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    Murksy

    Aktiv seit: 09. März 2019
    "Hilfreich"-Bewertungen: 12

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    Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.

    111 Rezensionen

    Der Comic-Club

    Scott Mccloud
    Der Comic-Club (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    02.03.2026

    Wie gestalte ich einen Comic

    Ich bin mit Comics aufgewachsen. Natürlich habe ich auch normale Bücher gelesen, aber die Faszination für die gezeichneten Geschichten hatte mich lange im Griff. Mittlerweile ist, im Gegensatz zu vielen anderen Erwachsenen, der Reiz bei mir etwas verschwunden. Vielleicht noch ab und zu ein Heft über die renitenten Gallier, mehr aber auch nicht. Beim Lesen des Comic-Clubs wurde etwas dieser Faszination wiederbelebt. Obwohl natürlich das Buch eine andere Altersgruppe anspricht. Vor mir hat allerdings mein knapp 9jähriger Sohn das Buch kritisch gelesen. Genau wie mir gefielen im die Zeichnungen und die farbige Gestaltung sehr gut. Das Buch erklärt wunderbar, wie ein Comic entsteht, wie er aufgebaut wird und welche Tricks man einbauen kann, um einen solchen Comic interessant und witzig zu gestalten. Da mein Sohn auch schon eigene kleine Geschichten malt, hat er das sehr aufmerksam verfolgt. Sehr gut hat ihm der Abschnitt gefallen, in dem Gefühle erklärt werden und wie man sie darstellen kann. Nach dieser Lektüre werde ich mir vielleicht unter diesem Gesichtspunkt meine alten Comics noch einmal anschauen. Es sind doch erstaunlich viele Feinheiten, die man vielleicht einfach so überfliegt, die aber im kreativen Schaffen viel Nachdenken und künstlerisches Können verlangen. Was meinem Sohn nicht immer so gut gefallen hat, waren die schwierigen Wörter. Das hängt natürlich auch damit zusammen, dass das Buch aus dem amerikanischen Raum kommt. Die Namen werden natürlich anders gesprochen, als gelesen. Als Beispiel sei der Name Gene genannt. Außerdem wurden Neopronomen wie xiem erwähnt, damit konnte mein Sohn nichts anfangen. Viele andere Begriffe aus dem Comicbereich sind englisch. Die werden zwar mit Masse erklärt, aber Aussprache wird für die meisten jüngeren Leser eher ein Problem darstellen. Es gab also einige Fragen zum Text, die de Lesefluss bremsten.
    Die Verständlichkeit der Geschichte war allerdings sehr gut. Auch die sozialen Botschaften, also dass man sich ruhig an etwas heranwagen soll und es nicht so wichtig ist, alles perfekt zu machen, werden gut transportiert. Der Comic ist übersichtlich gestaltet und nicht überladen. Ein weiterer Höhepunkt des Buches ist das Interview mit den Autoren und der Abschnitt im hinteren Teil des Buches, der die verschiedenen Berufe und Schritte zum fertigen Comic zeigt, inklusive der Werkzeuge, sprich Software, die dazu genutzt werden. Ein Glossar rundet das gute Gesamtbild ab.
    Rundherum ein Buch, das also nicht nur genau zeigt, wie das Medium Comic entsteht, welche Arbeit dahintersteckt, sondern auch ein Buch, das Kinder dazu ermutigt, sich auszuprobieren, sich etwas zu trauen, ohne Angst davor zu haben, zu scheitern.

    Dies ist eine Privatrezension ohne KI erstellt. Kopie, auch in Auszügen unterliegt dem Urheberrecht.
    Giftiger Grund

    Thomas Knüwer
    Giftiger Grund (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    02.03.2026

    Lost places, lost people

    Eine junge Frau, die Videos von lost places, verlassenen Orten dreht, ein Häftling, der frisch entlassen versucht, wieder ins normale Leben zurück zu finden und ein Mädchen, das nachts in eine alte Tankstelle flüchtet dies sind die Hauptdarsteller in diesem realistischen, harten Krimi. Die Härte kommt allerdings weniger von der durchaus vorhandenen und gezeigten Gewalt, als vielmehr von der psychologischen Darstellung der Situation. Diese ist sehr authentisch und glaubhaft darstellt, was auch dazu führt, dass das Buch einige Stellen enthält, die durchaus empfindliche Personen triggern können. Für Freunde der sogenannten Cosy-Crime-Szene ist dieses Buch ganz sicher nichts. Dem Autor gelingt es bedrückend gut, die Verzweiflung der Personen darzustellen, ihre Ängste, Hoffnungen und Verlorenheit in einer Welt, weit ab der bunten Fassade unserer Gesellschaft. Das tut manchmal weh, man will ins Geschehen eingreifen und die Personen retten, auch vor sich selbst. Die Hilflosigkeit der Personen im Buch überträgt sich auf die Leser. Beinahe schmerzhaft verfolgt man die agierenden Figuren, wenn sie das Richtige tun wollen, aber an der Realität scheitern. Der giftige Grund des Covers ist viel mehr, als der ölgetränkte Boden an der alten Tankstelle. Vielmehr ist es die Schattenwelt, die so gerne ignoriert wird. Was nicht sein darf, kann nicht sein. Wir leben doch in einer zivilisierten Gesellschaft, oder nicht? Kein einfaches Buch, aber ein fesselndes, das neben aller Trostlosigkeit auch einen Funken Hoffnung versprüht. Man kann sich ändern, man kann zusammen etwas bewirken, nicht alles ist verloren, wie in den lost places. Und es gibt das Gute im Menschen, das vielleicht manchmal erst aus seiner Wohlfühlzone gelockt werden muss.
    Das Einzige, das mir persönlich nicht wirklich zugesagt hat, war der Erzählstil, der die jeweilige Hauptperson der einzelnen Kapitel in der Ich-Form agieren lässt. Dieser Kniff, der den Charakter und die Sichtweise der Personen durchaus verstärkt, irritierte mich teilweise im Lesefluss.

    Dies ist eine Privatrezension, ohne KI erstellt. Kopie, auch in Auszügen, unterliegt dem Urheberrecht.
    National Geographic Kids Weltatlas - Fremde Kulturen, großartige Naturwunder und wilde Tiere entdecken: Kinderatlas für Kids ab 8 Jahren

    National Geographic Kids Weltatlas - Fremde Kulturen, großartige Naturwunder und wilde Tiere entdecken: Kinderatlas für Kids ab 8 Jahren (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    02.03.2026

    Layout geht vor Funktionalität

    Schaut man den schön aufgemachten Atlas oberflächlich an, liest ein wenig quer und blättert kurz durch, gefällt das Ganze recht gut. Betrachtet man allerdings die Dinge, auf die es bei einem Atlas ankommt, dann zeigen sich die Einschränkungen. Beginnen wir vorne auf dem Cover. dort steht ganz oben das Wort Kids. Die Altersangabe für das Buch beginnt bei acht Jahren. Wer Kinder im Schulalter hat, den Stoff der Klassen kennt, der wird mir zustimmen, das dieser Atlas eher für weiterführende Klassen und ältere Kinder ist. Das Buch enthält viel Text, einiges an Informationen und vor allem schwierige Wörter, mit denen Grundschüler weder lese technisch noch verstandesmäßig zurechtkommen. Urban, konisch, azimutal, Tools, Decoder usw. Die Liste lässt sich fortsetzen. Auch sind die Seiten mit den kleinen Kästchen und der entsprechend kleinen Schrift anstrengend zu lesen. Diese Überfüllung der Seiten führt auch dazu, dass das Wichtigste zu kurz kommt, nämlich die Karten. Diese sind leider nicht seitenfüllend angelegt und oft über die Seitenmitte gedruckt, damit schwer zu lesen. Natürlich ist es nett, diverse Informationen über Land und Leute zu erfahren. Aber die Auswahl dieser Fakten wirkt teilweise sehr wahllos. Gleiches gilt für die Tiere, die ja such auf Cover beworben werden. Es sind sehr wenige Tiere im Buch zu finden. Sinnvoller und nützlicher wäre es gewesen, je Kontinent vier bis fünf Tiere mit einem kleinen Steckbrief vorzustellen. Bei Afrika findet man zum Beispiel das Bild eines Elefanten, die dazugehörigen Fakten kaum vorhanden. Ja, die Fotos sind toll. Aber genauso wahllos und mehr oder minder uninteressant beschrieben. Das Buch bietet auf der einen Seite zu wenig, will auf der anderen Seite zu viel. Vor allem der einleitende Teil ist vermutlich sogar für viele Erwachsene eine Herausforderung. Das Werk ersetzt also keinen Schulatlas und ist für Kids eine Nummer zu anspruchsvoll. Es wurde mehr Wert auf das Layout, als auf die Funktionalität gelegt. Für einen Atlas zu unübersichtlich, für ein Lexikon zu wenig Informationen. Dass am Ende auf Internetadressen verwiesen wird, ohne diese genau zu benennen, setzt dem Ganzen die Krone auf. Ich erwarte und will auch von meinen Kindern nicht, dass sie im Grundschulalter im Netz surfen und nach ergänzenden Informationen suchen. Vielleicht sollten bei der nächsten Ausgabe verstärkt Pädagogen am Buch mitarbeiten. Ich hatte bei den Seiten das Gefühl, dass die Gestalter sich darin überbieten wollten, immer noch mehr reinpacken zu wollen.

