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    Shilo1 Top 50 Rezensent

    Aktiv seit: 24. Juni 2020
    "Hilfreich"-Bewertungen: 32
    689 Rezensionen
    Wenn die Blätter wieder tanzen

    Thérèse Lambert
    Wenn die Blätter wieder tanzen (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    18.06.2025

    Ein Zeichen gegen das Vergessen

    "Wenn die Blätter wieder tanzen" ist eine beeindruckende und zutiefst bewegende Geschichte über Mut, Liebe und den unermüdlichen Widerstand in Berlin zur Zeit des Nationalsozialismus. Thérèse Lambert gelingt es, die spannende und zugleich erschütternde Realität dieser Zeit einzufangen. Ein flüssiger und lebendiger Schreibstil führt den Leser durch die Geschichte und macht das Eintauchen in Ruths Welt besonders intensiv.
    Die Protagonistin Ruth ist eine inspirierende Figur, die mit ihrer unerschütterlichen Haltung und ihrem Mut den Leser im Herzen berührt. Besonders beeindruckend ist die Darstellung der komplexen Beziehung zwischen Ruth und ihrer Tochter Karin, die die emotionalen Herausforderungen des Widerstands und des Überlebens in einer brutalen Ära authentisch widerspiegelt. Die kurzen Kapitel erlauben einen angenehmen Lesefluss und sorgen dafür, dass man kaum das Buch aus der Hand legen möchte.
    Das Buch basiert auf einer wahren Begebenheit, was die Geschichte umso bewegender macht. Die sorgfältige Recherche zeigt sich in den Details und verleiht der Erzählung eine außergewöhnliche Authentizität. Es ist eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt und den Mut all jener ehrt, die sich gegen Unrecht stellen – oftmals im Stillen.
    Dieses Buch wird noch lange in Erinnerung bleiben. Ich kann es nur wärmstens empfehlen! 5 Sterne.
    Blondes Herz

    Bernardine Evaristo
    Blondes Herz (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    16.06.2025

    Eine umgedrehte Geschichte der Sklaverei

    „Blondes Herz“ ist ein faszinierender und mutiger Roman, der die Geschichte der Sklaverei auf eine völlig neue Weise erzählt. Bernardine Evaristo stellt sich eine alternative Vergangenheit vor, in der der afrikanische Kontinent die Rolle der kolonialisierenden Macht übernimmt und Sklavenhandel mit Europa betreibt. Dabei wird die Geschichte des Sklavenhandels umgekehrt, was den Leser auf eine ungewöhnliche und zugleich aufrüttelnde Reise mitnimmt.
    Im Mittelpunkt steht Doris, ein weißes Mädchen aus England, das plötzlich entführt wird und auf einem Sklavenschiff landet. Ihre lange Flucht durch die Plantagen und ihr Kampf um Freiheit sind spannend und emotional erzählt. Besonders beeindruckend ist, wie Evaristo durch diese Umkehrung der Rollen die Ungeheuerlichkeit der tatsächlichen Sklaverei sichtbar macht. Es wird deutlich, wie absurd und grausam das System war, egal, wer Opfer und wer Täter ist.
    Das Buch ist nicht nur eine Geschichte über Unterdrückung, sondern auch eine Geschichte über Stärke, Mut und den ungebrochenen Freiheitswillen. Doris’ Entwicklung, ihre Sehnsucht nach Freiheit und die Entdeckung ihrer inneren Stärke spiegeln eine kraftvolle Botschaft wider. Die Figuren, darunter auch die starke Wikingerin Ye Mémé, sind vielfältig und lebendig beschrieben.
    Evaristos Schreibstil ist klar, prägnant und fesselnd. Durch die Umkehrung der Rollen wird der Blick auf die Sklaverei nicht nur verstärkt, sondern auch humorvoll und kritisch hinterfragt. Und das Beste: Der Roman mit seinen 288 Seiten ist alles in allem schnell gelesen. Die Seiten flogen nur so dahin, sodass ich kaum merkte, wie die Zeit verging.
    Abschließend ist „Blondes Herz“ eine mutige und wichtige Lektüre, die Geschichte und Gegenwart miteinander verbindet und den Leser dazu auffordert, die Welt aus einer neuen Perspektive zu sehen. Uneingeschränkte Empfehlung für alle, die sich für Geschichte, Gesellschaft und kraftvolle Geschichten interessieren. 4 Sterne.
    Gold aus der Wiener Werkstätte

    Beate Maly
    Gold aus der Wiener Werkstätte (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    15.06.2025

    Goldene Zeiten – dunkle Abgründe

    Beate Maly entführt den Leser in ihrem historischen Kriminalroman nach Wien im Jahr 1906, eine Zeit des künstlerischen Aufbruchs, aber auch der gesellschaftlichen Spannungen. Der Roman umfasst 256 Seiten, die dank des flüssigen Schreibstils relativ schnell gelesen werden können. Das Buch verbindet eine spannende Ermittlungsstory mit tiefgründigen Einblicken in die faszinierende Welt der Wiener Werkstätte und die sozialen Strukturen jener Epoche.
    Die Handlung beginnt mit einem furchtbaren Fund: die Leiche einer Prostituierten wird in einem Hotel entdeckt. Besonders der auffällige Schmuck der Frau lenkt die Ermittlungen in die Kunstszene Wiens. Hier trifft der Protagonist Max von Krause, ein engagierter Ermittler, auf Lili Feigl, eine starke und mutige Frau, die eigenständig nach dem Täter sucht. Gemeinsam decken sie ein verstricktes Netz aus Lügen, Intrigen und Machtspielen auf, das bis in die höchsten Gesellschaftsschichten reicht.
    Was den Roman besonders auszeichnet, ist der flüssige Schreibstil von Beate Maly, der es schafft, die Atmosphäre Wiens jener Zeit lebendig und detailreich zu schildern. Die Autorin vermittelt authentisch die kulturelle Blüte der Wiener Werkstätte, die für Handwerkskunst und Design steht, zugleich aber auch die dunklen Schattenseiten der Gesellschaft. Dank umfangreicher Hintergrundinformationen fühlt man sich gut eingestimmt in das historische Setting und gewinnt einen tiefen Einblick in die gesellschaftliche Dynamik und die künstlerische Szene Wiens zur damaligen Zeit.
    Die Charaktere sind vielschichtig und glaubwürdig gestaltet. Lili Feigl als Ermittlerin hebt sich durch ihre Intelligenz und Mut hervor – eine wunderbare Figur, die den Roman trägt. Die Spannung bleibt durch die zunehmenden Morde und die Geheimnisse, die gelüftet werden, konstant hoch.
    Fazit: "Gold aus der Wiener Werkstätte" ist ein mitreißender historischer Kriminalroman, der durch seine detaillierte Beschreibung, spannende Handlung und starken Protagonistinnen begeistert. Für Freunde von historischen Krimis, die eine spannende Geschichte vor authentischem Wien genießen möchten, ist dieses Buch sehr zu empfehlen. 4 Sterne und eine Leseempfehlung.
    Vergiss dein dummes Herz

    Florence Jones
    Vergiss dein dummes Herz (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    15.06.2025

