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    Hornita Top 100 Rezensent

    Aktiv seit: 19. August 2021
    "Hilfreich"-Bewertungen: 90

    Bitte beachten Sie

    Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.

    927 Rezensionen

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    True Crime Italien

    Adrian Langenscheid
    True Crime Italien (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    10.09.2025

    Hat mich wieder voll überzeugt

    Die zwölf True Crime Berichte aus Italien werden in der gewöhnten neutral-nüchternen Manier von Adrian Langenscheid geschildert. Sie decken mehrere Jahrzehnte ab und an einige konnte ich mich erinnern, einige waren komplett neu für mich. Besonders gut gefällt mir, wie der Autor die Geschichten einbettet, mit kurzen Hintergrundinformationen zum Ort, der Region, der wirtschaftlichen und politischen Lage, Lebenslauf der Betroffenen; was auch immer Sinn macht, um den jeweiligen Fall besser verstehen zu können. Es werden auch Fälle geschildert, die bisher ungelöst geblieben sind und diese für die Betroffenen und die Justiz unbefriedigende Situation wird dem Leser gut vermittelt. Nachdem ich alle Bücher aus dieser Reihe kenne, finde ich es besonders interessant, im Länder-Vergleich die Unterschiede zu sehen. Teilweise sind die Straftaten typisch für bestimmte Regionen, mal sind es die politischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Gegebenheiten, was wird gut herausgearbeitet und ist für mich das Überzeugende an dieser Reihe.
    Bodenfrost

    Andreas Föhr
    Bodenfrost (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    10.09.2025

    Unterhaltsam, humorvoll und spannend

    Dies ist der zwölfte Band aus der Krimiserie um Kreuthner und Wallner und die Serie zeigt keine Ermüdungserscheinungen. Wenn man die Charaktere kennt, dann freut man sich auf ein Wiedersehen. Auch Neueinsteiger haben kein Problem, mit diesem Buch in die Serie zu finden. Ab der ersten Seite ist die Handlung humorvoll und nie seicht. Wallner sorgt wieder für korrekte Ermittlungen und Kreuthners Bauernschläue und Schlitzohrigkeit sind das Salz in der Suppe. Auch wenn er ein extremer Charakter ist, so passt er hervorragend ins bayerische Setting. Ich fand das Buch sehr ausgewogen. Die Region wird erwähnt, aber nicht pausenlos beworben wie in manchen Regionenkrimis. Die Details sind alle gründlich recherchiert und es gibt keine logischen oder juristischen Fehler. Die Handlung ist interessiert und kombiniert zwei Fälle. Auch die kleinen privaten Episoden fand ich nett und wohldosiert. Für mich alles in allem eine runde Sache und daher volle fünf Sterne.

    Lebensversicherung

    Kathrin Bach
    Lebensversicherung (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    10.09.2025

    Ungewöhnlicher Schreibstil, aber interessant

    Der Schreibstil ist etwas gewöhnungsbedürftig, da das Buch aus vielen kurzen Kapiteln besteht, teilweise aus Listen, Übersichten, Erklärungen, Definitionen verschiedener Versicherungsarten, Mini Dialogen, etc. Ich konnte mich sehr schnell damit anfreunden, denn dadurch wurde es übersichtlich und sehr klar strukturiert. Nach und nach wird eine Familiengeschichte erzählt, teilweise originell und auch mal skurril bis abstrus. Private Ereignisse werden zu Versicherungsfällen und die verschiedensten Versicherungsarten werden dabei erklärt. Auch wird das Leben des Umfelds durch deren Versicherungsfälle transparent, das war gut abgeleitet. Inhaltlich fand ich die Geschichte ganz interessant, mir hat auch gut gefallen, dass keine Dinge offen geblieben sind. Netto bleibt allerdings nicht viel Text, da es viele Seitenumbrüche gibt. So habe ich für das ganze Buch keine zwei Stunden gebraucht. Alles in allem fand ich die Lektüre interessant und den Schreibstil auch gelungen, aber es ist doch eher eine leichte Lektüre und für mich nicht preisverdächtig.
    Die Verdorbenen

    Michael Köhlmeier
    Die Verdorbenen (Buch)

