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    raschke64 Top 10 Rezensent

    Aktiv seit: 06. Januar 2017
    "Hilfreich"-Bewertungen: 71

    Bitte beachten Sie

    Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.

    898 Rezensionen

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    Das Haus in der Claremont Street

    Das Haus in der Claremont Street (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    02.09.2020

    Familie

    Tom hört seine Mutter schreien. Als er sich endlich traut, nach ihr zu sehen, liegt sie in ihrem Blut. Toms Vater hat sie mit einem Baseballschläger erschlagen. Während Tom nach dem Rettungsdienst telefoniert, erschießt sich sein Vater im Nachbarzimmer. Tom ist neun Jahre alt. Traumatisiert hört er auf zu sprechen. Seine Tante nimmt ihn bei sich auf, doch er fühlt sich in ihrem Haus nicht wohl. Seine Tante kommt nicht mit ihm und dem Zustand klar. So zieht er zu seiner anderen Tante, in deren Wohnung noch sein Onkel und sein Cousin leben. Das Jugendamt kommt ständig kontrollieren. Als Fehler passieren, wird Tom in eine Pflegefamilie gegeben.

    Das Buch hat mich außerordentlich positiv überrascht. Die Geschichte ist unheimlich berührend. Ein kleiner Junge muss Furchtbares erleben. Eigentlich benötigt er die Hilfe seiner Familie, doch diese ist ebenfalls stark von dem Verlust betroffen und kann ihm die Hilfe nur teilweise geben. Erst nach und nach merken sie, wie wichtig das für alle ist. Wie stark die Familie zusammenhalten muss, um die schwierige Situation zu überstehen. Das ist gut und nachvollziehbar beschrieben. Man hat unheimliches Mitgefühl mit Tom, aber auch mit seiner teilweise etwas verrückten Familie. Das Buch ist eine wundervolle Entdeckung.
    Stütze, A: Expedition Natur: WILD! Der Steinkauz

    Stütze, A: Expedition Natur: WILD! Der Steinkauz (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    24.08.2020

    Absolut super

    Das Buch ist für Leser ab 8 Jahren gedacht und schafft es auf eine sehr gute und vorbildliche Weise, den Kindern die Natur nahezubringen. Es ist eine Reihe und in diesem Band geht es um den Steinkauz. Den kann man heute wahrscheinlich als Laie nur noch im Zoo sehen und da ist er oft nicht sehr interessant präsentiert.

    Das Buch ist geteilt. Am Anfang wird eine Geschichte erzählt, wie ein junges Steinkauzmännchen eine Familie gründet. Das ist für die Kinder nachvollziehbar und begreifbar. Danach wechselt es in einen Sachteil. Hier wird ebenfalls wieder auf kindgerechte Art berichtet, wie die Steinkäuze leben und vor allem wo. Warum sieht man sie in freier Wildbahn eher selten, was stört sie. Was tut der Mensch wirklich und wie kann man der Natur helfen. Dazu die wunderbaren Bilder (beginnt mit dem Cover) – und ja, kleine Tiere sind eben einfach süß – und auch die Zeichnungen. Absolut volle Punktzahl.

    Stütze, A: Expedition Natur: WILD! Die Wildkatze

    Stütze, A: Expedition Natur: WILD! Die Wildkatze (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    24.08.2020

    Absolut super

    Das Buch ist für Leser ab 8 Jahren gedacht und schafft es auf eine sehr gute und vorbildliche Weise, den Kindern die Natur nahezubringen. Es ist eine Reihe und in diesem Band geht es um Wildkatzen. Tiere, die kaum noch jemand kennt und wohl nur die wenigstens Menschen überhaupt mal im Wald gesehen haben.

    Das Buch ist geteilt. Am Anfang wird eine Geschichte erzählt, die von einer Wildkatzenmutter handelt und kindgerecht umgesetzt wird. Danach wechselt es in einen Sachteil. Hier wird ebenfalls wieder auf kindgerechte Art berichtet, wie die echten Wildkatzen leben und vor allem wo. Warum sind sie so bedroht, obwohl die schon so lange geschützt sind. Was tut der Mensch wirklich und wie kann man der Natur helfen. Dazu die wunderbaren Bilder (beginnt mit dem Cover) – und ja, kleine Tiere sind eben einfach süß – und auch die Zeichnungen. Absolut volle Punktzahl.
    City of Girls

    City of Girls (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    24.08.2020

    Beeindruckend

    City of Girls ist ein beeindruckendes Buch. Es erzählt die Lebensgeschichte von Vivian, die 1940 als 19-jährige zu ihrer Tante nach New York kommt. Sie stammt aus gutbürgerlichem, eher reichem Haus und erlebt bei ihrer Tante, die ein Revuetheater führt, ein völlig anderes, sehr freies und auch zügelloses Leben, in dem das Theater und die Künstler eine große Rolle spielen. Durch einen Fehler muss sie die Stadt verlassen, lebt kurze Zeit wieder bei ihrer Familie, doch ist dort nicht glücklich. Erst als sie wieder nach New York zurückkommen kann, geht es ihr wieder gut. Nach dem Krieg gründet sie mit ihrer Freundin ein Brautmodenatelier. Im Buch erzählt sie ihre gesamte Lebensgeschichte, die bis ins Jahr 2010 geht.

