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    2. Alle Rezensionen von Murksy bei jpc.de

    Murksy

    Aktiv seit: 09. März 2019
    "Hilfreich"-Bewertungen: 12

    Bitte beachten Sie

    Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.

    111 Rezensionen

    Wild Card

    Wild Card (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    31.07.2021

    Brutale Realität

    Die Geschichte von Weston Kogi, der nach Westafrika reist, um an einer Beerdigung teilzunehmen und dann plötzlich in die Schusslinie rivalisierender Parteien gerät, mag manchem Leser übertrieben erscheinen. Wer aber die Verhältnisse in Westafrika kennt, weiß, dass die dortige Realität deutlich schlimmer ist, als alles, was in den blutstrotzenden Thrillern unser ach so beliebten Autoren passiert. Kogi soll den Tod eines Politikers aufklären, nachdem er sich großspurig als Polizist bezeichnet hatte. Dabei gerät er in Lebensgefahr, lernt viele falsche Freunde kennen und scheint auswegslos in den Konflikt um die Macht in seinem Heimatland zu geraten. Die Gewaltdarstellungen des Buches sind allerdings nicht so krass, wie sie durch manche Werbeaktion dargestellt wurden. Natürlich schockiert das Buch allzu naive Seelen, doch gibt es dadurch einen authentischen Blick auf Korruption und Unmenschlichkeit in ihrer perversesten Art. Raffiniert führt der Autor den Leser auf dunklen Pfaden durch den Roman, verwirrt durch immer neue Wendungen und verteilt die Sympathien wechselhaft auf die Agierenden. Das Buch ist rasant, treibt die Geschichte voran und der geneigte Leser legt das Buch nicht zur Seite. Wer realistische Bücher mag, die trotzdem überdreht daherkommen, kommt voll auf seine Kosten. Zu zart besaitete Leser sollten eher die Finger von dem Buch lassen, rauben sie vielleicht doch die eine oder andere Illusion über den schwarzen Kontinent. Ich als Afrikakenner konnte oftmals nur zustimmend nicken und war von dem Roman begeistert.
    Der gekaufte Tod

    Stephen Mack Jones
    Der gekaufte Tod (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    03.04.2021

    Mulitikultureller Thriller

    Ein Ex-Polizist mit Migrationshintergrund als Wohltäter und Hobbydetektiv. Das ist kurz gefasst die Story, die allerdings viel tiefgründiger ist, als der Titel vermuten lässt. Nachdem der Polizist Snow einen Korruptionsskandal aufgedeckt hat, wird er entlassen. Vor Gericht wird ihm allerdings eine hohe Summe zugesprochen, die es ihm ermöglicht, einige Häuser zu kaufen, um sie zu renovieren und zu vermieten. So sein Plan. Vor allem ärmere Menschen sollen profitieren. Allerdings ist das Ganze nicht ganz so problemlos. Einige seiner ehemaligen Kollegen neiden ihm das Geld. Hinzu kommen noch rachsüchtige Personen, deren Karriere er beendet hat. Als ein Mord passiert, muss Snow sogar seinen Ruhestand quasi beenden, um zu ermitteln. Und wieder sticht er in ein Wespennest.
    Der Thriller ist nicht nur hochspannend und von Anfang bis Ende fesselnd, er greift zudem das Thema Rassismus brandaktuell auf. Der Autor beschreibt detailliert die Verflechtungen und Schichten der Stadt Detroit, zeigt, dass nicht nur weiß gegen schwarz, sondern auch Mexikaner gegen dunkelhäutige Amerikaner paktieren. Der Autor ergreift dabei nicht Partei, sondern vermischt gekonnt die Grauzonen und zeigt, wie tiefschichtig das Problem ist. Nicht zu vergessen bleibt dabei der spannende Krimi, der durchweg gut unterhält.
    Alles, was wir wissen und was nicht

    Alles, was wir wissen und was nicht (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    03.04.2021

    Wissen für alle

    Der englische Originaltitel Britannica All New Kids' Encyclopedia zeigt, dass das Buch eigentlich für die jüngere Generation gedacht ist. Die farbige Gestaltung und der bewusst kurz gehaltene Text führt in 8 Kapiteln querbeet durch das Wissen der Menschheit. Der deutsche Titel ist dabei natürlich sehr übertrieben, auf nicht einmal 400 Seiten lässt sich das Menschheitswissen nicht annähernd darstellen, muss aber auch nicht sein. Viele interessante Fakten sind zusammengetragen und regen an, sich weiter zu informieren. Dass die Aufmachung der Seiten eher den knalligen Darstellungen des Internets angepasst ist, soll vielleicht den Reiz erhöhen. Nur mit Text wäre das Werk nicht so begeisternd. Viele Experten haben mitgeholfen, dieses empfehlenswerte Sachbuch zu gestalten. In Zeiten der Fake-News ist es umso wichtiger Wissen so zu vermitteln, dass es im Kopf bleibt. Auch Erwachsene werden noch das eine oder andere Neue lernen, wenn auch das Meiste als Allgemeinwissen abgehakt werden kann. Ein gut gemachtes Nachschlagewerk ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Manchem werden die einzelnen Punkte willkürlich ausgewählt sein, aber irgendwie muss der Autor das Buch begrenzen. Wer Spaß am Wissen hat, wird das Buch immer wieder zur Hand nehmen.
    Die Experten

    Merle Kröger
    Die Experten (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    19.02.2021

