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    2. Alle Rezensionen von Ralf Günther bei jpc.de

    Ralf Günther Top 10 Rezensent

    Aktiv seit: 09. April 2013
    "Hilfreich"-Bewertungen: 1876

    Bitte beachten Sie

    Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.

    779 Rezensionen

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    Not Normal After Music

    Rafael Pacha
    Not Normal After Music (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    28.03.2026
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    3 von 5

    ...in Produkt aus dem Umfeld der Samurai Of Prog...

    Und wieder erreicht uns ein Produkt aus dem Umfeld der Samurai Of Prog. Der spanische Multiinstrumentalist Rafael Pacha taucht als Gitarrist seit ein paar Jahren immer wieder als Gitarrist bei den selbsternannten Prog-Samurais auf. Zudem arbeitet er mit SoP-Mastermind Kimmo Pörsti immer wieder eng zusammen (Pacha and Pörsti, The Guildmaster). Auch auf seiner neuen Solo-CD, die zwischen 2023 – 2025 eingespielt wurde, ist Kimmo Pörsti als Drummer und Co-Produzent dabei. Pacha bewegt sich im Spanungsfeld von entspanntem Retro Prog ala Camel, Folk Prog, insbesondere, wenn er zu Flöten, Geige oder Zither greift, sowie fließenden Jazzelementen. Im Untertitel des Albums wird mit „with the friends of (con)fusion“ auch auf dieser Fusion-Charakter hingewiesen. Die meisten Tracks sind Instrumentals und bieten entspannte Jams mit längeren solistischen Passagen. Michael Manring und Jan-Olaf Strandberg glänzen mit hervorragendem Basspassagen. Kimmo Pörsti liefert das von ihm gewohnte solide Drumming. Alessandro Di Benedetti, auch bekannt aus dem PoS-Universum, liefert abwechslungsreiche Keyboardarbeit. Seine Gesangsdarbietung zusammen mit Paula Pörsti lockert etwas auf, ist aber, wie auch der zweite Gesangstrack mit Sänger John Wilkinson, nicht zwingend. Erfreulich die Klangfarben durch Risto Salmi (sax). Somit eine nette und anregende Musikreise über 65 Minuten (ein Song erstreckt sich sogar über 18 Minuten), die aber keine bleibenden Eindrücke oder Schäden, wie der Albumtitel suggerieren könnte, hinterlässt. Der Albumtitel spielt mit Diskussionen in den 1920er-Jahren in den USA, in denen es darum ging, ob durch diese Musik und Tänze Krankheiten entstehen könnten („not normal after jazz“)...
    More Than You Know

    More Than You Know (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    20.03.2026
    Klang:
    3 von 5
    Musik:
    3 von 5

    Zeitlos...

    Der US-Amerikaner Dexter Gordon (1923 – 1990) war einer der größten Tenorsaxofonisten des Jazz. Der erste Tenorist des Bebop verband elegant die gegensätzlichen Pole Coleman Hawkins und Lester Young mit den neuen Bop-Ideen. Nachdem er Ende der 60er Jahr nach Europa umgesiedelt war, verlor man ihn im Ursprungsland des Jazz aus den Augen, was sich nach seiner triumphalen Rückkehr 1976 nach NYC änderte (auf dem erfolgreichen Album HOMECOMING – LIVE AT THE VILLAGE VANGUARD nachzuhören). Ein spätes Highlight war dann 1986 seine Mitwirkung in Bertrand Taverniers Film „Round Midnight“. ---

    Sein trocken-sonorer Klang steht auch in diesem 1981 in Italien mitgeschnitten Konzert im Zentrum. In den überlangen Songs, die sich bis zu knapp einer halben Stunde ausdehnen, bekommt natürlich auch sein Trio mit Kirk Lightsey (p), David Eubanks (b) und Eddie Gladden (dr) ausgiebige Solomöglichkeiten. Der ob seiner Größe von 1,96 m „Long Tall Dex“ genannte Dexter Gordon wird auf diesem durch die Restoration und das Mastering recht gut klingendem Zeitdokument seinem Ruf als Gigant es Tenorsaxofons durchaus auch 1981 noch gerecht. Erfreulicherweise liegt auch ein informatives 16-seitiges Booklet bei. Wer sich dem Meister auf dessen kreativem Zenit annähern möchte, dem sei das Blue-Note-Album GO! (1962), sowie die auch auf Blue Note posthum veröffentlichte Zusammenstellung BALLADS ans Herz gelegt.
    The Last Question

    The Last Question (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    20.03.2026
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    4 von 5

    ...Als großes Plus stellt sich als Gast der Trompeter Giovanni Falzone heraus...