    Dies ist eine Privatrezension, ohne KI erstellt. Kopie, auch in Auszügen, unterliegt dem Urheberrecht.
    Schwarzer September

    Sandro Veronesi
    Schwarzer September (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    02.03.2026

    Ende ohne Anfang oder Anfang ohne Ende

    Ein 12jähriger, frühreifer Junge verbringt wie gewöhnlich seine Ferien am Meer. Doch dieses Mal wird der Urlaub anders verlaufen, als gedacht. Da ist die frische Liebe zu einem hübschen Mädchen nur der Auftakt.
    Nun, wie bezeichnet man dieses Buch? Familiengeschichte? Oder eine dieser Coming-of-age Erzählungen. Irgendwie von allem etwas. Ganz nebenbei wird auch das Jahr 1972 reflektiert, Musik, die gehört wurde, Sportler, die berühmt waren und natürlich die dramatische Olympiade in München. All das erzählt der Autor aus Sicht des Jungen, der versucht, mit all dem klar zu kommen. Mir persönlich wirkte der Junge mit gerade einmal 12 Jahren zu erwachsen. Was mir auch erschwert hat, die Dramatik in der Geschichte ernst zu nehmen. Denn während der ersten Kapitel reizt der Autor immer wieder zum Weiterlesen, indem er ein schreckliches, alles veränderndes Ereignis vorhersagt. Selbstverständlich ist das, was dann passiert für ein Kind dramatisch. Aber irgendwie auch nicht so, dass ich nach Luft schnappend und mit zittrigen Händen das Buch weiterlesen musste. Der Stil ist gut, es macht Spaß in Erinnerungen an die alte Zeit, die tolle Musik zu schwelgen. Trotzdem wirkte das Buch auf mich irgendwie zu offen, ohne mir wirklich eine Erklärung zu liefern, warum ich jetzt die 280 Seiten gelesen habe. Für mich persönlich irgendwie nicht Halbes und nichts Ganzes.

    Dies ist eine Privatrezension, ohne KI erstellt. Kopie, auch in Auszügen, unterliegt dem Urheberrecht.
    Liefern

    Tomer Gardi
    Liefern (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    23.02.2026

    Abhängigkeiten

    Das Buch ist aufgeteilt in verschiedene Geschichten, die mehr oder weniger direkt zusammenhängen. Dabei führt uns der Autor in verschiedene Regionen dieser Welt. Was die Erzählungen verbindet, sind die sogenannten Rider, also die Menschen, die die Straßen säumen und alles liefern, was der Kunde bestellt. Egal ob Indien, Deutschland oder Israel, überall hetzen die Lieferanten mit Rädern, Rollern oder Motorrädern halsbrecherisch von Adresse zu Adresse, um möglichst zeitnah die gewünschten Güter auszuliefern. Hier zeigt das Buch sehr genau, was das Problem dabei ist. Es sind die Abhängigkeiten. Die Lieferanten sind abhängig von den Kunden und dem Lieferservice. Zusätzlich gibt es noch Personen, die die Lieferanten gegen Provision an die Dienstleister vermitteln. Die Kunden sind abhängig von den Lieferanten, hoffen auf pünktliche und vollständige Zustellung. Und alle sind abhängig vom Mobiltelefon. Das Gerät, das alle überwacht, Bestellungen ermöglicht, Orte anzeigt, Routen ermittelt oder im Notfall Hilfe holt. Das Buch hält hier schonungslos den Spiegel vor. Wie oft bestellen wir aus Bequemlichkeit etwas zu essen? Machen wir uns Gedanken, unter welchen Bedingungen die Lieferanten arbeiten müssen, teilweise mit anderen Identitäten für mehrere Anbieter. Hier greift die nächste Abhängigkeit. Alle wollen und brauchen gute Bewertungen. Eine negative Bewertung zu viel, und der Zusteller ist seinen Job los. Nachschub gibt es genug. Bekommt ein Anbieter zu viele negative Bewertungen, wird weniger bestellt und wieder werden nicht benötigte Zusteller entlassen. Machen wir uns Gedanken, wie es sein kann, dass zum Valentinstag rote Rosen im Winter zu kaufen sind? Unter Zeitdruck werden die Rosen in Afrika gezüchtet und geschnitten, gekühlt nach Deutschland transportiert und von schlecht bezahlten Minijobbern verkauft. So zeigt das Buch sozialkritisch die Tücken des globalen Dorfes auf ohne allerdings eine Lösung aufzuzeigen. Diese Ratlosigkeit spiegelt sich auch in den Geschichten des Buches wieder. Teilweise sind die Enden so offen, dass ich mich teilweise gefragt habe, was ich aus dem Buch mitnehme. Gibt es eine Lösung für diese Liefergesellschaft? Auf der einen Seite die, die es sich leisten können, sich alles liefern zu lassen. Natürlich gibt es auch Menschen, die aus diversen Gründen auf solche Lieferdienste angewiesen sind. Aber würde es etwas bringen, weniger zu bestellen? Eine provokante These ist, dass dann viele Menschen kein Einkommen mehr hätten. Deutlich wird dieser Zwiespalt am Flüchtlingsproblem. Durch solche Jobs wie im Zustellbereich, finanzieren sich viele Menschen ihr Leben und ihre Flucht mit Hoffnung auf eine bessere Zukunft.
    Das Buch regt zum Nachdenken an. Ob es eine Änderung der Gewohnheiten, der Arbeitsbedingungen und all der anderen Probleme geben wird, bezweifle ich. Dazu ist der Mensch sich selbst am nächsten. So lässt mich das Buch genauso ratlos zurück, wie das eine oder andere Kapitel.

    Dies ist eine Privatrezension ohne KI erstellt. Kopie, auch in Teilen, unterliegt dem Urheberrecht.
    Kleine Lesehelden: Wir sind erste Klasse!

    Daniela Kulot
    Kleine Lesehelden: Wir sind erste Klasse! (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    29.01.2026

    Für geübte Erstleser

    Das Bunt bebilderte Buch animiert schon vom Cover an, darin zu blättern. Die vielen Zeichnungen lockern das Ganze auf. Denn auch wenn als Altersangabe 6 Jahre gemacht wird, ist Kind nicht gleich Kind. Für reine Erstleser sind manche Wörter noch schwer. Zum Beispiel „schlagartig, Herbstblätter, Atemzug, Käsegeruch, Piroggen oder zickzack“ sind für ältere Kinder kein Problem, die wirklichen Erstleser brauchen da Unterstützung. Erstleser brauchen wirklich einfache Texte, sonst entsteht schnell Frust. Das kenne ich von meinen Kindern. Auch hätte ich bei einem reinen Erstleserbuch auf Wortverlängerungen wie bei siiiiie verzichtet. Das verwirrt nur beim Lesenlernen. Auch einen Satz wie „Und Futsch ist sie“, der zweimal vorkommt, hätte ich zumindest einmal mit der Beschreibung „sie ist weg“ ersetzt.
    Ansonsten ist das Buch gut gestaltet, die Schrift ist groß und auch die Rätsel lockern etwas auf, zusätzlich werden erste Schreibfähigkeiten getestet. Das Niveau des Buches ist meiner Meinung nach gehobener Erstleser, also in die zweite Klasse hineinreichend. Das hat mein größerer Sohn auch so gesehen. Leider ist ja das Leseniveau auch von Bundesland zu Bundesland und von Klasse zu Klasse verschieden. Pauschale Empfehlungen sind hier schwer zu treffen. Die Geschichte mit der Maus hat unserem Jüngsten gut gefallen. Positiv ist, dass das Buch auch über die Antolin-App bearbeitet werden kann. Diese App unterstützt nach meiner Erfahrung die Lesefähigkeit und fördert die Aufmerksamkeit. Unsere Kinder arbeiten gerne damit und werden zum Lesen animiert.


