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    Shilo1 Top 50 Rezensent

    Aktiv seit: 24. Juni 2020
    "Hilfreich"-Bewertungen: 31
    668 Rezensionen
    Jetzt und für immer (Liebesroman)

    Josefine Weiss
    Jetzt und für immer (Liebesroman) (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    30.03.2025

    Hat mich sehr berührt

    Ich habe schon etliche Bücher der Autorin gelesen, doch dieses hat mich am meisten erschüttert.
    Es geht um Emily, eine junge Frau, die nach ihrer Krebserkrankung nach Sankt Peter-Ording zur Reha fährt. Hier begegnet sie Adam wieder, der sie einst wortlos über Nacht verließ.
    Es ist kein einfaches Thema, mit dem sich dieses Buch beschäftigt. Es geht zu Herzen und macht betroffen.
    Die Protagonisten sind nachvollziehbar und authentisch in Szene gesetzt. Und so war es für mich kein Problem, mich in sie hineinzuversetzen. Die Handlung ist fesselnd und mitreißend. Ein eindrucksvoller und flüssiger Schreibstil führt durch diese Geschichte.
    Ich habe dieses Buch in einem Rutsch gelesen, da ich unbedingt wissen wollte, wie sich die Geschichte entwickelt und wie sie endet.
    Von mir gibt es 4 Sterne und eine Leseempfehlung.
    Für mich soll's rote Rosen regnen. Hildegard Knef

    Christian Schröder
    Für mich soll's rote Rosen regnen. Hildegard Knef (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    26.03.2025

    Sie wollte alles oder nichts

    Hildegard Knef (1925-2002) war eine Schauspielerin, Sängerin und Schriftstellerin. Sie wurde in Ulm geboren. Nach dem Tod ihres Vaters im Jahr 1926 zog ihre Mutter mit ihr nach Berlin, wo sie mit 15 Jahren ihren Abschluss in der Mittelschule machte. Sie begann eine Ausbildung zur Schauspielerin. Durch den Film "Die Mörder sind unter uns" wurde sie zum ersten deutschen Filmstar der Nachkriegszeit. Im Film "Die Sünderin" (1951) war sie für einige Sekunden nackt auf einem Liegestuhl zu sehen. Dieses spaltete ihre Anhänger in zwei Gruppen. Die einen hassten sie jetzt, andere liebten sie noch mehr. Der Film wurde sogar in einigen Städten verboten. Sie versuchte ihr Glück in den USA und bekam in einem Musical eine Hauptrolle am Broadway. 1962 nahm sie ihre erste Schallplatte auf und konnte mit dem Lied "Er war nie ein Kavalier" die ersten Erfolge feiern und machte sich einen Namen als Chansonsängerin. 1970 schrieb sie ihre erste Autobiografie "Der geschenkte Gaul", die ein Bestseller wurde. Es folgten weitere Bücher, jedoch mit mäßigem Erfolg.
    Knefs Karriere war eine Berg- und Talfahrt. Erfolg und Misserfolg wechselten sich stetig ab. Nach einem Triumph folgte unweigerlich der Absturz. Durch ihren hohen Lebensstandard befand sie sich immer wieder in finanziell angespannter Situation. Zwei ihrer Ehen scheiterten. Erst ihre dritte Ehe mit dem 13 Jahre jüngeren Paul von Schell, den sie 1977 heiratete, war von Dauer. Die letzten Lebensjahre der Frau, die sich immer wieder nach oben kämpfte, waren von gesundheitlichen Problemen überschattet. Sie starb im Alter von 76 Jahren an einer akuten Lungenentzündung.
    Christian Schröder umreißt das Leben von Hildegard Knef auf 144 Seiten. Der interessierte Leser erhält einen Überblick über das Schicksal einer Frau, die sich niemals unterkriegen ließ, sondern sich immer wieder nach oben kämpfte. 4 Sterne und eine Leseempfehlung.
    Geheimname Eisvogel

    Liz Kessler
    Geheimname Eisvogel (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    26.03.2025

    Eine ergreifende Geschichte, die ans Herz geht

    Liz Kessler hat hier eine herzergreifende und spannende Geschichte geschrieben. Es geht zwei Schwestern und dem Schicksal jüdischer Kinder in den von den Nationalsozialisten besetzten Niederlanden.
    Wir schreiben das Jahr 1942. Mila und Hannie werden von ihren Eltern zu einer Familie nach Amsterdam geschickt. Die beiden 12 und 15 Jahre alten Mädchen erhalten eine neue Identität, damit sie nicht mehr als Juden ermittelt werden können. Während Mila versucht, sich an die neue Situation anzupassen, will Hannie sich damit nicht abfinden. Ohne Wissen ihrer jüngeren Schwester wird sie erfolgreich im Widerstand unter dem Codenamen Eisvogel tätig. Bis ein Verrat und ein dadurch entstandenes Missverständnis alles ändern wird.
    Erzählt wird in zwei Handlungssträngen. In einem werden die Ereignisse im 2. Weltkrieg geschildert, im anderen geht es in die Gegenwart zu Liv. Die 13-jährige Liv soll für den Geschichtsunterricht einen Stammbaum ihrer Familie erstellen. Sie versucht verzweifelt, etwas über die Vergangenheit herauszufinden. Doch der einzige Mensch, der ihr dabei helfen kann, schweigt eisern.
    Zwar handelt es sich in diesem Buch um ein fiktives Schicksal, das sich jedoch während der Nazizeit in den von Deutschland besetzten Niederlanden so wirklich hätte zutragen und der Wahrheit hätte entsprechen können. Mit ihrer bildhaften und mitreißenden Schreibweise ließ die Autorin mich bereits nach den ersten Seiten tief in die Handlung eintauchen. Sie hat die einzelnen Charaktere lebensecht und detailliert dargestellt. Unvorhersehbare Wendungen und Ereignisse lassen den Spannungsbogen der Handlung stetig steigen, sodass es mir fast unmöglich war, das Buch aus der Hand zu legen.
    Dieses Jugendbuch, das auch von der älteren Generation sehr gut gelesen werden kann, hat mich unglaublich berührt und schließlich auch zu Tränen gerührt.
    Von mir gibt es 5 Sterne und eine glasklare Leseempfehlung.
    Tage aus Glas

