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    raschke64 Top 10 Rezensent

    Aktiv seit: 06. Januar 2017
    "Hilfreich"-Bewertungen: 71

    Bitte beachten Sie

    Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.

    898 Rezensionen

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    Im Auge des Zebras

    Vincent Kliesch
    Im Auge des Zebras (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    27.12.2021

    Etwas vorhersehbar

    In verschiedenen Orten von Deutschland werden gleichzeitig, und zwar auf die gleiche Minute, sieben Jungen entführt. Bei der Untersuchung stellt man fest, es war immer der gleiche Täter, obwohl das gar nicht sein kann. Doch es ist überall die gleiche DNA und die Eltern beschreiben den Täter absolut gleich. Kurze Zeit später werden die Eltern ermordet. Kommissarin Olivia Holzmann übernimmt den Fall und steckt bald in einer kompletten Sackgasse. So wendet sie sich an ihren alten Mentor Severin Boesherz, der eine Mitarbeit allerdings vehement ablehnt. Auch eine ehemalige Kollegin kann ihr nicht wirklich weiterhelfen.

    Das Buch ist ein solider Thriller, der in den kurzen Kapiteln die Geschichte aus mehreren Zeitebenen und von mehreren Personen erzählt. Allerdings fand ich ihn schwächer als die mir bisher von dem Auto bekannten Bücher. Das liegt in erster Linie daran, dass man ab weniger als der Mitte des Buches bereits weiß, wer der Täter ist und warum er es tut. Das wie weiß man zwar nicht allerdings ist die interessante Auflösung am Ende dann irgendwie nicht mehr von einem wirklichen Wow-Effekt begleitet. Auch die einzelnen im Buch vorkommenden Personen sind oft nicht wirklich eine Überraschung. Was mich aber zugegeben am meisten gestört hat, sind Vater und Sohn Boesherz. Ich kann die Entscheidung des Vaters überhaupt nicht verstehen und die sogenannten Fähigkeiten des Sohnes kommen mir noch nicht wirklich realistisch vor. Alles in allem kann ich sagen, dass das Buch keinesfalls schlecht ist und auf jeden Fall gut unterhält. Im Gegensatz zu den Vorgängen war es für mich allerdings schwächer. Trotzdem immer noch eine Leseempfehlung.
    Perfect Day

    Perfect Day (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    27.12.2021

    Rote Schleifen

    Ann ist noch sehr jung, als ihre Mutter stirbt. Sie wächst allein mit ihrem Vater auf, der sie stets unterstützt und liebevoll umsorgt. Als Ann Mitte 20 ist, gerät ihre heile Welt komplett aus den Fugen. Denn ihr Vater, ein Philosophieprofessor, wird verhaftet und ihm wird vorgeworfen, zehn kleine Mädchen entführt und getötet zu haben. Zu den Leichen im Wald führen immer rote Schleifen. Ann glaubt nicht daran, dass ihr Vater der Täter ist. Und beginnt eigene Ermittlungen, die für sie gefährlich werden…

    Der Autorin ist erneut ein sehr interessanter Thriller gelungen. Als Leser ist man über weite Strecken hin- und hergerissen. Zum einen glaubt man Ann und ihren Ermittlungen für die Unschuld des Vaters. Zum anderen werden immer wieder Kapitel eingestreut, in denen der Mörder befragt wird, ohne dass man eine Idee bekommt, wer es wirklich ist. Es werden verschiedene Verdächtige präsentiert und die Handlung hat einige überraschende Wendungen. Trotzdem hat mich das Buch nicht so gepackt wie die beiden Vorgängerbände. Ich kann es nicht wirklich genau definieren, warum das so ist, denn ich habe das Buch ziemlich schnell gelesen. Aber irgendwie im Mittelteil war ich nicht zu 100 % überzeugt. Trotzdem gibt es von mir eine Leseempfehlung, weil das Buch immer noch weit über dem Durchschnitt liegt.
    Reality Show

    Reality Show (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    20.12.2021

    Nicht stimmig

    Heiligabend. Doch statt eines beschaulichen Fernsehprogramms erleben die Menschen die sogenannte Reality Show. Dort sollen die zehn einflussreichsten Menschen Deutschlands entlarvt werden. Ihre Geheimnisse sollen angeprangert werden und sie sollen sich für ihre Taten verantworten. Die Menschen vor dem Bildschirm sollen über schuldig oder unschuldig und die entsprechende Strafe abstimmen.

