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    Tara Top 50 Rezensent

    Aktiv seit: 24. August 2019
    "Hilfreich"-Bewertungen: 37

    Bitte beachten Sie

    Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.

    398 Rezensionen

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    Ashley, K: April & Storm - Stärker als die Nacht

    Ashley, K: April & Storm - Stärker als die Nacht (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    28.08.2021

    Emotionaler und mitreißender Trilogie-Auftakt

    „April & Storm - Stärker als die Nacht“ ist der erste Band der „Forever Us“-Reihe der Autorin und Journalistin Karen Ashley .

    Nachdem die 27-jährige April den Krebs besiegt hat, braucht sie Abstand von ihren Helikoptereltern und ihrem bisherigem Leben. Gemeinsam mit ihrem Freund Jan, den sie im Krankenhaus kennengelernt hat, zieht sie aus einem kleinen Dorf in Deutschland nach San Francisco. Kurz darauf geht ihre Beziehung zu Jan in die Brüche. Dennoch ist April fest entschlossen ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen und sucht einen neuen Mitbewohner für die WG, in der sie mit Jan wohnte. Neben vielen merkwürdigen Bewerbern meldet sich auch der Musiker Storm, zu dem sich April mehr hingezogen fühlt, als sie sich selbst eingestehen möchte. Storm hat eine Menge sichtbarer Narben, aber es sind nicht nur die sichtbaren Narben, die ihn besonders machen. Glücklicherweise lebt auch Aprils Tante Maggie mit ihrer Lebensgefährtin Lydia in Nob Hill in Kalifornien und steht April stets zur Seite.

    Der Schreibstil von Karen Ashley ist mitreißend und leicht zu lesen. Die Ereignisse werden im Wechsel aus der Ich-Perspektive von April und aus der dritten Person von Storm berichtet. Durch diese Wechsel bekommt man einen guten Einblick in die Gefühlswelt der beiden Protagonisten. Beide gefielen mir ausgesprochen gut. Sowohl April als auch Storm haben eine Vergangenheit, in der sie einige Hindernisse zu überwinden hatten. Beide haben dadurch einen Schutzwall um sich herum aufgebaut, der sich bei April dadurch äußert, dass sie stets die Kontrolle behalten möchte und bei Storm kommt ab und an eine leicht arrogante Seite durch. Ich mochte die beiden trotzdem sehr, ebenso wie Aprils abgedrehte Tante Maggie und ihre liebenswerte Nachbarin Mrs. Wolowitz mit ihrem lebhaften Hund Sky.

    Die gesamte Handlung ist sehr emotional und intensiv. Die Autorin hat schwierige Themen wie Tod, Drogen und Krebs in eine mitreißende Story eingebaut, die mit einem Cliffhänger endet, der mich ungeduldig auf die Fortsetzung warten lässt.
    Greta und Jannis

    Greta und Jannis (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    22.08.2021

    Ein beeindruckendes Debüt

    „Greta und Jannis - Vor acht oder in einhundert Jahren“ ist das Debüt der Autorin Sarah Kurate, die mich mit ihrem wundervollem Schreibstil zutiefst beeindruckt hat.

    Als Kinder hatten Greta und Jannis ein freundschaftlich-geschwisterliches Verhältnis zueinander, das irgendwann dem der ersten Verliebtheit wich, die nicht gewünscht war und nicht sein durfte. Jannis zieht in die Stadt und Greta lebt mit ihrer Großtante Serverine in einem schwer erreichbaren Gebirgsdorf. Dort kümmern sie sich gemeinsam um unerwünschte Kinder.

    Die Handlung beginnt mit der Reise in das Gebirge und endet mit dem Reise aus dem Gebirge. Die Kapitel dazwischen beziehen sich zeitlich immer auf einen Zeitpunkt nach der Apfelernte bzw. handeln vor acht Jahren. Zunächst fand ich das ein wenig verwirrend, aber im Nachhinein gut durchdacht, um dem Roman noch atmosphärischer zu gestalten.

    Greta und Jannis sind sympathische Protagonisten, man erfährt aber ebenso viel über den Nachbarn Cornelio und die Kinder, um die sich Greta und Serverine kümmern.

    Viel mehr als die Handlung hat mich jedoch der schöne poetische und melodische Schreibstil der Autorin für sich eingenommen. Die Beschreibungen sind nicht nur bildgewaltig, so dass beim Lesen direkt Bilder vor meinen Augen entstanden sind, sondern auch voller Düfte und Gerüche, so dass ich im Wechsel den Duft von Zimt, Frühling und Lavendel, den Geruch von Natur, Kühen und Kälbern und den Gestank von verwesenden Tieren in der Nase hatte. Ich denke, dass dies das erste Buch war, in dem mich der Schreibstil dermaßen beeindruckt hat, dass ich der Handlung weniger Bedeutung beigemessen habe als der Art wie diese transportiert wurde.

    Das ist kein Buch für schnelle Leser, sondern für solche, die Sprache lieben und sich gerne ein wenig Zeit zum Lesen nehmen.
    Der Brand

    Daniela Krien
    Der Brand (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    22.08.2021

    Was bleibt nach 30 Jahren Ehe ?

    „Der Brand“ ist ein vielschichtiger Roman der Autorin Daniela Krien.

    Rahel und Peter wohnen in Dresden, sind Mitte 50, seit fast 30 Jahren verheiratet und haben zwei erwachsene Kinder und zwei Enkelkinder. Im Laufe der Zeit ist die Liebe im Alltag untergegangen. Ein gemeinsamer Sommerurlaub soll eine Bestandsaufnahme ihrer Beziehung und für ihre Zukunft werden. Aber ihr Ferienhaus brennt ab. Stattdessen ergibt sich kurzfristig die Möglichkeit in die Uckermark zu fahren, um sich um den Hof einer Freundin von Rahels verstorbenen Mutter zu kümmern, die ihren Mann nach einem Schlaganfall zu einer Reha begleiten soll.

    Das Buch ist nur ein kurzer Auszug aus dem Leben von Rahel und Peter, aber man erfährt eine Menge über ihre Vergangenheit und ihre Familie. Da ist ihre Tochter, mit ihren beiden recht wenig erzogenen Kindern, die ebenfalls Eheprobleme hat, die früh an Krebs verstorbene Mutter von Rahel, ihr unbekannter Vater und viele andere. Rahel und Peter geht es von außen betrachtet sehr gut. Peter ist Literaturprofessor und Rahel ist Psychologin. Sie führen ein gesellschaftlich angesehenes Leben und sind gut aufgestellt.