    Emotionaler Abschluss einer mitreißenden Trilogie

    "Vergiss dein dummes Herz" stellt den packenden Abschluss der Trilogie um eine komplexe Familiengeschichte dar, die voller Geheimnisse, Intrigen und emotionaler Momente steckt. Florence Jones, auch bekannt unter ihrem Namen Marion Stadler, schafft es erneut, den Leser durch eine fesselnde Handlung und vielschichtige Charaktere in ihren Bann zu ziehen.
    Der Roman basiert auf einer Reihe von dramatischen Enthüllungen: Pamela und Tommy entdecken nach dem Tod von Jenny, dass sie nicht ihre leibliche Tochter ist, was eine Kette von Ereignissen auslöst, die die Familienmitglieder aller Beteiligten in eine turbulente Achterbahnfahrt schicken. Die Spannung bleibt durchgehend hoch, da sich Konflikte und Geheimnisse wie ein roter Faden durch das 540 Seiten starke Werk ziehen.
    Besonders hervorzuheben ist der abwechslungsreiche Handlungsaufbau, der sowohl die inneren Konflikte der Charaktere als auch ihre zwischenmenschlichen Beziehungen gekonnt miteinander verbindet. Victoria, die mit ihrem Gewissenskonflikt kämpft und ihre Schwangerschaft sowie die Rache eines Ex-Freundes zu bewältigen hat, wird als vielschichtige Persönlichkeit äußerst eindrucksvoll dargestellt. Auch Sarahs Liebesgeschichte mit Ian sowie die Frage nach der Vaterschaft von Victorias Kind setzen spannende Akzente.
    Der Schreibstil ist ausdrucksstark, lebendig und temporeich, was das Lesen äußerst angenehm macht. Die Autorin versteht es, Gefühle authentisch einzufangen und den Leser emotional zu berühren. Die Charaktere wirken realistisch, liebenswert und entwickeln im Verlauf der Geschichte eine Tiefe, die zum Mitfiebern einlädt. Man kann sich gut in ihre Beweggründe hineinversetzen und ist stets gespannt auf das nächste Kapitel.
    Obwohl es hilfreich ist, die ersten beiden Bände der Trilogie zu kennen, fügt Frau Jones in diesem Abschlussband alle wichtigen Informationen so geschickt ein, dass auch Neueinsteiger problemlos in die Geschichte eintauchen können. Dennoch empfiehlt es sich, die gesamte Reihe zu lesen, um das volle Lesevergnügen auskosten zu können.
    Fazit: "Vergiss dein dummes Herz" ist eine emotionale, spannende Familiensaga, die durch ihre vielen Wendungen und gut ausgearbeiteten Figuren besticht. Ein echter Pageturner, der bis zur letzten Seite fesselt und mit einem befriedigenden Finale abschließt. 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.
    Grüne Mark und Weißer Tod

    Gudrun Wieser
    Grüne Mark und Weißer Tod (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    13.06.2025

    Mord und Medizin im alten Graz

    "Grüne Mark und Weißer Tod" von Gudrun Wieser ist ein faszinierender historischer Kriminalroman, der die Leser auf einen raffinierten Streifzug durch das Graz des Jahres 1897 mitnimmt. Das Buch umfasst 288 Seiten und bietet eine spannende Lektüre, die zügig gelesen werden kann. Die Handlung ist spannend und gut recherchiert, wobei die Autorin gekonnt historische Details mit einer mitreißenden Geschichte verbindet.
    Im Mittelpunkt stehen die jungen Ermittler Franz Stahlbaum und sein Freund Dr. Titus Pyrner, die einem mysteriösen Mordfall nachgehen. Es geht um seltsame Botschaften, blaue Glasscherben und eine verdächtige Lungenheilanstalt im Wienerwald, die im Zentrum der dunklen Geheimnisse steht. Die Ermittlungen sind herausfordernd, da die damaligen Methoden begrenzt sind – ein Umstand, der die Geschichte authentisch und realistisch erscheinen lässt. Besonders beeindruckend ist die Darstellung der starken, emanzipierten Frauen, die mit Mut und Cleverness helfen, den Fall zu lösen.
    Wiesers Schreibstil ist ruhig, flüssig und angenehm zu lesen. Sie schafft es, eine dichte Atmosphäre des 19. Jahrhunderts zu erzeugen, die sich authentisch anfühlt. Die Charaktere sind lebendig und gut ausgearbeitet, was die Geschichte noch greifbarer macht. Trotz mancher Längen bietet das Buch interessante Einblicke in die medizinischen Versuche und das Leben in Österreich zu jener Zeit, wobei spezielle Aspekte wie die Tuberkulose-Heilungen besonders hervorstechen.
    Insgesamt ist "Grüne Mark und Weißer Tod" ein entspannter, ruhig erzählter Kriminalroman, der durch seine historischen Details, sympathischen Figuren und eine spannende Handlung überzeugt. Für Leser, die gerne in eine vergangene Zeit eintauchen und reale Ermittlungsarbeit hautnah miterleben möchten, ist dieses Buch sicherlich eine empfehlenswerte Wahl. 4 Sterne und eine Leseempfehlung.
    Noch fünfzig Sommer mehr

    Avril Maury
    Noch fünfzig Sommer mehr (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    12.06.2025

    Ein stiller Sommerroman

    "Noch fünfzig Sommer mehr" ist ein ruhiger, melancholischer Roman, der die Schönheit und die heilende Kraft der Natur sowie die zweite Chance auf Glück in den Mittelpunkt stellt. Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive von Eleni, deren Sommerkindheit in der Bretagne von der Nähe zu Meer, Garten und Dorf geprägt war. Doch nach dem Verlust ihrer großen Liebe Théo hat sie sich in sich selbst zurückgezogen und wagt kaum noch einen Schritt vor die Tür.
    Die Handlung wird in verschiedenen Zeitebenen erzählt, was für mich anfangs eine kleine Herausforderung darstellte, doch ich gewöhnte mich daran. Die kurzen Kapitel sorgen für einen angenehmen Lesefluss, sodass sich das Buch schnell durchlesen lässt. Die Geschichte ist ruhig, einfühlsam und legt den Fokus auf Emotionen und die heilende Kraft der Natur, was sie besonders für den geneigten Leser macht, der eine ruhige und nachdenkliche Geschichte schätzt.
    Allerdings konnte mich das Buch nicht vollständig fesseln. Der Roman plätschert eher vor sich hin, Überraschungen und Spannung blieben für mich aus. Die Vorhersehbarkeit der Handlung sowie das Fehlen tiefgreifender Wendungen trugen dazu bei, dass ich keinen großen emotionalen Tiefgang erleben konnte. Auch mit den Figuren, insbesondere mit Eleni, konnte ich mich kaum verbinden, was wahrscheinlich an ihrer depressiven Stimmung lag, die durchweg wie eine Wolke über der Erzählung schwebte.
    Trotz dieser Kritikpunkte bietet das Buch einen schönen Einblick in Themen wie Trauer, zweite Chancen und die Kraft der Natur. Es ist eine gute Wahl für Leserinnen und Leser, die Ruhe und Melancholie lieben – ein Buch, das zum Nachdenken anregt, aber keine großen Überraschungen bereithält. 3 Sterne.
    Eine Welt nur für uns