    Das Buch ist mehrschichtig. Es geht um die Geschichte einer Frau, die ein ungewöhnliches Leben führt und das im eher prüden Amerika. Sie umgibt sich mit unterschiedlichen, aber immer ungewöhnlichen Frauen. Gleichzeitig ist es aber die Geschichte des frühen Showtheaters in New York. Und auch die Geschichte der Nachwirkungen des Zweiten Weltkrieges. Das Buch ist sehr liebevoll, enthält viele treffende Bemerkungen und gute Gedanken, hat aber besonders am Anfang unheimlich viel Selbstironie und Witz. Insgesamt hat es mich sehr überrascht. Ich hatte diesen Tiefgang in dem Buch überhaupt nicht erwartet.
    Helle und der falsche Prophet

    Helle und der falsche Prophet (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    24.08.2020

    Solide und aktuell

    Eine Freundin von Helles Sohn wird tot aufgefunden. Helle untersucht den Fall, doch es ist nicht klar, ob es ein Unfall, Mord oder Selbstmord ist. Denn da sind noch die zwei jungen Leute, die mehr als komisch sind und die zuletzt mit dem Mädchen zusammen waren.

    Dieses Buch ist der 3. Teil der Reihe um Helle. Ich kenne die Vorgängerbände nicht (werde ich aber nachholen), das ist aber überhaupt kein Problem zum Verständnis der Handlung. Der Stil ist geradlinig und direkt. Spannung ist vorhanden, wenn auch nicht durchgängig sehr hoch. Doch das stört nicht im Lesefluss. Die Beschreibung der Sekte ist hochaktuell und erschreckend. Es fließt auch privates in die Handlung ein, aber das ist passend. Die Ermittlungen stehen immer im Vordergrund. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.
    Das Mädchen, das ein Stück Welt rettete

    Das Mädchen, das ein Stück Welt rettete (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    19.08.2020

    Berührend

    Stefania ist 16 und lebt in der kleinen polnischen Stadt Przemysl. Eigentlich lebt ihre Familie auf dem Dorf, doch Fusia, wie Stefania von allen genannt wird, schafft es, bei ihren Schwestern in der Stadt zu leben. Sie hilft in einem jüdischen Laden der Familie Diamant aus und gehört mehr und mehr zur Familie. Doch mit dem Einmarsch der Nazis ändert sich alles. Die Juden müssen ins Getto und Fusia findet bei einem Besuch ihrer Familie auf dem Dorf nur noch die kleine Schwester Helena vor. Mutter und Bruder wurden in ein Arbeitslager nach Salzburg verschleppt. Und das Leben im Getto wird immer gefährlicher. So beginnt Fusia, immer mehr Juden zu verstecken…

    Und die Geschichte ist sehr berührend. Sie beruht in allergrößten Teilen auf einer wahren Begebenheit und den Memoiren von Stefania. Die Autorin ist in erster Linie Kinder- und Jugendbuchschriftstellerin. Das merkt man dem Buch an. Es ist in einer relativ einfachen Sprache gehalten, kurze Sätze. Auch das Grauen, dass alle Beteiligten erleben müssen, wird nicht so detailliert beschrieben, dass man einem Kind das Lesen nicht zumuten kann. Trotzdem ist das Buch zum einen sehr wichtig in der heutigen aktuellen Zeit. Zum andern ist es natürlich ein absolutes Zeit Zeugnis. Gleichzeitig beschreibt es aber auch die Entwicklung einer jungen Frau von einer eher naiven hilfsbereiten Person zu einer entschlossenen und frühzeitig erwachsen werdenden jungen Frau. Sie zeigt unheimlich viel Mut und Durchhaltevermögen und eine enorme Kraft. Für mich gibt es für das Buch eine absolute Leseempfehlung.
    Dunkel

    Ragnar Jónasson
    Dunkel (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    19.08.2020

    Überraschend

    Kommissarin Hulda steht kurz vor der Pensionierung. Sie hat nur noch wenige Monate zu arbeiten und fühlt sich bei dem Gedanken an die Rente gar nicht wohl. Doch plötzlich bestellt sie ihr Chef ein und erklärt ihr, dass sie in zwei Wochen vorzeitig in Pension gehen müsse, da es schon einen Nachfolger gibt. Sozusagen als kleine Entschädigung darf sie sich einen letzten alten Fall aussuchen, den sie nochmals bearbeiten darf. Sie entscheidet sich sofort für einen Fall, der erst ein Jahr alt ist und bei dem eine Junge russische Asylbewerberin tot aufgefunden wurde.