    Das Trio Nugara des Pianisten Francesco Negri legt ihr zweites Album vor, welches von Science-Fiction-Themen angeregt wurde, was man auch Songs wie “String Theory”, “The Time Traveller” oder “Nebula” ablesen kann. Der Albumtitel wurde zudem durch die Kurzgeschichte „Die letzte Frage“ von Isaac Asimov inspiriert. Das Trio spielt eng verzahnt, von balladesk bis rasant. Auch die flexible Rhythmusgruppe kann sich solistisch verwirklichen. Als großes Plus stellt sich als Gast der Trompeter Giovanni Falzone heraus, der vier Tracks durch sein flexibles Spiel veredelt. Von klaren Linienführungen bis zu Growls verfügt Falzone über ein breites Spektrum, dass sich in introspektiven Momenten, wie auch in Up-Tempo-Songs punktgenau einfügt. Die abwechslungsreichen Songs stammen alle von den Triomitgliedern, so dass man gerne über die ganzen 54 Minuten der CD lauscht.
    Distopìa

    Distopìa (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    20.03.2026
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Eine über 56 Minuten bestens unterhaltende CD

    Das 2023 in Florenz gegründete Sextett Saihs wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, zählt zu den aufstrebenden Jazzbands Italiens und kann nun ihr Debütalbum präsentieren. Außer dem zum Ausklang präsentieren Klassikers “Celia” von Bebop-Klavier-Pionier Bud Powell, stammen alle Kompositionen aus den eigenen Reihen. Mit ausgefeilten Songs wird ein geschmackvolles Bouquet dargeboten, welches mit schönen Themen, virtuosen Solos und abwechslungsreichem, eng verzahnten Ensemblespiel jederzeit überzeugt. Auch die Möglichkeiten von drei Blasinstrumenten werden kompositorisch weidlich genutzt. Eine über 56 Minuten bestens unterhaltende CD, die auf der Tradition fußt, diese in einen swingenden und pulsierenden Modern Jazz gelungen überführt. Die Aussagen jeder Musiker im Booklet sind aber leider nur in Italienisch abgedruckt.
    Celebrating 100 Years Hot5

    Celebrating 100 Years Hot5 (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    20.03.2026
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Eine große Freude über 49 Minuten für Traditional-Jazz-Fans!

    Feierten die hier zum Quartett geschrumpften South West Oldtime All Stars zuletzt Duke Ellington (s. GT 3/24), bezieht man sich nun wieder auf Louis Armstrong und präsentiert 16 Tracks seiner legendären Hot Five. Die Originale aus den Jahren 1925 bis 1928 gelten als einer der epochalen Aufnahmen des Jazz, hier bekamen die Solisten erstmals mehr Raum zur Improvisation. Die ursprünglich aus Baden-Württemberg stammende Band um Initiator und Trompeter Martin Auer interpretiert die um die drei Minuten langen Klassiker kongenial, frisch und vital. Über kraftvoll swingendes Klavier und pluckerndes Banjo brillieren Trompete, Posaune und Klarinette. Eine große Freude über 49 Minuten für Traditional-Jazz-Fans!
    Ghost Town

    Axel Rudi Pell
    Ghost Town (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    20.03.2026
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    4 von 5

    „The same procedure as every year“, well done

    „The same procedure as every year“, diese Plattitüde wird auch gerne im Zusammenhang mit Axel Rudi Pell verwendet. Und es stimmt ja auch, dass der sympathische Bochumer Gitarrist das liefert, was seine Fans von ihm erwarten. Das mag somit meist überraschungsfrei sein, doch wenn die Qualität stimmt, Pell das bietet, was er unzweifelhaft beherrscht, dann freut sich der Fan zurecht – und das seit nunmehr über 35 Jahren! Mit seiner seit Jahren unveränderten Band um den kraftvoll-rauen Sänger Johnny Gioeli ist Pell einfach der legitime Nachfolger von Ritchie Blackmore’s Rainbow. Knackige Riffs, melodiöse Hooks und flinke Gitarrensolos – klassischer Hard Rock in Reinkultur! Auch wenn der Rezensent weiter der Meinung ist, dass der gute Ferdy Doernberg (richtige) Solospots (nicht nur atmosphärische Intros etc.) verdient hätte (bei Rainbow reduzierte Blackmore aber bekanntlich die einstmals bei Deep Purple paritätischen Gitarren- und Orgelsolos auch stark). Drummer Rondinelli spielt wie gehabt kraftvoll, doch hier fehlen etwas die Überraschungen (dass der Sound meist - so auch hier - oft stark komprimiert wird, das mag man bedauern). Pells Kompositionen zünden weiterhin und reißen mit. Im Titeltrack wird es dann schleppend-doomig im Stil von Black Sabbath mit Dio. Als Gast duelliert sich Ex-Accept-Sänger Udo Dirkschneider mit Johnny Gioeli in “Breaking Seals”. Die knarzige „Nicht-Sänger-Stimme“ von Udo gilt als Kult, ob sie besser gefällt als Gioellis kraftvolles Shouting, das mag jeder für sich entscheiden. Auf jeden Fall ein interessantes Zusammentreffen unter Freunden. Somit wieder die gewohnt gute Wertarbeit aus dem Ruhrpott – still rockin‘ and rollin‘!
    Familia