    2 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    10.09.2025

    Hat mich ratlos zurückgelassen

    Dieses Buch hat mich gereizt, da mir „Das Philosophenschiff“ von Michael Köhlmeier gut gefallen hatte und ich neugierig auf das für den Deutschen Buchpreis auf der Longlist nominierte Buch war. Allerdings hat sich bestätigt, dass mein Geschmack nicht mit der Jury dieser Institution vereinbar ist. Der Schreibstil ist gehoben und geübt und es gibt daran nichts zu bemängeln. Die Handlung hat mich ratlos gemacht. Tatsächlich passiert in diesem kurzen Buch nicht viel, aber das Wenige ist streckenweise langatmig, die ganze Dreiecksgeschichte ist nicht interessant und es wirkte alles aus der Zeit gefallen. Die Geschichte spielt in den 1970er Jahren, dementsprechend kann sie nicht zeitgemäß sein, aber irgendwie wirkte sie altbacken und langweilig auf mich. Die moralische Tiefe, die der Klappentext vermuten oder erhoffen lässt, wird oberflächlich behandelt, mir haben Sinn und Tiefgang gefehlt. Deshalb leider nur zwei Sterne für den guten Schreibstil.
    Wenn du es heimlich machen willst, musst du die Schafe töten

    Anna Maschik
    Wenn du es heimlich machen willst, musst du die Schafe töten (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    10.09.2025

    Ungewöhnlich, aber interessant

    Der Schreibstil ist gut zu lesen, es sind aber immer nur das kurze Kapitel, die mal nur einen Satz, eine halbe Seite oder maximal zweieinhalb Seiten lang sind. Da es für jedes neue Kapitel einen Seitenumbruch gibt und die Schrift sehr groß ist, ist das Buch netto ziemlich übersichtlich. Die Geschichte ist gut erzählt, es geht um Almas Familiengeschichte beginnend mit ihrer Urgroßmutter und dem harten Leben auf einem Bauernhof an der Küste über die nächsten Generationen bis zu Alma selbst. Durch die Kürze der Kapitel werden immer nur kleine Schnipsel aus dem Leben der Personen erzählt, aber die Autorin fokussiert sich dadurch sehr auf das Wesentliche und ich fand es erstaunlich, wie gut sich die Geschichte dadurch erzählen lässt. Ungefähr ab der Hälfte wechseln sich nicht nur die Erzählperspektiven ab, sondern auch die Erzählzeiten, was etwas gewöhnungsbedürftig war. Da man deshalb durch die Generationen springt, wäre ein Stammbaum hilfreich gewesen. Insgesamt fand ich die Story interessant, aber auch einen Tick zu literarisch, so dass es von mir gute vier Sterne gibt.
    Das glückliche Leben

    David Foenkinos
    Das glückliche Leben (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    04.09.2025

    Unterhaltsam und tiefsinnig zugleich

    Dieses Buch hat mich angenehm überrascht. Das Thema, sich durch die eigene Fake Beerdigung auf das Wichtige im Leben zu besinnen, fand ich interessant, hatte aber auch etwas Angst, dass es zu esoterisch werden könnte, was glücklicherweise gar nicht der Fall war. Man kann sich gut in den Erzähler und seine Lebenssituation hinein versetzen, auch die Beispiele aus dem Privatleben sind aufschlussreich. Das Buch ist bodenständig und realistisch und bekommt durch die Fake Beerdigungen einen leicht skurrilen, aber sehr glaubhaften und unterhaltsamen Dreh. Ganz nebenbei wird noch eine ganz eigenwillige, unterschwellige Liebesgeschichte von zwei Menschen erzählt, die im Laufe der Zeit immer wieder aufeinander treffen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, es ist eine Runde Sache und hat mich sehr gut unterhalten. Auch der Schreibstil hat mir gefallen, vor allem den streckenweise humorvollen Unterton fand ich sehr erfrischend.
    Mrs Potts' Mordclub und der Tote in der Themse

    Robert Thorogood
    Mrs Potts' Mordclub und der Tote in der Themse (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    04.09.2025