    Die Geschichte ist sehr einfühlsam geschrieben. Der Schreibstil von Daniela Krien lässt sich angenehm leicht lesen. Obwohl die Situation zwischenzeitlich recht bedrückend ist, gibt es auch immer wieder humorvolle Stellen. Die Charaktere sind allesamt sehr vielschichtig und die Atmosphäre der Uckermark wird bildhaft und lebendig beschrieben. Besonders interessant fand ich, dass die Autorin immer wieder Bezug auf aktuelle Themen wie z. B. die Coronakrise und die Genderdebatte nimmt und gleichzeitig auch leichte Gesellschaftskritik einfließen lässt, die zum Nachdenken anregt.

    Mir hat das Buch gut gefallen und ich freue mich auf weitere Bücher der Autorin.
    Wie man einen Tiger fängt

    Wie man einen Tiger fängt (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    22.08.2021

    Fantasievoll, magisch und bewegend

    „Wie man einen Tiger fängt“ ist ein sehr fantasievoller Roman von der Autorin Tae Keller für junge Leser ab elf Jahren, bei dem eine Menge zwischen den Zeilen steckt.

    Die Protagonistin Lily fährt mit ihrer großen Schwester Sam und ihrer Mutter zu ihrer kranken Großmutter, ihrer Halmoni. Dort begegnet sie einem Tiger, einem magischen Tiger, der sprechen kann und der Lily einen Vorschlag macht.

    In einer sehr schönen eingängigen Sprache erzählt die Autorin, dass Lily über die Geschichten, die ihre Halomi ihr erzählt hat, wächst. In diesen werden sehr unterschiedliche Themen behandelt. Liebe, Verbundenheit, Verlust, Abschied, Freundschaft, Hoffnung, Vertrauen und vieles mehr werden ebenso thematisiert wie die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft. Mit 46 Kapiteln auf 350 Seiten sind die Kapitel alle recht kurz, was sich zum Einen gut für junge Leser eignet aber zum Anderen auch die Möglichkeit bietet über das Gelesene in Ruhe nachzudenken ohne an einer ungünstigen Stelle zu unterbrechen.

    Dieses Buch hat wirklich etwas Magisches und ist unglaublich vielseitig. Meiner Meinung nach ist es ein wunderschönes Buch, das junge Leser wohl erst nach und nach in Gänze erfassen können, was aber auch vollkommen okay ist, da es zum teil auch um sehr komplexe Themen geht.

    Mich hat dieses Buch begeistert und ich kann es nur empfehlen.
    Der Mauersegler

    Der Mauersegler (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    15.08.2021

    Über Trauer, Verlust, Freundschaft und Hoffnung

    „Der Mauersegler“ ist nach „Marianengraben“ das zweite Roman der Autorin Jasmin Schreiber. Da mich ihr Debüt begeistert hat, war ich sehr gespannt auf dieses Buch.

    Prometheus ist Arzt und forscht im Bereich Immuntherapie im Kampf gegen Krebs. Nachdem sein bester Freund Jakob an Blasenkrebs erkrankt ist, bindet er diesen in seine Studien mit ein. Erfolglos, Jakob stirbt und Prometheus ist mit den Nerven am Ende. Er flüchtet nach Dänemark an den Strand. Dort lernt er zwei Frauen kennen, die ihre eigenen Geheimnisse haben.

    Die Thematik ist nicht einfach. Trotzdem gelingt es der Autorin einen gewissen Humor einzubauen, der dafür sorgt, dass man während des Lesens nicht schwermütig wird. Sehr ruhig und eindringlich schildert sie die Ereignisse und es dauert eine ganze Weile, bis klar wird was Prometheus gemacht hat. Seine Emotionen, sein innerer Zwiespalt werden gut dargestellt. Die kurzen Kapitel, der Wechsel zwischen den Zeiten, sorgen für Abwechslung und ich musste einfach weiterlesen um zu erfahren, was sich ereignet hat. Dabei haben mich die Freundschaft der Männer, die Rückblicke auf ihre gemeinsame Zeit ebenso wie Jakobs Krankengeschichte und Prometheus Flucht gefesselt.

    Die unterschiedlichsten Emotionen liegen hier nah beieinander und ich habe mehrfach gestaunt, wie es Jasmin Schreiber gelungen ist Tragik und Humor miteinander zu verbinden.

    Mir hat auch dieser Roman von Jasmin Schreiber sehr gut gefallen und ich bin gespannt auf weitere Werke der Autorin.

    Ritchie Girl

    Ritchie Girl (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    08.08.2021

    Erschreckende Mischung aus Fakten und Fiktion

    „Ritchie Girl“ ist ein fesselnder und erschreckender Roman des in Berlin lebenden Autors Andreas Pflüger über die deutsche Geschichte.

    Paula Bloom ist die Tochter eines amerikanischen Geschäftsmanns, der in Berlin lebt. Nach ihrer Ausbildung in Maryland in Camp Ritchie - einem Ausbildungslager der US Army - geht es für sie zurück nach Deutschland. Dort werden bereits Kriegsverbrecher verurteilt und es ist mit an Paula herauszubekommen was der Wahrheit entspricht und was nicht – eine Aufgabe, an der sie zu zerbrechen droht.

    Der Schreibstil des Autors ist unglaublich intensiv. Mit jeder Seite wird man weiter in die Vergangenheit zurückversetzt und spürt Entsetzen über die damaligen Ereignisse aufsteigen. Schnell wird deutlich wie ausgiebig hier recherchiert wurde. Das Camp Ritchie gab es wirklich und dort wurden knapp 20.000 Soldaten ausgebildet, die in der US-Armee den Kampf gegen die NS-Diktatur aufnehmen sollten.

    Die Charaktere wirken authentisch, Paulas Verzweiflung, ihr innerer Zwiespalt sind nachvollziehbar.