    Claire Deya
    Eine Welt nur für uns (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    11.06.2025

    Einfühlsame Geschichte zwischen Trümmern und Neuanfang

    „Eine Welt nur für uns“ von Claire Deya ist ein beeindruckender Roman, der die Nachkriegszeit in Südfrankreich auf eine authentische und einfühlsame Weise einfängt. Die Geschichte spielt im Jahr 1945 in Hyères an der Côte d’Azur, unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Im Mittelpunkt steht Vincent, ein Überlebender deutscher Kriegsgefangenschaft, der alles daran setzt, seine verschollene Liebe Ariane wiederzufinden. Seine Suche führt ihn in eine gefährliche Welt der Minenräumung an den Stränden, bei der ehemalige deutsche Besatzer und französische Einheimische Seite an Seite arbeiten, um die Folgen des Krieges zu beseitigen.
    Claire Deya gelingt es, den Leser in diese turbulente Zeit zu entführen. Die Atmosphäre ist bedrückend, aber auch voller Hoffnung, was durch die lebendige Beschreibung der Umwelt und der Gefühlswelt der Figuren verstärkt wird. Besonders beeindruckend ist die Darstellung der komplexen zwischenmenschlichen Beziehungen – die Spannungen zwischen ehemaligen Feinden, die Notwendigkeit der Versöhnung und die inneren Kämpfe der Menschen, die versuchen, eine neue Zukunft aufzubauen. Die Figuren sind tiefgründig gezeichnet: Vincent ist von Verlangen nach Liebe und Gerechtigkeit getrieben, Fabien kämpft mit seinen eigenen Vorurteilen und seinem Hass, während Saskia versucht, sich in einem Leben zurechtzufinden, das durch den Krieg erschüttert wurde. Die Entwicklung dieser Charaktere ist glaubwürdig und berührend.
    Frau Deya verbindet historische Fakten mit fiktionalen Elementen, wodurch der Roman äußerst realistisch wirkt. Besonders interessant ist die Darstellung der Minenräumung, die eine gefährliche Aufgabe ist, aber auch eine Metapher für den Schmerz, das Loslassen und den Neuanfang. Die Autorin zeigt auf, wie tief der Krieg die Menschen geprägt hat und dass trotz des vermeintlichen Sieges noch lange nicht alles vorbei ist. Das persönliche Leid, die Schuldgefühle und die Hoffnungslosigkeit, aber auch die Möglichkeit zur Vergebung werden ehrlich und ohne Sentimentalität dargestellt.
    Der Schreibstil ist flüssig, abwechslungsreich und schafft es, die Spannung langsam aber kontinuierlich aufzubauen. Die Beschreibungen der Landschaften, der emotionalen Zustände der Figuren und der dramatischen Situationen sind so lebendig, dass man das Gefühl hat, unmittelbar mitten im Geschehen zu sein. Das Buch liest sich nicht nur als historische Erzählung, sondern auch als tiefer Einblick in die menschliche Seele und den komplexen Umgang mit Krieg und Frieden.
    Abschließend bleibt zu sagen, dass „Eine Welt nur für uns“ ein mitreißender, tiefgründiger Roman ist, der sowohl spannende Handlungselemente als auch ein sensibles Porträt einer aufwühlenden Epoche bietet. Claire Deya schafft es, auf authentische Weise das Kapitel der Nachkriegsära zu beleuchten und dabei die Kraft der Versöhnung in den Vordergrund zu stellen. Für alle, die historische Romane lieben, die von Liebe, Schmerz und Hoffnung erzählen, ist dieses Buch sehr zu empfehlen und verdient 4 Sterne.
    Tage wie Buchstabensuppe

    Elisabeth Büchle
    Tage wie Buchstabensuppe (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    06.06.2025

    Eine Geschichte von Freundschaft und Selbstfindung

    „Tage wie Buchstabensuppe“ von Elisabeth Büchle ist ein tiefgründiger Roman, der auf einfühlsame Weise die Themen Leben, Liebe, Verlust und Selbstfindung miteinander verbindet. Im Zentrum steht Kayla, eine talentierte Goldschmiedin, die den Mut fasst, ihr bisheriges Leben hinter sich zu lassen und im idyllischen Ostallgäu einen Neuanfang zu wagen. Dort findet sie in einer lebhaften Wohngemeinschaft nicht nur ein neues Zuhause, sondern auch Unterstützung und Freundschaften, die ihr Kraft geben.
    Besonders berührend ist die Begegnung mit Lio, einer obdachlosen älteren Frau mit beginnender Alzheimer-Erkrankung. Obwohl Lio mit den Herausforderungen ihrer Krankheit kämpft, behält sie eine beeindruckende Weisheit und einen Blick für das Menschliche. Elisabeth Büchle schafft es, diese Charaktere mit viel Empathie und Verständnis darzustellen, sodass ihre Geschichten authentisch und berührend wirken. Der Roman zeigt auf einfühlsame Weise, wie wichtig es ist, Menschen in ihrer Einzigartigkeit anzunehmen, egal in welcher Lebenslage sie sich befinden.
    Die Handlung wechselt zwischen ernsten, nachdenklichen Momenten und leichteren, humorvollen Szenen, die vor allem durch den freundschaftlichen Schlagabtausch der jungen Menschen sowie den chaotischen Eskapaden von Lio geprägt sind. Dabei vermittelt die Autorin eine positive Botschaft über die Kraft der Gemeinschaft, die Bedeutung zwischenmenschlicher Beziehungen und die Suche nach der eigenen Identität.
    Insgesamt ist „Tage wie Buchstabensuppe“ ein berührender und zugleich unterhaltsamer Roman, der zum Nachdenken anregt und durch seine liebevolle Darstellung in Erinnerung bleibt. Es ist eine warmherzige Geschichte, die zeigt, dass jeder Mensch, egal in welchem Alter oder mit welchem Schicksal, wertgeschätzt wird. 4 Sterne und eine Leseempfehlung.
    Gestern auf Hiddensee

    Lilly Wolf
    Gestern auf Hiddensee (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    03.06.2025

    Leichte Sommerlektüre

    "Gestern auf Hiddensee" ist eine ruhig erzählte Geschichte, die sich um das Leben von Jenny nach dem Verlust ihres Lebensgefährten dreht. Der Roman verbindet zwei Zeitstränge – Gegenwart und Rückblicke aus dem Jahr 1988 – und wird aus unterschiedlichen Perspektiven geschildert, was den Lesern Einblicke in die Gedanken und Gefühle der Figuren ermöglicht.
    Der Schreibstil ist schlicht und einfach gehalten, was für eine angenehme, entspannte Lektüre sorgt. Die kurzen Kapitel tragen zu einem zügigen Lesefluss bei und machen das Buch ideal für zwischendurch. Die Atmosphäre der Ostseeinsel Hiddensee wird angenehm vermittelt, auch wenn die Handlung insgesamt eher ruhig bleibt und keine großen Spannungsbögen entfaltet.
    Ich hatte von dem Buch etwas mehr erwartet – die Handlung wirkt manchmal zu berechenbar und ist ohne große Höhepunkte. Das Ende ist leider nicht überraschend, was den Lesegenuss für den Leser, der auf Unvorhergesehenes hofft, etwas trüben könnte. Dennoch bietet das Buch eine nette Unterhaltung, insbesondere für jene, die unkomplizierte Geschichten mit emotionalem Tiefgang schätzen.
    Zusammenfassend ist "Gestern auf Hiddensee" ein ruhiges, leicht zu lesendes Buch, das durch sein angenehmes Setting und die persönlichen Rückblicke besticht, aber mit einer nicht besonders komplexen Handlung und einigen vorhersehbaren Elementen.
    Insgesamt ist das Leseerlebnis für mich mit 3 Sternen zu bewerten. Es ist eine nette, entspannte Lektüre, die gut geeignet ist, um eine kleine Auszeit zu genießen. Für alle, die eine leichte, ruhige Geschichte suchen, ist dieses Buch eine gute Wahl.
    Als im Hotel Messmer der Tee ausging

