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    Tara Top 50 Rezensent

    Aktiv seit: 24. August 2019
    "Hilfreich"-Bewertungen: 36

    Bitte beachten Sie

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    390 Rezensionen

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    QualityLand 2.0

    Marc-Uwe Kling
    QualityLand 2.0 (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    17.10.2020

    Gelungene & skurrile Fortsetzung mit viel schwarzem Humor

    „QualityLand 2.0: Kikis Geheimnis“ ist die gelungene Fortsetzung der Dystopie „Qualityland“ des Autors Marc-Uwe Kling.

    Ich fand schon den ersten Band einfach großartig, da ich bei einer Dystopie die Aussicht auf eine düstere und finstere Zukunft erwarte, die nur wenig zum Lachen bietet. Aber der Autor ist an dieses Thema ganz anders herangegangen und beschreibt die Zukunft ebenso erschreckend wie humorvoll.

    Wer der ersten Teil gelesen hat, weiß was ihn erwartet, wer das noch nicht getan hat, sollte dies unbedingt zuvor machen, da dieser direkt an die Handlung anschließt.

    Ich mag den Schreibstil des Autors und habe mich über seine skurrilen Ideen sehr amüsiert, auch wenn die Hintergründe eher erschreckend und alles andere als lustig sind. Die Dialoge sind einfach grandios und auch mit den Fundstücken aus dem Internet hatte ich großen Spaß. Hier werden wichtige Themen unterhaltsam aufgegriffen und regen dabei durchaus zum Nachdenken an.

    Natürlich ist wieder Peter Arbeitsloser dabei, der inzwischen Peter Maschinentherapeut genannt wird und Kiki, die auf der Suche nach ihrer Identität ist. Auch John of us spielt wieder eine Rolle und der Klimawandel, der Konsum und das Ab- bzw. Aufsteigen in den Levels sind wieder ein zentrales Thema.

    Wer über schwarzen Humor lachen kann, ist in Qualityland genau richtig. Ich hoffe, dass uns Marc-Uwe Kling noch mit weiteren Zukunftsaussichten erschreckt und zum Lachen bringt.
    Wonderlands

    Wonderlands (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    17.10.2020

    Ein Reiseführer durch die fantastische Welt der Literaturgeschichte

    „Wonderlands. Die fantastischen Welten von Lewis Carroll, J.K. Rowling, Stephen King, J.R.R. Tolkien, Haruki Murakami u.v.a.“ von der Autorin und Journalistin Laura Miller ist eine Reise quer durch die Literaturgeschichte.

    Die Autorin hat ihr Buch in fünf Abschnitte aufgeteilt:

    Alte Mythen & Legenden
    Wissenschaft & Romantik
    Das goldene Zeitalter der Fantasy
    Neue Weltordnung
    Das Computerzeitalter

    Für jeden dieser Bereiche hat sie eine tolle Auswahl getroffen und man merkt, dass Laura Miller für jedes Kapitel ausgiebig recherchiert haben muss. Die Kapitel sind recht kurz, aber kompakt und informativ, so dass man zahlreiche Hintergrundinformationen erhält.

    Mich haben die Informationen zu den mir bekannten Bücher ebenso sehr begeistert, wie mich die Fakten zu den mir bisher unbekannten Werken neugierig auf diese gemacht haben. Zu allen findet man tolle Fotographien und/oder Illustrationen bis hin zu kleinen Kunstwerken.

    Dies ist ein Sachbuch der ganz besonderen Art, das ich nur empfehlen kann. Ich hätte mir lediglich ein größeres Format gewünscht, damit die Illustrationen und Fotos besser zur Geltung kommen.
    Love & Bullets

    Love & Bullets (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    17.10.2020

    Rasanter & humorvoller Thriller

    „Love & Bullets“ ist ein rasanter, spannender, humorvoller und teils auch ein wenig absurder Thriller von Nick Kolakowski.


    Bill und Fiona sind ein Gangsterpärchen, das kaum unterschiedlicher sein könnte, aber trotzdem passen die beiden hervorragend zusammen. Während Bill Luxus liebt, Gewalt hingegen weniger, hat Fiona überhaupt keine Probleme mit Gewalt, so dass es zahlreiche ziemlich heftige und brutale Szenen gibt. Da der Schreibstil recht locker ist und es viele witzige Dialoge gibt, bleibt diese blutige Gewalttätigkeit jedoch eher im Hintergrund. Auch an Schießereien und Leichen wurde nicht gespart, aber dadurch, dass hier alles komplett überzeichnet wurde, konnte ich mich darüber wunderbar amüsieren.


    Actionliebhaber kommen hier ebenfalls voll auf ihre Kosten. Die Flucht von Bill und Fiona wird zu einem Roadtrip, bei dem so einige Fahrzeuge dran glauben müssen und bei dem sie aus zahlreichen brenzligen Situationen entkommen müssen.


    Ich fand die Mischung aus Action und skurrilen Humor einfach genial und äußerst unterhaltsam. Wer schrägen Humor mag und nicht empfindlich auf gesetzlose und kriminelle Helden reagiert, liegt mit diesem Buch genau richtig.
    Nalas Welt

    Dean Nicholson
    Nalas Welt (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    04.10.2020

    Ein warmherziges Buch für Reiseliebhaber und Katzenfreunde

    „Nalas Welt: Ein Mann, eine Straßenkatze und eine Freundschaft, die alles ändert“ ist ein Reisebericht von dem Schotten Dean Nicholson, der mit seinem Rad zu einer Weltreise startete, bei der er möglichst viel sehen wollte. In diesem Buch berichtet er über seine Erlebnisse von seinem Start in Dunbar - der Ostküste Schottlands – über Bulgarien, Bosnien, Griechenland, Türkei, Georgien, Aserbeidschan, Serbien bis nach Ungarn, wo die Schilderungen seiner Erlebnisse - durch die aktuelle Situation des Corona-Virus erst einmal enden.

    Dean startet seine Tour mit seinem Freund Ricky. Die beiden haben eine Menge Spaß, sind aber nicht besonders gut organisiert und alles wirkt ein wenig chaotisch. Schon nach kurzer Zeit setzen sie ihren Weg getrennt voneinander fort. Alleine stößt Dean im Gebirge zwischen Montenegro und Bosnien auf ein kleines Kätzchen, das er Nala tauft und das sich in einem erbärmlichen Zustand befindet. Er kann es unmöglich zurücklassen und von diesem Moment an begleitet Nala ihn. Mal sitzt Nala auf seiner Schulter, mal in einem Körbchen, was er an seinem Lenker befestigt hat und ist von nun an immer dabei. Das ist auch der Zeitpunkt ab dem Dean sich verändert.

