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    Tara Top 50 Rezensent

    Aktiv seit: 24. August 2019
    "Hilfreich"-Bewertungen: 36

    Bitte beachten Sie

    Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.

    390 Rezensionen

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    Shanghai Story

    Juli Min
    Shanghai Story (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    15.02.2025

    Komplizierte Familienverhältnisse

    „Shanghai Story“ ist der Debütroman der in Shanghai Lebenden Autorin Juli Min.
    Die Handlung beginnt im Januar 2040 in Shanghai. Im Mittelpunkt stehen Leo Yang, seine Frau Eko und deren drei Töchter Yoko, Yumi und Kiko. Der Familie geht es gut, sie haben ausreichend Geld und alles was man für ein angenehmes Leben benötigt. Neben Familie Yang tauchen zahlreiche Nebencharaktere auf, deren Leben allerdings nicht weiter verfolgt wird.
    Juli Min erzählt ihren Roman rückwärts, vom Beginn im Jahr 2040 geht es in die Gegenwart bis in das Jahr 2014. Die Idee fand ich ausgesprochen spannend und hat mich neugierig gemacht. Die Umsetzung hat mich allerdings leider ein wenig enttäuscht. Für mich gibt es im Nachhinein keinen Grund für diese Erzählweise.
    Auch wenn mir die Protagonisten nicht unbedingt sympathisch waren, ich fand sie und ihr Leben, ihre Beziehungen zueinander durchaus interessant und insbesondere über einige der Nebencharaktere hätte ich gerne mehr erfahren.

    Während des Lesens fehlte mir der rote Faden. Rückblickend betrachtet mag ich das Buch mit seiner verkappten Gesellschaftskritik und der teils poetischen Sprache trotzdem.
    Es ist ein faszinierendes Porträt einer dysfunktionalen Familie, das mich nachdenklich zurücklässt. Dennoch wäre hier meiner Meinung nach mehr möglich gewesen.
    Halbe Leben

    Susanne Gregor
    Halbe Leben (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    03.02.2025

    Zwei Frauen – zwei Leben

    „Halbe Leben“ ist ein eindringlicher Roman der in Wien lebenden Autorin Susanne Gregor.

    Die Handlung beginnt mit dem tödlichen Sturz von Klara. Sie ist beim Wandern mit der slowakischen Pflegerin - Paulína - ihrer Mutter Irene fünfzig Meter in die Tiefe gestürzt. Irene hatte einen Schlaganfall und Klara war glücklich darüber Paulína gefunden zu haben, damit sie in ihr altes Leben zurückkehren kann und wieder mehr Zeit für sich, ihren Beruf und ihre Familie hat. Paulína hat in der Slowakei zwei Kinder, die von ihrer Schwiegermutter betreut werden. Sie arbeitet im Wechsel mit einem anderen Pfleger, aber es kommt immer wieder zu Überstunden.

    Der Schreibstil von Susanne Gregor liest sich angenehm und fesselt. Sie gibt einen guten Einblick in das Leben der beiden Frauen. Obwohl Paulína Teil der Familie ist, von dieser durchaus geschätzt und geliebt wird, bleibt sie auch immer die Angestellte, von der Klara immer mehr fordert und mit immer mehr Wünschen an sie herantritt. Es fehlt das Verständnis, die Empathie, aber vielleicht will sie sich auch einfach nur auf ihre Karriere konzentrieren und das Beste aus ihrer Situation machen.
    Paulína ist freundlich, sie braucht das Geld für ihre Familie, aber das, was ihr abverlangt wird, ist einfach zu viel und ihre Zerrissenheit wächst.

    Die Autorin gibt mit ihrem Roman einen authentischen Einblick in das Leben zwei ganz unterschiedlicher Frauen, die stellvertretend für viele andere stehen. Beide wollen das Beste für ihre Familien und gehen dabei an und über ihre Grenzen bzw. überschreiten diese.

    Das Buch ist spannend, stimmt aber auch nachdenklich und passt leider gut in unsere Zeit.
    Die Football-Freunde - Touchdown für die Grasdorf Rebels

    Andreas Hüging
    Die Football-Freunde - Touchdown für die Grasdorf Rebels (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    31.01.2025

    Football und mehr

    „Die Football-Freunde - Touchdown für die Grasdorf Rebels“ ist der erste Band mit dem Football Team der Grasdorfer Rebels des in Berlin lebenden Autors Andreas Hüging.
    Jimmy King ist der Quarterback der Footballmannschaft und die Story wird aus seiner Perspektive erzählt. Er lebt für den Football, aber leider ist das nicht alles im Leben, die Schule und der Matheunterricht - den er so gar nicht mag - dürfen auch nicht vernachlässigt werden.
    Zunächst steht ein Spiel gegen die Condors aus dem Nachbarort an, aber bis es dazu kommt, passiert noch eine ganze Menge mehr….
    Der Schreibstil des Autors liest sich flüssig und leicht. Mit Jimmy hat er einen lebendigen und sympathischen Protagonisten erschaffen.
    Auch wenn hier der Football im Vordergrund steht, das Buch bietet viel mehr. Weitere Themen wie Teamgeist, gegenseitige Unterstützung, Fairness, Mut und aktuelle Ereignisse werden geschickt mit der Handlung verknüpft.
    Das Buch beginnt mit einem Vorwort des Profi-Football-Spieler Sebastian Vollmer. Damit, einem hilfreichen Glossar am Ende, in dem die wichtigsten Worte des Sports erklärt werden und passenden Zeichnungen des Illustrators Dominik Rupp wird die Handlung gelungen abgerundet.
    Wir freuen uns schon auf den nächsten Band und sind gespannt, was die Football-Freunde dann erleben.
    Die Insel der Angst

    Martin Griffin
    Die Insel der Angst (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    29.12.2024

    Ein ruhiger Thriller

    „Die Insel der Angst“ ist nach „Zwei Fremde“ der zweite Thriller des in Manchester lebenden Autors Martin Griffin.

    Die Dokumentarfilmerin Tess Macfarlane erhält von der Meeresforschungsstiftung Seawild ein Jobangebot. Sie soll mit vier Wissenschaftlern auf die abgelegene Atlantikinsel Navigaceo reisen und dort eine Naturdokumentation über die Population der Mönchsrobben drehen. Tess ist ein wenig verwundert über das kurzfristige Angebot, fühlt sich aber auch gleichzeitig geschmeichelt.
    Angeblich ist die Insel bereits seit über 50 Jahren von niemanden mehr betreten worden. Aber schon kurz nach ihrer Ankunft findet Tess eine Leiche, die einen Hoodie von Seawild trägt.
    Was ist hier passiert ? Gibt es innerhalb des Teams einen Mörder ?

    Der Schreibstil von Martin Griffin liest sich leicht und angenehm. Es gibt viele detaillierte Informationen, die bei mir für ein lebendiges Kopfkino gesorgt haben. So hatte ich z.B. die Umgebung der Insel direkt vor Augen, was mir sehr gefiel, anderes hätte ich nicht so ausführlich gebraucht, da die Spannung dadurch ein wenig gebremst wurde.