    Skurriler Mordfall mit soliden Ermittlungen

    Dieser vierte Fall für Mrs Potts Mordclub ist skurril, aber nicht abwegig. Ich fand ihn interessant und logisch aufgebaut, auch die Psychologie der Charaktere war nachvollziehbar und glaubhaft. Die Ermittlungen der drei Hobbydetektivinnen werden im Rahmen ihrer Möglichkeiten gestaltet und gut aus der Handlung hergeleitet, im Mittelteil hat mir dennoch etwas die Spannung gefehlt. Mrs Potts und ihre Freundinnen verschmelzen bei diesem Fall ein bisschen zu sehr zu einer Einheit, da sie sehr viel gemeinsam machen. Mir hat gefehlt, dass jede im Rahmen ihrer eigenen Fähigkeiten und Kontakte mehr zum Fall beiträgt. Das fand ich bei den vorherigen Fällen besser gelöst und das ist genau das, was den Charme dieser Reihe ausmacht. Es gibt immer noch gute Dialoge mit Wortwitz, aber insgesamt gab es wenig zu lachen. Bei den vorherigen Bänden ist mir beim Lesen öfters mal ein Lacher herausgerutscht, das ist mir bei diesem Buch nicht passiert. Es ist immer noch ein solider, niveauvoller Wohlfühlkrimi, den man gut lesen kann. Für die genannten Kritikpunkte ziehe ich einen Stern ab.
    Meine Mutter

    Bettina Flitner
    Meine Mutter (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    04.09.2025

    Ungewöhnliche Familien- und Lebensgeschichte

    Ausgehend vom Selbstmord ihrer Mutter und der Häufung der Selbstmorde in der Verwandtschaft erzählt die Autorin ihre Familiengeschichte und die Lebensgeschichte der Mutter. Ich fand die parallele Erzählung ihres Besuches im polnischen Międzygórze und die dazu passenden Rückblenden in die Zeit des ehemaligen Luftkurort Wölfelsgrund sehr geschickt miteinander verwoben. Auch die Herausforderungen der Flucht und Umsiedlung werden schonungslos geschildert. Die Familiengeschichte ist ungewöhnlich und sehr interessant und ist ein wichtiger Baustein für die Lebensgeschichte der Mutter. Zu ihr erfährt man dann noch einiges, mir blieb sie trotzdem etwas fremd und war nicht ganz greifbar. Es gab einige Auslassungen, zum Beispiel wie sie im beruflichem Umfeld wahrgenommen wurde und auch die Perspektive der Schwester hat mir gefehlt. Zu ihr gibt es ja bereits ein Buch, vielleicht hätte ich das vorher lesen sollen. Sehr intensiv fand ich die Erzählung, wie die Mutter immer wieder in tiefe Depressionen versunken ist. Auch was die Gefühlsschwankungen für das Umfeld bedeuten, wurde sehr nachvollziehbar geschildert. Der Schreibstil ist geradlinig und gut zu lesen, mir haben die Klarheit und der Mut der Autorin gefallen, die viel Persönliches preisgibt. Trotzdem war für mich noch etwas Distanz spürbar. Ich fand dieses Buch sehr lesenswert, aber nicht ganz rund, daher vier Sterne von mir.
    Bittere Nacht

    Nikolas Kuhl
    Bittere Nacht (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    03.09.2025

    Spannender zweiter Fall für ein tolles Team

    Der erste Fall dieses Ermittlerteams hatte mir schon gut gefallen und ich finde, dass sich die Autoren mit diesem zweiten Fall noch gesteigert haben. Man kann jedes Buch für sich lesen, man muss den ersten Band nicht kennen. Der Schreibstil ist einwandfrei und gut zu lesen. Das Ermittlerteam ist sympathisch und obwohl sie ihre eigenen privaten Probleme mitbringen, nehmen diese nicht überhand und sind mal was Anderes. Das Buch beginnt rasant mit einem Klassiker und einem alten Geheimnis aus der gemeinsamen Vergangenheit einer Freundesgruppe. Die abwechslungsreiche Handlung war schlüssig und konsequent, es gab einige überraschende, aber glaubhafte Wendungen und das Buch hat meine Erwartungen voll erfüllt. Sehr gut fand ich, dass es keine unnötig dramatische Action gab, sondern dass die Handlung Hand und Fuß hatte. Ich vergebe volle fünf Sterne und hoffe, dass es weitere Fälle geben wird.

