Inhalt Einstellungen Privatsphäre
jpc.de – Leidenschaft für Musik Startseite jpc.de – Leidenschaft für Musik Startseite
  • Portofrei ab 20 Euro
  • Portofrei bestellen ab 20 Euro
  • Portofrei innerhalb Deutschlands Vinyl und Bücher und alles ab 20 Euro
0
EUR
00,00*
Warenkorb EUR 00,00 *
Anmelden
Konto anlegen
    Erweiterte Suche
    Anmelden Konto anlegen
    1. Startseite
    2. Alle Rezensionen von Tara bei jpc.de

    Tara Top 50 Rezensent

    Aktiv seit: 24. August 2019
    "Hilfreich"-Bewertungen: 37

    Bitte beachten Sie

    Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.

    398 Rezensionen

    Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.
    The Last Goddess, Band 1: A Fate Darker Than Love

    The Last Goddess, Band 1: A Fate Darker Than Love (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    22.11.2020

    Viele Emotionen, viel Action, wenig Mythologie

    „The Last Goddess: A Fate Darker Than Love“ ist der erste Band der Romantasy-Dilogie der Autorin Bianca Iosivoni.

    Blair ist die Tochter einer Valkyre, hat aber keine eigenen Kräfte. Erst nachdem ihre Mutter und ihre Schwester bei einem Autounfall ums Leben kommen, entwickelt sie diese und muss lernen, wie man damit umgeht. Blair kann sich nicht vorstellen, dass es ein Unfall war, aber niemand glaubt ihr, noch nicht einmal ihr Kindheitsfreund Bryan, der auch nicht der zu sein scheint, für den sie ihn hält…

    Der Schreibstil von Bianca Iosivoni ist angenehm und lässt sich schnell und leicht lesen. Der größte Teil der Geschichte ist aus der Perspektive von Blair geschrieben, wodurch ihre Emotionen und ihr Gefühlschaos gut nachvollziehbar dargestellt wurden. Einige wenige Male erfährt man auch aus Bryans Sicht was vor sich geht.
    Die Charaktere sind interessant, die Protagonisten sympathisch, ebenso ihre Familien aber es gibt auch weniger sympathische Figuren. Die Dialoge zwischen Blair und Ryan lebendig und amüsant. Bis hierhin passt für mich alles, allerdings hatte ich mir ein wenig mehr Mystik und mehr nordische Mythologie erhofft. Hier bleibt leider alles ziemlich oberflächlich, obwohl die Informationen, die es gibt sehr geschickt in die Story eingewoben wurden.

    Insgesamt habe ich das Buch gerne gelesen, da ich den Schreibstil der Autorin einfach großartig finde und von zahlreichen Wendungen mehrfach überrascht wurde. Trotzdem hätte ich mir an einigen Stellen mehr Tiefe gewünscht.
    So blutig die Nacht

    So blutig die Nacht (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    21.11.2020

    Nichts für schwache Nerven

    „So blutig die Nacht“ ist der erste Band der Kate-Marshall-Reihe des britischen in der Slowakei lebenden Autors Robert Bryndza.

    Durch das Zusammentreffen mit einem Serienkiller – dem Nine Elms Cannibal - schied die traumatisierte Polizistin Kate Marshall vor 16 Jahren aus dem Polizeidienst aus. Obwohl der Mörder noch in Haft ist, geschieht ein Mord, der seinem Vorgehen gleicht. Als nun ein Vater dessen Tochter bereits vor 20 Jahren verschwunden ist, Kate um Hilfe bittet, wird Kate mir Wucht in die Vergangenheit, die sie gerade einigermaßen verarbeitet hatte, zurückkatapultiert.

    Der Thriller beginnt spannend und man wird von der ersten Seite in die Ereignisse mit hineingerissen. Der temporeiche Schreibstil ist lebendig und durch die kurzen Kapitel entsteht ein richtiger Sog, der es mir schwer gemacht hat das Buch zwischendurch aus der Hand zu legen.

    Kate gefiel mir, sie wirkt sympathisch und kompetent, was sie schon alles erleben musste, reicht eigentlich für mehr als ein Leben, aber sie hat es geschafft ihr Leben in den Griff zu bekommen.

    Auch die anderen Charaktere werden jeder für sich gut beschrieben, durch die Details entstehen lebendige Bilder und ich hatte schnell ein gutes Bild von den verschiedenen Personen vor Augen. Die Verzweiflung der Eltern, die seit Jahren ihre Tochter vermissen wird spürbar, raubt einem die Luft zum Atmen und das Verhalten und die Gedanken des Nine-Elms-Killers sorgten bei mir für Gänsehaut.

    Die detaillierten Beschreibungen der Leichen sind nichts für schwache Nerven und ich habe einige Male gedacht, dass ich es eigentlich gar nicht so genau wissen möchte und dennoch konnte ich einfach nicht aufhören zu lesen und musste wissen wie es weitergeht.

    Ich fand das Buch wirklich genial, es war fesselnd, spannend und hat die Abgründe der menschlichen Psyche gut dargestellt. Dabei war ich so richtig schön entsetzt und bin schon jetzt gespannt auf weitere Fälle mit Kate Marshall.
    Teatime mit Lilibet

    Teatime mit Lilibet (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    07.11.2020

    Das Leben im Buckingham Palace

    „Teatime mit Lilibet“ ist ein historischer Roman der britischen Journalistin und Autorin Wendy Holden, in dem sie über das Leben im Buckingham Palace berichtet. Dabei nimmt sie die Perspektive von Marion Crawford – der Lehrerin von Prinzessin Elisabeth und Margaret – ein.

    1932 kommt die 22-jährige schottische Erzieherin und Gouvernante Marion Crawford in das Königshaus. Für sie steht schnell fest, dass das Leben der Mädchen mit dem realen Leben nicht viel zu tun hat und möchte ihnen dies wieder näher bringen, obwohl sie ihre Zukunft ursprünglich eher als Lehrerin in den Slums von Edinburgh sah. Sechzehn Jahre bleibt sie bei den Royals und steht den Mädchen stets zur Seite bevor es zu einem Bruch kommt.

    In 64 kurzen Kapiteln erfährt man jede Menge Details über das britische Königshaus und insbesondre über die Kindheit von Königin Elisabeth, erlebt Krisen, Skandale, Hochzeiten und Feste.

    Der Schreibstil von Wendy Holden liest sich angenehm. Allerdings wird für mich nicht deutlich, was hier real und was Fiktion ist, was das Buch natürlich nicht weniger unterhaltsam macht.