    „Ich trug nun die Verantwortung für uns zwei und musste mich entsprechend verhalten.“

    Er beginnt Verantwortung zu übernehmen und das nicht nur für Nala, sondern auch für sich und seine Umwelt. Er beginnt über seine Erlebnisse online zu berichten und bemerkt, dass er seine Internetpräsenz nutzen kann, um sich für notleidende Tiere einzusetzen. Seine Berichte über Nala, die wirklich ein ganz besonderes Kätzchen mit einem ganz eigenen Kopf ist, sind herzerwärmend. Die Verbindung, die sich zwischen den beiden aufbaut ist sehr intensiv, tief und innig. Das ist in jedem Satz zu spüren.

    Der Schreibstil des Autors liest sich leicht. Er beschreibt offen und ehrlich die Ereignisse, stellt sich nicht als Held dar, sondern erzählt einfach und authentisch von seiner Reise.

    Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und hoffe, dass Dean weiter über seine Erlebnisse mit Nala auf Instagram teilt, da ich mir begleitend zum Lesen seine Bilder dort angesehen habe, wodurch das Leseerlebnis noch intensiver wurde. Insgesamt eine tolle Geschichte, die bestimmt nicht nur Katzenfans begeistern wird.
    Sag die Wahrheit, auch wenn deine Stimme zittert

    Sag die Wahrheit, auch wenn deine Stimme zittert (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    20.09.2020

    Erschreckend – tragisch – aufrüttelnd

    „Sag die Wahrheit, auch wenn deine Stimme zittert“ ist der Titel des Buches, das die maltesische Journalistin Daphne Caruana Galizia begonnen hat, aber durch ihren Tod niemals beenden konnte. Sie wurde durch eine Autobombe ermordet und ihre drei Söhne Andrew, Matthew und Paul haben ihre Aufzeichnungen zusammengetragen, um ihr Werk zu vollenden.

    Bereits in dem Vorwort von Roberto Saviano werden die Missstände Maltas deutlich und es wird direkt klar, dass sich Daphne Caruana Galizia mit ihren journalistischen Nachforschungen und Aufdeckungen weder in der Politik noch in der Wirtschaft beliebt gemacht hat. Obwohl sie bedroht wurde, ihr Haus in Brand gesteckt wurde und ihren Hunden die Halsschlagandern herausgerissen wurden, hat sie nicht aufgehört unbequeme Wahrheiten an die Öffentlichkeit zu zerren. Auch Zivil- und Strafverfahren schreckten sie nicht ab, sie hat immer weitergemacht. Sie recherchiert bis sie schließlich einem Attentat zum Opfer fällt.

    Damit ihr Tod nicht umsonst gewesen ist, haben ihre Söhne die Mosaiksteine ihrer Arbeit zusammengetragen und festgehalten, dass Malta unter Beteiligung der Regierung ein Epizentrum der Geldwäsche bildet, unter dem die Bevölkerung zu leiden hat. Korruption in der Regierung und in der Geschäftswelt gehören zum Alltag. Was hier zutage kommt ist einfach nur schockierend. Obwohl sie Skandale an die Öffentlichkeit bringt, die danach schreien, dass die Gesellschaft einschreitet, dass sich etwas ändert, bewegt sich nichts, die Welt schaut zu und das so lange bis eine engagierte, mutige Frau umgebracht wird.

    Dieses Buch ist nicht einfach zu lesen, aber unglaublich wichtig und ich hoffe, dass es von vielen Menschen gelesen wird und damit sich endlich etwas ändert.
    Tsang, K: Sam Wu - Hat KEINE Angst vor Geistern

    Tsang, K: Sam Wu - Hat KEINE Angst vor Geistern (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    16.09.2020

    Genial gestaltet & sehr lebendig

    „Sam Wu - hat KEINE Angst vor Geistern“ ist das erste Buch von dem Autorenduo Katie und Kevin Tsang.

    Sam Wu ist – durch seine Freundin Zoe beurkundet - staatlich geprüfter Geisterjäger und muß seinem Erzfeind Ralf Philip Zinkermann dem Dritte beweisen, dass er keine Angst hat und kein Angsthase ist wie dieser behauptet. Deswegen begibt er sich mit Unterstützung seiner Freunde Zoe und Anton auf Geisterjagd. Passende Anregungen findet er bei seiner Lieblingsserie Space Blasters.

    Die Gestaltung der Geschichte ist klasse und erinnert durch die zahlreichen Illustrationen von Nathan Reed, den Sprechblasen und durch die verschiedenen Schrifttypen schon fast an einen Comic. Dadurch wirken die Ereignisse sehr lebendig, humorvoll und sind auch gut eignet für Kinder, die nicht so gerne lesen bzw. beim Vorlesen viel zum Schauen haben wollen.

    Sam Wu ist ein toller Protagonist, den man einfach mögen muss. Er wird ebenso lebendig dargestellt wie die übrigen Charaktere.
    Da die Ereignisse aus der Ich-Perspektive von Sam berichtet werden, kann man sich gut in ihn hineinversetzen. Es werden wichtige Themen wie Angst, Mobbing, Freundschaft und Unterstützung altersgerecht angesprochen. Das Buch ist für kleine Kinder ab 5 Jahren empfohlen und ich finde, dass es eine gute Grundlage bietet, um mit ihnen über diese schwierigen Themen zu sprechen.

    Fazit: Ein wundervoll illustriertes Kinderbuch, das wichtigen Themen anspricht und mit seinem Humor nicht nur die Kleinen begeistert.
    Die verschwindende Hälfte

    Die verschwindende Hälfte (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    13.09.2020

    Tiefgründig & zeitlos

    „Die verschwindende Hälfte“ ist nach „Die Mütter“ der zweite Roman der US-amerikanischen Schriftstellerin Brit Bennett.


    Stella und Desiree sind Zwillingsschwestern und wurden in Mallard einem kleinen Ort in Louisiana geboren, deren Bevölkerung über die Jahre hinweg immer hellhäutiger wurde. Auch die Schwestern sind fast weiß. So unterschiedlich die beiden auch sind, eines ist jeder von ihnen klar, in Mallard haben sie keine Zukunft. Sie gehen nach New Orleans, wo sich ihre Wege trennen. Während Desiree einen sehr dunkelhäutigen Mann heiratet, beginnt Stella in einem Büro mit Weißen zu arbeiten.