    Dorothee Krings
    Tage aus Glas (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    25.03.2025

    Der Traum von einem besseren Leben

    In ihrem Debütroman entführt die Autorin den Leser zu den Glasmachern nach Gerresheim. Es ist das Jahr 1901. Die Arbeiter der Glashütte beschließen zu streiken und ahnen nicht, welche drastischen Folgen dies für sie haben wird.
    Adam, ein junger Glasbläser, wird jedoch zum Streikbrecher. Er will mit seiner Geliebten Bille, der Tochter eines Flaschenmachers, nach Amerika auswandern und benötigt dazu jeden Pfennig. Dagegen gehört Billes Vater zu den überzeugten Streikenden. Bille weiß nicht, wie sie sich entscheiden soll. Mit Adam mitzugehen oder ihrer Familie in den schweren Zeiten zur Seite zu stehen?
    Ebenso will Leonie, die Tochter des Werksarztes, den Gepflogenheiten ihres Standes entkommen. Sie sucht die Nähe ihrer Nachbarn, die sich mit Künstlern abgeben. Jedoch hat ihr Vater anderes für Leonies Zukunft im Sinn.
    In diesem Roman geht es um zwei Frauen ganz unterschiedlicher Herkunft, die aus der Welt, in die sie hineingeboren wurden, ausbrechen wollen, um ihre Träume zu leben. Und die letztendlich vor der Wahl stehen, welchen Weg sie einschlagen wollen und welchen Preis sie bereit sind, dafür zu bezahlen.
    In Anlehnung an den Generalstreik der Glasmacher im Jahr 1901 hat Dorothee Krings diesen fiktionalen Roman geschrieben. Es ist eine Geschichte, wie sie sich auch in Wirklichkeit hätte zutragen können. Die Charaktere sind nachvollziehbar und authentisch. Die Handlung ist spannend und gibt Einblick in das Leben der Menschen, die trotz schwerster Arbeit nur das Nötigste zum Leben hatten. Ein angenehmer und flüssiger Schreibstil führt durch die Geschichte.
    Dieses Buch hat mir unterhaltsame und nachdenkliche Lesestunden bereitet. Gerne empfehle ich ihn weiter.
    4 Sterne.
    Das Spiel zwischen Licht und Schatten

    Tabea Rompf
    Das Spiel zwischen Licht und Schatten (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    19.03.2025

    Der leidvolle Weg zurück ins Leben

    Nachdem britische Soldaten die 23-jährige amerikanische Geheimagentin Margret Nelson aus einem Gestapogefängnis befreit haben, wird sie vom Geheimdienst befragt. Doch der körperlich und seelisch schwer verletzten Frau wird nicht geglaubt. Denn wie ist es möglich, dass sie trotz stetiger Folter der Nazis keine Informationen an sie weitergegeben hat?
    Maggie hat die Gefangenschaft nur durch ihren tiefen Glauben an Gott überstanden. Doch das Verhalten der Geheimdienste führte dazu, dass sie diesen nun Glauben verloren hat. Sie fühlt sich von aller Welt alleingelassen. Konzentrationsprobleme und körperliche Schmerzen, Folgen ihrer Inhaftierung, führen dazu, dass sie in eine Tablettenabhängigkeit gerät. Kann sie den Weg zurück ins Leben wieder finden?
    Tabea Rompf hat die fiktive Geschichte um Margret Nelson glaubhaft und realistisch erzählt. Maggies langer, leidvoller Weg zurück ins Leben und zu ihrem inneren Frieden ist nachvollziehbar und sehr bewegend.
    Historische Geschehnisse wie die Nürnberger Prozesse wurden gekonnt in die Handlung mit eingewoben.
    Die Handlung mit ihren immer wieder überraschenden Wendungen ist unvorhersehbar und bringt Spannung in die Lektüre. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm.
    Dieses Buch über den Glaubenskampf einer innerlich und äußerlich schwer verletzten jungen Frau hat mich sehr beeindruckt. 4 Sterne und eine Leseempfehlung.
    Die Bücherfrauen von Listland. Der Gesang der Seeschwalben

    Gabriella Engelmann
    Die Bücherfrauen von Listland. Der Gesang der Seeschwalben (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    16.03.2025

    Ein absoluter Wohlfühlroman

    Durch das warme Cover wurde ich auf das Buch aufmerksam und der Klappentext weckte meine Neugier.
    Und so begab ich mich auf die Reise nach Sylt und tauchte tief in einen wunderbaren Roman ein.
    Erzählt wird die Geschichte in zwei Zeitzonen, in der Gegenwart und in der Vergangenheit. In der Historie, sie spielt in Kriegszeiten ab dem Jahr 1937, dreht sich die Geschichte um Fenja und ihre Mutter Lene, sowie um eine dramatische Liebesgeschichte. In der Gegenwart reist die 55-jährige Anna nach Sylt, um eine Biografie über die inzwischen 85-jährige Fenja zu machen. Doch anstatt der alten Dame trifft die Journalistin deren Kinder Eric und Elisa an.
    Es ist ein wunderbarer erster Teil der Dilogie, die Gabriella Engelmann hier geschrieben hat. Die Charaktere sind nachvollziehbar und authentisch dargestellt. Die Handlung ist unterhaltsam, jedoch hätte ich mir hier etwas mehr Spannung gewünscht.
    Anfangs tat ich mich etwas schwer in das Geschehen hineinzufinden, denn es dauerte eine Zeit, bis die Geschichte an Fahrt gewann. Doch dann war ich von der Story gefesselt und konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen. Am Ende blieben einige Fragen offen, und so fiebere ich jetzt der Fortsetzung entgegen.
    4 Sterne und eine Leseempfehlung.
    Ein halber Löffel Reis