    Kleine Wunder in der Mitternachtskonditorei

    Lee Onhwa
    Kleine Wunder in der Mitternachtskonditorei (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    03.09.2025

    Eine leise, lesenswerte Geschichte, die hoffentlich eine Fortsetzung bekommt

    Die Geschichte der mystischen Mitternachtskonditorei hat mir sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist sehr angenehm und man kann gut folgen. Der Leser wird ebenso wie die Hauptfigur Yeonwha Hals über Kopf in den Betrieb der Mitternachtskonditorei gestürzt. Anfangs gibt es ein paar Leerstellen, die nach und nach gefüllt werden und am Ende bleiben keine Fragen offen. Es werden verschiedene Lebensgeschichten und Schicksale erzählt. Diese sind ganz unterschiedlich, man erfährt dabei auch sehr viel über die koreanische Kultur. Ich fand es sehr schön, wie die alltäglichen Sorgen und Probleme thematisiert wurden, das war sehr interessant. Trotz der nüchternen Erzählweise sind mir gelegentlich die Tränen gekommen. Eine sehr schöne, leise Lektüre, die nachdenklich macht und trotzdem unterhaltsam ist. Als Bonus für die Leser gibt es am Ende einen QR Code, über den man zu einem Video der Autorin über die thematisierten Gebäckarten kommt. Das war eine tolle Idee, so bekommt man eine Vorstellung von den exotischen Stücken.
    3 Streuner und der sprechende Berg

    Anja Fröhlich
    3 Streuner und der sprechende Berg (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    03.09.2025

    Eine ereignisreiche Woche mit den drei Streunern

    Im Buch begleitet man die drei Streuner eine Woche lang durch ihr Leben und sie erleben richtig viel. Angefangen von der Wohlfühlwoche in der Schule bis zu dem ein oder anderen Unfall ist richtig was los. Die Geschichte wird aus der Perspektive von King Kerl, einem der drei Streuner, erzählt. Das macht das Buch so interessant, weil die Kinder dadurch die tierische Perspektive einnehmen und Empathie für Tiere entwickeln und auch den menschlichen Alltag mit Abstand und Humor betrachten können. Die Tiere und Menschen haben uns alle sehr gut gefallen. Ihre Beziehungen entwickeln sich weiter, sie freunden sich an, haben Verständnis füreinander, genau wie im richtigen Leben mögen und verstehen sich nicht alle sofort. Die Aufmachung mit der etwas größeren Schrift ist für das Zielalter gut gemacht und die Zeichnungen sind sehr treffend und gut gelungen. Gerade weil sie so schön sind, hätten es auch noch mehr sein dürfen. Für diese schöne, abwechslungsreiche Geschichte vergeben wir volle fünf Sterne.
    Die Tage im Café Torunka

    Satoshi Yagisawa
    Die Tage im Café Torunka (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    03.09.2025

    Begegnungen und Lebenslinien

    Den Autor kenne ich bereits und fand auch dieses Buch ausgesprochen gut zu lesen. Manche japanische Bücher wirken vom Schreibstil her etwas hölzern, das ist hier aber gar nicht der Fall und sicher auch ein Verdienst der Übersetzerin. In drei zeitgemäßen Geschichten, die im Café Torunka spielen, entwickeln sich absichtliche oder zufällige Begegnungen zwischen den Personen zu lebensverändernden Ereignissen. Lebensentscheidungen werden überdacht und bedauert, in Rückblicken erfährt man Details über die Lebenslinien der Charaktere. Die Handlung bietet vom Alltag bis über tiefgründigere Themen eine große Bandbreite und jede der drei Geschichten ist für sich eine runde Sache. Ganz nebenbei erfährt man noch interessante Details über die japanische Kultur. Das Setting im Café Torunka ist gelungen und die Atmosphäre wird gut vermittelt. Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen und ich empfehle es gerne weiter.
    Station 22. Wo bist du sicher?

    Anne Elvedal
    Station 22. Wo bist du sicher? (Buch)

