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    Musaion Top 100 Rezensent

    Aktiv seit: 13. Juli 2020
    "Hilfreich"-Bewertungen: 7942

    Bitte beachten Sie

    Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.

    180 Rezensionen

    Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.
    Die Meistersinger von Nürnberg

    Die Meistersinger von Nürnberg (DVD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    25.08.2020
    Bild:
    5 von 5
    Booklet:
    3 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Meisterhafte Meistersinger!

    Jedem Wagnerianer, der eine werkgetreue Aufführung dieser Oper ohne pseudointellektuelle Regie-Mätzchen zu sehen wünscht, sei diese DVD dringend ans Herz oder besser in den Player gelegt!
    Die Inszenierung hält sich wunderbar an die Regienanweisungen, sodass Text, Handlung, Szene und Musik ein stimmiges Gesamtkunstwerk ergeben - vorbildlich!
    John Botha gibt einen gut gesungenen Stolzing, Michael Schade ist ein exzellenter David, Anger und Eröd überzeugen als Pogner und Beckmesser, letzterer glücklicherweise jenseits klamaukhafter Karikaturisierung. Auch die Eva überzeugt in jeder Hinsicht.
    Höhepunkt der Aufführung hinsichtlich der Sängerriege ist aber Falk Struckmann als Sachs. Stimmlich kernig und viril, gibt er einen agilen und aktiven Sachs (weit entfernt von altväterlichem Getue), der durchaus noch in die Lage kommen könnte, dass ihm Evchen "blauen Dunst" macht und sich ein wunderbares "Duell" mit Beckmesser im nächtlichen Nürnberg liefert. Aber auch die nachdenklicheren Wahn- und Flieder-Monologe gelingen Herrn Struckmann sehr eindrucksvoll. Insgesamt eine großartige Darstellung dieser Figur!
    Was noch besonders gelobt werden darf, ist die sehr durchdachte Regie, die das Zusammenspiel der Figuren perfekt choreographiert. Jeder Blick, jede Gestik und Mimik sitzt perfekt, wirkt glaubhaft und charakterisiert treffend.
    Herrn Thielemanns Dirigat ist ebenfalls hervorragend, ihm gelingen große Auftritte wie die auf der Festwiese genauso wie die Prügelszene oder intime Szenen. Bravo! Die Szene ist das mittelalterliche "liebe Nürenberg", zumindest so, wie Wagner und seine Bühnenbildner es sich auch vorgestellt hätten. Sehr schöne und passende Optik zur Handlung.
    Fazit: Eine vorbildliche Aufführung, darstellerisch köstlich und allein wegen Struckmann sehenswert, musikalisch hörenswert!
    Wahrliche Meistersinger (aus Wien)!
    Matthias Goerne - The Wagner Project

    Matthias Goerne - The Wagner Project (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    10.08.2020
    Booklet:
    4 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Herrlich strahlt der Stimme Glanz

    Der Wagnerianer konnte sich in den letzten Jahren durchaus glücklich schätzen, einige sehr gute Bass-Baritone hören zu dürfen, wenn man an Albert Dohmen, Michael Volle oder René Pape denkt.
    Matthias Goerne, der großartige Schubert-Interpret, hat sich in diesem "Wagner-Projekt" somit einiger aktueller Konkurrenz ausgesetzt, ganz zu schweigen von der historischen und man fragt sich natürlich, ob ein Lied-Sänger auch die großen Wagner-Partien singen und gestalten kann - ja, er kann - und wie!
    Dass er einen reflektierenden, warmen, elegischen Sachs gestalten kann, war zu erwarten- auch den Marke oder Wolfram. Diese sind mit großer Stimmschönheit legato gesungen, überzeugend sowohl das meditative Piano bei Sachs` "Fliedermonolog" als auch in den schmerzerfüllten Klagen eines Marke, Amfortas, Holländer oder Wolfram, in denen inniger Gefühlsausdruck und Stimmausbruch überzeugend gestaltet werden. "Beseelt" ist der treffende Ausdruck.
    Das gilt aber auch für Goernes Wotan. Hier gelingt es ihm einerseits das Majestätische des Gottes und den Abschiedschmerz des Vaters zum Ausdruck zu bringen. Die Stimme hat sowohl eine kraftvolle Höhe, als auch eine sonore Tiefe und seine Textverständlichkeit ist exzellent. Selten wurden diese Partien schöner und ergreifender gesungen!
    Herr Goerne kann sich in diesen Ausschnitten mit den ganz Großen des Wagner-Fachs - Schorr und Hotter z. B. - messen und man ist auf Gesamteinspielungen gespannt (die Jaap van Zweden-Ring-Aufnahme konnte ich noch nicht hören)!
    Daniel Hardings Leistung am Pult des Swedish Radio Symphony Orchestra ist eine ideale Ergänzung auf instrumentalem Gebiet dazu.