    Vom Grunde her hat das Buch eine unheimlich interessante Story. Wer würde nicht gern mal über die so genannten reichen und einflussreichen Menschen urteilen. Das Problem ist nur, dass damit praktisch eine Art Selbstjustiz vorgeschlagen wird. Gut, das ist in einem Buch machbar. Die positiven Seiten an dem Buch sind die relativ kurzen Kapitel und der zumindest reichlich vorhandene Unterhaltungswert. Wenn mir auch vieles nicht ganz stimmig erschien. Die Idee zur Show haben drei junge Leute, die selbst aus reichen Häusern stammen und niemals Not kennengelernt haben. Sie wollen quasi für alle Leute sprechen und entscheiden. Schon das war für mich schwierig. Doch dann wechseln die Kapitel zwischen Gegenwart und Vergangenheit, die so genannten Opfer/Täter werden ausführlich vorgestellt, die Macher der Show agieren unter echtem Namen (Vornamen, teilweise Nachnamen), aber auch unter den so genannten Decknamen. Alles in allem ein ziemliches Wirrwarr. Irgendwann habe ich aufgegeben, die entsprechenden Personen zuordnen zu wollen. Dazu kommt die zum Teil sexistische Sprache und entsprechende Ansichten bzw. auch die oft verwendeten abwertenden Ausdrücke. Auch die so genannte Show wird relativ kurz angerissen. Dabei wäre gerade interessant zu wissen, welche Sachen angeprangert werden. Das Kapitel um die angeblich faire und biologische Textilherstellung war sehr interessant. Aber damit blieb es. Und warum ein Trainer, der sich an jungen Mädchen vergreift, einer der zehn wichtigsten Menschen Deutschlands sein soll, erklärt sich mir auch nicht. Das Ende kommt dann ziemlich abrupt und für mich nur in Teilen verständlich. 1 % der Menschen besitzen mehr als 99 % der anderen Menschen, das Geld wird umverteilt. Damit war es das dann? Für mich unlogisch, denn die Überweisungen sind nachvollziehbar und werden garantiert rückgängig gemacht werden können. Und was der Trainer verbrochen hat, ist mit Geld nicht auszugleichen. Alles in allem fällt es mir schwer, eine wirkliche Leseempfehlung auszusprechen. Das Buch ist gut lesbar und unterhält über weite Teile, gibt einige gute Anregungen, man hätte aber mehr draus machen können.
    Die falsche Zeugin

    Karin Slaughter
    Die falsche Zeugin (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    20.12.2021

    Super Buch

    Leigh ist Anwältin in einer Kanzlei und wird überraschend von ihrem Chef einbestellt, um kurzfristig die Verteidigung eines mutmaßlichen Vergewaltigers zu übernehmen. Anfangs wundert sie sich noch, dass ausgerechnet sie diesen Fall bekommt. Doch als sie den Angeklagten sieht, weiß sie, dass sie ihn kennt. Und zwar aus lange zurückliegender Vergangenheit. Und sie weiß auch, dass er viel zu viel über sie selbst weiß. Damit gerät sie in eine gefährliche Situation. Doch nicht nur sie allein, auch ihre Familie…

    Das Buch beginnt mit der Kindheit und Jugend der Anwältin und ihrer Schwester. Und geht gleich richtig heftig zur Sache, so dass man als Leser praktisch die Luft anhält. Relativ schnell erklären sich die Zusammenhänge. Doch damit beginnt das Buch, erst richtig interessant zu werden. Die Autorin hat es erneut geschafft, den Leser absolut zu fesseln. Die Spannung ist unterschwellig die ganze Zeit vorhanden und man will einfach nur wissen, wie die Geschichte weitergeht, und vor allem, wie sie gelöst wird. Doch innerhalb der verschiedenen, gut gezeichneten Figuren wechseln diese überraschend oft die Seiten. Selbst das Ende birgt noch eine große Überraschung. Und man hat die ganze Zeit Sympathie für Personen, die eigentlich das falsche tun. Von mir eine absolute Leseempfehlung.
    Das Buch der verschollenen Namen

    Kristin Harmel
    Das Buch der verschollenen Namen (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    20.12.2021

    Bewegend

    Eva ist Jüdin und lebt zusammen mit ihren Eltern in Paris. Nur zufällig entgehen sie und ihre Mutter der Verhaftung durch die Nazis. Sie fliehen in das kleine Bergdorf Aurignon. Mehr durch Zufall beginnt Eva – zusammen mit anderen -, Papiere für jüdische Kinder zu fälschen, damit diese in die sichere Schweiz fliegen können. Die Namen der Kinder hinterlassen sie mittels eines Codes in einem alten Buch. Sie verliebt sich in Rémy, einem jungen Mann, der ihr bei den Fälschungen hilft. Doch sie werden verraten und müssen fliehen.

    Das Buch ist sehr bewegend. Anhand der Geschichte von Eva bekommt man als Leser die Auswirkungen der Judenverfolgung direkt zu spüren. Eva wird mehr zufällig Widerstandskämpferin, doch sie begreift sehr schnell, dass ihre Arbeit wichtig ist. So macht sie auch entgegen dem Wunsch ihrer Mutter weiter damit. Gerade die Mutter war in dem Buch eine eher unsympathische Person. Natürlich ist das aus heutiger Sicht und mit dem Wissen relativ einfach, sie so zu beurteilen. Aber anhand dieser Figur wird sehr deutlich gemacht, wie schwierig es für die Menschen damals war, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Der Autorin gelingt es sehr gut, die damalige Zeit wiederzugeben und verschiedene Menschen und ihre Taten zu beschreiben. Von mir eine absolute Leseempfehlung für dieses Buch.
    Der Herzgräber

