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    Musaion Top 100 Rezensent

    Aktiv seit: 13. Juli 2020
    "Hilfreich"-Bewertungen: 7942

    Bitte beachten Sie

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    180 Rezensionen

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    Manon Lescaut

    Manon Lescaut (CD)

    2 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    09.03.2021
    Gesamteindruck:
    2 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    1 von 5
    Repertoirewert:
    1 von 5

    In Schönheit sterben ?! Das gilt bestenfalls für Netrebko ...

    Die Netrebko wie immer - eine relativ schöne Stimme, aber praktisch ohne Ausdrucksvarianz: weder kann sie die junge Kokette stimmlich darstellen, noch das finale erschütternde Leid. Alles ein gesangsdarstellerischer Einheitsbrei - naja...Wer hören will, wie die Partie schön und ausdrucksstark zu singen ist und sich vor älteren Aufnahmen nicht scheut, greife zu Albanese, Callas & Cie., bei klanglich besseren Aufnahmen ist auch die Freni zu beachten.
    Das Hauptmanko der Netrebko ist, dass sie ihre im Singen dilettierenden aktuellen Lebenspartner nicht nur mit auf die Bühne zerrt, sondern natürlich leider auch vor das Mikrophon: zuerst Schrott (nomen est omen) und nun Eyvazov. Eines ist sicher, damit werden ihre Aufnahmen nie zu den erinnernswerten gezählt werden dürfen! Was E. hier bietet, ist stimmlich traurig unschönes Stimmmaterial, technisch primitiv (weiß er überhaupt, was ein Messa di Voce, Diminuendo ... ist?) und singdarstellerisch unterirdisch: "Donna non vidi mai" ist ohne Schmelz und Gefühl und "No! pazzo son!" forciertes Bellen mit Vokalverfärbungen und Schlimmerem. Maß aller Dinge bleibt (natürlich) Björling, der die stimmliche Eleganz für den Rokoko-Kavalier des Anfangs besitzt und über den Glanz leuchtender Höhe, sowie die brennende Intensität für den 3. und 4. Akt gebietet. So kann er sowohl mühelos mit Squillo in der Höhe attackieren, als auch die Piano-Passagen sauber singen - alles Lichtjahre außerhalb von E. Vermögen. Sogar Schluchzer sind bei Björling gesungen!
    Der Rest der Aufnahme ist Mittelmaß - insgesamt vergessenswert.
    Meine Produktempfehlungen
    • Manon Lescaut Manon Lescaut (CD)
    Klaviersonaten Nr.14,26-28

    Klaviersonaten Nr.14,26-28 (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    01.03.2021
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    4 von 5

    Interessant

    Der Klang des Wagner-Flügels ist interessant und passt zu den ausgewählten Werken Beethovens. Noch interessanter wäre es, wenn auch diese Aufnahme mit dem neuen Paulello-Instrument aufgenommen worden wäre. So klingt es deutlich "romantischer", wenn auch mit spürbar "historischem Hintergrund".
    Webers pianistische Qualitäten sind exzellent - Technik und Interpretation vom Feinsten.
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    Otello (Deluxe-Ausgabe)

    Otello (Deluxe-Ausgabe) (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    06.02.2021
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Beachtenswert!