    Dacia Maraini
    Ein halber Löffel Reis (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    15.03.2025

    Eine Kindheit im japanischen Internierungslager

    Als im sich Jahr 1943 Fosco Maraini und seine Frau Topazia in Japan weigern, Mussolinis faschistischen Marionettenstaat in Norditalien, genannt Rapubblica di Salò, anzuerkennen, werden sie mitsamt ihren Töchtern, darunter die 7-jährige Dacia, interniert. Hilflos ist die Familie den sadistischen japanischen Wachen ausgeliefert, die sich an den Nahrungsmitteln der Gefangenen bereichern. Da Kinder keine Lebensmittelzuteilung erhalten, müssen die Erwachsenen für sie von ihrem bereits karg bemessenen Reis jeweils einen halben Löffel abzweigen. Und so ernährt sich auch Dacia von ein paar Körnern täglich und von den Ameisen, die sie findet.
    Erzählt wird diese Biografie aus der Sicht von Dacia. Und so erfährt der Leser von den Zuständen, unter denen die Familie zusammen mit 13 weiteren Inhaftierten zu leiden hat. Briefe und Pakete werden unterschlagen, Besuche nicht zugelassen. Vergehen, wie sich nach 9.00 h morgens einfach vor Schwäche hinzulegen, und sei es nur auf die Erde, wird, außer mit Stockschlägen, noch mit Rationalisierung der ohnehin schon rationalisierten Zuteilung geahndet. Und so bleiben Krankheiten wie Skorbut und Beriberi nicht aus.
    Es ist eine harte Zeit für Dacia und ihre Familie. Und ich versprach mir spannende Memoiren. Doch während der Aufzeichnungen schwenkt die Autorin immer wieder zu ihren gegenwärtigen Gedanken ab, wie z.B. unter anderem in die NS-Zeit mit seiner Judenverfolgung und den KZ-Lagern. Dieses empfand ich als sehr störend, unterbrach es doch meinen Lesefluss erheblich. Das wäre meinem Empfinden nach am Ende des Buches angebrachter gewesen.
    Die Erinnerungen von Dacia Maraini geben auch Einblick in eine für uns Europäer schwer nachzuvollziehende Mentalität, die sie jedoch verständlich zu Papier gebracht hat.
    Leider konnte ich mich mit dem Buch und der Erzählerin einfach nicht anfreunden. Und so gelang es mir nicht, mich in sie hineinversetzen zu können. Wahrscheinlich waren meine Erwartungen nur zu hoch geschraubt.
    3 Sterne.
    Das Pestkind

    Nicole Steyer
    Das Pestkind (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    12.03.2025

    Ein großartiger historischer Roman

    In diesem Buch begibt sich der Leser in das Jahr 1648. Es ist das letzte Jahr des 30-jährigen Krieges.
    In Rosenheim arbeitet die junge Marianne in der Brauerei ihrer Ziehmutter Hedwig Thaler. Obwohl Marianne fleißig ist und hilft, wo sie nur kann, hat sie von Hedwig noch nie ein gutes Wort gehört. Lediglich Härte und Beschimpfungen werden ihr zuteil. Doch auch die Einwohner des Städtchens begegnen dem Mädchen mit Ablehnung und Anfeindungen und bezichtigen sie, eine Hexe zu sein. Denn Marianne war als Kind die einzige Überlebende einer Pestepidemie. Einzig der Pfarrer ist ihr freundlich zugetan und versucht, sie vor der unbarmherzigen Bevölkerung in Schutz zu nehmen. Dann wird eines Tages Hedwig Thaler erschlagen auf dem Hof aufgefunden. Und ein Unschuldiger des Mordes angeklagt.
    Angelehnt an historische Ereignisse und Personen erzählt Nicole Steyer eine sehr bewegende und fesselnde historische Geschichte. Schon nach der ersten Seite ist man sofort mitten im Geschehen. Die Autorin schildert unglaubliche Verstrickungen und Ereignisse, die es zu dieser Zeit gab. Das Schicksal der Protagonisten ist sehr gut nachvollziehbar und erweckt teilweise ein Gänsehautgefühl. Die Wendungen in der Handlung sind nicht vorhersehbar, wodurch die Spannung immer mehr ansteigt. Einmal angefangen, kann man mit dem Lesen nicht mehr aufhören. Der Schreibstil führt lebendig und bildhaft durch diese Lektüre. Ich habe das Buch in zwei Nächten regelrecht verschlungen.
    Mein Fazit: Freunden historischer Romane kann ich dieses mitreißende Buch ans Herz legen. 5 Sterne und eine ganz klare Leseempfehlung.
    Luzie in den Wolken

    Charlotte Lucas
    Luzie in den Wolken (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    08.03.2025