    Kristina Hortenbach
    Als im Hotel Messmer der Tee ausging (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    01.06.2025

    Glanz und Schatten im mondänen Baden-Baden

    Das Buch entführt den Leser in das elegante Baden-Baden des Jahres 1883, eine Zeit, in der die Kurorte zur höchst glanzvollen Begegnungsstätte für Adel, Kaiser und Berühmtheiten wurden. Die Hauptfigur Klara, ein Mädchen, das als Dienstmädchen im renommierten Hotel Messmer arbeitet, ist mir sofort sympathisch gewesen. Sie ist eine kluge und mutige junge Frau, die sich in einer Welt behaupten muss, die ganz anders ist als ihre eigene.
    Kristina Hortenbach schafft es, das mondäne Ambiente der damaligen Zeit lebendig werden zu lassen – sei es durch detaillierte Beschreibungen des Hotelbetriebs, der gesellschaftlichen Intrigen oder der schillernden Persönlichkeiten, die das Bild von Baden-Baden prägen. Die Geschichte ist spannend aufgebaut, besonders die Gefahr eines Attentats auf den Kaiser gibt der Handlung einen zusätzlichen Nervenkitzel.
    Besonders ansprechend fand ich die Mischung aus historischem Hintergrund, Romantik und ein bisschen Drama, die das Buch sehr angenehm lesbar macht. Die Beziehung zwischen Klara und dem charmanten Reporter verleiht der Geschichte eine schöne romantische Note. Auch die Einbindung von echten historischen Figuren und Ereignissen, wie die Begegnungen der Hochadeligen, macht das Buch zu einem lebendigen Zeitzeugen.
    Insgesamt ist "Als im Hotel Messmer der Tee ausging" ein gelungener historischer Roman, der nicht nur spannend und unterhaltsam ist, sondern auch ein faszinierendes Bild einer glanzvollen Epoche zeichnen kann. Es ist definitiv ein Buch, das man gern liest, wenn man Geschichten voller Atmosphäre, Intrigen und Liebe mag. 4 Sterne und eine Leseempfehlung.
    Die Liebe sucht ein Zimmer

    David Safier
    Die Liebe sucht ein Zimmer (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    29.05.2025

    Emotionaler Tanz zwischen Liebe und Überleben

    "Die Liebe sucht ein Zimmer" von David Safier ist ein beeindruckender Roman, der die harte Realität des Warschauer Ghettos während des Zweiten Weltkriegs auf eine mitreißende und zugleich einfühlsame Weise schildert. Der Autor verbindet geschickt Fiktion mit tatsächlichen historischen Begebenheiten: Das Theater und die Aufführungen, die darin stattfinden, gab es wirklich, und dieses Stück wurde von den Menschen im Warschauer Ghetto geliebt – wenn auch nur für wenige Stunden. Die Geschichte ist so geschrieben, dass sie erstaunlich leicht und fesselnd wirkt, trotz der grauenhaften Alltagssituation, die immer wieder präsent ist. Die Charaktere, allen voran Sara, sind lebendig und emotional sehr zugänglich, was mich tief berührte. Das Buch schafft es, die Lebensumstände im Ghetto klar und respektvoll zu schildern, ohne dabei überheblich zu wirken. Es ist ein sehr bewegender, nachhallender Roman, der die Kraft menschlicher Hoffnung, Liebe und Mut in einer extremen Situation zeigt. Amüsant und unterhaltsam erzählt Safier die Geschichte, ohne die grausame Realität aus den Augen zu verlieren. Ein unbedingt lesenswertes Buch, das nachwirkt. 4 Sterne.
    Der dunkle Sommer

    Vera Buck
    Der dunkle Sommer (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    27.05.2025

    Ein packender Thriller

    Die Autorin schafft mit „Der dunkle Sommer“ ein einzigartiges literarisches Erlebnis, das nicht nur durch seine packende Handlung, sondern auch durch seine dichte Atmosphäre und vielschichtigen Figuren besticht. Das Buch entführt den Leser in ein abgelegenes Geisterdorf in Italien, das mit seinem verfallenen Charme und düsteren Geheimnissen eine fast magische Anziehungskraft entfaltet. Vera Buck gelingt es, eine klaustrophobische Stimmung zu erzeugen, die einen bis zur letzten Seite nicht mehr loslässt.
    Die Geschichte ist kunstvoll in zwei Zeitebenen erzählt, was den Leser immer wieder aufs Neue überrascht und neugierig macht. Während Tilda in der Gegenwart die verlassene Villa renoviert und sich mit den lokalen Legenden und dem Fluch des Dorfes auseinandersetzt, taucht man gleichzeitig in die düstere Nacht von 1982 ein, die eine unauslöschliche Spur in der Vergangenheit hinterlassen hat. Diese Parallelführung schafft ein intensives Leseerlebnis und lässt die Geheimnisse nach und nach enthüllen, wodurch die Spannung zusätzlich gesteigert wird.
    Besonders beeindruckend sind die vielschichtigen Figuren, die glaubwürdig und authentisch gezeichnet sind. Tilda, als entschlossene und zugleich verletzliche Protagonistin, steht symbolhaft für den Wunsch nach Neubeginn, während Enzo als investigativer Journalist eine brillante Ergänzung darstellt, der die dunklen Seiten des Dorfes erforscht. Auch die Nebenfiguren, allen voran Silvio und Nino, sind mit viel Sorgfalt ausgestaltet. Es ist ersichtlich, dass Vera Buck tief in die Psychologie ihrer Charaktere eingetaucht ist, was den Figuren ihre Glaubwürdigkeit verleiht.
    Der Plot entwickelt sich allmählich von der anfänglichen mysteriösen Atmosphäre hin zu einem schockierenden Höhepunkt, bei dem sich die Wahrheit hinter Familiengeheimnissen, alten Flüchen und tragischen Ereignissen offenbart. Das Spannungsniveau ist durchgehend hoch, und die Szenen sind so beschrieben, dass sie Bilder im Kopf des Lesers entstehen lassen. Besonders berührend und zugleich beklemmend sind die Einblicke in die Familiengeschichte der DiNardo, die die Geschichte tiefgründig und emotional aufgeladen machen.
    Vera Buck versteht es, Thriller-Elemente mit tragischem Familiendrama zu verbinden, wodurch das Buch eine beeindruckende Vielschichtigkeit erhält. Es geht nicht nur um gruseligen Horror, sondern auch um die dunklen Schatten der Vergangenheit, Schuld, Vergebung und das Ringen um Wahrheit. Das Nachwort, in dem die Autorin offen über ihre Inspiration und die Wurzeln ihrer Geschichte spricht, gibt dem Ganzen eine zusätzliche persönliche Note und macht das Lesen zu einem noch intensiveren Erlebnis.
    „Der dunkle Sommer“ ist ein atmosphärisch dichter Roman, der lange im Gedächtnis bleibt. Die perfekte Mischung aus Spannung, Emotion und Geheimnis macht dieses Buch zu einem absoluten Highlight für alle, die spannende, tiefgründige Geschichten mit einer Prise Unheimlichkeit schätzen. Von Anfang an gefangen genommen, endet es erst, wenn alle Rätsel gelöst sind – eine Lektüre, die die Erwartung an moderne Thriller auf höchstem Niveau erfüllt. 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung.
    Nacht über Soho