    Nachdem die diversen Labels in den letzten Jahren uns vormachen wollten, dass Live-Mitschnitte zu mehr Lebendigkeit und "Atmosphäre" führen würden und damit zu kaschieren versuchten, dass sie die Kosten einer Studioproduktion scheuten, so ist nun endlich ein Gegenbeispiel anzuzeigen und es beweist, dass eine sorgfältige Studioproduktion auch heute noch sinnvoll und lohnenswert ist, und dies, obwohl die Diskographie des "Otello" nicht arm an Einspielungen und großen Namen ist.
    Da ist zunächst Jonas Kaufmanns als Otello in der Titelpartie. Kraftvoll, aber nicht kraftmeiernd gestaltet er eindrucksvoll die Degeneration des triumphierenden Helden und liebenden Gatten hin zum eifersüchtig Rasenden und Mordenden. Sehr erfreulich, dass er diese Partie nicht so baritonal-verbrustet singt wie z. B. der späte Domingo oder auch er selbst in anderen Aufnahmen, sondern sehr textverständlich und tenoral (übrigens auch Tamagno singt die Partie auf den erhaltenen Tondokumenten verblüffend hell und flexibel). Die großen Arien gelingen ihm packend und sehr eindringlich, aber auch das zarte Finale im I. Akt weiß er zu gestalten, wobei ihm nur das Diminuendo am Schluss leider misslingt. Insgesamt sehr gut bis hervorragend gesungen.
    Großartig ist Carlos Alvarez als Jago. Kernig, viril - auch stimmlich ein würdiger Gegenspieler Otellos, der auf den ersten Höreindruck tatsächlich "onesto" klingt und seine Diabolik nicht plakativ zur Schau stellt und auf diese Weise glaubwürdig seine Intriganz demonstriert.
    Federica Lombardi ist eine glückliche Entdeckung und singt die Desdemona engelsgleich und braucht sich vor der Konkurrenz nicht zu verstecken.
    Auch die anderen, kleineren Partien sind sehr gut besetzt.
    Das Dirigat Pappanos ist sängerfreundlich und sehr eindrucksvoll. Vielleicht wünschte man sich die eine oder andere Stelle etwas leidenschaftlicher, aber das ist Beckmesserei.
    Die Aufnahme ist klanglich exzellent.
    Fazit: Sony ist zum Gelingen einer der besten Aufnahmen dieses Werkes zu gratulieren!
    Kaufmann kann sich in eine Reihe der großen Interpreten mit Vinay, Vickers und dem jungen Domingo einreihen. Lombardi, Freni und Tebaldi sind gleichermaßen eindrucksvolle Desdemonas und Alvarez sticht bis auf Gobbi alle anderen Jagos aus.
    Pappano, Karajan und Toscanini können sich um die Dirigentenkrone streiten.
    Als musikalische Gesamtleistung und angesichts des hervorragenden Klanges könnte diese Aufnahme sogar Referenzstatus erlangen.

    Juan Diego Florez - Mozart

    Juan Diego Florez - Mozart (CD)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    02.02.2021
    Booklet:
    4 von 5
    Gesamteindruck:
    3 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    3 von 5
    Repertoirewert:
    3 von 5

    Zu spät!

    Eigentlich wäre Flórez Stimme durchaus prädestiniert für Mozart-Arien gewesen, aber die Aufnahme kam nun leider zu spät, denn in der Stimme hat die schon länger feststellbare Tendenz zu einer spröden Härte in hohen Lagen sich nun deutlich ausgeprägt und nimmt nun unangenehme Ausmaße an, sodass sie keinen weichen Schmelz oder lyrische Anmut mehr verströmen kann (man vergleiche McCormack, Schipa, Dermota etc. - so muss ein Tenore di grazia oder lirico klingen).
    Interessant sind nur die Auszierungen in den Wiederholungen - endlich einmal ein Tenor, der Belcanto-Arien grundsätzlich so angeht, wie es sich gehört - nur leider mit (momentan ?) verbrauchter Höhenlage.
    Klaviersonaten Nr.1-18

    Klaviersonaten Nr.1-18 (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    01.02.2021
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Meilenstein und Referenzaufnahme

    Endlich gibt es eine Box mit allen Aufnahmen von Bezuidenhouts Mozart-Klaviersonaten.
    Unerreicht differenziert, klangsinnlich und hochvirtuos spielt er auf dem Fortepiano diese nur scheinbar sattsam bekannten Werke und dürfte so dem historischen Vorbild am nächsten kommen. Interessant die Auskünfte im Booklet dazu, sowie die Kopplungen mit zusätzlichen Klavierwerken. Den obigen Rezensionen ist voll und ganz beizupflichten.
    Wer noch nicht die Einzelaufnahmen hat, sollte unbedingt diese Box erwerben - es tun sich Hörwelten auf (im Gegensatz zu manchem medial hochgejubelten "Starpianisten")!
    Goldberg-Variationen BWV 988 (Studio Aufnahme)

    Goldberg-Variationen BWV 988 (Studio Aufnahme) (CD)

    2 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    13.12.2020
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    2 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    2 von 5
    Repertoirewert:
    1 von 5

