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    Tara Top 50 Rezensent

    Aktiv seit: 24. August 2019
    "Hilfreich"-Bewertungen: 37

    Bitte beachten Sie

    Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.

    398 Rezensionen

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    Träume aus Feuer

    Florian Illies
    Träume aus Feuer (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    01.06.2026

    Eine farbenprächtige Zeitreise

    „Träume aus Feuer: Der Alchemist von der Pfaueninsel“ ist ein faszinierendes Buch über den Glasmacher und Alchemisten Johannes Kunckel des in Berlin lebenden Autors, Journalisten, Kunsthistorikers und Kurators Florian Illies.
    Die Handlung beschränkt sich auf einen Ausschnitt des Lebens von Johannes Kunckel. Der Protagonist ist Glasmacher und steht hoch in der Gunst des Kurfürsten Friedrich Wilhelm. Dieser schenkt ihm aufgrund seiner Begeisterung für die Werke Kunckels die Pfaueninsel, damit er dort in aller Ruhe mit seinen Arbeitern experimentieren kann .
    Der Schreibstil von Florian Illies ist ruhig, dicht und intensiv. Er vermittelt die Atmosphäre der Zeit, thematisiert neben der Arbeit des Glasmachers, das Leben der Menschen, politische Intrigen, die hohe Kindersterblichkeit und malt gleichzeitig mit seinen Worten die Landschaft der Pfaueninsel vor den Augen seiner Leser.

    Die Handlung baut sich immer weiter auf, bis sie zu einem dramatischen und emotionalen Ende kommt. Im Anschluss gibt es in dem Kapitel „Nachglühen“ nochmals gesammelte Fakten, die einiges aus der Handlung wieder aufgreifen.

    Mich hat das Buch gut unterhalten und gleichzeitig hat es mir interessante Einblicke in vergangene Zeiten und die Glasbrennerei vermittelt.
    Insgesamt ein kleines, aber feines Buch, das trotz seiner Kürze durch eine faszinierende Thematik und eine hohe Informationsdichte überzeugt.
    The Artist

    Lucy Steeds
    The Artist (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    26.05.2026

    Ein Kunstwerk aus Worten

    „The Artist: Die Farben des Lichts“ ist das beeindruckende Debüt der Autorin Lucy Steeds.

    Die Autorin entführt ihre Leser in das Jahr 1920. Der Künstler Édouard Tartuffe - genannt Tata - lebt mit seiner Nichte Ettie in einem abgelegenen Landhaus zwischen duftenden Lavendelfeldern in der französischen Provence. Joseph Adelaide - ein britischer Journalist - reist zu dem Maler, um ein Interview zu führen. Schon mit seiner Ankunft merkt Joseph, was für ein schwieriger Mensch Tata ist und dass in Ettie viel mehr steckt als die Nichte, die sich um den Haushalt des Künstlers kümmert.

    Lucy Steeds malt mit Worten wie ihr Protagonist mit Farbe. Schon mit den ersten Seiten bin ich in der Provence angekommen, hatte die Lavendelfelder vor Augen, konnte die Hitze spüren und den Duft des Sommers riechen.

    Mit ihren drei Protagonisten hat sie sehr unterschiedliche Charaktere erschaffen. Jeder von ihnen ist gleichermaßen interessant, hat etwas Besonderes und eine Vergangenheit, die Fragen aufwirft.

    Obwohl der Verlauf der Handlung nicht wirklich überraschend und die Atmosphäre ruhig ist, war ich beim Lesen gefesselt und habe gespannt die Entwicklung der Charaktere verfolgt.
    Lucy Steeds fängt das Flair der Provence ebenso gut ein wie den Zeitgeist der Gesellschaft. Spannend fand ich, dass sie historische Persönlichkeiten mit Fiktion verbunden hat.

    In dem Roman geht es nicht nur um das Leben von Tata, Ettie und Joseph, sondern auch um Kunst, Gesellschaft und das Rollenbild der Frau zur damaligen Zeit.

    Obwohl ich zum Ende hin gewünscht hätte, dass das Buch ein paar Seiten mehr hat, war ich begeistert und bin gespannt auf weitere Werke der Autorin.
    Fliegt, Wilde Schwäne

    Jung Chang
    Fliegt, Wilde Schwäne (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    26.05.2026

    Mehr als eine Biografie

    „Fliegt, Wilde Schwäne“ ist ein außergewöhnlicher Roman der in London lebenden chinesischen Autorin Jung Chang.

    Da mich bereits der vorherige Band „Wilde Schwäne“ sehr beeindruckt hat, war ich gespannt, wie die Autorin mit diesem an die Geschichte ihrer Familie und an die Chinas anknüpfen würde. Vorwissen aus dem Vorgänger ist nicht zwingend notwendig, da Jung Chang die historischen Hintergründe verständlich erklärt und vorab auch eine Zeittafel mit wichtigen Daten zu finden ist, die eine weitaus größere Zeitspanne umfasst als die Kapitel des Buches.

    Anhand ihrer eigenen Familiengeschichte erzählt die Autorin die Geschichte ihres Landes bzw. des Landes, in dem sie geboren wurde. Inzwischen lebt sie in London, da sie durch Gesetze des derzeitigen Staatschef Xi Jinping aufgrund ihrer Veröffentlichungen bei ihrer Rückkehr eine Gefängnisstrafe riskieren würde.

    Der Schreibstil ist nüchtern aber auch emotional packend zugleich. Diese ungewöhnliche Kombination entsteht dadurch, dass sie hier Biografisches mit historischen, sachlichen Fakten vermischt. Die Kombination aus Alltagsszenen, Grausamkeiten durch Folter, Traditionen, Landschaftsbeschreibungen und vieles mehr bieten ein umfassendes Bild des Landes und geben einen guten Einblick in das Leben der Bevölkerung über Jahre hinweg.

    Durch Fotos ihrer Familie fängt Jung Chang die Atmosphäre gut ein und rundet damit ihr Werk gelungen ab.

