lieber kaputte Dinge repariert. Und das kann sie im Gegensatz zum Hexen richtig gut.

    Meine Tochter hatte total viel Freude an der Geschichte, weil es ihr gefallen hat, dass Henriette versucht ihren eigenen Weg zu gehen und das zu tun, was ihr Spaß macht. Ich denke da können sich vor allem Mädchen sehr gut hineinversetzen. Es ist doch unfair, dass viele immer noch denken, dass Herumwerkeln Jungssache ist. Sehr gut gefallen hat uns auch Fussel, der Henriette immer mit Rat und Tat zur Seite steht.

    Die Schriftgröße und Textmenge im Buch eignet sich sowohl zum Vorlesen, als auch zum Selberlesen für gut geübte Erstleser, da die einzelnen Kapitel nicht zu lang sind. Zudem ist die Geschichte durchgehend sehr schön farbig illustriert, so dass das Textverständnis unterstützt wird. Der Schreibstil ist kindgerecht und witzig. Die Autorin hat ganz tolle Ideen im Buch umgesetzt und das ein oder andere Wortspiel eingesetzt.

    Wir hatten sehr viel Spaß beim Lesen und würden uns über ein weiteres Abenteuer sehr freuen. Dicke Leseempfehlung vor allem für Kinder, die ihren eigenen Weg gehen möchten. 5 Sterne
    Schreiber, C: Doppel-Galoppel 1. Zwei wie Sonne und Wind

    Schreiber, C: Doppel-Galoppel 1. Zwei wie Sonne und Wind (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    14.04.2022

    Geschwisterstreit und wilde Pferde

    Die Geschwister Fanndis und Jon sind bei ihren Großeltern in Island zu Besuch. Auf Opa Valdis Hof gibt es sogar Pferde. Trotzdem finden die beiden Kinder dauernd Anlass sich zu streiten. Da beginnt der Großvater, ihnen von den beiden Fohlen Kappi und Skoppa zu erzählen, die wild und frei in der Natur Islands zusammen die ersten Abenteuer erleben, obwohl sie sehr verschieden sind. Werden auch Jon und Fanndis durch die Erzählungen des Großvaters aufeinander zu gehen können?

    Schon das Cover zeigt, dass im Buch eine wunderschöne Geschichte steckt, die durch die vielen Bilder zum Vorlesen und Zuhören einlädt. Wer Geschwister hat, der kann sich sehr gut in die beiden Streithähne einfühlen, aber auch in den Großvater Valdi, der von den dauernden Diskussionen ziemlich enttäuscht und genervt ist. Zum Glück fällt ihm die tolle Geschichte der Fohlen Kappi und Skoppa ein.

    Obwohl die Kinder sich auch da nicht gleich einig sind, lauschen sie aufmerksam den Abenteuern. Nicht nur kleine Pferdefans werden bei der Geschichte dahinschmelzen. Schon allein die Geburt des Fohlens und die Bilder von dem kleinen Wesen, haben hier für großes Entzücken gesorgt und es kommt zu Szenen, in denen man das kleine Fohlen sofort beschützen möchte, das von den anderen gehänselt und belächelt wird. Trotzdem findet es in Skoppa einen Freund, der es mitreißt und dafür sorgt, dass Kappi, der kleine Kämpfer, an ihren Abenteuern in der wilden Natur Islands wachsen kann.

    Die Geschichte wir ganz einfühlsam und ruhig statt mit dem erhobenen Zeigefinger erzählt. Sie ist auch für Kleine ab 4 Jahren gut verständlich und genau richtig, um sie aufzubauen und das Selbstvertrauen zu stärken. Zudem gibt es jede Menge Anlässe, um mit dem eigenen Kind über Hänseleien und Streitigkeiten, aber auch Mut und Freundschaften in Kindergarten und Schule ins Gespräch zu kommen. Die Illustrationen der Pferde in der isländischen Landschaft sind einfach zauberhaft. Ein Buch, das in jedes Vorlesebücher-Regal einziehen sollte.

    5 Sterne
    SCHLEICH® Horse Club(TM) - Ferien auf Lakeside

    SCHLEICH® Horse Club(TM) - Ferien auf Lakeside (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    03.04.2022

    Perfektes Lesefutter für Mädchen

    Die Ferien beginnen und die vier Mädchen vom Horse Club schmieden im Reiter-Café Pläne, was sie alles unternehmen könnten. Als sie ihren Freund Max und dessen Austauschschüler Julio treffen, ist klar, dass sie zusammen am See campen und reiten gehen wollen. Doch Westernreiterin Hannah ist plötzlich gar nicht mehr so gut gelaunt. Zum einen, weil ihr Vater, der Besitzer des Reiterhofes Geldsorgen hat, zum anderen weil sich die zickige Tori in die Clique drängt. Ob das wirklich traumhafte Ferien werden können?

    Im neuen Band des Horse Clubs ist Ferienstimmung angesagt, die sich sofort auf den Leser überträgt und Lust macht, Abenteuer zu erleben. Die vier quirligen Mädchen sind so, wie man sich eine Bande von Freundinnen vorstellt und jede bringt ihre eigene Persönlichkeit ein. Zusätzlich wird das ganze noch durch den Austauschschüler aus Spanien interessant, den nicht nur Sofia gut findet, sondern auch Tori, die den Mädchen schon öfter das Leben schwer gemacht hat. Trotzdem gelingt es der Geschichte richtig gut, zu zeigen, dass es wichtig ist, jemandem, den man nicht mag, eine Chance zu geben und sich in ihn hineinzuversetzen.

    Neben dem Thema Pferde und Reiten allgemein, wird in diesem Band das Westernreiten ein bisschen in den Vordergrund gestellt. Das hat uns sehr gefallen. Auch, dass nicht nur immer Friede, Freude, Eierkuchen auf dem Reiterhof und zwischen den Charakteren herrscht, macht die Geschichte sehr realistisch. Zudem fiebert man mit, ob die Mädchen es am Ende schaffen, Hannahs Vater zu helfen und doch noch schöne Ferien zu verbringen. Die lebendige Schreibweise und vor allem die natürlichen Dialoge machen das Buch zum perfekten und kurzweiligen Lesefutter für Mädchen.

    5 Sterne
    Man vergisst nicht, wie man schwimmt

    Man vergisst nicht, wie man schwimmt (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    03.04.2022

    Summer of '99

    Der fünfzehnjährige Pascal, der von allen nur Krüger genannt wird, mag den Sommer nicht, denn er kann nicht mehr schwimmen. Auch verlieben darf er sich niemals. Er verbringt die meiste Zeit mit Freund Victor: Abhängen, Playsi bei Müller Zocken und Pommes im Schwimmbad snacken. Doch eines Tages kollidiert seine Welt mit der von Zirkusmädchen Jacky, die ihn nach einem Ladendiebstahl anrempelt und den Rucksack mit seinen heimlich verfassten Geschichten auch gleich mitgehen lässt. Nachdem Victor und er Jacky vor der Polizei warnen, beschließen die drei, den letzten Tag des Sommers 1999 gemeinsam zu verbringen. Doch das bringt nicht nur Spaß, sondern große Gefühle und Gefahr mit sich.

    Das Buch hörte sich recht geheimnisvoll und spannend an. Und schon nach den ersten Kapiteln fand ich die Schreibweise des Autors sehr eingängig, wenn auch manchmal etwas sehr detailliert, was dafür sorgte dass es Längen gab. Aber es kam auch ein bisschen Sommergefühl auf und Erinnerungen an den Sommer 1999, was vor allem an äußeren Umständen lag, wie z. B. genannte Musiktitel, Playstationspiele und Markennamen. Auch das nahende Millenium wird erwähnt.

