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    Maza_e_Keqe

    Aktiv seit: 24. Februar 2023
    "Hilfreich"-Bewertungen: 1

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    92 Rezensionen

    Marie und die Woche ohne Donnerstag

    Elke Michel
    Marie und die Woche ohne Donnerstag (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    26.02.2026

    Wie man den Zahnarzttermin umgeht

    Marie hat am Donnerstag ausgerechnet in der ersten Ferienwoche einen Zahnarzttermin. Das ist ihr absoluter Nicht-Lieblingsarzt. Schließlich findet er immer etwas zum Bohren. Und damit bohrt er ihr zumindest einen schönen Ferientag kaputt. So ein Glück, dass Marie auf dem Markt magische T-Shirts findet, mit denen sie nach Lust und Laune die Wochentage wechseln kann. Ob sie nun das unliebsame Mittagessen gegen Schnitzel mit Pommes tauscht oder einfach den Donnerstag überspringt…

    Geschichten über Zeitreisen gibt es ja reichlich und auch dieses reiht sich gut ein. Die Erzählung ist amüsant und kurzweilig mit einem Hauch von Magie.

    Ich mochte in diesem Buch Maries Vater besonders gern. Er geht sehr liebevoll mit Marie um und geht auf sie ein. Auch sein Beruf machte ihn mir noch sympathischer.

    Über die Wortschöpfung Nicht-Lieblingsarzt (oder Nicht-Lieblings-wasauchimmer) habe ich mich sehr amüsiert und werde sie in meine Alltagssprache übernehmen.
    Willkommen bei den Grauses 3: Der normale Schulwahnsinn

    Sabine Bohlmann
    Willkommen bei den Grauses 3: Der normale Schulwahnsinn (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    25.02.2026

    Wahre Freundschaft erkennen und bewahren

    Es handelt sich um Band 3. Ich empfehle zuvor die beiden Vorgängerbände zu lesen um die Mitglieder der Familie Grause von Anfang an richtig kennenzulernen und dadurch die Situationen besser zu verstehen.

    Die Mitglieder der Familie Grause aus der Sackgasse Nummer 13 sollen ein richtiges und echtes Familienleben lernen. Das bedeutet, dass auch die Kinder nun in die Schule gehen müssen. Das kleine unsichtbare Geistermädchen sorgt für reichlich Wirbel. Aber auch die gehässigen Nachbarsmädchen Mona, Lisa und Mona-Lisa machen Ottilie Schmidt und ihren Freunden das Leben schwer.

    Dieses Buch empfand ich als deutlich emotionaler als die vorherigen Bände. Besonders das Mobbing-Thema hat mich stark getroffen. Ottilie muss ihre ganz eigenen Wünsche und Sorgen abwägen und gleichzeitig für die ungewöhnlichen Freunde aus dem Nachbarhaus da sein. Denn die Grauses brauchen in vielen Situationen noch dringend Nachhilfe im "Normalsein". Mir ist auch eine der Nebenfiguren direkt aus Band 1 bekannt vorgekommen, worüber ich mich sehr gefreut habe.

    Mein kleiner persönlicher Wermutstropfen ist, dass die Buchrücken der drei Teile im Regal nicht hundertprozentig zusammenpassen. Buchsammlerherzen könnten einen kleinen Stich dabei verspüren.

    Fazit: Es gibt wieder reichlich kuriose Situationen zum Schmunzeln, aber auch sehr ernste und nachdenklich machende Themen. Ein paar Szenen hätten für mich ausführlicher beschrieben sein dürfen. Es könnte tatsächlich der Abschlussband der Reihe sein. Allerdings würde ich sehr gern noch weitere Erlebnisse mit den Grauses teilen.
    Dieses Buch ist gefährlich

    Ben Clanton
    Dieses Buch ist gefährlich (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    25.02.2026

    Gefährlich witzig!

    Eine kleine Qualle im großen, weiten Ozean ist einer gewaltigen Menge an Gefahren ausgesetzt. Gruselige Seeschlangen bilden da leider nur den beängstigenden Anfang.

    Ich möchte vermeiden die Geschichte zu spoilern, daher gehe ich auf den Verlauf nicht weiter ein. Nur so viel: der Inhalt richtet sich ganz besonders an all jene, die ihre Schwierigkeiten haben, bestimmte Dinge *nicht* zu tun! Denn das Buch wird erst während des Lesens besonders gefährlich.

    Das Buch ist einfach herrlich! Schon die Gestaltung bereitet große Freude beim Ansehen: Vom Cover über den Einband vorn und hinten über die bunt illustrierten Seiten bis zum Backcover: Die Illustrationen machen einfach Spaß.

    Ganz sicher werden die Personen, die es vorlesen gleichermaßen ihr Vergnügen damit haben wie diejenigen, die zuhören und die Bilder betrachten!

    Fazit: Dieses Buch ist gefährlich für die Lachmuskeln!
    Heartbreak Hotel

    Micol Arianna Beltramini
    Heartbreak Hotel (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    11.02.2026

    Kann man gebrochene Herzen reparieren?

    Im Hotel der gebrochenen Herzen lernen wir vier Gäste kennen: Maya- Das Mädchen, das alles wiederhaben will; Martin- Der Junge, der so tut als ob; Fiona- Das Mädchen, das nicht erwachsen werden will und Finn- Der Junge, der überhaupt nichts mehr will. Im Heartbreak Hotel können tief verletzte Menschen eine Auszeit nehmen, ihre Gedanken sortieren und mit Hilfe sehr spezieller Technik versuchen mit den Geschehnissen abzuschließen.

    Der Aufbau des Comics ist angenehm übersichtlich, der Stil einfach und klar. Auf monochrom gestalteten Seiten folgen wir den Protagonisten in der Gegenwart. Farbig gestaltete Seiten zeigen die Erinnerungen bzw. Rückblenden in die Vergangenheit und die Auslöser des Herzschmerzes. Dabei ist die Gestaltung relativ simpel, dennoch lassen sich die Personen sehr eindeutig erkennen und unterscheiden. Insbesondere die Gefühle der Personen werden sehr schön rübergebracht.

    Die Geschichten der Protagonist*innen sind jede für sich auf ihre Art emotional und einige sehr berührend. Ich konnte mich gut in die Figuren hineinversetzen. Ehrlicherweise habe ich die Auflösung bzw. den Abschluss des Buches nicht ganz verstanden. Glücklicherweise tut es meiner Begeisterung keinen Abbruch.

    Mich hat der Inhalt dieses Buches aus ganz persönlichen Gründen besonders angesprochen und mir den Inhalt noch sympathischer gemacht. Mir gefällt der Gedanke an ein Hotel, in dem gebrochene Herzen therapiert werden und auf welche Art es gelingen kann sich vom eigenen Schmerz zu befreien.
    Smeralda Bohms Bestiarium (Bd. 1)

    Anja Fislage
    Smeralda Bohms Bestiarium (Bd. 1) (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    11.02.2026

    Verborgene Lebewesen

    Smeralda Bohm ist 12 Jahre alt und ihr Steckenpferd ist die Kryptozoologie, die Erforschung (vermeintlich) unbekannter Lebewesen. Die Echte Phantomkatze, der Bogimann, Vampire oder der Basilisk. Sie haben angeblich nie existiert oder sind längst ausgestorben? Smeralda ist ihnen auf der Spur. Ihr bester Freund Kenji Kan und in gewisser Weise auch ihre 9-jährige Schwester Josephine (genannt "Phi") unterstützen sie dabei.