    Das Buch hat mich in mehrerer Hinsicht überrascht. Da ist erst mal die sehr spezielle Kommissarin. Zum anderen die wunderbare Schilderung der isländischen Natur. Und insgesamt auch der Stil, man kann das Buch einfach nicht aus den Händen legen und ich habe es fast in einem Rutsch durchgelesen. Es hat eine eigenartige, sehr unterschwellige Spannung. Und das Ende selbst ist dann auch eine riesengroße Überraschung und in dieser Art hatte ich es überhaupt nicht erwartet. Von mir eine absolute Leseempfehlung. Und der zweite Teil ist auch schon besorgt.
    Bluthölle

    Chris Carter
    Bluthölle (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    06.08.2020

    Carter mal anders

    Das Labor der Polizei erhält eine Art Tagebuch. Es ist ein besonderes Buch, denn es handelt von diversen Folterungen und Morden im Detail mit Fotos, Skizzen und den genauen Koordinaten der abgelegten Leichen. Hunter und Garcia bekommen den Fall auf den Tisch. Doch ehe die Ermittlungen richtig anlaufen können, bekommt Hunter einen Anruf. Der Killer und Tagebuchautor will sein Buch zurück. Jeder, der es in der Hand hatte, wird mit dem Tod bedroht. Und der Killer ist sehr gut…

    Das Buch ist ein typischer Carter und doch ganz anders. Typisch ist der gute Stil, der für viel Spannung sorgt. Typisch sind auch brutale Morde und Psychopathen. Typisch ist auch wieder das Team um Hunter und Garcia. Aber Carter kann auch anders. Die sonst üblichen sehr brutalen Szenen werden hier für seine Verhältnisse eher mäßig eingesetzt und auch indirekt beschrieben. Es geht um sehr typische Polizeiarbeit. Dieses Mal gibt es auch fast nichts privates, was ablenken könnte. Das hat mir sehr gut gefallen. Das Ende ist dann eine spannende Szene. Sie wird zumindest realistisch erklärt. Auf jeden Fall ein Buch, dass ich empfehlen kann.
    Ozelot und Friesennerz

    Ozelot und Friesennerz (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    06.08.2020

    Interessant

    Die Autorin beschreibt ihre Kindheit in den 1970er Jahren auf Sylt. Wie die Schönen und Reichen die Insel erobern, die Sitten verfallen und die Leute nur noch ans Geldverdienen denken. Wie ein Kind in der Saison mitzulaufen und zu funktionieren hatte. Oder ansonsten störte. Und wie nach und nach vieles den Bach runterging. Geschäfte schlossen, Riesenhotels wurden gebaut, die Insel gehört nicht mehr den Einheimischen und der Zug ist wohl abgefahren, hier noch viel ändern zu können.

    Das Buch ist mit viel Humor geschrieben. Ob alle Geschichten wahr sind, war für mich nicht so sehr wichtig. Das Flair der Zeit ist super eingefangen und das Buch unterhält. Außerdem erinnerte es mich in vielem an die Sommer an der Ostsee in der DDR. Dort wurde auch jede Hundehütte, jede Garage und jeder Hühnerstall vermietet und die Orte haben heute die gleichen Probleme: fehlendes Personal, weil kein bezahlbarer Wohnraum vorhanden ist. Was muss noch passieren, damit die Leute was lernen?
    Die Wunderfrauen

    Stephanie Schuster
    Die Wunderfrauen (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    06.08.2020

    Empfehlenswert

    1953 mitten im ländlichen Bayern hat Luise mit ihrer nicht sehr netten Schwiegermutter zu kämpfen. Als diese verstirbt, macht sie ihren Traum vom eigenen Tante-Emma-Laden wahr. Doch der Anfang ist schwer und durch ihre Freundinnen Marie und Helga, später auch Annabell wird es leichter und lustiger. Doch auch diese haben ihre Probleme.