    Kate Atkinson
    Nacht über Soho (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    27.05.2025

    Glamour, Intrigen und Geheimnisse im London der 1920er

    Dieser Roman von Kate Atkinson ist ein faszinierender Einblick in die rote Abendwelt Londons der 1920er Jahre, geprägt von Glanz, Glamour und dunklen Abgründen. Die Autorin erschafft eine lebendige, detailreiche Atmosphäre, die das pulsierende Nachtleben und die vielschichtigen Charaktere authentisch zum Leben erweckt. Besonders beeindruckend finde ich, wie Atkinson die facettenreichen Figuren, allen voran die intrigante Nellie Coker, mit viel Tiefgang porträtiert. Die Geschichte beginnt ruhig, was mir die Gelegenheit gab, die Protagonistinnen und -figuren kennenzulernen, doch bis zu einem gewissen Punkt baut sich dann Spannung auf.
    Der Handlungsverlauf ist vielschichtig: Einerseits folgt man dem glamourösen und doch gefährlichen Nachtleben Londons, andererseits ist der Inspektor auf der Suche nach vermissten Mädchen, was eine gewisse Dringlichkeit und Spannung in die Geschichte bringt. Das Zusammenspiel zwischen diesen beiden Erzählsträngen macht das Buch zu einem fesselnden Erlebnis, auch wenn es manchmal etwas Längen gibt und nicht alle Handlungsstränge vollständig aufgelöst werden.
    Der Schreibstil ist flüssig und gut verständlich, was das Lesen angenehm macht. Dennoch hätte ich mir an manchen Stellen etwas mehr Tempo gewünscht. Insgesamt hat mir „Nacht über Soho“ gut gefallen, weil es den Flair einer vergangenen Ära lebendig vermittelt und durch die facettenreichen Charaktere sowie die interessante Handlung einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Ein Buch, das ich gerne weiterempfehle, wenn man Lust auf eine Mischung aus historischem Setting, gut geschriebenen Figuren und einer Prise Krimi hat. 4 Sterne.
    Merci Agneta

    Emma Hamberg
    Merci Agneta (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    25.05.2025

    Ein bezaubernder Roman voller Herz und Humor

    Emma Hamberg hat mit "Merci Agneta" erneut ein wundervolles Werk geschaffen, das auf angenehme Weise Leichtigkeit und Nachdenklichkeit miteinander verbindet. Der Roman entführt uns in den sonnigen Süden Frankreichs, wo Agneta, die liebenswerte Hauptfigur, ihre Seele baumeln lässt und gleichzeitig vor neuen Herausforderungen steht.
    Das Buch besticht durch seinen flüssigen, angenehmen Schreibstil, der es leicht macht, in Agnetas Welt einzutauchen. Der Autorin gelingt es, ihre Protagonistin mit liebevollen Details und einer Prise Ironie zu zeichnen, sodass man sich beim Lesen sofort in ihre Entwicklung hineinversetzt fühlt. Besonders beeindruckend ist, wie sie Agnetas persönliche Reise zur Selbstfindung im Laufe der Geschichte hervorgehoben und vertieft hat – ein Thema, das wohl viele Leser anspricht.
    Neben der humorvollen und warmherzigen Atmosphäre enthält das Buch auch Nachdenkliches, was den Roman abseits des reinen Unterhaltungswerts zu einem echten Lesehighlight macht. Die Handlung ist spannend, mit einigen unerwarteten Wendungen, die das Leseerlebnis bereichern. Besonders gefiel mir, wie der alte Klosterort und die bedrohte Gemeinschaft eine zentrale Rolle spielen – dies verleiht der Geschichte eine tiefere Bedeutung.
    Obwohl das Buch auch eigenständig gelesen werden kann, empfiehlt es sich, den ersten Band "Bonjour Agneta" zuvor zu lesen, da dieser den Charakter und die Vorgeschichte der Protagonistin wunderbar ergänzt.
    Zusammenfassend ist "Merci Agneta" ein liebevoll erzählter Roman, der mit Witz, Herz und Tiefgang begeistert. Es war für mich eine große Freude, Agneta auf ihrem neuen Weg zu begleiten, und ich kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen – für alle, die eine Geschichte suchen, die das Herz berührt und ein Lächeln ins Gesicht zaubert. 4 Sterne und eine Leseempfehlung.
    Die Berghebamme - Tage der Liebe

    Linda Winterberg
    Die Berghebamme - Tage der Liebe (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    19.05.2025

    Eine gelungene Fortsetzung der Trilogie

    Dieser zweite Band der Berghebammen-Saga hat mich sofort mit seiner emotionalen Intensität und den lebendigen Charakteren in den Bann gezogen. Wie schon im ersten Teil "Die Berghebamme – Hoffnung der Frauen", spielt die Handlung in einer idyllischen Bergwelt, in der Maria als Berghebamme liebevoll und professionell ihren Dienst verrichtet, stets um das Wohl der Frauen bemüht. Besonders beeindruckend fand ich die Darstellung der Situation rund um Marias Freundin Evi, deren unverheiratete Schwangerschaft sie in eine gesellschaftliche Abseitsposition bringt.
    Das Buch führt interessant und spannend weiter, und ich war nach wenigen Seiten wieder in den Bann gezogen und an der Seite von Maria. Die verschiedenen Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und beschrieben, sodass sie fast schon real vorstellbar sind. Linda Winterberg schafft es, eine authentische Atmosphäre zu erzeugen, in der die Charaktere vielschichtig und realistisch wirken. Besonders der charmante Landarzt bringt eine zusätzliche Note von Hoffnung und Verständnis in die Handlung.
    Die Entwicklungen sind nachvollziehbar, und die Spannung wird durch die gesellschaftlichen Tugenden und Zwänge intensiv verstärkt. Obwohl die Handlung stellenweise vorhersehbar ist, trübt dies den Lesegenuss kaum. Die mitreißende Schreibweise lädt dazu ein, die Nacht durchzulesen, und das Ende ist zufriedenstellend und bewegend. Ein sehr schöner Roman, der Gefühle weckt - perfekt für alle, die historische Romane mit Herz und authentischen Figuren lieben. 4 Sterne und eine Leseempfehlung.
    Winterling