    Die gesamte Handlung ist aus der Perspektive von Tess geschrieben. Tess ist kein einfacher Charakter. Zwischendurch gibt es immer wieder Einblicke in ihre Vergangenheit. Bereits im Prolog wird angedeutet, dass sie sich etwas hat zu Schulden kommen lassen. Diese Rückblicke fand ich ausgesprochen interessant, allerdings verzögern sie das Fortschreiten der Haupthandlung. Dadurch dauert es lange, bis hier ein wenig mehr Spannung aufkommt.

    Die vier Wissenschaftler, mit denen Tess auf die Insel gereist sind, waren für mich schwierig zu fassen. Jeder von ihnen hatte etwas Geheimnisvolles und ich hatte keine Idee wem ich da trauen konnte.

    Insgesamt ist es ein eher ruhiger Thriller, interessant zu lesen aber nicht so mitreißend, wie ich es mir gewünscht hätte.
    Damals waren wir frei

    Stephanie Jana
    Damals waren wir frei (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    14.12.2024

    Eine Reise in die jüngste Vergangenheit – berührend & ergreifend

    In ihrem Roman „Damals waren wir frei“ beschäftigt sich die Autorin Stephanie Jana mit Ereignissen aus der jüngsten deutschen Geschichte zur Zeit der Wende in Berlin.

    Die Handlung beginnt 1988.
    Die 19-jährige Sängerin Mina lebt mit ihrer Familie in Ost-Berlin. Dort hat ihre Großmutter Marianne, den „Tanzpalast“ gegründet, eine Disco, in der inzwischen die ganze Familie sowie Freunde mit anpacken und in der so richtig ausgelassen gefeiert wird. Hier lernt Mina auch Jan - einen jungen Medizinstudenten aus West-Berlin - kennen. Die beiden verlieben sich, aber durch die Mauer hat ihre Liebe keine Zukunft.
    Minas Mutter Elly hat vor 20 Jahren ihre Familie im Westen für sieben Tage besucht. Damals hat sie sich in Uli verliebt. Bis heute trauert sie diesem still und heimlich hinterher.
    Wiederholt sich nun die Geschichte der beiden?

    Der Schreibstil von Stephanie Jana liest sich toll. Direkt von Beginn an, hat sie mich abgeholt und mitgenommen, in das Ost-Berlin kurz vor der Wende und die 1960er Jahre.
    Die Kapitel werden im Wechsel aus der Perspektive von Mina, Elly und Marianne erzählt. Dabei begleiten wir zunächst Elly durch ihre 7 Tage im Westen und erfahren so, was in der Vergangenheit passiert ist.

    Die Charaktere sind allesamt sehr gut angelegt und nachvollziehbar beschrieben. Jeder von ihnen hatte etwas Besonderes, war auf seine Art und Weise liebenswert und authentisch.

    Die Atmosphäre wird in beiden Zeitebenen gelungen eingefangen. Ich konnte Ellys Gefühl der Freiheit im Westen und auch die Aufbruchstimmung im Osten der späten 1980er Jahre sehr gut nachvollziehen und regelrecht spüren.

    Für mich war das Buch ein ganz großartiges Leseerlebnis, das mich sehr berührt hat. Es ist ein Stück Deutsche Geschichte, die ich hier anhand der Leben von Mina, Jan, Elly, Uli und den ganzen anderen miterleben durfte – einfach großartig!!!
    Alles büddn wild

    Annemarie Paulsen
    Alles büddn wild (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    21.11.2024

    Authentisch, interessant & unterhaltsam

    Mit ihrem Buch "Alles büddn wild" gibt die Autorin Annemarie Paulsen interessante Einblicke in das Landleben und die Landwirtschaft. Sie ist in einer Bauernfamilie zusammen mit sechs Brüdern und einer Schwester aufgewachsen und weiß wovon sie spricht.
    Schonungslos offen und ehrlich berichtet sie über ihr Leben, ihren Aufgaben und Pflichten und was es bedeutet einen Bauernhof zu führen. Dabei gibt sie auch Einblicke in das Drumherum, erzählt von den Dorfbewohnern, dem Stellenwert von Traditionen, dem Bürokratiewahnsinn, der in den letzten Jahren immer weiter zugenommen hat, Veränderungen, Fortschritt und vielem mehr.
    Durch die direkte Anrede ihrer Leser hat mich Annemarie von Anfang an mitgenommen. Sie versteht es Fakten und interessante Informationen mit dem Gemüt der Dorfbewohner - die ihre Gewohnheiten und ihren Dorfklatsch lieben - zu kombinieren, so dass ich immer wieder schmunzeln musste. Dabei ist es ihr gut gelungen, die Schwierigkeiten und Probleme, die das tägliche Leben auf dem Bauernhof mit sich bringen zu vermitteln.
    Auf mich wirkt die Autorin sympathisch und durch und durch authentisch. Mir hat ihr Einblick in die Landidylle mit ihren Schattenseiten gut gefallen. Durch humorvolle Überschriften und passende schwarz-weiß Illustrationen wird das Buch gelungen abgerundet.
    Was wir nicht kommen sahen

    Katharina Seck
    Was wir nicht kommen sahen (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    17.11.2024

    Eindringlich - aktuell - erschreckend

    „Was wir nicht kommen sahen“ ist ein aufrüttelnder Gesellschaftsroman der Autorin Katharina Seck.

    Die 18-jährige Schülerin Ada ist Gamerin und sie streamt ihre Spiele live im Internet. Im Laufe der Zeit hat sie dadurch einen gewissen Ruhm erlangt. Für ihre Eltern Jenny und Dominik ist das eine unbekannte Welt. Für sie vollkommen überraschend, stürzt sich Ada von einer Brücke in den Tod.
    Ihre Eltern sind verzweifelt und Jenny will Antworten. Sie beginnt im Internet zu recherchieren, begibt sich auf Spurensuche.

    Die Handlung wird im Wechsel aus der Perspektive von Ada und Jenny geschildert. Zwischenzeitlich gibt es auch noch vereinzelte Kapitel „Die Anonymität“.

    Über Ada erfahren wir, was in den letzten Wochen vor ihrem Tod passiert ist. Die Ereignisse und die Dynamik die sich hier abzeichnet ist erschreckend. Es wird sehr deutlich, dass hier noch viel passieren muss.

    Jennys Gefühlswelt, ihre Trauer und ihre Verzweiflung waren für mich absolut nachvollziehbar. Gelungener hätte Katharina Seck das nicht in Worte fassen können. Ich habe direkt mit ihr gelitten.
    Gut dargestellt war auch der unterschiedliche Umgang der Eheleute mit der Situation und wie verschieden sie ihre Trauer verarbeiten.
    Auch dir übrigen Charaktere - wie Adas beste Freundin Kim und ihr Freundeskreis - sind gut gezeichnet und wirken authentisch.
    Bei der Anonymität handelt es sich – wie der Name schon sagt – um die breite Masse des Internets, die entweder direkt oder auch nur indirekt etwas mit den Ereignissen um Ada herum zu tun hat.