    Seelenloses Klavierspiel

    Harnoncourt hatte wie so oft recht - »Du spielst sehr schön, aber es klingt nicht einsam genug." (s. o.).
    Viel verbessert hat sich Lang Lang seither wohl nicht, wenn man diese Aufnahme hört.
    Zu hören ist seelenloses, auf äußeren, schönen Eindruck getrimmtes Klavierspiel für den Radio-Sender, der Musik zum Entspannen und Genießen bietet. Wie mein Vorrezensent möchte ich da viel lieber auf Ragna Schirmer verweisen.
    Interessant auch die Spannweite der Interpretationen Goulds. Da merkt die Redundanz von Langs Einspielung - Bachs Werk ist das nur noch bedingt.
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    Tripelkonzert op.56

    Tripelkonzert op.56 (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    13.12.2020
    Booklet:
    4 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Krönender Abschluss

    Endlich findet der Beethoven-Klavierkonzert-Zyklus seinen exzellenten Abschluss!
    Wie auch zuvor überzeugt Helmchen ob seines differenzierten und einfühlsamen Spiels. Wie mit feinem Silberstift zieht er in seiner Non-Legato-Technik exakt die Konturen der einzelnen Sätze nach und bringt sie stilistisch fein zum Klingen.
    Manze ist der perfekte Partner - äußerst agil, präzise und doch packend gestaltend.
    Sehr schön und interessant ist die Kopplung mit dem Tripelkonzert, das auf gleich hohem (richtiger: höchstem) Niveau spielt.
    Bei diesem Aufnahmezyklus werden ja moderne Instrumente verwendet, allerdings ist die Spielweise dem historisierenden Stil angenähert - so können vielleicht Freunde beider Seiten Gefallen daran finden, Puristen wird es möglicherweise nicht genügen. Allen anderen seien diese Aufnahmen dringend ans Herz gelegt - so interessant, aufregend und fein grazil wurden diese Konzerte selten geboten - sie leiden ja oft unter pauschalisierendem und selbstverliebtem Auftrumpfen der Pianisten - und sind nicht nur ein bleibender Gewinn der Diskographie, sondern können auch mit die vordersten Plätze beanspruchen.
    Als Ergänzung in historisierender Hinsicht auch sehr zu empfehlen: Die Bezuidenhout-Aufnahmen!!!
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    Otello

    Otello (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    20.11.2020
    Booklet:
    1 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Aus dem Schatzkästchen der 50er Jahre (Teil 2)

    Eigentlich ist die Überschrift eine Untertreibung, denn bei dieser Aufnahme handelt es sich um eine veritable Schatztruhe der Otello-Gesangskunst!
    Hans Hopf übertrifft seine frühere Aufnahme, er ist glänzend in Form: stimmlich mühelos in jedem Moment, technisch versiert und ausdrucksstark, wie man es kaum sonst findet. Es ist besonders schön, einen genuinen Tenor in dieser Rolle zu hören, der nicht - wie heute leider oft - mit abgedunkelteter, verbrusteter Stimme sich und die Hörer durch die Partie quält. Seine fanfarenhafte Höhe hat den nötigen Squillo, um jederzeit das Orchester zu durchdringen, aber er ist genauso in der Lage, ein sauberes Piano zu singen. Man hat Hopf oft vorgeworfen, nicht der eindringlichste Interpret gewesen zu sein. Hier zeigt er das Gegenteil: ein strahlenderer Sieger, gefühlvollerer Liebender, eifersüchtigerer Rasender und verzweifelnderer Mörder ist selten je so differenziert auf Platte gebannt worden. Dabei ist seine Diktion so klar und sauber, dass man jedes Wort versteht. Herausragend!!!
    Fast unglaublich, aber wahr: der oft unterschätzte, aber doch meist fabelhafte Josef Metternich liefert hier als Jago eine ebenso glänzende Leistung ab. Mit unglaublich präziser Artikulation und singdarstellerischer Differenzierungskunst zeigt er alle Facetten dieses Erzschurken auf und kann so einerseits nach außen den anderen Figuren auf der Bühne die Maske des biederen Ehrenmannes präsentieren, aber auch andererseits gleichzeitig in der selben Phrase die abgründige Intriganz seiner schwarzen Seele den Zuhörern vermitteln. Das kann auch Gobbi nicht besser. Phänomenal!!!
    Claire Watsons Desdemona bietet auch alles, was der Hörer sich wünschen kann (vgl. feine Piani, strahlende Höhe und tiefe Traurigkeit beim Lied der Weide) und komplettiert eine selten geschlossene, hochklassige Besetzung der Hauptrollen.
    Die Nebenrollen sind auch tadellos besetzt. Solch eine Sängerleistung mutet heute leider stellar und fast unerreichbar an.
    Sir Georg Solti dirigiert temperamentvoll und differenziert ein Musikdrama im wahrsten Sinne des Wortes!
    Insgesamt eine bessere Aufnahme als die Jochums von 1955, die man trotzdem nicht vergessen sollte.
    Wäre die Aufnahme nicht in deutscher Sprache, könnte sie Referenzstatus haben, aber dann wäre ihre eindrucksvolle Subtilität
    für deutsche Zuhörer auch nicht möglich. Genießen wir es und seien wir dankbar, dass es sie gibt!
    Unbedingt empfehlenswert und unverzichtbar für die Otello-Discographie!!!