    Dieses außergewöhnliche Buch ist kein Roman im klassischen Sinne, es ist aber auch kein Sachbuch und keine Biografie, sondern eine Darstellung der Geschichte Chinas - in allen Facetten: politisch, familiär, kulturell, landschaftlich… - anhand der Familie der Autorin.
    Mich hat das Lesen bereichert und wer sich für andere Kulturen oder die historische Entwicklung Chinas interessiert, der liegt hier bestimmt richtig.
    Party of Liars

    Kelsey Cox
    Party of Liars (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    08.05.2026

    Abgründe & Lügen

    „Party of Liars“ ist ein spannendes Drama der in Hill Country lebenden Autorin Kelsey Cox.
    Sophie wird 16 und für sie ist eine glamouröse Party geplant. Ihre Eltern Ethan und Kim leben getrennt, das Fest soll in dem Haus von Ethan und seiner neuen Frau Dani stattfinden. Um das Anwesen gibt es Gerüchte, dort soll es spuken.
    In kurzen Kapitel werden die Ereignisse aus den Perspektiven von Dani, Kim, Órlaith - dem irischen Kindermädchen für Charlotte, dem gemeinsamen Baby von Ethan und Dani - und Mikayla, der besten Freundin von Sophie geschildert.
    Durch diese Wechsel bekommt man einen guten Einblick in die sehr unterschiedlichen Charaktere und es ist für Abwechslung gesorgt.
    Die Spannung baut sich nur langsam auf, da sich die Autorin viel Zeit für die Charaktere, die Atmosphäre und das Setting nimmt.
    Die Protagonistinnen könnten kaum unterschiedlicher sein, wirklich sympathisch war mir auf Anhieb keine von ihnen. Jede schien ihre Geheimnisse zu haben, zu manipulieren und etwas zu verbergen.
    Das Setting, dieses opulente Anwesen fand ich sehr gut gewählt und dargestellt. Wohnen möchte ich dort nicht, auf mich wirkte es kalt und unheimlich.
    Obwohl bereits durch die ersten Seiten klar ist wie die Party endet, ist das Buch spannend zu lesen. Ich habe gerätselt wer zu Tode gekommen ist und wie es dazu kommen konnte.
    Die Auflösung hat mich überrascht, war aber stimmig und passend.
    Für mich war das Buch kein Thriller im klassischen Sinne, sondern viel mehr ein Familiendrama mit hoher Spannung, in dem sich menschliche Abgründe auftun, die bei mir für Entsetzen gesorgt haben
    Wer atmosphärische Schauplätze mag, Wert auf gut ausgearbeitete Charaktere legt und auch mit unzuverlässigen Perspektiven klar kommt, den dürfte dieses spannende Familiendrama fesseln. Wer Action sucht, könnte enttäuscht werden.
    Es ist ein Buch voller Abgründe und Lügen, das zeigt, dass Glasfassaden Licht hereinlassen, aber die Dunkelheit im Inneren bleibt.
    Der Fjord

    Sarah Goodwin
    Der Fjord (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    27.04.2026

    Ein mitreißender Thriller voller Überraschungen

    „Der Fjord“ ist bereits der vierte Thriller der in Hertfordshire lebenden Autorin Sarah Goodwin.

    Nach einem Streit hat sich sich Amelias Schwester Rose nicht mehr bei ihr gemeldet. Inzwischen hat Amelia ihre Schwester seit über einem Jahr nicht mehr gesehen. Sie ist davon überzeugt, dass ihr etwas passiert sein muss. In Rose Wohnung findet sie eine Einladung zu einer der Sommerpartys der Familie Fowley. Diese Partys sind legendär und nur ausgewählte Gäste und die Familie dürfen daran teilnehmen. Amelia krempelt ihr Leben komplett um und setzt alles daran, um als Freundin des Cousins des Gastgebers dorthin zu gelangen.

    Die Atmosphäre ist von Beginn an angespannt. Amelia gelangt durch ihren Freund Ford auf die Party. Ihr einziges Ziel ist es herauszufinden, was mit Rose passiert ist. Die Sicherheitsvorkehrungen rund um die Party sind enorm groß und sie muss aufpassen, dass sie nicht auffliegt.

    Der Schreibstil von Sarah Goodwin ist leicht und flüssig zu lesen. Sie versteht es die Atmosphäre am Fjord, den weißen Strand, die Partystimmung, den Luxus und die unbedarfte Stimmung der reichen Gesellschaft einzufangen und gleichzeitig eine unterschwellige Bedrohung aufzubauen.
    Was geht dort vor sich?

    Die Handlung wird aus Amelias Perspektive berichtet, so dass ihre Gedanken und Gefühle sehr nachvollziehbar wurden. Mit ihr hat die Autorin eine geniale Protagonistin geschaffen, mutig und sehr fokussiert.

    Die übrigen Charaktere blieben für mich lange Zeit sehr rätselhaft und ich konnte sie nur schwer einordnen.

    Für mich waren die Ereignisse absolut nicht vorhersehbar. Ich wurde immer wieder überrascht und es gab Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet hatte. Das Tempo ist durchgehend hoch und im letzten Drittel überschlagen sich die Ereignisse dermaßen, dass ich gar nicht mehr aufhören konnte zu lesen.

    Ich habe bisher alle Thriller der Autorin gelesen und habe den Eindruck, dass sie mit jedem besser wird. Entsprechend gespannt bin ich auf den nächsten.
    Doppelspiel

    Arne Dahl
    Doppelspiel (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    30.03.2026

    Rasant

    „Doppelspiel“ ist der erste Band einer Trilogie der beiden schwedischen Autoren Arne Dahl und Jonas Moström.
    Nach einem fesselnden und rasanten Einstieg, der überraschend endet, lernen wir Tom Borg kennen. Er ist Krimiautor und eine Schreibblockade hindert ihn daran an seine bisherigen Erfolge anzuknüpfen. Auf der Suche nach Inspiration lernt er die rothaarige Literaturstudentin Nicole kennen, die kurz darauf bei einem gemeinsamen Besuch in einem zwielichtigen Club erschossen wird. Vor seinem Verschwinden drückt der Täter Tom die Waffe in die Hand. Vollkommen panisch, da nun seine Fingerabdrücke an der Waffe sind, flieht Tom.
    Die Handlung beginnt rasant und es bleibt kaum Zeit zum Luft holen. Während Tom versucht einen neuen Kriminalfall zu schreiben, steckt er inzwischen selbst mitten in einem Krimi und es gibt Überschneidungen mit seinem neuen Buch. Realität und Fiktion beginnen immer mehr zu verschwimmen.
    Die Ereignisse überschlagen sich und ich kam mir zeitweise vor wie in einem Actionfilm. Dadurch war ich zunächst total gefesselt. Nicht nur die Polizei ist hinter Tom her, auch andere unbekannte Mächte spielen hier eine undurchsichtige Rolle.
    Da es sich um den ersten Band einer Trilogie handelt, war es nicht überraschend, dass das Buch mit einem Cliffhanger endet. Dennoch war ich darüber enttäuscht., da ich einige Erklärungen für die Ereignisse als ein wenig konstruiert empfunden habe.
    Insgesamt ist es ein spannender, aber auch brutaler Krimi mit einigen Schwachstellen, der mich beim Lesen gefesselt, aber mit seinem Ende enttäuscht hat.
    Die Ärztin - Gefährlicher Besuch

    Meike Dannenberg
    Die Ärztin - Gefährlicher Besuch (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    30.03.2026

    Fesselnder Thriller mit wichtigen gesellschaftlichen Themen

    „Die Ärztin – Gefährlicher Besuch“ ist nach „Die Ärztin - Gefährliche Nachtschicht“ der zweite Fall mit der Protagonistin Dr. Eva Mares der Journalistin und Autorin Meike Dannenberg.