    Ich habe schon einige Bücher über den Zweiten Weltkrieg und die Zeit danach gelesen. Aber noch keines, das sich mit dieser Thematik beschäftigt und die Ereignisse aus dieser Perspektive dargestellt hat. Mit diesem Roman wird ein Stück Geschichte lebendig. Die Mischung aus Fiktion und Fakten ist Andreas Pflüger so brillant gelungen, dass ich das ich das Buch trotz der heftigen Ereignisse kaum aus der Hand legen konnte.
    Evie und die Macht der Tiere

    Matt Haig
    Evie und die Macht der Tiere (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    08.08.2021

    Ein Abenteuer mit Botschaft

    Ich habe schon einige Bücher des britischen Autors Matt Haig mit Begeisterung gelesen, aber „Evie und die Macht der Tiere“ war das erste Kinder- bzw. Jugendbuch von ihm und mit diesem hat er mich ebenso überzeugt wie auch mit den übrigen Büchern, die ich von ihm kenne.

    Die elfjährige Evie lebt mit ihrem Vater in England und hat eine ganz besondere Gabe. Sie kann mit Tieren sprechen. Aber ihr Vater möchte das nicht, da er in Sorge ist, dass sie sich damit in Schwierigkeiten bringen könnte. Das geht eine ganze Weile gut, aber ein unheimlicher Mann, der ebenfalls eine ungewöhnliche Gabe besitzt, sorgt dafür, dass Gefahr für die gesamte Stadt droht. Um die Katastrophe zu verhindern ist tierische Hilfe von Nöten….

    Der Schreibstil von Matt Haig ist angenehm zu lesen. Die Sätze sind einfach, genau richtig für die Zielgruppe der jungen Leser für die das Buch gedacht ist und gleichzeitig auch sehr lebendig. Es wird schnell spannend und durch die Geschichte werden wichtige Botschaften vermittelt. Es geht um Tierliebe, Oberflächlichkeit, Gedankenlosigkeit und vieles mehr.

    Evie ist eine sehr sympathische Protagonistin. Sie ist sehr einfühlsam und handelt ausgesprochen clever.

    In dem Buch befinden sich zahlreiche süße Zeichnungen der Illustratorin Emily Gravett, die das Leseerlebnis perfekt abrunden.

    Ich kann das Buch empfehlen und das nicht nur für junge Leser oder Fans von Matt Haig, sondern allen, die spannende Geschichten mit ein wenig Magie und viel Liebe zu Tieren mögen.
    Dich hab ich nicht kommen sehen

    Dich hab ich nicht kommen sehen (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    01.08.2021

    Frisch & humorvoll

    „Dich hab ich nicht kommen sehen“ ist das gelungene Debüt der Autorin Nina Resinek.

    Die Anwältin Mari Thaler ist von Düsseldorf nach Berlin gezogen. Damit verändert sich ihr Leben mehr als geahnt. Durch ihre neue Wohnung lernt sie liebenswerte Menschen kennen und in ihrem neuen Job, steht sie vor Herausforderungen, mit denen sie nicht gerechnet hat.

    Der Schreibstil der Autorin ist toll und hat mir unglaublich gut gefallen, da er einfach mal anders war als alles, was ich bisher gelesen habe. Mari ist eine liebenswerte Protagonistin, manchmal ein wenig verpeilt, nicht besonders selbstsicher aber dennoch sehr zielstrebig. Ihre inneren Monologe sind sehr erfrischend, lebendig und wirken amüsant und authentisch auch wenn ihre Gedanken dabei oft ein wenig chaotisch hin und her springen.

    Die übrigen Charaktere werden ebenfalls gut beschrieben. Sie sind ein wenig schräg, da ist keiner langweilig oder normal, aber was ist schon normal (?). Mir gefiel diese Ansammlung an ungewöhnlichen Charakteren sehr gut. Da ist unter Anderem Leo, der Bruder ihrer Vermieterin, der Mari ständig über den Weg läuft, ein wenig schroff wirkt und sich gleichzeitig sehr süß um Mari kümmert. Auch der Hausverwalter Tom gefiel mir richtig gut und der kleine Toby mit seiner Vorliebe für Müllkuchen war auch einfach nur zum Liebhaben.

    Mich hat das Buch wirklich richtig gut unterhalten und ich habe eine Menge gelacht. Auch Maris Entwicklung fand ich gut gelungen, aber trotzdem konnte ich leider nicht alles nachvollziehen. Vielleicht lag es daran, dass die gesamte Story aus Maris Sicht geschildert wird. An einigen Stellen hätte ich mir einfach mehr Informationen gewünscht, um das Verhalten und die Veränderungen der anderen Charaktere besser nachvollziehen zu können.

    Insgesamt hat mich dieser Roman wirklich großartig unterhalten und ich würde sehr gerne weitere Bücher von Nina Resinek - in denen sie hoffentlich ihren einzigartigen Schreibstil beibehält - lesen.
    Wie du die Welt verändern kannst

    Wie du die Welt verändern kannst (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    24.07.2021

    Interessant & lehrreich

    „Wie du die Welt verändern kannst“ ist ein informatives Sachbuch für junge Leser ab zehn Jahren von der Autorin Sarah Welk.

    Es geht um Demokratie, Föderalismus, Politik im Kleinen und im Großen. Hier wird wichtiges Wissen einfach und gut formuliert an junge Leser einfach und ansprechend vermittelt, da auch die Optik des Buches toll gestaltet ist. Jede Seite sieht anders aus. Es gibt zahlreiche Zeichnungen der Illustratorin Dunja Schnabel und Wichtiges wird in kleinen Kästen übersichtlich zusammengefasst.

    Es geht hier nicht einfach nur um abstrakte Politik, sondern diese wird ganz konkret im Alltag, in der Familie und im Klassenzimmern angewandt. So wird erklärt wie man etwas bewirken kann und wie Politik funktioniert.

    Es gibt Rätselfragen und verschiedene Interviews mit Kindern und auch mit Erwachsenen aus der Politik.
    Hier wird Politik lebend, einfach, alltagsnah und zum Mitmachen. Uns hat das Buch wirklich begeistert und es eignet sich auch hervorragend als Gesprächsgrundlage.

    Von uns bekommt das Buch 5 Sterne, da die lebendige und abwechslungsreiche Gestaltung des Buches einfach toll ist, da macht das Lesen, Lernen, Wissen und Informationen sammeln und Aufnehmen Spaß und wir haben gespannt von Seite zu Seite geblättert.
    Das Buch des Totengräbers

    Oliver Pötzsch
    Das Buch des Totengräbers (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    22.07.2021

    Wien im 19. Jahrhundert – spannend & atmosphärisch

    „Das Buch des Totengräbers“ ist der erste Band der Totengräber-Serie des Autors Oliver Pötzsch.

