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    2. Alle Rezensionen von Ralf Günther bei jpc.de

    Ralf Günther Top 10 Rezensent

    Aktiv seit: 09. April 2013
    "Hilfreich"-Bewertungen: 1891

    Bitte beachten Sie

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    791 Rezensionen

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    Heavenly Bodies (Expanded Edition)

    Heavenly Bodies (Expanded Edition) (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    05.02.2020
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Gelungene Zusammenstellung

    Prog-Schlagzeug-Legende Bill Bruford (Yes, King Crimson, Genesis, UK) war schon immer stark vom Jazz beeinflusst, pendelte zwischen diesen Welten. Auch war er technischen Neuheiten immer aufgeschlossen, so dass er Anfang der 80er-Jahre als einer der Ersten elektronische Drums einsetzte. Bruford hatte auch immer ein Händchen für aufstrebende Talente, so entdeckte er heutige Größen wie Django Bates (keys, horn) oder Ian Ballamy (sax), die er für seine 1986 gegründete Jazzband Earthworks verpflichtete. Von 1987 bis 1991 spielte das Quartett drei Studio-LPs ein, 1997 erschien der Sampler HEAVENLY BODIES. Nun erscheint eine Expanded Version mit einer Bonus-CD, die weitere Aufnahmen der Jahre 1998 bis 2005 enthält. Auf diesen späteren Tracks kehrte Bruford zum rein akustischen Kit zurück. Der 70-Jährige Drummer hatte sich bereits 2009 in den Ruhestand zurückgezogen, nun kann man sich an dieser gelungenen Zusammenstellung erfreuen.
    Kristallen

    Kristallen (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    05.02.2020
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    3 von 5

    Etwas zu stark auf Sicherheit...

    Der 63-Jährige schwedische Posaunist Nils Landgren ist wahrscheinlich der erfolgreichste Musiker des ACT-Labels. Auf der aktuellen Duoscheibe hat er mit dem zehn Jahre jüngeren Landsmann Jan Lundgren einen sensiblen Pianisten an seiner Seite, bekannt durch sein Mitwirken beim Trio Mare Nostrum mit Paolo Fresu und Richard Galliano. Das Programm besteht aus einfachen Volksliedern, zwei Beatles-Songs, sowie diversen Balladen. Nils Landgren ist ein Könner auf seinem Instrument und überzeugt mit butterweichem Ansatz, Lundgren umspielt dessen Melodien zart und aufmerksam. Als Sänger ist Landgren allerdings doch etwas limitiert. Die Aufnahmen bewegen sich meist in einem balladesken Rahmen, Kanten, Up-Tempo-Songs und Überraschungen darf man hier nicht erwarten. So bleibt eine stimmungsvolle Scheibe für die dunkle Jahreszeit, wunderbar produziert, die viele Freunde finden wird.
    Live In Rome 2013 (Limited Edition)

    Deep Purple
    Live In Rome 2013 (Limited Edition) (CD)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    05.02.2020
    Klang:
    3 von 5
    Musik:
    3 von 5

    Und wieder neues Live-Futter der Hard-Rock-Legenden...

    Schon wieder wird ein Livemitschnitt der Hard-Rock-Veteranen auf den Markt geworfen. Diesmal eines Konzertes in Rom aus dem Jahre 2013. Seinerzeit hatte Bob Ezrin als Produzent des erstaunlich frischen Albums NOW WHAT?! Deep Purple kräftig vitalisiert. So fanden auch vier Songs aus diesem Album den Weg auf die Setlist, natürlich auch der kleine Hit “Vincent Price”. Gut abgehangene Klassiker bilden aber natürlich den Kern der Aufnahmen. So wurden außer zwei Songs auch hier alle Tracks vom MADE IN JAPAN dargeboten. Auch wenn insbesondere Organist Don Airey starke Momente hat (dass er mit flinken Fingern im Solospot vom Synthesizer über das Klavier bis zur Orgel flitzt, dabei manche bekannte klassische Melodie anklingen lässt, zum guten Schluss “Perfect Strangers” anstimmt, das überrascht natürlich nicht, denn das kennt man ja so schon seit dem seligen Jon Lord) , bleiben die 1972 dargebotenen Liveversionen natürlich unerreicht. Dass sich Ian Gillan manchmal durch die Songs lavieren muss, weiß man, seine immer gleichen Sprüche nerven allerdings doch etwas. Dass das “Intro” von Deep Purple komponiert sein soll, liest man mit Verwunderung, denn es ist das bekannte Thema “Mars” aus dem Zyklus “Die Planeten” von Gustav Holst. Die Soundqualität ist in Ordnung, die Bandmaschinerie läuft immer noch gut geölt. Ob man allerdings einen weiteren Live-Auftritt von Deep Purple auf Konserve braucht, das muss der geneigte Fan für sich entscheiden.
    Too Much Information