    Eine berührende Geschichte, die ans Herz geht

    Charlotte Lucas schreibt hier einen gefühlvollen und mit vielen Emotionen versehenen Roman, der mich schon nach wenigen Seiten total in seinen Bann gezogen hat. Und so konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Denn ich wollte nur noch wissen, was alles geschieht und wie es sich weiterentwickelt. Und ich wurde nicht enttäuscht.
    Aus wechselnden Perspektiven erzählt die Autorin diese turbulente Familiengeschichte. Die sympathischen Charaktere sind lebensecht und nachvollziehbar dargestellt. Dadurch konnte ich mich gut in sie hineinversetzen und mit ihnen mitfühlen. Die Handlung ist gut aufgebaut, jedoch auch etwas vorhersehbar. Zwar hat sie im Mittelteil einige Längen, jedoch hat dieses dem Lesegenuss kaum geschadet. Ich war von der Handlung dermaßen gefesselt, dass ich alles andere liegen ließ und das Buch an einem Tag gelesen habe. Es hat sich gelohnt.
    Dieses Buch, durch das ein lebendiger und angenehmer Schreibstil führt, kann ich mit gutem Gewissen weiterempfehlen. 4 Sterne.
    Sturmjahre

    Lia Scott
    Sturmjahre (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    05.03.2025

    Sehr bewegender Abschluss der Reihe

    In diesem 5. und letzten Band der Sturmjahre-Saga geht es um Ian, der nach 9-jähriger Abwesenheit endlich wieder den Weg nach Hause findet. Und um Maisie Glenn, dem Mädchen, das er schon zu Schulzeiten gerne geärgert hat, und aus der inzwischen eine junge Frau geworden ist. Nachdem er sie etwas näher kennengelernt hat, geht sie ihm nicht mehr aus dem Sinn. Doch ein alter Fluch scheint auf Ians und Maisies Familie zu liegen, der eine nähere Beziehung zwischen den beiden zu verhindern scheint.
    Lia Scott überzeugt auch in diesem Abschlussband durch einen ausdrucksstarken und einfühlsamen Schreibstil. Sie hat die einzelnen Charaktere lebensecht und detailliert beschrieben. Durch unvorhersehbare Wendungen und Geschehnisse bleibt die Handlung spannungsgeladen. Und so fiel es mir schwer, das Buch wieder aus der Hand zu legen. Ganz besonders hat mir auch dieses Mal gefallen, dass es immer wieder Rückblenden auf die Ereignisse in den vorhergegangenen Bänden gibt, die damit den thematischen Zusammenhang zu diesem Buch bildeten.
    Auch dieser Finalband der Reihe war für mich eine Achterbahn der Gefühle. Was habe ich mit Ian und Maisie mitgefiebert und mitgehofft.
    Auch wenn jeder Band in sich abgeschlossen ist, ist es doch ratsam, mit Band 1 "Ein Gefühl von Unendlichkeit" zu starten.
    Mich hat die komplette Saga sehr berührt. Von mir gibt es, wie für alle Bände, eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne.
    Nacht der Ruinen

    Cay Rademacher
    Nacht der Ruinen (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    03.03.2025

    Ausgesprochen lesenswert

    Am 2. März 1945 fliegen amerikanische Verbände ihren letzten schweren Luftangriff auf Köln. Dabei wird die Maschine des jungen Piloten Richard Rohrer von der deutschen Abwehr getroffen. Rohrer kann sich mit seinem Fallschirm retten und stürzt geradewegs in die Ruinen der Kirche Sankt Kolumba. Kurz darauf wird er von einer unbekannten Person durch einen Kopfschuss getötet. Jetzt soll Leutnant Joe Salmon den Mord aufklären.
    Cay Rademacher hat mit diesem Buch einen spannenden historischen Kriminalroman zu Papier gebracht. Er lässt den Leser in die letzten Kriegstage des bereits von den Amerikanern besetzten linksrheinischen Teils von Köln eintauchen. In einer Stadt, die hauptsächlich nur noch aus Trümmern besteht. Die Einwohner, die überlebt haben, hausen unter menschenunwürdigen Bedingungen in den Ruinen. Sie sind verzweifelt, frieren und hungern. Die Schwarzmarktgeschäfte blühen.
    Dieser Roman hat mich bereits ab den ersten Seiten total in seinen Bann gezogen. Unvorhersehbare Wendungen machen die Geschichte unglaublich spannend. Und so konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen und las es mit nur einer Unterbrechung durch.
    Mit einem bildhaften, mitreißenden und flüssigen Schreibstil lässt der Autor bekannte realhistorische Persönlichkeiten und Geschehen in die Handlung einfließen und verbindet sich geschickt mit fiktiven Ereignissen und Charakteren. Dadurch wirkt die Geschichte authentisch und nachvollziehbar. Mir hat dieses Buch fesselnde Lesestunden bereitet.
    Mein Fazit:
    Freunden historischer Kriminalromane kann ich dieses fantastische Buch sehr empfehlen. 5 von 5 Sternen und eine ganz klare Leseempfehlung.
    Die Brücke von London

    Julius Arth
    Die Brücke von London (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    02.03.2025