    Die Handlung beginnt 1893 in Wien. Leopold von Herzfeld ist neu beim Wiener Sicherheitsbüro für Blutverbrechen und wird direkt mit einem grausamen Morden bei denen Frauen gepfählt wurden konfrontiert. Leos Ermittlungsmethoden sind ungewöhnlich, wodurch er bei seinen Kollegen und Vorgesetzten anstößt. Da sich niemand besser als der Totengräber Augustin Rothmayer mit dem Tod auskennt, zieht er diesen zu seiner Unterstützung heran.

    Der Schreibstil von Oliver Pötzsch ist packend und mitreißend. Er hat mich direkt in das Wien des 19. Jahrhundert zurückversetzt und die Atmosphäre des Zentralfriedhof in Simmering - der Arbeitsstätte des Totengräbers – wurde spürbar.

    Mit Augustin, der ein wenig verschroben und unzugänglich wirkt, wurde ein interessanter Charakter geschaffen, den man erst einmal ein wenig kennenlernen muss, um zu erkennen, was für ein scharfsinniger Mensch sich in ihm versteckt. Ebenso bemerkenswert fand ich Leopold, der durch sein Wissen und seine Beobachtungsgabe die richtige Schlüsse gezogen hat. Aber auch die übrigen Charaktere – egal ob sympathisch oder unsympathisch, ob gut oder böse – wurden lebendig und facettenreich dargestellt.

    Die Handlung ist spannend und nicht vorhersehbar. Man merkt, dass der Autor ausgiebig recherchiert haben muss, da er die Atmosphäre von Wien und den Zeitgeist des 19. Jahrhunderts gut eingefangen hat. Der „Almanach für Totengräber“, an dem Augustin gerade schreibt, gibt interessante Einblicke in seine Erkenntnisse zum Thema Tod und der Fortschritt im Bereich Technik, ist gelungen in die Handlung eingebunden.

    Durch das Nachwort und den historischen Stadtplan im Innencover wird der Roman perfekt abgerundet.

    Mir hat dieser historische Krimi ausgesprochen gut gefallen und ich freue mich schon auf weitere Fälle mit Augustin und Leo.
    Der Panzer des Hummers

    Der Panzer des Hummers (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    22.07.2021

    Außergewöhnlich

    „Der Panzer des Hummers“ ist ein außergewöhnlicher Roman der in Dänemark lebenden Autorin Caroline Albertine Minor. Außergewöhnlich finde ich das Buch, da es mich gefesselt hat, obwohl es keineswegs leicht zu lesen war. Es ist eines von den Büchern, bei denen es mich gefreut hat, dass ich es gelesen habe, auch wenn es nicht durchgehend ein Lesevergnügen war.

    Aber nun erst einmal zum Inhalt: Es geht um die drei Geschwister Ea, Sidsel und Niels Gabel. Nach dem Tod ihrer Eltern lebt jeder von ihnen sein eigenes Leben und sie haben sich ein wenig aus den Augen verloren. Während es Ea bis nach San Francicso verschlagen hat, lebt Sidsel in Kopenhagen, wo sie als Restauratorin einem Museum arbeitet und Niels - der als Plakatierer arbeitet - ist ebenfalls in Kopenhagen geblieben. Ein wenig mysteriös wird es, als Ea versucht zu der verstorbenen Mutter Kontakt aufzunehmen und sich der Vater meldet.

    Sprachlich ist das Buch schön, aber nicht einfach. Die Autorin hat einen tollen Schreibstil, der sich aber nicht immer ganz einfach lesen lässt, deswegen erfordert das Buch ein wenig Zeit und eignet sich nicht zum schnellen Lesen. Man erfährt eine Menge über das Leben der Geschwister, es gibt viele Details, die ein rundes Bild entstehen lassen.

    Wer nicht nur schnelle gute Unterhaltung sucht, sondern sich ein wenig Zeit für einen ruhigen Roman nehmen möchte und Familiengeschichten mag, liegt mit diesem Buch richtig.
    Wild Card

    Wild Card (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    20.07.2021

    Western Kogi – ein interessanter Protagonist

    „Wild Card“ ist ein actionreicher Thriller des Autors Tade Thompson der interessante Einblicke in die Kultur und die Politik von Afrika gibt.

    Weston Kogi ist Wachmann in einem Einkaufzentrum und reist zur Beerdigung seiner Tante aus London nach Westafrika. Schnell wird klar, dass ihm ein Leben in London deutlich besser gefällt, da er so schnell wie möglich wieder zurück möchte. Alcacia ist ihm zu warm, zu korrupt und zu unruhig. Um sich zu schützen, bedient er sich einer kleinen Lüge und behauptet in London ein Police Detective zu sein. Mit den daraus entstehenden Folgen hat er nicht gerechnet. Er soll einen Mord aufklären und steckt schon bald unangenehm in der Bredouille.

    Die Handlung ist aus der Ich-Perspektive von Weston Kogi geschrieben, wodurch man einen guten Einblick in seine Gedanken und sein Handeln erhält. Interessant ist dabei wie der Schreibstil wechselt. Westons Gedanken sind oft verträumt und voller Emotionen, die Ereignisse aber sehr brutal und voller Action.

    Durch den Schauplatz, die kulturellen und politischen Gegebenheiten in Westafrika hebt sich der Thriller deutlich von anderen Thrillern, die ich gelesen habe ab, das, sowie der lebendige Schreibstil gefielen mir gut. Allerdings gab es für meine Geschmack zu viele Nebenschauplätze und Charaktere, die ein wenig von der eigentlichen Handlung abgelenkt haben. Trotzdem ist es ein spannender Thriller, den ich empfehlen kann.
    Tschakka! - Huhn voraus

    Mara Andeck
    Tschakka! - Huhn voraus (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    19.07.2021

    Tschakka & Stoneman

    „Tschakka! Huhn voraus“ ist ein turbulentes Buch für junge Leser ab acht Jahren von den Autorinnen Mara Andeck und Phine Wolff. Das Buch ist im Fließtext geschrieben, enthält aber zahlreiche Illustrationen im Comicstil, die die Handlung so richtig lebendig werden lassen.

    Die Geschichte ist aus der Ich-Perspektive von Tabea geschrieben, die überhaupt nicht nachvollziehen kann, warum es dieses Jahr nicht wie üblich in das schöne Häuschen den Urlaub gehen soll, in das sie jedes Jahr fahren, weil das Haus abgerissen werden soll.