    Ich lese sehr gerne historische Romane und habe mich hier durchaus gut unterhalten gefühlt, fand es aber ein wenig unglücklich, dass nicht deutlich wurde, wobei es sich um Realität und wobei es sich um schriftstellerische Freiheit handelt.
    ZEIT Verbrechen: Echte Kriminalfälle aus Deutschland

    ZEIT Verbrechen: Echte Kriminalfälle aus Deutschland (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    07.11.2020

    Erschütternd !

    Seit 2018 veröffentlicht die Autorin und Journalistin Sabine Rückert gemeinsam mit Andreas Sentker den Podcast „Die Zeit – Verbrechen“, in dem sie wahre Verbrechen ausführlich thematisieren. Auf der Audio CD „Verbrechen Echte Kriminalfälle aus Deutschland“ werden 12 Fälle der Podcast-Serie besprochen.

    Jeder Fall wird von einem anderen Sprecher vorgestellt und jeder einzelne ist gut und passend gewählt. So wird z.B. ein Fall mit einem jungen Straftäter auch von einem jüngeren Sprecher erläutert. Jede Tat hat bei mir Entsetzen hervorgerufen. Die Fälle wurden alle sachlich vorgetragen und erläutert, da ist nichts Reißerisches oder Dramatisierendes, aber es war auch so drastisch genug.

    Es ist einfach unfassbar wozu Menschen fähig sind und was sich Menschen gegenseitig antun. Hier werden die Abgründe der menschlichen Psyche zutage gefördert. Es wird aber nicht nur die Seite der Täter erläutert, auch Gerichtsurteile, das Strafrecht, die Justiz, das Umfeld der Täter und entsprechende Ermittlungsarbeiten werden thematisiert. Leider wird dabei auch deutlich wie viel in unserer Gesellschaft schief läuft.

    Mich haben die Ereignisse, jedes einzelne für sich, sehr erschüttert. Sie sind spannend und fesselnd, man möchte mehr wissen und ich hatte mehrfach Gänsehaut beim Zuhören. Da die Stimmen wechseln, werden die verschiedenen Fälle gut voneinander abgegrenzt und es fällt leichter, sich auf den nächsten einzulassen. Abschließend meldet sich Sabine Rückert nochmals zu Wort, wodurch sie das gesamte Hörerlebnis gut abrundet.

    Die Darstellung der Verbrechen ist ebenso interessant wie lehrreich, aber nichts für schwache Nerven. Trotzdem sollte man nicht davor die Augen verschließen, weil auch von Seiten der Justiz und der Gesellschaft eine Menge Aufmerksamkeit erforderlich ist, um solche Taten zu vermeiden.
    Kreuzberg Blues

    Kreuzberg Blues (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    31.10.2020

    Spannend & aktuell

    „Kreuzberg Blues“ ist der zehnte Fall des in Stuttgart lebenden Autors Wolfgang Schorlau mit dem Privatermittler Georg Dengler der dieses Mal in Berlin ermittelt. Der Roman ist unabhängig von den vorherigen Bänden verständlich und wieder höchst aktuell und spannend.

    In Berlin versucht der Immobilienhai Sebastian Kröger mit allen Mitteln seine Mieter aus ihren Wohnungen rauszuekeln und schreckt dabei vor nichts zurück. Die Mieter sind aber nicht bereit einfach klein beizugeben und Silke Herzog bittet ihre Freundin Olga um Hilfe. Diese überredet ihren Freund Georg Dengler den Fall in Berlin zu übernehmen.

    Der Schreibstil von Wolfgang Schorlau ist fesselnd und abwechslungsreich, da er zwischen zahlreichen Erzählsträngen immer wieder hin- und herwechselt. Die Zusammenhänge werden nur langsam ersichtlich.
    Die Gier der Immobilienwirtschaft und der Finanzwelt ist erschreckend. Hier tun sich menschliche Abgründe auf, die fassungslos machen und Entsetzen hervorrufen. Neben der Verzweiflung und der Angst der Mieter werden aktuelle Themen wie die Corona-Pandemie, Verschwörungstheorien und die Sichtweise von Impfgegnern gekonnt in die Handlung eingeflochten.

    Mit Berlin hat der Autor den passenden Schauplatz gewählt, in dem das Leben pulsiert und es zahlreiche krasse Gegensätze gibt.

    Ein politisch brisantes und höchst aktuelles Buch, das aufrüttelt und spannend zu lesen ist.
    Der Glanz der neuen Zeit

    Fenja Lüders
    Der Glanz der neuen Zeit (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    31.10.2020

    Fesselnde Fortsetzung der Speichestadt-Saga

    „Der Glanz der neuen Zeit“ ist nach „Der Duft der weiten Welt“ der zweite Teil der Trilogie der Speicherstadt-Saga der Autorin Fenja Lüders.

    Seit den Ereignissen aus dem ersten Band ist einige Zeit vergangen. Die Handlung beginnt im Sommer 1919 und der Erste Weltkrieg hat seine Spuren hinterlassen, auch für die Kaffeeimportfirma sind es schwierige Zeiten. Mina ist mit Frederik Lohmeyer verheiratet und die beiden haben eine gemeinsame Tochter. Mina kümmert sich in Hamburg um das Kaffeekontor Kopmann und Deharde während Frederik in Berlin ist. Die Ehe der beiden verläuft keineswegs optimal und von daher ist es Mina ganz recht, dass ihr Mann nicht bei ihr ist, da er sich ihr gegenüber absolut inakzeptabel verhält und auch in Bezug auf das Geschäft keine Hilfe ist. Aber ganz ohne Unterstützung ist es für Mina auch schwierig und deswegen wendet sie sich an ihren Schwiegervater Paul Lohmeyer, der im Besitz einer Kaffeeplantage ist. Da das Verhältnis zwischen ihm und seinem Sohn angespannt ist, gefällt Frederik dies überhaupt nicht.

    Fenja Lüders Schreibstil lässt sich sehr angenehm lesen. Sie vermittelt die Atmosphäre der Speicherstadt und der damaligen Zeit so, dass man sich zeitlich direkt zurückversetzt fühlt und sich alles gut vorstellen kann.
    Auch die Charaktere sind gut gezeichnet, wirken authentisch und entwickeln sich weiter. Mina gefiel mir wieder gut, sie ist zielstrebig, selbstbewusst und lässt sich nicht so leicht verunsichern. Ihre Großmutter Hiltrud verhält sich wie eine typische ältere Dame der damaligen Zeit und macht im Verlauf der Handlung eine sympathische Wandlung durch. Das Verhältnis zwischen Mina und ihrer Schwester Agnes verändert sich ebenfalls, da diese so langsam erwachsen wird.

    Die Handlung ist fesselnd und lebendig. Die historischen Hintergründe werden gut eingebunden, wodurch die Ereignisse noch einmal interessanter und authentischer werden.