    Fesselnd, mit liebenswerten Protagonisten

    Der Leser begibt sich in diesem Buch in das Jahr 1749. Notgedrungen entschließt sich in London die junge Tuchhändlerin Juliana Hamley in das Schmuggelgeschäft einzusteigen, um ihren Tuchladen zu retten. Zur Seite steht ihr Alder, der Gehilfe des Brückenmeisters. Es ist ein gefährliches Unterfangen, da überall Gefahren lauern.
    London, im Jahr 1202: Von der Kirche unterstützt, wird die London Bridge über der Themse gebaut. Bauarbeiter kommen hierbei ums Leben. Dadurch wird die Fertigung verzögert. Schnell sind sich die Kleriker und der Brückenbaumeister einer Meinung: Das ist Hexenwerk. Und natürlich wird eine Verantwortliche dafür auch bald gefunden.
    Erzählt wird diese fesselnde Geschichte in zwei Handlungssträngen. Vielschichtig sind die einzelnen Charaktere von Julius Arth angelegt. Dadurch konnte ich mich in sie sehr gut hineinversetzen. Die spannende Handlung ist gut aufgebaut und nachvollziehbar. Und ich hatte den Eindruck, dass es tatsächlich so hätte sein können!
    Der Roman liest sich durch seinen bildhaften Schreibstil gut und flüssig. Die Geschehen sind lebendig und die Dialoge lebensecht und unterhaltsam.
    Mich hat diese Lektüre wunderbar unterhalten. 4 Sterne und eine Leseempfehlung.
    Anna Göldin. Die letzte Hexe

    Eveline Hasler
    Anna Göldin. Die letzte Hexe (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    28.02.2025

    Ein spannendes Buch, jedoch vom Schreibstil her schwer zu lesen

    In diesem Buch geht es um Anna Göldin, die im Jahr 1782 in der Schweiz, als letzte Hexe in Europa, hingerichtet wird. Durch Folter gesteht sie, mit dem Teufel im Bund zu sein. Es ist die Geschichte über eine außergewöhnliche und innerlich starke Frau.
    Eigentlich ein spannendes und hochinteressantes Thema. Es ist eine ergreifende und fesselnde Lektüre, doch der anstrengende Schreibstil machte meine hohen Erwartungen schnell zunichte. Denn es war nie ganz offensichtlich, in welchem Zeitraum ich mich gerade bewegte. Scheinbar wahllos springt die Autorin durch die verschiedenen Zeiten. Und so war es immer ein Rätselraten, ob ich mich gerade im Präsens, im Perfekt oder gar im Plusquamperfekt befand. Dieses hat den Lesefluss erheblich getrübt. Ebenso wie die vielen heute nicht mehr üblichen Fremdwörter, die immer wieder ein flüssiges Lesen zunichtemachten.
    Sieht man von diesen Kriterien ab, bleibt ein fesselnder Roman über eine vom Pech verfolgte und schließlich in Ungnade gefallene Magd. Ein Schicksal, das im Mittelalter nicht alleine stand.
    3 Sterne
    Hundert Wörter für Schnee

    Franzobel
    Hundert Wörter für Schnee (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    26.02.2025

    Ein ergreifender Roman mit historischem Hintergrund

    Franzobel erzählt in diesem Buch die Geschichte des amerikanischen Abenteurers Robert Edwin Peary (1856-1920), einem Ingenieur und Polarforscher. Im Jahr 1897 verschleppt er sechs Inughuit auf einem Dampfschiff von Grönland nach New York, um sie auszustellen und zu präsentieren. Unter ihnen ist der 9-jährige Minik, der als einziger überleben wird. Sein tragisches Schicksal ist herzzerreißend. Er wird immer heimatlos bleiben und erst am Ende seines Lebens kann er endlich glücklich werden.
    Doch es geht auch um die Ureinwohner, die Inughuit, die im Nordwesten der Insel leben. Um ihre Lebensart, ihren Glauben und ihre Traditionen. Und um ihren Überlebenskampf in dieser menschenfeindlichen Umgebung.
    Durch diesen überaus spannenden Roman, der wahren Begebenheiten nachempfunden ist, führt der Autor mit einer lebendigen und flüssigen Schreibweise. Er hat die verschiedenen Charaktere lebensecht und detailliert in Szene gesetzt. Die historischen Fakten wurden akribisch recherchiert.
    Ebenso hat mich sehr beeindruckt, dass am Ende der Lektüre beschrieben wird, wie sich das Leben der einzelnen Protagonisten weiterentwickelt hat.
    Mich hat dieses Buch gefesselt und das Los von Minik schließlich zu Tränen gerührt. 5 Sterne und eine ganz klare Leseempfehlung.
    Wir, Mädchen in Auschwitz

    Andra Bucci
    Wir, Mädchen in Auschwitz (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    25.02.2025

    Ein erschütternder Zeitzeugenbericht

    In diesem Buch berichten die inzwischen über 80-jährigen Schwestern Andra (*1939) und Tatiana Bucci (*1937) über ihre Deportation in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau im Jahr 1944. Als Töchter eines Katholiken und einer Jüdin wurden sie in Fiume, dem heutigen Rijeka geboren. Sie verbrachten, getrennt von ihrer Mutter, 9 Monate im Kinderblock des Lagers, bis sie schließlich am 27. Januar 1945 von der Roten Armee befreit wurden. Sie kamen nach Prag in ein Waisenhaus und im März 1946 nach Lingfeld in England. Hier fühlten sie sich sicher, geborgen und beschützt. Über das Rote Kreuz erfuhr ihre Mutter zwischenzeitlich, die ebenfalls überlebt hatte, den Aufenthaltsort ihrer Kinder. Im Dezember 1946 wurden Mutter und Töchter in Rom nach 2 Jahren Trennung wieder zusammengeführt.
    Die Autorinnen berichten in einer bewegenden Schreibweise über das Grauen in Auschwitz sowie ihrer Zeit danach. Es ist unvorstellbar, was damals den Juden angetan wurde. Und es sollte für uns alle eine Mahnung sein, ganz besonders in der heutigen Zeit. 4 Sterne und eine Leseempfehlung.
    Der Junge, der Rache schwor

    Trude Teige
    Der Junge, der Rache schwor (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    23.02.2025