    André Hülsbömer
    Winterling (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    18.05.2025

    Eine berührende Reise ins 17. Jahrhundert

    "Winterling" von André Hülsbömer ist ein faszinierendes und äußerst gelungenes Werk, das tief in die dunkle Epoche des späten 17. Jahrhunderts eintaucht. Mit viel Liebe zum Detail und großer Sorgfalt zeichnet Hülsbömer ein lebendiges Bild jener Zeit, die geprägt ist von sozialen Konflikten, persönlichem Mut und dem Kampf um Gerechtigkeit.
    Die Geschichte beginnt an einem düsteren Herbsttag im Jahr 1670, als sich der Ortsvorsteher Dieffenbach und der Leibeigene Johannis Edler in einem Konflikt wiederfinden, der nicht nur die beiden Figuren betrifft, sondern auch die gesamte Gemeinschaft. Das Thema der immer noch bestehenden Leibeigenschaft und die damit verbundenen Spannungen werden authentisch und eindringlich dargestellt, was den Leser in die damalige Welt eintauchen lässt.
    Hülsbömer schafft es bravourös, historische Fakten mit fesselnder Fiktion zu verbinden. Seine Charaktere sind durchweg vielschichtig und glaubwürdig, wodurch die Handlung eine emotionale Tiefe erhält. Besonders beeindruckend ist die Darstellung des leidenschaftlichen Johannis Edler, der erstmals den Mut findet, sich gegen die herrschenden Zwänge zu stellen. Seine Entwicklung ist sichtbar und bewegend.
    Der Schreibstil ist lebendig und zugänglich, wodurch die Geschichte zu einem wirklichen Leseerlebnis wird. Man erhält nicht nur eine spannende Geschichte, sondern erhält auch Einblicke in das Leben im 17. Jahrhundert. Der Autor versteht es, diese Epoche lebendig werden zu lassen, sodass man förmlich die frostige Kälte und die mühsamen Wege jener Zeit spürt.
    Ein absolutes Muss für alle Liebhaber historischer Romane, die eine authentische, vielschichtige und gleichzeitig unterhaltsame Geschichte schätzen. Winterling ist eine beeindruckende Lektüre, die gleichermaßen fesselt und den Leser in eine düstere Epoche versetzt. 4 Sterne und eine Leseempfehlung.
    Else

    Jasna Fritzi Bauer
    Else (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    15.05.2025

    Eine inspirierende Geschichte von Mut und Selbstbestimmung in den 1960er Jahren

    "Else" ist ein faszinierender Roman, der das Leben einer ganz besonderen Frau in den 1960er Jahren erzählt. Die Geschichte ist eine gelungene Mischung aus Zeitgeschichte, persönlicher Entwicklung und gesellschaftlicher Emanzipation. Besonders beeindruckend ist die Protagonistin Else, die auf den ersten Blick ein typisches Familienleben führt, sich aber heimlich für ihre Unabhängigkeit und Selbstbestimmung entscheidet. Ihre Entscheidung, Taxifahrerin zu werden, ist mutig und rebellisch.
    Die Erzählweise ist locker, unterhaltsam und dennoch tiefgründig, was das Buch zu einem wahren Lesevergnügen macht. Die Autorinnen Jasna Fritzi Bauer und Katharina Zorn schaffen es, die Protagonistin als vielschichtige Figur zu zeichnen, deren Entwicklung den Leser berührt. Eine sehr interessante Nuance ist die Darstellung ihres persönlichen Weges, der von Verrat, Selbstentdeckung und schließlich Befreiung geprägt ist.
    Das Buch bietet nicht nur eine spannende Geschichte, sondern auch eine wertvolle Perspektive auf eine Zeit, in der Männer die Gesellschaft dominierten. Es zeigt, wie Mut und Eigeninitiative auch in scheinbar unüberwindbaren gesellschaftlichen Strukturen Veränderungen bewirken können.
    "Else" ist ein lesenswertes Buch, das zum Nachdenken anregt und gleichzeitig gut unterhält. Es ist eine schöne Erinnerung daran, dass individuelle Stärke und der Wille zur Veränderung manchmal alles sind, was man braucht, um das Leben in die eigenen Hände zu nehmen. 4 Sterne und eine Leseempfehlung.
    Zypressensommer

    Teresa Simon
    Zypressensommer (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    13.05.2025

    Ein berührender Familienroman voller Liebe, Geschichte und Geheimnisse

    „Zypressensommer“ ist eine beeindruckende Familiengeschichte, die den Leser auf eine emotionale Reise zwischen Vergangenheit und Gegenwart mitnimmt. Teresa Simon gelingt es meisterhaft, die erzählerischen Ebenen in den Jahren 1998 und 1943 kunstvoll miteinander zu verweben, wodurch eine tiefgehende und vielschichtige Geschichte entsteht.
    Die Handlung spielt in der malerischen Toskana, einem Ort, der mit seiner Schönheit die Szenerie für das Schicksal der Figuren perfekt bereichert. Die Geschichte der Olivenbauernfamilie, die im Mittelpunkt steht, ist von einer beeindruckenden Genauigkeit recherchiert, was das Buch sowohl authentisch als auch spannend macht. Besonders berührt hat mich die Darstellung der italienischen Partisanen während der „Resistenza“ und die damit verbundenen Konflikte und Erwartungen der Menschen in dieser Zeit.
    Die Charaktere sind äußerst vielschichtig gestaltet. Julia, die Hamburger Goldschmiedin, bringt eine moderne Perspektive in die Geschichte, während die Figuren aus dem Jahr 1943, Vito und Gianni, authentisch und emotional nachvollziehbar porträtiert werden. Besonders spannend fand ich die Figur Gianni, dessen Geheimnisse und innerer Konflikt die Handlung maßgeblich vorantreiben.
    Die Sprache des Romans ist feinfühlig und atmosphärisch, wodurch die emotionale Tiefe der Geschichte perfekt zur Geltung kommt. Die Autorin versteht es, die Leser emotional zu packen und mit ihren vielschichtigen Figuren mitzufühlen. Das Buch ist somit nicht nur eine spannende Familiengeschichte, sondern auch eine Einladung, über Liebe, Freiheit und die Macht der Vergangenheit nachzudenken.
    Insgesamt ist dieses Buch ein gelungenes Werk, das Geschichte und Fiktion auf berührende Weise verbindet. Für Leser, die sich für historische Familiensagas interessieren, ist dieses Buch definitiv sehr empfehlenswert – es lässt ihn nachdenklich und bewegt zurück. 5 Sterne und eine Leseempfehlung.
    Das Pestmädchen

    Silvia Stolzenburg
    Das Pestmädchen (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    12.05.2025