    Jen Williams
    Der Herzgräber (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    13.12.2021

    Gutes Thrillerdebüt

    Heathers Mutter ist gestorben, sie hat Selbstmord begangen. Als Heather das Haus der Mutter aufräumt und den Nachlass ordnet, findet sie überraschenderweise Briefe, die nicht von ihrem Vater stammen. Bei Nachforschungen stellt sie fest, es ist Post von einem Serienkiller ist, der schon viele Jahre im Gefängnis sitzt. Sie kann sich den regen und andauernden Briefwechsel zwischen ihrer Mutter und dem Mörder überhaupt nicht erklären und forscht nach. Das wird sehr gefährlich für sie.

    Das Buch ist in meinen Augen ein gelungenes Thrillerdebüt der Autorin. Es ist gut lesbar und die Kapitel wechseln zwischen Gegenwart und Vergangenheit. In der Gegenwart geht es in erster Linie um Heather, in der Vergangenheit um die Kindheit und Jugend des Mannes im Gefängnis. Trotz allem habe ich über lange Strecken nicht erkannt und hatte auch überhaupt keine Idee, um was es dabei geht beziehungsweise wie alles zusammenhängt. Das Ende ist dann doch mit einigen Überraschungen gespickt. Einzig das Verhalten von Heather war manchmal nicht wirklich logisch. Sie hat die ganzen komischen Vorfälle und Bedrohungen einfach so hingenommen. Das habe ich nicht ganz verstanden. Doch alles in allem kann ich für das Buch eine Leseempfehlung aussprechen.
    Der schwarze Winter

    Der schwarze Winter (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    13.12.2021

    Schwere Zeiten

    Die Schwestern Silke und Rosemarie haben nach ihrer Flucht aus Danzig Arbeit auf einem Bauernhof bekommen. Doch sie werden nur ausgenutzt und der Bauer will Rosemarie vergewaltigen. Sie wehrt sich. Deshalb fliehen sie weiter nach Hamburg. Über Bekannte und spätere Freunde finden sie Unterkunft und Arbeit. Silke eröffnet eine Bar für britische Soldaten und Rosemarie arbeitet dort als Sängerin mit großem Erfolg. Doch in der von Männern und Gewalt geprägten Nachkriegszeit werden ihnen von allen Seiten Steine in den Weg gelegt.

    Das Buch beschreibt eine sehr schwierige Zeit kurz nach dem Krieg, in dem der Winter so sehr kalt ist und die Menschen hungern und frieren. Das alles ist gut und authentisch beschrieben und vermittelt einen Eindruck, wie schwierig die Verhältnisse zu dieser Zeit in Hamburg waren. Dabei ist das Buch aber gleichzeitig unterhaltsam und gut zu lesen. Leider ist allerdings vieles sehr vorhersehbar und das Ende in meinen Augen ziemlich kitschig. Da wurde unheimlich viel Potenzial verschenkt. So bleibt es insgesamt eher durchschnittlich. Man kann es lesen, und das sehr gut. Aber es hinterlässt keinen bleibenden Eindruck. Leider.
    Ritchie Girl

    Ritchie Girl (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    07.12.2021

    Schwierig

    Paula Bloom ist in Deutschland aufgewachsen, hat einen amerikanischen Vater und ging noch vor Beginn des Zweiten Weltkrieges nach Amerika. Zurück nach Deutschland kommt sie als so genanntes Ritchie Girl, das sind Frauen die in einem speziellen Camp in Amerika ausgebildet wurden, um in die Armee einzutreten und gegen Hitler zu kämpfen. Doch schon während ihrer Ausbildung werden sie wie Menschen zweiter Klasse behandelt, später werden sie auch bei den Aufstiegsmöglichkeiten immer benachteiligt. Da Paula exzellent deutsch spricht, wird sie als Dolmetscherin eingesetzt und soll einen eventuellen Spion der Nazis entlarven.

    Das Buch war für mich extrem schwierig zu lesen. Auf der einen Seite ist es sehr blumig und da werden schachspielende Wolken beschrieben, um nur wenige Zeilen später im Stil eines Sachbuches über die Verbrechen der Nazis zu berichten. Diese ständigen Wechsel empfand ich als unangenehm. Ebenfalls schwierig für mich waren die unheimlich viele Namen, die im Buch erwähnt werden, oder die vielen Personen, um die es ging. Es war einfach zu viel. Ein Personenregister hätte da sehr weitergeholfen. Ab Mitte des Buches war ich dann soweit, dass ich es nur noch lesen wollte, um zu wissen, wie die Geschichte um Paula, Sam und Georg ausgehen wird. Es fällt mir schwer zu sagen, wem ich das Buch zum Lesen empfehlen sollte.
    Die letzte Tochter von Versailles

    Eva Stachniak
    Die letzte Tochter von Versailles (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    07.12.2021

    Teils - teils

    Véronique wird mit gerade mal 13 aufgrund ihrer Schönheit entdeckt und in eine Art Bordell des französischen Königs verkauft. Nach der Geburt ihrer Tochter wird sie zwangsverheiratet und die Tochter darf nicht bei ihr aufwachsen.
    Die Tochter Marie-Luise weiß wiederum nichts von ihrer Mutter. Als sie selbst verheiratet mit einem Anwalt in der französischen Revolution mitwirkt, könnte ihr ihre Abstammung zum Verhängnis werden.