    Dies ist eine Privatrezension ohne KI erstellt. Kopie, auch in Auszügen, unterliegt dem Urheberrecht.
    Lola im Spiegel

    Trent Dalton
    Lola im Spiegel (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    29.01.2026

    Große Erzählkunst

    Gelber Einband, rosa Schrift. Obwohl ich wenig auf die Aussagekraft von Covern gebe, muss ich gestehen, dass ich das Buch vermutlich nicht weiter beachtet hätte. Doch welch ein Versäumnis wäre dies gewesen, unfassbar. Es ist immer zweifelhaft, wenn Autoren mit großen Werken der Weltliteratur verglichen werden. In diesem Fall neige ich selber dazu. Dickens, Irving oder Updike, Vergleiche fallen einem ein, auch wenn diese immer etwas hinken. Was Dalton mit diesen auf jeden Fall vereint, ist die großartige Erzählkunst. Die Sätze, manchmal kurz und abgehackt, ergänzen sich, ergänzen die Geschichte um das namenlose Mädchen in der Schattenwelt der von der Gesellschaft abgehängten Menschen zu einem Epos voller Hoffnung, Trauer, Verlust, Liebe, Gewalt und Verzweiflung. Und über allem thront trotzdem der Glaube, dass es so etwas gibt wie ein Schicksal, das wir bestimmen können und nicht ein Schicksal, das uns bestimmt. So wie das Mädchen an seine Zukunft als Künstlerin glaubt, auch wenn alles dagegen spricht, so glauben diverse Personen in dem Buch an ihre persönliche Zukunft. Diese Zukunft, die sich aber trotz dem Glauben daran nicht für alle erfüllen wird. Aber genau dies ist für mich die Botschaft dieser wunderbar erzählten Geschichte. Glaube an deinen Traum und versuche, ihn zu verwirklichen. Denn dies macht uns aus. Wer sich ergeben fügt und alles hinnimmt, wird nicht einmal die Chance haben, etwas zu verändern oder vielleicht sogar sein Stück vom Glück zu bekommen.
    Das Mädchen ohne Namen, das so talentiert zeichnet, ist auf der Suche nach ihrer Identität und ihrem Ziel zugleich. Manchmal scheint alles gegen sie zu sprechen. Die Welt, mit ihrer grausamen Härte, frisst Hoffnungen und Mut wie eines der Monster, dass sie auf manchen Zeichnungen festhält. In diese scheinbar ausweglosen Dunkelheit blitzen aber immer wieder Fünkchen von Menschlichkeit auf, die einen auf dem tobenden Fluss des Lebens wie Bojen oben halten. Das Buch fesselt auf eine teilweise grausame Weise. Einerseits kann man nicht davon ablassen. Andererseits hält man immer wieder inne, versucht das Gelesene zu verarbeiten. Das Buch hat düstere Seiten, Seiten voller Gewalt, aber auch Seiten von der Leuchtkraft eines hundertfach überzeichneten Sonnenaufgangs. Das Buch nur als Coming-of-age-Roman abzutun, greift deutlich zu kurz. Vielmehr ist es eine Metapher auf das Leben, wie sie die oben genannten Autoren ebenso grandios erschaffen haben. Die teilweise schaurig-schönen Zeichnungen des Illustrators Paul Heppell ergänzen perfekt und führen in die Kapitel ein. Explizit muss ich die herausragende Übersetzung von Rita Gravert erwähnen, ein wahrer Genuss. Und auch betonen will ich, dass im Gegensatz zu vielen neueren Veröffentlichungen auf dem Büchermarkt, keinerlei Druck- oder Rechtschreibfehler zu entdecken sind. Ja, leider ist auch das mittlerweile erwähnenswert.

    Dies ist eine Privatrezension, ohne KI erstellt. Kopie, auch in Auszügen, unterliegt dem Urheberrecht.
    Spaceboy

    Frank Schätzing
    Spaceboy (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    25.01.2026

    Der ewige Bowie

    Über Bowie wurde schon unendlich viel geschrieben und interpretiert. Über seine Kunstfiguren, seine vielfachen Persönlichkeiten, seine Mode und natürlich seine Musik. Bowie war und ist immer noch einer der einflussreichsten Gestalten im Musikgeschäft. Er setzte Trends und Maßstäbe, veränderte Stile und beeinflusste Generationen von Künstlern. So auch Frank Schätzing, ein künstlerisches Multitalent, der mit seinen Büchern mit das erfolgreichste geschrieben hat, was auf dem deutschen Markt zu finden ist. Genauso umstritten wie die Platten von Bowie, sind aber auch die Bücher von Schätzing. Manchmal haben beide den Bogen überspannt. Bowie durch seine Experimente, Schätzing durch seine vor Wissen strotzenden Texte, die manchmal etwas zu besserwisserisch klingen mögen. Spuren dieser, nennen wir es Arroganz, sind auch in diesem durchaus unterhaltsamen Buch zu finden. Wenn er über eine Seite lang nur Musikrichtungen aufzählt, wirkt das doch etwas penetrant. Auch etwas ermüdend ist seine wiederholte Darstellung des jungen Schätzing, der gehemmt ist, keinen Zugang zu Mädchen findet und sich als Einzelgänger fühlt. Das geht vielen Kinder und Jugendlichen so, muss man das allerdings über Kapitel hindurch breittreten? Im Kontext vielleicht schon, aber etwas weniger Nabelschau hätte dem Buch gut getan. Schätzings Seelenverwandtschaft zu Bowie ist die Kernbotschaft des Buches. Wäre der Autor dort gelandet, wo er heute ist, ohne Bowie? Vermutlich schon. Vielleicht auf anderem Wege, aber Talent hat man, oder nicht. Und genau wie Bowie hat Schätzing viel davon. Die Erzählweise ist amüsant und intelligent. Die Interpretationen zu Bowies Werk lesenswert, wenn natürlich jeder einen anderen Blickwinkel hat. Ich bewerte manche Platten von Bowie durchaus anders. Was das Buch aber sehr gut darstellt, ist die kulthafte Verehrung, die mancher Künstler erfährt. Vor allem wenn die betroffenen Personen unsicher sind, Kontaktschwierigkeiten haben und ihren Platz im Leben suchen. Idole können hier helfen. Können aber auch in ein Nichts führen, vor allem, wenn das Idol plötzlich verschwindet oder nicht die Erwartungen erfüllt. Bei Schätzing war das Erlebnis eher positiv prägend. Sein großes Vorbild hat ihm den Weg gewiesen und seine Laufbahn unterstützt. Das Buch ist somit eine Mischung aus Biografie über Bowie, eine Spur Autobiographie über Schätzing und auf jeden Fall eine gute Unterhaltung für die Fans beider Lager.
    Minnesota

    Jo Nesbø
    Minnesota (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    03.01.2026

    Der dunkle Gott der Rache

    Ein norwegischer Journalist reist nach Amerika, um über ein Jahre zurückliegendes Verbrechen zu schreiben. In Rückblicken wird die Geschichte teilweise aus der Sicht der damals handelnden Personen erzählt. Wer war für die Morde verantwortlich? Was waren die Beweggründe? Das Cover mit dem blutigen Abdruck wird im Laufe des Buches relevant, wobei sich der Leser genau wie die Ermittler scheinbar immer einen Schritt zu langsam bewegt. Der Täter scheint mit den Polizisten zu spielen, ein raffiniertes Katz-und-Maus-Spiel, das niemanden zu Atem kommen lässt.

    Bei all den Thrillern, die jedes Jahr auf den Markt kommen und sich gefühlt immer wieder die gleichen Geschichten wiederholen, sticht dieser Nesbo wie ein Leuchtturm heraus. Raffiniert erzählt, menschlich nachvollziehbar, spannend bis zum Schluss und mit herrlich unsympathisch-sympathischen Antihelden, liefert Nesbo eines seiner besten Bücher ab. Ich nehme mir diese persönliche Wertung heraus, da ich alle seine Bücher gelesen habe. Es ist faszinierend zu beobachten, wie er die Charaktere psychologisch analysiert und einen schmalen Grat zwischen Zuneigung und Widerwillen erzeugt. Ganz nebenbei schafft er es auch noch, mir einen Beruf so lebhaft zu beschreiben, über den ich mir bisher noch keine wirklichen Gedanken gemacht habe und dessen Ergebnisse ich eher fragend angesehen habe. In diesem Buch ist alles stimmig. Von den Motiven, bis zu den tiefsten Abgründen der menschlichen Seele, die Geschichte wirkt glaubhaft und authentisch. Wer Nesbo kennt, weiß auch, dass seine Bücher nichts für Zartbesaitete sind. Die Grausamkeiten der Ereignisse und deren Folgen für die Akteure lassen den Leser stocken und versucht man, sich in diese Situationen zu versetzen, spürt man hautnah die Verzweiflung, den Hass und die Schwärze, die den Personen innewohnt. Ein tiefgründiger, intelligenter und bewegender Thriller, der weit über einen gewöhnlichen Kriminalfall hinausgeht. Wer bisher kein Nesbo-Fan war, wird es nach diesem Buch sein, vorausgesetzt man mag das Genre.