    Die Bücher lassen sich ohne Verständnisprobleme unabhängig voneinander lesen. Es ist jedoch von Vorteil mit dem ersten Band zu beginnen, da die Entwicklung der Charaktere durchaus interessant ist und diese schon einiges erlebt haben, was sie prägt.

    Mitten in der Nacht wird die Gynäkologin Dr. Eva Mares von der Klingel aus dem Schlaf gerissen. Vor der Tür steht ein ihr unbekannter Mann mit seiner schwangeren Tochter Nina und bittet um Hilfe. Eva kann zunächst Entwarnung geben, möchte aber, dass Nina am nächsten Tag in die Klinik kommt. Dort erscheint sie nicht und zudem findet Eva auf dem Spiegel ihres Gästebads einen Hilferuf.
    Gleichzeitig sucht die Polizei in Bremen nach einer verschwundenen Frau, die von ihrem Mann misshandelt wurde.

    Durch kurze Kapitel und stetig wechselnde Perspektiven zwischen Eva, den Ermittlerinnen Frauke und Mina und „Sie“ baut die Autorin von Beginn an enorme Spannung auf. Diese unterschiedlichen Sichtweisen sind abwechslungsreich und geben einen guten Blick auf die Ereignisse.

    Eva ist eine kompetente Ärztin und eine sympathische Protagonistin, die das Herz am rechten Fleck hat, aber auch durch persönliche Probleme der Vergangenheit belastet ist. Das hält sie allerdings nicht davon ab, sich über das gewöhnliche Maß hinaus für andere einzusetzen. Ich fand es schön, dass sie hier neben ihrer Rolle als Ärztin auch als Mensch und Mutter dargestellt wird, deren Familienleben mit in die Handlung einfließt.

    Meike Dannenberg hat in ihrem Thriller eine Vielzahl von aktuellen, wichtigen und erschütternden Themen mit eingebunden. Es geht um häusliche, physische und psychische Gewalt, Abhängigkeit, Angst, traumatische Erlebnisse und deren Folgen. Mich hat sie damit emotional angesprochen. Ich war entsetzt und erschüttert, habe gerätselt und gehofft.

    Toll fand ich auch die Beschreibungen von Bremen. Dabei entstandenen Bilder vor meinen Augen, die ein angenehmer Kontrast und richtig wohltuend zu den übrigen Ereignissen sind.

    Mit ihrem Nachwort rundet die Autorin ihren Thriller gelungen ab.

    Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen und ich hoffe, dass es weitere Fälle mit der Gynäkologin Dr. Eva Mares geben wird.
    Cassandra Morgan, Band 2 - Die magische Flöte

    Skye McKenna
    Cassandra Morgan, Band 2 - Die magische Flöte (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    23.03.2026

    Spannend & magisch

    „Cassandra Morgan - Die magische Flöte“ ist nach „Cassandra Morgan - Der goldene Schlüssel“ der zweite Band der australischen Autorin Skye McKenna mit ihrer Protagonistin Cassandra Morgan.
    Ich denke, dass es sinnvoll ist zunächst den ersten Band zu lesen, da Band zwei direkt an diesen anschließt und mit ein wenig Hintergrundwissen die Handlung besser verständlich ist.

    Die Protagonistin Cassandra Morgan gehört einer Familie von Hexen an. Neben ihr sind auch wieder ihre Freunde Rue und Tabitha mit dabei. Gemeinsam stürzen sie sich in ein fantastisches, spannendes und magisches Abenteuer.
    Im Dorf Hagley sorgt ein Fluch für Aufregung, der die Bewohner nach einem gefährlichen Artefakt suchen lässt. Von diesem müssen die Dorfbewohner befreit werden.

    Der Schreibstil von Skye McKenna ist sehr lebendig und voller Fantasy. Sie beschreibt die Umgebung, die Fabelwesen und Sagengestalten so detailliert, dass die Atmosphäre richtig greifbar wird. Diese war dieses Mal deutlich düsterer als im vorherigen Band.
    Cassandra hat sich im Verlauf der Handlung auf eine großartige Weise weiterentwickelt. Es ist so schön zu erleben, wie sie und ihre Freunde sich ergänzen, gemeinsam agieren und zusammenhalten.

    Ein Highlight ist hier auch wieder die Buchgestaltung. Neben einem wundervollem Buchschnitt hat die Illustration Viktoria Gavrilenko die einzelnen Seiten liebevoll mit ihren Zeichnungen umrahmt.

    Wir sind jetzt schon ganz gespannt auf den dritten Band, der allerdings leider erst im November diesen Jahres erscheinen wird.
    Alma

    Federica Manzon
    Alma (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    11.03.2026

    Auf Spurensuche

    „Alma“ ist ein emotionaler Roman der in Mailand lebenden Autorin und Verlegerin Federica Manzon.

    Alma ist in Triest aufgewachsen. Da ihr Vater viel unterwegs ist und ihre Mutter sich nur um wenig kümmert wird sie von den Großeltern aufgezogen. Nachdem ihr Vater Vili mitgebracht hat, wird dieser zu Almas Jugendliebe. Später verläßt Alma ihre Heimat. Erst nach dem Tod ihres Vaters kehrt sie nach Triest zurück. Dort soll Vili ihr das Erbe übergeben.

    Der Schreibstil von Federica Manzon ist ruhig und liest sich angenehm, hat aber durchgehend einen leicht melancholischen Unterton. Den Leser erwartet keine leichte Sommerlektüre, sondern einen Roman mit vielen historischen und politischen Ereignissen, der mit Almas Familiengeschichte verwoben ist.

    Erzählt wird aus der dritten Person und die Handlung verläuft nicht chronologisch. Erinnerungen aus Almas Kindheit - unbeschwerte Momente, aber auch Momente des Kriegs - und die Gegenwart wechseln sich ab.

    Ihre Charaktere beschreibt die Autorin facettenreich und vielschichtig. Sowohl Almas als auch Vilis innere Zerrissenheit wird spürbar. Die Suche nach ihrer Herkunft, ihrer Identität, ungelöste Fragen der Vergangenheit, die Verbindung zwischen Gegenwart und Vergangenheit sind durchgehend Thema. Historische und politische Ereignisse, der Krieg in Jugoslawien werden mit dem Leben der Protagonisten verknüpft und gelungen mit der Handlung verwoben.

    Die Handlung ist komplex und vielschichtig. Es ist ein emotionaler Roman über die Suche nach der eigenen Identität, Erinnerungen, Verlust und Zugehörigkeit, der nicht immer einfach zu lesen ist und fordert.
    Unser Haus mit Rutsche

    Safia Al Bagdadi
    Unser Haus mit Rutsche (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    10.03.2026

    Zwischen den Kulturen

    „Unser Haus mit Rutsche“ ist ein emotionaler Roman der in Paris lebenden Autorin und Schauspielerin Safia Al Bagdadi.