    Auftakt der Krimi-Reihe mit Kajsa Coren

    Dieser erste Band der Krimi-Reihe um die norwegische Journalistin Kajsa Coren erzählt von ihrer Recherche zu Gewalt- und Missbrauchsfällen in den Kinderheimen. Dabei stößt sie auf einen Doppelmord, der damit im Zusammenhang stehen könnte. Kaja beginnt zu recherchieren.
    Erzählt wird die Geschichte aus Sicht der Journalistin sowie aus der des Täters. Dabei bleibt die Identität des Mörders jedoch bis zum Schluss im Dunkeln. Und so erfährt der Leser, was sich in den Heimen zugetragen hat.
    Während ich durch seine Erzählungen Mitgefühl für den Delinquenten aufbrachte, konnte ich mich mit Kajsa nicht so richtig anfreunden. Einerseits ist sie die überlastete Mutter, die sich von ihrem Ehemann nicht anerkannt fühlt. Andererseits stürzt sie sich bis in die Nacht in ihr Berufsleben und die Familie bleibt im Hintergrund. Kein Wunder, dass es in ihrer Ehe kriselt.
    Auch wenn dieser Roman an manchen Stellen etwas langatmig ist, nahm er im letzten Drittel dann an Fahrt auf. Es wurde spannend und interessant. Mit einem angenehmen und unterhaltsamen Schreibstil führt Trude Teige durch die Handlung.
    Fazit:
    Nachdem mich die beiden Bücher der Autorin "Als Großmutter im Regen tanzte" und "Und Großvater atmete mit den Wellen" begeistert und fasziniert hatten, hatte ich mir von diesem Buch wesentlich mehr erhofft. 3 Sterne.
    Der große Riss

    Cristina Henríquez
    Der große Riss (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    19.02.2025

    Der große Riss durch Panama

    Erzählt wird die Geschichte rund um den Bau des Panama-Kanals, der im Jahr 1900 nicht nur die Gesellschaft spaltet. Menschen unterschiedlicher Nationen, Gesellschaftsschichten und Hautfarbe treffen hier aufeinander. Da ist die 16-jährige Ada, die aus Barbados nach Panama reist, um Geld für die dringend erforderliche Operation ihrer Schwester Millicent zu verdienen. Hier trifft sie auf Omar, den Sohn des Fischers Franciscos, der sich gegen den Willen seines Vaters am Kanalbau beteiligt. John Oswald ist mit seiner Frau Marian aus Tennessee angereist, um gegen die gefürchtete Malaria anzukämpfen. Der Leser erlebt Reichtum auf Seiten der Amerikaner, aber auch bitterste Armut bei der Bevölkerung.
    Bildhaft beschreibt die Autorin das Leben der verschiedensten Menschen, die direkt oder indirekt von dem Großbauprojekt zu betroffen sind. Wir erleben ihre Ängste, Hoffnungen und Träume.
    Dieser gründlich recherchierte Roman, durch den Christina Henriquez mit einem ruhigen und dennoch fesselnden Schreibstil führt, hat mich ab der ersten Seite fasziniert. Und so fiel es mir schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Schließlich musste ich ja unbedingt wissen, was aus den einzelnen Charakteren wurde.
    Fazit:
    Historisch interessierten Lesern kann ich dieses Buch wärmstens ans Herz legen. 4 Sterne und eine klare Leseempfehlung.
    Ginsterburg

    Arno Frank
    Ginsterburg (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    15.02.2025

    Ein Buch, dass nicht einfach so zwischendurch gelesen werden kann

    In diesem Buch begleitet der Leser die Einwohner der fiktiven Stadt Ginsterburg durch die Jahre 1935, 1940 und 1945. Die unterschiedlichen Einwohner versuchen 1935 sich mit der Herrschaft der Nazis zu arrangieren oder Profit daraus zu schlagen. Die Zeitsprünge in die Jahre 1940 und 1945 beschreiben die Entwicklung und Veränderung der Menschen. Die Juden sind 1945 geflohen oder haben sich durch Suizid der Deportation entzogen. Profiteure sind Nutznießer. Kritische Stimmen existieren nicht mehr, entweder sie schweigen oder haben die Seiten gewechselt. Und 1945, der Untergang des Städtchens.
    Der Autor hat hier ein Gesellschaftsporträt kurz nach dem Beginn bis zum Ende des dritten Reiches entworfen, das zeitweise sehr anstrengend und anspruchsvoll zu lesen ist. Denn es wird eine sehr hohe Konzentration verlangt, da Szenen und Perspektivenwechsel bei den vielen Protagonisten teilweise zu Verwirrung führten und ich einige Male nachschlagen musste, wer denn nochmals wer ist.
    Leider konnte mich dieses Buch nicht ganz überzeugen. Die Protagonisten kamen auf mich flach herüber und so konnte ich zu ihnen keinen Zugang finden. Auch war es schwer, mich mit der Schreibweise des Autoren anfreunden. Für meinen Geschmack war er an einigen Stellen einfach viel zu weitschweifig.
    Mein Fazit:
    Ein Roman, der im Augenblick hochaktuelle Probleme aufzeigt. Mich konnte jedoch die Umsetzung nicht ganz überzeugen, da meiner Meinung nach mehr Potential in dieser Lektüre gewesen wäre.
    3 Sterne.
    Die Anatomie einer neuen Zeit

    Leon Morell
    Die Anatomie einer neuen Zeit (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    14.02.2025