    Packender historischer Roman

    „Das Pestmädchen“ ist ein fesselnder historischer Roman, der den Leser ins mittelalterliche Augsburg im Jahr 1462 entführt. Die Autorin schafft es, die düstere Atmosphäre der Pestzeit authentisch und eindrucksvoll einzufangen. Im Mittelpunkt steht die junge Magd Lina, die im Heilig-Geist-Spital unermüdlich die Kranken pflegt, bis auch sie sich ansteckt. Ihre Geschichte ist geprägt von Mut, Hingabe und dem Überlebenskampf angesichts einer unbarmherzigen Seuche.
    Was dieses Buch besonders macht, sind die vielschichtigen Charaktere und die glaubwürdige Darstellung der damaligen Gesellschaft. Silvia Stolzenburg gelingt es, die Ängste, Aberglauben und Hoffnungen der Menschen im 15. Jahrhundert lebendig werden zu lassen. Der Plot ist spannend konstruiert, voller überraschender Wendungen und emotionaler Momente, ohne dabei in Kitsch zu verfallen.
    Die kurzen Kapitel sorgen für einen angenehmen Lesefluss, wodurch die Geschichte rasant bleibt. Die Kombination aus Historie, Spannung und menschlicher Dramatik macht „Das Pestmädchen“ zu einem äußerst empfehlenswerten Auftakt einer Trilogie. Ich freue mich schon auf den nächsten Band, der im Juli 2025 erscheinen soll, um zu erfahren, wie es mit Lina weitergeht.
    5 Sterne und eine Leseempfehlung.
    Der Stoff des Schicksals | Die historische Familiensaga im 19. Jahrhundert

    Anett Klose
    Der Stoff des Schicksals | Die historische Familiensaga im 19. Jahrhundert (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    10.05.2025

    Fesselnder Auftakt einer Familiensaga im historischen Plauen

    Dieses Buch entführt den Leser in das faszinierende Plauen des Jahres 1878, eine Stadt, die für ihre Spitzenkunst bekannt ist. Der Roman ist der Auftakt zu einer eindrucksvollen Familiensaga, die von den Geheimnissen, Verrat und dem Kampf um die Familie erzählt.
    Die Geschichte dreht sich um die Schwestern Helene und Johanna, deren Bindung durch das schwere Geheimnis eines unehelichen Kindes auf eine harte Probe gestellt wird. Helene, die schwangere junge Frau, findet in ihrer Schwester Johanna eine unerwartete Verbündete, die das Kind als ihr eigenes ausgibt. Diese Entscheidung bringt jedoch immense persönliche und moralische Konflikte mit sich. Die Erzählweise schafft es, die inneren Zerrissenheit und die emotionalen Tiefen der Figuren nachvollziehbar darzustellen.
    Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und angenehm zu lesen. Die wechselnde Erzählperspektive bereichert die Handlung, sodass man die Gedanken und Gefühle der Protagonisten gut nachvollziehen kann. Obwohl die Handlung an manchen Stellen vorhersehbar ist, bleibt die Spannung durch die bewegende Geschichte stets erhalten.
    Das Buch zeichnet sich durch eine authentische Atmosphäre aus, die die turbulenten Zeiten der Industrialisierung gut einfängt. Insbesondere die Darstellung der Spitzenmanufaktur und die gesellschaftlichen Zwänge vermögen den historischen Kontext lebendig zu vermitteln.
    Insgesamt ist „Der Stoff des Schicksals“ ein fesselnder historischer Roman, der mit emotionaler Tiefe und guten Charakterentwicklungen überzeugt. Ich freue mich bereits auf die Fortsetzung dieser bewegenden Familiensaga. 4 Sterne und eine Leseempfehlung.
    Das Haus der süßen Träume

    Giacinta Cavagna di Gualdana
    Das Haus der süßen Träume (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    09.05.2025

    Schokolade, Liebe und unerschütterlicher Mut

    In diesem Roman entführt uns Giacinta Cavagna di Gualdana in das Italien der frühen 1900er Jahre, in der die Geschichte von Olga und ihrem Ehemann Luigi Zaini im Mittelpunkt steht. Die Autorin schafft es, die Atmosphäre Mailands um 1910 lebendig werden zu lassen, und vermittelt ein eindrucksvolles Bild von der damaligen Zeit, in der Liebe, Familie und der Traum von einer eigenen Schokoladenfabrik eine zentrale Rolle spielen.
    Olga, die Protagonistin, ist eine starke und inspirierende Figur. Ihre Entwicklung von der Frau an Luigis Seite zur selbstbewussten Unternehmerin nach seinem frühen Tod ist sowohl berührend als auch motivierend. Die Worte „In der Liebe gibt es keine Opfer“ begleiten sie durch die Höhen und Tiefen ihres Lebens und spiegeln die Herausforderungen wider, denen sie sich stellen muss. Die Beziehung zwischen Olga und Luigi ist von einer tiefen Zuneigung geprägt, und die Schilderungen ihrer gemeinsamen Träume und Kämpfe sind emotional fesselnd.
    Die Schokoladenfabrik, die Luigi mit viel Leidenschaft aufbaut, wird nicht nur zum Symbol für ihren gemeinsamen Traum, sondern auch zum Rückzugsort für die Arbeiter, die mit Hingabe und Herzblut an der Zaini-Schokolade arbeiten. Der Autorin gelingt es, die Bedeutung von Gemeinschaft und Zusammenhalt in schwierigen Zeiten eindrucksvoll darzustellen. Besonders in den dunklen Stunden des Zweiten Weltkriegs zeigt sich Olgas unerschütterlicher Mut und ihre Fähigkeit, die Familie durch Krisen zu führen.
    Cavagna di Gualdana entführt den Leser in eine Welt voller Sinnlichkeit und Emotionen. Die Beschreibungen der Schokoladenherstellung sind nicht nur informativ, sondern auch ein Fest für die Sinne. Man kann förmlich den süßen Duft und den Geschmack der Schokolade spüren, während man die Seiten umblättert.
    Insgesamt ist "Das Haus der süßen Träume" ein berührender Roman, der die Themen Liebe, Verlust, Familie und den unaufhörlichen Kampf um Träume behandelt. Die Autorin verbindet historische Ereignisse mit einer fesselnden Erzählung, die sowohl unterhält, als auch den Leser in ihren Bann zieht. Lesenswert. 4 Sterne.
    Ten Songs About You | Mit wunderschönem Farbschnitt

    Jane Aiven
    Ten Songs About You | Mit wunderschönem Farbschnitt (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    08.05.2025

    Spannung, Emotionen und überraschende Wendungen

    Die Autorin begeistert mit einer fesselnden Geschichte, in der zwei scheinbar gegensätzliche Welten aufeinandertreffen. Carla, die toughe Eventmanagerin mit einer Leidenschaft für Shakespeare, steht Liam gegenüber, dem draufgängerischen Erben der mächtigen Lannington Kanzlei. Die Dynamik zwischen den beiden ist sofort spürbar, und die wechselnde Erzählperspektive zwischen Carla und Liam ermöglicht einen tiefen Einblick in ihre Gedanken und Gefühle.
    Jane Aiven schafft es, die Handlung mit unvorhersehbaren Wendungen zu versehen, die den Leser bis zum Schluss in Atem halten. Der stetig ansteigende Spannungsbogen verstärkt die emotionale Tiefe der Geschichte, die insbesondere durch die authentischen Charakterzeichnungen besticht. Besonders beeindruckend ist, wie die Geschichte von Carla und Liam tief berührt und eine Achterbahn der Gefühle auslöst.
    Der Roman überzeugt durch seine lebendige Schreibweise und die gekonnte Mischung aus Romantik, Geheimnissen und Konflikten. Besonders gespannt bin ich auf den zweiten Band der Lanningtons-Dilogie, der vielversprechend weiter die Geschichten und Geheimnisse der Figuren vertiefen dürfte.
    Insgesamt eine lohnende Lektüre für alle, die packende Liebesgeschichten mit einem Hauch von Spannung und Dramatik lieben. 5 Sterne.
    Ten Songs About You | Mit wunderschönem Farbschnitt