    Mich lässt das Buch etwas zwiegespalten zurück. Es umfasst mehr als 500 Seiten und leider ist gerade der Anfang eher schwierig. Die Beschreibungen zu den Details des damaligen Lebens finde ich sehr gut und teilweise auch informativ. Die Figuren allerdings sind mir nicht so recht nahegekommen. Um nicht zu sagen, dass ich mich teilweise gerade im ersten Teil über längere Strecken leider auch gelangweilt habe. Im Laufe der Geschichte wird das etwas besser. Trotzdem überzeugen die Figuren wesentlich weniger als die historische Handlung. Hier wäre mehr möglich gewesen.
    Wo kommen wir denn da hin

    Wo kommen wir denn da hin (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    29.11.2021

    Zweiter Aufguss

    Günter Habicht ist 63 und frühpensionierter Busfahrer. So hat er auf einmal noch mehr Zeit, seinem „Hobby“ nachzugehen – nämlich alles um sich herum zu kontrollieren als so eine Art Ersatzsheriff. Parkt der Nachbar sachgerecht, wird der Abfall ordentlich entsorgt, ist die Hecke auf der richtig Höhe geschnitten und so weiter? Doch bald geht er damit nicht nur seiner Frau, sondern auch den anderen Menschen gehörig auf den Geist.

    Das Buch um Günter Habicht Ist sozusagen ein Ableger der bekannten Renate-Bergmann-Reihe. Aber wie es so ist mit Original und Nachahmung. Hier ist das Original eben um Längen besser. Auch wenn man in der Hauptperson viele Eigenschaften wiedererkennt, die man sicher auch in der eigenen Familie oder im Bekanntenkreis antrifft, fand ich das Buch über große Strecken nicht wirklich witzig. Auch die immer mal vorhandenen Seitenvermerke zu Renate Bergmann kann man wohl nur verstehen, wenn man ihre Bücher gelesen hat. Irgendwann nervte Habicht eigentlich nur mit seinen Macken. Ich weiß nicht, ob das Ganze jetzt als Reihe gedacht ist. Ich glaube allerdings nicht, dass ich die Fortsetzung lesen werde.
    Piskulla, C: Pacific Crest Trail Killer

    Piskulla, C: Pacific Crest Trail Killer (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    29.11.2021

    Spannend und anders

    Mark Stetson war viele Jahre im Ausland und bevor er in den regulären Polizeidienst zurückgeht, will er sich einen Traum erfüllen. Einmal den Pacific Crest Trail zu laufen, einen mehr als 4000 km langen und sehr speziellen Wanderweg in den USA. Dafür braucht man mehrere Monate und Mark ist motiviert. Allerdings begegnet er bald Parkrangern, die eine Frau suchen. Mark findet die Leiche und das ist schon sehr speziell. Er will den Mörder finden …

    Das Buch hat mich beeindruckt. Das Cover ist passend und die Idee einer Mörderjagd auf einem so bekannten und trotzdem relativ einsamen Wanderweg finde ich eine gute Idee. Ich selbst könnte mir nicht vorstellen, diesen Weg zu laufen. Die Figuren sind nachvollziehbar und oft sympathisch. Die Umstände werden gut beschrieben und durch verschiedene „Umwege“ ist das Buch auch sehr spannend. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.
    Das geheime Leben des Albert Entwistle

    Das geheime Leben des Albert Entwistle (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    29.11.2021

    Wärmend

    Albert ist Postbote und lebt immer noch im gleichen Ort im Elternhaus. Seine Kindheit und Jugend waren eher nicht schön, trotzdem hat er seine Mutter bis zum Schluss gepflegt. Er ist eigentlich eine Art Eigenbrötler, denn er vermeidet, wo es nur geht, den direkten Kontakt mit Menschen. Er lebt nur und für seine Katze Gracie. Doch dann stirbt sie und gleichzeitig erfährt er, dass er bald in Rente gehen soll. In dieser Situation merkt er, dass er nicht einsam weiterleben möchte und macht sich auf die Suche nach seiner großen Jugendliebe.