    Das Bestiarium ist geschrieben und erstellt von Smeralda selbst. Sie erzählt darin ihre Geschichte.

    Anfangs hielt ich das Buch für eine nette kleine Geschichte über Fabelwesen, aber weit gefehlt: dieses Buch entwickelt sich zu einem sehr spannenden Kriminalfall mit Thriller-Faktoren und unerwarteten Wendungen.

    Die Personen gefallen mir sehr gut. Mir ist positiv aufgefallen, dass sie mal alle ein bisschen ungewöhnliche, aber nicht zu exotische Namen haben. Sie sind auch sehr unterschiedlich und eindeutig charakterisiert. Damit ist jede Figur auf ihre eigene Art sympathisch (oder absolut nicht sympathisch).

    Besonders positiv erwähnen möchte ich das eindrucksvoll gestaltete Buchcover und die Illustrationen im Buch sowie die Aufmachung. Denn was ich anfangs für Unsauberkeiten beim Buchdruck hielt, ist die Gestaltung des Innenlebens als echtes Notizbuch einer jungen Wissenschaftlerin.

    Es handelt sich um einen ersten Band, dessen Fortsetzung bereits angekündigt ist. Entsprechend bleiben am Schluss ein paar Fragen offen. Für mein persönliches Empfinden ist die Geschichte in sich abgeschlossen "genug" um eigenständig gelesen zu werden. Ich freue mich dennoch schon jetzt auf Band 2.

    Klare Leseempfehlung für alle, die Tiere aller Art, Spannung und Geheimnisse mögen.
    Cassandra Morgan, Band 1 - Der goldene Schlüssel

    Skye McKenna
    Cassandra Morgan, Band 1 - Der goldene Schlüssel (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    01.01.2026

    Spannende Entdeckungen, Freundschaft und ganz viel Magie

    Cassandra Morgan, genannt Cassie, ist 12 Jahre alt und lebte 7 Jahre lang in einem Internat, wo sie von Schülerinnen und Lehrern schikaniert wurde. Als sie zu ihrer Tante umziehen soll, lernt sie eine Welt voller Zauber und Magie kennen.

    Als allererstes ist mir bei dem Buch das wunderschöne Cover aufgefallen: es ist bunt und es gibt so viele Dinge und Wesen zu entdecken, die mir beim Lesen im Buch begegneten. Außerdem hat es Glanzelemente, die schimmern, wenn das Licht im richtigen Winkel darauf fällt. Der Farbschnitt ist passend wirklich toll gestaltet.

    Die Geschichte liest sich sehr angenehm und flüssig und ihr zu folgen machte großen Spaß. Die Figuren und Personen sind vielschichtig gestaltet. Besonders die magischen Elemente haben mir richtig gut gefallen.

    Ich hätte mir ein Glossar oder eine Übersicht der magischen Wesen, (Trank-) Zutaten und Figuren gewünscht. Hoffentlich gibt es so etwas in der angekündigten Fortsetzung. Im Buch findet sich am Schluss eine Leseprobe für den nächsten Band.

    Was mir leider deutlich weniger gut gefallen hat ist Cassandras Charakterentwicklung. Nachdem sie das Internat verlassen hat und sich im Haus ihrer Tante einleben muss, scheint sie einerseits aufzublühen und mutiger zu werden. Gleichzeitig entwickelt sie eine gewisse Leichtsinnigkeit und Unvernunft, die im Gegensatz zu ihrer Vorgeschichte und ihrem Alter zu stehen scheinen. Das hat mich gestört.

    Obwohl die Fortsetzung der Geschichte bereits angekündigt ist, endet dieses Buch glücklicherweise nicht mit dem von mir befürchteten Cliffhanger, was auch andere große und kleine Fans freuen dürfte. Gleichzeitig bleiben genug Fragen offen um neugierig auf die weiteren Bände der Reihe zu machen.

    Fazit: eine spannende Geschichte rund um Magie und Freundschaft, voller Geheimnisse und spannender Entwicklungen.
    Soulmates and Other Ways to Die

    Melissa Welliver
    Soulmates and Other Ways to Die (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    21.10.2025

    Die Entscheidung zu lieben, wen du möchtest

    Zoe Quinn und Milo Spencer leben im England des Jahres 2045. Seit 10 Jahren ist die KinTwin- Mutation bekannt. Das sogenannte Dearly Departed- Syndrom verbindet zwei Menschen zu Seelenverwandten: Wenn ein Partner Schmerzen erleidet, spürt diese auch der andere. Im schlimmsten Fall sterben immer beide!
    Zoe und Milo könnten kaum unterschiedlicher sein: Zoe lebt zusammen mit ihrer übervorsichtigen Mutter und beide bereiten sich auf die unvermeidlich bevorstehende Apokalypse vor. Milo liebt den Adrenalinkick und seine beste Freundin Aisha.
    Mir hat das Konzept und die Idee zur Geschichte sehr gut gefallen. Es wird abwechselnd aus Milos und aus Zoes Perspektive erzählt und beide waren mir sofort sympathisch.
    Nach und nach wird auch das Prinzip der Mutation erklärt und welche katastrophalen Auswirkungen dies auf die Menschen hat und auf die Liebe. Dabei fand ich ganz besonders schön, dass auf die sehr verschiedenen Formen der Partnerschaft und der Liebe eingegangen wird.
    Insgesamt war die Geschichte aber doch ganz anders, als ich es erwartet hatte. Diese Dystopie ist als ein Prä-Apokalypse-Setting angesiedelt und doch gleichzeitig ziemlich düster. Glücklicherweise gibt es auch immer etwas zum Schmunzeln.
    Ich hätte tatsächlich gern noch mehr Seiten und Kapitel gelesen. Die Geschichte hätte es hergegeben!
    Thea Magica, Band 1 - Das Geheimnis von Port Mint

    Vivien Verley
    Thea Magica, Band 1 - Das Geheimnis von Port Mint (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    21.10.2025

    Tässchen Tee gefällig- Magie gratis dazu!

    In England hat das Teetrinken einen ganz besonderen Stellenwert. In diesem Buch besitzen alle Menschen eine besondere magische Fähigkeit, die durch das Trinken einer ganz speziellen Teemischung erweckt werden. Das kann etwas relativ Alltägliches sein wie besonders gute Rechenkünste, aber auch so etwas Abgefahrenes wie Unsichtbarkeit oder das Sprechen mit Tieren.
    Robin Fluff ist erst vor Kurzem mit ihrer Mutter Rosemary und ihrer jüngeren Schwester Sofi zur Großmutter in den kleinen Ort Port Mint umgezogen und muss nun erst ihre magische Fähigkeit entdecken und danach direkt in eine neue Schule wechseln.
    Mir hat die Ich-Erzählerin Robin, genannt Ro oder Fluffy, sofort gefallen. Ich konnte ihre Sorgen und Ängste sehr gut nachempfinden. Ihre neuen Freunde Mailin und Cornelius sind alles andere als langweilig und erst nach und nach enthüllen sich weitere Tatsachen.
    Auch wenn die Geschichte an einigen Stellen vorhersehbar wirkt, gibt es doch immer wieder einige unerwartete Wendungen und besonders die quirlige Mailin ist mir im Verlauf der Geschichte richtig ans Herz gewachsen.
    Leider erfahren wir auch in diesem Buch nicht genau, wie alt die Hauptfiguren sind, schätzungsweise um die 12 Jahre herum, was die Einschätzung der Zielgruppe etwas erschwert.
    Besonders gut hat mir gefallen, dass die üblichen Klischees aufgebrochen werden, was die Protagonistin, aber auch die Nebenfiguren noch etwas sympathischer macht.
    Wermutstropfen: Es ist ein erster Band, der nur die Grundlage für eine ganze Buchreihe bildet und damit jede Menge Potential und offene Fragen für die Fortsetzungen bietet.
    Vulva!