    Jane Aiven
    Ten Songs About You | Mit wunderschönem Farbschnitt (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    08.05.2025

    Spannung, Emotionen und überraschende Wendungen

    Die Autorin begeistert mit einer fesselnden Geschichte, in der zwei scheinbar gegensätzliche Welten aufeinandertreffen. Carla, die toughe Eventmanagerin mit einer Leidenschaft für Shakespeare, steht Liam gegenüber, dem draufgängerischen Erben der mächtigen Lannington Kanzlei. Die Dynamik zwischen den beiden ist sofort spürbar, und die wechselnde Erzählperspektive zwischen Carla und Liam ermöglicht einen tiefen Einblick in ihre Gedanken und Gefühle.
    Jane Aiven schafft es, die Handlung mit unvorhersehbaren Wendungen zu versehen, die den Leser bis zum Schluss in Atem halten. Der stetig ansteigende Spannungsbogen verstärkt die emotionale Tiefe der Geschichte, die insbesondere durch die authentischen Charakterzeichnungen besticht. Besonders beeindruckend ist, wie die Geschichte von Carla und Liam tief berührt und eine Achterbahn der Gefühle auslöst.
    Der Roman überzeugt durch seine lebendige Schreibweise und die gekonnte Mischung aus Romantik, Geheimnissen und Konflikten. Besonders gespannt bin ich auf den zweiten Band der Lanningtons-Dilogie, der vielversprechend weiter die Geschichten und Geheimnisse der Figuren vertiefen dürfte.
    Insgesamt eine lohnende Lektüre für alle, die packende Liebesgeschichten mit einem Hauch von Spannung und Dramatik lieben. 5 Sterne.
    Der Kindersuchdienst

    Antonia Blum
    Der Kindersuchdienst (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    03.05.2025

    Eine herzergreifende Geschichte aus der Nachkriegszeit

    „Der Kindersuchdienst“ entführt den Leser in das Hamburg des Jahres 1955, eine Zeit des Umbruchs und der Nachkriegsverhältnisse. Die Geschichte basiert auf wahren Begebenheiten und schildert das Engagement des Deutschen Roten Kreuzes, das bis heute kaum bekannt ist: die Arbeit des Kindersuchdienstes, der verzweifelt versucht, Tausende von heimatlosen, vermissten Kindern wieder mit ihren Familien zu vereinen.
    Die Protagonistinnen Annegret und Charlotte sind liebevoll charakterisiert und spiegeln die damalige Zeit wider – eine Epoche, in der Frauen noch mit vielen Vorurteilen und Hindernissen konfrontiert waren. Trotz dieser Widrigkeiten entwickeln sie eine tiefe Freundschaft, die durch Charlottes dunkles Geheimnis auf eine harte Probe gestellt wird. Besonders beeindruckend ist die lebendige und flüssige Schreibweise, die das Buch zu einem echten Leseerlebnis macht. Die Handlung ist spannend aufgebaut, der Spannungsbogen steigt kontinuierlich und hält den Leser bis zum Ende in Atem.
    Das Buch zeichnet auch ein realistisches Bild einer frauenfeindlichen Gesellschaft, in der Männer oft die Macht innehaben, doch die mutigen Frauen setzen sich für das Wohl der Kinder ein. Der Einbezug des Kriminalkommissars Hartmann verleiht der Geschichte eine zusätzliche Dimension und zeigt, wie eng persönliche Schicksale und das große Ganze miteinander verwoben sind.
    Insgesamt ist „Der Kindersuchdienst“ eine berührende, gut recherchierte und fesselnde Geschichte, die sowohl historische Einblicke als auch interessante Charakterentwicklung bietet und die couragierten Frauen im Einsatz gegen gesellschaftliche Widrigkeiten eindrucksvoll in Szene setzt.
    Jetzt heißt es, auf die Fortsetzung zu warten, die Ende April 2026 erscheinen soll. 4 Sterne und eine Leseempfehlung.
    Die Trümmerschule - Zeit der Hoffnung

    Beate Maly
    Die Trümmerschule - Zeit der Hoffnung (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    02.05.2025

    Ein mutiger Neuanfang in den Trümmern Wiens

    Das Buch “Die Trümmerschule – Zeit der Hoffnung” erzählt die beeindruckende Geschichte der jüdischen Lehrerin Stella Herzig, die nach dem Zweiten Weltkrieg nach Wien zurückkehrt. Dabei wird die zerstörte Stadt, die Trümmerlandschaft und die schwierigen Verhältnisse in der Nachkriegszeit äußerst authentisch und einfühlsam beschrieben. Besonders beeindruckend ist die Darstellung der Herausforderungen, denen Stella als Lehrerin begegnet: Während sie mit ihrer fortschrittlichen Unterrichtsmethode die Kinder ermutigt, über Krieg und Trauma zu sprechen, stößt sie auf massiven Widerstand – sowohl bei ihren Kollegen als auch in der Gesellschaft.
    Der Schreibstil von Beate Maly ist flüssig, bildhaft und macht es leicht, sich in die Geschichte und die Figuren einzufühlen. Die Charaktere sind vielschichtig und authentisch gezeichnet, was die Handlung lebendig und glaubwürdig macht. Besonders Stella als mutige, engagierte Frau, die trotz persönlicher Vergangenheit und innerer Konflikte für eine bessere Zukunft kämpft, bleibt im Gedächtnis.
    Die Handlung ist gut aufgebaut und nachvollziehbar gestaltet. Die emotionalen Entwicklungen, die die Geschichte durchlebt, wirken realistisch und berührend. Der Roman bietet einen tiefen Einblick in das Leben der Menschen im Nachkriegs-Wien und zeigt, wie Hoffnung und Liebe neue Kraft schenken können, selbst in den dunkelsten Zeiten.
    Obwohl die Geschichte an die Lebensgeschichte der realen Stella Klein-Löw (1904-1986) angelehnt ist, sind die Charaktere und viele Handlungselemente fiktional. Dies macht den Roman zu einer inspirierenden und fesselnden Lektüre, die zum Nachdenken über Mut, Erinnerung und die Kraft des Neuanfangs anregt.
    Insgesamt ist “Die Trümmerschule – Zeit der Hoffnung” ein bewegendes Buch, das sowohl historisch interessante Fakten vermittelt als auch emotional berührt. Für Leser, die sich für die Nachkriegszeit, mutige Persönlichkeiten und tiefgründige Geschichten interessieren, ist dieses Buch definitiv zu empfehlen. 4 Sterne.
    126 bis 150 von 689 Rezensionen
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