    Das Buch behandelt viele verschiedene aktuelle und wichtige Themen wie z.B. Mobbing, Suizid, Misogynie, sexuelle Belästigung und Rassismus. Dabei wird auch die Hilf- und Tatenlosigkeit der öffentlichen Stellen wie der Schule und der Polizei nicht ausgespart.

    Es ist eine sehr eindringliche, aufrüttelnde und gesellschaftskritische Story, die trotz aller schockierenden Ereignisse am Ende einen kleinen Hoffnungsschimmer setzt.
    Happy End

    Sarah Bestgen
    Happy End (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    11.11.2024

    Ein geniales Thrillerdebüt

    „Happy End“ ist das Thrillerdebüt der im Rheinland lebenden Autorin Sarah Bestgen.

    Isa und Mark Winterberg leben mit ihrem vier Monate altem Sohn Ben in einem Reihenhaus am Stadtrand von Köln. Ihr Leben erscheint nahezu perfekt bis Ben plötzlich spurlos verschwindet aus dem Haus verschwindet. Es gibt keine Spuren und keinen Hinweis wo er geblieben sein konnte, die Polizei ist ratlos. Ein halbes Jahr später taucht Ben plötzlich wieder auf. Nach der ersten Erleichterung kommen Isa Zweifel und sie betrachtet ihren Sohn und auch sich selbst höchst kritisch…

    Nach dem recht sanften Einstieg in das Familienleben der Winterbergs und die Vorstellung der Charaktere in der Nachbarschaft, zieht die Spannung der Handlung dermaßen rasant an, dass ich das Buch nur ungern aus der Hand gelegt habe.

    Die Kapitel sind kurz und in meinem Kopf sind schnell unzählige Fragezeichen entstanden. Isa ist eine starke Protagonistin, deren Emotionen mit ihrer inneren Zerrissenheit sehr nachvollziehbar geschildert werden. Ihr Mann Mark war für mich schwerer zu greifen und für mich war unklar, ob er durch sein abwehrendes Verhalten Isa und Ben schützen möchte, die traumatischen Ereignisse einfach vergessen will oder ob er etwas zu verheimlichen hat. Auch die übrigen Charaktere sind gut ausgearbeitet.

    Ich konnte mir lange Zeit überhaupt nicht erklären was hier passiert sein könnte und vor allem aus welchem Grund.
    Die menschlichen Abgründe, die sich hier auftun sind einfach unglaublich. An dieser Stelle merkt man auch, dass die Autorin vom Fach ist und Psychologie studiert hat.
    Ansonsten ist ihr Schreibstil sehr lebendig und liest sich leicht und angenehm, so dass ich kaum gemerkt habe, dass das Buch über 500 Seiten hat.

    Mich hat schon lange kein Thriller mehr so gefesselt und mitgerissen wie dieser und ich hoffe, dass Sarah Bestgen weitere Bücher schreibt.
    Coco und die Revolution der Mode

    Lena Johannson
    Coco und die Revolution der Mode (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    05.11.2024

    Aus Gabrielle wird Coco

    „Coco und die Revolution der Mode“ ist der 27. Band aus der Reihe „Mutige Frauen zwischen Kunst und Liebe“ der Autorin Lena Johannson.

    Die Handlung beginnt 1895. Gabrielle ist gerade einmal 11 Jahre alt und lebt in einem Armenviertel. Sie ist zutiefst überzeugt davon, dass sie später einmal reich und berühmt sein wird und erträumt sich die schönsten Sachen.
    Nach dem frühen Tod ihrer Mutter bringt ihr Vater sie und ihre Schwestern Julia und Antoinette in ein Waisenhaus. Hier beginnt Gabrielle zu nähen und sorgt durch Rüschen oder einen kleinen Abnäher dafür, dass aus einfacher Kleidung etwas Besonderes wird.
    Gabrielle ist von Anfang an eine Kämpferin. Sie weiß, was sie will und verfolgt konsequent ihre Ziele.

    Jede Kapitelüberschrift enthält eine Orts- und Zeitangabe, dadurch ist das Geschehen gut einzuordnen.

    Zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatten Frauen nur wenige Rechte. Entsprechend schwer war es für sie, sich etwas aufzubauen. Aber Gabrielle hat Durchsetzungsvermögen und Ellenbogen.
    Historische Fakten werden hier gelungen mit dem Leben der heute als Coco bekannten Protagonistin verbunden.

    Die Romanbiografie endet leider schon 1915 nach den ersten großen Erfolgen und ich würde sehr gerne auch einen weiteren Band über die kommenden Jahre der Modeikone lesen.

    Der Schreibstil von Lena Johannson ist angenehm zu lesen. Sie versteht es, ihre Protagonistin mit ihren Gefühlen, Wünschen und Träumen lebendig werden zu lassen.

    Mit dem Nachwort rundet die Autorin ihren Roman gelungen ab.

    Die Romanbiografie bietet einen faszinierenden Einblick in das Leben von Gabrielle Chanel und die Gründung ihres Modeimperiums.
    Ihre Entwicklung von Gabrielle zu Coco wird gelungen dargestellt und gleichzeitig gibt es interessante historische Informationen über die Welt der Mode.
    Ich kann das Buch Lesern, die sich für Geschichtliches, Mode und / oder starke Frauen interessieren, nur empfehlen.
    Strong Female Character

    Fern Brady
    Strong Female Character (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    03.11.2024

    Mutig, ehrlich, authentisch

    „Strong Female Character“ sind die Memoiren der schottischen Komikerin, Podcasterin und Autorin Fern Brady.

    Fern Brady beginnt mit dem Moment, in dem sie ihrem Vater von ihrer Diagnose erzählt. Sie ist damals bereits 34 und hat zuvor immer wieder andere Erklärungen für ihr untypisches Verhalten erhalten. Diese fehlerhaften Diagnosen haben ihr das Leben erschwert. Hier gibt sie nun einen offenen und ehrlichen Einblick in ihr Leben. Dabei kommt sie nicht immer sympathisch rüber, aber dafür authentisch und mutig.

    Es ist sicherlich nicht leicht persönliche Erfahrungen mit der Öffentlichkeit zu teilen, um auf gesellschaftlich relevante Themen aufmerksam zu machen, aber Fern Brady trifft hier genau den richtigen Ton. Obwohl es sich um ein ernstes und wichtiges Thema handelt, schreibt sie humorvoll und hat es geschafft mich zum Lachen zu bringen. Zugegebenermaßen war ich auch einige Male entsetzt, da ihr Verständnis von Moral sich von meinem deutlich unterscheidet.
    Oftmals ist ihre Herangehensweise und der Umgang mit Alltäglichem einfach anders, zum Teil auch erfrischend anders. Ihre Erlebnisse zeigen wie wichtig Aufklärung ist, um autistischen Menschen mit mehr Verständnis begegnen zu können.