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    • Otello (in dt.Spr.) Otello (in dt.Spr.) (CD)
    Otello (in dt.Spr.)

    Otello (in dt.Spr.) (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    20.11.2020
    Booklet:
    1 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    4 von 5
    Repertoirewert:
    4 von 5

    Aus dem Schatzkästchen der 50er Jahre (Teil 1)

    Als im Laufe der 60er Jahre langsam dazu übergegangen wurde, die Opern weltweit in der Originalsprache aufzuführen, gerieten im Gegenzug die Adaptionen in den jeweiligen Muttersprachen der Aufführungsorte in Vergessenheit. Dass dabei so mancher akustischer Schatz leider zu unrecht in der Versenkung verschwand, zeigt diese Veröffentlichung der hochverdienstvollen Walhall-Serie.
    Einer der führenden deutschsprachigen Heldentenöre der 50er Jahre, Hans Hopf, singt einen strahlenden Otello, der eine trompetenhaft strahlende Höhe im "Freut euch alle" ebenso aufbieten kann, wie ein schönes Piano am Ende des 1. Aufzugs. Auch das Rasen und Leiden im Weiteren gestaltet er eindrucksvoll. Annelies Kupper singt eine ausdrucksvolle Desdemona und Ferdinand Frantz einen sinistren Jago. Eugen Jochum dirigiert solide. Eine rundum gut bis sehr gut gelungene Aufnahme, die jedem Otello-Freund ans Herz gelegt wird, der:
    - sich nicht an dem deutschen Libretto stört
    - ein Liebhaber der Gesangskunst Hans` Hopfs ist oder einen gesunden, strahlenden und zugleich differenzierend gestaltenden Heldentenor in dieser Rolle hören möchte.
    Mein Lob an dieser Stelle wäre noch positiver, wenn es zu diesem Komparativ nicht noch glücklicherweise einen Superlativ gäbe, doch dazu siehe die Produktempfehlung unten
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    • Otello Otello (CD)
    James Rutherford sings Wagner

    James Rutherford sings Wagner (SACD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    18.11.2020
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Überzeugend

    Mit dieser Aufnahme etabliert sich James Rutherford als überzeugender Wagner-Bariton, der sowohl die lyrischen Momente eines Sachs, als auch dramatische Szenen wie den Telramund oder den Holländer zu gestalten weiß. Erfreulich ist auch die nahezu akzentfreie Diktion, zudem kommt seinem Vortrag auch seine Erfahrung als Lied-Sänger zugute.
    Die Stimme ist warm und mit angenehmem Vibrato.
    Nur in Matthias Goerne, der eine noch wärmere, voluminösere, mit mehr Tiefe ausgestattete und expressivere Stimme besitzt, findet er derzeit seinen Meister.
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    • Matthias Goerne - The Wagner Project Matthias Goerne - The Wagner Project (CD)
    Tannhäuser

    Tannhäuser (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    05.11.2020
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Referenzeinspielung (preisgünstige Variante)