    Bernie Shaw & Dale Collins
    Too Much Information (CD)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    05.02.2020
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    3 von 5

    Die aktuelle Stimme von Uriah Heep

    Seit nunmehr 34 Jahren ist der 63-Jährige Bernie Shaw der Sänger der englischen Hard-Rock-Veteranen Uriah Heep. Mit seinem Landsmann und Multiinstrumentalisten Dale Collins nahm Shaw vor Jahren einen EP auf. Diese Songs bilden nun die Basis für diese aktuelle Scheibe. Fast alle Tracks hat Dale Collins geschrieben, nur beim Opener war Shaw beteiligt und als finalen Track wählte man David Essex großen Hit “Rock On”. Die Titel gehen angenehm ins Ohr, bewegen sich meist im rockigen Midtempo-Bereich, wurde Bernie Shaw auf den Leib geschneidert. Collins sorgt für kurze Gitarrensolos und unterfüttert die Songs mit Keyboardsounds. Nett, doch nicht essentiell. Fans der aktuellen Uriah-Heep-Besetzung können ein Ohr riskieren.
    Tascam Tapes

    DeWolff
    Tascam Tapes (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    05.02.2020
    Klang:
    3 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Ein kurzweiliger Spaß

    Das niederländische Psychedelic- und Blues-Rock-Trio DeWolff um die Brüder van den Poel wollte einmal „was völlig anderes machen“. Das bedeutet nun nicht, dass deren Sound nicht mehr wieder zu erkennen wäre, plötzlich ein anderer Stil gepflegt würde. Die Band schrieb auf der letzten Tour neue Songs, die dann sofort mit einem einfachen Kassettenrekorder aufgenommen wurden. Gesang, eine Gitarre und ein Sampler mit gespeicherten Soul-Drumbreaks, dazu ein batteriebetriebener alter Synthesizer waren das reduzierte Equipment. Dass der Truppe das auf die Spitze treiben des Vintage-Konzepts sehr viel Freude bereitet hat, hört man den knackigen Songs sofort an. Man vermisst sogar meist nicht einmal die sonst übliche Hammondorgel. Ein kurzweiliger Spaß, klasse!
    In Terra Cognita?

    Jean-Jacques Chardeau
    In Terra Cognita? (CD)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    05.02.2020
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    3 von 5

    Zwiespältig...Alan-Simon-Fans hört rein

    Der kanadische Keyboarder Jean-Jacques Chardeau veröffentlicht eine pompöse Rock-Oper, deren Untertitel „Magical Musical Man“ lautet. Bereits der Terminus Musical und die Nennung von Alan Simon im Booklet legen nahe, dass Chardeau Simons Excalibur-Saga als Vorbild diente. Somit tauchen auch hier viele Gastmusiker (u.a. Martin Barre, Brian Auger, Jerry Goodman, John Helliwell, Michael Sadler) auf, die man teilweise auch schon von Simons Werken kennt. Dass die Gastbeiträge nicht immer essentiell sind, sondern es hier eher um ein Name-Dropping geht, steht auf einer anderen Liste. Chardeau führt uns musikalisch einmal rund um die Welt und lässt uns „unbekanntes Land“ entdeckten. Natürlich wird jedes Land mit landestypischen Melodien, Gesängen oder Instrumenten charakterisiert (z.B. Russland: Kalinka-Melodie, Mussorgski-Themen - Indien: Sitar, Tabla – Tibet: repetitiv-meditative Wortwiederholungen – Nordamerika – Indianer-Gesänge etc.). Das führt nur vereinzelt zu überzeugenden Momenten, Chardeau ist dazu kein überzeugender Sänger, auch die gesprochenen Teile nerven. Somit ein zwiespältiges Vergnügen. Dafür liegt ein tolles, aufwendiges Booklet bei.
    The Crimson Guitar: A Tribute To King Crimson