    Layla wächst bei ihren Eltern in Saarbrücken auf. Ihr Vater stammt aus dem Irak, hat aber sein Leben den europäischen Verhältnissen angepasst und steckt voller Ideen, die leider immer wieder scheitern. Auch Layla macht er immer wieder Versprechungen, die er nicht erfüllen kann. Ihre Mutter ist in einer reichen französischen Familie aufgewachsen und ist mit ihrem Leben in Deutschland unzufrieden.

    Die Ereignisse werden aus Laylas Perspektive geschildert. Sie berichtet aus ihrer Kindheit bis in die Gegenwart, in der sie bereits vierzig ist. Sie wächst zwischen den Kulturen auf, erlebt die in Deutschland und die, die ihre Eltern ihr vorleben. Die Familie lebt zwischen Realität und Traum.

    Der Schreibstil ist warm und emotional. Es werden ernste Themen angesprochen, aber es werden auch die humorvollen Momente, die das Leben mit sich bringt, geschildert. Dadurch ist der Roman vielseitig und liest sich authentisch. Es geht um Familie, Freunde, Konflikte, unterschiedliche Kulturen, aktuelle politische Themen, Religion, Krieg, Identität, Migration und vieles mehr.

    Besonders gelungen finde ich die Wechsel zwischen der kindlichen Perspektive und der aus Laylas Sicht als erwachsene Frau.

    Insgesamt ist es ein eindrucksvoller Roman über eine Kindheit zwischen unterschiedlichen Kulturen und darüber wie sehr uns unsere Familiengeschichten prägt.
    Leuchtturmzauber

    Marie Merburg
    Leuchtturmzauber (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    09.03.2026

    Ein Wohlfühlroman mit Nordseeatmosphäre

    „Leuchtturmzauber“ ist der dritte Band der Nordsee-Reihe der Autorin Marie Merburg. Die Bücher lassen sich unabhängig voneinander lesen. Dieses Mal geht es auf die Insel Juist.

    Nach dem Verschwinden ihrer Mutter führt die 33-jährige Julia Lüders den Familienbetrieb – eine Insel-Spedition – alleine weiter, da ihr Vater seitdem mit seinem Leben nicht mehr zurechtkommt.
    Vollkommen unerwartet trifft Julia nun ihren Jugendschwarm Lukas wieder, der vierzehn Jahre zuvor die Insel überraschend verlassen hat. Julia möchte eigentlich nichts mehr von ihm wissen, aber er sucht ihre Nähe und hat eine Nachricht für sie.

    Der Schreibstil von Marie Merburg ist sehr lebendig und liest sich angenehm locker und leicht.
    Mit Julia hat sie eine ausgesprochen sympathische und tatkräftige Protagonistin geschaffen, die mir von der ersten Seite an gefiel.

    Das Leben auf der Insel und die Umgebung konnte ich beim Lesen direkt spüren und habe wahnsinnig große Lust auf einen Inselurlaub bekommen.
    Auch wenn ich mich in diesem Roman sehr wohl gefühlt habe, ist er weit mehr als eine einfache Wohlfühllektüre. Neben einer sich anbahnenden Liebesgeschichte und Romantik, geht es dabei um Julias Vergangenheit, Selbstfindung, ein Familiengeheimnis und berufliche Rivalität zwischen den konkurrierenden Kutscherbetrieben.

    Es ist ein lesenswerter Roman mit viel Inselflair, Herz und Tiefgang, der mich gespannt auf weitere Bücher von Marie Merburg warten lässt.
    Die Reise ans Ende der Geschichte

    Kristof Magnusson
    Die Reise ans Ende der Geschichte (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    09.03.2026

    Sehr turbulent, spannend und unterhaltsam

    „Die Reise ans Ende der Geschichte“ ist ein wirklich außergewöhnlicher Spionagethriller des deutsch-isländischen Autors Kristof Magnusson.

    Die Handlung beginnt in den 90er Jahren, der Eiserne Vorhang ist gefallen und Europa sortiert sich gerade neu. Für Dieter Germeshausen, der jahrelang als Geheimdienstmitarbeiter und Doppelagent unterwegs war, ist dies eine Katastrophe. Er ist quasi arbeitslos und er muss untertauchen. Aber er hat einen Plan. Dazu benötigt er den Dichter Jakob Dreiser, der gut mit Worten umgehen kann und über zahlreiche Kontakte verfügt. Jakob wittert in Dieters Plänen ein Abenteuer.

    Der Schreibstil von Kristof Magnusson ist lebendig, frisch und humorvoll. Er nimmt seine Leser mit auf eine abenteuerliche Reise mit vielen unglaublichen Momenten und absurden Situationen.

    Dieter und Jakob sind zwei sehr unterschiedliche Protagonisten und die beiden gemeinsam zu erleben macht einfach Spaß.

    Es ist klar, dass hier vieles übertrieben ist und total überspitzt dargestellt wird. Aber genau das macht diesen wendungsreichen, brillant erzählten Roman aus.

    Bis kurz vor Ende war dies für mich ein richtiges Highlight und ich war überzeugt davon, dass ich 5 Sterne vergeben würde. Leider blieben dann einige Fragen ungeklärt, so dass ich ein wenig ratlos zurückgeblieben bin.
    Dennoch ist es ein kurzweiliger, abenteuerlicher und äußerst unterhaltsamer Roman, den ich gerne gelesen habe.
    Der Schrein der Könige

    Sabine Weiß
    Der Schrein der Könige (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    07.03.2026

    Über die Entstehung des Dreikönigenschreins – spannend & unterhaltsam

    „Der Schrein der Könige“ ist ein unterhaltsamer, historischer Roman der Autorin Sabine Weiß.

    Die Handlung beginnt im 12. Jahrhundert in Verdun. Im Mittelpunkt stehen der Goldschmied Nicolaus von Verdun und seine Familie. Nach tragischen familiären Verlusten hört Nicolaus durch seinen Bruder Charles davon, dass in Köln ein Goldschmied zur Fertigung des Dreikönigenschreins gesucht wird. Er macht sich mit seinen drei Kindern, Louis, Anna und Bastien auf den Weg. Der Start in Köln gestaltet sich alles andere als leicht, da die Kölner Goldschmiede den Auftrag nicht an einen Fremden verlieren möchten.

    Wie auch schon in den vorherigen Romanen der Autorin bin ich direkt in die Vergangenheit eingetaucht. Sie versteht es, die Atmosphäre vergangener Zeiten lebendig werden zu lassen. Dabei habe ich eine Menge über die Lebensumstände der Bevölkerung und auch über die mittelalterliche Goldschmiedekunst erfahren.