    Nadine Beck
    Vulva! (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    21.10.2025

    Aufklärung in bunt und modern

    In diesem Buch gibt es titelgebend reichlich Wissen für "untenrum" für alle. Es bietet jede Menge Informationen rund um Aufbau der Vulva und der Vagina, Funktionsweise(n) und dazu jede Menge Body-Positivity.
    Die Kapitel lassen sich unabhängig voneinander lesen und es gibt auch zwischendurch immer wieder Querverweise auf jeweils thematisch passende Abschnitte. Außerdem finden sich QR-Codes für weitere Informationen sowie Telefonnummern und Websites im Anhang.
    Besonders positiv ist mir aufgefallen, dass nur sehr selten die Bezeichnungen Mädchen/Jungen/Frauen/Männer verwendet wurde, sondern von Personen mit Vulva/Penis oder ähnliche neutrale Formulierungen. Das Thema Gender/Geschlechter wird angesprochen und auf verständliche Weise erklärt.
    Die Abschnitte sind kurzweilig und modern geschrieben. Dazu gibt es bunte Illustrationen. Leider trifft der Zeichenstil nicht ganz meinen persönlichen Geschmack, doch der ist glücklicherweise nicht essentiell für die Erklärungen.
    Fazit: Informiert euch, man kann nie zu viel wissen!
    Bella Karamella - Achtung, zauberhafte Freundin!

    Gundi Herget
    Bella Karamella - Achtung, zauberhafte Freundin! (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    21.10.2025

    Zuckerzaubersüße Geschichte

    Elfie ist 10 Jahre alt und lebt mit ihrer alleinerziehenden Mama in einer kleinen Wohnung. Wie alle Kinder liebt sie Süßigkeiten, doch das Geld ist knapp. Da taucht plötzlich eine kleine Naschhexe in Elfies Zimmer auf: Bella Karamella Limonella Krokantia von Nasch. Karamella hat ein Problem mit ihrer Zauberei: Sie kann alles zaubern, was mit Süßigkeiten zu tun hat. Dafür braucht sie nur einen Zuckerstangen-Zauberstab. Allerdings hat sie ihren letzten aufgegessen...
    Elfie war mir von Anfang an sympathisch. Die Geldsorgen in ihrer kleinen Familie sind sehr nachvollziehbar. Dass sie durch die Neuordnung der Klassen nach der Grundschule noch keine Freunde gefunden hat, weckte sofort mein Mitgefühl. Außerdem ist sie gut im Rechnen und bedient damit mal zur Abwechslung kein Klischee.
    Insgesamt bietet die Geschichte alles, was ein zauberhaftes Kinderbuch ausmacht: sympathische Figuren, ein paar Gegenspieler, ein kleines Abenteuer und Freundschaft. Unterstützt wird der Fließtext mit passenden bunten Illustrationen.
    Fazit: Eine wundervolle, warmherzige Geschichte mit einer herzensguten Protagonistin und ihrer frechen Hexenfreundin.
    Whisperling - Die Geister-Detektivin

    Hayley Hoskins
    Whisperling - Die Geister-Detektivin (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    10.09.2025

    „Eine Gabe, noch seltener als die der Whisperlinge“ (Seite 178)

    Die 12-jährige Margaret (Peggy) Devona lebt in einem kleinen englischen Bergarbeiter-Dörfchen Ende des 19. Jahrhunderts. Sie hat eine seltene Gabe: sie kann die Geister Verstorbener sehen und sogar mit ihnen kommunizieren. Da ihre Eltern ein Bestattungsunternehmen führen, erhält sie manchmal den Auftrag Nachrichten der Geister an Hinterbliebene weiterzuleiten. Doch diese Gabe ist vielen Menschen auch unheimlich und aus diesem Grund behält Peggy ihr Geheimnis lieber für sich. Als ihre beste Freundin Sally (14 Jahre) wegen Mordes hingerichtet werden soll, beschließt sie, überzeugt von Sallys Unschuld, auf eigene Faust zu ermitteln. Dabei erhält sie unerwartete Unterstützung von ihrem unliebsamen Onkel aus der Großstadt.
    Das Buchcover beeindruckt nicht nur durch die schöne Gestaltung, sondern auch durch Prägungen. Ich mochte es sehr über die leicht erhabenen Motive zu streichen. Allerdings gefällt mir das Originalcover deutlich besser, weil es auch den Inhalt der Geschichte perfekt einfängt.
    Die Themen Tod und Sterben werden in dieser Geschichte ganz direkt und schonungslos angesprochen und als natürlicher Teil des Lebens und des Alltags behandelt. Gleichzeitig spielt die Geschichte in England im Jahre 1897 mit entsprechenden Risiken. Wenn auch die historischen Hintergründe nicht zu 100% korrekt wiedergegeben werden, wirken sie doch sehr plausibel und für ein Kinderbuch passend gewählt. Eine Triggerwarnung bezüglich "Tod und Sterben" ist vermutlich überflüssig, da die Inhaltsangabe darauf schließen lässt. Dennoch gab es unerwartet berührende Szenen, die mich beim Lesen etwas tiefer getroffen haben.
    Die gesellschaftlichen Gegebenheiten wie die Rolle der Frau und der Kirche lassen die Handlung authentisch wirken.
    Dieses Buch hat mich vor allem dadurch beeindruckt, dass es inhaltlich keinerlei Längen bietet. An einigen Stellen hätte ich mir ausführlichere Beschreibungen gewünscht. Diese wären möglicherweise als langweilig(er) empfunden worden. So aber blieb es während der gesamten Lesezeit spannend. Ich wollte die Lektüre am liebsten gar nicht unterbrechen, sondern von Anfang bis Ende in einem Rutsch durchlesen. Die angenehm kurzen Kapitel haben ebenfalls dazu beigetragen.
    Die Handlung in sich ist abgeschlossen, bietet gleichzeitig genug Potential für die Fortsetzung, auf deren Übersetzung ich leider noch warten muss.
    Ein kleiner Kritikpunkt ist die Altersempfehlung als Kinderbuch. Peggy ist 12 Jahre alt und das wäre auch meine persönliche Einschätzung für das Alter der Leserschaft.
    Zum Abschluss folgt eins der schönen Zitate aus dem Buch:
    „[Wir sind] Einfach nur Frauen, Liebes. Aber wir sind Frauen, auf die man tatsächlich hört. Und in dieser Welt ist das eine Gabe, die noch seltener ist als Whisperlinge.“ (Seite 178)
    Fazit: Ein seltenes Buch ganz ohne Längen. Tolle Protagonistin(nen) und historisch interessante (wenn auch nicht 100%ig korrekte) Handlung.
    1000 und ich. Zweifle nicht, zögere nicht, hinterfrage nicht.