    Außerdem hat sie das Gefühl, dass alle – ihre große Schwester Fee und ihr Bruder Leon – das bekommen, was sie wollen nur sie nicht, dabei hätte sie so gerne einen Hund. Sie beschließt die Welt zu retten und aus ihrem Namen Tabea Schakker macht sie „Tschakka“. Gemeinsam mit ihrem besten Freund Einstein, der natürlich mit dabei ist und sich den Namen „Stoneman“ gibt, beginnt eine turbulente Geschichte in der sie sich in Helden verwandeln.

    Der Schreibstil ist lebendig und die turbulent. Die Gedanken von Tschakka sind nachvollziehbar und typisch für ihr Alter. Es geht ihr darum, sie selbst zu sein und sich ein wenig von ihren Geschwistern abzusetzen. Sie beginnt ihren eigenen Weg zu finden und übernimmt Verantwortung.

    Die Mischung aus Text und Illustrationen ist hier gut gelungen. Es macht einfach Spaß Tabea und Einstein bei ihren Erlebnissen zu begleiten. Es gibt eine Menge zu lachen und ich kann das Buch auch für junge Lesern empfehlen, die bisher eher Comics bevorzugen und so Büchern, die textlastiger sind näher gebracht werden.

    Fazit: Gute Unterhaltung, an der nicht nur junge Leser/innen Spaß haben.
    Weiße Nacht

    Weiße Nacht (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    09.07.2021

    Zwischen Realität und Traum

    „Weisse Nacht“ ist ein der erste auf deutsch erschienene Roman koreanischen Autorin Bae Suah.

    Mit der Schließung des durch Stiftungen finanzierten Hörtheaters in Seoul, in dem die 28-jährige Ayami Assistentin, Bürokraft, Bibliothekarin und Kartenverkäuferin war, verliert sie ihren Job. Über zwei Jahre hat sie dort gearbeitet und damit länger als jede ihrer Vorgängerinnen. Zunächst hat sie keinen Plan, wie es für sie weitergehen könnte.

    Der Schreibstil von Bae Suah liest sich angenehm leicht, die Sätze sind einfach und klar, aber trotzdem hat er etwas Poetisches. Man taucht mit Ayami in eine unbekannte Welt ein, eine Welt in der man sich als Leser erst einmal zurechtfinden muss. Man erfährt eine Menge über Ayami und trotzdem fand ich es schwierig ein Bild von ihr zu bekommen, da ihr Leben zu anders und ungewöhnlich ist. Normalerweise finde ich es schwierig, wenn mir ein Protagonist so fern bleibt, aber hier passte es für mich.

    Mir hat die intensive Atmosphäre dieses Romans sehr gut gefallen, der sich einfach lesen lässt, aber inhaltlich nicht ganz so einfach zu erfassen ist.

    Mich hat die Autorin nachhaltig beeindruckt und ich bin gespannt auf weitere Romane von ihr.
    Wieso? Weshalb? Warum? Erstleser: Weltraum (Band 4)

    Carola von Kessel
    Wieso? Weshalb? Warum? Erstleser: Weltraum (Band 4) (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    06.07.2021

    Wissenswerte Fakten rund um den Weltraum

    „Weltraum - Wieso? Weshalb? Warum?“ ist wieder ein gelungener Band aus der „Wieso -Weshalb ? - Warum ? - Reihe“ für Erstleser ab sieben Jahren aus dem Ravensburger Verlag von der Autorin Carola von Kessel.

    Jede Seite wurde von dem Illustrator Gerhard Schröder detailliert gestaltet. Die Kombination aus kurzen Informativen Texten, wissenswerten Fakten, Stickern und Rätseln bieten jede Menge Abwechslung und ist hier wirklich rund um gut gelungen. Abschließend findet man auch noch ein Leselotto zum Ausschneiden und Spielen.

    Inhaltlich ist das Buch nicht nur für Erstleser interessant. Schwarze Löcher, unendliche Weiten, Wissen rund um Planeten und Kometen und vieles mehr interessieren auch noch ältere Grundschüler.

    Mir gefällt das Konzept dieser Erstleser-Reihe ausgesprochen gut und ich hoffe, dass es noch viele verschiedene Bände zu weiteren Themen geben wird.
    The Comfort Book - Gedanken, die mir Hoffnung machen

    The Comfort Book - Gedanken, die mir Hoffnung machen (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    27.06.2021

    Ein schöner Begleiter durch den Tag

    „The Comfort Book - Gedanken, die mir Hoffnung machen“ ist ein sehr persönliches Sachbuch des britischen Autors Matt Haig.

    Das Buch besteht aus vielen kurzen Kapiteln, deren Themenvielfalt groß ist. Es besteht aus kurzen Zitaten, Erfahrungen, Ratschlägen, Weisheiten und vieles mehr. Es geht um Musik, Filme, Essen, Philosophie, Physik und zahlreiche andere Themen.

    Das klingt nach einem chaotischen Themenmix und das ist es auch. Eigentlich wollte ich jedes Kapitel für sich auf mich wirken lassen, da in einigen Seiten einfach unglaublich viel drin steckt und viel an Erfahrungen, an Weisheit, an Persönlichem, an Ideen und an Wissen. Einige Gedanken habe mich sehr berührt, andere inspiriert und wieder andere haben mir einfach gute Laune gemacht.

    Ich habe mir in meinem Buch zahlreiche Stellen markiert und werde es sicherlich noch oft zu Hand nehmen, da es ein Buch ist, mit dem man sich einfach wohlfühlt und das einen durch den Tag begleiten kann.
    In all seinen Farben

    George Lester
    In all seinen Farben (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    27.06.2021