    Das Buch ist herzerwärmend. Albert hat eigentlich nur schlechte Erfahrungen gemacht und erst im relativ späten Alter gesteht er sich ein, dass ein einen Schritt nach außen machen muss. Als er es endlich tut, erlebt er für ihn überraschend eine Welle der Hilfsbereitschaft und Zuneigung. Die Figuren sind teilweise sehr eigen bis skurril, trotzdem hat man nicht das Gefühl, dass sich über sie lustig gemacht wird. Im Gegenteil – man schließt viele davon regelrecht ins Herz. Das Buch wirkt auf den ersten Blick banal kitschig, aber die Geschichte hat unheimlich viel Tiefgang. Unbedingt lesen!
    Die Früchte, die man erntet

    Die Früchte, die man erntet (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    29.11.2021

    Absolut super

    Innerhalb einer Woche werden drei Menschen in der Kleinstadt Karlshamn erschossen. Scheinbar haben sie überhaupt nichts miteinander zu tun und vom Täter fehlt jegliche Spur. Die Reichsmordkommission wird zur Aufklärung der Taten eingesetzt. Doch sie kommen nicht recht vorwärts und so geschehen weitere Morde.

    Das Buch ist absolut super. Ich kenne nicht alle Vorgängerbände und so fehlten mir manchmal Kenntnisse bei den privaten Details der Hauptpersonen. Das war aber überhaupt kein Problem, um den gegenwärtigen Band vollständig zu verstehen. Er liest sich einfach nur super hintereinander weg. Das ist für mich ein Zeichen, dass mich das Buch packt. Obwohl man hier schon bald den Täter und die Gründe kennt, wird es absolut nicht langweilig. Im Gegenteil, es gibt am Ende noch eine zweite Ermittlung und einige Cliffhanger, die zwar das derzeitige Buch nicht beeinflussen, aber schon neugierig auf die Fortsetzung machen. Diese werde ich auf jeden Fall lesen.
    Wellenflug

    Wellenflug (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    29.11.2021

    Lesenswert

    Wellenflug ist ein Buch, dass sich über gut 100 Jahre erstreckt. Es beginnt in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Erzählt wird die Geschichte einer jüdischen Familie. Sie beginnt in eher ärmlichen Verhältnissen und nach und nach wird die Familie immer reicher und bedeutender und steigt gesellschaftlich auf. Erzählt wird in erster Linie von Anna, die durch die Heirat in die Familie Reichenheim ein Leben in der gehobenen Gesellschaftsschicht führt. Anfang des 20. Jahrhunderts geht es dann um den Sohn von Anna und seine Frau Marie. Diese stammt ebenfalls aus ärmlichen Verhältnissen und wird deshalb in der Familie Reichenheim nie anerkannt sein.

    Die Autorin erzählt die Geschichte ihrer Familie. Dabei konzentriert sie sich zwar auf die beiden Frauengestalten, trotzdem erfährt man viel über das damalige Leben. Das Ganze ist relativ sachlich geschrieben, trotzdem ist es interessant. Wichtige politische Ereignisse werden erwähnt, aber meist aus der Sicht der jeweiligen Frau betrachtet. Das macht das Ganze sehr persönlich. Alles in allem kann ich dann für das Buch nur eine Leseempfehlung aussprechen.
    Die Tote mit der roten Strähne

    Die Tote mit der roten Strähne (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    22.11.2021

    Auf und Ab

    Detective Betty Rhyzyk ist noch nicht lange in Texas und arbeitet bei der Polizei in Dallas. Ihre Abteilung ist spezialisiert auf Drogenvergehen. Betty ist für eine Frau extrem groß, hat rote Haare und ist lesbisch. Außerdem hat sie polnische Wurzeln. Damit hat sie es in der Polizei nicht gerade leicht. Sie leitet einen Einsatz, um einen mexikanischen Drogendealer zu fassen. Doch dieser kann entkommen und ein Kollege von Betty stirbt dabei. Danach geht das Ganze erst richtig los und wird für Betty sehr persönlich.

    Das Buch lässt mich etwas zwiegespalten zurück. Und gerade anfangs hatte ich mit dem Stil so meine Probleme und habe mich nur schwer ein gelesen. Betty ist schon irgendwie eine spezielle Person und für mich nicht unbedingt ein Sympathieträger. Im Laufe des Buches wurde die Geschichte dann interessanter, zum Ende hin dann doch wieder ein wenig arg unrealistisch. So war das Ganze immer ein Auf und Ab zwischen ziemlich schlecht bist eigentlich ganz gut. Zusammenfassend entscheide ich mich dann dafür, das Buch als für mich mittelmäßig einzustufen. Ich glaube nicht, dass ich eine Fortsetzung, so sie es denn geben wird, lesen werde.
    Das Kreuz des Pilgers

    Petra Schier
    Das Kreuz des Pilgers (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    22.11.2021

    Nicht ganz meins

    Das letzte Drittel des 14. Jahrhunderts. Reinhild ist zusammen mit ihrem Mann sowie Pilgern und Handelsreisenden auf dem Rückweg in ihre Heimatstadt Koblenz. Bei einem Überfall stirbt ihr Mann. Die Familie in Koblenz versucht ihr, so gut es geht zu helfen. Denn es ist nicht leicht für eine Frau, auch wenn sie als Witwe mehr geschützt ist, in dieser Zeit zu überleben.