    Eine politische Retrospektive

    Anfang der 60er Jahre sind viele Wissenschaftler arbeitslos. Entweder sind sie vor der Verfolgung geflüchtet, wurden entnazifiziert oder (wenige) verurteilt. Auf vielen von ihnen haftet die dunkle Vergangenheit des zweiten Weltkrieges. Auch wenn sie sich damit herausreden wollen, dass sie nur geforscht oder Maschinen gebaut hatten, sind sie nicht frei von Schuld, dienten sie doch einem totalitären, menschenverachtenden Staat. In dieser zukunftslosen Nachkriegszeit kam es gelegen, dass Ägypten (auch neben anderen Staaten) ein eigenes Luft- und Raumfahrtprogramm startete. Eine sehr gutmütige Umschreibung für Luftstreitkräfte und die Produktion von Vernichtungswaffen. Friedrich Hellberg gehört zu diesen Fachleuten, die dem Ruf in die Ferne folgen. Noch unterstützt von deutschen Politikern, reisen zu Dutzenden deutsche Ingenieure in die neue Heimat am Nil. Doch bald wird das Projekt publik und damit zu einem Pulverfass aus politischem Sprengstoff. Zum einen sind da die wirtschaftlichen Interessen Deutschlands, zum anderen die Existenzangst Israels. Und in dieser Gemengelage wachsen sich Proteste und militärische Aktionen zu einer bedrohlichen Situation für die deutschen "Experten", wie die Techniker allgemein genannt werden, und ihre Familien aus, die in einem in Teilen zwar offenen, aber doch fremden Land leben.
    Als die Situation zunehmend gefährlich wird, müssen sich Menschen für eine Seite entscheiden oder ganz einfach dem äußeren Druck weichen. Eine Zerreissprobe für die Familie Hellberg.
    Merle Kröger hat 5 Jahre an diesem Buch gearbeitet, recherchiert und Dokumente gewälzt, mit Zeitzeugen geredet und Archive gewälzt. Man merkt diesem Buch den Aufwand an. Das Thema ist komplex und weit verzweigt, es geht um persönliche Schicksale und politische Entscheidungen, Kriegsgefahr, Spionage und Anschläge. Es ist ein fiktionaler, biografisch-angehauchter Historienroman mit dokumentarischem Flair entstanden. Aber ganz sicher kein Thriller, wie aus marketingtechnischen Gründen vermutlich, auf dem Cover zu lesen ist. Der Erzählstil der Autorin ist gewöhnungsbedürftig und anstrengend. In den Kapiteln. einem Fotoalbum ähnelnd aufgebaut, springt sie in der Zeit hin und her, öffnet neue Stränge, wechselt die Perspektive um dann wieder zum Hauptthema zurückzukehren. Das erfordert Konzentration und verbietet ein oberflächliches Lesen. Immer wieder werden durch Zeitungsberichte oder BND-Mitschnitte reale Personen erwähnt, diverse Affären behandelt und das politische Ausmaß der Geschichte angerissen. Allerdings nur angerissen, denn in seiner umfänglichen Weite, sind selbst über 600 Seiten zu wenig, um ausführlich zu berichten. Das ist vermutlich auch gar nicht gewollt, handelt es sich bei dem Buch doch auch um die Geschichte einer zerrissenen Familie und der daraus resultierenden Entwicklung. Doch wer die politische Dimension erfassen will oder sich speziell dafür interessiert, wird mit den schlaglichtartigen Auslassungen zu Strauß und Co. nicht zufrieden sein. Es ist ein großartiger Roman geworden, komplex und raffinert aufgebaut. In seiner Komplexität aber auch erschlagend und ausufernd ohne jedoch tatsächlich wirklich ausreichend erklärend zu sein. Und das birgt auch immer die Gefahr, dass ein solches Buch einseitig polarisiert. Denn zum ganzen Verständnis der Geschichte, muss man alles Seiten ausreichend beleuchten.
    2,5 Grad - Morgen stirbt die Welt

    2,5 Grad - Morgen stirbt die Welt (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    01.02.2021

    Unausgegorene Klima-Verschwörungs-Dystopie

    Endlich mal wieder ein Thriller mit realem Bezug zu einem wichtigen Thema. So der erste Gedanke. Der Beginn der Geschichte um eine Aktivistin, die einen Anschlag plant, lässt sich auch gut an. Es gibt einige Nebenzweige, die spannend sind und zum Thema passen. Flüchtlingswelle und Rechtspopulismus sind nur ein Teil davon. Im Laufe der Handlung lernt man einige Personen kennen, die Hauptfigur erzählt unnötiger Weise aus der Ich-Perspektive. Leider wird man weder mit der einen noch den anderen warm. Es entsteht eine seltsam distanzierte Beobachterposition für den Leser, der sich mit gängigen Klischees konfrontiert sieht. Da gibt es die bösen, korrupten Reichen (hier Black seven genannt, Industriefirmen, die der Autor mit realen Namen benennt, effekthascherisch, aber zu kurz gesprungen), dann die bösen, korrupten Politiker (die sich für eine Rettung in Übersee gerne bestechen lassen), es gibt die Moralisten und zu allem Überfluss einen psychopathischen Auftragskiller, der mit einer Mundharmonika aufspielt (etwas zu viel Hollywood für meinen Geschmack). Aus diesem Konglomerat entsteht also eine Weltverschwörungstheorie, die mit den Folgen des Klimawandels einhergeht. Lieber Autor, es sind nicht nur die kapitalistischen Industriellen, die den Klimawandel befeuern. Es sind wir alle. Dieser Aspekt des bequemen Konsumenten kommt zu kurz. Dafür wird aber auch noch eine Weltuntergangssekte und Öko-Nazis mit auf das Tablet gebracht. Witziger Sidekick: die rechte Undine von Broch klingt nicht nur namentlich so ähnlich, wie eine aktive Person einer rechten Partei dieses Landes. Der Autor verliert sich damit leider im Suppentopf des Allerleis. Andere Autoren haben dies mit mehr oder weniger Erfolg auch praktiziert. Was dem Roman fehlt, ist eine aussagekräftige Botschaft. Ein Anschlag um 400 Seiten pseudo-politisches Gehabe zu rechtfertigen? Die Aussage des Buches: der Klimawandel ist da und nicht zu bremsen. Richtig! Mit etwas mehr Authentizität würde man dem Autor auch folgen. Doch dieser Rundumschlag wirkt zu konstruiert. Die Panik der Menschheit in der nahen Zukunft angesichts der Klimafolgen, kommt zu kurz. Man kauft es dem Autor nicht ab. Die Daten zum Klimawandel lassen sich abrufen, das Ganze in eine spannende, bewegende Geschichte zu verpacken, ist etwas anderes. Das Buch rüttelt weder auf, noch regt es wirklich zum Nachdenken an. Für dieses wichtige Thema kam zu wenig dabei heraus. Schade, Chance verpasst. Und am Ende geht dem Autor sichtlich die Luft aus. Es wäre viel mehr drin gewesen.
    Habersack, C: Mopsa - Eine Maus kommt ganz groß raus

    Habersack, C: Mopsa - Eine Maus kommt ganz groß raus (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    11.01.2021

    Großes Abenteuer für eine kleine Maus

    Die Geschichte der kleinen, schauspielernden Maus zieht sogar die Erwachsenen in den Bann. Das Thema Selbstbestimmung und Anderssein wir thematisiert und den kleinen Lesern nahe gebracht. Mopsa muss notgedrungen ihren eigenen Weg gehen und findet schließlich das, was ihr Spaß macht und auch anderen Freude bereitet. Mut zu fassen und sich nicht unterkriegen lassen, das wird hierverdeutlicht. Egal, ob als Vorlese- oder Selbstlesebuch, die Zielgruppe ist begeistert. Wir haben das Buch direkt einmal mit dem Kind durchgelesen. Die tollen Illustrationen lockern auf und erklären zugleich das Gehörte/Gelesene. Ein durchweg gelungenes Buch des renommierten Verlages. Etwas dramatisch wird das Ganze gegen Ende, aber ich will nichts verraten. Auf jeden Fall bietet sich hier noch einmal die Gelegenheit, mit den Kindern Gut und Falsch zu besprechen. Das großartige Buch macht Spaß und Sinn.
    Unter Ultras