    In ihrem Roman greift Brit Bennett ein sehr aktuelles Thema der amerikanischen Geschichte auf. Sie setzt sich dabei gleichermaßen mit der Vergangenheit und mit der Gegenwart des Landes auseinander, hinterfragt gesellschaftliche Normen und Werte. Die Charaktere sind detailliert gezeichnet und wirken authentisch.
    Der Schreibstil ist klar und eindringlich, mit ihren Worten kommt die Autorin direkt bei ihren Lesern an.


    Fazit: Ein mutiger, intensiver und tiefgründiger Roman der schwierige Themen anspricht und nach dem Lesen noch lange nachhallt.
    Bailey, C: Bis wir uns wiedersehen

    Bailey, C: Bis wir uns wiedersehen (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    13.09.2020

    Ein unfassbares Stück Geschichte

    In ihrem Buch „Bis wir uns wiedersehen“ hat die Autorin Catherine Bailey ein erschreckendes Stück Geschichte wieder zum Leben erweckt.

    Es geht um das Leben von Fey von Hassell (*22.10.2018 - † 12.02.2010), deren Vater - Kommunalpolitikers und Widerstandskämpfer - hingerichtet und deren Kinder von den Nazis geraubt wurden.

    Während des kurzen Prologs erhält man bereits unglaublich viele Informationen und die ersten Kapitel wirkten auf mich sehr sachlich und emotionslos und man erfährt mehr über Feys Söhne als über sie selbst. Der Schreibstil verändert sich aber dahingehend, dass es später deutlich emotionaler wird und mich sehr schockiert, berührt und erschreckt hat.

    Es ist aber nicht nur die Geschichte der Familie, um die es hier geht, viel mehr wird anhand ihr die komplexe politische Lage des Landes dargestellt. Historische Ereignisse und Gegebenheiten wurden sorgfältig recherchiert und aufgezeichnet, was durch die umfangreichen Anmerkungen am Ende belegt wird. Fotos und Karten und ein Personenregister ergänzen das Gesamtwerk.
    In diesem Buch werden die geschichtlichen Tragödien und der Schmerz vieler Familien wieder lebendig.

    Es ist keine leichte Lektüre, sondern erschreckende Realität vor der man auch nach so vielen Jahren nicht die Augen verschließen darf.
    Das Schicksal der Henkerin

    Das Schicksal der Henkerin (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    13.09.2020

    Spannend, fesselnd und ungewöhnlich rasant für einen historischen Roman

    „Das Schicksal der Henkerin“ ist nach „Die Henkerin“ und „Die Tränen der Henkerin“ der dritte historische Roman um die Protagonistin Meslisande, die das Autorenduo Sabine Klewe und Martin Conrath und dem Namen Sabine Martin veröffentlicht haben.

    Die Handlung beginnt 1340. Melisande lebt mit ihrem Mann Wendel und ihren beiden Kindern Gertrud und Toni in Rottweil. Ihre Familie hat sie bereits vor Jahren auf tragische Weise verloren. Nun erhält sie von ihrem totgeglaubten Bruder Rudger einen Brief, in dem er sie dringend um Hilfe bittet, da er unschuldig im Gefängnis in Esslingen sitzt und hingerichtet werden soll. Kurzentschlossen begibt sich Melisande auf die Reise und ahnt nicht, in welche Gefahr sie sich begibt.

    Der Schreibstil der Autoren ist fesselnd, lebendig, rasant und versetzt einen direkt in das 14. Jahrhundert.

    Zu Beginn wechselt die Handlung zwischen den Jahren 1340 und 1325. Dadurch erfährt man einiges über Melisandes Vergangenheit und kann den Ereignissen auch dann gut folgen, wenn man keine Vorkenntnisse aus den vorherigen Romanen hat. Beinahe jedes Kapitel endet mit einem kleinen Cliffhänger, die es schwierig werden lassen das Buch aus der Hand zu legen. Die Ereignisse überschlagen sich regelrecht und das von der ersten Seite an, so dass ich beinahe den Eindruck hatte mich in einem knapp 500 Seiten starkem Showdown zu befinden.
    Die Charaktere wurden gut ausgearbeitet. Melisande ist eine kluge und starke Protagonistin, die ebenso authentisch wirkt wie Wendel, Rudger und andere weniger sympathische Zeitgenossen.

    Das Buch ist eine tolle Zeitreise in das Mittelalter, man erfährt viel über das Lebensgefühl, spürt die Atmosphäre, erhält eine Menge Informationen über die rauen Sitten und historische Begebenheiten.

    Mich hat die Geschichte um Melisande und ihre Familie gefesselt, das Mittelalter ist lebendig geworden und ich kann das Buch nur empfehlen.
    Kalmann

    Kalmann (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    12.09.2020

    Liebenswerter Protagonist

    „Kalmann“ ist ein herzerwärmender Roman des Schweizer Journalisten und Schriftstellers Joachim B. Schmidt, der heute auf Island lebt.

    Der 33-jährige Kalmann lebt im Nordosten von Island in dem kleinen Ort Raufarhöfn. Er ist bei seinem Großvater aufgewachsen, der ihm das Jagen, alles Wissenswerte über Gammelhai und auch sonst alles Wichtige für das Leben beigebracht hat. Kalmann sieht sich als Sheriff von Raufarhöfn. Als er eines Tages im Winter eine Blutlache im weißen Schnee entdeckt, möchte er – als selbsternannter Sheriff – den Dingen auf den Grund gehen und beteiligt sich an den Ermittlungen.

    Kalmann ist ein liebenswerter Protagonist mit einem schlichten Gemüt weshalb er von den anderen Dorfbewohnern als der Dorftrottel gesehen wird. Seine Gedankengänge sind einfach, teilweise auch naiv, er teilt seine Gedanken und viele tolle Aussagen seines Großvaters so offen und unverblümt, dass man ihn einfach gern haben muss.

    Die Landschaft von Island wird sehr bildlich beschrieben. Man merkt, dass der Autor das Land liebt und dort den Touristen die schönsten Orte zeigt. Ich hatte den Schnee, die Wasserfälle und die Einsamkeit direkt vor Augen und auch die Kälte ist direkt bei mir angekommen.