    Die Charaktere werden lebendig, facettenreich und authentisch dargestellt. Nicolaus war mir durchgehend sehr sympathisch. Sein Bruder Charles hat so gar nichts mit ihm gemeinsam, ist verschlagen und hat leider auch einen entsprechend schlechten Einfluss auf Louis.

    Während in den vorherigen Romanen der Autorin die historischen Hintergründe im Vordergrund standen, sind es dieses mal Nicolaus, seine Familie und der Schrein. Das macht das Buch nicht weniger lesenswert, da es ausgesprochen unterhaltsam ist, sollte man aber wissen, damit man nicht enttäuscht wird, wenn man etwas Anderes erwartet.

    Die Fakten um den Schrein sind wie gewohnt gut recherchiert und man merkt, dass die Autorin Geschichte studiert hat.

    Zu Beginn des Buches gibt es ein Personenverzeichnis, in dem die historischen Persönlichkeiten kenntlich gemacht sind. Am Ende des Buches befindet sich ein Glossar, der einzelne historische Ausdrücke erklärt, die nochmals für ein tieferes Eintauchen in das damalige Zeitgeschehen sorgen.

    Mit ihrem Nachwort hat Sabine Weiß den Schrein dann nochmals in den Mittelpunkt gestellt und ihr Werk perfekt abgerundet.
    Es ist eine gelungene Mischung aus Fiktion und Fakten, die insgesamt ein großartiges Leseerlebnis bietet.
    Real Americans

    Rachel Khong
    Real Americans (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    06.03.2026

    Ein vielschichtiger Gesellschaftsroman

    „Real Americans“ ist eine generationenübergreifende Familiengeschichte der asiatisch-amerikanischen Autorin Rachel Khong.

    Die Handlung beginnt im Jahr 1999 in New York. Die 22-jährige Kunsthistorikerin Lily Chen ist auf Jobsuche. Ihre Mutter Mei Ling ist als Wissenschaftlerin aus China in die USA eingewandert. Sie betrachtet sich als Amerikanerin und hat mit ihrer Tochter nur englisch gesprochen. Über ihre Vergangenheit, ihr Leben in China hat sie Lily nicht erzählt. Das Verhältnis zwischen den beiden ist sehr distanziert. Als Lily nun auf Matthew – den reichen Sohn eines Pharmaunternehmens – trifft und die beiden sich verlieben, prallen Welten aufeinander.

    Der Roman besteht aus drei Teilen. Nach dem ersten aus Lilys Perspektive, folgt ein Zeitsprung von 20 Jahren. In diesem Abschnitt steht dann Lilys 16-jähriger Sohn Nick im Vordergrund. Im Jahr 2030 werden die Ereignisse rückblickend aus der Sicht von Lilys Mutter Mei erzäht.

    Der Schreibstil von Rachel Khong liest sich angenehm und sie hat ihre Charaktere authentisch dargestellt. Ihre inneren Konflikte fand ich nachvollziehbar und gut beschrieben. Nicht jeder von ihnen ist direkt leicht zu greifen, aber rückblickend erklärt sich einiges.

    Thematisch ist der Roman sehr vielschichtig. Es geht um Spurensuche, Identität, Genforschung, Migration, familiäre Konflikte und Zugehörigkeit. Die Ereignisse, die hier aufgedeckt werden, sind nicht immer leicht zu lesen, sondern gehen an die Substanz.
    Es ist insgesamt eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt und im Gedächtnis bleibt.
    Kleine und große Wunder des Weltalls

    Gabby Dawnay
    Kleine und große Wunder des Weltalls (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    04.03.2026

    Viel Wissenswertes zauberhaft illustriert!

    „Kleine und große Wunder des Weltalls“ ist ein wundervoll illustriertes Sachbuch der in London lebenden Autorin Gabby Dawnay.

    Es gibt Informationen rund um das Weltall und unseren Nachthimmel. Dabei geht es um unseren Planeten, unsere Nachbarn im All, die Unendlichkeit, kleine und große Wunder und vieles mehr.
    Das Wissen ist in einfache kurze Sätze gepackt, so dass es für die Zielgruppe der jungen Leser bzw. Zuhörer ab vier Jahren gut geeignet sind. Aber auch etwas ältere Kinder dürften hier eine ganze Menge Neues erfahren.

    Jede einzelne Seite wurde von der Illustratorin Mona K in kräftigen Farben, liebevoll und detailliert gestaltet. Dadurch ist das Buch ein richtiges kleines Kunstwerk geworden und es gibt jede Menge zu entdecken und zu bestaunen.

    Neben dem vermittelten Wissen eignet sich das Buch auch gut als Grundlage für weitere Gespräche, um mehr Informationen einzuholen und weitere Wunder unseres Alls zu hinterfragen oder Geheimnissen auf den Grund zu gehen.

    Ich kann dieses Sachbuch interessierten Eltern und Kindern nur empfehlen, da es auf wundersame, eingängige und spielerische Weise Wissen vermittelt. So macht lernen Spaß!
    Happy Head

    Josh Silver
    Happy Head (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    01.03.2026

    Packend – ein spannender Dilogie-Auftakt

    „Happy Head“ ist der erste Band der Near Future Fiction-Thriller-Reihe des in Manchester lebenden Autors und Krankenpfleger für psychische Gesundheit Josh Silver.

    HappyHead ist ein Mental-Health-Programm für Jugendliche, in dem diese psychisch gestärkt werden sollen. Die Plätze sind rar und heiß begehrt, zumindest von den Eltern. Der siebzehnjährige Seb darf als einer von hundert Jugendlichen teilnehmen. Seine Mutter ist der Meinung ist, dass er sich glücklich schätzen sollte und sieht in dem Projekt eine große Chance.
    Die Regeln sind streng. Für Gehorsamkeit und Erfolge gibt es Belohnungen.
    Dort lernt Seb Finn kennen, zu dem er sich hingezogen fühlt und der gegen das Programm rebelliert.

    Der Schreibstil von Josh Silver ist lebendig und fesselnd. Die Ereignisse werden aus der Perspektive von Seb geschildert, wodurch man beim Lesen das Gefühl bekommt direkt mit dabei zu sein.
    Schnell merkt man, dass die Challenges, denen sich die Jugendlichen aussetzen müssen immer bedrohlicher, regelrecht verstörend, werden.

    Die Spannung baut sich zunehmend auf und sie Atmosphäre ist düster. Dabei steckt die Handlung voller Action, die aber gleichzeitig mit einer unaufdringliche Liebesgeschichte verwoben ist.
    Die Charaktere sind sehr unterschiedlich und jeder für sich ist gut ausgearbeitet.

    Die Story ist intensiv und unangenehm nah an der Realität. Es geht um Leistungsdruck, Gewalt, Schmerzen, Konkurrenz, Selbstfindung, Macht, Mental Health und vieles mehr.