    Yorick Goldewijk
    1000 und ich. Zweifle nicht, zögere nicht, hinterfrage nicht. (Buch)

    2 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    05.09.2025

    „Du, ich, hier und jetzt. Wirklicher wird es nicht.“ (Seite 93)

    Vorbemerkung: Eine Triggerwarnung wäre im Buch angebracht gewesen. Ich füge sie am Schluss meiner Rezension ein. Allerdings enthält sie möglicherweise einen unerwünschten Spoiler.

    8 ist eine Unbeseelte. Eine von Tausenden, die in identischen Wohnzellen in identischen Blocks leben, morgens vom ersten Schlag geweckt und abends vom letzten in den Schlaf geschickt werden. Dazwischen gehen sie einer eintönigen Tätigkeit nach in der Erwartung irgendwann für die „Überfahrt“ ausgewählt und in den Dienst der Beseelten gestellt zu werden. Die Prinzipien, als ständiges Mantra, das aus allen Lautsprechern wiederholt wird, lauten:

    Hör zu, sei gehorsam, folge.
    Zweifle nicht, zögere nicht, hinterfrage nicht.
    Sei hilfreich und ergeben.
    Unterwirf dich dem Willen der Beseelten.

    Doch 8 fühlt etwas. Sie zweifelt und hinterfragt und spürt, dass dies ihr Untergang sein könnte. Als sie eines Tages den Blick eines anderen Mädchens auffängt, ändert sich alles.

    Diese Dystopie liest sich sehr flüssig, obwohl ich während der gesamten Lesezeit ein bedrückendes Gefühl verspürte. Ich konnte mir die beschriebene Umgebung sehr gut vorstellen und fühlte mich, als wäre ich gemeinsam mit 8 in Surdus unterwegs.

    Die Ereignisse scheinen ineinander überzugehen und sich zu wiederholen, was ich zwischenzeitlich als sehr verwirrend empfand. Die Geschehnisse ergaben am Schluss einen Sinn. Trotzdem fiel es mir schwer der Geschichte noch zu folgen. Leider habe ich auch nicht alle Zusammenhänge erkannt und verstanden.

    Gut gefielen mir einige Zitate und Sätze über das Thema Freiheit und den Blick auf die individuelle Wahrnehmung.

    Besonders schlimm fand ich jedoch das Ende. Ernste moralische und ethische Fragen bieten eine gute Diskussionsgrundlage für Kinder und Eltern und auch für Erwachsene, die dieses Buch lesen, denn das Thema ist nicht so futuristisch wie anzunehmen wäre. Allerdings empfinde ich den Schluss, den Abschluss, für ein Kinderbuch ab 12 Jahren als unpassend. Ich lese Jugendromane, weil sie größtenteils ein hoffnungsvolles Ende bieten. Von diesem Buch kann ich das leider nur bedingt sagen und empfehle es daher lieber für eine ältere Leserschaft. Ich könnte es mir auch als Unterrichtslektüre mit Diskussionsrunden vorstellen.

    Fazit: gut geschrieben, interessante Fragen und Ansätze, aber nicht für 12-Jährige!

    Vorsicht, die folgende Triggerwarnung enthält einen Spoiler:
    Suizid/Selbstmord
    Einfach Weike - Nicht perfekt, aber genau richtig

    Regina Feldmann
    Einfach Weike - Nicht perfekt, aber genau richtig (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    02.09.2025

    Gut geschrieben, mehr Tiefgang wäre schön gewesen

    Weike Wahlström ist mit ihren Eltern vom quirligen Berlin ins beschauliche Lütjenhausen in Nordfriesland umgezogen, in Vaters ehemaliges Elternhaus. Sie vermisst die Großstadt und ihre beste Freundin. Und als "Neue" in die Klasse zu kommen ist natürlich besonders unangenehm. Doch Weike muss sich selbst eingestehen, dass sie „die Tussis“ für ihre coolen Tanz-Choreografien bewundert. Dafür sind Hinnerk und Tuba vom Schachclub einfach locker drauf und kein bisschen arrogant. Weike steht zwischen den Stühlen. Und da ist noch die geheimnisvolle alte Frau, die ihr immer wieder begegnet.
    Ich konnte mich sofort in Ich-Erzählerin Weike einfühlen und mochte ihre Beschreibungen. Sie schreibt wie sie spricht und lässt mich an ihren Erlebnissen und Gedanken teilhaben. Auch die Nebenfiguren besitzen Persönlichkeit und es macht sie lebendig.
    Das Buch zeigt, dass vieles anders ist als es auf den ersten Blick scheint und es sich lohnt miteinander zu sprechen und insbesondere auch ehrlich zueinander zu sein, vor allem zu den Menschen, die man seine Freunde nennt.
    Was mir fehlt ist mehr Hintergrundwissen, insbesondere zu Weikes Familie. Erst ganz am Ende wird da etwas näher drauf eingegangen und leider bleibt bei mir zum Schluss nur ein großes „Hä?“ Denn in den wirklich alltäglichen und nachvollziehbaren Problemen (und deren Lösungen) hätte ich am wenigsten Magie vermutet und finde die auch eher unpassend.
    Es werden wirklich immer wieder sehr unterschiedliche Themen angesprochen und auch Lösungen gefunden, diese wirken allerdings oft oberflächlich. Ich persönlich hätte mir da an einigen Stellen mehr Tiefgang gewünscht. Dabei hat mir besonders gut gefallen, wie Weike auf den offenen Rassismus reagiert.
    Zu Beginn jedes Kapitels gibt es eine kleine schwarz-weiße Illustration, die sich am Inhalt orientiert. Auch davon hätten es gern ein paar mehr sein dürfen.
    Fazit: schöne Geschichte übers Anderssein, Freundefinden und irgendwie dazugehören. Aber am Ende bleiben einige Fragen offen.
    Jakob und Jelena

    Tamara Bach
    Jakob und Jelena (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    19.08.2025

    "Familie sind die, die man am liebsten hat." (Seite 117)

    Jakob und Jelena sind 10 Jahre alt und gehen in die 5. Klasse, aber sie kennen einander kaum. Für ein Schulprojekt sollen sie über ein gemeinsames Lieblingsthema sprechen...
    Es wird abwechselnd aus Jelenas und Jakobs Sicht erzählt. Beide haben kein besonders einfaches Leben. Jelena fühlt sich einsam, weil sie seit dem Schulwechsel von ihrer besten Freundin getrennt ist und sie nur noch selten sieht. Sie lebt mit ihrer Mutter gemeinsam in einer kleinen Wohnung. Jakob ist sehr introvertiert und zieht sich gern in die Welt der Bücher zurück. Er und sein Vater leben in einem Haus mit Garten.
    Mir hat die Erzählweise sehr gut gefallen und ich konnte mich gut in Jelena und Jakob einfühlen. Die Geschichte ist eher unaufgeregt, wenn auch nicht langweilig, ruhig erzählt und man erfährt sehr viel über die Sorgen, die die beiden Kinder umtreiben.
    Alleinerziehende Väter und Mütter sind in Büchern schon sehr unterrepräsentiert, daher finde ich das hier sehr gut.
    Was mich stört, sind die vielen Andeutungen, die am Ende des Buches zu reichlich offenen Fragen führen, insbesondere über die jeweils anderen Elternteile der Kinder. Gleichzeitig wird das Thema meiner Meinung nach schön von Jelena in einem Satz zusammengefasst: „Familie sind die, die man am liebsten hat.“ (Seite 117) Und diese sind eben nicht immer blutsverwandt.
    Die Illustrationen im Buch wirken wie von einem Kind mit Wasserfarben gemalt. Das Coverbild finde ich noch sehr schön, die im Buch treffen leider nicht meinen persönlichen Geschmack.
    Richtig schön fand ich, dass die Schrift nicht in Schwarz, sondern in Dunkelblau gedruckt ist. Das wirkt auf mich etwas "friedvoller", lässt sich aber genauso gut lesen.
    Red Flags