    Ein außergewöhnliches Leseerlebnis

    „In all seinen Farben“ ist der Debütroman des in London lebenden Autors George Lester, der auf der Bühne auch als Drag Queen mit dem Namen „That Gurrrl“ bekannt ist.
    Das Leben von Robin Coopers läuft gerade überhaupt nicht so, wie er sich das vorstellt. Die Beziehung zu seinem Freund Connor ist alles andere als optimal und auch aus seiner Zukunft auf der Schauspielschule wird nichts, da er abgelehnt wird. Zu seinem 18. Geburtstag besucht er mit seinen Freunden eine Drag-Queen-Show, die Robin die Augen öffnet.
    Der Schreibstil von George Lester ist locker, lebendig, humorvoll und lässt sich leicht lesen. Robin ist ein sympathischer, aber auch sehr ungewöhnlicher Protagonist. Anfangs war er mir ein wenig zu aufgedreht und zu selbstbewusst, aber das hat sich gelegt, nachdem ich ihn besser kennengelernt habe. Auch die Nebencharaktere sind gut gewählt. Da sind die Freunde von Robin, z.B. Nat, die immer ein bisschen zu schrill und zu laut wirkt, Seth, den man einfach mögen muss, Greg, der unglaublich viel redet, coole Sprüche reißt und durch dessen Unwissenheit im Lesefluß einiges erklärt wird, Robins Mom und Connor, der es selbst alles andere als leicht hat, aber durch sein Verhalten auch keine Sympathiepunkte erlangt.
    Mich hat das Buch mitgenommen in eine für mich bisher eher fremde Welt, die Welt der LGBT-Community und der Drags und Queeren. Es war so schön zu erfahren was für tolle Freunde Robin hat. Auch wenn hier einige Klischees bedient wurden und es manchmal etwas viel Drama gab, ich habe die emotionale Achterbahnfahrt geliebt.
    Es ist ein wirklich außergewöhnliches Buch über Freundschaft, Selbstfindung und dem Mut für sich und für andere einzustehen. Wer Lust auf ein ungewöhnliches Leseerlebnis hat, liegt mit diesem Buch richtig.
    Der Traum von Freiheit

    Fenja Lüders
    Der Traum von Freiheit (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    27.06.2021

    Fesselnde Fortsetzung der Speichestadt-Saga

    "Der Traum von Freiheit" ist nach „Der Glanz der neuen Zeit“ und „Der Duft der weiten Welt“ der dritte und somit letzte Teil der Trilogie der Speicherstadt-Saga von der Autorin Fenja Lüders. Um sich gut in die Charaktere hineinversetzen zu können, ist es sinnvoll die vorherigen Bände vorweg zu lesen, da aber auf den ersten Seiten zum besseren Verständnis wichtige Ereignisse in die Handlung eingebunden wurden, ist dies nicht zwingend notwendig.
    Seit den Ereignissen aus dem zweiten Band ist einige Zeit vergangen. Die Handlung beginnt 1925 in Hamburg und endet nach Kriegsende im Jahr 1948.
    Mina behauptet sich erfolgreich als erste Frau an der Hamburger Kaffeebörse. Die Geschäfte des Kaffeekontors Kopmann und Deharde laufen gut und auch das Verhältnis zu Frederick bessert sich, aber die Nazis breiten sich immer mehr im Land aus und Mina wird vor neue Herausforderungen gestellt.
    Fenja Lüders Schreibstil lässt sich wie auch in den vorherigen Büchern wieder sehr angenehm lesen. Sie vermittelt die Atmosphäre der Speicherstadt und der damaligen Zeit so, dass ich mich zeitlich direkt zurückversetzt gefühlt habe und mir alles bildhaft vorstellen konnte.
    Auch die Charaktere sind gut gezeichnet, wirken authentisch und haben sich weiterentwickelt. Mina ist nach wie vor sehr zielstrebig in allem was sie tut, selbstbewusst und lässt sich nicht so leicht verunsichern. Dabei hat sie das Herz am rechten Fleck und man merkt, dass ihre Tochter Ella viele ihrer positiven Eigenschaften übernommen hat.
    Die Handlung ist fesselnd und lebendig. Die historischen Hintergründe werden gut eingebunden, wodurch die Ereignisse noch einmal interessanter und authentischer werden. Leider gibt es einige große Zeitsprünge und ich hätte gerne mehr Informationen darüber gehabt, was in dieser Zeit passiert ist und die Entwicklung der Charaktere intensiver mit verfolgt. Trotzdem hat mich der Roman gefesselt und bestens unterhalten, so dass ich diese Trilogie nur empfehlen kann.
    Die Morgenröte - Sie nehmen dir dein Leben

    Die Morgenröte - Sie nehmen dir dein Leben (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    20.06.2021

    Spannendes politisches Szenario

    „Die Morgenröte – Sie nehmen dir dein Leben“ ist ein Roman des in Berlin lebenden Autors Noah Richter.
    Der 27-jährige Influencer Georg Herzfeld ist ein bekannter Youtube-Star. Mit seinen neun Millionen Followern scheint eigentlich alles rund zu laufen, bis ein Video über ihn auftaucht und er auf dreißig Millionen Euro Schadenersatz verklagt wird. Diese Summe kann George unmöglich stemmen. Als ihm der Popstar Götz Wolf Hilfe verspricht, greift Georg nach diesem Strohhalm. Damit begibt er sich in ein politisches Spiel aus Manipulation, Hass, Lügen und Gewalt mit katastrophalen Folgen. Georg sieht nur einen Ausweg. Götz muss weg.
    Der Schreibstil des Autors ist klar und eindringlich. Während der Handlungsstrang um Georg anfangs mehr im privaten, familiären Bereich liegt, steht bei Götz der Wahlkampf im Vordergrund. Das hier entworfene Szenario ist erschreckend und bedrückend, da es äußerst realistisch wirkt und man beim Lesen den Eindruck bekommt, dass genau diese Form von Abhängigkeit und Korruption keineswegs rein fiktiv ist. Sie könnte sich heute in ähnlicher Form und auch in Zukunft immer wieder abspielen. Die Charaktere wirken authentisch und ihre Gedanken sind nachvollziehbar. Durch die kurzen Kapitel und die damit verbundenen Szenenwechsel wird eine brisante Spannung aufgebaut, die mich sehr gefesselt hat. Ich kann diesen Roman, den ich bestimmt so schnell nicht vergessen werde, nur empfehlen.
    Fischer-Hunold, A: Freundin für Mia - Leserabe ab Vorschule

    Fischer-Hunold, A: Freundin für Mia - Leserabe ab Vorschule (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    02.06.2021

    Tolles Buch für Leseanfänger

    „Eine Freundin für Mia“ ist ein Buch aus der Leserabe-Reihe in der Vorlesestufe für Lesestarter. Es eignet sich für junge Leser ab 5 Jahren.

    Mia hat ihren ersten Schultag in einer neuen Schule und möchte dort eine Freundin finden. Von dieser hat sie eine genaue Vorstellung und hat ein Bild gemalt. Sie sucht eine Freundin mit goldenen Haaren und silbernen Schuhen, die aussieht wie eine Prinzessin.