    Familia (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    20.03.2026
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    3 von 5

    ein hörenswertes Big-Band-Album

    Der in Berlin lebende Pianist Ramiro Zayas legt sieben neue Eigenkompositionen und einen Fremdtitel vor, die seine argentinischen Wurzeln mit der Freiheit des Jazz verquicken. Dabei nutzt er das ihn begleitende Basel Jazz Orchestra mit allen musikalischen harmonischen Möglichkeiten zwischen lyrischer Introspektion und kraftvollen Ausbrüchen, wobei Zayas eher den feineren Pinselstrich verwendet. Als Einflüsse nennt Zayas dabei Guillermo Klein und Kenny Wheeler, wie auch Elemente der argentinischen Popmusik und Kammermusik. Dabei erhalten die Big-Band-Musiker in den fünf bis sieben Minuten langen Songs natürlich auch solistischen Auslauf. Schade, dass die Solisten nicht im Booklet aufgeführt sind. Als Gäste wirken in je einem Track Joyce Bastos (der einzige Gesangstitel der CD. Mezzosopran, portugiesisch gesungen in einem brasilianisch angehauchten Song) und Katie Webster (sax) mit. Mit seinem vierten Solo-Album, dem ersten für ein großes Ensemble, hat Zayas ein durchaus hörenswertes Big-Band-Album veröffentlicht.Musik: 3-4 Punkte
    Táctil

    Táctil (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    20.03.2026
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Als Anspieltipp der tollen CD möge das kraftvolle “Constantine” dienen. 65 Minuten, die keine Langeweile aufkommen lassen.

    Beglückte der Pianist Marco Mezquida vor einem halben Jahr als Duo-Partner der Sängerin Lina (s. GT 5/25), legt er nun eine Trio-Scheibe vor, die bereits vierte mit seinen bewährten Partnern Aleix Tobías (dr, perc) und Martín Meléndez am Cello. Mannigfaltige Klänge durch das Anschlagen der Tasten, das Zupfen oder Streichen der Saiten, das Streicheln oder Anschlagen der Membranen führen durch zwölf abwechslungsreiche Eigenkompositionen des Spaniers. Die positive, treibende Kraft der Musik reist mit, angetrieben durch agile Rhythmen, Funken sprühende Melodieketten - durchaus auch einmal melancholisch - und virtuose Ausbrüche. Mit einer kurzen Ravel-Bearbeitung wird das Album eröffnet, dem bald die Adaption eines Cesaria-Evora-Songs folgt. Als Anspieltipp der tollen CD möge das kraftvolle “Constantine” dienen. 65 Minuten, die keine Langeweile aufkommen lassen.
    Aegina's Secret

    Yinon Muallem
    Aegina's Secret (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    20.03.2026
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Eine weltmusikalische Klangreise im 35-minütigem LP-Format, die berührt.

    Der 1968 in Israel als Sohn jüdischer Immigranten geborene Multiinstrumentalist Yinon Muallem (oud, g, perc, voc) lebt seit vielen Jahren in Istanbul. Musikalisch ist er ein wahrer Weltbürger. So entstanden die Songs seiner neuen CD in Deutschland, Schweden, Israel und der Türkei. Seine sieben Eigenkompositionen wurden durch einen Besuch auf der griechischen Insel Ägina inspiriert. So verschmelzen Klänge des Mittelmeerraumes, die sich in den traditionellen Maqam-Tonleitern ausdrücken mit westlichen Stilen, wie dem Jazz. Gastmusiker steuern entsprechende Klänge auf Trompete, Posaune, Klarinette, E-Gitarre und E-Bass bei. Im einzigen Gesangstrack der CD versucht Muallem die Geschehnisse des 7. Oktober zu verarbeiten. Mit “Feel It” erklingt zudem eine instrumentale Version des Kate-Bush-Songs, während der Opener “Misirlou” eine traditionelle osmanische Melodie erklingen lässt, die durch den Film PULP FICTION bekannt wurde. Eine weltmusikalische Klangreise im 35-minütigem LP-Format, die berührt.
    The Ballads VI

    Axel Rudi Pell
    The Ballads VI (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    14.02.2026
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    4 von 5

    der gute ARP halt :-;

    „The same procedure as every year“, durch die legendären Silvestersendung DINNER FOR ONE zum geflügelten Kultspruch geworden, passt im positiven Sinne auch auf Axel Rudi Pell. Der sympathische Bochumer, inzwischen auch schon 62 Jahre alt, startete 1993 mit THE BALLADS, damals noch ohne Volume-Nummer versehen, ein Erfolgsmodell. Stand seinerzeit noch Jeff Scott Soto am Mikro, hat sein Kumpel Johnny Gioeli den Gesangspart nun schon seit vielen Jahren übernommen. So auch auf der sechsten Folge, die nun nach fünf Jahre Pause das Rezept in gleicher Struktur fortsetzt. Das bedeutet, dass er Fremdkompositionen „eingepellt“ hat, dazu passende eigene Songs aus älteren Alben (auch manche der Fremdkompositionen) editiert, sowie drei brandneue Kompositionen, davon zwei Instrumentals, hinzugefügt hat. Diesmal hat Pell Songs von Joan Baez (“Diamonds And Rust”, dem geneigten Rockfan natürlich von Judas Priest im Ohr), Kansas (“Dust In The Wind”), Paul Anka (“She’s A Lady”), Tony Carey (“Room With A View”, 1988 Titelsong der Serie „Wilder Westen inclusive“) und Jay Hawkins (“I Put A Spell On You”, wahrscheinlich durch CCR am bekanntesten) ausgewählt. Auch wenn seine Fassungen mit den Kult-Originalen nicht mithalten können, hinterlässt er seine eindeutige Handschrift mit sustaingetränkten Gitarrenleads. Dass Gioeli ein guter und kraftvoller, doch ob seiner nicht großen Bandbreite nicht überragender Heavy-Sänger ist, merkt man bei Vergleichen mit den Originalen ab und an. Nichtsdestotrotz bietet die prallvolle CD genau das, was seine Fans von ihm erwarten. Keine Innovationen, sondern kraftvollen Heavy-Sound in der Tradition von seinem Helden Ritchie Blackmore. Seine Band liefert das routiniert-sichere Fundament, dass er seinem profunden Keyboarder Ferdy Doernberg keinen solistischen Auslauf gönnt, mag man als vertane Chance ansehen (das kennt man in etwas so ja auch von Ritchie Blackmore. War bei Deep Purple der Keyboarder in etwa gleichberechtigt, musste selbiger bei Rainbow in die zweite Reihe rücken). Fans seiner früheren Alben dieser Serie, wie auch generell klassischer Hard-Rock-Balladen, können bedenkenlos wieder zugreifen, auch wenn es über die Dauer von 74 Minuten natürlich doch wieder etwas viel Plüsch gibt . Ein aufklappbares Poster, vorne mit dem Cover, hinter mit Bandfoto versehen, sowie das Booklet mit den Texten seiner Songs, rundet das Paket gelungen ab.
    Symphonic Live (Live In Heineken Music Hall, Amsterdam / 2001) (Limited Edition)