    Fernando Perdomo
    The Crimson Guitar: A Tribute To King Crimson (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    05.02.2020
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Berührend!

    Der 39-jährige US-Amerikaner Fernando Perdomo, aktuell in der Band des Prog-Keyboarders Dave Kerzner, entdeckte früh seine Liebe zu King Crimson der 70er-Jahre (LIZARD, ISLANDS, USA entdeckte er als 11-Jähriger!) und schrieb diese Arrangements bereits als Teen. Zum Glück hat er diese nun wieder ausgegraben und aufgenommen. Nur mit akustischer Gitarre arbeitet er die wunderbaren Melodien heraus. Die karge Reduzierung und Abwesenheit jeglicher zirzensischer Virtuosität präsentiert Songs wie “Starless” oder “In The Court Of The Crimson King” in ganz neuem Licht (mit “Erudite Eyes” hat er auch noch einen Song der King-Crimson-Vorgängerband Giles, Giles & Fripp von 1968 eingespielt). Berührend, hohe Empfehlung!
    Electric Regions

    Udo Pannekeet
    Electric Regions (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    05.02.2020
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    3 von 5

    Interessante Einspielung

    Seit 2016 ist Udo Pannekeet der Bassist bei Focus. Wie die holländischen Rock-Legenden um Thijs van Leer, die Einflüsse aus Rock, Jazz und Klassik in ihre Kompositionen einfließen ließen, ist auch Pannekeet keineswegs auf Rocksounds festgelegt. Der Titeltrack, an dem der Bassist fünf Jahre gefeilt hat, durchläuft verschiedene Stimmungen und Grooves. Eine Bläsercombo bringt wichtige Klangfarben und Solos ein, der Stil tendiert oft zum Fusion-Jazz-Rock. Die fast reine Instrumentalscheibe spricht den konzentrierten Hörer an, mit den profunden Gitarrensolisten Menno Gootjes und Eef Albers hat er aktuelle und frühere Focus-Mitstreiter an Bord, die von verzerrten Rocksounds bis Jazzlicks alles beherrschen. Pannekeet glänzt selbst am Fretless-Bass. Auch wenn nicht alle Kompositionen zünden, manche Keyboardsounds steril wirken, eine interessante Einspielung.
    With Friends From The Orchestra

    Marillion
    With Friends From The Orchestra (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    05.02.2020
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Gelungene Neuinterpretation...

    Die britischen Neo-Prog-Veteranen Marillion haben an ihrer letztjährigen Live-Zusammenarbeit mit einem Orchester (LIVE AT THE ROYAL ALBERT HALL) offenbar Gefallen gefunden. Diesmal ging man aber ins Studio, arbeitete nur mit einem Streichquartett und zwei Bläsern. Natürlich erklingen die Neuinterpretationen dadurch noch schwelgerischer, doch wirkt die große Klanggeste nicht kitschig und plüschig. Die klassischen Arrangements sind luftig und gut gesetzt, unterstreichen die Emotionalität der Vorlagen meist gelungen. Sänger Steve Hogarth steht im Rampenlicht, Steve Rothery steuert elegische Gitarrensolos bei. Marillion haben neun Songs ausgesucht, die im Original zwischen 1989 und 2012 erschienen sind. Drei lange Tracks dehnen sich bis zu 18 Minuten aus, in “This Strange Engine” bläst Phil Todd ein Sax-Solo. Gepflegte, elegante Klangräume, Experiment gelungen.
    Cure

    Cure (LP)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    06.01.2020
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Great!