    Mich hat der Roman gefesselt und bestens unterhalten, so dass ich nun schon gespannt auf den dritten Teil warte.
    Kuzniar, M: Aleja und die Piratinnen, Band 1: Das Schattensc

    Kuzniar, M: Aleja und die Piratinnen, Band 1: Das Schattensc (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    24.10.2020

    Ahoi ! Endlich einmal eine Piratin !

    Es gibt unzählige Kinder- und Jugendbücher über Piraten, aber wir kannten bisher keines, in dem eine Piratin zur Protagonistin gemacht wurde. In ihrem Debüt „Das Schattenschiff“ dem ersten Band der Reihe „Aleja und die Piratinnen“ macht die Autorin Maria Kuzniar genau das, endlich darf ein Mädchen diese Rolle besetzen.

    Aleja ist ein mutiges und abenteuerlustiges Mädchen, das sich kaum etwas Aufregenderes vorstellen kann, als mit einem Piratenschiff in See zu stechen, um dort aufregende Abenteuer zu erleben. Mit der Aufnahme in die Besatzung des Schattenschiffes, dessen Manschaft nur aus Piratinnen besteht, geht ihr Traum in Erfüllung und eine Welt voller Rätsel, Magie und Geheimnissen liegt vor ihr.

    Das Buch liest sich leicht und die Sprache ist perfekt für junge Leserinnen oder auch Leser ab zehn Jahren. Die Beschreibung der Charaktere ist sehr detailliert und schon nach wenigen Seiten hatten wir ein gutes Bild von Aleja und auch den anderen Charakteren. Die Atmosphäre des Hafens und auch auf dem Schiff kommt gut rüber, fast hat man das Gefühl selbst am Hafen in Sevilla zu stehen, so deutlich hat man die Kulisse vor Augen. Der Ideenreichtum, die Magie, die zwischen den Seiten steckt ist einfach grandios und die Autorin schafft es fantastische Bilder vor dem inneren Auge des Lesers zu malen. Aber nicht nur dort. Das gesamte Buch ist toll gestaltet. Das bunte Cover – gestaltet von Mark van Leewen – hat eine tolle Haptik und die Struktur fühlt sich einfach gut an, so dass man das Buch gerne zur Hand nimmt. Im gesamten Buch findet man kleine Illustrationen von Max Meinzold, die die Geschichte perfekt abrunden.

    Unser Fazit: Eine lebendige und spannende Piratinnengeschichte, die uns schon gespannt auf Band zwei warten lässt und an der nicht nur junge Leser Spaß haben.
    Das Buch eines Sommers

    Bas Kast
    Das Buch eines Sommers (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    23.10.2020

    Finde zu Dir selbst

    „Das Buch eines Sommers: Werde, der du bist“ ist ein Roman des deutsch-niederländischen Autors Bas Kast.

    Nicolas wollte eigentlich immer – so wie auch sein Onkel Valentin - Schriftsteller werden. Aber statt seinem Traum nachzugehen, hat er die Firma seines Vaters übernommen und ist ein erfolgreicher Unternehmer geworden. Der Alltag stellt ihn vor große Herausforderungen, ist voll mit Verpflichtungen gegenüber seiner Firma, seinen Mitarbeiter aber auch seiner Frau und seinem Sohn möchte er gerecht werden. Als sein Onkel stirbt, reist er mit seiner Familie auf das Anwesen des Onkels, wo die drei gemeinsam den Sommer verbringen. Nikolas stellt dort seine berufliche Tätigkeit immer mehr in Frage.

    Der Schreibstil des Autors lässt sich leicht lesen, ist ruhig und unaufgeregt. Die Kapitel sind recht kurz, was ich aber auch gut fand, da der Roman eine Menge Stoff zum Nachdenken in sich birgt. Nicolas ist ein interessanter Protagonist, der augenscheinlich alles richtig gemacht hat. Er ist erfolgreich, hat eine gut gehende Firma, eine schöne und kluge Frau. Aber seinen größten Traum konnte er sich bisher nicht erfüllen.

    Die Botschaft des Buches ist eindeutig und der Verlauf der Handlung dementsprechend ein wenig vorhersehbar. Trotzdem habe ich das Buch recht gerne gelesen, da es wichtige und interessante Denkanstöße enthielt und sich einfach angenehm lesen ließ.
    QualityLand 2.0

    Marc-Uwe Kling
    QualityLand 2.0 (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    17.10.2020

    Gelungene & skurrile Fortsetzung mit viel schwarzem Humor

    „QualityLand 2.0: Kikis Geheimnis“ ist die gelungene Fortsetzung der Dystopie „Qualityland“ des Autors Marc-Uwe Kling.

    Ich fand schon den ersten Band einfach großartig, da ich bei einer Dystopie die Aussicht auf eine düstere und finstere Zukunft erwarte, die nur wenig zum Lachen bietet. Aber der Autor ist an dieses Thema ganz anders herangegangen und beschreibt die Zukunft ebenso erschreckend wie humorvoll.

    Wer der ersten Teil gelesen hat, weiß was ihn erwartet, wer das noch nicht getan hat, sollte dies unbedingt zuvor machen, da dieser direkt an die Handlung anschließt.

    Ich mag den Schreibstil des Autors und habe mich über seine skurrilen Ideen sehr amüsiert, auch wenn die Hintergründe eher erschreckend und alles andere als lustig sind. Die Dialoge sind einfach grandios und auch mit den Fundstücken aus dem Internet hatte ich großen Spaß. Hier werden wichtige Themen unterhaltsam aufgegriffen und regen dabei durchaus zum Nachdenken an.

    Natürlich ist wieder Peter Arbeitsloser dabei, der inzwischen Peter Maschinentherapeut genannt wird und Kiki, die auf der Suche nach ihrer Identität ist. Auch John of us spielt wieder eine Rolle und der Klimawandel, der Konsum und das Ab- bzw. Aufsteigen in den Levels sind wieder ein zentrales Thema.

    Wer über schwarzen Humor lachen kann, ist in Qualityland genau richtig. Ich hoffe, dass uns Marc-Uwe Kling noch mit weiteren Zukunftsaussichten erschreckt und zum Lachen bringt.
    Wonderlands

    Wonderlands (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    17.10.2020

    Ein Reiseführer durch die fantastische Welt der Literaturgeschichte

    „Wonderlands. Die fantastischen Welten von Lewis Carroll, J.K. Rowling, Stephen King, J.R.R. Tolkien, Haruki Murakami u.v.a.“ von der Autorin und Journalistin Laura Miller ist eine Reise quer durch die Literaturgeschichte.