    2 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    28.08.2025

    Langatmig, wirr, unglaubwürdig

    Die erste Hälfte ist ziemlich langatmig und außer, dass eine Patientin von Station 22 verschwindet, ist nicht klar, warum das Buch diesen Titel trägt. Es werden hauptsächlich die Personen vorgestellt, es passiert kaum etwas. Die ganze Geschichte wird aus der Perspektive der Krankenschwester Ida erzählt, die sich mühsam an ein eigenes Trauma erinnert und sich von einem Kollegen hypnotisieren lässt. Ab diesem Punkt wird die Story ziemlich wirr und man fragt sich, ob man der Erzählerin trauen kann oder nicht, die Personen changieren von Gut zu Böse und andersherum. Das ist leider nicht gut gemacht, nicht wie ich es von einem Psychothriller erwarte, gar nicht subtil oder geschickt aufgebaut, sondern ziemlich plump und abwegig. Dazu kommt dann noch Übersinnliches, das ist überhaupt nicht mein Fall. Eine richtige Handlung gibt es erst im letzten Drittel und die ist so wirr und unglaubwürdig, dass auch das überraschende Ende, das ohne Andeutung aus dem Nichts kommt, leider nichts retten kann. Dieser Thriller hat einen eigenartigen Aufbau, eine Spannungskurve gibt es auch nicht wirklich, ich kann ihn leider nicht empfehlen.
    Himmelerdenblau

    Romy Hausmann
    Himmelerdenblau (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    28.08.2025

    Lesenswerte, ungewöhnliche Perspektive

    Für mich war es das erste Buch der Autorin und ich fand das erste Drittel ein bisschen langatmig und ausschweifend, der gute Schreibstil hat mir aber darüber hinweggeholfen. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven geschildert, die sich ab einem gewissen Punkt auf den dementen Theo und die Podcasterin Liv verdichten. Besonders gut hat mir gefallen, wie die Gedanken und Gedankensprünge Theos geschildert werden. Das war interessant und ergreifend zugleich. Auch die Kritik an True Crime Podcasts war gut gemacht, die Perspektive verschiedener Betroffener war geschickt eingebaut. Der Fall der lange vermissten Julie erfährt im Laufe des Buches einige Wendungen und Überraschungen, die ich nachvollziehbar und glaubhaft fand. Überhaupt ist die Stärke des Buches die psychologische Tiefe der Charaktere. Trotz meiner Kritik zum Buchanfang vergebe ich fünf Sterne, da ich die ungewöhnliche Perspektive eines Dementen mutig und lesenswert finde und sie das Buch bedeutsamer macht, als ein Thriller normalerweise ist. Das dramatische Ende hat mir gut gefallen, es ist folgerichtig und sehr passend zur Stimmung im Buch.
    Kurz vor Kassenschluss

    Julia Heinecke
    Kurz vor Kassenschluss (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    21.08.2025

    Erzählenswerter Fall einfühlsam dargestellt

    Der Titel hatte mich neugierig gemacht und die Autorin hat diesen erzählenswerten Fall deutscher Kriminalgeschichte sehr gut in einem True Crime Roman behandelt. Mir hat es gefallen, dass man direkt zu Beginn einen Hinweis bekommen hat, welcher Teil Fiktion ist. Im Nachwort wurden dann Fakten und Fiktion noch einmal detailliert getrennt, was ich sehr hilfreich fand. Überhaupt war die Mischung aus Fakten und Fiktion sehr ausgewogen und der Aufbau des Buches durchdacht.
    Die junge Journalistin Valerie arbeitet sich nach und nach durch verschiedene Quellen, wie Zeitungsberichte, Interviews mit Täter, Zeugen und Beteiligten sowie Prozessakten und nähert sich schrittweise der Wahrheit. Dazwischen gab es immer wieder Rückblenden und die verschiedenen Erzählzeiten wurden sehr gut getroffen. Ich fand, dass die Autorin diese Aufblätterung der Geschichte sehr gut umgesetzt hat und das Buch dadurch spannend wurde. Sehr schön fand ich auch, dass die Lebensgeschichten der Betroffenen ausführlich erzählt wurden und vor allem auch die Opfer so intensiv betrachtet wurden. Da man aus einer anderen Zeit auf die Tat blickt, werden einem die Auswirkungen bewusst, da das Leben vieler Personen nachhaltig beeinflusst wurde. Der Schreibstil ist sehr angenehm und ergreift keine Partei, dennoch wird gerade der eben genannte Aspekt ausgesprochen empathisch behandelt, was ich wichtig und lobenswert finde.
    Das Geheimnis von Little Sark

    Mary Horlock
    Das Geheimnis von Little Sark (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    21.08.2025