    Meine Produktempfehlungen
    • Michael Volle - A Portrait Michael Volle - A Portrait (CD)
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    Symphonien Nr.1-9

    Symphonien Nr.1-9 (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    15.07.2020
    Booklet:
    4 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Entdeckungsreise ins (Un-) Bekannte

    Zum Beethoven-Jahr haben sich, wie zu erwarten, die Schleusen des Musikbetriebes weit geöffnet und eine Flut neuer und wiederaufgelegter Einspielungen ergießt sich über die interessierte Hörerschaft.
    Da ist es nun höchste Zeit und dringendes Gebot der Stunde, an dieser Stelle eine Lanze für diese (scheinbar fast vergessene) Aufnahme zu brechen!
    Sie zählt zu den frühen Aufnahmen der Originalklang-Bewegung bei Beethovens Werken und ist leider grundlos in den Schatten der "großen Namen" Norrington, Gardiner und Harnoncourt geraten. Dies kann meines Erachtens nur an dem mangelnden Bekanntheitsgrad des höchst verdienstvollen Labels Nimbus Records beim breiteren Publikum liegen.
    Wer eine sehr präzise, quicklebendige und geradezu fesselnd-packende Aufnahme der Beethoven-Symphonien sucht, sollte unbedingt Goodmans Version in Betracht ziehen. Liebevoll wird jede Phrase zum Leben erweckt und diese Interpretation wartet mit so großem Detailreichtum auf, sodass man unweigerlich immer wieder geradezu wie elektrisiert in ihren Bann gezogen wird.
    Der Klang ist für das Aufnahmedatum angenehm präsent.
    Meine Produktempfehlungen
    • Symphonien Nr.1-9 Symphonien Nr.1-9 (CD)
    Symphonien Nr.1-9

    Symphonien Nr.1-9 (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    15.07.2020
    Booklet:
    4 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Molto vivace

    Diese Einspielung gehört zu den besten, die es von Beethovens Symphonien gibt und führt leider sehr zu unrecht ein Mauerblümchen-Dasein. Wie nur wenige andere schafft es Sir Charles Mackerras hier, diesen Werken pulsierendes Leben einzuhauchen und jedem einzelnen Werk Individualität zu verleihen. Dies alles geschieht ohne Aufzutrumpfen oder selbstverliebte Attitüde, sondern mit einer großmeisterlichen Subtilität, vor der die meisten "Stars" des Dirigentenmetiers schamrot anlaufen müssten. Das SCO folgt seinem Dirigenten mit solch großer Spielfreude und Präzision, dass es eine reine Freude ist und auch bei wiederholtem Hören immer wieder neue, beglückende Höreindrücke vermittelt! „Da capo!“
    Meine Produktempfehlungen
    • Symphonien Nr.1-9 Symphonien Nr.1-9 (CD)
    Symphonien Nr.1-9

    Symphonien Nr.1-9 (CD)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    13.07.2020
    Booklet:
    4 von 5
    Gesamteindruck:
    3 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    3 von 5
    Repertoirewert:
    2 von 5

    Uninspirierte Dutzendware

    Den geradezu hymnischen Kritiken einiger Vorrezensenten kann ich mich leider nicht anschließen.
    Positiv zu vermerken sind sicherlich ein klarer, gut durchhörbarer Klang und ein technisch sauber spielendes Orchester.
    Was aber schmerzlich vermisst wird, ist eine individuelle Konturierung und Interpretation der einzelnen Werke, denn so "plätschert" die Musik Werk für Werk dahin. Man könnte meinen, der Dirigent wollte um jeden Preis vermeiden, seinen auf Hochglanz getrimmten Sound durch Individualität zu beschädigen. Es gibt es kein revolutionäres Stürmen und Drängen, kein beherztes Zugreifen, kurzum: kein lebendiges, differenziertes Mit- und Gegeneinander der Instrumente, das den Zuhörer irgendwie packen könnte.
    Das ist solide, sauber "runtergespielter" Beethoven, den man im weichen Sessel auch nebenbei laufen lassen kann - er stört nicht (vgl. z. B. 7. Symphonie, 3. Satz: Presto - Assai meno presto). Das Stürmischste an den Aufnahmen ist der Applaus für gefällige Musik und das dankbare Gefühl des Auditoriums, wenigstens etwas Schönes gehört zu haben, was von den modernen Zugaben nun wiederum nicht behauptet werden kann. Hier ist man am heimischen Player aber in der vorteilhaften Lage, diese akustische Beleidigung abzustellen.
    Fazit: Man kann diese Ausgabe kaufen, aber nur wenn man unbedingt jede Einspielung der Symphonien haben will oder gepflegte Hintergrundmusik sucht. Wer etwas Packenderes möchte, ist bei Chailly, Harnoncourt oder Gardiner besser aufgehoben, wer Lebendigeres sucht, sollte zu Mackerras oder Goodman greifen.
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