    Die Beschreibungen des Jagens, des Erlegens und der Zubereitung des Gammelhais ist nichts für zarte Gemüter, da Schmidt hier nicht an ausführlichen Details spart.

    Das Buch liest sich nicht wie ein Krimi, sondern eher wie ein Roman, ein wenig Spannung ist enthalten, aber es lebt mehr von der Atmosphäre Islands und seinem einzigartigem Protagonisten Kalmann.

    Mir hat dieses außergewöhnliche und warmherzige Buch sehr gut gefallen.
    Mein erster Europa-Atlas

    Andrea Erne
    Mein erster Europa-Atlas (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    06.09.2020

    Bunter Atlas für kleine Weltentdecker

    „Mein erster Europa-Atlas“ aus der „Wieso ? Weshalb Warum ? – Sachbuch Reihe“ ist für kleine Weltentdecker im Alter von 4 bis 7 Jahren gedacht.

    Mit einfachen Worten und vielen bunten Illustrationen führen hier die Autorin Andrea Erne und die Illustratorin Anne Ebert durch ganz Europa.

    Auf jeder Seite gibt es eine Menge zu entdecken und man erhält wissenswerte Fakten zu sämtlichen Ländern Europas, was für die verschiedenen Regionen typisch ist und was man dort besichtigen oder bewundern kann. Durch kleine Klappen lassen sich auf jeder Seite noch mehr Informationen entdecken als zuerst angenommen und man kann die kleinen Zuhörer beim Lesen aktiv mit einbeziehen.

    Als Highlight gibt es zu dem Buch noch ein großes Poster, auf dem man auf einer Europakarte die Flaggen der europäischen Länder kennenlernt.

    Auch wenn das Buch für Vorschulkinder gemacht und gedacht ist, ältere Geschwister können hier auch noch eine Menge Neues erfahren und lernen.

    Sowohl optisch als auch inhaltlich finde ich das Buch total gelungen.
    Unser Mathelehrer unterrichtet von draußen - damit er dabei rauchen kann!

    Unser Mathelehrer unterrichtet von draußen - damit er dabei rauchen kann! (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    30.08.2020

    Schulalltag – lustig bis erschreckend

    „Unser Mathelehrer unterrichtet von draußen - damit er dabei rauchen kann!“ ist eine Sammlung von lustigen, skurrilen aber teils auch erschreckenden Anekdoten aus dem Schulalltag zusammengetragen von den Autorinnen Lena Greiner und Carola Padtberg.

    Wie schon der Titel vermuten lässt, kommt die Berufsgruppe der Lehrer hier nicht besonders gut weg. Dabei sollte man natürlich im Hinterkopf behalten, dass lediglich Extremfälle aufgeführt sind von denen es allerdings im Schulalltag mehr als genug gibt.

    In jedem Kapitel wird etwas Anderes thematisiert. Es geht z.B. um die verschiedenen Lehrertypen, Sprüche, Spleens, Pech und Pannen oder auch die Rechte der Schüler und vieles mehr. Für Abwechslung ist gesorgt, einige Ereignisse haben mich amüsiert, andere mit dem Kopf schütteln lassen und für Entsetzen gesorgt. Zwischendurch sind auch noch ein paar informative Fakten eingearbeitet, die allerdings den meisten Eltern und Schülern bekannt sein dürften.

    Der Schreibstil des Buches ist einfach und leicht verständlich und die Kapitel lassen sich gut nebenbei lesen, wenn man ein wenig Abwechslung haben möchte.

    Fazit: Ein informatives Buch über den Schulalltag – kurzweilig und unterhaltsam.
    Die Spiegelreisende Band 4 - Im Sturm der Echos

    Christelle Dabos
    Die Spiegelreisende Band 4 - Im Sturm der Echos (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    30.08.2020

    Verwirrendes Ende einer fantastischen Reihe

    „Die Spiegelreisende – Im Sturm der Echos“ ist der vierte und somit letzte Band der Tetralogie um die Protagonistin Ophelia von der französischen Autorin Christelle Dabos. Um das Buch vollends zu verstehen sollte man unbedingt die vorherigen Bände gelesen haben, da es ohne Hintergrundwissen schwierig wäre, die Handlung nachzuvollziehen.

    Die Archen drohen auseinanderzufallen, Menschen sterben und es ist keine Lösung in Sicht. Ophelia und Thorn versuchen alles, um diese Zerstörung zu stoppen. Sie müssen die Echos finden und diese zusammenführen.

    Ich war unglaublich gespannt auf diesen letzten Band und da ich von den vorherigen wirklich begeistert war, hatte ich dementsprechend hohe Erwartungen, die leider ein wenig enttäuscht wurden. Vielleicht habe ich aber auch einfach zu viel erwartet.

    Zu Beginn hat mich auch dieser Band wieder fasziniert. Die Autorin versteht es mich mit ihrem Schreibstil zu bannen und in eine andere magische, einfach atemberaubende und fantastische Welt abtauchen zu lassen. Leider fand ich aber dieses Mal den Aufbau der Erzählstränge recht verwirrend. Lange Beschreibungen über Ereignisse deren Sinn sich mir bis zum Ende nicht erschlossen hat, haben das Lesen ein wenig mühsam und langwierig werden lassen. Dafür fehlte mir die weitere Entwicklung der Charaktere aus den ersten Bänden.

    Das Ende lässt leider viele Fragen offen und ich konnte und wollte gar nicht glauben, dass es sich hier wirklich um das Ende handelt. Es müssen nicht immer alle Fragen 100%ig erklärt werden und es darf gerne einiges der Fantasie des Lesers überlassen werden, aber hier war mir das eindeutig zu viel.

