Für mich keine leichte Lektüre
Im Mittelpunkt dieses machtvollen, von Ehrgeiz, Rache und Opferbereitschaft geprägten Fantasy-Epos stehen unverwechselbare Protagonisten, ein atemberaubendes Worldbuilding und vor allem ein großes Abenteuer. Ein Held und eine Heldin stellen sich dem Kampf mit den hinterhältigsten Clans und gefährlichsten Dämonen. Sen Hoshiakari hat alles verloren, in der Nacht, als die Rebellion seines Vaters scheiterte und seine gesamte Familie ermordet wurde. Der Prinz dieses ehemals so mächtigen Clans wird ins Exil verbannt. Seines Geburtsrechtes beraubt, ist Sen fest dazu entschlossen, die Ländereien seiner Vorfahren zurückzugewinnen und ihre Ehre wiederherzustellen, und das um jeden Preis. Mit ihm auf seiner gefahrvollen Reise ist Rui – ein Bauernmädchen. Sie hat Sens Leben gerettet, in der Nacht, als seine Familie ermordet wurde. Gleichwohl ist sie eine Getriebene und unsicher, welchen Platz sie in der Welt einnehmen wird. Und sie hat noch keine Ahnung, was die Götter mit ihr vorhaben. Während ein Bürgerkrieg das Land ins Chaos stürzt, erwachen alte Dämonen, die Rache an allem nehmen wollen, was lebt. Sen und Rui sind entschlossen, für sich und ihre Vorfahren zu kämpfen, sie können aber noch nicht wissen, welch blutigen Preis dies von ihnen fordern wird. (Klappentext)
Ich hatte, um ehrlich zu sein, am Anfang leichte Probleme mich zurechtzufinden. Teils der vielen Namen und Zugehörigkeiten, teils auch die andere Welt, in die man schnell versetzt wird. Es gibt viele unterschiedliche Charaktere, und das wird es nach und nach klar, jeder ist einmalig und einzigartig, wenn auch nicht immer sympathisch. Man findet sich schnell in einer völlig anderen Welt wieder, die einzigartig aufgebaut und beschrieben wird. Die eigene Fantasie bekommt so einige zu tun, ebenso das Kopfkino. Die Handlung ist sehr komplex, nicht immer für mich nachvollziehbar bzw. auf den ersten Blick verständlich. Die Spannung ist von Anfang an gegeben und es kommt keine Langeweile auf. Für mich war dies ein Buch nicht nur so zum „Dahin-Lesen“, sondern ich musste es mir mehr erarbeiten um „dabeizubleiben“, und nicht den Faden zu verlieren. Oft hat es mich auch zum Nachdenken angeregt. Für mich kein einfaches Buch, doch es ist es wert, gelesen zu werden