    Unter Ultras (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    02.12.2020

    Mehr als nur Fußball

    Ich bin kein bekennender Fußballfan. Trotzdem habe ich dieses Buch mit viel Aufmerksamkeit und wachsendem Interesse gelesen. Das sehr gut recherchierte Buch liefert viele Fakten und Einblicke in die Fankultur der Ultras, die sich nicht nur auf den Fußball beziehen, sondern clubabhängig alle Sportarten verfolgen. Hierbei geht es allerdings nur nebensächlich um das Ergebnis. Vielmehr ist die Zugehörigkeit zum Verein und/oder der Stadt ein lebensfüllendes, sinngebendes Gefühl, eine eigene Lebensart. Was der Nicht-Sportfan davon mitbekommt, sind nur die Nachrichten über Ausschreitungen und Vandalismus. Doch diese Kultur geht viel tiefer, ist teilweise perfekt organisiert, reicht bis in politische Ebenen und in manchen Fällen leider auch in das kriminelle Milieu. Umso beeindruckender, was der Autor weltweit zusammengetragen hat. Unzählige Geschichten über die Entstehung der Ultras, ihre Rituale und ihr vereinigtes Misstrauen gegenüber den Journalisten. Trotzdem konnte der Autor teilweise sehr tief einsteigen. Er zeigt eine Welt, die für die Fans einfach alles bedeutet, oftmals über Generationen vererbt. Das Buch spiegelt am Beispiel des Sports auch detailgenau die politische Lage in den jeweiligen Ländern wieder. Es fasziniert, in welchen Bereichen der Sport eine Rolle spielt. Sogar die höchsten politischen Ämter generieren ihr Personal teilweise aus der Vereinskultur. Der Autor lässt aber auch vieles weg. Nach seinen Angaben, wenn es entweder zu gefährlich war, die Informationen zu beschaffen oder wenn er einfach keinen Einstieg in die Szene erhielt. Vielleicht ist dies auch der Grund, dass das Heimatland des Fußballs zu kurz kommt. Englische Fans treten nur am Rande auf, die Länderauswahl scheint nur auf den ersten Blick willkürlich. Die Ausbreitung der Fankultur über die Kontinente wird hervorragend beschrieben. Verblüffend waren für mich all die Fußnoten und Quellenangaben: mir war nicht bewusst, wie viele Veröffentlichungen zum Thema Fußball, Ultras und Sport vor allem in Verbindung zur Politik existieren. Eine Welt für sich, die Dank dieses Buches auch denen näher gebracht wird, die ansonsten Fußball und Fankult nur am Rande wahrnehmen.
    Dark

    Candice Fox
    Dark (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    25.11.2020

    Auf dem Höhepunkt

    Ich lasse mich von Werbesprüchen auf dem Klappentext nicht beeindrucken, gebe aber hier zu: ja, es ist ihr bisher bestes Buch. Ich habe alles gelesen, was von Candice Fox veröffentlicht wurde und dieses Buch ist in seiner Struktur und Tiefe der Höhepunkt ihres Schaffens. Fox hat in ihren Büchern den roten Faden der gebrochenen, aber nicht zerbrochenen Figuren, die aus einem Tiefstpunkt sich wieder hocharbeiten, konsequent weitergesponnen und perfektioniert. Auch in Dark sind mehrere dieser Personen vereint. Da ist zum Beispiel die Mörderin, die Gutes tun will. Die Polizistin, pendelnd zwischen Dienstpflicht und privaten Trieben und die heruntergekommene Kleinkriminelle. Das mag bekannt vorkommen, trotzdem schafft es Fox, die Charaktere glaubhaft zu gestalten. In vielen anderen Thrillern sind diese zwiespältigen Persönlichkeiten oftmals überzeichnet. In dem vorliegenden Roman wirkt die Handlung schlüssig und man kauft den Figuren ihre Antriebe und Verhaltensmuster ab. Natürlich lebt auch dieses Buch von den unterschiedlichen Charakteren, die sich trotz aller Gegensätze zusammenreißen um den Fall eines verschwundenen Mädchens zu klären. Fox hält die Spannung hoch, legt viele Fährten aus und schafft ein Szenario der Gefahr und des Misstrauens. So kann der Leser mitfiebern und sich auf Wendungen und etwas Action freuen, die wohldosiert und nicht übertrieben eingesetzt wird. Wer die bisherigen Serien der Autorin nicht kennt, findet mit diesem Buch einen hervorragenden Einstieg in die Welt einer der besten Thrillerautorinnen der Gegenwart.
    Kuzniar, M: Aleja und die Piratinnen, Band 1: Das Schattensc

    Kuzniar, M: Aleja und die Piratinnen, Band 1: Das Schattensc (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    05.11.2020

    Wir stechen in See

    Ein verträumtes Mädchen interessiert sich mehr für die großen Entdecker der Welt als die ihr angeratenen Beschäftigungen. Der Spruch, dass Mädchen nie Entdecker sein könnten, nervt sie sehr. Doch der Tag wird kommen und sie kann allen beweisen, was möglich ist, wenn man nur will. Auf die angehende Piratin warten große Abenteuer auf den noch größeren Meeren.
    Eine hervorragende Sprache macht das Buch zu einem Lesegenuss. Damit geht die Altersangabe ab 10 vollkommen in Ordnung. Was mir weniger gut gefallen hat, ist die Sitte, manche Begriffe in Spanisch zu belassen. Man könnte statt familia einfach Familie schreiben. Nun gut, das ist einerseits gut, weil die LeserInnen erste Fremdsprachenkontakte haben. Andererseits bremst es den Lesefluss und führt manchmal zu Frustration, weil man die "Großen" fragen muss. Der zweite Kritikpunkt geht an die Seriengebundenheit. Wenn ein Buch schon mit Band 1 beginnt, führt das bei Gefallen zu einem Kaufzwang und die Leserschaft weiß von vornerein, dass das Buch nicht endet. Mir sind vor allem im Kinderbuchbereich abgeschlossene Geschichten lieber.
    Abgesehen von diesen persönlichen Kritikpunkten ist das ganze Buch eine herrlich fantasievolle Erzählung, die Abenteuerlust weckt, neugierig macht und vor allem den Kindern zeigt, dass man sich nicht von Vorurteilen beeindrucken lassen soll. Somit steckt auch ein gutes Stück lehrreiches Lesen in dem schmuckvoll eingebundenen Buch des renommierten Verlages. Im Innenteil hätten es gerne ein paar größere Zeichnungen mehr sein können, verdeutlichen und untermalen solche doch das teilweise fordernde Lesevergnügen.
    Die Krieger

