Sehr gelungene Biografie
Da ich von Dan Jones mit Begeisterung die Reihe um die Essex Dogs gelesen hatte, war ich neugierig auf sein neues Buch. Es handelt vom englischen König Henry V., über den ich bisher nicht wirklich etwas wusste. Zu Beginn gibt es viele Abbildungen und Landkarten mit Erklärungen, zu denen ich im Verlauf des Buches immer wieder mal zurückgeblättert habe. Das Vorwort fand ich sehr hilfreich und hat die Rahmenbedingungen für diese Biografie gesetzt. Der Schreibstil von Dan Jones ist wieder sehr angenehm, er zeichnet ein umfassendes Portrait von Henry V., seiner Familiengeschichte und der wechselhaften Umstände, unter denen er lebt. Ich finde, dass es eine faszinierende Biografie geworden ist, da Dan Jones die Dinge immer wieder in der Zeit einordnet und in Relation setzt. Deshalb liest sich dieses Buch doch anders als ein Roman, ist aber trotzdem sehr spannend und interessant. Man lernt das Leben im 14. und 15. Jahrhundert intensiv kennen, weil zum Beispiel die einzelnen Eroberungsschritte auf den Feldzügen haarklein erklärt werden. Mir hat es auch gefallen, dass die Länge der Kapitel angenehm und gut zu bewältigen war und dass die Fußnoten jeweils am Ende des Kapitels geliefert wurden. So habe ich doch mal einen Blick darauf geworfen, was ich wohl nicht gemacht hätte, wenn sie verdichtet am Ende gekommen wären. Dort finden sich dann Anmerkungen und Quellenangaben. Mit diesem König hat Dan Jones eine gute Wahl getroffen, denn sein Leben bietet so viel Abwechslung und spiegelt gleichzeitig das harte Leben im Mittelalter sehr gut wider.