    Unterhaltsam

    Durch eine neunmonatige Dürre gelingt der als Hexe verurteilten Verena von Pfäffikon im Jahr 1540 die Flucht vor dem Scheiterhaufen. Denn der umliegende Wald und das Dorf brennen. Nach einer dreiwöchentlichen Flucht über die Alpen gelangt sie nach Padua. Verena hat sich als Mann verkleidet und nennt sich nun Johann. Sie erlebt, wie der bedeutende Chirurg und Anatom Andreas Vesal die Leiche eines gehängten Mannes obduziert. Zur gleichen Zeit liegt vor dem anatomischen Theater ein Student im Sterben. Verena und Vesal eilen zu ihm und erkennen, dass er vergiftet wurde. Doch wer sollte einen Studenten vergiften und weshalb? Verena hat es sich in den Kopf gesetzt, der Sache auf den Grund zu gehen.
    Angeknüpft an historische Tatsachen erzählt der Autor eine Geschichte, die sich so hätte ereignen können. Denn Andreas Vesal unterrichtete wirklich in Padua Studenten in Medizin und verlegte 1540 seinen Wohnsitz nach Venedig. Dagegen ist die Figur der Verena fiktiv.
    Die Geschichte ist sehr unterhaltsam. Leon Morell hat die Verhältnisse des 16. Jahrhunderts mit dem Glaubenseifer und der Inquisition sehr gut recherchiert und zu Papier gebracht. Dadurch war es mir möglich, schnell in die Handlung eintauchen zu können. Dennoch hätte ich mir gewünscht, dass die Person des Anatoms Vesal detaillierter in Szene gesetzt worden wäre. So blieb mir, als interessierter Leser, nichts anderes übrig, als immer bei Tante Google nachzufragen. Leider kam dann das Ende sehr abrupt und ich hatte das Gefühl, mitten aus der Handlung katapultiert worden zu sein.
    Trotzdem hat mir dieses Buch, durch das ein flüssiger Schreibstil führt, abwechslungsreiche Lesestunden bereitet.
    3 Sterne und eine Leseempfehlung.
    Lindenblütenzeit

    Simona Wernicke
    Lindenblütenzeit (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    12.02.2025

    Eine berührende Familiengeschichte

    Durch ihren Roman "Kornblumenzeit", der mich tief beeindruckt hatte, war mir die Autorin Simona Wernicke bereits bekannt. Deshalb freute ich mich auf ihr neues Buch. Und ich muss gestehen, sie hat mich auch dieses Mal nicht enttäuscht.
    Im Jahr 1928 verlässt die junge Clara ihre Familie in Kranitz, um in Berlin ihr eigenes Leben zu beginnen. Sie lernt Otto, einen gutaussehenden Friseur kennen und verliebt sich unsterblich in ihn. Nach ihrer Hochzeit machen sie sich mit einem eigenen Friseursalon in Kreuzberg selbständig. Doch die Weltwirtschaftskrise lässt sie scheitern. 1940 wird Otto zum Wehrdienst eingezogen. Jetzt muss Clara, inzwischen Mutter von zwei Kindern, alleine klarkommen. Der neue Friseursalon, die Kinder und der Haushalt müssen bewältigt werden. Doch dann fallen auf Berlin die Bomben und Clara bleibt nichts anderes übrig, als mit ihren Kindern aus Berlin zu fliehen.
    Die Autorin versteht es, den Leser schon von Anfang an in das Geschehen eintauchen zu lassen und zu fesseln. So konnte ich mich schon ab den ersten Seiten in Clara hineinversetzen, sie verstehen und ihre Handlungen nachvollziehen. Es war absolut spannend, das Leben der Protagonistin von den 1920er Jahren bis hin in das Jahr 1952 zu verfolgen. Vielschichtig sind die relevanten Charaktere ausgearbeitet und angelegt. Die Handlung ist emotional und reich an Wendungen, jedoch an keiner Stelle kitschig oder unglaubwürdig. Simona Wernicke überzeugt durch einen flüssigen und mitreißenden Schreibstil und stellt das historische Setting lebhaft und nachvollziehbar dar. Auch wenn diese Geschichte fiktiv ist, knüpft sie doch an wahre Begebenheiten an.
    Mir hat auch dieses Buch unterhaltsame und emotionale Lesestunden bereitet. Sehr gerne empfehle ich es weiter und vergebe 5 wohlverdiente Sterne.
    Bis ans Meer

    Peggy Patzschke
    Bis ans Meer (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    12.02.2025

    Geht unter die Haut

    Basierend auf wahren Begebenheiten, erzählt Peggy Patzsche die Geschichte ihrer Familie ab dem Anfang des 20. Jahrhunderts. Es ist die Geschichte ihrer Urgroßmutter Pauline, ihrer Mutter Frieda und deren Tochter Erika.
    Im Januar 1945 muss Frieda mit ihrer kleinen Tochter bei bitterster Kälte aus ihrem Heimatort Brieg in Schlesien vor der Roten Armee fliehen. Karl, ihr Mann, ist an der Front. Doch sie haben geschworen, sich nach dem Krieg wiederzufinden. Doch Frieda wird dafür einen sehr hohen Preis bezahlen müssen.
    Jahrzehnte später begibt sich Friedas Enkelin auf Spurensuche und stößt auf eine Geschichte voller Dramatik.
    Kurze Kapitel mit jeweils wechselnden Zeitsträngen geben der Handlung Spannung, die mit ihrem Fortschreiten immer mehr an Höhe gewinnt. Mit ihrer bildhaften Schreibweise ließ mich die Autorin sehr schnell in die Handlung eintauchen. Dabei hat mich ganz besonders das Schicksal der Hauptprotagonistin Frieda berührt. Wie sehr habe ich mit ihr mitgelitten, mitgebangt und mitgehofft. Und dabei auch so manche kleine Träne vergossen.
    Die verschiedenen Charaktere sind eindrucksvoll und detailliert dargestellt. Unvorhersehbare Wendungen und Geschehen ließen mich diesen aufwühlenden Roman kaum aus der Hand legen. Denn schließlich musste ich ja wissen, wie sich die Story weiterentwickelt.
    Dieser Debütroman der Autorin hat mir fesselnde und emotionale Lesestunden bereitet. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung. 5 Sterne.
    Die verborgene Tochter