    Nein, mit Shakespeares „Widerspenstigen Zähmung“ hat das Quintett aus Regensburg außer deren Namen nur insofern zu tun, als dass sie abgeklärter und reifer als auf ihrem Debut-Album klingen...nun ja, gezähmt sind sie aber beileibe und zum Glück nicht! :-) Taming The Shrew spielen einen gepflegten Blues Rock, der Härtegrad hält sich moderat in Grenzen, leichte Psychedelic-Elemente runden das Klangbild gelungen ab. Daniela Liebl steht als Sängerin im Rampenlicht, die Band lebt aber ebenso von ihrem kompakten Sound, hier heben sich keine Virtuosen egomanisch ab. Gitarre, Klavier und insbesondere die Orgel sorgen für eine warme Grundierung, Solos kommen songdienlich auf den Punkt, geerdet von einer kompakten Rhythmusgruppe. Zwar wird man sich weiterhin mit einem Platz in der zweiten Reihe hinter Bands wie den Blues Pills oder Pristine begnügen müssen, doch macht die CD durchweg Spaß. Highlight ist das coole “Some Other Men”. Balladenfans sei “Sent Me Overseas” (ohne Rhythmusgruppe) ans Herz gelegt. Auf die anstehenden Livekonzerte kann man sich freuen.
    Two Concerts (Lagos 1979 & Bochum 1990)

    Two Concerts (Lagos 1979 & Bochum 1990) (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    26.12.2019
    Klang:
    3 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Eine schöne Ergänzung der Discographie

    Der 2003 im Alter von nur 59 Jahren verstorbene Volker Kriegel war der stilbildende deutsche Jazz-Rock-Gitarrist der 70er-Jahre in Deutschland. Nicht nur als Solist, auch als Gründungsmitglied des United Jazz & Rock Ensembles, sowie als Autor und Zeichner machte er sich einen Namen. Zwei unterschiedliche Konzertmitschnitte auf den Jahren 1979 in Lagos, sowie 1990 aus Bochum werden nun den Fans zugänglich gemacht. 1979 hatte Kriegel mit herausragenden Solo-LPs wie INSIDE: MISSING LINK (1972) oder MILD MANIAC (1974) bereits einen hervorragenden Ruf. Mit dem Ende seiner Gruppe Spectrum wandelte sich sein Jazz-Stil durch die neue Musiker seines Mild Maniac Orchestra merklich. Im Zentrum standen aber weiterhin wunderbare, elegante Melodien, sowie sein sofort erkennbarer Gitarrensound. Das lässt sich auch auf dem Mitschnitt aus Lagos gut nachvollziehen, mit einem sich auf 24-Minuten ausdehnenden “Elastic Menu” mit langen Solospots, bis zu einer finalen Jam-Session mit afrikanischen Musikern. Außer seiner damaligen Stammband um Hansi Ströer, Thomas Bettermann, Evert Fraterman und Hans Behrendt waren die Bläser Wolfgang Engstfeldt und Uli Beckerhoff als Gäste auf dieser sechswöchigen Tour durch Afrika an Bord. Beim Konzert 1990 in Bochum war dann hiervon nur noch Keyboarder Thomas Bettermann dabei. Der famose Christof Lauer, sowie Michael Schürmann und Thomas Alkier ergänzten diese letzte Bandzusammenstellung Kriegels. Neben zwei eleganten Tracks Volker Kriegels, im Falle des Openers “Palazzo Blue” (die gleichnamige LP war 1989 seine letzte Solo-LP) sich auf 25 Minuten ausdehnend, erklangen auch zwei Kompositionen von Thomas Bettermann, die bislang unveröffentlicht waren. In dieser finalen Karrierephase klang die Band auch wieder deutlich „jazziger“, als die Jahre zuvor. Die Konzertmitschnitte wurden soundtechnisch auf den aktuellen Stand gebracht. Es ist schön, dass das musikalische Erbe dieses humorvoll-intellektuellen Ausnahmemusikers somit um diese Mitschnitte ergänzt wird.
    Cure

    Cure (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    26.12.2019
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Macht viel Spaß