    Symphonic Live (Live In Heineken Music Hall, Amsterdam / 2001) (Limited Edition) (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    24.01.2026
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    4 von 5

    ...eine interessante Wiederveröffentlichung...

    Das Konzert von Yes vom 22.11.2001 in der Heineken Music Hall in Amsterdam wurde bereits 2002 als Doppel-DVD veröffentlicht. Nun wird der zweieinhalbstündige Mitschnitt remastert als Doppel-CD und Blu-ray, sowie als 4-LP-Set wiederveröffentlicht. Die Tour folgte der Veröffentlichung des Albums MAGNIFICATION, welches die Herren Anderson, Howe, Squire und White mit einem Symphonieorchester und ohne(!) Keyboarder – ein Novum in der Yes-Historie – eingespielten. Im Konzert beschränkte man sich auf drei Songs aus dieser CD, im Zentrum standen die üblichen Highlights wie “Close To The Edge”, “And You And I”, “I’ve Seen All Good People”, “Starship Trooper”oder “Roundabout”, wie auch die seltener gespielten epischen Longsong “The Gates Of Delirium” und “Ritual”, Seite/Track 4 aus TALES FROM TOPOGRAPHIC OCEANS. Zudem hatte Steve Howe sein übliches Gitarrensolo-Feature, wie auch der Hit aus der Trevor-Rabin-Zeit, “Owner Of A Lonely Heart” eingestreut wurde. Zur Tour hatte man außer dem European Festival Orchestra allerdings mit Tom Brislin auch wieder einen Keyboarder dabei, so dass auch entsprechende Tastensolos erklingen. Über den Sinn oder Unsinn eines Orchesters im Prog Rock kann man lange diskutieren, erfreulich ist hier, dass der Klangkörper nicht nur als bloße Staffage im Hintergrund eingesetzt wurde, durchaus komplexe Arrangements erklingen. Auch wenn YESSONGS das ultimative Live-Album von Yes bleibt, eine interessante Wiederveröffentlichung.
    Ein Kommentar
    Anonym
    04.03.2026

    Ohne Keyboarder?

    Falsch. Tom Brislin spielt keyboards.
    Imaginary Mountains

    Imaginary Mountains (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    24.01.2026
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Eine kurzweilige Gipfelbesteigung in 48 Minuten

    Als subtile Anspielung auf Keith Jarretts PERSONAL MOUNTAINS möchte der finnische Pianist Aki Rissanen (45) seine neue CD IMAGINARY MOUNTAINS verstanden haben. Allerdings bestieg Jarrett 1979 mit einem Quartett um Jan Garbarek höchste Höhen, während Rissanen auf der fünften Veröffentlichung mit seinen bewährten Begleitern das klassische Klaviertrio-Format, auch einen anderen musikalischen Ansatz wählt. Mit seinem eingespielten Trio - sowohl auf akustischem, wie auch Yamaha E-Flügel - modelliert Rissanen mit seinen Partnern an Bass und Drums sich langsam entwickelnde rhythmische Motive, die eine hypnotisch Wirkung entfallen, um dann in anderen Tracks mit flüssiger Figuration Geschichten aus seinen inneren Landschaften zu erzählen. Auch sanften elektronischen Tupfern ist man nicht abgeneigt. Modern, rau, abwechslungsreich zwischen klar strukturiert und fließend improvisierend – der einst als Pianist von Verneri Pohjola reüssierte Rissanen hat mit seinem Trio seine eigene Sprache gefunden. Eine kurzweilige Gipfelbesteigung in 48 Minuten.
    Alone Finally: Live