    Jeder Mensch ist ein Individuum und so ist sicherlich auch jeder Mensch, bei dem Autismus diagnostiziert wird ein wenig unterschiedlich und es reagieren nicht alle immer gleich. An diesem Punkt war mir die Autorin etwas zu verallgemeinernd, aber es ist ihr Buch und es sind ihre Erfahrungen und Erlebnisse, bei denen ich sie gerne und mit Interesse begleitet habe.
    Glow up

    Lela Ahlemann
    Glow up (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    03.11.2024

    Ein ganzheitlicher Ansatz

    In ihrem Ratgeber „Glow up“ beschäftigt sich die Dermatologin, Phlebologin, Proktologin und Ernährungsmedizinerin Dr. Lela Ahlemann mit der Haut, wie wir sie jung halten und zum Strahlen bringen können.
    Durch ihr Vorwort wurde mir die Autorin direkt sympathisch, da ihr Motto in Bezug auf ästhetisch-kosmetische Eingriffe „Weniger ist mehr!“ lautet und ihr die ganzheitliche Betrachtungsweise wichtig ist. Es geht also bei der Hautpflege nicht nur um die äußere Pflege und/oder Eingriffe, sondern auch um Ernährung, Bewegung und Schlaf. Neben einem optischen Glow up der Haut geht es ebenfalls um einen gesundheitlichen Glow-up.
    Mir gefiel dieser ganzheitliche Ansatz sehr, da die Autorin damit aufzeigt wie viele Stellschrauben es gibt, um unsere Haut und damit unser Wohlbefinden zu optimieren.
    Auch wenn für ein gepflegtes Äußeres Geduld, Engagement, Arbeit und Konsequenz erforderlich sind, gibt es viele Wege dieses zu erreichen und für jeden einen, der machbar ist.
    Es gibt umfassende Informationen zum Thema Hautgesundheit. Dabei geht die Autorin auch auf die unterschiedlichen Hauttypen und -bedürfnisse ein. Sie erklärt welche Nährstoffe gut für die Haut sind und welche Pflegeroutinen mit welchen Inhaltsstoffen sinnvoll sind. Man merkt, dass die Autorin vom Fach ist, aber ihr Schreibstil ist dennoch angenehm zu lesen und leicht verständlich.
    Ich habe eine Menge Informationen, Wissen und Fakten aus dem Ratgeber mitgenommen und denke, dass er sich für jeden eignet, der sich umfassend informieren möchte, was es alles an Möglichkeiten gibt.
    Immortal Longings

    Chloe Gong
    Immortal Longings (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    20.10.2024

    Anders als erwartet

    „Immortal Longings: Ein Spiel auf Liebe und Tod“ ist der erste Band einer Trilogie der neuseeländischen Autorin Chloe Gong.

    Im Königreich Talin finden jedes Jahr tödliche Spiele statt. Teilnehmen können diejenigen, die die Fähigkeit besitzen in einen anderen Körper hineinzuspringen und diesen in Besitz zu nehmen.
    Prinzessin Calla will an diesen Spielen teilnehmen, da sie darin ihre Chance sieht ihren Onkel Kasa, der gleichzeitig König ist, zu töten, da dieser sein Volk tyrannisiert. Ihr gegenüber steht Anton und auch er hat gute Gründe, warum es das Spiel unbedingt gewinnen muss.

    Die Welt, in der die Story spielt, die dicht gedrängten Menschenmassen, Armut, Hektik, Lärm, das alles wird gut geschildert und wirkt ausgesprochen trostlos.
    Durch die hohe Anzahl der Charaktere und die vielen verschiedenen Städtenamen war beim Lesen Konzentrationen gefragt. Auch dass die Story aus drei unterschiedlichen Perspektiven geschildert wird und diese immer erst im Verlauf der Handlung ersichtlich werden, hat das Lesen nicht vereinfacht.

    Die Grundidee, die magischen Elemente haben mir durchaus gut gefallen. Allerdings hatte ich mit den Charakteren ein wenig Probleme, sie blieben mir fern und ich konnte mich leider nicht wirklich in sie einfühlen.

    Die Story ist komplex, spannend und brutal. Wie es bei einer Trilogie zu erwarten ist, bleiben am Ende einige Fäden in der Luft hängen. Mich würde die Antwort darauf durchaus interessieren, aber ich bin mir dennoch nicht sicher, ob ich den nächsten Band lesen möchte, da mir die Protagonisten zu blass geblieben sind und für mich leider nicht alles nachvollziehbar war.
    Blue Sisters

    Coco Mellors
    Blue Sisters (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    08.10.2024

    Über das Leben, Verlust & Trauer

    „Blue Sisters“ ist nach „Cleopatra und Frankenstein“ das zweite Buch der in Los Angeles lebenden Autorin Coco Mellors.

    Im Prolog werden die vier Blue-Sisters Avery, Bonnie, Nicky und Lucky kurz vorgestellt, so dass deutlich wird, wer welche Rolle einnimmt.
    Im Anschluß beginnt die Handlung ein Jahr nach Nickys erstem Todestag.
    Avery, Bonnie und Lucky sind vollkommen unterschiedlich, ihre Leben haben sich in verschiedene Richtungen entwickelt und jede von ihnen geht anders mit dem Verlust von Nicky um.

    Schon nach ein paar Seiten war ich vollkommen in die Geschichte eingetaucht. Coco Mellors beschreibt ihre Protagonistinnen sehr facettenreich und keineswegs nur von einer sympathischen Seite. Das macht sie authentisch und nahbar. Neben den Ereignissen in der Gegenwart gibt es Rückblenden. Durch diese gemeinsamen Erinnerungen wird das Gefüge zwischen den Schwestern sehr gut dargestellt und es wird deutlich wie zerbrechlich es durch den Verlust von Nicky geworden ist.

    Der Schreibstil der Autorin liest sich leicht, so dass ich durch die Seiten nur so durchgeflogen bin, obwohl mich das Buch emotional gepackt und zu Tränen gerührt hat. Hier werden intensive Gefühle lebendig und ich habe mich den Protagonistinnen sehr nahe gefühlt.
    Der Roman ist wirklich dicht am Leben, nicht komplett an meinem Leben, aber die Themen sind so vielfältig, dass sich jeder in der ein oder anderen Situation wiederfinden kann.

    Obwohl es um Tod, Trauer und andere schwierige Themen geht, habe ich mich mit diesem Roman sehr wohl gefühlt und ihn wirklich gerne gelesen.
    Coco kann!

    Maike Harel
    Coco kann! (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    28.09.2024

    Schöne Reime mit zauberhaften Illustrationen

    „Coco kann!“ ist Buch, das Mut macht der in Berlin lebenden Autorin Maike Harel.