    Mir haben die Wunderfrauen gut gefallen. Das Buch fängt hervorragend den Beginn der Wirtschaftswunderzeit nach dem Krieg ein. Die Leute haben Ideen und Pläne, es geht aufwärts. Doch die Wunden durch den Krieg und die Nazis sind noch sehr frisch und Frauen haben noch lange nicht die gleichen Rechte wie die Männer. Die verschiedenen Kapitel erzählen die Geschichte aus der Sicht der jeweiligen, so unterschiedlichen Frauen. Oft wird dadurch das Geschehen von zwei Seiten aus geschildert. Das finde ich gelungen. Auf eine Fortsetzung freue ich mich.
    Die Dirigentin

    Die Dirigentin (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    21.07.2020

    Starke Frau

    Willy will unbedingt Musikerin, speziell nur Dirigentin, werden. Doch Willy steht vor mehr als nur einem Problem. Denn sie ist Holländerin und lebt jetzt in Amerika. Ihr Vater unterstützt sie, doch das Sagen hat zu Hause ihre Mutter und die ist mehr als lieblos und hartherzig. Als Willy erfährt, dass sie adoptiert wurde und eigentlich Antonia heißt und von ihrer Mutter aus der Wohnung g geschmissen wird, versucht sie, ihren eigenen Weg zu gehen. Doch da ist immer noch die Gesellschaft, für die weibliche Musikerinnen fast unseriös und weibliche Dirigentinnen niemals vorstellbar sind.

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen, es wird in verschiedenen Kapiteln erzählt aus Sicht der verschiedenen Handelnden. So werden unterschiedliche Sichtweisen möglich. Das Buch lehnt sich an die wahre Geschichte von Antonia Brico an. Es endet mit einem triumphalen Erfolg. Bis dahin hat die Akteurin viele Kämpfe zu bestehen und viel für ihren Traum aufgeben müssen. Besonders der Anfang mit Antonias Kindheit ist hervorragend beschrieben. Die weitere Geschichte verliert sich ein wenig zu sehr in die Liebesgeschichte. Am Ende wird die wahre Geschichte im Nachwort besser erklärt, auch der Fortgang nach dem Erfolg. Ich höre nicht oft klassische Musik, ich sehe nicht oft Konzerte. Aber erst das Buch hat mir klar gemacht, dass ich tatsächlich noch nie eine Dirigentin gesehen habe. Mir ist es vorher nie bewusst aufgefallen, ich habe nicht darauf geachtet. Zumindest das hat das Buch geändert.
    Alter Hund, neue Tricks

    Adrian Mckinty
    Alter Hund, neue Tricks (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    21.07.2020

    Der einsame Wolf

    Inspektor Duffy lebt mit seiner Familie jetzt In Schottland. Noch rund 2 Jahre bis zur Pensionierung arbeitet er als Teilzeitpolizist und ist ein paar Tage im Monat zusammen mit seinem Freund und Partner bei der irischen Polizei für Schreibkram und Verkehrsvergehen zuständig. Da gerät ein Autodiebstahl aus dem Ruder und ein toter Mann wird gefunden. Weil niemand anderes da ist, muss Duffy den Fall leiten. Doch der entpuppt sich als etwas ganz anderes.

    Das Buch ist in gewohnt gutem Stil geschrieben. Duffy wird als der einsame Wolf bei den Ermittlungen dargestellt. Mir waren es manchmal zu wenig Ermittlungen und zu viel „Innenansichten“ von Duffy. Außerdem konnte ich nicht so richtig verstehen, warum er mit nicht mal 50 dargestellt wird, als wäre er uralt und nicht mehr aufnahme- und lernfähig für neue Polizeimethoden.
    Unabhängig davon gefällt mir aber an der Reihe, dass die Zustände in Irland und Nordirland genau aufgezeigt werden. Auch die verschiedenen agierenden Gruppen u d ihre Gründe werden benannt und wie die Realität - in dem Band Anfang der 1990er Jahre - aussah.
    Als der Wolf den Wald verließ

    Als der Wolf den Wald verließ (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    21.07.2020

    Schöne Tiergeschichte

    Das Buch handelt von Flink – einem kleinen Wolf. Sein Leben beginnt normal in einer Wolfsfamilie mit 4 Geschwistern. Erst wachsen sie in der Höhle auf, dann entdecken sie die Welt. Als kleine Wölfe dürfen sie sich im Rudel sehr viel erlauben.
    Doch die Idylle und das normale Leben ist bald zu Ende, denn Flink wird von seiner Familie getrennt. Und als junger Wolf muss er das alte Revier verlassen und sich ein neues suchen. Das ist nicht so einfach und sehr gefährlich: da sind die Menschen, die ihn jagen. Da sind Waldbrände, da ist ein verseuchter Fluss, da findet er nicht genug zu fressen.

    Das Buch ist für Kinder ab 9 Jahren gedacht und die Geschichte wird kindgerecht beschrieben und mit entsprechenden Illustrationen untermalt. Gut zum Vorlesen oder auch für Erstleser. Dabei ist das ganze nicht einfach erfunden, sondern beruht auf einer wahren Begebenheit – nämlich einem Wolf, der mehr als 1.600 km durch Oregon zog und sicher große Teile davon direkt erlebt hat.
    Gut an dem Buch finde ich auch, dass am Ende die Geschichte in ein Sachbuch verändert wird und am Ende Fotos des „echten Wolfes“ gezeigt werden sowie entsprechende Informationen zur wirklichen Verbreitung von Wölfen und deren Nutzen in der Natur.