    Alone Finally: Live (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    24.01.2026
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    4 von 5

    für Klavierfans

    Der Schweizer Pianist Claude Diallo (44) studierte und lebte lange in den USA, bevor er wieder in seine Heimat zurückkehrte. Sein Idol war Oscar Peterson, auch Diallo pflegt einen swingenden Jazzpiano-Stil, der von gepflegten Balladen bis zu virtuosen Up-Tempo-Tracks reicht. Nachdem er mit seinem Claude Diallo Trio Situation mehrere Alben einspielte, verzichtet er diesmal auf die rhythmische Begleitung, stellt sich der Herausforderung alleine live im Rampenlicht des Weserburg Museum für moderne Kunst in Bremen zu stehen. Wieder ließ er sich von Reisen und Erfahrungen inspirieren, so hier New York, Japan und Südamerika. Fünf Eigenkompositionen treffen auf sieben Songs, u.a. von Keith Jarrett und Bill Evans, wie auch einer schönen Version des Paul-Desmond-Klassikers “Take Five” – sanft tastend beginnend mit gedämpften Klaviersaiten, bevor dann der 5/4-Klassiker perlendes Tempo aufnimmt, dann wieder zart-gedämpft ausklingt. Interessanterweise interpretierte er mit “We’re All Alone” auch einen Rocksong von Boz Scaggs, perfekt passend zum Albumkonzept. Klavierfans können sich an prallen 71 Minuten erfreuen, auch klanglich perfekt eingefangen.
    Furtivo

    Furtivo (CD)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    24.01.2026
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    3 von 5

    Ein modernes Jazzalbum mit freien Momenten...

    Das Spielen ohne Harmonieinstrument eröffnet einem Musiker zwar viele Möglichkeiten, doch kann man daran auch schnell scheitern. Daher gilt diese Herausforderung auch als hohe Schule. Wie schon u.a. Sonny Rollins hat sich der 1959 in Argentinien geborene Tenorsaxofonist Luis Nacht dieser Aufgabe gestellt. Mit seinem Landsmann Demian Cabaud (* 1977) am Kontrabass und dem US-amerikanischen Drummer Jeff Williams (* 1950), bekannt durch sein Spiel bei Stan Getz, Dave Liebman oder Lee Konitz, hatte Nacht reaktionsschnelle Partner zur Seite. Raue, freie Improvisationen und sensible, spontane Dialoge sorgen für unvorhersehbare Klangmomente. Vier Tracks sind Kollektivimprovisationen, Nacht und Cabaud steuerten zudem je drei Eigenkompositionen bei, in denen aber auch viele Freiräume den Instrumentalisten zur Verfügung stehen. Ein modernes Jazzalbum mit freien Momenten, welches man nicht so nebenher hört, eine konzentrierte Beschäftigung damit sich aber lohnt.
    Resurrection

    Resurrection (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    24.01.2026
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Abwechslungsreich, Top!

    Der Wahlberliner Nicolas Delgado, der von Bogota/ Kolumbien, Studium in Barcelona und über München in die weltoffene deutsche Hauptstadt kam, eröffnet das Jahr 2026 mit seinem internationalem Quartett – Saxer Ori Jacobson stammt ursprünglich aus Israel, Bassgitarrist Francesco Beccaro aus Italien, nur Drummer Clemens Grassmann ist gebürtiger Berliner – vital und mitreißend. Alle Kompositionen stammen aus der Feder des Leaders, der auch in jedem Stück mit einem schönen Gitarrensolo zu hören ist, im klaren Sound oder leicht verzerrt. Von gepflegtem Midtempo über rockig-kraftvoll bis zum Uptempo bietet das Album ein abwechslungsreiches Spektrum, immer mit elastischem Rhythmus im modernen Bop-Style. Gelungene Kompositionen, gut hörbar, dabei aber nie trivial und packende Solos aller beteiligten Musiker sorgen für kurzweilige 50 Minuten in bester Qualität!
    So Far

    So Far (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    24.01.2026
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Hervorragend!

    Die Jimmy-Smith-Komposition “Off The Top” eröffnet das erste Solo-Album des Italieners Stefano Rielli mit viel Groove im süffigen Orgelsound der 60er Jahre. Das erste Solo gönnt sich der Leader am Kontrabass, bevor sich Tenorsaxofon und Hammond-Orgel eine schöne Battle liefern. Außer einer eigenen Komposition hat sich Rielli sieben abwechslungsreiche Werke im Post-Bop-Stil ausgesucht. So erklingen schön arrangierte Stücke von u.a. John Coltrane, McCoy Tyner oder Wayne Shorter, interessanter Weise sind drei dieser Tracks in Arrangements von Kurt Elling (nein, aber nicht mit Gesang) ausgewählt. Das Highlight dürfte die herrliche Duo-Version des Charlie-Parker-Bop-Klassikers “Dewey Square“ sein. Hier trifft Rielli am gestrichenen Bass auf den wunderbaren Gast Gabriele Mirabassi an der Klarinette. Die Orgel von Vince Abbracciante und Saxer Emanuele Coluccia bieten top Solos, Carla Bleys “Endless Lawns” interpretiert Rielli als Bass-Solo-Stück. Ein wunderbar swingender Einstieg mit gelungenen Arrangements und klasse Solobeiträgen eröffnet das Jazz-Jahr 2026 hervorragend!
    The Archaeoptimist

    Spock's Beard
    The Archaeoptimist (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    24.01.2026
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Welcome back!