    Interessante Geschichte langatmig erzählt

    Der Klappentext hatte mich neugierig auf Little Sark und sein Geheimnis gemacht und nachdem ich mich durch das Buch gekämpft habe, fand ich die Geschichte am Ende ganz interessant. Allerdings bin ich von Anfang an mit dem Schreibstil nicht warm geworden und kann auch gar nicht sagen, woran das genau lag. Die Geschichte wird einfach zu langsam und umständlich aufgebaut und interessant ist nur das letzte Viertel. Zwar werden die Charaktere gut beschrieben, was ihre Handlungen glaubhaft und nachvollziehbar macht, aber es ist alles ziemlich langatmig. Auch die vielen Episoden zu Hexen, Geistern und übersinnlichen Erfahrungen fand ich auf Dauer ziemlich ermüdend. Es gibt mit 1923 und 1933 zwei Erzählzeiten und in jeder gibt es Geheimnisse im Leben der Inselbewohner, die erst komplett am Ende aufgedeckt werden. Die Ausgangsgeschichte ist inspiriert von wahren Ereignissen, das ist der interessante Teil. Aber einige der anderen Geschichten fand ich weit hergeholt und ohne Spannungskurve erzählt.
    'Wenn Ende gut, dann alles'

    Volker Klüpfel
    'Wenn Ende gut, dann alles' (Buch)

    2 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    21.08.2025

    Viel Klamauk, wenig Spannung

    Die Geschichte hörte sich vielversprechend an, tatsächlich bin ich ziemlich enttäuscht. Das Ermittlerduo ist in der Tat skurril, aber die guten Ansätze werden durch so viele unnötige Details und Wiederholungen übertrieben, dass es mir einfach keinen Spaß gemacht hat. Die Gespräche mit Svetlana haben etwas viel von Klamauk, es gibt jede Menge unnötige Details wie zum Beispiel Tommis Verflossene oder die Texte seiner schriftstellerischen Bemühungen. Die Handlung braucht außerdem sehr lange, bis sie sich entwickelt. Es gibt durchaus einige gelungene Wortspiele sowie Wortwitz, aber in einer so übertriebenen Dichte, dass es wiederum nervig ist. Zusammen mit Svetlanas schiefen Sätzen, die ich irgendwann nicht mehr lesen konnte, gerät die Handlung total ins Hintertreffen. Die Grundidee ist gut, aber wie die Beiden ermitteln ist einfach hanebüchen und abwegig und der Plot bleibt oberflächlich. Es gibt viele Ansätze, aber nichts wird wirklich vertieft. Ich hatte den Eindruck, dass der Autor alle Ideen, die er im Laufe der Jahre angesammelt hat, unterbringen wollte. Die Kluftinger Krimis haben mir Spaß gemacht, aber das ein oder andere Motiv aus ihnen wurde hier leider wiederverwertet. Für mich war es kein Lesevergnügen, deshalb würde ich eine Fortsetzung nicht lesen.
    Der Regenbogenfisch in Gefahr

    Marcus Pfister
    Der Regenbogenfisch in Gefahr (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    21.08.2025

    Kindgerecht und empathisch erzählt

    Die Reihe mit dem Regenbogenfisch ist ein Favorit beim Kind. Auch hier sind die Illustrationen sehr schön, vor allem die Glitzerelemente an den Fischen sind toll gemacht und sorgen für das gewissen Etwas. Diese Geschichte zeigt die Gefahren für Fische und ihren Lebensraum durch die Menschen und wir waren beeindruckt, wie kindgerecht das Ganze dargestellt wurde. Die Kleinen werden emotional angesprochen durch die drohende Trennung des Schwarms, es wird die Empathie ganz natürlich geweckt. Es ist schön, dass nebenbei auch noch Wissen vermittelt wird. Dieses spielerische Element hat uns gut gefallen, auch die Dramaturgie in der Geschichte ist kindgerecht und gelungen. Der Text ist vielleicht einen Tick zu moralisierend, aber das ist Ansichtssache und dieser Eindruck hatte sich beim zweiten Lesen schon abgemildert. Von daher volle fünf Sterne von uns.
    In meiner Welt

    Sabine Bohlmann
    In meiner Welt (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    18.08.2025