    Während man also sowas wie Nostalgie verspürt, taucht man mit der Hauptfigur Krüger (eigentlich Pascal) in die Geschichte ein. Als Protagonist ist Krüger sehr zurückhaltend, verletztlich, schüchtern und kommt selten aus sich heraus. So richtig kann man ihn und seine widerstreitenden Gefühle eigentlich nicht verstehen, denn er hat Geheimnisse, die dem Leser zwar immer wieder in Erinnerung gerufen, aber nicht erzählt werden. Nur bei seinem einzigen Freund Victor ist Krüger offener. Die Begegnung mit Jacky sorgt bei ihm gleichzeitig für Hoffnung, aber auch Angst gegenüber seinen aufkommenden Gefühlen für sie. Dies stellt für mich den Hauptstrang der Geschichte dar.

    Aber im Roman werden auch Elemente genutzt, die ich nicht so wirklich mit einer süddeutschen Kleinstadt in den Neunzigern verbinden konnte und die etwas zu übertrieben ausgefallen sind. Darunter die Hunnen, eine Marihuana vertickende, nicht ungefährliche Gruppierung und eine Party, die beide wie aus Hollywoodfilmen entsprungen wirkten. Das passte für mich dann nicht ganz zusammen. Stellenweise war es eben zu unrealistisch.

    Für den Spannungsbogen war die zeitweise Übertreibung aber sehr gewinnbringend, denn etwa ab der Hälfte konnte ich das Buch nicht mehr weglegen, weil eine bedrohliche Stimmung über allem lag und ich dauernd damit rechnete, dass noch etwas Schreckliches passieren wird. Zudem sind die zarten Gefühle, die sich zwischen Krüger und Jacky entwickeln einfach authentisch und wunderschön in die Geschichte eingewoben. Das Ende konnte mich vor allem in einem Punkt überraschen: wie gut der Autor mich an der Nase herumgeführt hatte ;-)

    Insgesamt 4 von 5 Sternen
    Marie Käferchen

    Kai Lüftner
    Marie Käferchen (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    03.04.2022

    Mega-heavy Illustrationen

    Normalerweise sind Käferchen niedliche Tiere mit zarten Flügelchen, die über die Wiese brummeln. Doch was ist das? Marie Käferchen entspricht so gar nicht diesem Bild. Sie tanzt, bängt und zappelt lieber über die Wiese und zieht dabei Grimassen. So ganz anders, als man das erwartet. Und dann hört sich auch noch so laut Rock, dass sie damit alle anderen Tiere von der Wiese vertreibt und allein zurückbleibt. Bis eine bekannte Käferband vorbeikommt und mit ihr zusammen rockt.

    Als Fan von Alternative Rock und Heavy Metal weiß man, dass man mit seiner lauten Musik nicht überall auf Gegenliebe stößt. Auch meine Kinder sind mit diesem Rock-Gen infiziert. Wer braucht schon Kinderlieder? Daher habe ich mich gefreut, dass es nun mit Marie Käferchen auch einen musikalisch unangepassten Insektenfreund gibt. Nein, schon klar, Hard Rock ist beliebter als man glaubt, daher war es wirklich an der Zeit, dass er auch mal in einem Bilderbuch die Hauptrolle spielt.

    Von den Illustrationen sind wir einfach begeistert. Die Mischung aus den eher pastelligen Hintergründen und den dunklen Rock-Käfern ist einfach gelungen. Der Sound wird als pinke und gelbe Streifen, Sterne oder Schwaden dargestellt und macht das Buch unheimlich lebendig. Der Hirschkäfer kommt einfach unheimlich nah, an die menschlichen Vorbilder heran. Eine richtige Perle unter den vielen bunten Bilderbüchern.

    Die Reime sind auch schön, wobei sie manchmal bei Vorlesen - vor allem beim ersten Mal - stellenweise etwas holprig erschienen, so dass ich den Vers nochmal lesen musste. Warum die anderen Tiere erst vor der Musik flüchten und dann, als Marie mit der Band spielt, wieder zurückkommen und abrocken, war meinen Kindern nicht ganz klar. Vermutlich haben sie sich mitreißen lassen.

    Insgesamt schon allein wegen der Illustrationen ein super Bilderbuch, das wir immer wieder gern anschauen.
    Im Dorf der Schmetterlinge

    Michaela Wiebusch
    Im Dorf der Schmetterlinge (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    03.04.2022

    Sanfte Therapie zum Lesen

    Jule ist Ende 40, verheiratet mit Stefan, berufstätig, die einzige Tochter ist bereits ausgezogen und studiert im Ausland. Nun wird Jule oft von Panik und Ängsten geplagt, sie leidet unter Schlaflosigkeit, ihr Selbstvertrauen hat stark gelitten. Dauernd macht sie sich Gedanken, ob sie bei der Arbeit neben der jüngeren Kollegin noch bestehen kann, ob ihr Mann sie noch liebt und befürchtet, alles zu verlieren.

    In einem Traum trifft sie auf den Specht Cupido, der sie vor die Wahl stellt, den einfach Weg zurück in ihr gewohntes Leben zu nehmen oder sich über einen dornigen Weg vorwärts zu arbeiten in ihr bestes Leben. So gelangt sie in ein Dorf, das ihr die Möglichkeit gibt, sich ihren Ängsten zu stellen und ihre Gedanken zu ordnen, so dass sie gestärkt in den Alltag zurückkehren und ihr Leben wieder selbst steuern kann.

    Die Geschichte hört sich ziemlich fantastisch an und tatsächlich enthält sie Elemente, die nicht von dieser Welt zu sein scheinen, sondern aus einer Traumwelt. Die Protagonistin hat die Mitte des Lebens überschritten. Durch den Auszug der Tochter zweifelt sie an der Verbindung mit ihrem Mann und steigert sich daher in die Arbeit hinein. Doch auch dort hat sie das Gefühl nicht zu genügen, austauschbar zu sein. Sie hat viele Gedanken, die sicher die meisten von uns schon einmal hatten. Je älter umso mehr vermutlich.

    Die beiden Autorinnen setzen dort mit ihrem psychologischen Wissen an. Jule muss sich überwinden, den Weg in ihr bestes Leben zu gehen. Einmal im Dorf angekommen muss sie sich Herausforderungen stellen, Ängste abbauen, negative Glaubenssätze in positive verwandeln. Teilweise klingt die Geschichte wie ein Märchen und wirkt auf mich als Leser irgenwie beruhigend. Sie bringt mich auch dazu, nachzudenken. Die ein oder andere Angst von Jule kennt man eben auch selbst und fragt sich, ob man sie vielleicht auch loswerden könnte. Vor allem der Specht, aber auch andere Personen leisten Jule dabei Gesellschaft oder geben Hilfestellung. So wie Jule ihre Ängste abbaut, fühlt man sich beim Lesen auch selbst befreiter. Es ist wie eine sanfte Selbsttherapie, ganz anders, als alles, was ich bisher gelesen habe und perfekt um gedanklichen Ballast abzubauen, sich weniger über die Vergangenheit zu ärgern, sondern die Zukunft zu gestalten, um in das eigene beste Leben zu starten. Hat mir sehr gut gefallen und wird mich noch weiter beschäftigen. Auch die Illustrationen sind wunderschön und tragen zum Wohlfühlen bei. 5 Sterne
    2 Seelen. Das erste Buch der Unsterblichkeit