    Die Sätze sind einfach und kurz. Anstelle von Hauptwörtern findet man Bilder. Die Zeichnungen der Illustratorin Lena Hesse sind detailliert und liebevoll gestaltet. Sie passen gut zu den Texten der Autorin Alexandra Fischer-Hunold, so dass hier eine süße kurze Geschichte entstanden ist.
    Am Ende des Buches gibt es noch eine Wörterliste zum ausklappen, so dass man die Bilder im Text bei Bedarf auch nachschauen kann. Auch das Rätsel zu der Geschichte ist eine schöne Idee, da damit das Gelesene noch einmal überprüft werden kann.

    Mit diesem Buch lassen sich auch Punkte bei Antolin - dem Leseförderprogramm, bei dem Schulen mitmachen – gesammelt werden.

    Fazit: Ein schön gestaltetest Buch für Erstleser, das Werte wie Freundschaft thematisiert und den Lesespaß fördert.
    Im Reich der Schuhe

    Im Reich der Schuhe (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    29.05.2021

    Interessante Einblicke in die chinesische Kultur

    „Im Reich der Schuhe“ ist das Debüt des Autors Spencer Wise. Er ist Dozent an der Universität Augusta, hat aber auch schon in einer Schuhfabrik in Südchina gearbeitet und verfügt über eine bunte Mischung an weiteren beruflichen Erfahrungen.

    Alex Cohen, ist ein 26-jähriger Jude aus Boston. Sein Vater - Fedor Cohen - ist selbsternannter Kaiser der Schuhe in China. Nun soll Alex in seine Fußstapfen treten. Fedor hat den Blick nur auf sein Geschäft und seinen Profit gerichtet. Die Armut, das Chaos und den Dreck im Land blendet er aus. Alex wird auf die Missstände in der Schuhfabrik aufmerksam und er verschließt nicht die Augen. Er ist entsetzt, fühlt sich nicht wohl mit der Art und Weise wie mit den Menschen in der Fabrik umgegangen wird, interessiert sich für das Leben der Menschen und die Kultur Chinas. Die Fabrikarbeiterin Ivy gibt ihn Einblicke in das Leben der Einheimischen, in ihre Kultur und ihre Bräuche. Alex Ziel wird es etwas Besonderes, etwas Neues zu erschaffen, etwas worauf die Fabrikarbeiter/innen stolz sein können, stößt dabei aber immer wieder auf Mauern und an seine Grenzen.

    Der Schreibstil von Spencer Wise ist angenehm, sehr detailliert und lässt sich gut lesen. Man merkt, dass er seine Lebenserfahrungen einfließen lässt. Die Einblicke, die er in das Leben der Menschen in China, ihre Arbeit und die Zustände in den Fabriken gibt, sind sehr eindringlich und schockierend. Ebenso erschreckend ist die Rücksichtslosigkeit der Reichen, mit welcher Skrupellosigkeit sie die Ärmeren ausnehmen und für sich schuften lassen. Alex und Fedor sind zwei sehr unterschiedliche Charaktere, so dass es zu Konflikten kommen muss. Bei den Ansichten von Fedor, seinen Aussagen und Sprüchen habe ich mich gefragt, was alles passieren muss, bis ein Mensch so wird.

    Es werden sehr viele unterschiedliche Themen angesprochen. Es geht um Politik, die chinesische Kultur, das Zusammenspiel der unterschiedlichen Kulturen, die desaströsen Arbeitsbedingungen in den Fabriken, Judentum, Revolution, eine Vater-Sohn-Beziehung, eine Liebesgeschichte und vieles mehr. Das alles fand ich fast ein wenig zu viel für dieses knapp 400 Seiten starke Buch. Trotzdem sind die Einblicke in die chinesische Kultur und das Leben des Autors – da es sehr den Eindruck macht, als ob er hier einiges aus seinem Leben eingearbeitet hat – ausgesprochen interessant und ich würde mir wünschen, dass so mancher Konsument seine Einkäufe aus China - und anderen Gebieten der Welt, in denen es ähnlich aussieht - neu überdenkt.
    The Memories We Make

    Maya Hughes
    The Memories We Make (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    23.05.2021

    Süße College-Story mit tollen Charakteren

    „The Memories We Make“ ist der erste Band der Fulton University Reihe der Autorin Maya Hughes.

    Persephone Alexander - genannt Seph – hat bisher keine öffentliche Schule besucht, da ihr Vater sehr ehrgeizige Pläne für seine Tochter hatte und diese privat unterrichten ließ. Nun darf sie erstmalig für eine kurze Zeit ein College besuchen und möchte die Gelegenheit nutzen, um Erinnerungen für sich zu schaffen. Dazu erstellt sie eine To-Do-Liste, die sie nach und nach abarbeiten möchte. Bei der Inangriffnahme des ersten Punktes, lernt sie Reece Michaels – einen der College-Football-Stars – kennen, der aus einem Schutzbedürfnis heraus beschließt Seph beim Abarbeiten ihrer Liste zu helfen.

    Der Schreibstil der Autorin ist toll, flüssig und einfach zu lesen und ich bin durch die Seiten nur so durchgeflogen.

    Seph ist eine liebenswerte Protagonistin, die man einfach mögen muss. An ihrer Art, wie sie mit anderen Menschen umgeht, merkt man, dass ihr über lange Zeit soziale Kontakte gefehlt haben. Dadurch gibt es zahlreiche Momente, die mich mal entsetzt und mal amüsiert haben. Das erste Zusammentreffen mit Reece ist so lebendig beschrieben, dass ich die Szene direkt vor Augen hatte.

    Auch Reece ist ein sympathischer Charakter. Zu Beginn wirkt er ein wenig arrogant, aber je näher man ihn kennenlernt desto besser erkennt man, was wirklich in ihm steckt.

    Die übrigen Charaktere werden ebenfalls gut dargestellt. Alexa - die Zimmergenossin von Seph - ist ein richtiges Biest, während die Freunde von Reece einfach total nett sind und Seph direkt akzeptieren.

    Im Verlauf der Handlung erfährt man noch einiges über Sephs Familie, so dass man ihr Verhalten nach und nach besser versteht. Man merkt, wie sie sich weiterentwickelt, ihr Verhalten verändert und an Selbstbewusstsein gewinnt. Ich fand diese Entwicklung – neben der sich anbahnenden Liebesgeschichte zwischen ihr und Reece – gut dargestellt.