    Ein liebevolles und durchdachtes Kinderbuch

    Das großformatige Buch macht auf den ersten Blick schon einen hochwertigen, sehr liebevoll gestalteten Eindruck. Der rote Faden im Buch, der Großvater mit seinem Enkel unterwegs in der Stadt, ist ein gut gemachter Aufhänger, um die kindlichen Fragen zu verschiedenen Themen zu platzieren. Der Inhalt ist poetisch bis philosophisch, aber so gut gemacht, dass auch Kleinkinder folgen können und zum Nachdenken angeregt werden. Die Illustrationen sind sehr schön und ergänzen die Geschichte perfekt. Besonders gut hat uns gefallen, dass die Auswirkungen aus Brunos Welt einfarbig dargestellt sind und man so auf den ersten Blick sieht, was sich verändern würde. Die Farbwelt ist insgesamt sehr gut gewählt. Auch der Besuch auf dem Friedhof wird sehr versöhnlich dargestellt. Ein rundum gelungenes Kinderbuch, dass zum Diskutieren anregt und viel Freude macht.
    Der Barmann des Ritz

    Philippe Collin
    Der Barmann des Ritz (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    18.08.2025

    Eine neue, sehr gelungene Perspektive

    Von Anfang an hat mir der Schreibstil sehr gut gefallen. Auch der Aufbau des Buchs mit den Geschehnissen in der Haupterzählzeit 1940 bis zur Befreiung Paris 1944 und den Rückblenden im Tagebuch des Barmanns ist gelungen. Die Person Frank Meier ist komplex, aber sehr sympathisch und durch seine Brille lernt man die anderen Charaktere und ihre Lebensumstände kennen. Anhand vieler kleiner Details wird eine Spannungskurve aufgebaut, die sich ganz subtil entwickelt. Mir hat gut gefallen, wie sein Überleben im Mikrokosmos beschreiben wird und die andauernde Ungewissheit. Dazu kommt die permanente Veränderung der Rahmenbedingungen, wechselnde Allianzen und politische Gegebenheiten werden interessant nachvollzogen. Mir hat der Fokus auf die Bar und das Ritz sehr gut gefallen. Durch die verschiedenen Gäste wird das Weltgeschehen in die Bar und zu Frank Meier gebracht, der in jeder Situation Haltung und Menschlichkeit bewahrt. Aufschlussreich war der Anhang, in dem man mehr über das Schicksal der verschiedenen Gäste, Persönlichkeiten des Zeitgeschehens, erfahren kann. Insgesamt eine sehr unterhaltsame Lektüre.
    Schwüre, die wir brechen

    Roman Voosen
    Schwüre, die wir brechen (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    14.08.2025

    Abwechslungsreicher, interessanter Krimi

    Den ersten Fall von Svea Karhuu und Jon Nordh hatte ich mit Begeisterung gelesen und finde auch diesen zweiten Band gut gemacht. Allerdings bleibt er etwas hinter dem Reihenauftakt zurück. Die beiden Ermittler finde ich sehr interessant und ihre persönlichen Probleme, die eigentlich weitere Kriminalfälle sind, sind der rote Faden, der sich über die Reihe zieht. Davon abgesehen ist jeder Fall für sich unabhängig zu lesen. Der Plot ist interessant und komplex. Mir gefällt der Facettenreichtum der möglichen Ermittlungsansätze und die Handlungen der Ermittler fand ich nachvollziehbar und glaubhaft. Zu Beginn hat mir ein bisschen die Spannung gefehlt und einige Erklärungen und Rückblenden, fand ich etwas zu langatmig. Alles in allem aber ein sehr interessanter, abwechslungsreicher Krimi, den ich empfehlen kann. Ich würde weitere Bücher aus dieser Reihe lesen.
    Junge Frau mit Katze

    Daniela Dröscher
    Junge Frau mit Katze (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    14.08.2025

    Auf der Suche nach der richtigen Diagnose

    Von der Autorin hatte ich mit Begeisterung „Lügen über meine Mutter“ gelesen. Leider hat mich das neue Buch nicht so gefangen genommen und überzeugt. Ohne die Orientierung durch den Klappentext wäre mir lange nicht klar gewesen, was das Buch mir eigentlich sagen will. Die Charaktere fand ich okay und einige Verhaltensweisen und Gefühle nachvollziehbar, wie zum Beispiel die Verzweiflung und Hin- und Hergerissenheit zwischen unterschiedlichen Diagnosen, die Inanspruchnahme vieler, verschiedener Fachärzte und am Ende Resignation und Verkriechen. Das Auftauchen wie Phönix aus der Asche war für mich nicht folgerichtig und für mich hat einiges einfach nicht gepasst. Ich konnte die Erzählerin nicht für voll nehmen und die Geschichte war irgendwie strukturlos. Der Schreibstil ist wirklich gut, deshalb gibt es noch drei Sterne von mir, aber inhaltlich hat die Geschichte leider nicht viel zu bieten.
    Mini Comics. Als der Dackel die Banane sah ...