    Dies ist eine Privatrezension, ohne KI erstellt. Kopie, auch in Teilen, unterliegt dem Urheberrecht.

    Verbrenn das Negativ

    Josh Winning
    Verbrenn das Negativ (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    29.12.2025

    Eine Hommage

    Die Dreharbeiten zu einem Remake stehen unter keinem guten Stern. Vor vielen Jahren, als das Original des Horrorfilms gedreht wurde, gab es viele Tote, die mit dem Film in Verbindung standen. Die teilweise makabren Todesfälle ähnelten den Todesszenen aus dem Film. Nun, bei der geplanten Neuverfilmung, kommt es ebenfalls zu tödlichen Unglücken. Die Hauptdarstellerin des damaligen Filmes muss sich der Frage stellen, ob der Film verflucht war und ob sie diesen Fluch brechen kann.

    Das Buch ist eine einzige Hommage an die guten alten Zeiten des Horrorfilms. Verwunschene Orte, mysteriöse Tode, Monster, Flüche, Psychoterror oder Besessenheit, alles, was einen Horrorfilm spannend machte, wird in diesem bunten Mix verarbeitet. Der Autor macht aus seiner Vorliebe für das Genre auch keinen Hehl. Das Schema ist allerdings Segen und Fluch zugleich. Denn wer ein eingefleischter Fan ist, wird vieles wieder erkennen, aber auch vieles vorhersehen. Neulinge werden einen wilden Ritt durch die Gefilde des Suspense erleben. Und obwohl natürlich auch Blut eine Rolle spielt, ganz so schlimm, wie der Klappentext vermuten lässt, sind die Gewaltszenen nicht. Auch bei einem wirklich guten Horrorfilm, lässt der Regisseur vieles ungezeigt, das Gehirn des Zuschauers kann sich austoben. Mir hat der Roman gut gefallen, wobei wie gesagt vieles doch vorhersehbar war. Was mir allerdings gar nicht gefallen hat, war die klischeehafte Darstellung eines Brandes. Dass sich Menschen Minuten lang in einem brennenden Haus aufhalten und außer ein wenig Atemnot nichts erleiden, ist auch für einen Horrorroman zu unglaubwürdig. Bei einer solchen Rauchentwicklung, stirbt man nach ein paar Atemzügen an Rauchvergiftung. Genauso unlogisch ist, dass man sich in höhere Bereiche flüchtet und dort besser atmen kann. Rauch steigt nach oben. Abgesehen davon, man verzeihe mir den kleinen Spoiler, ist das Buch gute, aber vom Spannungsfaktor nicht überragende Horrorkost.

    Dies ist eine Privatrezension ohne KI erstellt. Kopie, auch in Teilen, unterliegt dem Urheberrecht.
    Carnivora

    Caroline Stadsbjerg
    Carnivora (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    29.11.2025

    Hätte mehr sein können

    Der, nennen wir es Öko-Thriller behandelt ein Thema, das uns alle betrifft. Unser Essen. Wie wir es erzeugen, welche moralischen und ethischen Grundsätze damit in Verbindung stehen und welche Konsequenzen unser Konsum hat. Ohne allzu viel aus dem Buch zu verraten, möchte ich trotzdem das Szenario schildern. In einer Zukunft sind die Tiere durch diverse Krankheiten und den Klimawandel als Nahrungsquelle für die Menschen ausgefallen. Durch die Züchtung einer neuen Art, wird der Fleischverzehr aufrecht erhalten. Doch dieses Fleisch ist nicht tierischer, sondern menschlicher Herkunft.
    Das reicht, um neugierig zu machen, oder? Mir ging es ähnlich. Beim Lesen des Buches, das so vermute ich, von einer Veganerin, zumindest Vegetarierin geschrieben wurde, wird dieses scheinbar Undenkbare als Metapher auf unseren tierischen Fleischverbrauch gebraucht. Durch die Idee, satt Tieren Menschen zu essen, entsteht sehr schnell ein ziemlicher Ekelfaktor. Ob aber durch diese Überspitzung der Genuss von Fleisch beim Leser überdacht wird, darf bezweifelt werden. Denn wie gesagt, geht es hier um Menschen. Diese Eskalation hebt das Buch, ob gewollt oder nicht, eher in den Bereich Science fiction mit Horrorelementen. Dies lässt das traurige Thema der Massentierhaltung und wirtschaftlicher Fleischproduktion vor allem in der zweiten Hälfte des Buches eher in den Hintergrund treten. Doch genau hier will das Buch eher greifen. Denn setzt man statt menschlichen Fleischlieferanten Tiere ein, sind wir bei der aktuellen Problematik unserer Ernährung. Nur würde ein solches Buch nicht diese Aufmerksamkeit erregen. Beim Lesen entsteht tatsächlich ein sehr unangenehmes Gefühl und lässt den einen oder anderen Konsumenten innehalten. Allerdings wird meiner Meinung nach aus dem Thema zu wenig gemacht. Irgendwann ist die Moralkeule ausgeschwungen und übrig bleiben die bekannten Versatzstücke eines Thrillers, inklusive einer Liebesgeschichte und etwas Sex. Schade, denn daraus hätte man mehr machen können. Das Ende des Buches lässt viele Fragen offen, eine wirkliche Lösung oder politische Diskussion kommen zu kurz. Nun ja, vielleicht sollte es auch so sein, letztendlich ist es ein Thriller, nicht mehr oder weniger.


    Dies ist eine Privatrezension ohne KI erstellt. Kopie, auch in Auszügen, unterliegt dem Urheberrecht.
    Before I met Supergirl

    Rea Garvey
    Before I met Supergirl (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    24.11.2025

    Werdegang eines Sängers

    Das gut und unterhaltsam geschriebene Buch gewährt dem Leser einen tiefen, persönlichen und bewegenden Einblick in das Leben des Künstlers, bevor er mit Supergirl so richtig bekannt wurde. Die Autobiografie endet also kurz vor dem Jahre 2000. Man erfährt viel über die irische Lebensweise, die große Familie des Sängers und seine Entwicklung vom ziellosen Jungen zum erfolgreichen Star. Was mir neben der wunderbaren Erzählkunst des Musikers besonders gut am Buch gefiel, war das verzichten auf Liebesgeschichten. Garvey fokussiert sich auf seine Entwicklung mit den Anfängen als Sohn eines Polizisten, seiner Liebe zur Musik und all den Schritten, die in schließlich in die Charts führten. Er spricht offen über seine Gefühle, beschönigt nichts und nimmt den Leser somit ganz nah mit an seine irischen Wurzeln und lässt seinen persönlichen Dämonen genug Freiraum, sich zu zeigen. Ein ehrliches Buch, das auch den Lesern gefallen wird, die kein eingefleischter Fan sind. Wer sich mit der Musik näher befassen will, findet im Buch einen QRCode, um die dazugehörende Playlist genießen zu können.
    Was mich etwas irritiert hat, war die Einleitung, die nicht übersetzt wurde. Genauso wie die Danksagung. Ob dies nun den persönlichen Eindruck vertiefen soll, oder einfach nur übersehen wurde, kann ich nicht beurteilen. Ich hätte das Buch auch gerne in englisch gelesen, aber die Übersetzung ist ausgezeichnet.
    Obwohl es schon die 2. Auflage des Buches ist, sind immer noch kleinere Fehler enthalten. Auf Seite 177 steht „ Er konnte kein Ton halten“, richtig sollte es heißen „er konnte keinen Ton halten“. Auf Seite 181 steht „Tische, auf die ich tanzte“, statt „Tische, auf denen ich tanzte“. Und auf Seite 249 endet ein Satz mit einem Komma, die Zeile endet leer in der Mitte. Fehlt dort ein Halbsatz oder endet der Satz mit dem Komma?
    Meiner Meinung nach willkürlich und an den entsprechenden Stellen unpassend eingefügt sind Ogham-Zeichen, eine irische Schriftsprache. Hätte man diese zum Beispiel mit den Kapitelüberschriften oder stattdessen eingefügt, wäre das für mich sinnvoller gewesen.
    Fazit: eine gelungene Autobiografie und eine unterhaltsame Reise in die jungen Jahre des Rea Garvey.