    Für Coco gibt es im Alltag eine Menge Herausforderungen. Längst nicht alle gelingen auf Anhieb, es muss geübt und probiert werden. Es kommt zu Frust, wenn ihr ein Vorhaben nicht direkt gelingt, aber auch die Freude über Erfolge werden hier mit Coco lebendig. Ihr Vater spricht ihr immer wieder Mut zu und letztendlich dreht es die Autorin auch einmal um.

    Auf jeder Seite wird das Geschehen durch farbenfrohe, detaillierte Zeichnungen der Grafikdesignerin und Illustratorin Julia Christians verbildlicht. Da gibt es eine Menge zu entdecken.
    Die kurzen Sätze in Reimform sind perfekt für die Zielgruppe der kleinen Leser ab 3 Jahren.

    „Coco kann!“ ist ein liebevoll gestaltetes, mutgebendes Buch, in dem sich jedes Kind wiederfinden und etwas über seine Gefühle lernen kann.
    Mrs Potts' Mordclub und der tote Bürgermeister

    Robert Thorogood
    Mrs Potts' Mordclub und der tote Bürgermeister (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    21.09.2024

    Ein weiterer spannender & amüsanter Fall für Mrs Potts

    „Mrs Potts' Mordclub und der tote Bürgermeister“ ist bereits der dritte Fall für den Mordclub von dem britischen Roman- und Drehbuchautor Robert Thorogood. Vorkenntnisse aus den vorherigen Bänden sind nicht unbedingt notwendig, da die Fälle in sich abgeschlossen sind.

    Während einer Stadtratssitzung – bei der auch Suzie als Besucherin anwesend ist - stirbt zum Entsetzen aller Anwesenden der Bürgermeister Geoffrey Lushington . Schnell wird klar, dass er ermordet wurde und da lassen es sich Mrs Potts und ihre beiden Freundinnen Suzie und Becks natürlich nicht nehmen, Ermittlungen anzustellen. Dieses Mal dürfen sie sogar ganz offiziell recherchieren, da sie von der Polizei zu zivilen Beraterinnen ernannt wurden.

    Mir hat es wieder großen Spaß gemacht den unkonventionellen Ermittlungen des Mordclubs zu folgen. Ihr Vorgehen ist ein wenig frech, aber durchaus charmant. Judith, Suzie und Becks sind ein tolles und sehr unterschiedliches Trio, wodurch sie sich gut ergänzen. Während die schrullige Judith voller Energie steckt, ist Becks eher zurückhaltend und Suzie sehr bodenständig.

    Der Schreibstil von Robert Thorogood ist angenehm zu lesen und enthält neben Spannung eine Menge britischen Humor. Besonders die lebendigen Dialoge gefielen mir gut.
    Als wir Schwäne waren

    Behzad Karim Khani
    Als wir Schwäne waren (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    15.09.2024

    Intensiv - poetisch - ehrlich

    „Als wir Schwäne waren“ ist ein aufrüttelnder Roman über Ankunft und Heimat des iranischen Autors und Journalisten Behzad Karim Khani.

    Reza ist zehn Jahre als er mit seinen Eltern aus dem Iran nach Deutschland flieht. Die Familie wird in einer Siedlung im Ruhrgebiet einquartiert. Die Wohnung ist marode und in der tristen Umgebung sind weitere Migranten untergebracht. Gewalt, Kriminalität und Alltagsrassismus sind alltäglich.
    Rezas Eltern sind gebildet, aber da ihre Abschlüsse nicht anerkannt werden, bekommen sie keine entsprechende Arbeit.
    Reza ist klug, lernt schnell deutsch und kann sogar ein Gymnasium besuchen. Aber dennoch lebt er in einem Viertel, in dem Gewalt vorherrscht, in dem jeder Tag ein Überlebenskampf ist und aus dem es kein Entkommen gibt.

    Der Schreibstil von Behzad Karim Khani ist einzigartig. Die Sätze sind kurz und knapp, seine Sprache sehr präzise und dennoch poetisch. Er versteht es die Wut und den Schmerz des Protagonisten spürbar zu machen. Seine Erlebnisse sind erschreckend und die Schwierigkeiten der Integration werden deutlich.
    Die kulturellen Unterschiede sowie die daraus resultierenden Probleme werden gut dargestellt.
    Rezas Beobachtungen sind treffend und hier sitzt wirklich jeder Satz und jedes Wort.

    Obwohl das Buch gerade einmal 192 Seiten stark ist, enthält es unglaublich viel. Dabei geht es nicht nur um das Leben von Reza, sondern um Gewalt, Kriminalität, Integration, Heimat, Ankommen, Alltagsrassismus, kulturelle Unterschiede und vieles mehr.

    Auch wenn ich nicht mit allem was der Autor schreibt übereinstimme, finde ich das Buch großartig, da es wichtige, aktuelle Themen aufgreift und einfach genial geschrieben ist.
    Die Leuchttürme der Stevensons

    Sabine Weiß
    Die Leuchttürme der Stevensons (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    31.08.2024

    Interessante und gut recherchierte Romanbiografie

    „Die Leuchttürme der Stevensons“ ist eine gut recherchierte Romanbiografie über den Schriftsteller Robert Louis Stevensons der Journalistin und Autorin Sabine Weiß.

    Die Handlung beginnt 1857 in Edinburgh. Robert Louis Stevensons ist gerade einmal 7 Jahre alt, ein kränkliches Kind, das von seinem Kindermädchen gut umsorgt wird und dessen Eltern streng aber liebevoll sind. Sein Vater Thomas ist wie seine Brüder Alan und David Leuchtturmbauer, eine Familientradition von der er sich wünscht, dass Louis diese fortsetzt. Seinem Vater zuliebe beginnt Louis mit dem entsprechenden Studium, ist aber nie 100%ig bei der Sache, da er lieber Schreiben möchte.

    Der Schreibstil von Sabine Weiss ist fesselnd, liest sich leicht und angenehm. Schon mit den ersten Seiten bin ich direkt nach Schottland und in das 19. Jahrhundert gereist.
    Ich konnte mir alles sehr gut vorstellen, sowohl das Leben der Familie Stevenson als auch die Umgebung, das raue Meer, die Felsküste, das Treiben in der Stadt und die Unterschiede zwischen den Gesellschaftsschichten. Die Autorin malt mit ihren Worten ein stimmiges Bild der damaligen Zeit.

    Louis Vater hat hohe Erwartungen an seinen Sohn, was nachdem, was seine Familie schon alles bewerkstelligt hat auch durchaus verständlich ist. Louis bemüht sich, aber seine innere Zerrissenheit zwischen Pflichtbewusstsein und seinen Träumen wird überdeutlich spürbar. Das Studium ist nichts für ihn.
    Seine Entwicklung wird gelungen und nachvollziehbar dargestellt. Dabei wird auch deutlich woher seine Inspirationen für einige seiner bekanntesten Werke kam.
    Menschlich gefiel mir Louis unglaublich gut, da er mit seinen Gedanken immer wieder auch bei denen ist, die nicht so viel Glück im Leben hatten.