    Sophie Jo
    Red Flags (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    19.08.2025

    Wetten auf eine Chance

    Poppy Ackerman hat sehr genaue Vorstellungen von ihrem Traummann. So genau, dass es kein weiteres Date gibt, sobald sie eine „red flag“ erkennt, die im Gegensatz zu ihrem Wunschkandidaten steht.
    Cameron (Cam) Davis‘ Beziehungen waren bisher nur sehr oberflächlich. Er findet einfach keine Frau, mit der er tiefgründige Gespräche führen kann (oder will).
    Die beiden 18-jährigen Schüler gehen unabhängig voneinander mit ihren jeweils besten Freundinnen Wetten ein: Poppy muss sich mindestens 2 Monate mit einem Typen treffen, auch, wenn er ihr „red flags“ signalisiert. Cam darf beim nächsten Beziehungsversuch nicht selbst Schluss machen, sondern muss sich auf seine Gegenüber einlassen.
    Die beiden Hauptpersonen waren mir von Anfang an sympathisch: Die quirlige Poppy, die genau weiß, was sie will und was nicht! Sie ist ein Bücherwurm, was sie mir natürlich gleich noch näherbringt. Der eher introvertierte Cameron, der seine ganz eigenen Gründe hat keine zu engen Bindungen einzugehen. Dass sie einander gut ergänzen, ist für mich beim Lesen sofort ersichtlich und zum Genre des Buches gehört natürlich ein Happy End. Passend dazu ein Zitat von Poppy (Seite 169): „Manchmal ist ein vorhersehbares Ende doch gerade der Spaß daran. Ist das Leben nicht unvorhersehbar genug?“
    Es werden verschiedene Beziehungen kritisch bewertet. Eltern, Freundinnen und Exen stehen mehr oder weniger auf dem Prüfstand. Poppy hält sich mit ihrer Meinung nicht zurück. Der*m Leser*in ist es selbst überlassen sich berieseln zu lassen oder über eigene (Ex-) Beziehungen nachzugrübeln und diese sowie die eigene Einstellung dazu zu hinterfragen.
    Meckern auf hohem Niveau: Ich finde den Namen „Poppy“ irgendwie schrecklich. Anfangs dachte ich, es wäre ein Spitzname oder Abkürzung.
    Ich hatte sehr viele schöne Lesestunden mit dem Buch. Für eine „RomCom“ enthält sie meiner Meinung nach zu wenige Comedy-Elemente, aber die Geschichte ist erfrischend unterhaltsam, abwechslungsreich und angenehm zu lesen. Außerdem gibt es einige schöne Stellen und Zitate, die ich mir notiert habe.
    Am Ende will doch einer sterben (Todesboten #3)

    Adam Silvera
    Am Ende will doch einer sterben (Todesboten #3) (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    19.08.2025

    Ein Grund am Leben zu bleiben

    Die Bücher des Autors um die Geschichte des Todesboten „Am Ende sterben wir sowieso“ und „Der Erste, der am Ende stirbt“ müssen nicht notwendigerweise gelesen werden um den Inhalt dieses Buches zu verstehen. Ich empfehle es trotzdem gern um ein paar Hintergrundinformationen über bestimmte Nebenfiguren und den Todesboten zu erhalten.

    In diesem Buch geht es um Paz Dario, der vor 10 Jahren in Nothilfe seinen Erzeuger getötet hat und seitdem unter schweren Depressionen, insbesondere Suizidgedanken leidet. Der zweite Protagonist ist Alano Rosa, der „Erbe des Todesboten“.
    Es wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt und da die Handlung im Jahr 2020 stattfindet, ist natürlich auch das Covid-19-Virus ein großes Thema. Dazu kommt der „Todesbote“: Ein Service, bei dem sich Personen kostenpflichtig anmelden. Zwischen Mitternacht und 3 Uhr (Ortszeit) ruft jemand aus dem Callcenter auf dem Handy an um zu sagen, dass die Person bis 23:59 Uhr sterben wird. Kommt kein Anruf, lebt sie weiter. Dieser Service hat verständlicherweise nicht nur Fans, sondern auch reichlich Gegner. (Wobei ich persönlich auch nach der Lektüre nicht verstehe, worin das Problem besteht: Wenn du den Service nicht nutzen möchtest, also nicht wissen möchtest, ob du am heutigen Tag stirbst, dann melde dich einfach nicht an. Ist doch ganz logisch). Dementsprechend wird das Thema auch im Buch immer wieder aufgegriffen, unter anderem in der Politik. Das hat mich oftmals gestört.
    Wie schon in den anderen Büchern haben mich die Personen sofort in Bann gezogen. Es gelingt dem Autor auf unvergleichliche Weise mir die Figuren nah zu bringen, so dass ich sie sofort ins Herz schließe (oder die Antagonisten ablehne). Paz und Alano haben beide aus den unterschiedlichsten Gründen kein einfaches Leben. Ich habe mich in der Geschichte „verloren“, die Figuren wurden mir zu Freunden und es gibt so viele schöne (und auch schmerzvolle) Szenen und Gänsehautmomente, dass ich die Lektüre absichtlich hinausgezögert habe. Auch ein paar Zitate habe ich mir notiert, die mir besonders gefallen haben. Beispielsweise von Joaquin Rosa, dem Erfinder des Todesboten: "Im Leben sind wir alle gleich, werden aber nie gleich behandelt. Ich kann wenigstens für ein Gleichgewicht sorgen, indem ich uns im Tod alle gleichstelle."

    Vor Beginn der Handlung gibt es eine Spoiler-Warnung des Autors, die ich persönlich empfehle zu überspringen oder nach Beendigung der Lektüre zu lesen. Die Trigger-Warnung hingegen sollte auf jeden Fall ernstgenommen werden, denn es werden sehr viele heikle Themen sehr intensiv angesprochen.
    Im Anhang findet sich ein Interview mit dem Autor sowie die Beschreibung einer Filmszene (aus einer fiktiven Romanverfilmung, die im Buch eine Rolle spielt).