    Dies ist eine Privatrezension, ohne KI erstellt. Kopie, auch in Teilen, unterliegt dem Urheberrecht.
    Durchblick Künstliche Intelligenz

    Brian Clegg
    Durchblick Künstliche Intelligenz (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    05.11.2025

    Der Mensch bleibt Mensch

    Wie auf dem leuchtenden Cover des Sachbuches zu lesen ist, richtet sich diese Lektüre an all jene Menschen, die von KI noch nicht allzu viel wissen oder sich einfach einlesen wollen. Auch das Innenleben des Buches ist bunt gehalten. Weiße Seiten wechseln sich mit blauen, gelben und orangen ab. Auf diese Form der Gliederung hätte ich gut verzichten können, da ich vor allem bei weniger Licht auf dem orangen Hintergrund Leseprobleme habe. Ein durchgehendes Weiß hätte genügt, auch wären vermutlich die Produktionskosten geringer gewesen. Zudem sind reinweiße Seiten umweltschonender in der Herstellung.
    Zu Beginn jedes Kapitels wird mit Hilfe von Flussdiagrammen versucht, die kommenden Begriffe kurz anzukündigen. Diese Übersichten wirken aber eher umstrukturiert und sorgen auf keinen Fall für mehr Verständnis. Diese Seitenfüller hätte man sich besser gespart und die freiwerdenden Seiten für genauere oder tiefer gehende Erklärungen genutzt. Einfache Erklärungen für ein möglichst breites Publikum sind in Ordnung, aber teilweise fehlt eine genauere Erklärung. Zumindest gibt es für Interessierte am Ende des Buches eine Seite mit Quellen und weiterführenden links. Das Buch behandelt durchaus die meisten Aspekte der KI. Aber der enorme Energieverbrauch und die Kritiker kommen zu wenig ins Spiel. Gerade was die Gefahren der KI betrifft, bleibt das Buch recht oberflächlich. Gerade im Bereich der Kriegsführung ist die Wirtschaft leider schon deutlich weiter, als es das Kapitel im Buch vermittelt. Gesichtserkennung und gezielte Tötung sind leider kein Zukunftsszenario. Das Thema Spiegelmoleküle wird nicht erwähnt. Spiegelbakterien könnten mit KI deutlich leichter erzeugt werden, mit unvorhersehbaren Folgen. Gleiches gilt für B- und C-Waffen. Was ist mit tausenden Büchern und Songs, die das Internet fluten und alle KI-generiert sind? Oder unzählige Schauspieler, Sprecher, Autoren, die um ihren Job bangen? Vieles bleibt unerwähnt oder nur angerissen.
    Das Buch darf man als Einsteigerbuch sehen, das einen groben Überblick vermittelt, mehr nicht. Mehr als ein umrissener Überblick bleibt nicht übrig, vieles davon wird aus anderen Medien bekannt sein. Zum Schluss noch ein persönliches Fazit. Meiner Meinung nach ist KI nicht auf dem Wege, den Menschen zu ersetzen. Dafür fehlt Bewusstsein, Moral, Gewissen oder nennen wir es Seele. Aber genau darin liegt die Gefahr. Ein System, das einzig zweckgebunden agiert, kann frei der oben genannten Attribute zu einer Bedrohung werden. Leider gibt es genügend Mächte und Gruppierungen, die in eigenem Interesse, quasi ohne Rücksicht auf internationale Gesetze oder Menschenrechte KI einsetzen. Der Mensch bleibt Mensch. Das ist die Hoffnung und Sorge zugleich. Solange wir uns unsere Menschlichkeit bewahren und unsere Werte verteidigen, bleibt KI ein nützliches Instrument. Leider ist aber auch Teil unserer Menschlichkeit, dass wir die Technik nutzen, um Vorteile zu erlangen. Davor werden uns auch keine Gesetze schützen. Die Büchse der Pandora ist offen.

    Dies ist eine Privatrezension ohne KI erstellt. Kopie, auch in Teilen unterliegt dem Urheberrecht.
    Aus! Die Wissenschaft vom Ende

    Busters Science
    Aus! Die Wissenschaft vom Ende (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    15.10.2025

    Das Ende vom Lied

    Die Autoren des Buches, das sich auf dem Cover schlicht mit einem Schalter präsentiert, sind eine bunte Truppe aus Wissenschaftlern und Kabarettisten,  die auch auf Tour zu bewundern sind. Ihre Wissenschaftsbücher sind demzufolge nicht bierernst, obwohl es die Themen sind. Dieses Mal, wie der Titel kurz und bündig aussagt, geht es um das Aus, also das Ende von allem. Von allem? Das ist eine berechtigte Frage. Gibt es eine Unendlichkeit? Zumindest Atome scheinen ewig zu existieren.  Endet das Universum oder die Zeit? Wieder berechtigte Fragen, die in diesem unterhaltsamen und lehrreichen Buch behandelt werden. Als  Kind habe ich versucht ein Blatt Papier so lange zu zerschneiden, bis es weg war. Mein Gedanke war simple. Wenn die Schnipsel immer kleiner würden, wäre doch irgendwann alles weg. Aus dieser Neugier ist möglicherweise mein späterer Beruf als Wissenschaftler entstanden. Als Kind sieht man in eine unbegrenzte Zukunft. Wird man älter, ändert sich das. Wer glaubt, ewig Zeit zu haben, nehme sich ein Maßband. Man schneidet das Band bei der durchschnittlichen Lebenserwartung ab. Dann schneidet man sein Alter in cm ab. Und schließlich vom Rest noch ca. ein Drittel, denn so lange schläft man ungefähr am Tag. Die Zentimeter,  die jetzt noch da sind, zeigen ungefähr die Lebenszeit,  die bleibt, um seine Träume zu verwirklichen.  Pessimismus?  Nein, Realismus. Genauso verhält es sich mit diesem Buch. Das Ende der Menschheit, das kommen wird, denn Dinosaurier und unzählige ausgestorbene Arten geben uns ein Beispiel,  wird auf humoristische Weise behandelt. Die Abstrakte Unendlichkeit des Universums,  etwas, das wir nicht greifen können, wird zumindest so erklärt, dass auch Nicht-Physiker einigermaßen damit zurecht kommen. Ein Buch, das viele Aspekte des Endes aufgreift, dabei österreichischen Schmäh mit Fakten verbindet,  die leider immer noch zu oft ignoriert werden. Die momentane Klimamüdigkeit ist ein gutes Beispiel dafür, warum der Mensch nicht wirklich zur Problemlösung solcher komplexer Dinge geeignet ist. Was unseren Zeithorizont übersteigt, wird ignoriert. Schafft das Buch eine positive Stimmung? Am Ende sicher nicht. Wie auch? Aber der Weg dorthin ist amüsant, spannend, informativ und kurzweilig.

    Dies ist eine Privatrezension, ohne KI erstellt. Kopie, auch in Auszügen, unterliegt dem Urheberrecht. 
    Die Schule der magischen Tiere Neuausgabe 16: Land unter!

    Margit Auer
    Die Schule der magischen Tiere Neuausgabe 16: Land unter! (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    30.09.2025

    Endlich neue Abenteuer

    Das Cover ist kunterbunt gestaltet mit teilweise Glanzdruck, der Lust aufs Lesen macht. Vor allem bei Kindern ist dieser erste Eindruck sehr wichtig. Meinem Sohn, der das Buch gelesen hat und mit mir nun die Rezension schreibt, hat das Cover sehr gut gefallen. Etwas weniger begeistert war er von den neu gestalteten Portraits der Figuren und Tiere. Aber dies ist sowieso nur ein sehr subjektiver Eindruck. Anderen mögen die neuen Zeichnungen besser gefallen.
    Wie immer dreht sich auch bei Band Nummer 16 die Kernfrage darum, welches Kind ein magisches Tier bekommt. Das Rätselraten diesbezüglich macht immer großen Spaß. Selbstverständlich gibt es neben dieser Frage aber auch wieder ein großes Abenteuer zu bestehen. Auch hierbei waren wieder alle Kinder und Gefährten gefordert. Zum Inhalt wollen wir aber nicht mehr verraten.
    Der Schreibstil des Buches ist gewohnt flüssig und das Buch wurde sozusagen am Stück verschlungen. Ein paar englische Wörter, wie zum Beispiel Bodyguard und Cheerleader bremsten den Lesefluss. Aber das ist nicht weiter schlimm, da dadurch auch ein Lerneffekt einsetzte. Auch bisher unbekannte Wörter, wie Almanach und Poesi fanden so ihren Weg in den Wortschatz meines Sohnes. Im Nachwort der Autorin geht sie auf die Nutzung von Handys ein und den leider zunehmenden Einfluss von Social media. Diese Bemerkungen fand mein Sohn, der auch in der Schule schon mit dem Thema konfrontiert wird, sehr gut. Aktuelle Themen aufzugreifen, gibt dem Buch auch einen tieferen Sinn.
    Zum Handwerklichen kann man nichts Negatives sagen, bis auf einen Satz, in dem die magischen Tiere aufgezählt wurden, siehe Seite 41. Dort wird ein Tier zweimal erwähnt. Ansonsten sind keine Fehler bemerkt worden.
    Selbstverständlich ist jede Rezension eine subjektive Angelegenheit, Alter und Vorkenntnisse spielen eine Rolle. Auch werden sich Quereinsteiger trotz der kurzen Beschreibungen der Figuren etwas schwerer tun, was aber dem Lesespaß unserer Meinung nach keinen Abbruch tut.