    Leider endet das Buch – wie sollte es bei einer Dilogie auch anders sein – mit einem unangenehmen Cliffhanger, so dass ich es nun kaum noch abwarten kann, bis der zweite Band im Herbst diesen Jahres erscheint.
    Ein Pakt aus Asche und Blut

    Sabine Riedel
    Ein Pakt aus Asche und Blut (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    10.01.2026

    Ein spannender & mystischer historischer Roman

    „Ein Pakt aus Asche und Blut“ ist ein spannender und mystischer Roman der Autorin Sabine Riedel.

    Die Handlung beginnt in der Gegenwart. Der Feuerwehrmann Mark hat einem Einsatz bei einem heftigen Waldbrand in Ratingen, bei dem er spürt, dass eine fremde Macht auf ihn übergreift.
    Im Anschluss gibt es einen Zeitsprung in die Vergangenheit und es folgen Ereignisse, die bereits mehr als 500 Jahre zurückliegen. Zu dieser Zeit kämpft die Heilerin Helene um das Leben ihrer Schwester Anna, die der Ketzerei bezichtigt wird. Um sie zu retten, lässt sie sich auf einen teuflischen Pakt ein, der die Jahrhunderte überdauert.

    Der Handlungsort ist zum größten Teil in Ratingen, womit das Buch für mich ein direktes Heimspiel war. Ich bin in Ratingen aufgewachsen, kenne den Wald und die Umgebung. Von daher habe ich die Erwähnungen und Ortsbeschreibungen geliebt und mir war klar, dass auch die Autorin sich hier gut auskennen muss.
    Durch den permanenten Wechsel zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit lesen sich die Ereignisse spannend und ich war gespannt wie sich die beiden Zeitebenen miteinander verknüpfen lassen.
    Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, jeder hat seine eigene Geschichte, lebt und handelt in seinem eigenem Tempo. Auch die düstere Atmosphäre, die sich durch die Handlung zieht, kam direkt bei mir an.
    Schön ist auch die optische Gestaltung des Buches, da durch diese, die Kapitel der Vergangenheit von denen in der Gegenwart abgehoben wurden.

    Ich habe das Buch ausgesprochen gerne gelesen, kann es allerdings keinem Genre zuordnen. Es ist spannend, historisch, mystisch und fantastisch zugleich. Wer solch einen Genremix mag, dem wird das Buch bestimmt gefallen und wer in Ratingen wohnt, kann eine neue Seite seiner Heimat kennenlernen.
    Minnesota

    Jo Nesbø
    Minnesota (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    02.01.2026

    Menschliche Abgründe

    „Minnesota“ ist ein spannender Kriminalroman und der erste Band mit dem Ermittler Bob Oz des norwegischen Autors Jo Nesbø.

    Die Handlung beginnt 2022 in Minnesota. Der Autor Holger Rudi ist aus Oslo nach Minnesota gereist, um über Morde aus dem Jahr 2016 zu recherchieren. Er möchte einen True-Crime-Roman herauszubringen und begibt sich dafür auf Spurensuche.
    Im Anschluß gibt es einen Zeitsprung in das Jahr 2016, in der der größte Teil der Handlung spielt und wir Bob Oz kennenlernen.
    Bob Oz ist ein genialer Ermittler, allerdings menschlich ein ziemliches Wrack. Es fällt ihm schwer seine Emotionen in Zaum zu halten und sich an Regeln zu halten. Nach tragischen privaten Verlusten ist seine Arbeit zu seinem Lebensinhalt geworden.

    Die Handlung ist gut mit dem aktuellen Zeitgeschehen verwoben und Jo Nesbø lässt gesellschaftspolitische Ereignisse geschickt mit einfließen.

    Die Kapitel sind sehr kurz - auf gerade einmal 416 Seiten sind es 55 Stück - und tragen Überschriften, die neugierig machen. Die Perspektiven wechseln, so dass beim Lesen ein wenig Konzentration erforderlich ist. Gleichzeitig ist die Story so genial, dass man gar nicht von ihr abschweifen kann. Meine Gedanken waren dermaßen gefesselt, dass ich beim Lesen die Zeit total vergessen habe. Die Handlung war für mich nicht vorhersehbar und dennoch sind die Ereignisse in sich absolut stimmig und schlüssig.

    Nach seinen Harry-Hole-Fällen hat der Autor hier wieder einen ausgesprochen interessanten Protagonisten erschaffen, wobei der Täter der Verbrechen ihm in nichts nachsteht.

    Ich fand das Buch großartig, da ich gerne in menschliche Abgründe schaue und das Gänsehautfeeling, das während des Lesens eines guten Kriminalromans entsteht, liebe. Für schwache Nerven ist das Buch allerdings nichts. Aber Liebhabern von Thrillern und Krimis kann ich es durchaus empfehlen.
    Der Tod wischt mit

    Andreas Suchanek
    Der Tod wischt mit (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    02.01.2026

    Spannender und amüsanter Cosy-Crime

    „Der Tod wischt mit“ ist der zweite Band aus der Reihe „Ein Fall für Tilly Blich“ des Autors Andreas Suchanek. Die Fälle können unabhängig voneinander gelesen werden, aber ich würde die Reihenfolge einhalten, da es Spaß macht, die Entwicklung der Charaktere zu verfolgen.
    Tilly Blich hat sich mit einer Reinigungsfirma „Plitz und Blank“ in Untertannbach selbstständig gemacht. Ihr neuster Auftrag ist die Reinigung der Schule von Untertannbach. In der Sporthalle stolpert sie direkt über eine Leiche und steht damit vor ihrem nächsten Fall. Wieder ist Kriminalhauptkommissar Stubs zuständig, mit dem Tilly schon bei ihrem ersten Fall aneinandergeraten ist und wieder beginnt Tilly zu ermitteln.
    Es geht direkt sehr lebendig und spannend los, so dass ich schon nach wenigen Seiten mitten im Geschehen war. Der Schreibstil von Andreas Suchanek liest sich locker und leicht, dadurch bin ich nur so durch die Seiten durchgeflogen.

    Mit Tilly hat er eine sehr liebenswerte und sympathische Protagonistin erschaffen. Sie ist schlagfertig, weiß was sie will, und hat das Herz am rechten Fleck. Auch die anderen Charaktere werden gut beschrieben. Jeder hat etwas Besonderes und hebt sich ab. Natürlich ist auch wieder der Basset Muffin mit dabei, der für jede Menge Chaos und Lacher sorgt.
    Die Auflösung konnte ich nicht vorhersehen und hatte Spaß beim Rätseln. Letztendlich war sie stimmig und passend. Für mich war es genau die richtige Kombination aus Spannung und Humor.