    Die Autorin hat ihr Buch in fünf Abschnitte aufgeteilt:

    Alte Mythen & Legenden
    Wissenschaft & Romantik
    Das goldene Zeitalter der Fantasy
    Neue Weltordnung
    Das Computerzeitalter

    Für jeden dieser Bereiche hat sie eine tolle Auswahl getroffen und man merkt, dass Laura Miller für jedes Kapitel ausgiebig recherchiert haben muss. Die Kapitel sind recht kurz, aber kompakt und informativ, so dass man zahlreiche Hintergrundinformationen erhält.

    Mich haben die Informationen zu den mir bekannten Bücher ebenso sehr begeistert, wie mich die Fakten zu den mir bisher unbekannten Werken neugierig auf diese gemacht haben. Zu allen findet man tolle Fotographien und/oder Illustrationen bis hin zu kleinen Kunstwerken.

    Dies ist ein Sachbuch der ganz besonderen Art, das ich nur empfehlen kann. Ich hätte mir lediglich ein größeres Format gewünscht, damit die Illustrationen und Fotos besser zur Geltung kommen.
    Love & Bullets

    Love & Bullets (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    17.10.2020

    Rasanter & humorvoller Thriller

    „Love & Bullets“ ist ein rasanter, spannender, humorvoller und teils auch ein wenig absurder Thriller von Nick Kolakowski.


    Bill und Fiona sind ein Gangsterpärchen, das kaum unterschiedlicher sein könnte, aber trotzdem passen die beiden hervorragend zusammen. Während Bill Luxus liebt, Gewalt hingegen weniger, hat Fiona überhaupt keine Probleme mit Gewalt, so dass es zahlreiche ziemlich heftige und brutale Szenen gibt. Da der Schreibstil recht locker ist und es viele witzige Dialoge gibt, bleibt diese blutige Gewalttätigkeit jedoch eher im Hintergrund. Auch an Schießereien und Leichen wurde nicht gespart, aber dadurch, dass hier alles komplett überzeichnet wurde, konnte ich mich darüber wunderbar amüsieren.


    Actionliebhaber kommen hier ebenfalls voll auf ihre Kosten. Die Flucht von Bill und Fiona wird zu einem Roadtrip, bei dem so einige Fahrzeuge dran glauben müssen und bei dem sie aus zahlreichen brenzligen Situationen entkommen müssen.


    Ich fand die Mischung aus Action und skurrilen Humor einfach genial und äußerst unterhaltsam. Wer schrägen Humor mag und nicht empfindlich auf gesetzlose und kriminelle Helden reagiert, liegt mit diesem Buch genau richtig.
    Nalas Welt

    Dean Nicholson
    Nalas Welt (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    04.10.2020

    Ein warmherziges Buch für Reiseliebhaber und Katzenfreunde

    „Nalas Welt: Ein Mann, eine Straßenkatze und eine Freundschaft, die alles ändert“ ist ein Reisebericht von dem Schotten Dean Nicholson, der mit seinem Rad zu einer Weltreise startete, bei der er möglichst viel sehen wollte. In diesem Buch berichtet er über seine Erlebnisse von seinem Start in Dunbar - der Ostküste Schottlands – über Bulgarien, Bosnien, Griechenland, Türkei, Georgien, Aserbeidschan, Serbien bis nach Ungarn, wo die Schilderungen seiner Erlebnisse - durch die aktuelle Situation des Corona-Virus erst einmal enden.

    Dean startet seine Tour mit seinem Freund Ricky. Die beiden haben eine Menge Spaß, sind aber nicht besonders gut organisiert und alles wirkt ein wenig chaotisch. Schon nach kurzer Zeit setzen sie ihren Weg getrennt voneinander fort. Alleine stößt Dean im Gebirge zwischen Montenegro und Bosnien auf ein kleines Kätzchen, das er Nala tauft und das sich in einem erbärmlichen Zustand befindet. Er kann es unmöglich zurücklassen und von diesem Moment an begleitet Nala ihn. Mal sitzt Nala auf seiner Schulter, mal in einem Körbchen, was er an seinem Lenker befestigt hat und ist von nun an immer dabei. Das ist auch der Zeitpunkt ab dem Dean sich verändert.

    „Ich trug nun die Verantwortung für uns zwei und musste mich entsprechend verhalten.“

    Er beginnt Verantwortung zu übernehmen und das nicht nur für Nala, sondern auch für sich und seine Umwelt. Er beginnt über seine Erlebnisse online zu berichten und bemerkt, dass er seine Internetpräsenz nutzen kann, um sich für notleidende Tiere einzusetzen. Seine Berichte über Nala, die wirklich ein ganz besonderes Kätzchen mit einem ganz eigenen Kopf ist, sind herzerwärmend. Die Verbindung, die sich zwischen den beiden aufbaut ist sehr intensiv, tief und innig. Das ist in jedem Satz zu spüren.

    Der Schreibstil des Autors liest sich leicht. Er beschreibt offen und ehrlich die Ereignisse, stellt sich nicht als Held dar, sondern erzählt einfach und authentisch von seiner Reise.

    Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und hoffe, dass Dean weiter über seine Erlebnisse mit Nala auf Instagram teilt, da ich mir begleitend zum Lesen seine Bilder dort angesehen habe, wodurch das Leseerlebnis noch intensiver wurde. Insgesamt eine tolle Geschichte, die bestimmt nicht nur Katzenfans begeistern wird.
    Sag die Wahrheit, auch wenn deine Stimme zittert

    Sag die Wahrheit, auch wenn deine Stimme zittert (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    20.09.2020

    Erschreckend – tragisch – aufrüttelnd

    „Sag die Wahrheit, auch wenn deine Stimme zittert“ ist der Titel des Buches, das die maltesische Journalistin Daphne Caruana Galizia begonnen hat, aber durch ihren Tod niemals beenden konnte. Sie wurde durch eine Autobombe ermordet und ihre drei Söhne Andrew, Matthew und Paul haben ihre Aufzeichnungen zusammengetragen, um ihr Werk zu vollenden.

    Bereits in dem Vorwort von Roberto Saviano werden die Missstände Maltas deutlich und es wird direkt klar, dass sich Daphne Caruana Galizia mit ihren journalistischen Nachforschungen und Aufdeckungen weder in der Politik noch in der Wirtschaft beliebt gemacht hat. Obwohl sie bedroht wurde, ihr Haus in Brand gesteckt wurde und ihren Hunden die Halsschlagandern herausgerissen wurden, hat sie nicht aufgehört unbequeme Wahrheiten an die Öffentlichkeit zu zerren. Auch Zivil- und Strafverfahren schreckten sie nicht ab, sie hat immer weitergemacht. Sie recherchiert bis sie schließlich einem Attentat zum Opfer fällt.