    Taming The Shrew aus Regensburg spielen einen gepflegten bluesgrundierten Rock, der Härtegrad hält sich moderat in Grenzen, leichte Psychedelic-Elemente runden das Klangbild gelungen ab. Daniela Liebl steht als Sängerin im Rampenlicht, die Band lebt aber ebenso von ihrem kompakten Sound, hier heben sich keine Virtuosen egomanisch ab. Gitarre, Klavier und insbesondere die Orgel sorgen für eine warme Grundierung, Solos kommen songdienlich auf den Punkt, geerdet von einer kompakten Rhythmusgruppe. An Bands wie den Blues Pills oder Pristine kommt man fast heran, die CD macht durchweg Spaß. Highlight ist das coole “Some Other Men”. Balladenfans sei “Sent Me Overseas” (ohne Rhythmusgruppe) ans Herz gelegt. Auf die anstehenden Livekonzerte kann man sich freuen.
    Comatose

    Comatose (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    26.12.2019
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Reinhören lohnt sich

    Die aktuelle Solo-CD des englischen Multiinstrumentalisten ist ein Konzeptalbum, welches in einem in acht Abschnitte unterteilten Longsong die Story eines auf der Intensivstation liegenden Unfallopfers erzählt. Der von der englischen Neo-Prog-Band Galahad bekannte Abraham Lee hat mit Marc Atkinson einen guten Leadsänger an Bord, um alle Saiteninstrumente und Keyboards kümmert er sich selbst. Die Songs decken ruhige Stellen mit akustischer Gitarre, Klavier und Streichersounds, bis zu hart rockenden Riffs mit dramatischen Soundwällen ab – für Abwechslung ist gesorgt, Langeweile kommt keine auf. Elegische bis dynamische Gitarrensolos erinnern an David Gilmour. Ein stimmiges, gelungenes Album. Reinhören lohnt sich!
    Moonlight, Mistletoe & You

    Keb' Mo'
    Moonlight, Mistletoe & You (CD)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    26.12.2019
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    3 von 5

    Es weihnachtet sehr...

    Blues-Urgestein Ke‘ Mo (68) hat der kommerziellen Versuchung einer Weihnachts-CD lange widerstehen können, bis jetzt. Natürlich versucht er damit ein wichtiges US-Mainstream-Segment abzudecken, vermeidet dabei aber eine allzu große Seichtigkeit und hält den Kitschfaktor erfreulich niedrig. So erklingen auch nicht die üblichen Festlieder, von den zehn Songs stammen sieben aus seiner eigenen Feder. Keb‘ Mo serviert ein Weihnachtsmenü mit Ingredienzien aus Blues, Funk, Gospel, Soul und Country. Gefühlige Streicherklänge kommen zwar vor, doch erfreulicherweise selten. Dafür erklingen auch mal kernige Blues-Rock-Gitarrensolos, ein luftiges Saxofonsolo oder ein jazziges Flair mit Gastsängerin Melissa Manchester. Überraschung gelungen, eine der besseren Scheiben in dieser Sparte.
    Sacred Kind Of Love: The Columbia Recordings

    Sacred Kind Of Love: The Columbia Recordings (CD)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    20.10.2019
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    3 von 5

    Ein Großmeister des Smooth-Jazz...und hier ist noch mehr drin!

    Der 1999 im Alter von nur 56 Jahren verstorbene Saxofonist war als Mitbegründer des Smooth Jazz auch dessen erfolgreichster Vertreter. So erklomm 1980 sein Album WINELIGHT Platz 5 in den US-Charts. Auf fünf CDs werden nun Grover Washingtons sämtliche sechs Alben der Jahre 1987 bis 1996 auf dem Label Columbia veröffentlicht. Dass er seinem einmal gefundenen Erfolgsrezept, der eingängigen Fusion aus Pop, Funk, Soul, R&B, leicht veredelt durch solistische Jazzspritzer, auch hier meist treu blieb verwundert nicht. Die CDs klingen edel und poliert, wurde auch oft als „Fahrstuhlmusik“ bezeichnet. Daher hört man bei den Alben THEN AND NOW (1988) und ALL MY TOMORROWS (194) freudig auf, denn hier wandte er sich mit Virtuosen wie Herbie Hancock, Tommy Flanagan, Hank Jones, Ron Carter, Grady Tate, Eddie Henderson, Bobby Watson, George Mraz oder Billy Hart reinen Jazz-Gefilden zu. Diese Aufnahmen haben den Test der Zeit besser überstanden. Der remasterte Sound klingt einwandfrei, ein 23-seitiges Booklet rundet gelungen ab, wobei allerdings das Nichtaufführen der Musiker bei den einzelnen Platten negativ auffällt.
    Vision For Two - 10 Years