    Dies ist eine Privatrezension ohne KI erstellt. Kopie, auch in Teilen unterliegt dem Urheberrecht.
    Mit kalter Hand

    Michael Tsokos
    Mit kalter Hand (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    18.09.2025

    Zu wenig Spannung

    Das Buch lebt vor allem von der morbiden Faszination, die wahre Verbrechen und Bluttaten so mit sich bringen. Die Detailverliebtheit, mit der der Rechtsmediziner Tsokos in seinem neuen Buch agiert, zeigt die Grausamkeiten dieser realen Vorkommnisse, die der Autor in seinem Werk mit, man verzeihe mir das Wortspiel, Leben füllt. Damit das Buch nicht zu dünn ausfällt, werden gleich mehrere Fälle behandelt. Der Hang des Autors zu Fremdwörtern wird, vermutlich berufsbedingt, teilweise etwas übertrieben. Da wird nicht widersprochen, sondern opponiert. Teilweise erklärt er Begriffe aus den fachlichen Ergüssen seiner Mediziner im Buch, manchmal allerdings nicht. Ich habe noch nie in einem Buch das Wort Enterdet gelesen, als Übersetzugn des bekannten Exhuminiert. Das erschwert dem Unkundigen Leser das Verständnis. Nicht nur bei den Obduktionen lebt der Autor die Genauigkeit bis zum Zerreißen aus. Wiederholt fällt auf, dass er genau beschreibt, was seine Figuren anziehen. Ich persönlich sehe dies nur als Seitenfüller an. Das ein medizinischer Fachmann einen weißen Laborkittel trägt, sehe ich nicht als Information, die ich brauche. Ein anderes Beispiel. Eine ankommende Email beginnt ausführlich mit den Adresszeilen. Auf der nächsten Seite wird das Spiel mit der Antwortmail wiederholt. Abgesehen davon, dass die Logik hinkt, wenn es in der Email um einen kurzfristigen Termin geht, der knapp anderthalb Stunden später stattfindet. Ein Anruf wäre effektiver gewesen. Einer Suchmannschaft der Polizei wird genau erklärt, wie sie mit Stäben und Rechen Laub durchsuchen sollen. Nicht zu vergessen, dass man nichts übersehen darf. Aha, wer hätte das gedacht? All das führt zu vielen Zeilen, die so gut wie nichts zur Handlung des Buches beitragen und im Gegenteil das Hauptproblem des True crime-Thrillers bekräftigen. Es kommt keine Spannung auf. Weder wird man mit den Figuren warm, noch gibt es wirklich überraschende Momente, von denen ein Krimi lebt. Nur ein paar Todesfälle präzise schildern, mag bei manchen Lesern genügend Grusel erzeugen, um das Buch zu lesen und zu lieben. Ich habe lediglich ein paar Fachbegriffe gelernt und ein wenig Anatomieunterricht genossen. Zu wenig, um mich weitere Bücher des Autors lesen zu lassen.

    Dies ist eine Privatrezension, ohne KI erstellt. Auszüge, auch in Teilen, unterliegen dem Urheberrecht.
    Sharkpedia - Die erstaunliche Welt der Haie

    Daniel C. Abel
    Sharkpedia - Die erstaunliche Welt der Haie (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    09.09.2025

    Faszinierende Haie

    Ein Buch nicht nur für reine Hai-Freunde, sondern für jeden neugierigen Naturliebhaber. Als Spielberg mit dem weißen Hai das Tier für Generationen zum Monster gemacht hat (etwas, dass er heute zutiefst bereut), trauten sich Badegäste nicht mehr ins Meer und eine Vielzahl von Filmen prägte das Bild des Menschenfressers. Das Sachbuch, das natürlich nicht allumfassend die ganze Welt der Haie abbilden kann, bietet die ideale Gelegenheit kurzweilig und informativ in die Weiten des Meeres abzutauchen. Und hier sind wir schon beim neuen Wissen, denn Haie können durchaus auch im Süßwasser vorkommen. Diese und viele weitere Fakten zu den Tieren liefert der Haiforscher fundiert und unterhaltsam. Das Buch ist alphabetisch geordnet, wie gesagt, ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Ein idealer Einstieg für Interessierte, aber auf jeden Fall lesenswert für alle, die mehr wissen wollen. Leider hatte meine ebook-Ausgabe keine Zeichnungen, deren Fehlen habe ich oft bedauert.
    Kreuzfahrer

    Dan Jones
    Kreuzfahrer (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    09.09.2025

    Reise ins Mittelalter

    Die Zeit, die oft romantisiert dargestellt wird und Vorlage für unzählige Filme und Bücher ist, wird in diesem umfassenden Sachbuch spannend wie ein Historienroman und sachlich fundiert wie eine wissenschaftliche Abhandlung bildgewaltig beschrieben. Wer in Kreuzfahrern die edlen Ritter sieht, die aus hehren Zielen in die weite Welt Reisen, um den Glauben ihrer Kirche zu verteidigen, wird hier bald eines Besseren belehrt. Auch grausame Gräueltaten werden in dem Werk nicht verschwiegen, doch das gehörte zu dieser Epoche dazu, wie auch das politische und kalkulierte Taktieren. Besonders interessant finde ich, dass auch vor hunderten von Jahren Chronisten schon sehr genau das Geschehen festhielten und dabei detailliert analysierten, wie die Herrscher und Kriegsherren fragile Allianzen abschlossen und sich mit dem Feinde verbündeten, um ihre Macht zu festigen oder zu vergrößern. Lug, Betrug, Täuschung, Bestechung und weit schlimmere Werkzeuge waren an der Tagesordnung. Auf den über 500 Seiten, die natürlich auch nur ausreichen, eine, wenn auch sehr gute, Zusammenfassung der Kreuzfahrten zu geben erleben wir buchstäblich, wie Politik und Gier, Neid und Leid, Liebe und Hass die Geschicke der erforschten Welt beherrschten. Diverse Karten und Abbildungen ergänzen das rundherum hervorragende Leseerlebnis. Zugegeben, der unbedarfte Leser verliert oftmals den Überblick, wer mit wem welchen Handel abschließt und welche religiöse Gruppe mit welchem Herrscher im Streit ist. Aber all diese Daten und Fakten zeigen, wie ausgezeichnet das Buch recherchiert ist, welche enormen Informationen zusammengetragen wurden. Und in mir hat sich der Wunsch geäußert, mehr darüber zu lesen. Man verzeihe mir das Wortspiel, aber ich habe Blut geleckt. Es ist höchst interessant, zu erfahren welche Figuren bereits in der damaligen Zeit ihren Einfluss ausgeübt haben. Diese Liebe zum Detail hat mich auf jeder Seite begeistert und ich will mehr lesen von den Quellen dieses herausragenden Sachbuches.

    Dies ist eine Privatrezension, ohne KI erstellt.
    Cosmix

    Laurent Schafer
    Cosmix (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    20.08.2025

    Wissenschaft in bunt

    Das Wissenschaftsbuch richtet sich an alle, die mit möglicherweise wenig Vorkenntnissen einen schnellen und einfachen Überblick über verschiedene Bereiche bekommen wollen. Die Aufmachung im Comicstil sorgt dafür, dass das Ganze locker und nicht zu ernst rüber kommt. Wer tiefgehende Informationen ohne füllendes Beiwerk möchte, ist hier falsch. Inhaltlich erinnert das Buch ein wenig an die bekannte Buchreihe, die sich an sogenannte Dummies richtete. Dies soll nicht despektierlich sein, aber trotzdem darf man das Niveau nicht allzu hoch erwarten. Die Informationen des Buches sind faktisch natürlich richtig, keine Frage. Nur sorgt die Präsentation als Graphic novel eher dazu, das Ganze auch genauso zu lesen. Das Hinterfragen der Informationen oder die tiefgreifende Recherche fällt weg. Die Frage ist, ob von dem Gelesenen allzu viel hängen bleibt. Gerade die flapsigen Kommentare im Comic, die zwar für Lockerheit sorgen, aber teilweise auch etwas zu flach sind. Dennoch ist das Buch ein guter Einstieg, wenn man sich mit normalen Sachbüchern schwer tut und doch einen Blick in die Welt der Wissenschaft werfen will. Möglicherweise regt es den einen oder anderen doch dazu an, sich näher mit diversen Gebieten zu beschäftigen. Das Buch bietet auf den etwas über 200 Seiten einen rudimentären Rundumschlag über das Entstehen des Universums und uns Menschen, viel Stoff für einen Comic. Das Buch ist zwischen lockerer Unterhaltung und ernster Wissenschaft in einer Grauzone, die nicht so recht begeistern mag. Für manchen Leser werden die Informationen trotzdem zu komplex sein, hier fehlt eindeutig eine wirklich thematische, genaue Erklärung, für andere Leser enthält das Buch zu wenig Informationen, aus ebenfalls diesen Gründen.