    Ich habe mich mit dem Buch etwas schwergetan. Zuerst einmal ist die Gestaltung des Covers und der Beginn des jeweiligen Kapitels positiv zu erwähnen. Das wird der Zeit, in der das Buch spielt, gerecht. Ebenfalls positiv ist das am Anfang gestellte Verzeichnis der handelnden Personen. Das ist umso mehr wichtig, weil in dem Buch unheimlich viele verschiedene Personen vorkommen und man nicht immer auf dem ersten Blick die Verwandtschaftsverhältnisse erkennen kann. Man merkt, dass die Autoren sich mit dem Mittelalter sehr beschäftigt hat. Manchmal waren es einfach zu viele Details, die das Buch dann ein wenig langatmig erscheinen ließen und ein Glossar am Ende des Buches wäre hilfreich gewesen. Auch das große Geheimnis ist eigentlich keins, weil man schon sehr bald weiß, worum es da eigentlich geht. Interessant ist die Beschreibung des Umbruchs des niederen und/oder Landadels. Gar nichts anfangen konnte ich mit dem erwähnten Kreuz. Auch wenn die Menschen in der damaligen Zeit sicherlich an vieles glaubten, worüber wir heute den Kopf schütteln, ist ein Kreuz, das heiß wird, summt und „warnt“ für mich dann doch zu stark fantastisch. Ebenfalls enttäuscht hat mich das Ende des Buches und die vielen offenen Handlungsstränge, denn es war nirgendwo erkennbar, dass das Buch als Reihe angelegt ist. So kann ich es nur bedingt empfehlen und eigentlich nur an Leute, die an einem Mehrteiler interessiert sind.
    Wir sind schließlich wer

    Anne Gesthuysen
    Wir sind schließlich wer (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    22.11.2021

    Fortsetzung der Familiengeschichte

    Anne ist Pastorin und kommt In die Gemeinde ihre Familie zurück. Die Gemeinde allerdings lehnt sie in großen Teilen ab, denn Anne erscheint Ihnen viel zu jung, sie ist geschieden, und viel zu modern. Viel Zeit zum Einleben hat sie allerdings nicht, denn die Familie ihre Schwester bricht gerade auseinander. Der Schwager kommt ins Gefängnis und ihr Neffe verschwindet. Kurz danach taucht eine Lösegeldforderung für eine Entführung auf und ihre Schwester ist damit komplett überfordert.

    Wir sind schließlich wer ist die Fortsetzung der Familiengeschichte von Anne Gesthuysen. Auch dieses Buch kann man wieder komplett einzeln lesen. Es knüpft zwar an den Vorgänger Band an, aber es ist keine Voraussetzung, dass man diesen kennen muss. Wie immer ist die Geschichte geradlinig erzählt und es geht um Familienprobleme in den verschiedensten Formen. Mir gefällt der Stil der Autorin und ich lese ihre Geschichten sehr gern. Sie haben oft sehr viel, wenn auch unterschwelligen, Humor. Deshalb gibt es von mir auch eine Lese Empfehlung.
    Betongold

    Betongold (Buch)

    2 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    22.11.2021

    Unspannend

    In München wird in einer Baustelle ein Mann tot aufgefunden. Josef Frey, genannt Smokey, ist ehemaliger Mordermittler und kennt den Toten. Deshalb stellt er eigene Ermittlungen an, arbeitet aber auch mit der Polizei zusammen.

    Das Buch hat mich enttäuscht. Der Stil ist sehr speziell, doch daran habe ich mich schnell gewöhnt. Es sind immer relativ kurze Kapitel und insgesamt nur etwas mehr als 230 Seiten. Doch das Buch hat nicht wirklich viel mit einem Krimi zu tun. Es geht um die lange Freundschaft dreier Männer und um Immobiliengeschäfte in München sowie um die Krankheit des Ex-Kommissars. Dabei ist das Buch total unspannend, für mich über weite Strecken auch direkt langweilig. Auch die Auflösung habe ich irgendwie mit einem Schulterzucken abgetan und insgesamt hinterlässt das Buch bei mir keinerlei Wunsch auf eine Fortsetzung.
    Pirlo - Gegen alle Regeln

    Ingo Bott
    Pirlo - Gegen alle Regeln (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    22.11.2021

    Hat Potenzial

    Dr. Anton Pirlo ist aus einer renommierten Kanzlei entlassen worden. Quasi vom Wohnzimmer aus übernimmt er einen neuen Fall. Seine Mandantin soll ihren Mann umgebracht haben. Die Verteidigung hat nicht wirklich viele Möglichkeiten. Pirlo bekommt die junge Anwältin Sophie Mahler zu Unterstützung und beide versuchen, einen Freispruch für ihre Mandantin zu erreichen, denn neben der Freiheit steht auch für Pirlo selbst viel auf dem Spiel, was mit seiner Familie zu tun hat.