    Christelle Dabos hat mit der Buchreihe über „Die Spiegelreisende“ ein ganz eigenes Universum geschaffen, in dem sich nichts vorhersehen lässt und das mich sehr gefesselt hat. Dieses Finale lässt mich aber leider ein wenig ratlos zurück und deswegen gibt es von mir auch nur 3 Sterne.
    Silver Crown - Forbidden Royals

    Julie Johnson
    Silver Crown - Forbidden Royals (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    29.08.2020

    Mitreißender Trilogieauftakt

    „Silver Crown“ ist der erste Band der Forbidden Royals-Trilogie der Autorin Julie Johnson.
    Emilia Lancaster studiert und führt ein ganz normales Leben. Niemand weiß, dass sie die uneheliche Tochter von Linus Lancaster, dem Bruder des Königs ist. Aufgewachsen ist sie allein mit ihrer Mutter, die nicht viel Gutes über Linus zu sagen hatte und viel zu früh gestorben ist. Kurz nachdem ein Nachrichtensprecher verkündet, dass das Königspaar tot ist und der Thronfolger in Lebensgefahr schwebt, wird Emilia gekidnappt, da sich die Thronfolge geändert hat und Linus zum König gekrönt werden soll. Sie wird in den Palast gebracht und soll auf ihre Aufgabe als Kronprinzessin vorbereitet werden. Emilia ist vollkommen überfordert und legt keinen Wert auf diese Rolle. Auf dem Weg zum Palast lernt sie Carter Thorne – ihren Stiefbruder - kennen und es erfolgt ein rasanter erster Schlagabtausch…
    Bereits mit den ersten Sätzen wirft Julie Johnson ihre Leser/innen mitten ins Geschehen. Der Schreibstil ist einfach erstklassig - lebendig, frech und amüsant. Die Dialoge zwischen den Charakteren sind einfach großartig, haben mich mehrfach zum Lachen gebracht, wirken aber trotzdem stets authentisch.
    Die Charaktere werden detailliert und facettenreich dargestellt. Emilia fand ich auf Anhieb sympathisch, sie ist frech, lässt sich nichts gefallen und weiß ziemlich genau, was sie will oder auch nicht will. Dadurch dass alles aus ihrer Perspektive geschrieben ist, kann man sich ziemlich gut in ihre Situation hineinversetzen.
    Carter wirkte auf mich ein wenig mysteriös, aber auch er gefiel mir, ein wenig Badboy aber nicht zu sehr. Auch seine Schwester Chloe ist ein toller Charakter, sehr gerade und ehrlich, so dass man sie sich an Emilias Seite wünscht. Mit Octavia hat die Autorin die perfekte Stiefmutter geschaffen. Emilias bester Freund Owen wirkt erst einmal wie der nette Junge von nebenan, aber ob es dabei bleibt ? Auch von Linus war ich hin- und hergerissen, war er die letzten Jahre wirklich so desinteressiert an Emilia oder gab es gute Gründe dafür ?
    Schnell wird eine Vielzahl von Fragen aufgeworfen, auf die man unbedingt eine Antwort finden möchte. Gleichzeitig fesseln die Ereignisse im Palast und die Frage, wie Emilia mit ihrer vollkommen neuen Situation umgehen wird.
    Zu Beginn des Buches findet man eine Übersicht über die Familienverhältnisse der königlichen Familie, die eine gute Übersicht verschafft. Erwähnenswert finde ich auch das ungewöhnliche Vorwort, das mich über alle Maße neugierig gemacht hat.
    Mich hat die Geschichte von der ersten bis zur letzten Seite mitgerissen und gefesselt, so dass ich es nun kaum erwarten kann bis Band zwei erscheint.
    Bittermonds Bucht

    Maike Harel
    Bittermonds Bucht (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    29.08.2020

    Ein magisches Abenteuer

    „Bittermonds Bucht“ ist eine abenteuerliche, fantastische und magische Geschichte der in Berlin lebenden Autorin Maike Harel.

    Jukka und Käpt`n Winnie Bittermond wohnen direkt am Strand am Meer. Jukka lebt in einer kleinen Hütte und Käpt`n Bittermond auf einem Schiff, da er das sanfte Schaukeln der Wellen liebt. Dort sind die beiden unter sich, bis eines Tages eine Frau – Kandidel Wind - mit ihrer Tochter – Liliana Lasara - zu ihnen kommen. Erst ist Jukka sehr skeptisch, aber es wird schnell klar, dass Winnie und Kandidel sich von früher kennen. Nachdem Kandidel Lila in der Bucht alleine zurücklässt und auch noch das Glasherz von Käpt`n Bittermond mitnimmt, machen sich Jukka und Lila gemeinsam auf die Suche.

    Der Schreibstil der Autorin ist lebendig und sehr bildhaft. Sie nimmt einen direkt mit in die Bucht und an den Strand, malt dabei mit Worten Bilder, so dass man sich alles genau vorstellen kann. Die Charaktere wirken authentisch und nach den ersten Dissonanzen zwischen Jukka und Lila entsteht zwischen ihnen eine wundervolle Freundschaft.

    Die Gestaltung des Buches ist einfach zauberhaft. Neben dem durch die Illustratorin Florentine Prechtel liebevoll gestaltetem Cover kann man auf den Innencovern tolle Karten bewundern und zu den Kapitelanfängen und Enden kleine passende Zeichnungen.

    Das Buch ist fesselnd und neben einem unterhaltsamen und magischen Abenteuer werden wichtige Themen wie Freundschaft und die Frage nach der Herkunft aufgegriffen.

    Uns hat das Buch sehr gut gefallen. Die optische Gestaltung und die Story greifen so stimmig ineinander, dass es ein rundum gelungenes Leseerlebnis ist.
    Kögl, G: Gipskind

    Kögl, G: Gipskind (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    26.08.2020

    Berührend – ein Roman, der einem unter die Haut geht

    „Gipskind“ ist ein Roman, der einen in die Vergangenheit der 1960er Jahre reisen lässt, von der in Wien lebenden Autorin Gabriele Kögl.

    Andrea für ihre Eltern nur „die Kleine“, findet bei diesen nur wenig Liebe und Zuneigung und lebt nicht wie ein geliebtes Kind im Kreis der Familie, sondern viel mehr wie ein anstrengendes Problem, das da ist und mit dem man klar kommen muss, da sie bereits mit einer Behinderung zur Welt kam. Viel zu sehr sind sie mit ihrem Leben und dem Überleben beschäftigt und finden keine Zeit für ihre Tochter. Lediglich durch ihre Oma erfährt Andrea Zuneigung und Menschlichkeit.

    Der Schreibstil von Gabriele Kögl ist sehr direkt, so dass man umgehend in die Familie und deren Alltag mit hineingenommen wird. Der Umgang der Eltern mit Andrea ist lieblos und löst beim Lesen ein beklemmendes Gefühl aus. Trotzdem entwickelt sich Andrea - dank der Liebe ihrer Großmutter -zu einer starken Persönlichkeit, die sich nicht so leicht unterkriegen lässt.

    Historische Hintergründe, das politische und gesellschaftliche Zeitgeschehen fließen nebenbei in die Handlung ein und vermitteln ein authentisches Bild der gesamten Ereignisse. Dazu trägt ebenso der Dialekt, den die Charaktere sprechen bei, wodurch dem Roman die Atmosphäre der Zeit und der Umgebung nahe gebracht wird.