    Dies ist eine Privatrezension, ohne KI erstellt. Kopie, auch in Teilen, unterliegt dem Urheberrecht.
    Asa

    Zoran Drvenkar
    Asa (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    18.08.2025

    Ein epochaler Rachethriller

    Die Einführung des Buches begleitet ein Mädchen bei einer brutalen Prüfung, bei der sie ums Überleben kämpfen muss. Dieser Einstieg gibt dem Leser Rätsel auf und sorgt sofort für einen Spannungsbogen, der fast das komplette Buch über das Niveau hält. Was hat es mit dieser Prüfung auf sich? Eine Sekte, eine paramilitärische Gruppe? Erst spät im Buch erfährt der Leser Näheres. Auch die Identität des Erzählers bleibt lange im Verborgenen. Atemlos verfolgt der Leser die Protagonistin bei ihrem Rachefeldzug. Nur häppchenweise wird ihr Motiv gelüftet. Das erfordert vom Leser etwas Geduld und Aufmerksamkeit. Denn die Erzählebene wechselt zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Man lernt die Familie kennen, Verbindungen werden offengelegt und die Komplexität der Geschichte wird durch den Stil des Autors grandios zu einem Teppich der Gefühle, der Gewalt, der Hoffnung und der Konsequenzen des Handels verwoben. Das Buch ist kompromisslos. Die Erzählung ist teilweise brutal und schonungslos, nichts für zartbesaitete Leser. Aber die Gewalt ist ein Schlüssel des Buches, ein fester Bestandteil des Lebens der Asa, die als geheimnisvoller Racheengel wie ein Sturm durch die fast 700 Seiten fegt. Die Seiten fliegen nur so dahin, auch auf den ersten Blick langatmige Erklärungen runden das Ganze ab und sind notwendig, um den ganzen Ablauf einordnen zu können. Zoran Drvenkar springt präzise vor und zurück, lässt die Informationen wie kleine Puzzleteile auf den Leser herabfallen. Allerdings sind manche dieser Teile blutrot gefärbt. Die Anleihe diverser Bücher und Filme ist so raffiniert umgesetzt, dass man es dem Autor nicht übel nimmt. Ein drastisches Buch, ein fesselndes Buch. Ein großartiger Thriller, der den Leser kaum zur Ruhe kommen lässt.


    Dies ist eine Privatrezension ohne KI erstellt. Kopie, auch in Teilen, unterliegt dem Urheberrecht.
    Sunbirds

    Penelope Slocombe
    Sunbirds (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    13.07.2025

    Vom Suchen und Finden

    Das Buch Sunbirds handelt von einer Familie, die durch die Suche nach ihrem Sohn zerrissen ist.
    Torran hat vor sieben Jahren Schottland verlassen, um nach Indien zu gehen. Die Eltern Robert und Anne hatten die Hoffnung, dass er nach einer Selbstfindungsphase zurückkehren würde. Doch der Sohn bleibt verschwunden. Indien, das für viele mystische Land, zieht Touristen und Pilger an, aber auch Aussteiger, die entweder nach einem neuen Weg zu leben suchen oder einfach nach dem Sinn des Lebens, was auch immer das bedeuten mag. Immer wieder kommt es leider auch zu Unglücken oder Verbrechen, so mancher Backpacker bezahlt seine Reise mit dem Leben. Getrieben von der Furcht verlässt Anne ihren Mann und reist nach Indien, eine jahrelange Suche beginnt. Nach einigen Jahren bittet Robert eine Verwandte der Familie, nach Indien zu fliegen, um Anne zu unterstützen. Es gibt neue Spuren. Während Robert vom Tod seines Sohnes überzeugt ist, klammert sich Anne an jeden noch so dünnen Strohhalm.
    Das Buch spielt auf verschiedenen Ebenen. Jedes Kapitel handelt abwechselnd von den Personen dieses Familiendramas. Die Suche nach Torran wird somit zur Selbstfindung. Manchmal erscheint die Frage, ob der Sohn noch lebt oder nicht, die Nebensache in der Geschichte zu sein. Die Existenz des Torran wirkt wie Schrödingers Katze, solange man ihn nicht findet, existiert er in beiden Zuständen. Anne sucht nicht nur ihren Sohn, sondern auch die Antwort, warum der Sohn verschwunden ist. Sie ist geplagt von Selbstzweifeln, die vermutlich die meisten Mütter kennen. Habe ich meinen Sohn zu viel geliebt? Oder war es nie genug? Die Mutterschaft wird als Drahtseilakt dargestellt, das Glück als Gegenspieler zur Überforderung. Robert hingegen war zu
    sehr mit seinem Beruf beschäftigt, um zu erkennen, welchen inneren Kampf seine Frau führte. Esther, die Cousine des Sohnes, versucht durch ihre Hilfe Wiedergutmachung zu erlangen. Sie hatte vor Jahren einen Artikel verfasst, der die Eltern zutiefst gekränkt hat. Esther sucht nach Vergebung und ihrem Platz in der Familie. So wird die Suche nach dem vermissten Sohn zu einer Selbstfindung und Befreiung auf verschiedenen Ebenen. Das magische und geheimnisvolle Indien bildet die Bühne für diesen Weg, der scheinbar ohne Ziel zu sein scheint. Spuren tauchen auf, verblassen wieder und wie ein ewiges Mantra reisen die Suchenden einem Schatten hinterher.
    Das Buch der Autorin funktioniert hervorragend, da es sehr fein die psychologischen Nuancen der Figuren herausarbeitet. Man versteht den Zwiespalt der Mutter, fühlt mit. Aber ebenso lässt sich das Wesen der anderen Personen und ihre Gefühlswelt nachvollziehen. Wer hat sich noch nie selbst hinterfragt? Habe ich mein Kind richtig erzogen? Ist mein leben gut, so wie es ist? Und was bedeutet Glück für mich? Das Buch lässt einen nachdenken und grübeln, gibt vielleicht den einen oder anderen Anstoß, sich zu fragen, was ich will und ob ich weiß, was meine Nächsten wollen.


    Diese Rezension ist eine Privatmeinung, ohne KI erstellt. Kopie, auch in Teilen, unterliegt dem Urheberrecht.
    Astro-Tims Sternstunden

    Tim Ruster
    Astro-Tims Sternstunden (Buch)