    Wofür ich einen Stern in der Bewertung abziehe, ist das Ende der Geschichte. Sie ist sehr schön, daran gibt es keinen Zweifel. Doch für mich bleiben zu viele Fragen offen. Ein weiterer Band der Reihe ist in Planung/Arbeit, doch nach über 700 Seiten hätte ich mir einen „runderen“ Abschluss gewünscht.
    Auch die relativ häufigen Schreib- und Tippfehler haben mich gestört, zumal ich nur geringe Hoffnung habe, dass diese in einer weiteren Auflage korrigiert werden.
    Fazit: eine sehr intensive, emotionale Geschichte mit wundervollen Protagonisten. Leider mit einem für mich unbefriedigenden Ende.
    Midwatch - Schule der unerwünschten Mädchen

    Judith Rossell
    Midwatch - Schule der unerwünschten Mädchen (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    30.07.2025

    Nützliche Dinge, die jedes Mädchen wissen sollte

    Maggie (Margarete) Fishbone hat in einem Anfall von Gerechtigkeitssinn die Geduld der Nonnen verspielt, die sich um sie und andere Kinder im Waisenhaus kümmern. In der großen Stadt gibt es eine Anstalt für unerwünschte Mädchen. Dort wird man Maggie schon Benehmen und Gehorsam beibringen und so landet das Mädchen zeitgleich mit Sofie Zaresca und Nell Wozniak in der Schule namens "Midwatch". Doch dort geht es ganz anders zu als zunächst angenommen.

    In der großen Stadt geht die Angst um: ausgerechnet im Stadtteil, in dem die reichen Leute wohnen, treibt sich ein Ungeheuer herum. Der sogenannte "Nachtschreck" hat sogar einen Nachtwächter angegriffen. Außerdem ist eine nette ältere Dame spurlos verschwunden. Jede Menge Geheimnisse müssen gelüftet werden.

    Ich weiß gar nicht, wo ich mit meiner Begeisterung anfangen soll: Das Setting ist zwar nicht besonders ungewöhnlich, doch die Umsetzung hat mir richtig gut gefallen. Eine besondere Schule, in welcher junge Detektivinnen ausgebildet werden in einer (nicht näher definierten) Zeit, in der Kinder, insbesondere Mädchen nicht viel "wert" haben; Talente weder erkannt noch gefördert werden und man das Denken lieber den "Erwachsenen" überlassen sollte (was meistens nicht viel bringt, wie wir alle wissen). Das Buch ist mit reichlich Illustrationen in Blau-Weiß passend zum Fließtext gestaltet, die von der Autorin persönlich stammen. Die Geschichte selbst ist spannend erzählt (obwohl mir anfangs zu viele Namen gleichzeitig vorgestellt wurden, die ich mir kaum merken konnte), mit witzigen Episoden, immer wieder unerwarteten Wendungen und Raum zum Miträtseln und -ermitteln.

    Es gibt zwischen den Kapiteln immer wieder (mehr oder weniger praktisch anwendbare) nützliche Tipps und sogar ein Rezept. Sowas finde ich immer klasse.

    Ein Wermutstropfen ist wie so oft: keine Altersangabe der Protagonistinnen. Ich schätze sie auf 10-12 Jahre.

    Das Ende lässt auf eine Fortsetzung hoffen, auch wenn diese möglicherweise einige Jahre in Anspruch nehmen könnte.
    Inseltage mit Rosa

    Mareike Krügel
    Inseltage mit Rosa (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    19.07.2025

    Ein Mädchen, seine tote Freundin, eine alte Frau und eine Möwe im Sturm auf einer winzigen Insel

    Linnea, genannt Lila, ist 11 Jahre alt und soll ein Wochenende mit der Mutter ihres Vaters auf einer kleinen Schäreninsel verbringen. Erdmute, genannt Mu, ist alles andere als eine langweilige Großmutter. Und dann ist da noch Rosa, Lilas beste Freundin. Die Mädchen spielen auf der Insel und denken sich verschiedene abenteuerliche Szenarien aus. Dabei spielt es eine eher untergeordnete Rolle, dass Rosa nicht mehr am Leben ist. Doch am letzten Abend zieht ein Sturm über die Insel, so dass Mu und Lila (und Rosa) festsitzen. Dazu kommt eine verletzte Möwe und fertig ist eine ungewöhnliche Katastrophengemeinschaft.

    Mir fiel es anfangs recht schwer in die Geschichte hineinzufinden. Für die Ich-Erzählerin Lila sind ihre Freundin Rosa und die Spiele mit ihr ganz real. Nur ab und zu wird angedeutet, was vor anscheinend noch nicht allzu langer Zeit passiert ist. Der Fokus der Geschichte liegt eindeutig bei Lila und ihrer Großmutter. Ich hätte gern mehr über Lilas Familie erfahren.

    Sehr nachvollziehbar fand ich Lilas Umgang mit ihrer Trauer und auch Mus Verhalten und die langsame Annährung dieser zwei quasi Fremden, die doch (leider) beide leiden, wenn auch aus verschiedenen Gründen.

    Die skizzenhaften Illustrationen in Schwarz-Weiß sind größtenteils passend zum Erzähltext, treffen allerdings nicht meinen persönlichen Geschmack, da sie zu grob wirken. Möglicherweise sollen sie an die sturmgepeitschte, raue See erinnern.

    Sehr amüsiert habe ich mich über Mu, die sich reichlich „Projekte“ zum Zeitvertreib einfallen lässt und versucht die Stimmung einigermaßen stabil und die Angst auf Abstand zu halten. Normalerweise bin ich kein Fan von Gedichten, aber in diesem Fall sind sie sehr witzig und unterhaltsam.

    Was ich ebenfalls positiv vermerke, ist, dass die Protagonisten tatsächlich mal aufs Klo gehen. Ist euch aufgefallen, dass diese Körperfunktion in den meisten Büchern verschwiegen wird? Hier nicht!

    Insgesamt hat mir das Buch trotz kleiner Kritikpunkte gut gefallen, insbesondere einige Szenen mit tiefgründigen Gesprächen.
    Weißt du noch? Ein Bilderbuch vom Abschiednehmen

    Michael Engler
    Weißt du noch? Ein Bilderbuch vom Abschiednehmen (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    15.04.2025

    Erinnern als Zeichen der Freundschaft

    Eichhörnchen, Igel und Haselmaus vermissen seit ein paar Tagen ihren Freund, den Eichelhäher. Gemeinsam begeben sie sich auf die Suche zu gemeinsamen Stammplätzen und schwelgen dabei in Erinnerungen Schließlich müssen sie schweren Herzens einsehen, dass ihr lieber Freund nicht zurückkehren wird. Die Tiere finden Trost in ihren Erlebnissen und den Gesprächen miteinander und mit anderen Waldtieren.
    Die angenehm überschaubare Anzahl der Hauptfiguren und allgemeine Kürze der Geschichte bringt sie auch jüngeren Kindern nah und lässt sich gut verfolgen.
    Dieses Buch ist wirklich etwas Besonderes mit seinem großen Format, vollständig in Farbe gestalteten Seiten voller liebevoll gezeichneten Illustrationen. Besonders schön und beachtenswert, weil passend zum Inhalt, finde ich die Bilder des vorderen und hinteren Einbandes. Beim genauen Hinsehen finden sich immer wieder kleine Hinweise auf den Eichelhäher, was ich als eine sehr schöne Symbolik empfinde.
    Das Buch schlägt weder mit einer religiösen, spirituellen oder moralischen Keule zu. Daher können die Worte sowohl trösten als auch Denkanstöße geben und zu Gesprächen sowie zum gemeinsamen Erinnern anregen.
    Für mich persönlich hätte die Geschichte noch ein paar Seiten länger sein können. Sie endet zwar passend und in sich abgeschlossen, doch insbesondere die Szenen mit den Erinnerungen hätte ich mir etwas tiefgründiger bzw. detailreicher gewünscht.
    Wanda

    Annika Scheffel
    Wanda (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    11.04.2025

    Ein Mädchen und eine große Suche

    Das Waisenmädchen Wanda 12, fast 13 Jahre alt, erlebt gerade zum dritten Mal die Ablehnung einer Pflegefamilie „für immer“. Um nicht zurück ins Heim zu müssen, läuft sie nachts einfach weg. Genau wie die Bärin aus einem Berliner Zoo wenige Tage zuvor. Auf und davon, wenn auch nicht ganz spurlos.