    2 Seelen. Das erste Buch der Unsterblichkeit (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    03.04.2022

    Spannend vor allem am Ende

    Kela und Brandon haben es nicht leicht im Leben. Erst verlieren sie ihre Mutter, dann stirbt ihr dementer Großvater. Um das Haus halten zu können, müssen sie Zimmer vermieten. Doch statt der beiden erwarteten jungen Frauen, tauchen drei mysteriöse, dunkle Typen auf. Kela ist so gar nicht begeistert, sie als Mitbewohner aufzunehmen. Vor allem der attraktive Nero, bringt etwas in ihr zum Schwingen. Als hätte sie nicht schon genug mit dem Großvater zu tun, der ihr als Geist erscheint und sie um Hilfe bittet und mit den Briefen, deren rätselhaften Inhalt nur sie lesen kann, hat sie das Gefühl, dass etwas viel Größeres auf sie zukommt. Nachdem Brandon auch noch von einem dunklen Wesen angegriffen und von Nero gerettet wird, erwartet Kela von ihm Antworten.

    2 Seelen - das erste Buch der Unsterblichkeit ist der Auftakt zu einer neuen Romantasy-Reihe des Autorinnen-Duos Rose Snow. Wie oft typisch in ersten Bänden geht eh vor allem um die Vorstellung der Charaktere und den Aufbau von Beziehungen, um das Fundament, auf dem die Geschichte aufgebaut ist und das Erklären der Zusammenhänge. Auch hier nehmen diese Faktoren viel Raum ein und es ist ganz interessant zu lesen, wie sich die beiden Geschwister Kela und Brandon durchs Leben schlagen müssen. Sie haben viele Verluste erlitten und es ist toll, wie sie als Rest der Familie zusammenhalten.

    Kela ist als Hauptfigur sehr sympathisch und entwickelt sich in der Geschichte von einer eher zurückhaltenden und wenig selbstbewussten Frau zu einer mutigen Schlüsselfigur. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Schon, dass sie ihren toten Großvater sehen und mit ihm sprechen kann, deutet darauf hin, dass sie etwas Besonderes ist. Man erfährt auch schon im zweiten Drittel, was ihre Rolle in dieser Fantasygeschichte ist. Es folgen sehr sehr viele Erklärungen, die teilweise nochmal wiederholt werden, wodurch die Story leider unnötigerweise etwas ausgebremst wird, die sich eigentlich flott und flüssig lesen lässt.

    Dass der mysteriöse Nero Kela nicht kalt lässt, merkt man auch ziemlich schnell. Er ist aber oft so unnahbar und auch launisch, dass ich hier noch nicht von Liebe sprechen kann. Allenfalls habe ich ein sexuelles Knistern wahrgenommen, das sich später noch verstärkt, je tiefer wir in die von den Autorinnen erdachte Fantasywelt eintauchen. In dieser wimmelt es von drohenden Gefahren, Verrat, Intrigen und undurchsichtigen Charakteren. Das macht vor allem das Ende dieses ersten Bandes sehr spannend. Trotzdem bleiben noch genug Fragen übrig, so dass ich bei diesem Cliffhanger nicht umhin komme und mich trotz aller Längen auf den zweiten Band freue, um endlich zu wissen, wie es weiter geht. 4 Sterne
    Die Glitzerbande hilft immer! (Leider wird es dann meist schlimmer)

    Rüdiger Bertram
    Die Glitzerbande hilft immer! (Leider wird es dann meist schlimmer) (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    03.04.2022

    Herrlich schräge Typen

    Die Glitzerbande - das sind Einhorn Ella, Faultier Franz, Lama Luna und Flamingo Felix - lebt beschaulich und völlig friedlich auf einem Regenbogen. Doch kaum gerät ein Kind in Not, flitzen sie los, durchqueren Wüsten und Meere, um zu helfen. Das können sie besonders gut. Zumindest sind die Vier von der Glitzerbande davon überzeugt. Leider fällt ihnen dabei gar nicht auf, wie schusselig sie wirklich sind. Zudem lassen sie sich nur allzu gern ablenken. So wird das Chaos perfekt. Doch Hauptsache die Mission ist erfüllt.

    Rüdiger Bertram war mir schon durch seine oft humorvollen Kinderbücher (z. B. Coolman) bekannt. Hier fiel mir zuerst das regenbogenbunte Cover mit den lustigen Tieren auf. Alles bei den Kids sehr beliebte Figuren und so war klar, dass wir das Buch lesen müssen. Schon der Untertitel deutet an, dass bei der Glitzerbande nicht immer alles glatt läuft. Und tatsächlich sorgt bereits die Vorstellung von Ella, Franz, Luna und Felix für Lacher. Vor allem Ella, die natürlich die Beste ist und Felix, der noch besser ist streiten deswegen nieeeemals. Besonders ins Herz geschlossen haben wir Franz, der ganz Faultier-like dauernd schlafen könnte. Auch das Benehmen der glitzernden Freunde ist nicht immer ganz astrein. Trotzdem ist jedes der Tierchen auf seine Weise liebenswert schräg und chaotisch. Das sorgt für jede Menge lustige und skurile Situationen und das Vorlesen wird ein Riesenspaß.

    Die tollen und sehr lebendigen Illustrationen tun ihr Übriges. Die Gesichter, die hier gemacht werden, sind einfach herrlich. Mir gefällt auch, wie der Text zusammen mit den Illustrationen gestaltet ist. Vor allem bei der Reise zum Einsatzort ist das super gelungen. Der Text ist kindgerecht geschrieben, es gibt sehr viele witzige Dialoge, die man mit verschiedenen Stimmen lesen kann. Aber auch zum Selberlesen ist die Geschichte bestens geeignet.

    Fazit: Die Glitzerbande ist eine herrlich schräge Truppe, die durch ihren ungeschickten Übereifer für Chaos und jede Menge Lacher sorgt, was sie natürlich selber gar nicht merkt. Einfach witzig gemacht. 5 Sterne
    Die Jaguargöttin

    Die Jaguargöttin (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    03.04.2022

    Faszinierende Dschungelwelt

    Kitana ist die Tochter des Jaguargottes Kem Balam. Die Gestaltwandler werden in der Stadt Elámon verehrt. Bisher führte Kitana ein sorgloses Leben in ihrem Tempel, bis ein Unglück geschieht und den Status der Jaguargötter bedroht. Kitana weiß sich keinen andern Ausweg mehr, als die wilden Panther, die im Dschungel leben und ihnen nicht wohlgesonnen sind, zu Hilfe zu holen. Denn eine Intrige in der Stadt bedroht nicht nur die Menschen dort, sondern auch den Fortbestand des Dschungels und ihre Familie.

    Das Cover deutet bereits daraufhin: Es ist eine wahnsinnig durchdachte, faszinierende und realistische Welt, die Katja Brandis für diese Geschichte zu Papier bringt und die sie so farbenfroh schildert, dass man sich förmlich hineingezogen fühlt in den Dschungel und in die fiktive Maya-Stadt Elámon. Sehr glaubwürdig ist auch die Hierarchie unter den Bewohnern und Tierwandlern. Schnell merkt man, dass das Gefüge durch Intrigen und Komplotte bedroht wird.