    Die Krieger (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    05.11.2020

    Italienische Spuren

    Ein Mordanschlag in den 80er Jahren führt den Kriminaler Nick nach Italien. Da die damalige Zeit noch nicht vom Internet beherrscht war, bestand die Ermittlungsarbeit verstärkt aus "Handarbeit": Gespräche, alte Dokumente, Akten. Genauso zäh wie diese Arbeit gestaltet sich im Verlauf auch leider oft der Krimi. Oftmals detailverliebt in die Beschreibung örtlicher Gegebenheiten und die Spurensuche, verliert der Roman leider an Spannung. Die sich fast schon obligatorisch anbahnende Romanze zwischen dem Polizisten und der "Aushilfsübersetzerin" wirkt klischeehaft. Was den Roman rettet und den Leser bei Stange hält, ist der Realitätsbezug und die Parallelen zu aktuellen Fällen und Entwicklungen in der europäischen Gesellschaft. Der Zeitgeist wird gut wiedergegeben, allerdings wurde auch hier mit dem ausgereizten Mittel des angeschlagenen Ermittlers gearbeitet, der sein persönliches Schicksal zu tragen hat. Das langweilt zunehmend und dient eher als Lückenfüller des ansonsten trägen Krimis. Einen Hauch Spannung erlangt die Geschichte durch die Serie der Anschläge und die Bekennerschreiben einer angeblichen Gruppe LUDWIG. Das eröffnet mehrere Lösungswege und hilft dem Autor, die Polizeiarbeit hinreichend zu beschreiben. Zum ganz großen, historisch angelegten Kriminalfall reicht es allerdings nicht.
    Love & Bullets

    Love & Bullets (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    22.10.2020

    Kill Bill

    Bill ist ein Abzocker, ein Gauner, der anderen das Geld aus der Tasche zieht. Doch dieses Mal hat er es eindeutig übertrieben. Mächtig böse Gangster zu berauben kann Konsequenzen nach sich ziehen. In diesem Fall eine Gruppe Killer, die ihm den Garaus machen sollen. Zum Glück tötet ihn seine große Liebe nicht, sondern schlägt sich auf seine Seite. Gemeinsam mit der Killerin versucht Bill am Leben zu bleiben und hetzt durch die Lande. Doch die Mörder bleiben ihm auf der Spur und es kommt zu bluttriefenden Konfrontationen.
    Wem das zu brutal oder abgedreht klingt, sollte die Finger von dem Buch lassen. Wer allerdings kultig-trashige Action mit lakonischen Rededuellen ala Tarantino mag, liegt hier richtig. Allzu ernst darf man das Geballere und Prügeln nicht nehmen, es geht hoch her und splattert ordentlich. Übrig bleibt rasante Bubblegum-Unterhaltung, die so manchem Hollywoodfilm zur Ehre gebührt. Die Charaktere sind einprägsam gezeichnet, die Dialoge witzig (Killer, die sich mit ihrem vermeintlichen Opfer über Beziehungsprobleme unterhalten, während Coldplay den Ärmsten foltert...köstlich). Ein Lesevergnügen für Thrillerfans, die mehr auf action stehen, als auf glaubwürdige, toternste Handlungen. Mir hat es mächtig Spaß gemacht.
    Capitana

    Capitana (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    12.10.2020

    Lola rennt wieder

    Nach dem mit dem Dagger-Award ausgezeichneten Vorgängern geht die Geschichte um die Clanchefin Lola und ihr kleines Drogenkartell zwei Jahre später weiter. Bereits im ersten Teil musste Lola harte Entscheidungen treffen, um sich, ihre Familie und ihre Männer zu beschützen und ihre Position zu festigen. Nun wird sie in einen Kartellkrieg gezwungen, der alles zum Einsturz bringen könnte. Es beginnt ein harter Wettlauf gegen die Zeit, der Geheimnisse preisgibt und zwischen Treue und Verrat wechselt.
    Ohne Pathos oder romantische Verklärung zeichnet die Autorin das erbarmungslose Leben im Drogenmilieu, verfeinert mit Actioneinlagen das Geschehen und bleibt dennoch authentisch. Vielleicht liegt es daran, dass die Schriftstellerin die Tochter eines Polizisten und einer Gerichtsstenographin ist, auf jeden Fall weiß sie überzeugend das kriminelle Umfeld zu beschreiben und skizziert auch genau die Verzweiflung des Überlebenskampfes der verlorenen Bevölkerung und der darüber stehenden Macht der Kartelle. Wer denkt, das sei unrealistisch oder das gar eine Frau nicht zu solch einer Gewalt fähig wäre, irrt. Nicht erst Kleopatra oder Bonnie Parker haben gezeigt, das Frauen hart, machtvoll und skrupellos agieren können. Weibliche Drogenbosse in Mexiko sind und waren real. Lola, die auf den ersten Blick harmlos erscheinen mag, tut alles, was nötig ist, um am Leben zu bleiben. Sie hat sich ihrer trostlosen Umgebung angepasst, zeigt aber durchaus Gefühle und pendelt ständig zwischen den Entscheidungen, die sie treffen muss und der Gnade, die sie aus diversen Gründen walten lässt. Capitana ist ein hervorragender Thriller über eine Frau, die in einer Männerwelt existiert und kämpft, Moral und Ehrenkodex entspringen einer Welt, die sie weder als Heldin noch als das ultimative Böse erscheinen lässt. Lola hat genauso verletzliche Stellen wie jeder andere, muss aber, um zu überleben diese bedeckt halten und falls nötig, brutal handeln. Ein gelungener Fortsetzungsroman einer überzeugenden Schriftstellerin.
    Final Control

    Veit Etzold
    Final Control (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    01.10.2020