    Vision For Two - 10 Years (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    20.10.2019
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Musik für intime Momente

    Der Akkordeonist Klaus Paier lernte bei Aufnahmen mit dem Radio.String.Quartet.Vienna die Cellistin Asja Valcic kennen. 2009 erschien das im Duo eingespielte erste Album auf ACT. Zehn Jahre und vier Alben später erscheint nun auf dem gleichen Label das neueste Werk. Waren 2018 auf CINEMA SCENES noch Bass und Schlagzeug dabei, konzentriert sich das österreichisch-kroatische Duo nun wieder auf das pure Musizieren ohne Rhythmusgruppe. In zehn Eigenkompositionen bewegt man sich weiterhin im Spannungsfeld von Kammermusik, Tango und Musette, klingt einmal melancholisch, dann groovt man mit perkussiven Elementen. Südamerikanische Melodien treffen auf abendländische Kunstmusik, dabei darf es auch zart impressionistisch klingen, bevor virtuose Improvisationen den Takt vorgeben. Musik für intime Momente.
    Playing John Williams

    Playing John Williams (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    20.10.2019
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Klavier Solo....

    Der 35-Jährige österreichische Pianist widmet sich auf der 14. Folge der Piano-Works-Serie des Labels ACT Stücken des US-amerikanischen Filmkomponisten John Williams. Dabei sind Melodien zu Blockbustern wie “Harry Potter”, “Superman”, “Star Wars”, “Jurassic Park”, “E.T.”, “Schindler’s Liste” oder “Der Weiße Hai”. Helbock hat die Musik, die in den Filmen meist groß aufgeblasen und orchestriert erklingt, auf ihre melodische Essenz entkernt, sie reharmonisiert und auch andere Taktarten verwendet. Für spezielle Effekte greift Helbock auch mal ins Klavier, dämpft die Saiten, zupft und klopft im Inneren des Flügels, um so weitere Effekte zu erzielen. Das ist oft Kopfmusik, die genaueres Hinhören erfordert. Mit seinem ungewöhnlich instrumentierten Trio Random/Control konnte er 2018 allerdings noch mehr überzeugen.
    Hand. Cannot. Erase

    Hand. Cannot. Erase (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    20.10.2019
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Ein ganz großes Prog-Highlight der 2000er-Jahre

    2015 erklomm Prog-Tausendsassa Steven Wilson mit diesem Album die Spitzenpositionen in den Jahres-Polls der einschlägigen Magazine. Kein Wunder, hatte Wilson zwei Jahre nach seinem Magnum-Opus THE RAVEN THAT REFUSED TO SING bewiesen, dass er dieses hohe Niveau weiter halten kann. Dabei wiederholte er das Konzept nicht stoisch, ließ in seinem Konzeptalbum über eine verstorbene junge Londonerin, die drei Jahre unentdeckt in ihrer Wohnung lag, nie Langeweile aufkommen. Drei abwechslungsreichen Longsongs, wie u.a. dem elfminütigen Prog-Kracher “Home Invasion/Regret #9”, stehen berührende, fein gesponnene Songs entgegen. Heftige Metal-Riffs, Pop, Electronica, Balladen, Prog und virtuose Solos sind vortrefflich verwoben. Die nun erschienene Deluxe-Edition bietet außer dem Original-Album auf Blu-Ray-Disc als Bonus einen 5.1-Mix, diverse Alternativ-Versionen, sowie eine Foto-Galerie.
    Brighter Days

    Robert Randolph & The Family Band
    Brighter Days (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    20.10.2019
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Klasse Scheibe!