    Damit ihr Tod nicht umsonst gewesen ist, haben ihre Söhne die Mosaiksteine ihrer Arbeit zusammengetragen und festgehalten, dass Malta unter Beteiligung der Regierung ein Epizentrum der Geldwäsche bildet, unter dem die Bevölkerung zu leiden hat. Korruption in der Regierung und in der Geschäftswelt gehören zum Alltag. Was hier zutage kommt ist einfach nur schockierend. Obwohl sie Skandale an die Öffentlichkeit bringt, die danach schreien, dass die Gesellschaft einschreitet, dass sich etwas ändert, bewegt sich nichts, die Welt schaut zu und das so lange bis eine engagierte, mutige Frau umgebracht wird.

    Dieses Buch ist nicht einfach zu lesen, aber unglaublich wichtig und ich hoffe, dass es von vielen Menschen gelesen wird und damit sich endlich etwas ändert.
    Tsang, K: Sam Wu - Hat KEINE Angst vor Geistern

    Tsang, K: Sam Wu - Hat KEINE Angst vor Geistern (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    16.09.2020

    Genial gestaltet & sehr lebendig

    „Sam Wu - hat KEINE Angst vor Geistern“ ist das erste Buch von dem Autorenduo Katie und Kevin Tsang.

    Sam Wu ist – durch seine Freundin Zoe beurkundet - staatlich geprüfter Geisterjäger und muß seinem Erzfeind Ralf Philip Zinkermann dem Dritte beweisen, dass er keine Angst hat und kein Angsthase ist wie dieser behauptet. Deswegen begibt er sich mit Unterstützung seiner Freunde Zoe und Anton auf Geisterjagd. Passende Anregungen findet er bei seiner Lieblingsserie Space Blasters.

    Die Gestaltung der Geschichte ist klasse und erinnert durch die zahlreichen Illustrationen von Nathan Reed, den Sprechblasen und durch die verschiedenen Schrifttypen schon fast an einen Comic. Dadurch wirken die Ereignisse sehr lebendig, humorvoll und sind auch gut eignet für Kinder, die nicht so gerne lesen bzw. beim Vorlesen viel zum Schauen haben wollen.

    Sam Wu ist ein toller Protagonist, den man einfach mögen muss. Er wird ebenso lebendig dargestellt wie die übrigen Charaktere.
    Da die Ereignisse aus der Ich-Perspektive von Sam berichtet werden, kann man sich gut in ihn hineinversetzen. Es werden wichtige Themen wie Angst, Mobbing, Freundschaft und Unterstützung altersgerecht angesprochen. Das Buch ist für kleine Kinder ab 5 Jahren empfohlen und ich finde, dass es eine gute Grundlage bietet, um mit ihnen über diese schwierigen Themen zu sprechen.

    Fazit: Ein wundervoll illustriertes Kinderbuch, das wichtigen Themen anspricht und mit seinem Humor nicht nur die Kleinen begeistert.
    Die verschwindende Hälfte

    Die verschwindende Hälfte (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    13.09.2020

    Tiefgründig & zeitlos

    „Die verschwindende Hälfte“ ist nach „Die Mütter“ der zweite Roman der US-amerikanischen Schriftstellerin Brit Bennett.


    Stella und Desiree sind Zwillingsschwestern und wurden in Mallard einem kleinen Ort in Louisiana geboren, deren Bevölkerung über die Jahre hinweg immer hellhäutiger wurde. Auch die Schwestern sind fast weiß. So unterschiedlich die beiden auch sind, eines ist jeder von ihnen klar, in Mallard haben sie keine Zukunft. Sie gehen nach New Orleans, wo sich ihre Wege trennen. Während Desiree einen sehr dunkelhäutigen Mann heiratet, beginnt Stella in einem Büro mit Weißen zu arbeiten.


    In ihrem Roman greift Brit Bennett ein sehr aktuelles Thema der amerikanischen Geschichte auf. Sie setzt sich dabei gleichermaßen mit der Vergangenheit und mit der Gegenwart des Landes auseinander, hinterfragt gesellschaftliche Normen und Werte. Die Charaktere sind detailliert gezeichnet und wirken authentisch.
    Der Schreibstil ist klar und eindringlich, mit ihren Worten kommt die Autorin direkt bei ihren Lesern an.


    Fazit: Ein mutiger, intensiver und tiefgründiger Roman der schwierige Themen anspricht und nach dem Lesen noch lange nachhallt.
    Bailey, C: Bis wir uns wiedersehen

    Bailey, C: Bis wir uns wiedersehen (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    13.09.2020

    Ein unfassbares Stück Geschichte

    In ihrem Buch „Bis wir uns wiedersehen“ hat die Autorin Catherine Bailey ein erschreckendes Stück Geschichte wieder zum Leben erweckt.

    Es geht um das Leben von Fey von Hassell (*22.10.2018 - † 12.02.2010), deren Vater - Kommunalpolitikers und Widerstandskämpfer - hingerichtet und deren Kinder von den Nazis geraubt wurden.

    Während des kurzen Prologs erhält man bereits unglaublich viele Informationen und die ersten Kapitel wirkten auf mich sehr sachlich und emotionslos und man erfährt mehr über Feys Söhne als über sie selbst. Der Schreibstil verändert sich aber dahingehend, dass es später deutlich emotionaler wird und mich sehr schockiert, berührt und erschreckt hat.

    Es ist aber nicht nur die Geschichte der Familie, um die es hier geht, viel mehr wird anhand ihr die komplexe politische Lage des Landes dargestellt. Historische Ereignisse und Gegebenheiten wurden sorgfältig recherchiert und aufgezeichnet, was durch die umfangreichen Anmerkungen am Ende belegt wird. Fotos und Karten und ein Personenregister ergänzen das Gesamtwerk.
    In diesem Buch werden die geschichtlichen Tragödien und der Schmerz vieler Familien wieder lebendig.

    Es ist keine leichte Lektüre, sondern erschreckende Realität vor der man auch nach so vielen Jahren nicht die Augen verschließen darf.
    Das Schicksal der Henkerin

    Das Schicksal der Henkerin (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    13.09.2020

    Spannend, fesselnd und ungewöhnlich rasant für einen historischen Roman

    „Das Schicksal der Henkerin“ ist nach „Die Henkerin“ und „Die Tränen der Henkerin“ der dritte historische Roman um die Protagonistin Meslisande, die das Autorenduo Sabine Klewe und Martin Conrath und dem Namen Sabine Martin veröffentlicht haben.