    Die Protagonistin Kitana gefällt mir sehr gut. Sie macht im Laufe der Geschichte eine Wandlung durch, die man sehr gut nachvollziehen kann, die aber nicht zu übertrieben ist. Auch die wilden Panther sind tolle Charaktere. Besonders gut gefallen mir auch die andern Gestaltwandler, denn es gibt nicht nur Jaguare, sondern auch Affen, Schlangen, Vögel usw. Die Gespräche zwischen diesen sind teilweise wirklich sehr witzig und treffen genau meinen Humor.

    In der Hauptsache ist die Geschichte sehr spannend und hat mich gefesselt. Zum Mitfühlen gibt es eine nicht zu ausufernde Liebesgeschichte, die mich am Ende tatsächlich sehr überrascht hat. Auch beinhaltet die Geschichte einen Umweltaspekt, der leider sehr aktuell ist: der Schutz des Waldes. Dazu findet der Leser am Ende noch Tipps.

    Fazit: Eine faszinierende, gut durchdachte Dschungelwelt und eine meisterlich erzählte Geschichte, die spannend ist und den Leser fesselt. Sehr empfehlenswert und daher 5 Sterne
    Kurt, Einhorn wider Willen 4. Drachen sind auch nur EinHörner

    Chantal Schreiber
    Kurt, Einhorn wider Willen 4. Drachen sind auch nur EinHörner (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    03.04.2022

    Kurt ist einfach Kult

    Eigentlich möchte Kurt nur immerzu fressen. Stattdessen darf er den romantischen Ergüssen der Zweihorndame P. lauschen. Doch dann geht es ans "Eingemachte". Der königliche Obstgarten wurde geplündert, berichten Prinzessin Floh und der Vogel Tüdelü. Alle Äpfel sind weg und damit gibt es für Kurt auch kein Apfelmus. Empört ermitteln die Freunde und finden eine seltsame Spur. Das muss ein Obstdrache gewesen sein! Schon macht Kurt sich bereit, den Drachen mit seiner Wassermagie zu verscheuchen. Was zunächst nach einem heldenhaften Sieg für Kurt aussieht, entwickelt sich zu einem nervenaufreibenden Abenteuer.

    Wir kannten Kurt schon und wussten, worauf wir uns bei diesem ganz untypischen Einhorn einlassen. Rosa Glitzer und niedliche Feengeschichten sucht man hier vergeblich, denn Kurt ist meistens nur verfressen und grummelig. Und genau das lieben wir so, an dieser tollen Figur. Kurt ist unser Anti-Held, den wir hier in seinem vierten Abenteuer erleben dürfen.

    Die Autorin Chantal Schreiber schafft es auch diesmal, uns mit einer turbulenten, witzigen Geschichte zu begeistern und zum Lachen zu bringen. Ihr Ideenreichtum ist einfach herrlich und das Vorlesen ist sowohl für meine Tochter als auch für mich immer ein großer Spaß. Die Dialoge sind sehr lebendig, man fiebert mit den Freunden, die auch in den vorhergehenden Bänden eine Rolle spielten, mit. Zudem gibt es Magie, wenn sie denn funktioniert und viele Überraschungen. Meine Tochter war auch diesmal wieder hin und weg, so dass ich immer mehr vorlesen sollte, was mir ganz recht war, weil ich genauso neugierig war, wie es weitergeht.

    Illustriert wurde die Erzählung wieder einmalig von Stephan Pricken, der Kurt einfach die besten Gesichtsausdrücke ins Gesicht zaubert und die Slapstick-Komik der Geschichte richtig toll umsetzt. Wir haben uns gekringelt vor Lachen. Ein neuer Band von Kurt muss ganz dringend her! Und für die kleine Schwester am besten ein Bilderbuch.

    Kurt ist ein Highlight und am liebsten würden wir mehr als 5 Sterne geben. Unbedingt (vor-)lesen!
    Dschinns

    Fatma Aydemir
    Dschinns (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    03.04.2022

    Vom Leben dazwischen

    30 Jahre lang hat Hüseyin, der aus einem kleinen türkischen Bergdorf stammt, als Gastarbeiter Schwerstarbeit in einer deutschen Eisenfabrik verrichtet, sich krumm gearbeitet, um sich im Ruhestand eine kleine Wohnung in Istanbul leisten zu können und dort mt Frau Emine den Lebensabend zu genießen. Auch sie hat unter dem Leben in Deutschland gelitten, wo sie ohne gute Sprachkenntnisse sehr isoliert in der kleinen Wohnung lebte und sich vorwiegend um Haushalt und die vier Kinder Sevda, Hakan, Peri und Ümit kümmerte. Doch noch bevor die Wohnung in Istanbul komplett eingerichtet ist, stirbt Hüseyin dort allein. Völlig geschockt reisen Frau und Kinder dorthin, während sie jeder für sich ihre Erinnerungen aufleben lassen.

    Ich hatte von dem Buch die Leseprobe gelesen und weil ich viel mit Kindern mit Migrationshintergrund zusammengearbeitet habe, hat mich das Thema sehr interessiert und auch irgendwas in mir berührt. Die Autorin kannte ich vorher nicht und auch das Cover sagte mir eher wenig.

    Der Aufbau der Geschichte ist gewöhnungsbedürftig, vielleicht auch ungewöhnlich, erschließt sich mir aber spätestens gegen Ende des Buches. Jedes Familienmitglied bekommt bei Fatma Aydemir genau eine Chance, seine Erinnerungen, Ängste, Ziele, Wünsche oder Sorgen und seinen Blick auf die Familie zu schildern, angefangen bei Hüseyin. Während die Sicht der Kinder von einem Erzähler in der dritten Person erzählt wird, ist es bei den Eltern anders, denn dort spricht eine Art Geist oder körperloses Wesen mit den beiden, das alles zu wissen scheint.

    Der Text lässt sich sehr gut lesen, ist detailliert, aber nicht zu bildhaft. Jedes der Kinder berichtet von Ereignissen in der Vergangenheit, von Entscheidungen, die getroffen wurden, von Geheimnissen, davon wie sie zur Mutter und Hüseyin stehen und standen. Man merkt bald, dass es viel um Konventionen und Traditionen geht, die - obwohl man das in Deutschland nicht müsste - trotzdem aus Gehwohnheit beibehalten wurden.

    So ging die älteste Tochter Sevda nie zur Schule, heiratete sehr früh und geriet in ein Leben, das dem ihrer Mutter glich, obwohl sie ganz anderes erreichen wollte. Ümit versucht seine sexuelle Orientierung zu verbergen, Peri studiert zwar, hat aber auch Erfahrungen mit Drogen und Hakan erfüllt nahezu alle Klischees des kleinkriminellen Tachodrehers. Nach und nach zeichnet sich das Bild einer Familie, die sich zwar teilweise integrieren, sich jedoch kaum von den alten Rollenbildern und Traditionen losgelöst hat und in der jedes Mitglied gegen seinen eigenen Dschinn ankämpft.

    Zudem kommen Geheimnisse ans Licht, deren Geheimhaltung dafür sorgten, dass es immer wieder zu Ärger und dann zur Entzweiung kam. Vor allem zwischen Emine und Sevda. Das ganze Ausmaß der Tragik erfährt der Leser erst am Ende, welches mich betroffen gemacht, mich auch zu Tränen gerührt hat und das Leben der Familie im wahrsten Sinne des Wortes erschüttert. Gut zeigt die Autorin auch, wie "dazwischen" sich die Familie oft fühlt. In Deutschland Ausländer, im Heimatland ebenso. Das spiegelt auch die Erfahrungen wieder, die mir von KIndern mit Migrationshintergrund berichtet wurden.