    Der globale Größenwahn

    Der China-Fan Etzold beschreibt in seinem Thriller reale Gefahren der globalen Finanzwelt. Skrupellose Investoren, kollabierende Systeme und eine chinesische Macht, die alles zu überschatten droht. So weit so gut und auch richtig. Doch sein geradezu euphorischer Bericht über die chinesische Kraft und seine Ablehnung der europäischen Langsamkeit (vor allem der deutschen) wird leider gepaart mit den üblichen Klischees. Da ist der karatekämpfende Bodyguard mit schier unmenschlichen Fähigkeiten (obwohl er später von einem klar unterlegenen Gegner ausgetrickst wird) noch das kleinste Übel. Dass Peking einen Flughafen in 4 Jahren fertigstellt, ist bewundernswert. Dass der Erfolg des chinesischen Modells aber jahrelang zu Kosten der Umwelt ging, tausende Menschen hingerichtet werden, unzählige ihre Heimat für Großprojekte verlieren und Menschenrechte nicht stattfinden, wird zu wenig oder gar nicht berücksichtigt. Gut, es ist NUR ein Thriller. Trotzdem ein gefährliches Instrument, um Verschwörungstheoretikern Vorschub zu leisten. Unglaubwürdig ist auch die Geschichte, dass ausgerechnet ein Arzt, der ein start-up gründet, (Achtung Spoiler), zum Retter der Finanzwelt wird. Scheinbar mühelos findet er Ansprechpartner, die gemäß seinen Angaben handeln. Wenn die Finanzwelt, in der Etzold sich gut auskennt, wirklich so einfach agiert, dann kann man sich wirklich nur Sorgen machen. Die kapitelgewaltige Geschichte (teilweise nur 2-3 Seiten) führt dazu, dass sich der Autor oft wiederholt. Seine geliebten Zitate und Weisheiten (von Sun Tzu, wohl ein Star unter den Finanzhaien, bis zu Warhol) wiederholen sich teilweise, Begriffe, die der Autor erklärt, werden mehrfach erläutert. Das zieht das Buch unnötig in die Länge. Auch scheint es so, dass alle Figuren des Buches geradezu in Zitaten denken würden. Ist das so? Gibt es Menschen, die auch in Extremsituationen einen klugen Spruch abrufen, um dann die Lösung zu finden? Aber vielleicht lebt die oberflächliche und blenderische Finanzwelt von diesen Zitaten. Lässt sich doch manche inhaltsleere Präsentation mit einem solchen Spruch gut aufwerten und verleiht Tiefe, die nicht vorhanden ist. Ähnlich ist es mit der Dramatis personae, die der Autor am Ende des Buches aufführt. So bedeutend ist der Thriller nicht, als bedürfe es eines solchen Anhanges. Was bleibt, ist ein hinreichend spannendes Buch mit nicht viel Neuem und viel Wiedergekautem, einer drohenden Chinaübermacht und einer westlichen Welt, die sich warm anziehen kann. Zum Glück gibt es weise Autoren wie Etzold, die blendend Bescheid wissen und ihre Botschaft ins Land tragen. Zuhörer und Leser gibt es immer. Bleibt nur zu hoffen, dass die auch reflektieren und nicht alles abkaufen, was hier verkauft wird.
    Hilfe, mein Handy ist ein Superschurke!

    Hilfe, mein Handy ist ein Superschurke! (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    15.09.2020

    Ich will ein Handy

    Kennen diesen Satz die Eltern?? Oh ja. und natürlich gibt man bei, schließlich solld er Nachwuchs nicht als Außenseiter gelten. Das vorliegende Buch (ab 8 Jahren altersgerecht, wenn auch die Eltern den einen oder anderen Ausdruck erklären müssen: BFF z.Bsp.) handelt von einem Mädchen, dass sich sehnlichst ein solches Gerät wünscht. Schließlich kommt sie jetzt auf eine weiterführende Schule und da hat JEDER ein Handy. Nur sie nicht, weil ihre Eltern sparen müssen und überhaupt...
    Tja, eines Tages bekommt ihr Technikwunder. Und ein Wunder ist es wirklich, denn das Handy spricht mit ihr..selbständig und willenststark. Der Geist in der Maschine verändert ab sofort das Leben des Mädchens.
    Aktuelle Themen behandelt das humorvolle Buch genauso, wie die Zwänge, denen schon kleine Kinder unterliegen. Natürlich werden in dem Buch Sichtweisen der Erwachsenen auf die Kinder projiziert. Das ganze soll natürlich kindgerecht rüberkommen, gelingt auch meistens. Doch ein 8jähriges Kind wird nicht unbedingt die Argumentationsketten der Erwachsenen nachvollziehen können. Ob das Buch nun sogar noch mehr Lust auf ein Handy macht, sei dahingestellt. Gute Unterhaltung bietet das Büchlein allemal.
    Bittermonds Bucht

    Maike Harel
    Bittermonds Bucht (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    05.09.2020

    Der Schatz im Herzen

    Ein Kapitän haust in einem Schiffswrack in einer Bucht. Mit ihm wohnt am Strand ein Junge, Jukka. Vom Kapitän vor der Welt beschützt, wächst der Junge auf und kennt eigentlich nur das kleine Fleckchen Sand und das Wasser. Doch die Neugierde wächst. Es muss doch noch mehr geben. Was ist zum Beispiel in der Wüste? Oder gar dahinter? Kapitän drückt sich um eine Antwort und hält den Jungen unter Vorwänden am Strand fest. Eines Tages kommt eine Frau (gar eine Hexe?) mit ihrer Tochter zu Besuch. Die Frau kennt den Kapitän von Früher. Jukka hält zunächst nicht viel von dem Besuch, muss aber erfahren, dass es so viel mehr gibt. Das Mädchen kann LESEN und hat BÜCHER!? Jukka kennt das alles nicht. Doch durch das Mädchen Lila und die Welt aus der sie kommt, wächst die Neugier noch viel mehr. Und wenn das Mädchen eine Mutter hat, wieso denn er nicht?

    Eine wunderbar erzählte Geschichte, die zugleich spannend und unterhaltsam ist. Raffiniert und unterschwellig werden wichtige Themen behandelt. Sei es die alleinerziehende Mutter, die Frage nach dem "Wer bin ich?", Freundschaft, Bildung oder auch das Fremdsein, das und noch mehr spricht die Geschichte an und bringt den jungen Lesern einfühlsam ein Verständnis dafür näher. Verpackt ist das Ganze in eine abenteuerliche Geschichte, die altersgerecht und in wunderbarer Erzählweise auch Erwachsene begeistert.
    Sahin, S: Sila's Orientküche

    Sahin, S: Sila's Orientküche (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    05.09.2020

    Kochen mit Pepp

    Seufz..schon wieder eine Schauspielerin, die ein Kochbuch veröffentlicht? Ja, schon, trotzdem ist das Buch durchaus interessant, gibt es und doch einen Einblick in die türkisch-orientalische Küche. Leckere Rezepte werden einfach erklärt. Für absolute Kochanfänger vermutlich zu schwierig, ein paar Grundregeln des Kochens sollte der Leser schon mitbringen. Auch mag man vor ein paar exotischen Zutaten zurückschrecken, doch dies ist oft so, wenn man etwas nicht kennt. Wer das Glück hat, eine entsprechende Einkaufsmöglichkeit in der Nähe zu haben, kann aus dem Vollen schöpfen. Ansonsten verzeihen die Rezepte natürlich Abwandlungen je nach Geschmack. Sollte man die Zutaten nicht kennen, empfiehlt es sich, vorher mal zu probieren, bevor man ein Gericht kocht, das dann gar nicht zusagt. Der Verlag präsentiert das Buch gewohnt wertig, ansprechende Fotos zeigen die fertigen Mahlzeiten. Angenehm zu manch anderen Büchern ist, dass die Zahl der Autorinnenfotos nicht übertrieben ist. In anderen Büchern strahlt uns ja der Koch von jeder Seite an, was eher als Lückenfüller erscheint. Unterteilt sind die Rezepte in verschiedene Kapitel: von der Working Mum bis zum Love-Dinner. Wobei wir bei einem Kritikpunkt sind. Die Anglizismen stören hier. Das beginnt schon bei der Nennung der Fotografen. Muss es People-Fotografie sein? Auch die Auswahl der Rezeptnamen scheint manchmal etwas willkürlich der effekthascherisch. Bitter-sweet-symphony-salat oder Dattel-Energie-Bällchen, das ist etwas zu viel des Guten und geht mit dem Trend der Veggie-Bewegung.
    Ansonsten ein seht gutes Kochbuch. Wir haben wahllos zwei Rezepte nachgekocht, verlief problemlos und war sehr lecker.
    Ihr Königreich