    Die Handlung beginnt 1340. Melisande lebt mit ihrem Mann Wendel und ihren beiden Kindern Gertrud und Toni in Rottweil. Ihre Familie hat sie bereits vor Jahren auf tragische Weise verloren. Nun erhält sie von ihrem totgeglaubten Bruder Rudger einen Brief, in dem er sie dringend um Hilfe bittet, da er unschuldig im Gefängnis in Esslingen sitzt und hingerichtet werden soll. Kurzentschlossen begibt sich Melisande auf die Reise und ahnt nicht, in welche Gefahr sie sich begibt.

    Der Schreibstil der Autoren ist fesselnd, lebendig, rasant und versetzt einen direkt in das 14. Jahrhundert.

    Zu Beginn wechselt die Handlung zwischen den Jahren 1340 und 1325. Dadurch erfährt man einiges über Melisandes Vergangenheit und kann den Ereignissen auch dann gut folgen, wenn man keine Vorkenntnisse aus den vorherigen Romanen hat. Beinahe jedes Kapitel endet mit einem kleinen Cliffhänger, die es schwierig werden lassen das Buch aus der Hand zu legen. Die Ereignisse überschlagen sich regelrecht und das von der ersten Seite an, so dass ich beinahe den Eindruck hatte mich in einem knapp 500 Seiten starkem Showdown zu befinden.
    Die Charaktere wurden gut ausgearbeitet. Melisande ist eine kluge und starke Protagonistin, die ebenso authentisch wirkt wie Wendel, Rudger und andere weniger sympathische Zeitgenossen.

    Das Buch ist eine tolle Zeitreise in das Mittelalter, man erfährt viel über das Lebensgefühl, spürt die Atmosphäre, erhält eine Menge Informationen über die rauen Sitten und historische Begebenheiten.

    Mich hat die Geschichte um Melisande und ihre Familie gefesselt, das Mittelalter ist lebendig geworden und ich kann das Buch nur empfehlen.
    Kalmann

    Kalmann (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    12.09.2020

    Liebenswerter Protagonist

    „Kalmann“ ist ein herzerwärmender Roman des Schweizer Journalisten und Schriftstellers Joachim B. Schmidt, der heute auf Island lebt.

    Der 33-jährige Kalmann lebt im Nordosten von Island in dem kleinen Ort Raufarhöfn. Er ist bei seinem Großvater aufgewachsen, der ihm das Jagen, alles Wissenswerte über Gammelhai und auch sonst alles Wichtige für das Leben beigebracht hat. Kalmann sieht sich als Sheriff von Raufarhöfn. Als er eines Tages im Winter eine Blutlache im weißen Schnee entdeckt, möchte er – als selbsternannter Sheriff – den Dingen auf den Grund gehen und beteiligt sich an den Ermittlungen.

    Kalmann ist ein liebenswerter Protagonist mit einem schlichten Gemüt weshalb er von den anderen Dorfbewohnern als der Dorftrottel gesehen wird. Seine Gedankengänge sind einfach, teilweise auch naiv, er teilt seine Gedanken und viele tolle Aussagen seines Großvaters so offen und unverblümt, dass man ihn einfach gern haben muss.

    Die Landschaft von Island wird sehr bildlich beschrieben. Man merkt, dass der Autor das Land liebt und dort den Touristen die schönsten Orte zeigt. Ich hatte den Schnee, die Wasserfälle und die Einsamkeit direkt vor Augen und auch die Kälte ist direkt bei mir angekommen.

    Die Beschreibungen des Jagens, des Erlegens und der Zubereitung des Gammelhais ist nichts für zarte Gemüter, da Schmidt hier nicht an ausführlichen Details spart.

    Das Buch liest sich nicht wie ein Krimi, sondern eher wie ein Roman, ein wenig Spannung ist enthalten, aber es lebt mehr von der Atmosphäre Islands und seinem einzigartigem Protagonisten Kalmann.

    Mir hat dieses außergewöhnliche und warmherzige Buch sehr gut gefallen.
    Mein erster Europa-Atlas

    Andrea Erne
    Mein erster Europa-Atlas (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    06.09.2020

    Bunter Atlas für kleine Weltentdecker

    „Mein erster Europa-Atlas“ aus der „Wieso ? Weshalb Warum ? – Sachbuch Reihe“ ist für kleine Weltentdecker im Alter von 4 bis 7 Jahren gedacht.

    Mit einfachen Worten und vielen bunten Illustrationen führen hier die Autorin Andrea Erne und die Illustratorin Anne Ebert durch ganz Europa.

    Auf jeder Seite gibt es eine Menge zu entdecken und man erhält wissenswerte Fakten zu sämtlichen Ländern Europas, was für die verschiedenen Regionen typisch ist und was man dort besichtigen oder bewundern kann. Durch kleine Klappen lassen sich auf jeder Seite noch mehr Informationen entdecken als zuerst angenommen und man kann die kleinen Zuhörer beim Lesen aktiv mit einbeziehen.

    Als Highlight gibt es zu dem Buch noch ein großes Poster, auf dem man auf einer Europakarte die Flaggen der europäischen Länder kennenlernt.

    Auch wenn das Buch für Vorschulkinder gemacht und gedacht ist, ältere Geschwister können hier auch noch eine Menge Neues erfahren und lernen.

    Sowohl optisch als auch inhaltlich finde ich das Buch total gelungen.
    Unser Mathelehrer unterrichtet von draußen - damit er dabei rauchen kann!

    Unser Mathelehrer unterrichtet von draußen - damit er dabei rauchen kann! (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    30.08.2020

    Schulalltag – lustig bis erschreckend

    „Unser Mathelehrer unterrichtet von draußen - damit er dabei rauchen kann!“ ist eine Sammlung von lustigen, skurrilen aber teils auch erschreckenden Anekdoten aus dem Schulalltag zusammengetragen von den Autorinnen Lena Greiner und Carola Padtberg.

    Wie schon der Titel vermuten lässt, kommt die Berufsgruppe der Lehrer hier nicht besonders gut weg. Dabei sollte man natürlich im Hinterkopf behalten, dass lediglich Extremfälle aufgeführt sind von denen es allerdings im Schulalltag mehr als genug gibt.

    In jedem Kapitel wird etwas Anderes thematisiert. Es geht z.B. um die verschiedenen Lehrertypen, Sprüche, Spleens, Pech und Pannen oder auch die Rechte der Schüler und vieles mehr. Für Abwechslung ist gesorgt, einige Ereignisse haben mich amüsiert, andere mit dem Kopf schütteln lassen und für Entsetzen gesorgt. Zwischendurch sind auch noch ein paar informative Fakten eingearbeitet, die allerdings den meisten Eltern und Schülern bekannt sein dürften.

    Der Schreibstil des Buches ist einfach und leicht verständlich und die Kapitel lassen sich gut nebenbei lesen, wenn man ein wenig Abwechslung haben möchte.