    Ein tolles Buch, das ich sehr empfehle.
    Wie man 13 wird und die Welt rettet (Wie man 13 wird 3)

    Pete Johnson
    Wie man 13 wird und die Welt rettet (Wie man 13 wird 3) (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    14.07.2020

    Gelungen

    „Wie man 13 wird und die Welt rettet“ ist der 3. Teil der Reihe um Markus und seiner „Mutation“ zum Halbvampir. Man kann das Buch problemlos ohne die Vorgängerbände lesen und verstehen. Gedacht ist es für 10-jährige Leser.
    Markus ist immer noch unzufrieden. Als Halbvampir soll man mit Superkräften ausgestattet sein – nur, die fehlen ihm immer noch. Zusammen mit den Eltern macht er Atemübungen (total uncool), Selbsthilfekurse und ähnliches – in seinen Augen nicht sehr hilfreiches.
    Und dann noch Tallulah. Er soll auf sie aufpassen – sie will zur Vampirjagd. Er eigentlich nie wieder. Einfach hat es Markus wirklich nicht.

    Ich muss gestehen, dass Vampirthema an sich ist nicht so meins. Allerdings bin ich ja auch nicht die Zielgruppe. Unabhängig davon finde ich das Buch aber ziemlich gut. Markus ist irgendwie trotzdem ein „normaler Junge“ mit den alterstypischen Problemen. Der Vampirteil macht es ein wenig spannender. Insgesamt ist es witzig geschrieben und gut lesbar.
    Ans Vorzelt kommen Geranien dran

    Renate Bergmann
    Ans Vorzelt kommen Geranien dran (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    14.07.2020

    Renate in Hochform

    Dieses Mal verschlägt es Renate Bergmann zusammen mit ihren Freunden Ilse und Kurt auf einen Campingplatz. Drei Wochen Ferien in einem Wohnwagen. Natürlich geht das nicht ohne diverse Putz- und Kochorgien und einigen anderen Überraschungen ab.

    Nachdem ich das Corona-Buch von Renate Bergmann regelrecht grottenschlecht fand, gehört das Camping-Buch in meinen Augen wieder zu den besseren der Reihe. Klar: man muss Renate Bergmann mögen. Ein neues Thema, auch wenn Renate altbekannt weiterhin ihre Meinung zu allem und jeden ungefragt preisgibt. Auch die sehr spezielle Eindeutschung des Englischen ist nicht unbedingt neu, an vielen Stellen dann doch aber lustig. Sehr genau werden einige Eigenheiten von Campern oder auch Rentnern beobachtet und aufs Korn genommen. Allerdings meist relativ liebevoll und mit mehr als einem Augenzwinkern. Gute Unterhaltung, nicht mehr und nicht weniger.
    Der Fahrer

    Andreas Winkelmann
    Der Fahrer (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    14.07.2020

    Spannend

    Junge Frauen werden verschleppt und getötet. Der Täter veröffentlicht Bilder auf Instagram und hinterlässt Hashtags. Er verhöhnt die Polizei und scheint sich persönlich auf Kommissar Jens Kerner eingeschossen zu haben. Der ist so eng mit dem Fall verbunden, dass ihm die Leitung entzogen werden muss. Doch die Morde gehen weiter und dann verschwindet eine Kollegin ...

    Ich fand das Buch super und auch spannend. Der Autor schreibt gewohnt gut. Die Figuren haben Ecken und Kanten und immer wieder werden neue Verdächtige präsentiert. Bis zum Schluss tappt man im Dunkeln. Dabei geht es um solide Polizeiarbeit und die Einbindung moderner Medien, aber damit auch ihre Gefahren. Das ist für mich ein sehr aktuelles Thema, welches gut umgesetzt wurde. Ich freue mich auf den nächsten Band.
    Der magische Blumenladen, Band 11: Hilfe per Eulenpost

    Gina Mayer
    Der magische Blumenladen, Band 11: Hilfe per Eulenpost (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    08.07.2020

    Im Zeichen der Eule

    Wir sind wieder mal bei Violet und dem Blumenladen ihrer Tante Abigail. Dieses Mal ist Violet im Urlaub. Sie träumt von Tagen am Wasser, Baden im Meer, Treffen mit Freunden – wie man sich Urlaub halt so vorstellt. Doch dann steht sie am Wasser – und kann nicht wirklich hinein. Alles ist vollgemüllt. Plaste über Plaste. Violet will herausbekommen, warum das so ist und wer der Verursacher war. Doch das geht nicht so einfach, denn sie braucht ihr magisches Buch. Oder die Eulenpost.