    Ihr Königreich (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    04.09.2020

    Blutsbrüder

    Roy und sein jüngerer Bruder Carl wachsen auf einem Berghof auf. Allzu viel wirft die Ziegenzucht nicht ab, doch die Familie kommt über die Runden. Als eines Tages bei einem Unfall die Eltern sterben, sind die Brüder auf sich alleine gestellt. Roy wird als Mechaniker und Tankstellenwart arbeiten, der sichtlich gereifte Carl geht nach Übersee und wird Geschäftsmann. Viele Jahre später kommt Carl in die raue Welt der Berge zurück. Zwei Überraschungen bringt er mit: eine schöne Frau an seiner Seite und ein Großprojekt, das den alten Hof und auch das tiefergelegen e Dorf verändern soll. Nicht alle sind von den Plänen begeistert. Und dann lauern im Dunkeln noch die Schatten der Vergangenheit, ein Unheil, dass alles verschlingen kann und ein Brüderpaar, das einen inneren Kampf auszustehen hat.

    Nesbo schreibt in diesem Mix aus Familien- , Psychodrama und Krimi auf dem Höhepunkt seiner Schaffenskraft. Wohltuend ist der Roman auch durch seine Eigenständigkeit, soll heißen, er ist kein Band einer Reihe, für die Nesbo bekannt wurde. Vielleicht ist das auch das Geheimnis hinter der "neuen" Art des Krimis, die uns der Schriftsteller bietet. Ins Kleinste zeigt er die Psyche der Akteure, lässt uns teilhaben an ihren Zweifeln und Zwängen, jeder Zeit absolut glaubhaft beschrieben. Mit jeder Seite steigt die lodernde Feuersbrunst der Gerüchte und Geheimnisse höher, droht alles zu Verschlingen. Durch raffinierte Cliffhanger und Wendungen erhöht Nesbo langsam die Spannung, so wie Roy in seiner Werkstatt die Schrauben und Muttern anzieht. Der buchstäbliche Abgrund scheint immer näher zu kommen, getrieben von ihrer Liebe und ihrem Hass, steuern die handelnden Personen scheinbar unausweichlich auf ihr Schicksal zu. Meisterlich zeichnet Nesbo die Dorfgemeinschaft, das harte Bergleben und die Veränderungen, die das Auftauchen von Carl mit sich bringt. Man fiebert mit den Charakteren genauso mit, wie man sie teilweise verabscheut. Ein spannender, vielschichtiger und fesselnder Roman, gut konstruiert und dramatisch bis zum Schluss. Nesbo in Bestform.
    Mein Familienkompass

    Nora Imlau
    Mein Familienkompass (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    31.08.2020

    Kommt drauf an

    Kommt drauf an lautet das Mantra der Autorin. Mit vielen Jahren Erfahrung in dem Bereich der Kindererziehung, unzähligen Gesprächen und Beiträgen, weiß sie, wovon sie schreibt. Und dieses "Kommt drauf an" passt auf fast jede Frage in diesem Gebiet. Es gibt ihn eben nicht, den goldenen Weg, die Ideallösung oder die Verallgemeinerung, die immer passt. Vielmehr hängt die Erziehungsfrage von so vielen Varianten ab, dass sich darin die Unzahl an Ratgebern und Experten erklärt. Da aber jeder Mensch, ob groß oder klein, anders ist, kann es keine klare Antwort auf die Frage geben, wie erziehe ich mein Kind und sorge gleichzeitig für Balance in der Familie. So gesehen, könnte man das Buch nach einigen Seiten zuschlagen. Man kennt das zur Genüge..oder eben auch nicht. Die Autorin gibt viele Ansätze, sich selbst zu hinterfragen, um den Weg zu finden, der für die eigenen Verhältnisse passt. Doch das entbindet Eltern nicht, selbst an sich und der Familie zu arbeiten, sich ständig zu kontrollieren und nachzubessern. Eines ist sicher, auch nach Lektüre dieses umfassenden Buches, werden wir vielleicht schlauer sein. Ob wir damit sicher auch bessere Eltern werden und unser Kind geborgen und glücklich aufwächst, liegt aber immer noch an uns. Fehler machen ist menschlich, daraus zu lernen, die Kunst. Und eine unbequeme Wahrheit bleibt auch, dass Familien, die nicht genug Geld haben, die nötigsten Bedürfnisse zu erfüllen, sich ein "teures" Ratgeberbuch nicht leisten werden. Erziehungsfrage ist leider auch bei uns eine Frage des sozialen Rahmens.
    Onkel Stan und Dan und das gar nicht lieblich-niedliche Mondabenteuer

    Onkel Stan und Dan und das gar nicht lieblich-niedliche Mondabenteuer (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    24.08.2020

    Knuddeliges Abenteuer

    Das Kinderbuch enthält alles, was man sich wünschen kann. Eine Horde neurotischer Lamas, verliebte Dachse, ein unsichtbares Mädchen und eine mutige Spinne nebst einem fiesen, sehr fiesen, richtig fiesen Bösewicht. Die Autorin sprüht vor witzigen Einfällen, wobei vermutlich nicht jeder humorige Satz ein neunjähriges Kind versteht. Untermalt wird die abenteuerliche Geschichte von ebenso humorvollen Zeichnungen. Vermenschlichte Tiere funktionieren oftmals sehr gut und auch hier kommt man aus dem Grinsen kaum raus. Auch Erwachsene haben ihren Spaß mit den ulkigen Figuren und ihren allzu menschlichen Problemen. Einziger Wermutstropfen und damit Punktabzug ist der Bezug zu den Vorgängerbüchern. Dies ist der dritte Band einer Reihe um Stan und Dan und ohne Kenntnis der ersten beiden Bücher, macht der neue Teil nicht ganz so viel Spaß, weil einfach die Zusammenhänge fehlen. Also, wer seinen Kleinen was Gutes tun und sie mit lustiger, süßer und spannender Unterhaltung versorgen will, gönnt ihnen alle Teile, es lohnt sich.
    Der beste Notfall der Welt