    Soraya Lane
    Die verborgene Tochter (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    24.01.2025

    Angenehme Unterhaltung

    Wie schon in den drei Vorgängerbänden dieser Reihe wird auch dieses Mal in zwei Zeitzonen erzählt.
    Es sind zwei Geschichten, die sich abwechselnd in der Gegenwart und im Jahr 1951 abspielen und am Ende miteinander verflochten werden. In beiden geht es um eine Liebesgeschichte, wobei mich die Story in der Vergangenheit wesentlich mehr berührte. Hier sind mir die Protagonisten sehr schnell ans Herz gewachsen und ich konnte mit ihnen mitfühlen, mithoffen und mitleiden. Zu Georgia und Luca im Präsens konnte ich dagegen keinen Zugang finden. Es fehlte mir die Tiefe, und ihre Geschichte war für mich nicht sehr glaubwürdig. Sie war zu schnell und ich empfand sie als etwas überzogen.
    Alle vier bisher erschienen Bücher dieser Reihe ähneln einander sehr in ihrem Aufbau. Auch dieses Mal führt Soraya Lane mit einem angenehmen und flüssigen Schreibstil durch die Erzählung.
    Trotz meiner Kriterien hat mir auch dieser Band angenehme und unterhaltsame Lesestunden bereitet.
    4 Sterne und eine Leseempfehlung.

    Wo die Sterne am hellsten leuchten

    Josefine Weiss
    Wo die Sterne am hellsten leuchten (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    09.01.2025

    Trotz schwerer Themen sehr zu empfehlen

    Auch in ihrem neuen Buch schreibt Josefine Weiss eine hochemotionale Geschichte über Hoffnung, Schmerz, Schicksalsschläge, Trauerbewältigung und Neuanfang. Trotz Tabuthemen steht dabei das Thema Leben im Vordergrund. Mit ihrem ausdrucksstarken Schreibstil ließ sie mich sofort in die Handlung eintauchen. Detailliert und lebensecht sind die verschiedenen Charaktere beschrieben, sodass ich sie zu kennen glaubte und dadurch auch ihre Gefühle teilen konnte. Unvorhersehbare Wendungen sorgten für Spannung und so las ich das Buch auf einen Rutsch durch. Schließlich musste ich ja unbedingt wissen, wie sich die Geschichte weiterentwickelt.
    Mich hat dieser wunderschöne und gefühlvolle Roman sehr berührt und auch zu Tränen gerührt. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung! 5 Sterne.
    Wintertöchter Trilogie

    Mignon Kleinbek
    Wintertöchter Trilogie (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    08.01.2025

    Eine sehr bewegende Trilogie

    Die Autorin hat mit diesen drei Bänden eine ergreifende und emotionale Familiensaga geschrieben. Schon ab den ersten Seiten hat mich die Geschichte in seinen Bann gezogen. Besonders die ersten beiden Bände, - sie spielen in den 1940/50er Jahren -, in denen das erschütternde Schicksal der Anna Hochleitner geschildert wird, haben mir fast das Herz zerrissen. Es war kaum auszuhalten, wie viel Leid Anna und ihre Mutter Marie ertragen mussten. Der dritte Band schließlich macht einen großen Sprung in das Jahr 2004 nach Heidelberg. Das Geschehen wird ruhiger und der Leser erfährt, wie sich das Leben der beiden Töchter grundlegend verändert. Und es wird klar, wie alles zusammenhängt.
    Diese Mehrgenerationen-Familien-Saga wird mir noch lange im Gedächtnis bleiben. Durch den spannungsgeladenen Schreibstil der Autorin fiel es mir schwer, das Buch aus der Hand legen, denn ich fieberte darauf zu erfahren, wie es weitergeht. Die Protagonisten sind glaubwürdig dargestellt und ihre Gedanken und Handlungen dadurch nachvollziehbar.
    Dieser aufwühlende Dreiteiler hat mir bewegte Lesestunden bereitet. 5 Sterne und eine Leseempfehlung.
    Die Schwarze Gräfin. Geheimnisse an der Eisenstraße

    Astrid Miglar
    Die Schwarze Gräfin. Geheimnisse an der Eisenstraße (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    04.01.2025

    Ein Sittengemälde der Nachkriegszeit mit Biss

    Die 29jährige Magdalena wird von ihrer Familie im Jahr 1949 mit Gustav, einem 20 Jahre älteren Mann, verheiratet. Es ist eine unglückliche Ehe für die junge Frau. Ihr Mann misshandelt sie und verbringt seine Abende in der Dorfkneipe. Sie träumt von einem Leben im Luxus und weiß auch, wer ihr dieses Leben bieten würde. Um das zu erreichen, dazu ist ihr jedes Mittel recht.
    Die Handlung überrascht immer wieder durch ihre unvorhersehbaren Wendungen. Erzählt wird überwiegend aus der Sicht der Protagonistin, einer interessanten und starken Frau, die mit Raffinesse versucht, an ihr hochgestecktes Ziel zu gelangen. Der Schreibstil führt flüssig durch die mit schwarzem Humor gespickte Geschichte.
    Mich hat dieser Gesellschaftsroman gefesselt und mir sehr unterhaltsame Lesestunden bereitet. Gerne empfehle ich ihn weiter. 4 Sterne.
    151 bis 175 von 668 Rezensionen
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