    Fazit: Kein einfacher, aber ein durchweg gut gelungener Roman über ein nicht ganz einfaches Familienleben der 1960er Jahre in Österreich.
    Onkel Stan und Dan und das gar nicht lieblich-niedliche Mondabenteuer

    Onkel Stan und Dan und das gar nicht lieblich-niedliche Mondabenteuer (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    25.08.2020

    Ungewöhnlich – schräg – amüsant

    „Onkel Stan und Dan und das gar nicht lieblich-niedliche Mondabenteuer“ ist bereits der dritte Band mit dem Duo Onkel Stan und Dan von dem schottischen Autor A.L. Kennedy. Man kann die Bücher ohne Verständnisprobleme unabhängig voneinander lesen.

    Eigentlich ist das Leben von Onkel Stan und seinem Freund Dan – dem Dachs – gerade so richtig schön. Aber bevor es langweilig wird verliebt sich Dan in eine Dachsame und der Mond muss gerettet werden…
    Wieder einmal beschreibt der Autor die verrücktesten Situationen. Neue Charaktere, die ebenso skurril sind wie die altbekannten, erhalten Einzug in das Geschehen und man darf sich über ein Wiedersehen mit den altbekannten Charakteren freuen.

    Der Schreibstil ist sehr lebendig und leicht verständlich, die Sätze sind kurz und gut geeignet für die Zielgruppe der 9 bis 11-jährigen Leser. Die Charaktere sind allesamt besonders, teils abgedreht, teils liebenswert aber allesamt glaubwürdig. Kleine Streitereien zwischen den Lamas Carlos und Jennifer und viel Wortwitz machen die Handlung amüsant und die skurrilen und ungewöhnlichen Ereignisse um den kleinen Dachs bereiten einfach Spaß.

    Zahlreiche detaillierte Zeichnungen der Illustratorin Gemma Correll runden die Ereignisse perfekt ab und jede einzelne für sich zaubert dem Leser ein Lächeln ins Gesicht.

    Fazit: Wir fanden auch diesen Band wieder einfach großartig und hoffen auf ein baldiges Wiedersehen mit Onkel Stan und Dan. So abgedreht und amüsant wie die Geschichte ist, bereitet sie nicht nur jungen Lesern, sondern auch den Vorlesern große Freude.

    Wie man 13 wird und zum Superhelden mutiert (Wie man 13 wird 4)

    Pete Johnson
    Wie man 13 wird und zum Superhelden mutiert (Wie man 13 wird 4) (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    13.08.2020

    Chaotisch, cool, spannend

    „Wie man 13 wird und zum Superhelden mutiert“ ist der vierte Band mit dem Protagonisten Markus, von dem britischen Filmkritiker, Lehrer und Autor Pete Johnson. Die Bücher lassen sich problemlos auch unabhängig voneinander lesen.

    Markus hat an seinem 13. Geburtstag erfahren hat, dass er ein Halbvampir ist. Aber jetzt hat er sein Gedächtnis verloren und kann sich nicht mehr daran erinnern. Seine Freundin Tallulah kann das gar nicht fassen und will der Sache auf den Grund gehen. Dabei erlebt sie so einiges und gerät in brenzlige Situationen.

    Dieses Mal steht Tallulah im Vordergrund und der größte Teil der Geschichte wird aus ihrer Sicht geschildert. Der Schreibstil des Autors ist ausgesprochen amüsant und enthält auch einiges an Spannung. Er beschreibt seine Charaktere sympathisch und liebenswert. Man kann mit ihnen mitfühlen und rätseln.

    Bei der Gestaltung des Buches stimmt einfach alles. Es passt gut zu den vorherigen Romanen und enthält wieder schöne schwarz-weiß Illustrationen, die die Ereignisse perfekt abrunden. Auch die kurze Beschreibung der wichtigsten Charaktere im Innencover finde ich rundum gelungen. So bekommt man auch als Neueinsteiger in die Reihe einen guten Überblick.

    Fazit: Spannende und amüsante Unterhaltung für coole Kids und auch den Rest der Familie.
    Geburtstagskind

    Anders Roslund
    Geburtstagskind (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    09.08.2020

    So fesselnd, dass einem die Luft wegbleibt

    „Geburtstagskind“ ist das erste alleinige Roman, des schwedischen Journalisten und Krimiautors Anders Roslund, der zuvor schon einige Bücher im Team mit Börge Hellström bzw. Stefan Thunberg veröffentlicht hat.

    Ewert Grens arbeit bei der Stockhomer Polizei und hat noch sechs Monate bis zur Rente als ihn ein Fall, der bereits 17 Jahre zurückliegt und für den er zuständig war, einholt.

    Damals am Geburtstag der fünfjährigen Zana war ihre Familie umgebracht worden und das kleine Mädchen lebte ahnungslos tagelang zwischen ihren toten Eltern und Geschwistern. Kommissar Grens war derjenige, der Zana fröhlich singend in der Wohnung, in der bereits ein deutlicher Verwesungsgeruch zu vernehmen war, fand.

    Nun wurde in der gleichen Wohnung eingebrochen und die Täter von damals haben nach etwas gesucht. Etwas, das Grens und seine Kollegen damals übersehen haben. Grens weiß, dass es Zusammenhänge gibt, dass jemand nach Zana sucht und setzt alles daran die Täter rechtzeitig zu finden.

    Bereits der Prolog sorgt für Entsetzen. Das Szenario wird so deutlich beschrieben, dass es für Gänsehaut sorgt und einem beim Lesen regelrecht die Luft wegbleibt. Gleichzeitig hat man lauter Fragezeichen im Kopf. Warum wurde Zana nicht umgebracht ? Was ist danach aus ihr geworden ?

    Der Schreibstil des Autors ist fesselnd und die Spannung nimmt stetig zu. Die Suche nach dem Mörder ist schwierig und verwirrend. Die Informationen, die erst nach nach zu Tage treten machen es schwierig die richtigen Schlüsse zu ziehen und es macht Spaß die Ermittlungsarbeit von Ewert Grens und Piet Hoffmann zu verfolgen.

    Die Charaktere werden facettenreich und interessant beschrieben. Die Ermittler wirken sympathisch und ihr Einsatz ist mehr als einfach nur Arbeit. Man spürt wie wichtig es für sie – insbesondere für Grens – ist, den Fall zu lösen und vor allem Zana rechtzeitig zu finden und sie zu schützen.