    Das Buch ist für Kinder ab 8 Jahren gedacht. Es ist bereits der 11. Band der Reihe und spricht eher Mädchen an. Man kann es aber problemlos ohne größere Vorkenntnisse lesen oder vorlesen. Violet ist ein besonderes und liebenswertes Mädchen. In diesem Band stehen ihr ihre Freunde Jack und Zack zur Seite und sie versuchen auf kindliche Art, eine Art Umweltskandal aufzudecken und etwas gegen Umweltverschmutzung zu tun. Da dabei mitspielende Eulenpost (die Eule als Naturschutzzeichen finde ich gut) bringt ein schönes tierisches Element in die Geschichte, die insgesamt sehr gut lesbar und liebevoll illustriert ist.
    Die Rückkehr des Würfelmörders

    Stefan Ahnhem
    Die Rückkehr des Würfelmörders (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    08.07.2020

    Wieder in der Spur

    Die brutalen und sinnlosen Morde in Helsingborg gehen weiter und die Polizei steht immer noch vor einem völligen Rätsel. Dazu kommt noch die verfahrene private Situation von Stefan Risk und seine heimlichen Ermittlungen gegen den eigenen Kollegen Molander.

    Das Buch ist der 5. Teil der Reihe um Stefan Risk und der 2. Teil des herausgelösten Würfelmörderfalls. Leider kann ich die Gedanken des Verlages nicht nachvollziehen. Der 1. Teil erschien im letzten Jahr unter dem Titel „10 Stunden tot“ und war vom Design her der Reihe angepasst. In diesem Jahr erschien das Buch unter einem neuen Titel und völlig neuem Design. Dieses ist an sich nicht schlecht gemacht, nur verärgert man damit einen großen Teil der Leserschaft. Da sind zum einen die Sammler der Reihen, die jetzt völlig unterschiedliche Formate haben, da sind aber auch neue Leser, die nicht erkennen können, dass es die gleichen Bücher sind. Und da ist auch der nicht richtige Titel des 2. Teils. Der Würfelmörder war nie weg, wieso also eine Rückkehr?

    Doch unabhängig von den Sachen, die der Verlag zu verantworten hat, möchte ich das Buch rein auf seinen Inhalt hin beurteilen. Und da muss ich sagen, ist der Autor wieder zurück in der Spur. Mit einigen tollen Ideen und Wendungen, mit etwas weniger Privatem im Vordergrund, mit guter Polizeiarbeit und einigen Überraschungen. Schwierig wird es nur für Leser, die die Reihe nicht kennen. Es fehlen dann einfach zu viele Vorkenntnisse. Alle anderen werden gut unterhalten, Spannung ist vorhanden, wenn auch nicht durchweg, aber doch in genügendem Maße. Und einige Stränge sind noch nicht zu Ende erzählt.
    Was du nicht alles kannst!

    Davina Bell
    Was du nicht alles kannst! (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    06.07.2020

    Fröhlich

    Das Buchcover fällt aufgrund seiner Farbigkeit sofort ins Auge. Das finde ich wichtig, denn es ist für Kinder ab 2 Jahren gedachte. Die Farbigkeit und damit auch die Fröhlichkeit zieht sich durch die gesamten Bilder des Buches. Es werden verschiedene Situationen gezeigt, wie sie im Alltag der Kinder vorkommen können. Dazu jeweils ganz kurze Reime. Dem Alter entsprechend gut vorlesbar und nach einigen Wiederholungen sicher auch gut merkbar.
    Die Unterschiede in der Entwicklung werden hervorgehoben. Aber eben auch gezeigt, dass es normal ist, dass die Kinder unterschiedlich sind – jeder kann etwas anderes gut, jeder sieht anders aus. Es ist egal, ob Junge oder Mädchen – sie werden nicht in den typischen Tätigkeiten gezeigt.
    Bei manchen Szenen denke ich allerdings, dass die kleinen „Leser“ überfordert sind. Da ist man als Begleiter angehalten, besondere Erklärungen zu geben.

    Halligmord

    Greta Henning
    Halligmord (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    06.07.2020

    Interessant

    Minke, ehemalige Meeresbiologin, kommt zurück nach Friesland, um dort die Stelle ihres verstorbenen Vaters als Kommissarin einzunehmen. Gleich an ihrem ersten Arbeitstag wird auf einer Hallig ein Skelett gefunden. Schnell stellt sich heraus, dass es ein ehemaliger Bewohner ist. Doch der ist angeblich vor vielen Jahren mit seinem Boot verunglückt ...