    Fazit: Ein informatives Buch über den Schulalltag – kurzweilig und unterhaltsam.
    Die Spiegelreisende Band 4 - Im Sturm der Echos

    Christelle Dabos
    Die Spiegelreisende Band 4 - Im Sturm der Echos (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    30.08.2020

    Verwirrendes Ende einer fantastischen Reihe

    „Die Spiegelreisende – Im Sturm der Echos“ ist der vierte und somit letzte Band der Tetralogie um die Protagonistin Ophelia von der französischen Autorin Christelle Dabos. Um das Buch vollends zu verstehen sollte man unbedingt die vorherigen Bände gelesen haben, da es ohne Hintergrundwissen schwierig wäre, die Handlung nachzuvollziehen.

    Die Archen drohen auseinanderzufallen, Menschen sterben und es ist keine Lösung in Sicht. Ophelia und Thorn versuchen alles, um diese Zerstörung zu stoppen. Sie müssen die Echos finden und diese zusammenführen.

    Ich war unglaublich gespannt auf diesen letzten Band und da ich von den vorherigen wirklich begeistert war, hatte ich dementsprechend hohe Erwartungen, die leider ein wenig enttäuscht wurden. Vielleicht habe ich aber auch einfach zu viel erwartet.

    Zu Beginn hat mich auch dieser Band wieder fasziniert. Die Autorin versteht es mich mit ihrem Schreibstil zu bannen und in eine andere magische, einfach atemberaubende und fantastische Welt abtauchen zu lassen. Leider fand ich aber dieses Mal den Aufbau der Erzählstränge recht verwirrend. Lange Beschreibungen über Ereignisse deren Sinn sich mir bis zum Ende nicht erschlossen hat, haben das Lesen ein wenig mühsam und langwierig werden lassen. Dafür fehlte mir die weitere Entwicklung der Charaktere aus den ersten Bänden.

    Das Ende lässt leider viele Fragen offen und ich konnte und wollte gar nicht glauben, dass es sich hier wirklich um das Ende handelt. Es müssen nicht immer alle Fragen 100%ig erklärt werden und es darf gerne einiges der Fantasie des Lesers überlassen werden, aber hier war mir das eindeutig zu viel.

    Christelle Dabos hat mit der Buchreihe über „Die Spiegelreisende“ ein ganz eigenes Universum geschaffen, in dem sich nichts vorhersehen lässt und das mich sehr gefesselt hat. Dieses Finale lässt mich aber leider ein wenig ratlos zurück und deswegen gibt es von mir auch nur 3 Sterne.
    Silver Crown - Forbidden Royals

    Julie Johnson
    Silver Crown - Forbidden Royals (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    29.08.2020

    Mitreißender Trilogieauftakt

    „Silver Crown“ ist der erste Band der Forbidden Royals-Trilogie der Autorin Julie Johnson.
    Emilia Lancaster studiert und führt ein ganz normales Leben. Niemand weiß, dass sie die uneheliche Tochter von Linus Lancaster, dem Bruder des Königs ist. Aufgewachsen ist sie allein mit ihrer Mutter, die nicht viel Gutes über Linus zu sagen hatte und viel zu früh gestorben ist. Kurz nachdem ein Nachrichtensprecher verkündet, dass das Königspaar tot ist und der Thronfolger in Lebensgefahr schwebt, wird Emilia gekidnappt, da sich die Thronfolge geändert hat und Linus zum König gekrönt werden soll. Sie wird in den Palast gebracht und soll auf ihre Aufgabe als Kronprinzessin vorbereitet werden. Emilia ist vollkommen überfordert und legt keinen Wert auf diese Rolle. Auf dem Weg zum Palast lernt sie Carter Thorne – ihren Stiefbruder - kennen und es erfolgt ein rasanter erster Schlagabtausch…
    Bereits mit den ersten Sätzen wirft Julie Johnson ihre Leser/innen mitten ins Geschehen. Der Schreibstil ist einfach erstklassig - lebendig, frech und amüsant. Die Dialoge zwischen den Charakteren sind einfach großartig, haben mich mehrfach zum Lachen gebracht, wirken aber trotzdem stets authentisch.
    Die Charaktere werden detailliert und facettenreich dargestellt. Emilia fand ich auf Anhieb sympathisch, sie ist frech, lässt sich nichts gefallen und weiß ziemlich genau, was sie will oder auch nicht will. Dadurch dass alles aus ihrer Perspektive geschrieben ist, kann man sich ziemlich gut in ihre Situation hineinversetzen.
    Carter wirkte auf mich ein wenig mysteriös, aber auch er gefiel mir, ein wenig Badboy aber nicht zu sehr. Auch seine Schwester Chloe ist ein toller Charakter, sehr gerade und ehrlich, so dass man sie sich an Emilias Seite wünscht. Mit Octavia hat die Autorin die perfekte Stiefmutter geschaffen. Emilias bester Freund Owen wirkt erst einmal wie der nette Junge von nebenan, aber ob es dabei bleibt ? Auch von Linus war ich hin- und hergerissen, war er die letzten Jahre wirklich so desinteressiert an Emilia oder gab es gute Gründe dafür ?
    Schnell wird eine Vielzahl von Fragen aufgeworfen, auf die man unbedingt eine Antwort finden möchte. Gleichzeitig fesseln die Ereignisse im Palast und die Frage, wie Emilia mit ihrer vollkommen neuen Situation umgehen wird.
    Zu Beginn des Buches findet man eine Übersicht über die Familienverhältnisse der königlichen Familie, die eine gute Übersicht verschafft. Erwähnenswert finde ich auch das ungewöhnliche Vorwort, das mich über alle Maße neugierig gemacht hat.
    Mich hat die Geschichte von der ersten bis zur letzten Seite mitgerissen und gefesselt, so dass ich es nun kaum erwarten kann bis Band zwei erscheint.
    Bittermonds Bucht

    Maike Harel
    Bittermonds Bucht (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    29.08.2020

    Ein magisches Abenteuer

    „Bittermonds Bucht“ ist eine abenteuerliche, fantastische und magische Geschichte der in Berlin lebenden Autorin Maike Harel.

    Jukka und Käpt`n Winnie Bittermond wohnen direkt am Strand am Meer. Jukka lebt in einer kleinen Hütte und Käpt`n Bittermond auf einem Schiff, da er das sanfte Schaukeln der Wellen liebt. Dort sind die beiden unter sich, bis eines Tages eine Frau – Kandidel Wind - mit ihrer Tochter – Liliana Lasara - zu ihnen kommen. Erst ist Jukka sehr skeptisch, aber es wird schnell klar, dass Winnie und Kandidel sich von früher kennen. Nachdem Kandidel Lila in der Bucht alleine zurücklässt und auch noch das Glasherz von Käpt`n Bittermond mitnimmt, machen sich Jukka und Lila gemeinsam auf die Suche.