    Mir hat das Buch insgesamt ganz gut gefallen. Vor allem die lockere und teilweise freche Sprache ist eine Abwechslung. Auch wenn es mir gerade am Anfang manchmal zu locker war und es zu viele Schimpfwörter gab. Im Laufe des Buches änderte sich das dann ein wenig. Insgesamt jedenfalls hat es schon Potenzial auch für eine Reihe. Auch wenn mir einige Sachen etwas suspekt waren. So kann ich mir nicht vorstellen, dass in Deutschland ein Anwalt sozusagen unter einem Künstlernamen vor Gericht auftreten kann. Auch die etwas eigenartigen Methoden bei der Ermittlung waren für mich nicht unbedingt sehr realistisch. Doch trotzdem war das Buch alles in allem sehr unterhaltsam.
    Meeressarg

    Stefan Ahnhem
    Meeressarg (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    09.11.2021

    Das Ende der Reihe?

    In Kopenhagen wird mehr zufällig im Meer ein Auto mit zwei Toten gefunden. Einer davon ist ein hochrangiger Polizeibeamter. Er scheint Selbstmord begangen zu haben, doch die Polizei hat daran bald Zweifel. Bei den Ermittlungen mischt sich der Polizeichef Kim Sleizner ein, doch er scheint mehr zu wissen als das Ermittlerteam.

    In dem sechsten Band der Reihe um Fabian Risk geht es eigentlich gleich um drei Fälle. Fabians Sohn begeht im Gefängnis Selbstmord, doch Fabian zweifelt daran. Bei den Ermittlungen um die Toten im Auto gerät Sleizner immer mehr in Verdacht. Und dann gibt es immer noch Dunja Hougard, die ebenfalls gegen Sleizner im Untergrund ermittelt. Das alles läuft mehr oder weniger im Wechsel und gleichzeitig parallel. Wobei es in diesem Buch relativ wenig um Fabian Risk geht. Das Ende klingt so, als wäre es auch das Ende der Reihe. In meinen Augen ist es eine gute Entscheidung, denn gerade in der Mitte des Buches hat es unheimlich viele Längen. Lange Zeit geht es auch gar nicht mehr um die polizeilichen Ermittlungen, sondern um private Probleme sowohl in Fabians Familie wie auch in der Familie des Ermittlers in Kopenhagen. Zum Ende hin wird das Ganze dann ziemlich abenteuerlich und in meinen Augen auch sehr unrealistisch und übertrieben. Für mich ist das Buch eines der schwächstem in der gesamten Reihe und eine Leseempfehlung kann ich nur aussprechen für absolute Fans und vor allem für Leute, die die Vorgängerbücher auch kennen. Einsteiger werden mit diesem Buch keine Freude haben.
    Die Ullsteinfrauen und das Haus der Bücher

    Beate Rygiert
    Die Ullsteinfrauen und das Haus der Bücher (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    09.11.2021

    Interessante Persönlichkeiten

    Rosalie Gräfenberg arbeitet als Journalistin und lernt zufällig Dr. Franz Ullstein kennen. Obwohl er mehr als 30 Jahre älter und Generaldirektor der Firma Ullstein, dem größten Zeitungsverlag der damaligen Zeit und einem sehr großen Buchverlag ist, verlieben sie sich ineinander. Als es ernst wird und sie heiraten wollen, kommt es zu einem Aufstand in der Firma, Den Franz hat vier Brüder und diesen ist die unabhängige junge Frau ein Dorn im Auge. Sie stellen Franz vor die Wahl, sich zu trennen und später scheiden zu lassen oder aus der Firma zu gehen. Als Franz keines davon macht, verklagen sie Rosalie als Spionin.

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Ich kannte die Geschichte des Verlages nicht und es war sehr interessant für mich zu lesen, wie es in den 1920er Jahren im Verlags- und Zeitungswesen zuging. Die Autorin schafft es gut, zumindest die Hauptfiguren interessant zu gestalten und die Geschichte zu beschreiben. Die Nebenfiguren sind manchmal für mich ein wenig zu einseitig dargestellt, was allerdings auch an der Kürze des Buches liegt. Die Familiengeschichte und die Verlagsgeschichte hätten ausgereicht, um mehrere Bände zu füllen. Die Autorin hat sich auf Rosalie und ihre Geschichte konzentriert. Im Nachwort erklärt sie noch die wahren Begebenheiten und die dazu erfundenen. Trotz der dichterischen Freiheit empfand ich das Buch als sehr homogen und kann eine Leseempfehlung aussprechen. Eigentlich wäre es schön, wenn die Fortsetzung der Geschichte von Rosalie in einem zweiten Band verarbeitet würde.
    Die Bosheit

    Die Bosheit (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    08.11.2021

    Nachbarn

    Mikael ist Lehrer und zusammen mit seiner Frau und seinen Kindern zieht er nach Südschweden in einen kleinen Ort. Sie leben in einem Astrid-Lindgren-Viertel und alles erinnert an die Idylle von Bullerbü. Die Nachbarn kümmern sich umeinander und auf den ersten Blick ist es ein kleines Paradies. Doch dann wird Mikaels Frau von einem Auto überfahren und Mikael glaubt nicht an einen Unfall.