    Ich habe in dieser Romanbiografie sehr viel über Robert Louis Stevenson, sein Leben, seine Familie, den Bau der Leuchttürme, den damit einhergehenden Schwierigkeiten und die damalige Zeit erfahren.

    Mit ihrem Nachwort rundet Sabine Weiss ihr Werk gelungen ab und ich kann das Buch jedem, der historische Romane mag oder Interesse an Biografien hat, nur empfehlen.
    Am Himmel die Flüsse

    Elif Shafak
    Am Himmel die Flüsse (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    25.08.2024

    Ein berührendes Buch, reich gefüllt mit Weisheiten, Fakten und Wissen

    „Am Himmel die Flüsse“ ist ein sehr intensives Buch der britisch-türkischen Autorin Elif Shafak.

    Das Buch umfasst drei Erzählstränge. In dem einem geht es um Arthur, der im 19. Jahrhundert in einem Elendsviertel von London aufwächst. Die anderen beiden sind im 21. Jahrhundert angesiedelt. Die neunjährige Narim wächst bei ihrer Großmutter am Ufer des Tigris auf und und Zaleekhah lebt - nachdem sie sich von ihrem Mann getrennt hat - in einem Hausboot am Ufer der Themse.

    Zunächst war mir vollkommen unklar, wie die Autorin das Leben der drei Protagonisten - in unterschiedlichen Orten zu verschiedenen Zeiten - zusammenführen will. Das gelingt ihr mit Hilfe eines Wassertropfens, der sich auf eine jahrelange Reise macht und sich wie ein roter Faden durch die Handlung zieht.

    Die Sprache der Autorin ist poetisch und bildhaft. Gleichzeitig bringt sie durch die Lebensgeschichten Weisheiten und Wissen mit ein, so dass man beim Lesen zum Nachdenken und Recherchieren angeregt wird. Die Themen sind nicht einfach, es geht um die Klimakrise, Völkermord, Organhandel, den Wert von Kunstschätzen und vieles mehr.

    Die Handlung ist fiktiv, das Leben der Protagonisten frei erfunden, aber die Fakten, die dahinter liegen, beruhen auf Tatsachen. Man merkt beim Lesen, dass Elif Shafak ausgiebig recherchiert haben muss und ihr Nachwort bestätigt dies.

    Jedes Kapitel beginnt mit dem Namen des Protagonisten, Ort, Zeit und einem O oder einem H. Diese beiden Buchstaben fügen sich am Ende gelungen zusammen. Eine Kleinigkeit, die mich begeistert hat.

    Das Buch ist aber nicht nur inhaltlich grandios, sondern auch optisch. Hier stimmt jedes Detail und ich denke, dass man das Buch mehr als einmal lesen muss, um alles zu erfassen. Zwischen den Absätzen befindet sich ein Wassertropfen und vereinzelte kleine Illustrationen runden den Roman gelungen ab.

    Abschießend gibt es eine Übersicht über die Reise eines Wassertropfens mit seiner Verweildauer, die so interessant und lehrreich sind wie auch das gesamte Buch.

    Mich hat dieser kunstvoll erzählte Roman, in dem Fiktion und Fakten grandios miteinander verwoben wurden, berührt, gefesselt und stark beeindruckt, so dass ich ihn sicherlich noch lange im Gedächtnis behalten werde.
    Monoloco

    Susann Blum
    Monoloco (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    18.08.2024

    Zufälle und mehr

    „Monoloco: Neun Menschen, ein verrückter Zufall“ ist ein ungewöhnlicher Roman der Autorin Susann Blum, den ich keinem Genre zuordnen kann.

    Maillyn lernt auf dem Weg zur Arbeit im Zug unter recht ungewöhnlichen Umständen den unverschämt gut aussehenden Aron kennen. Er kann sein Handy nicht finden und bittet Mailyn ihn anzurufen. Durch unglückliche Zufälle und Ungeschick sendet ihm Mailyn im Anschluß eine äußerst peinliche Nachricht. Am liebsten möchte sie direkt verschwinden, aber stattdessen kommt es in den folgenden Tagen, im gleichen Zug, zur gleichen Zeit zu einem Nachrichtenaustausch der beiden.
    Ihre Freundin Nora findet das Ganze ausgesprochen amüsant, sie findet Mailyn ohnehin zu angepasst. Sie ist es auch, die einen Abend mit zwei weiteren Freundinnen – Jessy und Tilda – in der Bar Monoloco organisiert. Für ein Gruppenspiel benötigen sie weitere Mitspieler und wie es der Zufall will ist unter ihnen - neben Sam, Mirk, Kaito und Jonas – auch Aron. Die neun verbringen einen magischen Abend zusammen und dann verschwindet Aron.

    Der Schreibstil von Susann Blum ist leicht zu lesen und hat mich von Anfang an gefesselt.
    Sie beschreibt ihre neun Charaktere - die alle um die 30 Jahre sind - sehr authentisch und lebensnah. Zunächst hatte ich überhaupt keine Idee, in welche Richtung sich die Handlung bewegt. Es war einfach ein Stück aus dem Leben von Mailyn und den Menschen um sie herum. Mit dem Verschwinden von Aron ändert sich die Dynamik und es entstanden zahlreiche Fragezeichen in meinem Kopf. Dabei entstand durch die kurzen Kapitel - 22 auf nur 202 Seiten – eine unglaubliche Sogwirkung, so dass ich das Buch gar nicht mehr weglegen wollte und es an einem Stück gelesen habe.

    Spannung ist gegeben, aber es ist kein Krimi, sondern ein Buch, in dem es über persönliche Herausforderungen, Freundschaft, Vertrauen und Geheimnisse geht und auch die Vergangenheit eine Rolle spielt.

    Mein Fazit: Es ist ein besonderes Buch, auf das man sich einlassen muss und mich gut unterhalten hat.
    Yrsa. Journey of Fate

    Alexandra Bröhm
    Yrsa. Journey of Fate (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    02.08.2024

    Eine spannende Zeitreise zu den Wikingern

    „Yrsa. Journey of Fate“ ist der erste Band der Wikinger-Dilogie der Autorin, Historikerin und Journalistin Alexandra Bröhm.

    Die Handlung beginnt im Jahr 843.
    Seit dem Tod ihrer Mutter kümmert sich die Wikingerin Yrsa um ihren kleinen neunjährigen Bruder Sjalfi. Das Leben wird immer schwieriger und Yrsa möchte das Dorf verlassen, da sich die Bewohner eh schon von ihr abgewendet haben. Als sie nach einer Jagd nach Hause zurückkehrt ist Sjalfi weg. Ysra befürchtet Schlimmes und macht sich auf die Suche. Dabei muss sie sich als Kämpferin beweisen und verschiedenen Gefahren und Herausforderungen stellen.