    Die erste Hälfte des Buches hätte etwas fesselnder sein können, schließlich gelingt dies im weiteren Verlauf der Geschichte zunehmend gut. Daher gebe ich "nur" 4 Sterne für diesen interessanten Blick auf eine Familie, die es verpasst hat, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen.
    Mitternachtskatzen, Band 1: Die Schule der Felidix

    Barbara Laban
    Mitternachtskatzen, Band 1: Die Schule der Felidix (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    03.04.2022

    Rettet die Königin!

    Nova ist erst seit Kurzem in der neuen Schule, deren Räume versteckt auf dem Gelände des Tower of London liegen und in der Rektor Horatio jede Menge Katzen versorgt. Alles ist noch sehr ungewohnt für Nova, deren Vater angeblich einen Raub begangen hat und seitdem für seine zahlreichen Ausbrüche aus allerlei Gefängnissen bekannt ist. Jede Nacht schleicht sich Nova aus der Schule, um nach ihm zu suchen. Doch dann beobachtet sie, wie eine Truppe Katzen mit seltsamen Amuletten um den Hals eine andere Katze verschleppt. Und als wäre das nicht schon ungewöhnlich genug, konnte sie auch deren Hilferuf hören. Zusammen mit Freund Henry erfährt sie, dass sie zu den Felidix gehört, den Behütern der Katzen. Sie sollen helfen, die entführte Königin der Katzen zu befreien.

    Bei "Mitternachtskatzen - Die Schule der Felidx" handelt es sich um den ersten Band der neuen Mitternachtskatzen-Reihe. Das tolle Cover, das schon auf jede Menge Katzenabenteuer und den Handlungsort London verweist hat uns auf Anhieb gefallen und nach dem Klappentext war eigentlich schon klar: Das müssen wir lesen!

    Zwar fanden meine Tochter und ich den Anfang noch etwas verwirrend, weil zunächst die ganzen Umstände unbekannt sind, doch je weiter wir gelesen haben, umso gefesselter waren wir. Die menschlichen Protagonisten Nova und Henry haben meiner Tochter sofort gut gefallen. Beide sind zunächst unsicher und auch etwas traurig, da sie beide ihre Eltern gar nicht oder kaum sehen können. Da konnte man sich sofort gut hineinversetzen. Auch sehr sympathisch Henrys Schwierigkeiten mitten in der Nacht aufzustehen.

    Zu den menschlichen Charakteren kommen dann noch die vielen verschiedenen Katzen, sowohl gute, als auch böse. Meine Tochter mochte die guten natürlich lieber, wobei ich sagen muss, dass beide Seiten wirklich toll beschrieben wurden. Vor allem Penelope, die die Macht an sich reißen möchte. Hin und weg war sie auch von den tollen, lebendigen Illustrationen, die dafür gesorgt haben, dass wir uns das Katzenreich und seine Bewohner viel besser vorstellen konnten. Und nicht nur die Seiten sind illustriert, auch die Szenen auf der Innenseite der Buchdeckel sehen einfach toll aus!

    Der Schreibstil der Autorin war manchmal ruhig, meist spannend, sehr fesselnd und flüssig. Immer gerade so, wie es für die jeweilige Handlung passend war. Sehr gut hat uns gefallen, wie sie die Handlung in die englische Hauptstadt London und ihre Sehenswürdigkeiten einbettet. Das ist wirklich eine grandiose Kulisse und sie entwirft dazu eine Art Katzen-Parallelwelt.

    Je weiter wir gelesen haben, umso spannender und rasanter wurde das Abenteuer, so dass wir gar nicht mehr aufhören wollten zu lesen. Dieser Plan zur Befreiung der echten Königin ist so gefährlich, dass man immer hofft, dass alles gut geht. Das Ende war dann wieder etwas ruhiger, brachte aber auch noch einige Fragen auf, so dass wir schon begierig auf Band zwei warten, der leider erst im Herbst erscheint. Ein tolles Buch, nicht nur für Katzenfans, sondern für alle, die gern magische Abenteuer lesen. 4,5 Sterne (aufgerundet auf 5)
    Nebelopfer

    Nebelopfer (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    03.04.2022

    Stochern im Nebel

    Während Frida noch mit dem Genesungsprozess ihres Lebensgefährten Torben beschäftigt ist, gibt es einen neuen Mordfall. An einem alten Galgenbaum baumelt die Leiche von Henk Visser. Um seinen Hals hängt ein Schild, auf dem er gesteht, in einem Prozess vor etlichen Jahren falsch ausgesagt zu haben. Damals wurde ein Bauer des Mordes an seiner Frau und den zwei Söhnen für schuldig befunden. Der jüngste Sohn konnte sich in Sicherheit bringen. Sitzt dieser Mann unschuldig im Gefängnis? Als ein weiterer Zeuge ermordet und auch Haverkorn ins Visier gerät, drängt die Zeit. Zu allem Übel muss Frida auch noch mit dem neuen Kollegen Bootz zurecht kommen, der in ihr nicht nur Unmut auslöst...

    Wie habe ich mich gefreut, dass es endlich den fünften Fall um das Ermittlerduo Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn gibt. Ich bin vom ersten Band an ein großer Fan der Reihe von Autorin Romy Fölck und ich habe auch das neue Buch verschlungen. Es hatte wieder all das, was ich an den Fölck-Krimis so schätze. Einen spannenden Fall, interessante Ermittlercharaktere und jede Menge Gelegenheit zum Miträtseln, ohne dass man vor Ende der Geschichte zu einem klaren Ergebnis kommt. Die Seiten flogen mal wieder nur so dahin.

    Besonders gefiel mir, dass es neben dem Fall des Erhängten auch um einen alten Fall ging, der eigentlich abgeschlossen schien. Man fragt sich nicht nur, wie die Morde zusammenhängen, sondern verdächtigt durch die geschickten Perspektivwechsel, Befragungen und Täuschungsmanöver so ziemlich jeden häufiger auftretenden Charakter. Der Leser stochert im Nebel, während sich - wie bei dieser Reihe üblich - auch im Privatleben der Ermittler einiges tut. Das sorgt dafür, dass man sich fühlt, als würde man zur Familie gehören. Am Ende ist man nicht nur von der Lösung des Falles überrascht, sondern auch neugierig, was die Zukunft für die Ermittler bereithält.

    Krimifans und auch alle, die spannende Bücher mögen, machen mit diesem fesselnden Buch und auch seinen Vorgängern garantiert nichts falsch. Für mich allemal 5 Sterne wert.
    Frank, C: Meine ersten Wörter vom Bauernhof

    Frank, C: Meine ersten Wörter vom Bauernhof (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    03.04.2022

    Spielerisch Wörter vom Bauernhof kennenlernen

    In diesem Pappbilderbuch lernen die Kleinsten spielerisch den Bauernhof kennen. Auf 10 Doppelseiten werden verschiedene Bereiche (Weide, Feld, bei den Schweinen, bei den Hühnern und Bauerngarten) und das passende Vokabular dazu vorgestellt. Die rechte Seite zeigt dabei immer eine Szene aus dem Bereich, die durch einen leichtgängigen Schieber veränderbar ist. Darunter erklärt jeweils ein Satz die Darstellung auf erzählende Weise. Auf der linken Seite sind bis zu sechs weitere Gegenstände, Tiere, Pflanzen oder Fahrzeuge mit Bezug zum Bauernhof abgebildet. Alle Illustrationen sind mit dem Namen des Gegenstandes samt Artikel beschriftet. Auch auf den ausgezogenen Schiebern finden sich noch Illustrationen und Wörter.