    Lorenz Pauli
    Der beste Notfall der Welt (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    22.08.2020

    Eine Maus mit Pfiff

    Zwei Jungen, die sich eigentlich nicht leiden können, sollen zwei Wochen zusammen in einem Zimmer wohnen. Als sie ein Vater zu diesem Zwecke abholen will, gibt es einen kleinen Unfall. Eine Maus wird angefahren. Zumindest hier sind sich die Jungen sofort einig: ihr muss geholfen werden. Also kommt die Maus mit ins Haus. Und mit ihr ein Geheimnis, das so unglaublich ist, dass es die Jungs einander näher bringt. Doch was hat es mit der Maus auf sich? Es wird fantastisch...
    Ein gelungener Kinderroman, der altersgerecht einige wichtige Themen behandelt. Freundschaft, Verantwortung, Mitgefühl und Ehrlichkeit sind nur einige. Bei so komplexen Fragestellungen, was eigentlich Heimat ist, bedarf es vielleicht der einen oder anderen Erklärung durch Erwachsene. Das Buch ist illustriert mit Zeichnungen, die für meinen Geschmack etwas zu dunkel erscheinen. Farbige Bilder wären schöner, auch sind doppelseitige Darstellungen eines Fahrzeugs meines Erachtens zu viel des Guten. Erste Kommentare der Kleinen zu den Bildern sind ebenfalls eher negativ. Ansonsten macht das Lesen Spaß und als Elternteil ist man es ja mittlerweile gewohnt, dass nach der Lektüre erklärt werden muss, welche Fabelwesen gar nicht existieren.
    Ein Mann der Kunst

    Kristof Magnusson
    Ein Mann der Kunst (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    12.08.2020

    Entlarvende Nabelschau

    KD Pratz ist ein schwieriger Künstler. Hoch angesehen, doch unangepasst, lebt er zurückgezogen in einer Burg. Da ihm nun ein Museumsanbau gewidmet werden soll, bemüht sich ein Förderverein um ein Treffen. Den Spießbürgern gelingt es tatsächlich, einen Termin zu vereinbaren. Die Zusammenkunft wird aber alle Teilnehmer verändern. Die selbstgerechte Welt der Kunst und sogenannten Kunstversteher wird sanft, aber humorig an den Ohren gezogen. Die Einbildung, Kunst für sich einnehmen zu können wird genauso widerlegt, wie der über den Dingen stehende Künstler, der letztendlich auch nur ein Menschlein bleibt. Leider bleiben alle Teilnehmer zu weltfremd und fern der wahren Probleme da draußen. Sie verbleiben in ihrer heilen Kunstwelt und fabulieren weiterhin in ihrer Abgehobenheit. Etwas mehr Sozialkritik wäre wünschenswert gewesen.
    American Spy

    American Spy (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    01.08.2020

    Im Sumpf der Geheimdienste

    Nur knapp entgeht eine Frau einem Mordanschlag. Im Laufe der Geschichte, die quasi als Brief ihren Kindern gewidmet ist, erzählt die Frau, wie es dazu kam. In der Zeit vor- und zurückspringend, wird so nach und nach der komplexe Fall einer Spionagetätigkeit aufgebaut. Man erfährt die Beweggründe der Frau, zunächst beim FBI zu arbeiten und sich dann als Agentin an einen afrikanischen Präsidenten zu heften.
    Die Handlung ist kompliziert. Wer nicht genau mitliest, wird sich schwer tun, alles zu verstehen. Dies lässt sich an anderen Rezensionen gut beobachten. Wer sich darüber beschwert, bestimmte Abkürzungen nicht zu kennen, hat das Buch nur oberflächlich gelesen. Alle anderen bekommen ein Musterbeispiel davon, wie sich die Großmächte gegenseitig bekriegen und wie einzelne Personen sich in Machtspielchen suhlen. Nennt man es nun Neokolonialismus oder einfach nur kalter Krieg: die Perversion des Vorgehens ist auf allen Seiten gleich. Verrat und Lüge sind Programm, Menschen sind Schachfiguren und beliebig austauschbar. Die Hauptfigur des Romans scheint zunächst vielleicht noch aus Idealismus (und einem ganz bestimmten persönlichen Grund) zu handeln, muss dann aber erkennen, dass es kein schwarz und weiß gibt. Das Buch geht tiefer als gewöhnliche Spionageromane, ist teilweise auch die psychologische Aufarbeitung eines Familienschicksales. Wer einen mörderischen Reißer sucht oder wilde Action bevorzugt, ist hier falsch. Das Buch fordert Aufmerksamkeit und rudimentäres Interesse für Politik, sonst erscheint es vielleicht langweilig und zu schwierig. Vergleiche mit John Le Carre hinken und sind wohl eher dem Marketing geschuldet.
    Verschollen in Palma

    Verschollen in Palma (Buch)

    2 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    29.07.2020

    Zäh wie Leder

    Kallentoft kann schreiben. Ja. Aber hier vergeudet er sein Talent in einem Krimi, der an Langweiligkeit kaum zu überbieten ist. Kallentoft füllt seine Seiten auch geschickt damit, seine Wahlheimat Mallorca zu beschreiben. Ein Grund, warum ich lokale Krimis nicht besonders mag. Ich will nicht jeden Wegnamen beschrieben haben, Sehenswürdigkeiten oder Cafes genannt haben, die mit der Geschichte nichts zu tun haben. Da kaufe ich mir dann einen Reiseführer. Aber dies ist hier nicht das Problem. Im mit Anglizismen vollgestopften Roman (ist wohl die In-Sprache auf Mallorca?) versucht ein Vater seine verschwundene Tochter zu finden. Was Kallentoft daraus entwickelt ist ein Psychodrama um einen gequälten Vater, der auch Jahre später immer noch rufend durch die Wälder streift (ob das glaubwürdig ist, lässt sich anzweifeln). Leider ist diese Geschichte in ähnlicher Form schon dutzende Male in Filmen und Büchern verarbeitet worden und wird hier auch nicht in wirklich neuem Gewand erzählt. Vielmehr ist der von seiner Frau verlassene Mann der Einzelkämpfer, der gegen vielfältige Mauern rennt. Klischeehaft als Beispiel angeführt: die Polizei! Das totgetretene Bild der korrupten südländischen Polizei langweilt den Leser und reiht sich ein in unzählige Bücher dieser Art. Aus dem Krimi hätte ein spannender Roman werden können. Aber weder wird Nähe zu den betroffenen Personen aufgebaut, noch gibt es überraschende Wendungen. Und das stilistische Hilfsmittel, Sätze nach einem Komma zu beenden, runden das eckige Bild ab. Nicht mein Fall und ich werde kein Freund der angekündigten Serie.
    Alter Hund, neue Tricks