    Ich konnte das Buch schon nach wenigen Seiten gar nicht mehr aus der Hand legen und kann es Liebhabern von schwedischen Krimis nur empfehlen.
    Die verstummte Frau

    Karin Slaughter
    Die verstummte Frau (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    01.08.2020

    Spannend & fesselnd aber auch brutal

    „Die verstummte Frau“ ist der 8. Band der Georgia-Serie der amerikanischen Schriftstellerin Karin Slaughter und wieder einmal ein spannender und gelungener Fall für Will Trent und Sara Linton.

    Eine junge Frau wird brutal angegriffen und liegengelassen. Vor acht Jahren gab es bereits einen ähnlichen Fall und alles deutet auf den gleichen Täter hin, aber Daryl diese sitzt im Gefängnis. Damals wurde der Fall von dem Polizeichef Jeffrey Tolliver, der zu dieser Zeit mit Sara Linton verheiratet war - untersucht. Alles deutet darauf hin, dass Beweise manipuliert wurden, um möglichst schnell einen Schuldigen vorweisen zu können. Nun soll Will den Fall übernehmen und ist damit in einer Zwickmühle, aber er will, dass die Wahrheit endlich ans Licht kommt. Erstaunlicherweise deuten tatsächlich alle Hinweise auf Daryl hin.

    Wieder einmal ist es Karin Slaughter fantastisch gelungen verschiedene Zeitebnen und Fälle auf eine ausgesprochen fesselnde und spannende Art und Weise zu verbinden. Durch den Wechsel der Zeiten, Rückblenden in die Vergangenheit und die Ermittlungen in der Gegenwart wird man permanent zum Weiterlesen animiert, da es auch immer wieder spannende Cliffhänger gibt.

    Die Charaktere wirken jeder für sich authentisch und lebendig. Es gibt aber nicht nur Spannung, sondern auch einiges an Emotionen. Gefühle, die bei Sara durch die Erinnerungen an die Vergangenheit aufkommen und auch in Form von kleineren Streitereien zwischen Will und Sara.

    Für schwache Nerven ist aber auch dieser Thriller nichts, da an Grausamkeiten, Brutalität und detaillierten Beschreibungen nicht gespart wurde.

    Wieder einmal ist es Karin Slaughter gelungen einen brillanten, gut durchdachten Thriller zu schreiben, bei dem man aufgrund seiner Spannung nicht aufhören mag zu lesen. Von mir gibt es für alle Thrillerfans eine klare Leseempfehlung.
    Cosway, L: Dreams of Yesterday

    Cosway, L: Dreams of Yesterday (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    26.07.2020

    Tolle Charaktere

    „Dreams of Yesterday“ ist der erste Band der CRACKS-Reihe von der Autorin L. H. Cosway.

    Vorweg: Wer den Klappentext noch nicht gelesen hat, sollte dies auch besser nicht tun. Bei mir hat er falsche Erwartungen geweckt, so dass ich beim Lesen ein wenig enttäuscht war, obwohl es sich um ein wirklich großartiges Buch handelt.

    Der Schreibstil von L. H. Cosway ist einfach grandios. Er lässt sich ganz leicht lesen und wechselt zwischen witzigen Dialogen und tiefgründigen Gesprächen.

    Zu Beginn lernt Evelyn – die bei ihrer Tante Yvonne wohnt – Dylan kennen. Dylan geht zur gleichen Schule wie sie und ist dort bei den weiblichen Schülerinnen äußerst begehrt. Ganz langsam entwickelt sich eine Beziehung zwischen den beiden und man erfährt nach und nach immer mehr aus ihrem Leben. Evelyn liebt Pflanzen und Dylan hat ein besonderes Faible für Düfte. Wichtig und immer mit dabei sund Evelyns bester Freund Sam und die Freunde von Dylan – Amy und Conor.

    Alle Charaktere sind etwas ganz Besonderes und gut ausgearbeitet. Evelyn war mir direkt sympathisch, Dylan ist ein außergewöhnlicher Typ und gefiel mir mit jeder Seite besser. Mit Sam hat Evelyn wirklich einen großartigen Freund, er ist ein ganz besonderer Charakter, total liebendwürdig, er ist ein Freund den sich jeder nur wünschen kann und dem man eigentlich nur das Beste wünscht. Ebenso ihrer Tante Yvonne, die sich liebevoll und bestimmt um Evelyn kümmert, ohne dabei zu autoritär zu wirken.

    Die Beziehung zwischen Evelyn und Dylan entwickelt sich zu Beginn ganz langsam. Das fand ich richtig schön, dann geht es zwischenzeitlich rasend schnell, für meinen Geschmack ein wenig zu schnell. Aber es gibt auch weniger sympathische Charaktere, die ebenso authentisch und lebendig wirken.
    Gut gefiel mir auch, dass in diesem Roman das Augenmerk nicht nur auf einer Generation liegt, sondern auch Evelyns Großmutter mit einbezogen wird, die Evelyn regelmäßig besucht.

    „Man kann bis ans andere Ende der Welt reisen, sich selbst nimmt man immer mit.“

    ist ein wahres und für dieses Buch sehr treffendes Zitat der Großmutter, dass im Leben eines jeden Menschen seine Gültigkeit hat.

    Ich habe das Buch wirklich gerne gelesen, hätte mir noch ein paar Seiten mehr gewünscht und bin besonders von den Charakteren begeistert.
    Alter Hund, neue Tricks

    Adrian Mckinty
    Alter Hund, neue Tricks (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    19.07.2020

    Komplex

    „Alter Hund, neue Tricks“ ist der achte Band der in Nordirland spielenden Krimiserie mit dem katholischen Kriminalinspektor Sean Duffy des Autors Adrian McKinty. Die Bücher lassen sich unabhängig voneinander lesen und man benötigt kein Wissen aus den vorherigen Fällen.

    Sean Duffy ist ein Familienmensch und wohnt mit seiner Frau und seiner kleinen Tochter in Schottland. Ein Mord an einem Landschaftsmaler, hinter dem mehr steckt als es anfänglich scheint, lässt ihn in Belfast ermitteln.
    Sean Duffy - der katholische Ermittler im protestantischen Belfast – ist einfach ein genialer Protagonist. Er ist cool, clever, entschlossen und besitzt jede Menge schwarzen Humor. Dadurch macht das Lesen seiner Fälle einfach Spaß. Man kann miträtseln und seine selbstironische Art bringt einem einfach zum Lachen.