    Meine Tochter liebt dieses Bauernhofbuch. Das Format ist perfekt für ihre kleinen Kinderhände geeignet und auch die Schieber lassen sich problemlos bedienen, ohne sich zu verkanten. Die Illustrationen sind fröhlich bunt und machen neugierig, so dass sie sich ausgiebig mit dem Buch beschäftigt und immer neues entdeckt. Die Geschichte und die Wörter sind noch nicht so wichtig.

    Man sollte jetzt als Eltern nicht davon ausgehen, dass die Kleinen mit 12 Monaten nach ein paarmal ansehen das ganze Vokabular beherrschen. Zunächst werden sie ihre eigenen Begriffe (vor allem für die Tiere) verwenden. Wichtig ist, dass die Kinder etwas Neues entdecken, das sie dann mit der Wirklichkeit verknüpfen. Dafür ist dieses Pappbilderbuch wirklich bestens geeignet und auch längerfristig interessant. Besonders schön finde ich, dass man durch die Schieber die Illustrationen verändern kann. Auf einem Bild erntet die Bäuerin z. B. Äpfel von einem vollen Baum. Zieht man den Schieber heraus, ist der Apfelbaum leer und der Eimer, der daneben steht, mit Äpfeln gefüllt. Die Kinder lernen also nicht nur Wörter kennen, sondern auch Vorgänge oder Abläufe.

    Durch die dicke Pappe ist das Buch samt Schiebern sehr stabil und robust. Als Eltern sollte man nur darauf achten, dass die Schieber nicht mit Klappen verwechselt werden. Meine Tochter hat auch nach einer ausgiebigen Testphase noch immer Freude an dem Buch, daher empfehle ich es gern weiter. Auch für Kinder, die eine andere Muttersprache haben und Deutsch als Zweitsprache lernen, ist diese Buch bestens geeignet. 5 Sterne
    Ancora

    Colin Hadler
    Ancora (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    03.04.2022

    Übernatürlich, gruselig, anders

    Romy ist anders. Schon seit ihrer Kindheit erlebt sie Momente, in denen die Zeit für alle außer sie selbst still steht. Doch erzählen möchte sie davon niemandem aus Angst, dass man sie für verrückt hält. Stattdessen schreibt sie Gedichte. Den Sommer nach ihrem Schulabschluss will sie als Freiwillige mit ihrem besten Freund Jannis in einer Art autarken Kommune, die den Namen Ancora trägt und die der breiten Öffentlichkeit unbekannt ist, verbringen, um sich selbst zu finden. Aber auch ihr fester Freund Aurel ist eher unfreiwillig mit von der Partie. Auf diese Weise möchten die beiden verhindern, dass ihre Beziehung in die Brüche geht. Zunächst fühlen sie sich in Ancora willkommen, doch dann häufen sich seltsame und bizarre Vorkommnisse. Viele davon erkennt Romy in einem Gedicht ihrer Mutter wieder. Ein Gedicht, dass mit Romys Tod endet. Mutig versucht Romy, den Gefahren und Geheimnissen von Ancora zu stellen.

    Man merkt schon an der Inhaltsbeschreibung, dass dieses Buch anders ist, als viele andere fantastische Geschichten für Jugendliche. Im Prinzip kann ich nicht mal klar sagen, dass es sich hier um Fantasy handelt, auch wenn hier einige unerklärliche und übernatürliche Element eine Rolle spielen.

    Zunächst war es für mich etwas schwierig, mit den drei Jugendlichen Jannis, Romy und Aurel warm zu werden. Ihre Motive nach Ancora zu gehen, waren etwas dünn. Zudem war mir Romy recht unsympathisch, weil sie ihren Freund, der sich eigentlich dauernd tolle Unternehmungen für sie überlegt, dazu nötigt, mitzukommen, um die Beziehung zu retten und ihn eigentlich ganz anders haben möchte, als er ist. Jannis erschien mir ziemlich weltfremd.

    Schon vor der Ankunft kommt es allerdings zu seltsamen, scheinbar unerklärlichen Vorfällen, die eine bedrohliche Kulisse von Ancora aufbauen, der ich mich kaum entziehen konnte. Auch wenn es durch Romys doch recht komplexe Gedanken manchmal Längen gab, wollte ich doch wissen, was es denn nun mit den seltsamen Dorfbewohnern, dem magischen Dorfbrunnen, den Schatten und Erscheinungen auf sich hat.

    Vor allem die Dorfbewohner waren alles andere als vertrauenerweckend, so dass man die ganze Zeit nach Hinweisen sucht, wer hier an den Geschehnissen beteiligt sein könnte. Der Autor versteht es gut, die ein oder andere falsche Spur zu legen. Überhaupt schreibt Hadler recht spannend, manchmal kryptisch und stellenweise so gruselig, dass man Gänsehaut bekommt. Er schmückt die Handlung sehr gut aus, übertreibt es hin und wieder auch ein bisschen mit der Bildhaftigkeit. Eigentlich möchte man lieber schnell vorwärts kommen, um endlich zu erfahren, was in Gegenwart und Vergangenheit gespielt wird. Die typisch schmalzige Liebesgeschichte, wie es sie in vielen Jugendfantasybüchern gibt, hat er dankenswerterweise weggelassen, obgleich sich auch hier Zuneigung entwickelt.

    Ein bisschen war ich dann vom Ende genervt. Es gibt für vieles eine logische Erklärung, für vieles allerdings auch nicht. Die Übernatürlichen Elemente sind natürlich unerklärlich, trotzdem hätte ich mir da noch mehr gewünscht, um die Geschichte besser zu verstehen. Ich bin mir unschlüssig, ob hier noch eine Fortsetzung folgen könnte. Einige kleine Fehler im Plot, kann ich hingegen verschmerzen (z.B. dass Aurel, obwohl sie keine Handys mitnehmen dürfen, trotzdem an einem Abend von seinem Musik abspielt).

    Fazit: Dieser Jugendroman ist anders als andere, Übernatürliches und Reales verschmelzen zu einer spannenden bis gruseligen Mischung mit einigen Längen, aber insgesamt doch überraschendem Ende. 4 Sterne
    Idefix und die Unbeugsamen! 01

    René Goscinny
    Idefix und die Unbeugsamen! 01 (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    03.04.2022

    Drei Kurzcomics der Unbeugsamen mit Biss

    In Lutetia haben sich Alpha-Hund Idefix und seine tierischen Freunde zusammengetan, um gegen die Romanisierung Lutetias zu kämpfen, welches unter der Herrschaft von General Labienus steht. In drei Kurzcomics werden kleine und größere Einsätze der bissigen Truppe erzählt. Ob es nun um die Verteidigung eines historisch wertvollen Spielballes, um eine Schluckauf-Epidemie oder um einen singenden Widerständler geht, Idefix und seine Freunde stehen immer bei Fuß, um für Gerechtigkeit zu sorgen.

    Der Comic-Band in Form einer Klappenbroschur hat ein kleineres Format, als die originalen Asterix-Comics. Dafür ist er mit 72 Seiten aber auch etwas dicker. Nach einer kurzen Vorstellung Lutetias und des geschichtlichen Hintergrunds werden die Charaktere der Unbeugsamen vorgestellt. Hier musste ich schon kichern, weil die Namen mal wieder einmalig und treffend gewählt sind. Jedes Mitglied der Hundetruppe hat Stärken und Schwächen, die turbulente Geschichten versprechen.