    Wanda findet Zuflucht in einem verlassenen Haus mitten in der Berliner Innenstadt und versteckt sich dort wenig erfolgreich. Denn „Alleinklarkommen ist okay, aber es klappt einfach besser, wenn man dabei nicht alleine ist.“ (Seite 48) Und so findet sie auf unerwartete Art Freunde, während eine ganze Stadt nach der entlaufenen Bärin sucht. Denn auf deren Wiederfinden steht eine einzigartige Belohnung.

    Wanda war mir von Anfang an sympathisch. Sie besitzt reichlich Fantasie und flüchtet sich von Zeit zu Zeit in eine andere, eine bessere Welt. Die Menschen und Tiere, denen sie begegnet, verändern nach und nach ihre Sicht auf die Welt und so entstehen wirklich ganz besondere Freundschaften.

    Die Personen und Figuren sind wunderbar dargestellt und ich habe mich beinahe so gefühlt als hätte ich selbst neue Freunde dazugewonnen.

    Leider fanden sich immer wieder unnötige Fehler in der Rechtschreibung und Grammatik, die mein Lesevergnügen deutlich schmälerten. Auch über einige vermeidbare Logikfehler ärgerte ich mich immer wieder (selbst der ausbeuterischste Arbeitgeber kann keinen Angestellten 24 Stunden täglich an sieben Tagen pro Woche Dienst tun lassen).

    Der Abschluss der Geschichte war nochmal für mich eher ungewohnt. Grundsätzlich bin ich kein großer Fan von offenen Enden, aber ein Friede-Freude-Eierkuchen-Happy-End hätte auch nicht zu Wanda und zu ihrer Geschichte gepasst. So wie sie war, konnte ich mit der Geschichte abschließen. Die wunderbaren Worte der Autorin im Anhang ließen mich auch mit einem warmen Gefühl zurück.
    MANHWA - Klassiker für Kids - Anne auf Green Gables

    Sae-Rom Ok
    MANHWA - Klassiker für Kids - Anne auf Green Gables (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    11.04.2025

    Schön illustriert, kurzweilig erzählt

    Die Geschichte des Waisenkindes Anne (mit E am Ende) Shirley, das von dem Geschwisterpaar Marilla und Matthew Cuthbert auf ihrem Anwesen „Green Gables“ aufgenommen wird, gehört zu den langjährigen und vielgeliebten Klassikern der Kinder- und Jugendliteratur. Ich habe die Romane innerhalb weniger Wochen gelesen und Anne ins Herz geschlossen.

    Diese Manhwa-Adaption beinhaltet die Geschichte des ersten „Anne“-Buches mit wunderschönen farbigen Illustrationen. Direkt zu Beginn gibt es eine kleine Personenübersicht mit kurzer Vorstellung der wichtigsten handelnden Figuren. Annes Sorgen und Freuden, Missgeschicke und Erfolge werden in kurzen Szenen zusammengefasst. Dadurch verkürzt sich die ganze Geschichte natürlich stark und die Entwicklung geht ein wenig unter.

    Mir hat das Buch trotzdem unheimlich gut gefallen, da durch die Bilder die starken Gefühle sehr gut ankamen.

    An einigen Stellen hätte ich mir eine genauere Einordnung gewünscht, wie viel Zeit seit Annes Ankunft vergangen ist. Das lässt sich nur grob beispielsweise an der Länge ihres Haares erkennen, wenn man genau darauf achtet.

    Dieser Manhwa bietet einen optisch und inhaltlich gelungenen Einstieg in die Geschichte und macht Lust darauf wenigstens den ersten Roman zu lesen.

    Leseempfehlung für alle, denen der Illustrationsstil des Covers gefällt und die sich vielleicht nicht an die Originalwerke heran trauen.
    Wishkeeper, Band 2 - Die Reise nach Silversands

    Barbara Laban
    Wishkeeper, Band 2 - Die Reise nach Silversands (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    02.04.2025

    Neue Freunde und Herausforderungen im Land der Wünsche

    Dieser Band 2 lässt sich gut ohne Vorkenntnis lesen, da die vorangegangenen Ereignisse und auch die Personen kurz beschrieben werden. Ich empfehle aber auf jeden Fall mit dem ersten Teil „Das Land der verborgenen Wünsche“ zu beginnen um alle Geschehnisse mitzuerleben und genau zu verstehen.
    Die Geschichte des Buches schließt direkt an den Vorgänger an, beginnt ca. 1 Woche nach dessen Ende. Die jungen Wishkeeper Lexi, Milo und Talon haben noch einige Aufgaben in Everwish zu erledigen und wollen daher schnellstmöglich in diese magische Welt zurückkehren. Die Inklinge, die diesmal aus den unerfüllten Wünschen der Menschen in das magische Land der Wünsche überführt werden müssen, sind aber seltsamerweise nicht bunt, sondern grau. Und nicht nur diese Abweichung und deren Folgen stellen neue Herausforderungen dar.
    Ich erfahre in diesem Buch etwas mehr über die Wishkeeper und ihre familiären Hintergründe, was mir besonders gut gefällt. Damit konnte ich mich noch besser insbesondere in Milos Gedanken einfühlen. Auch vertieft es die Freundschaft der drei Kinder untereinander. Außerdem lernen wir nicht nur die Wunschwesen sowie auch die verwunschenen Wesen besser kennen, sondern auch deren Heimat in Everwish. Der Titel sollte Fans des ersten Buches keineswegs irritieren: Die Reise führt die Wishkeeper (fast?) durch das ganze Land und ich fand es sehr spannend die unterschiedlichen Regionen und deren Bewohner (noch besser) kennenzulernen. Im hinteren Einband findet sich auch wieder eine farbige Übersichtskarte von Everwish zur Orientierung.
    Jeweils zu Beginn der Kapitel gab es in Band 1 die Illustration eines Lumix (der auch auf dem Cover zu sehen ist). In diesem Buch ist es ein Fireflash (in Farbe auf dem Cover zu sehen). Aber auch in den Kapiteln finden sich immer wieder schön ausgearbeitete, zur Szene passende Illustrationen. Besonders eine davon, die Lexi und die kleine Lumix Sirabelle zeigt, hat mich zu Tränen gerührt, weil sie die innige Bindung zwischen Wishkeeper und Wunschwesen wunderschön einfängt.
    Mein Lieblingszitat, das auch den Inhalt des Buches wunderbar wiedergibt:
    "Solange ein Mensch noch Hoffnung hat, kann ein Wunschwesen ihm weiterhelfen." (Seite 146)
    Die Bibliothek der Wahren Lügen