    Der Schreibstil der Autorin ist lebendig und sehr bildhaft. Sie nimmt einen direkt mit in die Bucht und an den Strand, malt dabei mit Worten Bilder, so dass man sich alles genau vorstellen kann. Die Charaktere wirken authentisch und nach den ersten Dissonanzen zwischen Jukka und Lila entsteht zwischen ihnen eine wundervolle Freundschaft.

    Die Gestaltung des Buches ist einfach zauberhaft. Neben dem durch die Illustratorin Florentine Prechtel liebevoll gestaltetem Cover kann man auf den Innencovern tolle Karten bewundern und zu den Kapitelanfängen und Enden kleine passende Zeichnungen.

    Das Buch ist fesselnd und neben einem unterhaltsamen und magischen Abenteuer werden wichtige Themen wie Freundschaft und die Frage nach der Herkunft aufgegriffen.

    Uns hat das Buch sehr gut gefallen. Die optische Gestaltung und die Story greifen so stimmig ineinander, dass es ein rundum gelungenes Leseerlebnis ist.
    Kögl, G: Gipskind

    Kögl, G: Gipskind (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    26.08.2020

    Berührend – ein Roman, der einem unter die Haut geht

    „Gipskind“ ist ein Roman, der einen in die Vergangenheit der 1960er Jahre reisen lässt, von der in Wien lebenden Autorin Gabriele Kögl.

    Andrea für ihre Eltern nur „die Kleine“, findet bei diesen nur wenig Liebe und Zuneigung und lebt nicht wie ein geliebtes Kind im Kreis der Familie, sondern viel mehr wie ein anstrengendes Problem, das da ist und mit dem man klar kommen muss, da sie bereits mit einer Behinderung zur Welt kam. Viel zu sehr sind sie mit ihrem Leben und dem Überleben beschäftigt und finden keine Zeit für ihre Tochter. Lediglich durch ihre Oma erfährt Andrea Zuneigung und Menschlichkeit.

    Der Schreibstil von Gabriele Kögl ist sehr direkt, so dass man umgehend in die Familie und deren Alltag mit hineingenommen wird. Der Umgang der Eltern mit Andrea ist lieblos und löst beim Lesen ein beklemmendes Gefühl aus. Trotzdem entwickelt sich Andrea - dank der Liebe ihrer Großmutter -zu einer starken Persönlichkeit, die sich nicht so leicht unterkriegen lässt.

    Historische Hintergründe, das politische und gesellschaftliche Zeitgeschehen fließen nebenbei in die Handlung ein und vermitteln ein authentisches Bild der gesamten Ereignisse. Dazu trägt ebenso der Dialekt, den die Charaktere sprechen bei, wodurch dem Roman die Atmosphäre der Zeit und der Umgebung nahe gebracht wird.

    Fazit: Kein einfacher, aber ein durchweg gut gelungener Roman über ein nicht ganz einfaches Familienleben der 1960er Jahre in Österreich.
    Onkel Stan und Dan und das gar nicht lieblich-niedliche Mondabenteuer

    Onkel Stan und Dan und das gar nicht lieblich-niedliche Mondabenteuer (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    25.08.2020

    Ungewöhnlich – schräg – amüsant

    „Onkel Stan und Dan und das gar nicht lieblich-niedliche Mondabenteuer“ ist bereits der dritte Band mit dem Duo Onkel Stan und Dan von dem schottischen Autor A.L. Kennedy. Man kann die Bücher ohne Verständnisprobleme unabhängig voneinander lesen.

    Eigentlich ist das Leben von Onkel Stan und seinem Freund Dan – dem Dachs – gerade so richtig schön. Aber bevor es langweilig wird verliebt sich Dan in eine Dachsame und der Mond muss gerettet werden…
    Wieder einmal beschreibt der Autor die verrücktesten Situationen. Neue Charaktere, die ebenso skurril sind wie die altbekannten, erhalten Einzug in das Geschehen und man darf sich über ein Wiedersehen mit den altbekannten Charakteren freuen.

    Der Schreibstil ist sehr lebendig und leicht verständlich, die Sätze sind kurz und gut geeignet für die Zielgruppe der 9 bis 11-jährigen Leser. Die Charaktere sind allesamt besonders, teils abgedreht, teils liebenswert aber allesamt glaubwürdig. Kleine Streitereien zwischen den Lamas Carlos und Jennifer und viel Wortwitz machen die Handlung amüsant und die skurrilen und ungewöhnlichen Ereignisse um den kleinen Dachs bereiten einfach Spaß.

    Zahlreiche detaillierte Zeichnungen der Illustratorin Gemma Correll runden die Ereignisse perfekt ab und jede einzelne für sich zaubert dem Leser ein Lächeln ins Gesicht.

    Fazit: Wir fanden auch diesen Band wieder einfach großartig und hoffen auf ein baldiges Wiedersehen mit Onkel Stan und Dan. So abgedreht und amüsant wie die Geschichte ist, bereitet sie nicht nur jungen Lesern, sondern auch den Vorlesern große Freude.

    301 bis 325 von 398 Rezensionen
    1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
    13
    14 15 16
    Vertrag widerrufen
    Newsletter abonnieren
    FAQ- und Hilfethemen
    • Über jpc

    • Das Unternehmen
    • Unser Blog
    • Großhandel und Partnerprogramm
    MasterCard VISA Amex Diners Club PayPal
    DHL
    • AGB
    • Versandkosten
    • Datenschutzhinweise
    • Barrierefreiheitserklärung
    • Impressum
    • Kontakt
    • Hinweise zur Batterierücknahme
    * Alle Preise inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versandkosten
    ** Alle durchgestrichenen Preise (z. B. EUR 12,99) beziehen sich auf die bislang in diesem Shop angegebenen Preise oder – wenn angegeben – auf einen limitierten Sonderpreis.
    © jpc-Schallplatten-Versandhandelsgesellschaft mbH
    • jpc.de – Leidenschaft für Musik
    • Startseite
    • Feed
    • Pop/Rock
    • Jazz
    • Klassik
    • Vinyl
    • Filme
    • Bücher
    • Noten
    • %SALE%
    • Weitere Bereiche
      • Themenshops
      • Vom Künstler signiert
      • Zeitschriften
      • Zubehör und Technik
      • Geschenkgutscheine
    • Hilfe
    • Anmelden
    • Konto anlegen
    • Datenschutzhinweise
    • Impressum
    • Kontakt