    Der US-Amerikanische Pedal-Steel-Gitarrist und Sänger Robert Randolph legt nun seit 2003 sein sechstes Studio-Album vor, tauchte aber auch schon auf Scheiben von Santana, Ringo Starr oder Buddy Guy auf. Begleitet wird Randolph von seiner Family Band, zu der u.a. zwei Cousins und seine Schwester Lenesha Randolph als ausdrucksstarke Sängerin gehören. Das gelungene Konglomerat aus Blues, Gospel, Soul, Jam Rock und Funk bietet schöne Nuancierungen. Kraftvolle Rocker wie “Strange Train” oder “Don’t Fight It” und gospelinspirierte Nummern wie “Baptise Me” oder “Have Mercy” sorgen für Abwechslung, die Robert Randolph mit hervorragenden Pedal-Steel-Solos veredelt. Eine klasse Scheibe.
    Citizen: In The Next Life

    Billy Sherwood
    Citizen: In The Next Life (CD)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    20.10.2019
    Klang:
    3 von 5
    Musik:
    3 von 5

    Mr. Fleißig....vielleicht zu viel?

    Der 54-Jährige Billy Sherwood zählt zu den umtriebigsten Musikern. Neben seiner Tätigkeit als Chris-Squire-Nachfolger bei Yes, spielt er auch noch bei Asia oder World Trade und findet dazu auch immer wieder Zeit für Solo-Alben. Auf seinem aktuellen Werk setzt er die Zeitreise-Story von CITIZEN aus dem Jahr 2015 fort. Waren seinerzeit viele Gastmusiker am Start, hat Sherwood diesmal alles im Alleingang eingespielt und mit rauchiger Stimme eingesungen. Die CD kann dem Vorgängeralbum durchaus Stand halten, allerdings krankt es an der gleichen Problematik. Die Stücke sind handwerklich ordentlich eingespielt, jedoch klingt der Mix aus melodiösem Rock, Art Pop nebst leichten Prog-Ziertaten etwas zu beliebig, von den Songs bleibt nichts hängen. Dazu klingt die Produktion etwas flach. Wie immer hat man bei Sherwood das Gefühl, dass hier „mehr drin sein könnte“.
    The Forest

    The Forest (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    20.10.2019
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Im Hier und Jetzt...

    Zwei Jahre nach dem Debutalbum FIRST THINGS FIRST legt die Hamburger Großformation um Komponisten und Schlagzeuger Wanja C. Hasselmann nach. Das Septett arbeitet mit vielen Gastmusikern zusammen und erzeugt einen volltönenden Fusion-Sound, der im Hier und Heute steht. Urbane Sounds, tanzbare Grooves treffen auf jazzige Solistik und rockige Ausbrüche. In zwei Songs werden die Sänger Nico Suave und Alana Alexander gefeatured, es klingen Soul und Hip-Hop an. Spannender klingen die instrumentalen Tracks. Sie sind abwechslungsreich aufgebaut, spielen mit Stimmungen und Schattierungen, ohne dabei verkopft zu klingen. Knackige Bläsersolos, E-Gitarrenexkursionen und spacige Keyboardausflüge sorgen für solistische Abwechslung. Dass die Truppe den Future Sounds Jazzpreis gewonnen hat, kann man hier gut nachvollziehen.
    Le Grand Voyage

    Le Grand Voyage (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    20.10.2019
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Gelungenes Statement

    1995 mit einem sperrigen Mix aus Death Metal, Industrial und Prog gestartet, ist die französische Band Klone nun bei einem homogeneren Sound angekommen, der auf Growls und sonstige Brutalitäten verzichtet, dabei aber interessant genug bleibt, um nicht in Belanglosigkeit zu versinken. Leichtfüßiger Shoegaze, atmosphärische Parts, der feine Gesang von Yann Ligner stehen im Zentrum. Dass manches dabei an Label-Kollegen wie Anathema oder Pineapple Thief erinnert, ist sicherlich kein Zufall. Das Sextett setzt ebenfalls auf einprägsame Hooks, Gitarren im Alternative-Stil, flächige Keyboards, oft im Midtempobereich. Akzente setzen immer wieder härter Riffs der Gitarren und vereinzelt das Saxofon von Mattieu Metzger. Ein gelungenes Statement, Fans der oben genannten Bands sollten ein Ohr riskieren.
    Power, Soul, Rock N'Roll: Live In Germany

    Lee Aaron
    Power, Soul, Rock N'Roll: Live In Germany (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    20.10.2019
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    3 von 5

    MIss Metal Queen...