    Der größte Teil der Handlung wird aus Ysra Perspektive geschildert. Sie ist eine starke Protagonistin, die ihren eigenen Kopf hat und mir von Anfang an sympathisch war. Sie verkörpert nicht das typische Frauenbild der Wikinger wodurch sie in ihrem Dorf anstößt und gemieden wird. Trotz ihrer Stärke ist sie aber auch ein wenig naiv und manchmal zu vertrauensselig. Dieser Widerspruch machte sie für mich zu einer sehr authentischen Protagonistin.

    Die Natur, Landschaften und Orte werden bildhaft beschrieben, so dass ich sie direkt vor Augen hatte.

    Der Schreibstil von Alexandra Bröhm liest sich angenehm. Es gelingt ihr gut die Atmosphäre der damaligen Zeit zu vermitteln. Dabei gibt sie einen faszinierenden Einblick in das Leben der Wikinger. Der Alltag im Dorf, das Leben der Bewohner und die nordischen Mythologie werden gelungen mit der Handlung verbunden. Man merkt, dass die Autorin Historikern ist und ausgiebig recherchiert haben muss.

    Interessant ist auch das abschließende Nachwort zum historischen Hintergrund, mit dem Alexandra Bröhm ihre Story gut einordnet. Im vorderen Innencover gibt es zudem eine Karte, durch die ich mir Ysras Reise gut vorstellen konnte und die das Buch gelungen abrundet.

    Die Geschichte ist emotional, spannend, mitreißend und voller Emotionen, so dass ich nun gespannt auf den zweiten Teil warte, der leider erst im Juni 2025 erscheinen wird.
    Vorstandssitzung im Paradies

    Arto Paasilinna
    Vorstandssitzung im Paradies (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    28.07.2024

    Typisch Paasilinna – schräg & unterhaltsam

    „Vorstandssitzung im Paradies“ ist ein skurriler und unterhaltsamer Roman des finnischen Autors Arto Paasilinna.
    Der finnische Journalist und Ich-Erzähler fliegt von Tokio nach Australien. Mit ihm an Bord sind Hebammen, Ärzte, Krankenschwestern und Waldarbeiter. Vor Melanesien kommt es durch einen Sturm zum Absturz. Die Passagiere und die Besatzung retten sich auf eine Insel. Nun gilt es zu überleben und es wird ein entsprechender SOS-Plan erstellt.
    Durch den schnörkellosen, klaren Schreibstil des Autors lässt sich das Buch leicht und schnell lesen.
    Die Kapitel sind kurz und es ist kein Problem das Buch über einen längeren Zeitraum zur Seite zu legen, da der Einstieg in die Handlung immer wieder leicht ist.

    Die Ideen sind dabei wieder einmal ziemlich unglaublich. Die Situation ist total skurril und die Einfälle der Gestrandeten sind irgendetwas zwischen einfach unglaublich und total logisch. Diese Mischung aus Absurditäten und gleichzeitiger Authentizität ist einzigartig.

    Arto Paasilinna zeichnet ein gelungenes Bild von den Menschen, wie sie sich in einer solchen Situation verhalten und wie sich die Lage über Wochen und Monate entwickeln könnte. Dadurch ergeben sich humorvolle Szenen, aber auch solche, über die es sich lohnt nachzudenken, da der Autor auch einiges an Gesellschaftskritik in eine Geschichte verpackt hat. Sein Werk ist bereits 1974 veröffentlicht worden, aber heute so aktuell wie damals.

    Diese Story ist – wie man es von Arto Paasilinna gewohnt ist – kurios und voller ungewöhnlicher Ideen.
    Die geheimnisvolle Freundin

    Simona Baldelli
    Die geheimnisvolle Freundin (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    30.06.2024

    Die Abruzzen in den 1950er Jahren

    In ihrem Buch „Die geheimnisvolle Freundin“ beschreibt die in Rom lebenden Autorin Simona Baldelli das Leben des Findelkinds Nina.

    Nina wächst als Findelkind in einem von Nonnen geführten Waisenhaus auf. Es herrscht ein strenges Regiment und das Leben der Kinder dort ist hart und freudlos. Einmal im Jahr findet eine Besichtigung der Kinder statt, nach der einige wenige von ihnen adoptiert werden. Während, die Kleinsten noch nicht verstehen, was vor sich geht, fiebern die Größeren diesem Tag voller Hoffnung entgegen. Die Enttäuschung der Verbleibenden ist immer wieder groß.
    Als Nina sieben ist, kommt die gleichaltrige Lucia in das Waisenhaus, die Ninas Leben nachhaltig verändert.

    Zu Beginn der Handlung ist Nina gerade einmal vier Jahre alt. Die Handlung ist aus ihrer Sicht geschrieben und die Einblicke, die sie uns in ihr Leben gewährt sind erschreckend und verstörend. Die Ereignisse verlaufen nicht chronologisch, sondern springen zwischendurch in die Zukunft, in der Nina in einer Tabakfabrik arbeitet. Da diese Sprünge nicht gekennzeichnet sind und es keine Jahreszahlen gibt, fand ich die zeitliche Zuordnung und wie viel Zeit vergangen ist, zwischenzeitlich ein wenig schwierig.

    Der Schreibstil von Simona Baldelli liest sich - trotz des schwierigen Themas, den herausfordernden Zeiten und den Ungerechtigkeiten, die im Waisenhaus vor sich gehen - sehr angenehm und leicht.
    Durch die Einflechtung aktueller politischer und wirtschaftlicher Themen der damaligen Zeit, die Schwierigkeiten, mit denen die Menschen damals zu kämpfen hatten sowie die entsprechende Musik wird die Atmosphäre und der Zeitgeist Italiens in der Mitte des 20. Jahrhunderts lebendig. Die einzelnen Charaktere sind gut ausgearbeitet, so dass ich von ihnen ein klares Bild vor Augen hatte.

    Auch wenn sowohl der Klappentext - falls noch nicht passiert, rate ich davon ab diesen zu lesen, lieber erst nach Lektüre des Buches - als auch der Titel bei mir vollkommen falsche Erwartungen geweckt haben, habe ich das Buch gerne und mit großem Interesse gelesen. Es ist eine bewegende Geschichte über das Leben eines Findelkindes mit einem schweren Start ins Leben, die mich berührt und mitgenommen hat.
    Fucking Famous

    Anne Hashagen
    Fucking Famous (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    06.06.2024

    Frech und amüsant

    „Fucking Famous: Wie ich zu einer Million Followern kam und dabei unendlichen Spaß hatte“ ist ein interessanter Blick in die Welt der Influencer der Autorin, Wirtschaftswissenschaftlerin und Bankerin Anne Hashagen.
    Das Leben der 39-jährigen Lotte Hohenfeld läuft nicht so, wie sie sich das vorstellt. Der Erfolg ihres ersten Buches lässt auf sich warten und sie ist gerade ein wenig orientierungslos. Ihre Freundin Tessa - eine erfolgreiche IT-Beraterin, die ihr Leben perfekt unter Kontrolle hat – schlägt ihr vor einfach berühmt zu werden und damit steht ihr Projekt.
    Der Schreibstil von Anne Hashagen liest sich schnell und leicht. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund, aber das ist bei dem Titel wohl auch wenig überraschend.
    Mit viel Humor geht es bitterböse mit so einigen Provokation durch das Leben von Lotte und in eine Welt voller Oberflächlichkeiten.