    Das Buch ist nicht schlecht. Nicht ganz überzeugt hat mich die Vita von Minke. Ausgebildete (studierte) Meeresbiologin, in diesem Beruf eine Weile gearbeitet, dann Ausbildung zu Kommissarin ... alles in der kurzen Zeit, dafür müsste sie meiner Meinung nach einiges älter sein. Auch die Liebesgeschichte war für mich unnötig und nicht überzeugend. Am Vorabend einer neuen ersten Stelle als Kommissarin? Alles andere fand ich dagegen sehr interessant. Die Beschreibungen des Lebens auf einer Hallig, die verschiedenen Tätigkeiten der Menschen dort, das Zusammenleben auf/ mit der Natur. Die Ermittlungen selber waren okay. Nicht superspannend, aber gut lesbar. Typisch für einen Regionalkrimi.
    Alfie und der Clownfisch

    Davina Bell
    Alfie und der Clownfisch (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    24.06.2020

    Noch Luft nach oben


    Für Alfie steht eine Kostümparty in der Schule an. Auch das entsprechende Kostüm – ein Seestern – liegt bereit. Wenn da nicht seine Angst und die viel zu große Aufregung vor dem Fest wäre. Er traut sich immer weniger zu und will gar nicht hingehen.
    Da besucht er mit seiner Mutter ein Aquarium. In einem der Becken sieht er einen Clownfisch. Dieser versteckt sich immer hinter allen möglichen Sachen im Wasser. Alfie hat das Gefühl, er und der Clownfisch sind irgendwie gleich, haben die gleichen Probleme.

    An sich gefällt mir der Inhalt des Buches. Die Kinder dürfen verschieden sein, sie dürfen auch Angst haben, etwas nicht wollen. Nicht alle müssen mutig voran gehen. Allerdings finde ich die Umsetzung nur bedingt gut. Das Buch ist ab 3 Jahren gedacht. Die Bilder sind sehr „farblos“, was in dem angedachten Alter doch schnell langweilt und ermüdet.
    Dann geht es um ein Fest in einer Schule. Das Buch kommt aus Australien, dort gibt es Vorschulen. Hier in Deutschland ist das ein wenig zeitig. Vielleicht wäre eine Übersetzung mit Kindergarten gelungener. Das kann man jedoch noch erklären. Aber vieles wird nur angedeutet und am Ende steht eine Party für nächstes Jahr an. So eine weite Zeitspanne erfassen 3-jährige auch noch nicht richtig. Hier wäre ein kleines Erfolgserlebnis einfach hilfreicher gewesen.
    Alles in allem ist das Buch ganz nett und das Thema gut, doch insgesamt hat es viel Luft nach oben.

    Dunkles Lavandou

    Remy Eyssen
    Dunkles Lavandou (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    24.06.2020

    Sehr gut

    Bei Lavandou springt eine junge Frau von einer Autobahnbrücke. Alle gehen von einem Selbstmord aus. Doch Leon Ritter stellt schnell fest, dass das nicht möglich ist, denn die Frau war schon vorher tot. Dann wird die Leiche einer weiteren jungen Frau im Wasser gefunden. Auch hier scheint es erst wie ein Unfall, bis Leon Ritter erkennen muss, dass die Frau keinesfalls ertrunken ist. Die Suche nach dem Täter wird aber erst richtig aktiviert, als zwei junge Frauen verschwinden – eine davon die Stieftochter des Kultusministers.

    Ich kenne die gesamte Reihe um Leon Ritter. Mir gefällt immer sehr gut die Beschreibung der Provence, des Essens, der Menschen, der Kultur. In einigen der Vorgängerbücher war mir etwas zu viel Privatleben dabei und zu wenig Ermittlung. Dieses Buch empfinde ich als eines der besten in dieser Reihe, denn hier ist es genau umgekehrt. Natürlich gibt es auch wieder etwas privates, aber in erster Linie geht es wirklich um die diversen Ermittlungen. Das Buch ist nicht durchweg hochspannend, aber eine gewisse Grundspannung ist die ganze Zeit vorhanden und erst relativ spät hat man eine Idee, wer der Täter sein könnte. Von mir eine Leseempfehlung.
    Der Würfelmörder

    Stefan Ahnhem
    Der Würfelmörder (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    22.06.2020

    Neu aufgelegt

    Eine Reihe von brutalen Morden geschieht. Das Team muss ohne Fabian Risk ermitteln. Seine Tochter wurde beim letzten Fall angeschossen und liegt noch im Krankenhaus. Das gibt große familiäre Probleme, die Ehe scheint gescheitert. Fabian will alles versuchen, dass es privat weitergeht. Doch das ist schwierig. Währenddessen wird es auch auf Arbeit immer schwieriger. Verzweifelt suchen sie nach einem Zusammenhang zwischen den Morden. Sie ahnen nicht, dass es den nicht gibt – denn der Mörder überlässt alles dem Zufall bzw. dem Würfel.