    Der Comic, der dann folgt ist dreireihig, oben und unten bleibt ein breiter weißer Rand. Die Schrift ist nicht besonders groß, aber gut lesbar. Die Illustrationen sind actionreich, wie wir es von Asterix kennen. Auch die Geschichten und Kommentare sind voller Situationskomik. Natürlich gibt es auch eine römische Hundetruppe, die als direkter Gegner für Spannung sorgt. Alles in allem wirklich ein gut gemachtes Comic-Vergnügen.

    Was mir fehlt, ist eine Verbindung zur Asterix-Reihe. Zwar kommen kurz mal Charaktere der Serie vor, jedoch ist nicht ersichtlich, warum Idefix nun mit anderen Hunden in Lutetia lebt, anstatt an der Seite seines Herrchens im Dorf der Gallier. Da hätte ich mir doch eine bessere Erklärung oder Einbettung gewünscht. Besonders für Kinder ist der Comic aber ein toller Spaß.
    Starter-Set SAMi - dein Lesebär. Paw Patrol

    Starter-Set SAMi - dein Lesebär. Paw Patrol (SPL)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    28.03.2022

    Kinderleichte Ergänzung zum elterlichen Vorlesen

    Wir waren sehr gespannt auf SAMI - dein Lesebär. Er wird in diesem Starter-Set mit USB-Ladekabel, Anleitung und dem Buch "Paw Patrol - Die Jagd nach dem Gold" geliefert. Die Anleitung ist kurz und präzise, so dass der niedliche Bär nach kurzer Zeit einsatzbereit ist. Man muss ihn nur einmalig auf der angegebenen Website mit dem Wlan verbinden. Das hat keine 5 Minuten gedauert.
    Die restliche Bedienung ist für Kinder kein Problem. Einschalten an der Mütze, lauter und leiser an den Ohren, Ladekabel und Kopfhörer werden hinten an der Eisscholle angesteckt. Unsere Kinder sind sehr technikbegeistert und beide waren sofort hin und weg von dem neuen "Spielzeug", das, sobald das Wlan verbunden ist, an einer markierten Stelle am hinteren Buchdeckel in die Eisscholle geschoben wird. Und schon geht es los!
    SAMI hat eine freundliche, bärige Stimme, die den Kindern hilft. Nun muss nur noch geblättert werden und Seite für Seite wird das Buch vorgelesen, während die Kinder zuhören und sich die Bilder ansehen können. Auch ein Zurückblättern ist möglich. Wichtig ist, dass die rechten Buchseiten relativ plan aufliegen, denn dort befindet sich der Code, der von dem Sensor unter SAMIs Tasse gelesen wird. Besonders toll ist auch die Idee mit dem Abschlusslied, das SAMI am Ende singt. So ist es, als wäre SAMI ein guter Freund, den man nach dem Lesen verabschiedet. Die Kinder lieben den Song.
    Ausschalten kann man Sami wieder an der Mütze. Auf den Bilder sieht SAMI immer recht groß aus, tatsächlich nimmt er aber kaum Platz weg und sieht dazu dekorativ aus. Wir nutzen den SAMI-Bär meist liegend am Boden oder am Tisch, damit man sich nicht dauernd nach vorne beugen muss.
    Das Paw Patrol Buch ist inhaltlich nicht wirklich anspruchsvoll und eher etwas für echte Fans, toll ist aber, dass die Bücher mit Hintergrundgeräuschen vorgelesen werden. Da können Mama und Papa nicht mithalten. Trotzdem bleibt SAMI eine Ergänzung zum elterlichen Vorlesen. Die Große nutzt ihn auch zum Üben durch Mitlesen.
    Das verschlossene Zimmer

    Das verschlossene Zimmer (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    01.03.2022

    Weniger historisch als unterhaltend

    Im Frühjahr 1939 droht Krieg in Polen. Ein Einmarschieren der deutschen Streitkräfte ist wohl nur noch eine Frage der Zeit. Die 17-jährige Marie, die mit ihrem Vater, einem erfolgreichen Arzt, in Krakau wohlbehütet lebt, möchte endlich wissen, warum ihre Mutter sie verlassen hat, als sie noch klein war. Ihr Vater schweigt dazu eisern. Daher bricht sie seine immer verschlossene Zimmertür auf und findet unter einer Bodendiele etwas, das ihre Welt ins Wanken bringt. Sie beschließt, dem Geheimnis um ihre Mutter auf den Grund zu gehen. Nahezu gleichzeitig trifft sie auf jemanden aus der Vergangenheit, zu dem sie sich schon immer hingezogen gefühlt hat. Nur dass die Liebe zu ihm, einem Juden, jetzt große Gefahren birgt.

    Ich habe mich aufgrund der Leseprobe für das Buch interessiert. Familiengeheimnisse mag ich gern. Auch das Setting und die Nebenhandlung im medizinischen Bereich fand ich sehr reizvoll. Die Autorin, die lange als Drehbuchautorin gearbeitet hat, weiß, wie man die Neugier weckt und die Handlung in Szene setzt. Dabei geht ihr jedoch manchmal die Puste aus, so dass sie einige Handlungsstränge beginnt, die später kaum eine Rolle spielen.

    Auch die Emotionen sind manchmal nicht tiefgehend genug, was meiner Meinung nach daran liegt, dass diese bei ihr sonst die Schauspieler hervorbringen und ausdrücken müssen. Trotzdem ist ihre Idee gar nicht verkehrt und der Plot hält durchaus Überraschungen bereit, die man so nicht erwartet hätte. Zudem schreibt die Autorin flüssig, gut verständlich und, wie ich finde, auch mit einem guten Maß an Spannung.

    Wer hier allerdings einen realitätsnahen, minutiös recherchierten historischen Roman erwartet, wird am Ende total enttäuscht sein. Es handelt sich tatsächlich um einen reinen Unterhaltungsroman, bei dem sich die Autorin viel Freiheit genommen hat, die Realität der Idee entsprechend anzupassen, was manchmal nicht ganz überzeugend ist. Dennoch kann ich nicht sagen, dass der Roman seinen Zweck mich zu unterhalten nicht erfüllt hätte. Ich wollte natürlich am Ende das Geheimnis um Maries Mutter aufdecken. Davon konnten mich auch die diversen Ungereimtheiten nicht abhalten.

    Fazit: Kein realistischer, historischer, sondern ein Unterhaltungsroman, der sich gut lesen lässt, wenn man über einige Mängel hinwegsehen kann. Für Liebhaber historisch korrekter Romane ist er nicht empfehlenswert.

    3,5 Sterne, die ich im Sinne der Unterhaltung wo 3,5 Sterne nicht möglich sind auf 4 Sterne aufrunden werde.
    Michaelis, A: Weil wir träumten

    Michaelis, A: Weil wir träumten (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    22.02.2022

    Ergreifend, aufrüttelnd, wunderschön

    Emma hat eine defekte Herzklappe. Seit ihrer Kindheit hat sie sehr viel Zeit im Krankenhaus verbracht, immer behütet von der Mutter, die ständig Angst um sie hat. Nur Urgroßmutter Elise versteht den Drang, der nun 16-jährigen Emma endlich das Leben zu führen, das sie sich wünscht. Daher fliegt sie mit ihr nach Madagaskar, wo Emma Wale sehen und die Mitte des Lebens finden will. Doch schon bald merkt sie, dass das Leben außerhalb ihrer Ferienlodge so ganz anders ist, als es die Touristen sehen dürfen. Sie lernt die gleichaltrige Fy kennen, die bereits Mutter ist und ihr nach und nach ihre bisherige Lebensgeschichte erzählt. Es beginnt eine Freundschaft, die beiden Mädchen hilft, über sich hinauszuwachsen.