    Adrian Mckinty
    Alter Hund, neue Tricks (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    24.07.2020

    Gut wie alter Whiskey

    DI Duffy hat seinen letzten Fall eigentlich schon gelöst. Nun dient er als Teilzeitreserve bei der Polizei, um seine Pension in voller Höhe zu bekommen. Eines Tages soll er wegen Personalmangel einen scheinbar einfachen Mordfall übernehmen. Doch Duffy wäre nicht Duffy, wenn es beim einfachen Fall bliebe. Schnell erkennt er, dass der als missglückter Autoraub getarnte Mord, ein raffiniert ausgeführtes Verbrechen ist. Zusammen mit seinem alten Kollegen Crabbie macht er sich auf die Jagd. Denn eines mag Duffy gar nicht: wenn man ihn für dumm hält. Der belesene, Schallplatten und Whiskey liebende, Polizist im Beinaheruhestand schiebt seine Zeit mit der Familie in Schottland noch etwas auf und kommt einer großen Sache auf die Spur. Dabei tritt er nicht nur seinen Vorgesetzten vor das Bein, sondern gerät in Lebensgefahr.
    Wie immer schreibt McKinty intelligent und mit Humor. Sein Duffy glänzt durch eine unkonventionelle Art, messerscharfen Verstand und die nötige Gelassenheit, um im Irland der 90er Jahre zu bestehen. Man muss kein Geschichtskenner sein, wer allerdings um den Irlandkonflikt weiß, hat noch mehr Vergnügen an der politischen Seite des Thrillers. Zum running gag wird der Blick der Polizisten unter das Auto, Sprengsätze gehören zur Tagesordnung. Da die große Zeit des Internets erst beginnt, ermitteln die Polizisten noch auf altmodische Art und gewöhnen sich nur lakonisch an den Fortschritt. Duffy gibt sich hier herrlich dickköpfig, erzählt den Fall aus seiner Sicht und spricht indirekt sogar mit seiner Leserschaft (nach dem Motto: Sie kennen mich!). Schmunzelnd begleitet man Duffy auf seiner Suche durch die Gefilden der irischen Parteien und bekommt nebenbei noch vorzügliche Musiktipps geliefert. Wohltuend ist der Abstand zu den alten Fällen. Natürlich werden diese teilweise erwähnt, sind aber für den vorliegenden Thriller nicht zwingend. Mir hat das Buch wieder großen Spaß gemacht und ich hoffe, dass Duffy nicht ganz im Ruhestand verschwindet.
    42 Grad

    42 Grad (Buch)

    2 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    02.07.2020

    Warum denn nur?

    Vor meiner Rezension weise ich darauf hin, dass ich zur Begründung meiner Kritik einige Details des Inhaltes nennen werde. Zunächst zum Buch und der Geschichte.
    Die Klimaerwärmung schreitet voran, eine ungewöhnlich starke Dürreperiode trocknet Europa aus. Wasser wird noch wertvoller und knapper, doch zunächst hält sich die Besorgnis in Grenzen. Drei unterschiedliche Personen (ein Wasserexperte, ein Hydrologe und eine IT-Spezialistin) sind sich der Dramatik bewusst und wollen die Behörden und zuständigen Stellen warnen. Allerdings stoßen sie da eher auf Unverständnis. Hier kommt schon der erste Kritikpunkt. Bei all den Anzeichen, Wassermangel, Hitze und austrocknende Flüsse bin ich mir sicher, dass auch die Behörden hellhörig werden würden. Dass die genannten drei Personen im Laufe des Buches so ziemlich die einzigen sein werden, die wirklich etwas tun und sogar der Polizei die notwendigen Tipps geben, ist sehr klischeehaft gezeichnet. Behörden versagen, ein paar heldenhafte Zivilisten retten die Welt...puh, sehr stumpf. Zugegeben, oftmals mag die Politik und die Exekutive versagen, aber derart hilflos und blind, wie hier teilweise dargestellt, ist schon absurd. Im Laufe der Entwicklung stellt sich heraus, dass die Klimakrise von bösen Mächten ausgenutzt wird, um Chaos zu verbreiten und politische Ziele (der üblichen Verdächtigen) durchzusetzen. Und hier ist die IT-Spezialistin scheinbar die einzige Person, die Datenbanken richtig untersuchen kann und die entscheidenden Hinweise findet. Sämtliche Abschirmdienste und Polizeikräfte scheinen dies nicht zu können. Dafür gibt das BKA Ermittlungsergebnisse an Zivilisten weiter, damit die privat ermitteln können..so so. Hier zeigt sich ein großer Schwachpunkt des Buches. Die Figuren sind nicht glaubhaft genug und erzeugen keine Empathie. Beispiel der Kerstin, die von der hoffnungslosen Bäuerin zur tatkräftigen Hilfskraft des THW mutiert. Oder ein Hydrologe, der im alleinigen Tauchgang eine Katastrophe entdeckt (merkwürdig, dass die Behörden eine Absperrung nicht wirklich umsetzen oder auch nicht auf die Idee kommen, selber Taucher zu schicken. Auf der anderen Seite wirft der Autor mit enormen Todeszahlen um sich, die aber merkwürdig kalt lassen. Hier wäre es besser gewesen, immer wieder einzelne tragische Schicksale genau zu schildern. So bleibt die Handlung seltsam gefühlskalt. Das Buch begann hoffnungsvoll als Wissenschaftsthriller mit einigen Daten und Fakten und entwickelte sich immer mehr zum Actionverschnitt der unglaubwürdigen Art. Achtung Spoiler: Ein BKA-Hauptkommissar gibt gegen Ende des Buches den Befehl an Militärjets einen Tanklaster in die Luft zu jagen. Kurz darauf lässt er einen Privatjet mit Hilfe einer Drohne zerstören. Ähem...das ist schon fast peinlich schlecht. Die geplante Verfilmung sehe ich schon mit Schrecken im privaten TV zur prime time laufen!
    Schade, das Buch hat ein wichtiges Thema aufgegriffen, aber daraus wurde ein reißerischer, oberflächlicher Thriller, der bestenfalls dazu dient, Verschwörungstheorien zu unterstützen. 2 Punkte gibt es für die wichtigen Grundlagen der Geschichte und der Hoffnung, dass den Lesern das Thema Wasser näher gebracht wird. Eine Lösung wie am Ende des Buches, dass ein wenig Regen das Problem löst, wird es so nicht geben. Bei einer solchen Dürre müsste es Monate regnen, damit so etwas wie Normalität wieder eintritt. Viel zu kurz kam das Chaos und die verheerenden Zustände in der Bevölkerung. Das haben andere ähnliche Bücher deutlich besser gemacht.
    51 bis 75 von 111 Rezensionen
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