    Mitte der 1980er Jahre war die Kanadierin Lee Aaron die Metal Queen, das gleichnamige Album und die Single brachten 1984 den Durchbruch, 1991 kam mit der Trennung von Freund und Gitarrist John Albani auch das Aus für die Band. Ihre Versuche mit einem experimentellen Album 1996 und zwei Jazz-Alben in den 2000er-Jahren wurden wenig beachtet. 2016 kehrte sie wieder zum Hard Rock zurück und tourte im Folgejahr durch Deutschland. Die Mitschnitte in Balingen und Nürnberg zeigen eine Mitfünfzigerin, die mit ihrer leicht angerauten Powerstimme immer noch begeistern kann. Die Setliste deckte mit acht Songs alle fünf Alben von 1984 (“Metal Queen”) bis 1991 ab. Die restlichen fünf Songs entstammten ihren Hard-Rock-Comeback-CDs von 2016 und 2018. Mit dem Deep-Purple-Klassiker “Mistreated” wurde das Konzert stimmungsvoll eröffnet. Neben der Rockröhre Lee Aaron überzeugte auch Nelly-Furtado-Gitarrist Sean Kelly mit gelungenen Leads. Freunde von Melodic Metal mit AOR-Hooks kommen auf ihre Kosten. Auf DVD kann das Konzert auch visuell genossen werden, als Bonus gibt es Videos von drei Songs des letzten Albums DIAMOND BABY BLUES.
    I Belong

    I Belong (CD)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    20.10.2019
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    3 von 5

    AOR-Fans

    Seit 1978 war Sänger und Keyboarder Jimi Anderson unermüdlich in diversen AOR-Coverbands unterwegs. Nach 2017 folgt nun die zweite Scheibe mit Eigenkompositionen. Mit dem Multi-Instrumentalisten Sandy Jones und Gitarristen Greame Duffin hat er wieder seine bewährte Truppe am Start. Der Schotte hat seine Vorbilder genau studiert. Zwar klingen die AOR-Melodic-Rock-Songs sehr vorhersehbar, leistet er sich auch einige kitschige Ausreißer, klingen die programmierten Drums etwas dünn, doch gelingen ihm auch schöne Hooks und griffig-eingängige Melodien. Abwechslung bringen hart rockende Gitarrenriffs und knackige Solos. Seine helle, kraftvolle Stimme passt gut zu diesem Sound. Ob die Fans von Foreigner, Journey oder Survivor zugreifen werden? Dem Arbeitstier aus der dritten Reihe würde man es durchaus wünschen.
    Greetings From Rocketland

    Greetings From Rocketland (CD)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    20.10.2019
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    3 von 5

    Macht Spaß!

    Das 2015 gegründete Quintett um Sänger Daniel Samuelsson und Gitarrist Stefan Westerlund lässt ihre zweite Rock-Rakete abheben. Unüberhörbar sind die Jungs Fans des guten alten 80er-Jahre-Melodic-Metals. Dazu gehören eingängige AOR-Hooks, griffige, schnell auf den Punkt kommende Songs, die von kraftvollen Drums angeschoben und von Power-Riffs und wieselflinken Gitarren-Solos veredelt werden. Im Zentrum steht dabei immer Sänger Daniel Samuelsson mit seiner kraftvollen, angerauten Stimmte. Erfreulicherweise hält sich die Truppe von zu simplen Schmachtballaden fern, es herrscht meist eine gesunde Grundhärte vor, die druckvoll aus den Boxen schallt. Wen Bands wie Europe, Treat, Winger oder Y&T nicht abschrecken, sollte ein Ohr riskieren.
    376 bis 400 von 791 Rezensionen
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