    Durch den lebendigen Schreibstil und die vielen recht kurzen Kapitel entwickelt das Buch schnell eine Sogwirkung, die mich immer weiter lesen ließ und es mir schwer machte das Buch aus der Hand zu legen, bis ich wußte, was Sache ist.

    Für jeden Sean-Duffy-Fan und jeden, der es werden möchte, ist das Buch ein Muss. Ich kann es nur empfehlen und freue mich auf weitere Fälle mit Duffy.
    Verschollen in Palma

    Verschollen in Palma (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    19.07.2020

    Abgründe eines Urlaubsparadies

    „Verschollen in Palma“ ist ein spannender und atmosphärischer Krimi des schwedischen in Palma de Mallorca lebenden Schriftstellers Mons Kallentoft.

    Nachdem Tim Blancks 16-jährige Tochter Emme während eines Urlaubs nach einem Clubbesuch auf Mallorca verschwand, die Polizei die Suche eingestellt hat, will Tim nicht aufgeben und ändert sein Leben komplett. Er zieht aus Schweden nach Mallorca, beginnt dort als Privatdetektiv zu arbeiten und ermittelt auf eigene Faust. Tim erlebt die High Society Mallorcas, kommt mit Drogen, Gewalt, Korruption und Prostitution in Berührung, sieht Jugendliche die feiern und zu viel trinken. Tim gibt die Hoffnung nicht auf. Wird er eine Spur zu seiner Tochter finden und ihr Verschwinden aufklären ?

    Bisher war mir Mallorca hauptsächlich als Urlaubsinsel bekannt, entweder, um die Schönheit der Natur im Inneren der Insel zu entdecken oder um an den Stränden Party zu machen. Hier lernt man eine andere Seite der Insel kennen, in der es um Korruption, Macht und Gier geht.

    Der Schreibstil des Autors lässt sich gut lesen auch wenn es teilweise nur Wortfetzen sind, die aber die Gefühle und die Anspannung ausgesprochen lebendig werden lassen. Die Perspektive wechselt und es werden auch immer wieder Ereignisse aus der Sicht von Emme geschildert. Das erfordert ein wenig Konzentration aber die Spannung ist spürbar und die Ängste und Verzweiflung der Charaktere ebenfalls.

    Auch wenn es sich um eine Urlaubsinsel handelt, ein Urlaubskrimi ist dies definitiv nicht. Die Abgründe, die sich auftun sind tief und die Verzweiflung groß, fast unerträglich.

    Mich hat das Buch gefesselt und ich fand diesen Blick auf eine andere Seite der Mallorcas durchaus interessant du lesenswert.
    City of Girls

    City of Girls (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    18.07.2020

    Das New York in den 1940-er Jahren

    „City of Girls“ ist ein sehr lebendiger Roman der Autorin Elizabeth Gilbert, der ganz anders war, als ich erwartet hatte und bei dem mir wieder einmal deutlich geworden ist, dass es nicht immer ratsam ist den Klappentext zu lesen.

    Mit 19 Jahren bricht Vivan ihr Studium ab und aus ihrem Leben in der Provinz aus. Es folgt ein neuer Abschnitt für sie, ein Leben in aufregendes Leben in New York. Ihre Tante Peg, bei der sie unterkommt, betreibt ein heruntergekommenes Revue-Theater. Vivian schneidert Kostüme für das Theater und genießt das Nachtleben der Großstadt in vollen Zügen.

    Der Schreibstil von Elizabeth Gilbert liest sich einfach toll. Er lässt sich leicht lesen, ist charmant und amüsant. Sie schreibt lebendig und ich fühlte mich beim Lesen direkt angesprochen, so als ob mir jemand etwas erzählt. Es wird aus Vivians Sicht, die inzwischen eine sehr alte Frau ist, berichtet.

    Vivian kommt leider ziemlich oberflächlich rüber und ich hätte für ihre Persönlichkeit ein wenig mehr Tiefgang gewünscht. Auch ihr Handeln und ihre Einstellungen konnte ich keineswegs immer gut heißen. Sehr interessant fand ich die Nebencharaktere, die mir viel prägnanter in Erinnerung geblieben sind.

    Auch wenn ich vollkommen andere Erwartungen an das Buch hatte, hat es mich insgesamt gut unterhalten und mir einen interessanten Einblick in das New York der 1940-er Jahre gewährt.
    Petrowitz, M: Dragon Ninjas, Band 2: Der Drache des Feuers

    Petrowitz, M: Dragon Ninjas, Band 2: Der Drache des Feuers (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    08.07.2020

    Ein weiteres spannendes Abenteuer der Dragon-Ninja-Reihe

    „Dragon Ninjas: Der Drache des Feuers“ ist der zweite Band der Dragon-Ninjas-Reihe des Autors Michael Petrowitz.

    Dieses Mal müssen die drei Dragon Ninjas Lian, Sui und Pepp eine weitere magische Waffe in Sicherheit bringen, die Fukiya - ein Blasrohr das enorme Stichflammen erzeugen kann. Diese wird allerdings von dem bösen Drachen O-Gonsho bewacht und ihm diesen zu überlisten, müssen die Freunde eine Perle finden.

    Der Schreibstil ist gut geeignet für die Zielgruppe der ab 8-jährigen, da der Autor einfache und klare Sätze verwendet. Ebenso passend sind die kurzen Kapitel, die sich perfekt für Leseanfänger eignen.

    Die Ereignisse sind spannend und die verschiedenen Charaktere wirken lebendig und authentisch. Jeder hat so seine Macken und auch ganz besondere Fähigkeiten.

    Im Buch befinden sich zahlreiche detaillierte schwarz-weiß Zeichnungen des Illustrators Marek Bláha. Sie machen das Buch zu einem rundum gelungenen Leseereignis. Am Ende findet man noch einige Erklärungen zu den wichtigsten Begriffen aus der Welt der Ninjas.

    Insgesamt ist es ein tolles Leseabenteuer für kleine Leser, in dem die Spannung bis zum Ende erhalten bleibt und in dem wieder einmal deutlich wird, wie wichtig es ist, gute Freunde zu haben.

    Wir sind jetzt schon gespannt auf die beiden nächsten Bände und welche Hindernisse die drei Freunde überwinden müssen, um an die übrigen beiden magischen Waffen zu gelangen.
    301 bis 325 von 390 Rezensionen
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