    Phine Wolff
    Mini Comics. Als der Dackel die Banane sah ... (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    12.08.2025

    Erfolgreicher Einstieg in die Comic Welt

    Das Comic über den Dackel, der seinem Lieblingsessen hinterherjagt hat uns gut gefallen. Es ist eine nette Geschichte und die Zeichnungen sind kindgerecht und gut zu erkennen. Gleichzeitig vermitteln sie den typischen Comic Flair. Untermalt wird das Ganze durch klassische Comic Texte, die Geräusche untermalen und erklären. Das ist für Erwachsene mit Comic-Erfahrung eindeutig, für Kleinkinder nicht ganz so klar und man muss beim Vorlesen auch ein bisschen erklären. Alleine mit den Bildern kommen die Kleinen gut zurecht und finden die Geschichte nett und charmant. Es kommen Dinge aus ihrer Erfahrungswelt vor und so haben sie einen Bezug zum Hund, zum Lieblingsessen und das Buch ist ein voller Erfolg.
    Rückkehr nach St. Malo

    Hélène Gestern
    Rückkehr nach St. Malo (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    12.08.2025

    Opulentes Familienepos mit guter Dramaturgie

    Mir hat dieses Buch über eine lange verheimlichte Familiengeschichte sehr gut gefallen. Zwar fand ich den Anfang streckenweise etwas langatmig, dann haben mich aber der angenehme Schreibstil und die langsam fortschreitende und sehr spannende Familienforschung gefangen genommen. Es gibt auch ausführliche Naturbeschreibungen der Bretagne, die mal etwas ausufernd aber nie langweilig sind und sehr gut die Stimmung an der Küste transportieren und die Besonderheiten hervorheben und erklären. Die Charaktere waren sehr fein und glaubhaft gezeichnet und die Ahnen werden durch ihre Briefe und Bilder lebendig. Es gibt parallel zur Forschung von Yann, aus dessen Perspektive der Großteil geschildert wird, immer wieder Rückblenden zu früheren Generationen und verschiedenen Personen. Da hätte ich eine klare zeitliche Einordnung gut gefallen, es wird nur durch die kursive Schriftart deutlich, dass es sich um die Vergangenheit handelt. Dieses Stilmittel wird gekonnt eingesetzt, um die Leerstellen zu füllen, die Yanns Recherche nicht leisten kann. Die Familiengeschichte wird organisch in der damalige Zeit verortet und ab der Hälfte fand ich den Roman spannend wie einen Krimi und konnte nicht mehr aufhören. Sehr hilfreich ist der Familienstammbaum am Ende. Alles in allem ein tolles, sehr unterhaltsames Buch!
    Der Sommer am Ende der Welt

    Eva Völler
    Der Sommer am Ende der Welt (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    07.08.2025

    Mehr erwartet

    Aufgrund des Klappentextes hatte ich erwartet, dass sich der Roman hauptsächlich mit dem Schicksal der Verschickungskinder beschäftigt. Allerdings wurden im Laufe des Buches immer neue Themen angeschnitten, aber keines wirklich vertieft oder fundiert behandelt. Mir waren es dann insgesamt zu viele verschiedene Themen und die Handlung wirkte dadurch konstruiert und oberflächlich. Der Aufbau mit verschiedenen Quellen und Zeitebenen, wie die Gespräche mit Sabine und das Tagebuch Luises sowie Hannas Familiengeschichte, fand ich gelungen und vor allem auch ausgewogen. Der Schreibstil ist professionell und geübt, er ist gut und flüssig zu lesen. Die Inselbeschreibungen und Liebesbeziehungen waren mir aber zu viel, ich fand die Küstenromantik und die Menge an privaten Details fehl am Platz. Alles in allem ein interessantes Thema, das für meinen Geschmack auch als Roman mehr Tiefe und Fokus gebraucht hätte.
    126 bis 150 von 927 Rezensionen
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