    Diese Geschichte ist wirklich etwas ganz Besonderes. Nicht nur erfährt man durch sie sehr viel über Madagaskar, seine Bevölkerung und die Lebensumstände, die dort für viele Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene normal, für einen Europäer aber nur schwer zu ertragen sind. Man erkennt durch sie auch, wie gut es uns doch im Vergleich zu vielen anderen Menschen geht und das nur, weil wir zufällig irgendwo auf der Welt geboren wurden, wo man nicht ausgebeutet wird. Man bekommt eine ganz andere Sicht auf das, was wir als Glück bezeichnen.

    Der Schreibstil von Antonia Michaelis hat viel dazu beigetragen, dass der Geist der Geschichte so gut transportiert wird. Er ist poetisch, hält sich fern von Klischees und auch versteht sie sehr gut Spannung aufzubauen. Dadurch, dass die Autorin selbst längere Zeit auf Madagaskar lebte, sind die Geschehnisse einfach sehr authentisch geschildert. Die beiden Protagonistinnen, deren Lebensumstände nicht verschiedener sein können, bilden eine Einheit, die glaubwürdig ist. Sie wachsen im Laufe der Geschichte über sich hinaus. Vor allem das madegassische Mädchen Fy hat mich tief beeindruckt. Obwohl ihr schon so viel Schreckliches erleben musste, ist das Glas für sie immer halb voll, hat sie nicht verlernt, das Positive zu sehen.

    Etwas gewöhnungsbedürftig war für mich die Rolle des Geisterhaften im Buch. Doch am Ende muss ich sagen, dass es mich dem Kern der Geschichte sehr viel näher gebracht hat und eine Stimmung hervorruft, die mich Madagaskar noch intensiver erleben lässt. Ein Buch, das mir sehr gefallen hat, mich zu Nachdenken gebracht und mich aber auch sehr gut unterhalten hat. Ein Buch, dass mir noch lange im Kopf bleiben wird und durch das ich sehr viel gelernt habe. Es hat einfach verdient, gelesen zu werden. Zudem unterstützt man dadurch die Projekte der Autorin. 5 Sterne
    Das Vorkommnis

    Julia Schoch
    Das Vorkommnis (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    22.02.2022

    Jede Menge Gedanken

    Die Protagonistin hält eines Abends eine Lesung in einer fremden Stadt. Im Anschluss kommt eine unbekannte Frau auf sie zu, offenbart ihr, dass sie ihre Halbschwester sei. Sie umarmt die Unbekannte und nach ein paar Sätzen gehen sie wieder getrennte Wege. Doch das Vorkommnis führt dazu, dass die Protagonistin ihr Leben überdenkt und hinterfragt.

    "Das Vorkommnis" ist der erste Band der autofiktionalen Trilogie "Biographie einer Frau" von Julia Schoch, welche von der Fachpresse bereits hochgelobt wird. Die Idee ist gut, es passiert im Leben etwas Unvorhergesehenes (in diesem Buch gar nicht mal so überraschend) und plötzlich fragt man sich, ob man in der Vergangenheit auch schon Ereignisse und Erlebnisse falsch eingeschätzt hat, wie soll man auf das "Neue" reagieren? Reagiert man überhaupt oder lebt man weiter, als wäre nichts. In "Das Vorkommnis" taucht eine Halbschwester auf, die diese Gedankengänge bei der Ich-Erzählerin auslöst. Eine Halbschwester, von der die Erzählerin aber eigentlich schon wusste und sie nur verdrängt hatte, die lange vor ihrer eigenen Geburt und vor der Beziehung ihrer Eltern geboren wurde.

    Natürlich kann ein solches Ereignis ein Einschnitt ins eigene Leben sein, doch die Fülle an Gedanken und Zweifel, die danach auf die Erzählerin einprasseln führen mir zu weit weg. Eher habe ich das Gefühl es brauchte eine Basis, einen Ausgangspunkt, um bestimmte Dinge im Leben der Erzählerin zu erwähnen, die sie schon länger beschäftigen oder die sie für interessant hält: Ihre Kinheit in der DDR, irgendwo in der Pampa, erste Beziehungen, das Leben der Mutter, von dem sie immer meinte, diese würde es nicht genießen, die ehemalige Beziehung des Vaters, ihre Entfremdung von ihrer "richtigen" Schwester, ihre Arbeit, ihre Ehe und die Zweifel an der Liebe, an ihrem Mann, seiner Treue, ihr Umgang mit den eigenen Kindern, ja sogar das Leben der Großeltern usw.

    Und so prasseln diese Gedanken chronologisch relativ ungeordnet und durcheinander auf die Erzählerin und auf mich ein. Ich erwischte mich mehr als einmal dabei, mich zu fragen, ob das Vorkommnis wirklich all das ausgelöst hat. Oder liegt das Problem nicht vielmehr bei der Erzählerin: "..., was einen Menschen antrieb, was ihn niederzwang, woran er wuchs oder was ihn vernichtete, seine Größe und seine Verzweiflung, all das kam immer nur aus ihm selbst."

    Ich will nicht verschweigen, dass es in dem Buch einige gute Gedanken, Anekdoten und aufgeworfene Fragen gibt. Doch persönlich berührt hat es mich leider viel zu selten, obwohl es auch mit meiner Biographie Überschneidungen gibt, was angesichts der Breite an angesprochenen Themen aber vermutlich bei jedem Leser der Fall wäre. Mir fehlten zum Beispiel Namen. Es tat mir in der Seele weh immer nur vom älteren Kind zu lesen, als wäre es ein abstraktes Ding und keine Mensch, den die Erzählerin geboren hat. Mir fehlt Nähe und echtes Gefühl in diesem Text. Das ist wohl der Hauptgrund, warum mich das Buch weniger gepackt hat, als erwartet. Daher 3 Sterne
    426 bis 450 von 535 Rezensionen
    1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17
    18
    19 20 21 22
    Newsletter abonnieren
    FAQ- und Hilfethemen
    • Über jpc

    • Das Unternehmen
    • Unser Blog
    • Großhandel und Partnerprogramm
    MasterCard VISA Amex Diners Club PayPal
    DHL
    • AGB
    • Versandkosten
    • Datenschutzhinweise
    • Barrierefreiheitserklärung
    • Impressum
    • Kontakt
    • Hinweise zur Batterierücknahme
    * Alle Preise inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versandkosten
    ** Alle durchgestrichenen Preise (z. B. EUR 12,99) beziehen sich auf die bislang in diesem Shop angegebenen Preise oder – wenn angegeben – auf einen limitierten Sonderpreis.
    © jpc-Schallplatten-Versandhandelsgesellschaft mbH
    • jpc.de – Leidenschaft für Musik
    • Startseite
    • Feed
    • Pop/Rock
    • Jazz
    • Klassik
    • Vinyl
    • Filme
    • Bücher
    • Noten
    • %SALE%
    • Weitere Bereiche
      • Themenshops
      • Vom Künstler signiert
      • Zeitschriften
      • Zubehör und Technik
      • Geschenkgutscheine
    • Hilfe
    • Anmelden
    • Konto anlegen
    • Datenschutzhinweise
    • Impressum
    • Kontakt