    Mich haben die Ereignisse in Untertannbach bestens unterhalten und ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Einsatz von Tilly, ihrem Team und Muffin.
    Down Cemetery Road

    Mick Herron
    Down Cemetery Road (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    20.12.2025

    Spannende Unterhaltung mit tollen Protagonistinnen

    „Down Cemetery Road“ ist der erste Band des in Oxford lebenden Autors Mick Herron mit den Protagonistinnen Zoë Boehm und Sarah Tucker. Die Handlung hat er in seiner Heimat Oxford angesiedelt.

    Sarah Tucker lebt mit ihrem Mann Mark in einem ruhigen Vorort von Oxford. Als Hausfrau ist Sarah für den reibungslosen Ablauf ihrer Dinnerpartys zuständig und hat mit der Einladung ihrer Gäste für eine explosive Mischung gesorgt. Das ist allerdings nicht das einzige, was an diesem Abend explosiv ist. In der Nachbarschaft kommt es zu einer Gasexplosion, bei der zwei Menschen ums Leben kommen und lediglich ein kleines Kind - Dinah - durch einen glücklichen Zufall überlebt. Als Sarah das Mädchen im Krankenhaus besuchen möchte, ist es verschwunden. Sarah will Antworten und wendet sich an einen Privatermittler wodurch sie in der Folge auf Zoë Boehm stößt.

    Der Schreibstil von Mick Herron liest sich leicht und flüssig. Dennoch dauert es bis es erste Zusammenhänge gibt, da sie Schauplätze immer wieder wechseln und eine recht große Anzahl an Charakteren eingeführt wird.

    Die zahlreiche Dialoge machen die Handlung lebendig und durch den schwarzen Humor des Autors habe ich beim Lesen permanent vor mich hingegrinst. Bis sich Spannung aufbaut und auch bis Zoë Boehm auftaucht, dauert es allerdings ein wenig länger.

    Sarah und Zoë sind zwei sehr kontrastreiche Protagonistinnen. Während Sarah zunächst eine etwas planlose, gelangweilte Hausfrau ist, die unter den antiquierten Ansichten ihres Manns Mark leidet, ist Zoë hartnäckig und ein wenig eigenwillig. Beide sind keineswegs perfekt und wirken dadurch authentisch.

    Das Buch ist weniger ein Thriller, sondern eher ein komplexer Spannungsroman, den ich gerne gelesen habe und der mich nun gespannt auf die Fortsetzung warten lässt.
    Wolfskälte

    Laura McCluskey
    Wolfskälte (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    06.12.2025

    Atmosphärisch & düster

    „Wolfskälte“ ist das Debüt der in Melbourne lebenden Autorin Laura McCluskey.
    Die Handlung ist auf Eilean Eadar angesiedelt, einer kleinen schottischen Insel, auf der gerade einmal 206 Einwohner leben. Nachdem der achtzehnjährige Alan Ferguson dort ums Leben kommt und unklar ist, ob es sich um einen Mord oder einen Selbstmord handelt, werden die beiden schottischen Polizisten Georgina - genannt George - und Richie dorthin geschickt, um den Fall zu klären.
    Bereits auf den ersten Seiten wird die Atmosphäre der Umgebung so eindrucksvoll geschildert, dass ich direkt Gänsehaut bekam. Es sind aber nicht nur die äußeren Gegebenheiten, die ein unwohliges Gefühl hervorrufen, auch die Inselbewohner verhalten sich ausgesprochen merkwürdig. Die meisten sind abweisend und wortkarg. Sie scheinen den beiden Ermittlern eine regelrecht feindselige Einstellung entgegenzubringen.

    Die einzelnen Charaktere werden detailliert dargestellt. Direkt zu Beginn lernen George und Richie die Postmeistern Kathy kennen, die ihnen die alten Logbücher der Leuchtturmwärter überreicht, von dessen Sturz Alan sein Leben verloren hat. Auch die Leuchtturmwärter hat zu Beginn des Jahrhunderts ein mysteriöses Schicksal ereilt.
    Könnte dies im Zusammenhang mit Alans Tod stehen?
    Diese und viele weitere Fragen haben sich bei mir während des Lesens aufgetan.
    Die Charaktere sind nur schwer zu durchschauen und die beiden Polizisten kommen bei ihren Ermittlungen nur schwer voran. Dazu kommt, dass auch George eine Vergangenheit mit sich bringt, die ihr das Leben nicht erleichtert. Sie und ihr älterer Partner Richie sind zwei sehr unterschiedliche Charaktere, die sich gut ergänzen und mir sympathisch waren.
    Es dauert eine ganze Weile bis Spannung aufkommt. Das Buch lebt viel mehr von seiner düsteren und beklemmenden Atmosphäre sowie seinen interessanten und undurchsichtigen Charakteren. Dennoch war ich sehr gefesselt und wollte unbedingt erfahren, was sich in diesem kleinen Dorf ereignet hat und warum die Bewohner so abweisend sind.
    Das Ende war für mich überraschend aber rund und stimmig. Mir hat die mysteriöse Stimmung ausgesprochen gut gefallen und der Roman war einfach einmal anders als andere Krimis. Von daher bin ich jetzt schon sehr gespannt, was wir als nächstes von Laura McCluskey zu lesen bekommen.
    Belladonnas

    Liann Zhang
    Belladonnas (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    29.11.2025

    Eine Welt aus Likes & Lügen

    „Belladonnas“ ist das Debüt der in Toronto lebenden chinesisch-kanadischen Autorin Liann Zhang.

    Die Zwillingsschwestern Julie und Chloe sind - nachdem ihre Eltern bei einem Autounfall umgekommen sind - als Vierjährige getrennt worden und in zwei vollkommen unterschiedlichen Familien aufgewachsen. Während Chloe von einer reichen New Yorker Familie adoptiert wurde und im Luxus groß geworden ist, kommt Julie zu ihrer Tante nach Kanada, die in einfachen Verhältnissen lebt. Julie hat kein Interesse daran ihre Schwester, die sich zu einer erfolgreichen Influencerin entwickelt hat, kennenzulernen. Aber 17 Jahre nach ihrer Trennung steht Chloe plötzlich vor ihr. Ebenso plötzlich wie sie aufgetaucht ist, verschwindet sie wieder und für Julie wird schnell deutlich, dass Chloe sie nur benutzt hat, um sich auf Social Media in Szene zu setzten. Nachdem Julie eine verstörende Nachricht von Chloe erhält und diese im Anschluss verschwindet, nimmt sie die Chance wahr und nimmt ihren Platz sein.

