Nie war der Unterschied zwischen einer SACD und der Original-CD größer!
Leider kann ich kein Japanisch lesen und weiß daher nichts über die Quelle; ich kann nur vermuten, dass es die damals ueblichen 192kHz waren.
Die Original-CD von 1981 ist grausam in Timing und Klang. Vermutlich konnte man 192kHz nur auf 48kHz runterrechnen, aber nicht auf die idiotischen gut 44kHz der CD. Das Klavier klingt ungeschlacht, rappelig, droehnend, wie ein Musikautomat aus dem 19. Jahrhundert. Die Violinenfamilie ermangelt scheinbar jedes Kolophoniums. Die Gambe, und der Kontrabass ist ja nun mal immer noch eine solche, klingt undefiniert schwammig.
Die SACD hat bei den Violinen einen ganz natürlichen Klang, so als wären echte Streicher im Raum. Die Gambe gambt in dem Sinne, dass ihr Klang leise aber sehr präzis durchdringend ist. Das Klavier klingt feinsinnig und voll, eben wie ein teurer Flügel, sagen wir mal ein Yamaha CF. Das Zeitgefühl aller Musiker ist vom allerfeinsten. Man hoert die hohe Kunst aller Musiker, insbesondere auch des nach Artur Schnabel größten Schubert Pianisten. An der leisen Stelle im ersten Satz dachte ich: Muessen meine Nachbarn gerade jetzt Streichquartett spielen: Es war schockierend echt, aber es war freilich nur die SACD.
So etwas habe ich trotz etlicher Tausend Tontraeger noch nicht gehoert. Eine Wahnsinnsleistung von Esoterics!
Jetzt wird man von mir auch noch wissen wollen, wie die CD-Spur der SACD klingt, was mich eigentlich nicht interessiert. Die CD-Spur klingt härter, die Spitzen der Violinenfamilie sind manchmal unangenehm laut. Bei Gambe und Klavier gibt es kaum Unterschiede. Insgesamt klingt es halt wie eine gute Aufnahme, aber man würde niemals glauben, echte Streicher live zu hören, wie bei der SACD-Spur. Freilich hat die CD-Spur das feine Zeitgefühl der SACD-Spur und ist damit ein essentielles upgrade zur Original-CD.
Fazit: Die SACD ist jeden Cent wert, auch wenn man nur die CD-Spur hören will, und auch ohne die zusaetzliche Wanderphantasie, die auf der Original-CD fehlt.