    Nachdem Sänger Ted Leonard und Bassist Dave Meros seit sechs Jahren bei den als Spock’s-Beard-Ableger gestarteten Pattern-Seeking Animals mitmischen, nach 2018 keine neue CD der Bärte erschienen ist, die Musiker sich zudem in Coverbands verdingen mussten, erfreut es umso mehr, dass Spock’s Beard, die die Rückkehr des Prog in Form des Retro Prog 1995 hauptsächlich einläuteten, ein neues Lebenszeichen in Form eines Album geben. Bekanntlich gibt es drei große Phasen, die die Band durchlaufen hat. Bis 2000 stand Neal Morse, danach Drummer Nick D'Virgilio und ab 2013 Ted Leonhard als Lead-Sänger im Rampenlicht. Nun hat Keyboarder Ryo Okumoto, schon seit dem zweiten Album 1996 Bandmitglied, erstmals das Zepter komplett übernommen, zusammen mit Michael Whiteman von I Am The Manic Whale, alle Kompositionen beigesteuert. Alan Morse und Ted Leonard liefern nur noch einige Lyrics. Auch wenn die Tasteninstrumente stark im Fokus stehen, erkennt der Fan seine Lieblingsband schon nach dem typischen Harmoniegesang des Openers sofort wieder. Der neue Drummer Nick Potters schiebt kraftvoll und raffiniert an. Die Band scheut sich wie gewohnt nicht vor komplexen und virtuosen Momenten, auch wenn man vor etwas schwülstigen Passagen nicht gefeit ist. Doch das Quintett findet immer wieder rechtzeitig die Wendung, Mellotronschwaden, flinke Gitarren- und Keyboardsolos über raffiniert-druckvoller Rhythmusgruppe, dazu die typischen mehrstimmigen Gesänge. Manches klingt vertraut, ist auch bewusst so gesetzt, wie in der X-Fortsetzung der “Thought”-Reihe, die Neal Morse als modernisierte Gentle-Giant-Referenz 1996 eröffnet hatte. So bietet “Afourthoughts” zwar keine neuen Erkenntnisse, reiht sich aber würdig in die Reihe ein. Das kann man auch als Fazit für das ganze Album ziehen. Die bis zu 21-minütigen Longsongs machen Spaß und bietet sehr gute Prog-Unterhaltung, wenn auch die frühen Klassiker unerreicht bleiben. Doch schön, dass die Bärte zurück sind, damit ein Prog-Highlight des Jahres präsentieren!
    Trumpet Tales

    Trumpet Tales (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    24.01.2026
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Hervorragend!

    Der Österreicher Klaus Wienerroither ist zwar Gitarrist, hat aber ein Faible für Trompeter. Nun hat er für die Big Band von Barbara Bruckmüller neun Kompositionen beigesteuert, die Portraits an seine Lieblingstrompeter (Louis Armstrong, Kenny Wheeler, Chet Baker, Freddie Hubbard, Dizzy Gillespie, Don Cherry, Clifford Brown, Woody Shaw und Miles Davis) sind. Dabei arbeitet er deren Stilbesonderheiten gelungen heraus. Jedes Stück ist natürlich mit einem Trompetensolo bestückt, alle fünf Trompeter der Big Band haben somit ihre Spots. Aber auch andere Musiker kommen zum Zuge, auch Wienerroither mit seinem schönen E-Gitarrenklang. Die abwechslungsreichen Arrangements sind ein weiteres Plus dieser gelungenen Produktion. Trompeten- und Big-Band-Fans kommen voll auf ihre Kosten. Das Stück “Chet” gibt es zudem in zwei Versionen, eine davon mit Gesang. Als Anspieltipp möge “So, Dizzy?” mit seinem überraschenden Rock-Beat im 5/4-Takt dienen. Besonders gelungen ist “Slow Motion Pops”, die Hommage an Louis Armstrong. Ein Big-Band-Album im klassischen Kontext, also ohne die heute sehr verbreiteten Mixturen mit Techno, World Music, Rock oder Metal.
    Plans & Drawers

    Plans & Drawers (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    24.01.2026
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Eine reife Leistung...

    Der Pianist und Organist Florian Ross (53) wurde dem Rezensenten durch sein Mitwirken im hervorragenden Nostalgia Trio von Nils Wogram bekannt. Doch schon seit 1998 veröffentlicht Ross Alben, hat sich zudem einen Namen als Komponist und Arrangeur gemacht. Nach 2020 nutzt er nun wieder die Chance mit der WDR Big Band eine CD einzuspielen. Dafür hat der gebürtige Pforzheimer neun Eigenkompositionen von 1992 bis 2024 ausgesucht- ergänzt wird dies um den Standard “Body & Soul”. Diese Tracks bieten eine schöne Bandbreite, komplex bis lyrisch, meist rhythmisch forciert, doch auch balladesk, dabei den Solisten der Band maßgeschneiderte Spots bietend. Diesen Freiraum nutzen die Virtuosen weidlich. Leider werden sie namentlich nicht den einzelnen Stücken zugeordnet. Ross beschränkt sich auf die Leitung der Big Band, den Platz an Klavier und Orgel überlässt er Billy Test. Eine reife Leistung, die Möglichkeiten einer Big Band profund nutzend. Nicht nur im klassischen Big-Band-Modus, da erklingt auch durchaus mal ein rockiger Groove wie in “1988”, die E-Gitarre wird mit fünf Solospots nicht stiefmütterlich behandelt, wie auch mal eine treibende Bassgitarre statt Kontrabass erklingt. So entsteht ein buntes Klangfarben-Potpourri, welches (Jazz-)Klassik und (Jazz-)Moderne gelungen, doch auch nicht überzeichnet, verbindet.
    Birds

    Birds (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    24.01.2026
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Ein ungewöhnliches Album, quasi ein ornithologisches Jazzexperiment...