    Der Schreibstil von Liann Zhang ist sehr lebendig und liest sich leicht und flüssig.
    Julies Gedanken und Gefühle werden nachvollziehbar beschrieben und auch die übrigen Charaktere – die titelgebenden Belladonnas - sind facettenreich und alles andere als langweilig, sondern eher ein wenig anstrengend. Es gibt viele Details aus dem Leben der Influencer, der Scheinwelt, dem Leben der Reichen und Schönen.
    Auch wenn ich Julies Verhalten und ihren Wunsch nach Zugehörigkeit verständlich fand, hat es mich erstaunt, wie einfach dieser Wechsel war. Abgesehen davon hat mich der Einblick in die Welt der Influencer und der damit verbundenen menschlichen Abgründe gut unterhalten.

    „Belladonnas“ ist ein gelungenes Debüt, das mich gespannt auf weitere Bücher der Autorin warten lässt.
    Human Design To Go - Werde, wer du bist

    Victoria Deindl
    Human Design To Go - Werde, wer du bist (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    25.11.2025

    Sich selbst besser verstehen

    „Human Design To Go – Werde, wer du bist“ ist ein inspirierender Ratgeber der Autorinnen Victoria Deindl und Özden Sevimli, die gleichzeitig die Gründerinnen der School of MOJO - dem Institut für spirituelle Persönlichkeitsentwicklung - sind.

    Mit ihrem ansprechenden Schreibstil haben mich die Autorinnen direkt abgeholt. Wir leben in einer Welt, in der wir uns anpassen und funktionieren müssen, stehen jeden Tag einer Vielzahl von Erwartungen gegenüber, die wir zu erfüllen haben. Dafür müssen wir uns in ein Muster pressen.
    Aber was ist, wenn wir in dieses nicht hineinpassen?
    Sehr schön fand ich den bildhaften Vergleich von einem Puzzleteilen, dass einfach in das Puzzle hineingepresst wird, ohne die passende Stelle gefunden zu haben. Wem das bekannt vorkommt, der sollte dieses Buch lesen. Das Leben kann so viel einfacher sein, wenn wir uns mit unseren Ecken und Kanten akzeptieren, anstatt diese zu glätten und uns anzupassen.

    Das Buch ist eine Bedienungsanleitung zu dir selbst, es hilft dir herauszufinden welcher Human Design Typ du bist. Dabei sagt es Dir nicht wie du dich verändern sollst, sondern wer du bist.

    Dies ist sicherlich kein Buch, das man einmal liest und zur Seite stellt, sondern eines, mit dem man arbeitet und das man immer wieder zur Hand nimmt. Dank der gelungenen Gestaltung, farblich abgesetzten Mojo-Noten, Grafiken und Tabellen werden die Inhalte eingängig vermittelt und es macht auch optisch Spaß.

    Für mich ist dieser Ratgeber eine echte Bereicherung, da ich viel über mich gelernt habe.
    Before I met Supergirl

    Rea Garvey
    Before I met Supergirl (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    10.11.2025

    Ein sehr persönliches Buch

    In seinem Buch „Before I met Supergirl“ erzählt der irische Musiker, Songwriter und Autor Raymond Michael Garvey - bekannt unter Rea Garvey - über sein Leben.
    Der Frontmann der Band Reamonn ist in Irland aufgewachsen und in Deutschland bekannt geworden. Seine Songs beinhalten alle eine Botschaft und wenn man seine Autobiografie liest, erfährt man, was ihn inspiriert hat.
    In einem sehr angenehmen, lockeren Schreibstil gibt Rea sehr persönliche Einblicke in sein Leben. Man erfährt viel über seine Familie, seine Kindheit, wie er aufgewachsen ist, was ihn geprägt hat, was ihm Irland bedeutet und seinen Weg zur Musik. Dabei wählt er sehr offene und ehrliche Worte, beschönigt wird nichts. Auch Rea hat Zweifel und stellt das Leben in Frage. Er bringt seine Leser zum Nachdenken, berührt mit seinen Worten, hat aber auch eine humorvolle Seite, mit der er mich zum Lachen gebracht hat.
    Sehr schön fand ich die Fotos in der Mitte des Buches - die ihn und seine Familie in verschiedenen Lebensabschnitten zeigen - da diese die zuvor beschriebene Atmosphäre gut vermitteln.
    Das Vorwort und seine Danksagung wurden nicht ins Deutsche übersetzt. Ehrlich gesagt habe ich es fast ein wenig bereut, dass ich nicht das gesamte Buch im Original gelesen habe, weil es einfach so schön ist seinen Worten nachzuspüren.
    Mich hat diese Autobiografie berührt und beeindruckt, so dass ich mir gut vorstellen könnte, dass nicht nur seine Fans dieses Buch gerne lesen werden, da es ein sehr ehrliches Buch über das Leben ist.
    Lebensbande

    Mechtild Borrmann
    Lebensbande (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    08.11.2025

    Ein bewegendes Stück Zeitgeschichte

    „Lebensbande“ ist ein zeitgeschichtlicher Roman der in Bielefeld lebenden Autorin Mechtild Borrmann, der auf wahren Begebenheiten beruht.

    Die Handlung beginnt im Herbst 1991 in Kühlungsborn. Durch einen Brief der LVA Mecklenburg-Vorpommern wird Nora unvorbereitet in ihre Vergangenheit zurückgeworfen.
    Im Zweiten Weltkrieg lernen sich die drei Protagonistinnen Nora, Lotte und Lene kennen. Sie werden zu Freundinnen. Lene hat drei Kinder und ihr ältester Sohn Leo gilt als Reichsausschusskind. Nora arbeitet im Krankenhaus und rettet Leo, was bedeutet, dass sie ab diesem Moment auf der Flucht ist. In Danzig lernt sie Lotte kennen, mit der sie nach Russland verschleppt wird.

    In 34 kurzen Kapitel wechseln die Ereignisse zwischen verschiedenen Zeitebenen und Orten. Die Handlung finde in Kühlungsborn, am Niederrhein, in Ratingen und in Holland statt. Durch diese Wechsel liest sich der Roman abwechslungsreich und spannend.
    Mechtild Borrmann hat einen intensiven und mitreißenden Schreibstil, der sich leicht lesen lässt und fesselt, so dass es fiel mir schwer das Buch aus der Hand zu legen.

    Das Schicksal der Freundinnen ist bewegend und erschütternd und es wird wieder einmal deutlich wie viel Leid die NS-Zeit für die Menschen gebracht hat.

    In ihrem Nachwort erläutert die Autorin, dass ihr Roman auf wahren Begebenheiten, Erinnerungen, Erzählungen und Dokumenten von Zeitzeug*innen beruht. Es erschüttert mich jedes Mal auf`s Neue, wenn ich von einzelnen Schicksalen aus dieser Zeit lese lese. Mit dieser tragischen und spannenden Geschichte hat Mechtild Borrmann wieder ein Stück der dunklen Vergangenheit aus dem Zweiten Weltkrieg aufgedeckt und diese feinfühlig und spannend erzählt.
    1 bis 25 von 398 Rezensionen
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