    Das Buch hat eine ganz eigenartige und unterschwellige Spannung. Aus der Sicht von Michael sowie der Nachbarin Jacqueline und deren Sohn Fabian wird die Geschichte abwechselnd erzählt. Dabei gibt es die Teile vor dem Unfall und die Teile nach dem Unfall. Und was wie ein kleines Paradies wirkt, ist eigentlich so gar nichts davon. Es werden Gerüchte verbreitet und die Nachbarn sind überhaupt gar nicht nett zueinander. Trotzdem hat man lange Zeit nicht wirklich eine Ahnung, wieso das alles passiert. Gerade das macht den Reiz des Buches aus.
    Die andere Tochter

    Die andere Tochter (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    02.11.2021

    Zu viel gewollt

    Antonia (genannt Toni) macht Haushaltsauflösungen, erleidet dabei einen Unfall und verliert fast ihr Augenlicht. Nur durch eine Organspende kann sie wieder sehen. Sie möchte gern die Familie des Spenders kennenlernen, was ihr auch gelingt. Doch damit stößt sie quasi in ein Wespennest und bringt ihre eigene Familie in Gefahr.

    Das Buch hätte für mich richtig gut werden können, aber: hier wäre weniger mehr gewesen. Erzählt wird das Ganze in zwei Zeitsträngen. Einmal Toni in der Ich-Form und einmal wird über Toni gesprochen. Gerade diesen Teil fand ich befremdlich. Es geht richtig gut los, doch in der Mitte wird es oft ziemlich langatmig und teilweise auch unglaubwürdig. Einige der genannten Phänomene werden erklärt, aber viele gleiten in Richtung Esoterik ab. Allein die Familiengeschichte wäre schon spannend gewesen, doch dann kommen noch verschwundene Bilder aus der Nazi-Zeit dazu und noch zwei "Kriminalfälle" (ich beschreibe das bewusst so schwammig, um nicht zu viel zu spoilern). Aber genau das wird am Ende einfach zu viel, obwohl im letzten Viertel dann wieder viel passiert und einige Überraschungen dazukommen. Doch insgesamt fällt es mir trotzdem schwer, eine Leseempfehlung auszusprechen.
    Eifersucht

    Eifersucht (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    02.11.2021

    Geschichten

    Das erste, was an dem Buch „Eifersucht“ auffällt, ist das in meinen Augen sehr toll gestaltete Cover mit der verlaufenden Tinte und dem blauen Schnitt. Ich empfinde das als sehr gut gelungen. Inhaltlich ist das Buch anders als die normalen Bücher von Jo Nesbø. Hier werden sieben verschiedene Geschichten erzählt, deren Klammer jeweils das Thema Eifersucht ist. Die Titelgeschichte ist mit 120 Seiten die längste im Buch, alle anderen sind wesentlich kürzer. Einige Geschichten haben am Ende eine Überraschung, viele sind aber zum Ende hin sehr vorhersehbar. Lediglich die Titelgeschichte konnte mich länger fesseln. Hier kommt der Stil des Autors gut zur Geltung und die Figur von Ermittler Balli hätte das Potenzial für einen eigenen längeren Roman oder sogar eine Reihe. Insgesamt kann ich nur ausgesprochenen Nesbø-Fans das Buch empfehlen. Für mich selbst ist das Fazit, dass ich seine längeren Romane wesentlich mehr bevorzuge.
    Das Geheimnis des Bücherschranks

    Frida Skybäck
    Das Geheimnis des Bücherschranks (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    02.11.2021

    Nettes Buch

    Rebecka arbeitet in der Großstadt. Als ihre Großmutter ins Krankenhaus kommt, fährt sie zurück in den kleinen Ort, in dem sie aufgewachsen ist. In der Nähe wohnt auch ihre Mutter, zu der sie aber kaum Kontakt hat. Dort angekommen, muss sie feststellen, dass ihre Oma dringend Unterstützung braucht. Doch das kollidiert mit ihrem Leben in der Großstadt, ihrer Arbeit und ihrem Verlobten.

    Das Buch ist ganz nett. Das Cover täuscht allerdings über den Inhalt hinweg und passt überhaupt nicht zu den beschriebenen Sachen im Buch. Ich weiß nicht, warum das so gewählt wurde. Im Buch geht es um zwei zeitliche Geschichten. Mitten im zweiten Weltkrieg geht es um Anna und ihre Liebe zu Luca und der Hilfe für flüchtende Juden. In der Gegenwart geht es um die Geschichte von Rebecka. Zumindest die Geschichte in der Vergangenheit weist einiges an Tiefgang auf, die in der Gegenwart endet leider sehr vorhersehbar. Oder sollte ich besser sagen: dem Genre gemäß. Und in einigen Teilen dann auch wirklich nicht überzeugend. Alles in allem ist mein Fazit, dass es ein nettes Buch ist, dass man gut lesen kann. Bei mir hinterließ es keinen bleibenden Eindruck. Ich würde aber auch niemanden vom Lesen des Buches abhalten.
    376 bis 400 von 898 Rezensionen
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