    Das Debütalbum des italienischen Trompeters Tommaso Iacoviello (34) in Quartettbesetzung beschäftigt sich mit den Lauten der Natur und insbesondere mit dem Gesang der Vögel. So kann ein Song auch mit Aufnahmen von Vogelgezwitscher begonnen werden oder die Instrumente orientieren sich am Klang eines Singvogels. Die ungewöhnliche Kombi mit Trompete, Vibrafon und E-Gitarre zaubert selten gehörte Klangerlebnisse. Auch Bassist Ferdinando Romano, neulich mit einem Solo-Album hoch gelobt, spielt elegante Solos. Die bis zu elfminütigen Kompositionen bieten einen oft sanft-verhangenen Sound, verbinden einen rhythmischen Jazz mit seltenen freieren Exkursionen. Lyrische Trompetensolos treffen auf harsche, verzerrte E-Gitarren-Leads. Ein ungewöhnliches Album, quasi ein ornithologisches Jazzexperiment. Bekanntlich ließ sich aber auch schon Altmeister Albert Mangelsdorff von der Vogelwelt inspirieren. So kann man auch hier sagen, gelungen!
    Ash Wing

    Ash Wing
    Ash Wing (CD)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    24.01.2026
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    3 von 5

    Geschmackvoll....tolle Gäste

    Das Quartett Ash Wing um Sängerin Sian Elson ist komplett identisch mit der walisischen Band The CSides Project, einer 2007 von Ex-Magenta-Musikern gegründeten Band, die 2024 ihr sechstes Album vorlegten. Warum nun der neue Bandname? Von ihrer Fixierung auf Rush hatten sie sich schon in der Vergangenheit etwas gelöst, grundsätzlich liegt keine totale Abkehr ihres Sounds vor. Im Zentrum steht die Sängerin Sian Elson, deren glockenklares Timbre immer wieder an Kate Bush denken lässt. Durch die Gastmusiker Rob Reed (keys) – hier ist wieder eine Verbindung zu Magenta – und Peter Jones, der mit Saxofon und Flöte für gelungene Erweiterungen des Sounds sorgt, bewegt man sich dann doch etwas von der Vorgängerband fort. Die Hälfte der Songs bewegen sich im Songmodus von um die vier Minuten, bieten eingängigen Melodic Rock und Art Pop. Die anderen Tracks dehnen sich bis zwölf Minuten und bieten Platz für atmosphärische Entwicklungen und instrumentale Ausflüge für Gitarre und Blasinstrumente (Peter Jones erweist sich als großer Pluspunkt). Der geschmackvolle Neo Prog zieht in Tracks wie “Shadows Of The Crows” kraftvoller an, das Riff weckt sogar Erinnerung an Led Zeppelins “Kashmir”. Ein gut hörbares, stimmungsvolles Album – nicht mehr, doch auch nicht weniger. Für den guten Klang sorgte Rob Reed, die CD-Aufmachung könnte dagegen etwas liebevoller sein.
    Beyond

    Beyond (CD)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    24.01.2026
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    3 von 5

    keine leichte Kost...

    Das zwölfköpfige Max Brand Ensemble interpretiert Kompositionen des Österreichers Berthold Cvach (geboren 1948), der auch selbst die Tasteninstrumente bedient. Die Bandbreite reicht von der intimen Duobesetzung mit Gesang und Cello oder Flöte bis zum Undecet (elf Musiker), von Songformaten um die vier Minuten bis zu einem 23-Minuten-Track. Drei Songs sind mit Lyrics versehen (von Cvach selbst, sowie “Abend” von Wolfgang Borchert). Die musikalische Bandbreite bewegt sich zwischen Neuer Zeitgenössischer Musik und Jazz. Man bewegt sich auch mal außerhalb der Harmonik, findet zum swingenden Rhythmus und Improvisation. Cvach selbst spricht von „hybrider Musik“. Die beiden langen Eckstücke des Albums heißen daher auch “Beyond Jazz” und “Further Beyond”. Die CD erfordert Konzentration, dafür hat der aufgeschlossene Hörer einiges zu entdecken.
    Moby Dick

    Marco Bernard
    Moby Dick (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    24.01.2026
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Samurai Of Prog + Zugabe...