    2 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    18.05.2025

    Naiv und unrealistisch

    Der Autor, ein Youtuber, Weltraum-Jurist und Versicherungscoach, weiß zu verkaufen. Das Buch, das mit dem Titel bereits den Weg vorgibt, gibt all denjenigen Lesern Futter, die daran glauben, dass die Probleme der Welt bestimmt von irgendwem irgendwie gelöst werden. Deshalb wird im Buch auch ein Elon Musk zitiert, der glaubt, dass durch die Erschließung des Alls das Aussterben der Menschheit verhindert wird. Der Autor preist an, wie viel die Menschen in den letzten Jahrzehnten erreicht haben. Und in 50 Jahren haben wir in der Vision des Autors erste Kolonien auf dem Mond und Mars. Bis dahin haben wir auch sämtliche Umwelt- und Energieprobleme dank der Raumfahrt gelöst. Dass wir in den letzten Jahrzehnten Unendlichkeitschemikalien, Mikroplastik in unvorstellbaren Mengen und ein nie dagewesenes Artensterben verursacht haben, wird nicht erwähnt. Nein, laut dem Autor leben wir momentan in einer der besten Zeiten. Dass Milliarden von Menschen kein reines Trinkwasser haben, Kriege wüten und wir daran arbeiten, die Trennung der Menschen zu beschleunigen, hey..um in der Sprache des Astro-Tims zu bleiben..halb so wild. In 50 Jahren ist das alles geklärt, mit Hilfe von KI, Minireaktoren und Fusionsanlagen auf Basis von Helium 3. Mir als Wissenschaftler biegen sich da die Fußnägel nach oben, es gibt weder machbare Lösungswege, noch Hinweise, dass diese Verfahren in wenigen Jahrzehnten ausreichend funktional sind. Um nur das Beispiel der Kernfusion aufzugreifen, die in vielen dieser Visionen der Besiedlung des Weltalls als die Energieform gilt, werden Kernphysiker, was Ruster definitiv nicht ist, bestätigen, dass eine Helium 3-Fusion ca. 100 mal langsamer ablaufen würde, als eine Tritium-Fusion, deren Umsetzung noch Jahrzehnte auf sich warten lassen wird. Zudem würde bei Helium 3 ein Neutron entstehen, also insgesamt ist diese Fusion mit mehr Problemen behaftet, als die Tritiumfusion. Dieses Beispiel soll zeigen, auf welche Weise der Autor vorgeht. Er nimmt wissenschaftliche Erkenntnisse und Errungenschaften, diese aufzureihen ist kein schwieriges Unterfangen, und bastelt daraus eine rosige Zukunftsvision, ohne greifbare Erklärung, wie das umzusetzen sei. Solarsegel, Weltraumtaxis, Terraforming, all das findet natürlich seine Erwähnung. Wie aber der Mars zum Beispiel eine atembare Atmosphäre bekommen soll und wie die Strahlenbelastung wirklich effektiv in den Griff zu bekommen sei, das kann natürlich auch der Autor nicht erklären. Beim Blick in die ganz ferne Zukunft wird es absolut unrealistisch. Schwarzlochreaktoren und Reisen durch Wurmlöcher, da braucht man nicht viel Physikstudium, um den Kopf zu schütteln. Das Buch erklärt einfach, keine Frage. Und wer von Wissenschaft kaum Ahnung hat und die auch nicht haben will, wird damit keine Probleme haben. Alle, die aber ein wissenschaftlich fundiertes und seriöses Buch lesen wollen, können hier dankend ablehnen. Hätte der Autor auf seine lockeren Sprüche alle paar Sätze verzichtet, wie verschütteter Tee auf dem Mond, wäre das Buch noch deutlich dünner geworden. Traurig stimmt, dass der Autor in 50 Jahren sieht, das der Mensch durch den Blick aus dem All erst erkennt, wie zerbrechlich und schützenswert diese Erde ist. Da in seiner Vision 1000 Menschen dann auf dem Mond leben sollen, wie auch immer die Auswahl stattfindet, dürfte dieser kleine Teil der Menschheit keinen großen Eindruck auf die Milliarden von Erdenbürger haben, die sich hier unten mit den wachsenden Problemen herumschlagen. Bilder von der Erde gibt es schon lange, die Zerbrechlichkeit der Erde ist schon lange bekannt, nur tut sich nicht viel in Sachen Rettung dieser. Ich persönlich bin der Meinung, dass man erst die Probleme vor Ort lösen sollte, bevor man Utopien entwickelt, die weder finanzierbar, noch umsetzbar sind. Die Besiedlung des Weltalls kann nicht die Rettung der Erde sein, im besten Falle wäre sie eine Flucht. Aber wollen wir das? So ist das Buch ein freudestrahlendes Stück Science fiction, mehr nicht.
    Devil's Kitchen

    Candice Fox
    Devil's Kitchen (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    22.04.2025

    Feuerball

    Im neuesten Thriller der mit Preisen überhäuften Thrillerautorin versucht eine verdeckte Ermittlerin sich in eine Feuerwehrtruppe einzuschleichen. Ein Vermisstenfall und mehrere Straftaten stehen im Zusammenhang mit verschiedenen Bränden. Zufall oder ist die Feuerwehr beteiligt?
    Candice Fox hat im Rahmen ihrer Recherchen mit diversen Feuerwehrleuten gesprochen. Das merkt man dem Buch an. Das Leben der Einsatzkräfte, ihre Anspannung im Einsatz und die Erlebnisse, die sie noch lange verfolgen, werden authentisch wieder gegeben. Da ich selbst ebenfalls eine Ausbildung zum Feuerwehrmann durchlaufen habe, kann ich mich gut in diese Welt hineinversetzen. Auch der Autorin gelingt dies glaubhaft. Die darin verwobene Kriminalgeschichte erzeugen einen brandheißen Sog, dem man sich nur schwer entziehen kann. Raffiniert passt sich die verdeckte Ermittlerin dem Alltag der Feuerwehr an, das ständige Katz und Maus-Spiel sorgt für einen durchgehend steigenden Spannungsbogen, der sich bis zum Schluss stetig steigert. Die eine oder andere Logiklücke nimmt man gerne in Kauf und stört das Lesevergnügen nicht. Die 400 Seiten verfliegen so schnell wie der Rauch eines Brandes, nehmen den Atem und lassen mitfiebern. Beste Thrillerunterhaltung aus Australien mit überzeugenden Figuren, fernab vom Heldentum, den man Einsatzkräften so gerne nachsagt. Alle haben ihr Paket zu tragen, keiner ist frei von Zweifeln, Ängsten und Dämonen. Die Auflösung des Krimis ist schlüssig und lässt den Leser auf baldigen Thrillernachschub von Candice Fox hoffen.
    Die Kurve

    Dirk Schmidt
    Die Kurve (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    21.03.2025

    Die Schattenwelt

    Der ungewöhnliche Thriller von Dirk Schmidt erfordert beim Lesen eine gewisse Aufmerksamkeit. Jedes Kapitel handelt von einzelnen Personen, die alle über eine Figur miteinander verbunden sind. Das ist Carl, der Vermittler. Er hat eine kleine Truppe um sich geschart, die für ihn Aufträge erledigen. Diese Aufträge sind mitunter brutal und fast immer kriminell. Carl selber lebt versteckt im Süden. Seine Gruppe wird bei Bedarf über das Telefon aktiviert. Die Mitglieder dieser, nennen wir es Vereinigung, verbindet mehr oder weniger das selbe Schicksal. Verlierer des Lebens, aufgefangen von einer Vaterfigur. Doch obwohl sie durch die Tätigkeit ohne größerer Geldsorgen leben, vegetieren sie doch in einer traurigen Schattenwelt. Einsam, ständig auf der Hut und verzweifelt auf der Suche nach etwas Normalität. Im Buch geht es um hauptsächlich zwei Fälle. Eine verschwundene Amerikanerin und einen Mafia-Clan, der nach Deutschland reist. Mehr soll zum Inhalt nicht verraten werden. Die Spannung der Geschichte ergibt sich aus den einzelnen Personen und ihrer Dämonen, als auch aus der Erzählweise im Präsens, was dem Buch eine greifbare Authentizität vermittelt. Ein solcher Thriller kommt nicht ohne Gewalt aus, doch die ist oft nur oberflächlich erwähnt, das Kopfkino spielt mit. Allesamt sind die teilweise tarantinoesken Figuren Eigenbrötler in einer Zweckgemeinschaft. Genauso wenig wie sie mit allen anderen Mitgliedern eine wirklich innige Beziehung aufbauen können, ergeht es auch dem Leser. Man beobachtet eine Gruppe von Antihelden, Kriminellen, es wird keine Sympathie erzeugt. So folgt man dem Buch wie einem dunklen Kammerspiel und beobachtet aus sicherer, gemütlicher Entfernung die Schattenwelt, die in Städten wie Berlin im Untergrund existiert. Für mich ein Thriller, der einen ganz eigenen Sog entwickelt hat. Allerdings kann ich auch durchaus nachvollziehen, wenn es Leser gibt, die mit dieser Erzählung nicht warm werden.


    Dies ist eine Privatrezension ohne KI erstellt. Kopie, auch in Teilen, unterliegt dem Urheberrecht.
    Schmeckt!

    Anke Loose
    Schmeckt! (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    16.03.2025

    Alles was wir essen


    Das Sachbuch, das sich vor allem an jüngere Leser richtet, erklärt so einfach wie möglich alles, was mit Nahrung zu tun hat. Warum bewirken bestimmte Farben eine Geschmackserwartung? Warum haben wir ein Lieblingsessen? Viele Fragen werden beantwortet, einiges davon dürfte auch so manchem Erwachsenen unbekannt sein. Oder wissen Sie sofort, was Umami ist? Selbstverständlich liegt ein Schwerpunkt auf dem Thema ausgewogene und gesunde Ernährung. Die Nähstoffe und ihre Funktion werden erklärt, ebenso wie die Lebensmittel, in denen die überlebenswichtigen Bausteine vorkommen. Sehr gut erklärt wird auch die Verdauung und die daran beteiligten Körperfunktionen und -organe. Kleine Bildchen verdeutlichen das gehörte oder gelesene. Erstleser werden an der einen oder anderen Stelle Hilfe benötigen. So ein umfangreiches Gebiet wie die Ernährung lässt sich natürlich nur bedingt mit wenigen Worten erklären. Trotzdem ist das Buch recht verständlich geschrieben. Unser 4 Jähriger hat sich beim Zuhören schon viel gemerkt und auch immer wieder Fragen gestellt. Das Buch wird mit vier kleinen Rezepten noch etwas abgerundet. Auch wenn manche Passagen wiederholt werden, was dem Verständnis zuträglich ist, kommt keine Langeweile auf. Ein rundherum gelungenes Buch zu einem der wichtigsten Themen unseres Lebens.

    Dies ist eine Privatrezension ohne KI erstellt. Kopie, auch in Teilen, unterliegt dem Urheberrecht.
    1 bis 25 von 111 Rezensionen
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