    Mir hat dieser erste Roman der Fulton University Reihe gut gefallen und ich bin gespannt welche von Reece Freunden in den nächsten Bänden im Mittelpunkt stehen werden.
    Wie hat Ihnen das Anthropozän bis jetzt gefallen?

    Wie hat Ihnen das Anthropozän bis jetzt gefallen? (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    15.05.2021

    Ein interessantes Sachbuch über das Leben und Widersprüche der menschlichen Existenz mit interessanten Bezug zum Autor

    „Wie hat Ihnen das Anthropozän bis jetzt gefallen?“ ist das erste Sachbuch des in Indianapolis lebenden Jugendbuchautors John Green. Da ich die bisherigen Bücher des Autors mit Begeisterung gelesen habe, war ich sehr gespannt auf sein neustes Werk und hatte entsprechend hohe Erwartungen, die nicht enttäuscht wurden.

    Obwohl es ein Sachbuch ist, ist es auch ein sehr persönliches Buch des Autors. Dabei greift er eine Vielzahl ganz unterschiedlicher Themen unserer Epoche auf. Es geht um Duftsticker, Teddybären, Kanadagänse, Monopoly, Planeten und vieles mehr. Die Mischung ist fast ein wenig skurril, dafür aber umso interessanter. Die Vielfalt der Informationen ist abwechslungsreich und ich habe zahlreiche neue wissenswerte Fakten vermittelt bekommen. Komplexe Vorgänge werden anschaulich erklärt und am Ende seiner Kapitel bewertet Green die Thematik mit der aus seiner Sicht angemessenen Anzahl von Sternen. Da er bei jeden Thema den Bezug zu sich sucht, habe ich auch einiges über das Leben des Autors erfahren.

    Der Schreibstil ist flüssig und humorvoll, so macht es Spaß an Wissen dazuzugewinnen.

    Für mich war das Buch eine willkommene Abwechslung aus Wissen, Gedanken und Erfahrungen des Autors, dem ich 5 Sterne gebe, so wie John Green das auch gerne in den einzelnen Kapiteln seines Buches gemacht hat.
    Merten, M: 12 Glücksbringer

    Merten, M: 12 Glücksbringer (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    02.05.2021

    12 Wege sein Glück zu finden

    In dem Buch „Die 12 Glücksbringer: 12 Erfolgsautoren schenken dir ihr Glücksgeheimnis“ präsentieren die beiden Autoren Pierre Franckh und Michaela Merten eine Sammlung von Glücksrezepten. Hierzu haben sie ganz unterschiedliche Persönlichkeiten, die sich bereits ausgiebig mit dem Thema Glück beschäftigt haben, befragt.

    Natürlich findet man hier keine Formel, die zum Glücklichsein verhilft und auch nicht das eine Rezept, das auf jeden anzuwenden ist. Durch die verschiedenen Autoren, ihre unterschiedlichen Persönlichkeiten und andersartigen Herangehensweisen an das Thema Glück, erhält man ganz neue Ideen und Ansätze, wie man mit dem Thema umgehen kann und den richtigen Weg für sich selbst findet.

    In einer Sache sind sie sich aber alle einige. Glück ist nichts, was einem zufällt und jeder kann selbst etwas zu seinem Glück beitragen. Wer erwartet, dass das Glück von alleine kommt, wird lange und vergeblich warten.
    Durch die verschiedenen Autoren ist das Buch sehr abwechslungsreich. Jeder hat seinen eigenen Schreibstil und jeder geht anders an das Thema heran.

    Mir haben die unterschiedlichen Anregungen gut gefallen und empfehle das Buch in kleinen Dosen, Kapitel für Kapitel zu lesen und nicht in einem weg, da man sich für den richtigen Glücksweg einfach ein wenig Zeit nehmen sollte.
    Fluke, J: Das Geheimnis der Schokoladenkekse

    Fluke, J: Das Geheimnis der Schokoladenkekse (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    01.05.2021

    Ein atmosphärischer Wohlfühlkrimi mit tollen Rezepten

    „Das Geheimnis der Schokoladenkekse“ ist der erste Band der Hannah-Swensen-Krimi Serie der in Kalifornien lebenden Autorin Joanne Fluke.

    Hannah Swensen hat sich im idyllischen Lake Eden ihren Traum eines Cafès erfüllt. Ihr Cafè das „The Cookie Jar“ ist ein beliebter Treffpunkt für die Bewohner des Dorfes. Als der Lieferant Ron, der bei allen beliebt und als zuverlässig bekannt ist, tot aufgefunden wird, ist Hannahs Drang dahinter zu kommen was passiert ist, geweckt und sie beginnt Nachforschungen anzustellen.

    Der Schreibstil der Autorin ist angenehm zu lesen. Alles wird sehr detailliert beschrieben und ich habe schnell sowohl von den Charakteren als auch von der Umgebung eine gute Vorstellung bekommen. So ein Café wie das „The Cookie Jar“ hätte ich auch gerne in der Nähe. Die idyllische Kulisse des Dorfes ist ein toller Kontrast zu dem Mord.

    Hannah war mir direkt sympathisch, sie ist fröhlich und offen, hat eine sehr erfrischende Art zu ermitteln und einen Kater – Moishe – den man einfach mögen muss. Sie mischt sich in einige Dinge ein, die sie nichts angehen und es macht einfach Spaß ihre Ermittlungen zu verfolgen und selbst herumzurätseln. Obwohl die Handlung spannend ist, gibt es auch einiges zum Lachen. Dieses Buch hat alles, was einen typischen Cosy Crime Wohlfühlkrimi ausmacht. Neben der Story gibt es noch sieben Rezepte aus Hannahs Cafè wodurch man beim Lesen durchaus einen riesigen Appetit auf Cookies entwickeln kann.

    Mir gefiel die Atmosphäre im „The Cookie Jar“, die Kleinstadtidylle, die Charaktere, der Mordfall selbst und die Keksrezepte ausgesprochen gut. Bisher gibt es bereits 28 Bände mit Hannah Swensen von denen aber erst zwei übersetzt wurden. Ich hoffe sehr darauf, dass die übrigen auch noch übersetzt werden, da ich gerne bei weiteren Ermittlungen von Hannah mit dabei wäre und auf mehr Cookie Rezepte hoffe.

    Mein Fazit: Ein toller Wohlfühlkrimi für einen gemütlichen Leseabend.
    226 bis 250 von 398 Rezensionen
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