    Schon das Artwork (Ed Unitsky) und die liebevolle Aufmachung verraten dem geneigten Fan sofort, dass hier eine neue Scheibe aus dem scheinbar unerschöpflichen Kosmos von Samurai Of Prog vorliegen muss. Auch wenn die CD unter dem Namen von Bassist Marco Bernard (zusammen mit Kimmo Pörsti ist er bekanntlich der Macher von SoP) läuft (seine zweite Soloscheibe), ist die Vorgehensweise identisch. Aus der Weltliteratur hat man einen Klassiker als Inspiration für ein Konzeptalbum gewählt (Herman Melvilles „Moby Dick“), verschiedene Keyboarder durften die Stücke beisteuern (u.a. auch hier die üblichen Verdächtigen wie Alessando Di Benedetti, Octavio Stampalia und Marco Grieco), ein Heerschaar von Musiker, darunter die Bandkollegen Steve Unruh und Kimmo Pörsti (wenn auch nur in einem Song an den Drums), setzen die bis zu elfminütigen Songs kompetent um. Sogar Pianist David Myers bekommt sein Feature, wenn hier auch im Duett mit Marco Bernard. Somit erklingen keine Überraschungen, jedoch eine hörenswerte, kurzweilige Retro-Prog-Scheibe in der Güte der SoP-Alben. Auf der Bonus-CD wagt sich Bernard in der Hauptsache an seine Lieblingssongs von u.a. Rush (“Anthem”, mit Sänger Sean Francis in typischer Geddy-Lee-Manier), Led Zeppelin (“Good Times Bad Times”, Sänger Steph Honde müht sich redlich, doch Plant ist halt ein Sanges-Gott), Frank Zappa (“Uncle Remus”, Sänger Yannick Papail kommt dem Zappa-Timbre recht nah, von Valentina Bruno kraftvoll unterstützt), Boston (“Foreplay/Long Time”, der Lieblingssong vieler Proggies von den AOR-Kings aus den USA), UK (“In The Dead Of Night”, Steve Unruh schlägt sich hier als Drummer wacker, auch wenn Bill Bruford ein Klasse für sich bleibt), P.F.M. (“Impressioni Di Settembre”, als Römer lag Bernard der neunminütige Song der italischen Proglegende sicher besonders am Herzen) und sogar Al Di Meola (“Race With Devil On A Spanish Highway”, virtuos, doch die Faszination des Originals kann nicht reproduziert werden). Im finalen Instrumental “Stories Of The Sea” stehen die Bässe im Zentrum, hierzu holt sich Bernard mit Michael Manring einen weiteren Tiefsaiter hinzu. Auch Tony Riveryman (g) und Marco Grieco (keys) erhalten ausgiebige Solospots. Man merkt den Jungs die Spielfreude an, auch wenn keine neuen Deutungen gelingen, die Klassiker unerreicht bleiben.
    Live

    5th Season
    Live (CD)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    24.01.2026
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    3 von 5

    und nun live...

    Nachdem das finnische Quartett 5th Season 2023 ihr gleichnamiges Debutalbum veröffentlichten, ging es mit dem Programm auf Tour, so dass nun ein Livemitschnitt folgen kann. Fünf der der acht Songs des Studio-Albums erklingen nun in den Liveversionen. Auch wenn die Gitarren- und E-Piano/Orgelsolos etwas üppiger, die Songs um die ein bis zwei Minuten verlängert werden, bleibt die musikalische Mixtur aus Art Rock ala Pink Floyd (wer denkt bei Songtiteln wie “On The Dark Side Of The Moon” nicht unweigerlich an die Rock-Giganten), und Procol Harum (“Desperate Measures”), locker fließendem Westcoast Rock und melancholischen und eingängigen Melodien unverändert. Am auffälligsten ist, dass das soulige Timbre der Gastsängerin Durga McBroom (auch schon bei Pink Floyd dabei) aus dem Debut hier fehlt. Als Gast ersetzt Jaakko Pöyhönen den Stammdrummer Jani Auvinen in drei Songs. Nett, doch warum ein Livealbum nach nur 41 Minuten endet, wenn doch noch weitere Songs auf dem Debutalbum vorhanden sind, erschließt sich nicht.
    Age Of Fragility

    Marco Mattei
    Age Of Fragility (CD)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    24.01.2026
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    3 von 5

    ...pendeln zwischen atmosphärischem Art Rock, Singer-Songwritertum und Art Pop, teilweise mit Ethnozutaten...

    Bereits der Opener “Just Tired” weckt Erinnerung an Solo-Alben von Peter Gabriel, wie auch die sensitiven Gitarrensounds an Robert Fripp der ersten Gabriel-LPs gemahnen. Auch wenn neben dem Multiinstrumentalist Marco Mattei weitere fünf Leadsänger auftreten, geht dem geneigten Hörer der Bezug zur englischen Prog-Legende nicht aus dem Sinn. Die Songs sind oft ruhig und fragil angelegt, so passt auch der Albumtitel recht gut zum Klangeindruck. Als Clou gelang es dem Italiener zudem mit Tony Levin (b) und Jerry Marotta (dr) Gabriel-Stammpersonal für die Aufnahmen zu gewinnen. Die entspannten Songs pendeln zwischen atmosphärischem Art Rock, Singer-Songwritertum und Art Pop, teilweise mit Ethnozutaten. Auch hier gibt es also Parallelen zum großen Vorbild, wie ebenso Wert auf eine hervorragende Klangqualität gelegt wird. Ein Album für melancholische Stunden...
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