    Jesús Cañadas
    Die Bibliothek der Wahren Lügen (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    03.03.2025

    "Ich wünsche eine gute Nacht und gute Bücher"

    Der 14-jährige Oskar liebt Bücher und Geschichten, insbesondere die Reihe um den Abenteurer Ozymandias Calavera, geschrieben von Simon Bruma. Als dieser in seinem neuen Buch einen Schreibkurs für angehende Schreiberlinge auslost, ist Oskar sofort begeistert. Ausgerechnet eine Lüge sollen die Teilnahmewilligen aufschreiben um Simon Bruma zu überzeugen. Oskars Lüge beeindruckt den Autor so sehr, dass er gewinnt und auf das Anwesen des Autors eingeladen wird. Doch der Schreibkurs ist nur ein Vorwand. Oskar soll das Mädchen November, Simon Brumas Tochter, mit Hilfe einer Geschichte von einer schlimmen Krankheit heilen.
    Das klingt seltsam? Fand ich auch. Und ich habe ehrlich bis zum Schluss (und darüber hinaus) nicht verstanden, wie genau das funktionieren sollte.
    Richtig gut gefallen hat mir der Erzählstil des Autors und von Ich-Erzähler Oskar. Er ist ein sehr fantasiereicher Junge und diese lässt er auch in seine Geschichten einfließen. Mit viel Selbstironie gespickter Humor, gleichermaßen absurde wie treffende Vergleiche brachten mich immer wieder zum Schmunzeln. Auch die Tipps zum Geschichtenschreiben fand ich gut und hilfreich. (Wer kein Interesse daran hat selbst Geschichten zu schreiben, könnte diese als überflüssig oder langweilig ansehen.)
    Die Figuren und handelnden Personen empfand ich als stimmig und gut ausgearbeitet. Auch die Fantasieelemente haben mir sehr gefallen, genau wie die Idee zu der Geschichte.
    Was mich leider nicht überzeugen konnte, war das Ende, der Abschluss und die "Auflösung". Es gab für mich zu viele Wendungen, zu viel „nichts ist, wie es anfangs scheint“ und zu viele offene Fragen.
    Für ein Buch mit einer Altersempfehlung ab 11 Jahren fand ich einige Szenen ziemlich entsetzlich und unnötig grausam. Ja, der Tod ist (auch in einer Fantasy-Geschichte) allgegenwärtig. Doch ich finde, dass sich in dem Buch "elegantere" Lösungen gefunden hätten.
    Ein Hinweis: Ich habe online eine Leseprobe gefunden und "verschlungen". Allerdings schlägt die Geschichte nach diesem Anfang eine deutlich andere Richtung ein und wird an vielen Stellen, insbesondere zum Ende hin sehr verwirrend.
    Der süßeste Bruder der Welt und andere Irrtümer

    Elin Lindell
    Der süßeste Bruder der Welt und andere Irrtümer (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    03.03.2025

    Patchwork-Familie und andere Herausforderungen

    Danica geht es gut. Sie lebt mit ihrer Mutter Sofia zusammen. Einen Vater hat sie nie vermisst. Doch sie wünscht sich so sehr ein Geschwisterchen. Das bekommt sie auf unerwartetem Weg, als Sofia Björn kennenlernt, denn dieser hat bereits einen Sohn: Joschi. Doch Dani sieht noch eine weitere Möglichkeit an ein Geschwisterkind zu kommen und die hat mit ihrem Erzeuger zu tun.
    Protagonistin Dani erzählt in diesem Comic-Roman, was sie und andere junge Mädchen beschäftigen. Leider erfahre ich nicht, wie alt Dani (oder eine der anderen Figuren) ist, schätzungsweise 11-13 Jahre, also frühe Pubertät.
    Jungs sind bei ihr (noch) nicht so wirklich ein Thema, dafür aber: Umzug, Schulwechsel und damit verbundene Schwierigkeiten; Freundschaften (finden, halten, pflegen) und natürlich die Herausforderung einer Patchwork-Familie und die Suche nach einer Art Identität. Die Ansätze fand ich sehr gelungen und gern hätte ich mehr darüber gelesen und erfahren. Vermutlich mussten einige Seiten oder Panels für das Buch gekürzt werden, was ich sehr schade finde.
    Auch der Zeichenstil ist nicht einheitlich. Die Figuren sind zwar eindeutig erkennbar, doch eher an auffälligen Merkmalen als an gleichmäßigen Illustrationen. Anfangs und auf den ersten Blick fand ich die Zeichnungen abwechslungsreich, im Verlauf der Handlung gefielen sie mir leider immer weniger.
    Inhaltlich bietet dieses Buch vermutlich wenig Neues im Vergleich zu anderen Patchwork-Familien-Geschichten: Kennenlernen, Konflikte und deren Lösungen. Doch wirkt alles zum Teil abgekürzt auf Grund der Comic-Form. Besonders die Szene, in der Dani und Joschi ein erstes richtiges Gespräch miteinander führen, fand ich sehr witzig.
    Die Geschichte ist insgesamt vielschichtig und auch amüsant. Pre-Teenager und Teenager könnten sich darin wiedererkennen.
    Muffin und Tört! 1: Bei den Wikingern

    Adam Stower
    Muffin und Tört! 1: Bei den Wikingern (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    26.02.2025

    Katziges Abenteuer voller witziger Begegnungen

    Kater Muffin lebt im Haus eines Zauberers. Eines wirklich schlechten Zauberers, bei dem häufiger mal ein Zauber daneben geht. So ist sein bester Freund ein Kaninchen in Form eines Törtchens (klebrig und süß mit einer Kirsche als Stummelschwänzchen): Tört. Und hinter der Katzenklappe erwartet ihn neuerdings nicht mehr der geliebte und wohlvertraute Garten, sondern unbekannte Abenteuer. Und so landen Muffin und Tört überraschend in einem Wikingerdorf, wo sie prompt für Trolljäger gehalten werden, die sich umgehend auf ihre vorbestimmte Mission begeben sollen.
    Die Geschichte ist einfach herrlich schräg und wunderbar witzig erzählt. Muffin besitzt so ziemlich jede für Katzen typische Eigenschaft und diese stehen eher im Gegensatz zu allem Aufregenden, das Abenteuer so an sich haben. Ihn und Tört erwarten spannende Begegnungen und unerwartete Herausforderungen.
    Mir hat das Wikinger-Abenteuer sehr gut gefallen. Die Geschichte ist kurzweilig und die vielen niedlichen Illustrationen lassen den Fließtext lebendig werden. Somit können auch ungeübte Kinder, die gerade erst mit dem Lesen anfangen, ihre Freude daran haben.
    Auf Bonus-Seiten gibt es unter anderem eine Anleitung um Muffin zu zeichnen und kurze Hintergrundinfos zur Geschichte.
    Die Gestaltung des Einbandes lässt auf reichlich weitere Abenteuer hoffen. Band 2 erscheint noch in diesem Jahr!
    Fazit: kurzweilig, spannend mit herrlich schrägem Humor!
    1 bis 25 von 92 Rezensionen
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