    Das Buch ist – wie immer bei dem Autor – gut lesbar und auch spannend. Mir war allerdings viel zu viel privates dabei. Das Buch erschien vor einem Jahr unter dem Titel „10 Stunden tot“. Damals blieben viele Sachen unaufgeklärt und in der Schwebe. Jetzt wurde das Buch unter neuem Titel nochmals als eigene Mini-Reihe veröffentlicht und der Nachfolger gleich dazugepackt. Schade, dass man dadurch die Fabian-Risk-Reihe nicht sofort entdeckt. Für Neueinsteiger in die Reihe dürfte es etwas schwierig mit dem Verständnis sein. Es fehlt ziemlich viel Vorwissen.
    flüchtig

    Hubert Achleitner
    flüchtig (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    18.06.2020

    Guter Stil

    Nach fast 30 Ehejahren kündigt Maria Knall auf Fall ihren Job, nimmt das gesamte Geld und das Auto ihres Mannes und verlässt diesen und damit die Ehe. Ihre Reise führt sie Richtung Griechenland, während ihr Mann Herwig (genannt Wig) ziemlich ratlos zurückbleibt.

    Die Beurteilung des Buches fällt mir nicht leicht. Denn der Stil, die sprachliche Gestaltung ist einfach grandios, fantasievoll und vom Feinsten. Der Autor, der ebenfalls Sänger ist, ist mir wenig bekannt. Aber stilistisch spielt er für mich in der obersten Liga mit.
    Leider trifft das aber nicht auf den Inhalt zu. Keine der Figuren konnte mich überzeugen. Dass sich nach dem Tod des ungeborenen Kindes und der weiteren Kinderlosigkeit eine Ehe verändert, ist normal. Aber warum leben beide so nebeneinander her und trennen sich nicht. Sie sind nicht durch Kinder gebunden, sie können finanziell jeder auf eigenen Beinen stehen, sie haben sich nichts zu sagen und leben nebeneinander. Maria wird ein wenig als das Opfer dargestellt, weil Wig eine Freundin hat, die ein Kind erwartet. Doch sie selbst hatte auch Beziehungen nebenher. Auch die egoistische Mitnahme des gesamten Geldes erschließt sich mir nicht.
    Auch die Geschichten in der Geschichte verstehe ich nur teilweise. Da wird jede noch so kleine Nebenfigur – die eigentlich nicht wichtig ist – bis ins Detail beschrieben, vorgestellt und mit weiteren Episoden untermalt. Dazu kommen persönliche Meinungen des Autors zu Politik, Zeitgeschehen, Psychologie u. ä. – das ist völlig legitim, aber leider hatte ich oft das Gefühl eines erhobenen Zeigefingers.
    Alles in allem habe ich mich mehr und mehr durchkämpfen müssen.
    Benedetto, C: Storys für Kinder, die die Welt retten wollen

    Benedetto, C: Storys für Kinder, die die Welt retten wollen (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    18.06.2020

    Teils teils

    Das Buch ist für Kinder ab 9 Jahren gedacht. Es geht darum, was jeder für die Umwelt tun kann und welche Menschen sich dafür einsetzen. Das Thema ist sehr aktuell.
    In dem Buch werden verschiedene Menschen vorgestellt, die etwas für die Umwelt tun. Das sind zum Teil berühmte Schauspieler, wie Leonardo Di Caprio, natürlich Greta Thunberg, aber auch heutigen Kindern eher unbekannte Menschen.
    Diese werden mit einer Zeichnung und einer Art Vita vorgestellt. Leider beginnt hier meine Kritik. Manche Vorstellungen arten regelrecht in eine Aufzeichnung diverser Preise, beruflichen Abschlüsse u. ä. aus. Darüber könnte ich noch hinwegsehen, denn schließlich ist das Buch ca. 250 Seiten stark und da ist nicht jede Vorstellung gleich gut gelungen.
    Was mich aber sehr stört, ist die Überschrift im Zusammenhang mit dem Inhalt. Ich hätte hier erwartet, dass den Kindern eben nicht nur Persönlichkeiten näher gebracht werden. Sondern in erster Linie auch Vorschläge oder Möglichkeiten, die ein Kind in dem Alter konkret umsetzen kann. Ein Schauspieler mit viel Einfluss, Geld und Öffentlichkeit kann große Projekte fördern. Diese Möglichkeit hat ein Kind nicht und hier fehlt mir ein wenig die Anleitung zum eigenen Handeln. Dazu wird fast ausschließlich auf Umweltprobleme und deren Lösungen eingegangen. Das ist sicherlich wichtig und richtig und mit der Verbesserung erreicht man automatisch vieles auf anderen Gebieten (Wasserknappheit, Ernährung, Tierwohl). Doch gehört zum „Welt retten“ nicht auch Abrüstung (um nur ein Beispiel zu nennen)? Ich empfand das Buch etwas sehr einseitig.
    526 bis 550 von 898 Rezensionen
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