    Das Buch bietet einen interessanten Einblick in die Socialmediawelt und die der Influencer.
    Lottes sarkastischer Blick auf diese ist klar und ungeschönt. Sie selbst durchlebt eine Entwicklung, die ich so nicht vorhergesehen hatte und die dem ansonsten sehr lockeren Buch einen unerwarteten Tiefgang verliehen hat. Aufschlussreich ist auch der Blick auf unsere von sozialen Medien geprägte Gesellschaft.
    Mit ihrem Epilog hat die Autorin ihr Buch gelungen abgerundet. Die angehängte Playlist, sollte man keineswegs überblättern und vielleicht auch einfach schon vorab einen Blick darauf werfen.
    Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und fand die Darstellung wie es zum schnellen Erfolg auf sozialen Plattformen kommt ebenso lesenswert wie die gesellschaftliche Kritik an diesem schnelllebigen Phänomen.
    Kritik und Humor werden hier gelungen kombiniert und das überraschende Ende hat dafür gesorgt, dass ich das Buch sicherlich so schnell nicht wieder vergessen werde.
    Das Lied der Biene

    Gabriela Groß
    Das Lied der Biene (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    02.06.2024

    Über das Leben, Chancen & Neustarts

    „Das Lied der Biene“ ist ein Roman, der wie aus dem Leben gegriffen ist, der Autorin Gabriela Groß.

    Marga ist Anfang vierzig und arbeitet als Haushälterin für den Unternehmer Paul Alprecht. Eigentlich mag Marga ihre Arbeit, aber seit Pauls Verlobte Sybille im Haus ist und diese Marga sehr von oben herab behandelt, will Marga kündigen. Noch bevor es dazu kommt, stirbt Sybille durch einen tragischen Unfall. Marga möchte Paul helfen seine Trauer zu verarbeiten. Auch sie musste bereits Verluste erleben und beginnt ihm anonyme, tröstliche Mails zu senden. In diesen findet sie großartige Worte, Paul fühlt sich verstanden und beginnt zurückzuschreiben.

    Neben Paul und Marga gibt es weitere Charaktere, unter anderem Margas Tochter Conny, ihre Freundinnen Eva und Kirsten, Pauls Freund Jörg und seine Stieftochter Inga aus erster Ehe. Alle Charaktere werden detailliert und facettenreich gezeichnet, so dass ich sie im Verlauf der Handlung richtig gut kennengelernt habe und sie mir ans Herz gewachsen sind.
    Marga ist eine sehr zurückhaltende Protagonistin, die an Selbstbewusstsein gewinnt und ihrem Leben eine neue Wendung gibt. Ihre beiden Freundinnen sind komplett anders, wodurch sich die drei gut ergänzen.
    Paul ist ein ganz vorbildlicher Arbeitgeber, der Marga mit viel Respekt und sehr höflich behandelt. Auch seine Liebe zu seiner Stieftochter ist wundervoll beschrieben.

    Die Schauplätze werden mit viel Liebe und Ortskenntnis dargestellt. So bin ich mit Marga, Eva und Kerstin in Düsseldorf über die Kö geschlendert und habe Portugal kennengelernt.

    Der Schreibstil von Gabriela Groß liest sich angenehm flüssig und leicht. Dennoch musste ich immer wieder inne halten und mir beim Lesen Zeit nehmen, da sie unglaublich viele wichtige Botschaften über das Leben, die Liebe, Freundschaft, Trauer, Mut, Chancen, Neuanfänge und vieles mehr versteckt und ich ihre Worte auf mich wirken lassen musste.

    Obwohl dieser Roman viele schwierige und schwere Themen anschneidet, ist es ein richtiger Wohlfühlroman. Die Autorin findet wirklich für jede Situation die perfekten Worte.

    Mich hat der Roman emotional berührt und mir wichtige Botschaften vermittelt.
    „Wer sagt, das die Zukunft das Wichtigste ist ?
    Wir leben jetzt.“
    ist nur einer der Sätze, die wir uns immer wieder bewußt machen sollten.
    Funny Story

    Emily Henry
    Funny Story (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    23.05.2024

    Warmherzig & humorvoll

    „Funny Story“ ist ein humorvoller Wohlfühlroman der Autorin Emily Henry.

    Daphnes Traum ist zerbrochen. Gerade ist sie zu ihrem Verlobten Peter gezogen als dieser ihr mitteilt, dass er nicht sie, sondern seine Jugendfreundin Petra heiraten wird. Daphne zieht aus und ausgerechnet mit Petras Ex-Freund Miles zusammen. Aus der Zweck-WG entwickelt sich Freundschaft und als Daphne dann auch noch aus der Situation heraus behauptet mit Miles zusammen zu sein, entwickelt die Geschichte eine ganz neue Dynamik.

    Daphne und Miles sind zwei sehr sympathische aber auch gegensätzliche Protagonisten. Während Daphne durchweg gut organisiert ist, ihren Job als Bibliothekarin in der örtlichen Buchhandlung liebt, ist Miles einfach ein liebenswerter Chaot.

    Der Schreibstil von Emily Henry liest sich locker und leicht. Die Dialoge sind lebendig und ich habe eine Menge gelacht. Ihre Charaktere hat sie authentisch und facettenreich beschrieben, das gilt sowohl für die beiden Protagonisten als auch für die Nebencharaktere.

    Die Story hat genau das richtige Tempo. Die Gefühle zwischen Miles und Daphne entwickeln sich langsam, es wird nichts übereilt. Zwischendurch erfahren wir noch eine Menge über die übrigen Personen.

    Besonders geliebt habe ich die Szenen über Daphnes Tätigkeit als Bibliothekarin, die sind einfach toll beschrieben. Da geht jedem Bücherliebhaber das Herz auf.

    Zunächst habe ich die Handlung als sehr vorhersehbar empfunden, was mich allerdings keineswegs gestört hat, da ich mich einfach gut unterhalten fühlte. Aber das ein oder andere Mal wurde ich doch noch überrascht.

    Insgesamt ist das Buch ein toller Wohlfühlroman mit überzeugenden Charakteren, Humor, dem richtigen Maß an Situationskomik und Tiefe, der beim Lesen überrascht und die unterschiedlichsten Emotionen hervorruft.
    51 bis 75 von 390 Rezensionen
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