Ein Muss mit Schönheitsfehlern
Becketts reduziertes Wortkunstwerk in einer kongenialen Übertragung des hierzulande recht unbekannten Komponisten, wunderbar gespielt vom grandiosen Jack Quartet, inzwischen eines der besten Ensembles für zeitgenössisches Streichquartett. Wenn man entprechende Werke von Berio oder Rihm kennt, ist man schnell vertraut mit der obertonreichen und rauhen Klangsprache. Der Rezitator des sperrigen Textes des Jahrhundertdichters macht seine Sache recht gut, der Klang seiner Stimme ist aber schlecht aufgenommen, die S-Laute extrem stimmhaft und unangenehm, außerdem mit unnötigem Hall verfremdet. Das Booklet ist eher dürftig, man erwartet zumindest den englischen Text im Abdruck (die dreisprachige Ausgabe bei Suhrkamp ist leider vergriffen).
Also eine etwas durchwachsene Edition, die aber dennoch für Liebhaber Samuel Becketts ein Muss sein dürfte.