    Diese Aufnahme dürfte wohl Referenzcharakter haben, denn sie vereint zahlreiche Vorzüge:
    1. Konwitschny schafft es, ein Musikdrama akustisch zu gestalten, das majestätisch-feierliche (Einzug in den Sängersaal), dramatische und lyrisch-innige Momente adäquat zum Ausdruck bringt.
    2. Die Sängerriege mutet heute stellar an: Ein wahrer Heldentenor in "Saft und Kraft" in Gestalt von Hans Hopf in einer seiner besten Aufnahmen, der stimmlich und gestalterisch Außergewöhnliches leistet. Elisabeth Grümmer singt unübertrefflich die Elisabeth: innig, jugendlich und wehmütig. Besser geht es nicht!
    Gottlieb Frick als majestätisch-väterlicher Landgraf, Dietrich Fischer-Dieskau als warmherzig-mitfühlender Wolfram und Fritz Wunderlich als tenoraler Walther komplettieren zusammen mit Marianne Schech (Venus) und Lisa Otto (Hirte) eine Luxusbesetzung, die keine Wünsche offen lässt!
    Es mag zwar früher andere, sehr gute Einzelleistungen gegeben haben (Melchior als Tannhäuser etc.), als Ensemble und unter diesem lebendig-dramatischen Dirigat bei gleichzeitig gutem Klang ist diese Aufnahme der Höhepunkt der Diskographie. Seitdem sind es immer eklatantere Schwächen im sängerischen Bereich, die spätere Aufnahmen problematisch machen.
    Unbedingt empfehlenswert!
    Tannhäuser

    Tannhäuser (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    05.11.2020
    Booklet:
    1 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Referenzeinspielung

    Diese Aufnahme dürfte wohl Referenzcharakter haben, denn sie vereint zahlreiche Vorzüge:
    1. Konwitschny schafft es, ein Musikdrama akustisch zu gestalten, das majestätisch-feierliche (Einzug in den Sängersaal), dramatische und lyrisch-innige Momente adäquat zum Ausdruck bringt.
    2. Die Sängerriege mutet heute stellar an: Ein wahrer Heldentenor in "Saft und Kraft" in Gestalt von Hans Hopf in einer seiner besten Aufnahmen, der stimmlich und gestalterisch Außergewöhnliches leistet. Elisabeth Grümmer singt unübertrefflich die Elisabeth: innig, jugendlich und wehmütig. Besser geht es nicht!
    Gottlieb Frick als majestätisch-väterlicher Landgraf, Dietrich Fischer-Dieskau als warmherzig-mitfühlender Wolfram und Fritz Wunderlich als tenoraler Walther komplettieren zusammen mit Marianne Schech (Venus) und Lisa Otto (Hirte) eine Luxusbesetzung, die keine Wünsche offen lässt!
    Es mag zwar früher andere, sehr gute Einzelleistungen gegeben haben (Melchior als Tannhäuser etc.), als Ensemble und unter diesem lebendig-dramatischen Dirigat bei gleichzeitig gutem Klang ist diese Aufnahme der Höhepunkt der Diskographie. Seitdem sind es immer eklatantere Schwächen im sängerischen Bereich, die spätere Aufnahmen problematisch machen.
    Unbedingt empfehlenswert!
    Tristan und Isolde

    Tristan und Isolde (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    30.10.2020
    Booklet:
    1 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    4 von 5
    Repertoirewert:
    4 von 5

    Bereicherung der Tristan-Diskographie

    Mit der vorliegenden Einspielung liegt eine insgesamt erfreuliche Aufnahme des Werkes vor:
    Astrid Varnay ist hier eine eindrucksvolle Isolde, der heroische wie lyrische Momente gut bis sehr gut gelingen.
    Set Svanholm teilt sich die Partie gut ein und steht den Abend eindrucksvoll durch, besonders der 3. Aufzug gelingt ihm trotz einiger arg expressiver Rufe und Ausbrüche großartig, bleibt aber hinter Lorenz und Melchior insgesamt zurück.
    Blanche Theboms Brangäne ist erstklassig.
    Josef Metternichs Kurwenal ist hervorragend! Er singt einen robusten, geradezu heldenhaften Getreuen Tristans, der sowohl mitleidend als auch auftrumpfend herausfordernd auftritt. Im Vergleich zu den oft zweit- oder drittklassigen Kurwenal-Sängern endlich einmal eine erstklassige Besetzung dieser unterschätzten Partie. Allein dafür lohnt sich die Anschaffung!
    Jerome Hines Marke fehlt etwas die sonore Tiefe und väterliche Ausstrahlung.
    Kempes Dirigat ist recht zügig, was besonders dem dritten Aufzug eine sehr lebendige und packende Dynamik verleiht.
    Das Klangbild ist - an den historischen Bedingungen gemessen - gut.
    Klavierkonzerte Nr.15 & 27

    Klavierkonzerte Nr.15 & 27 (SACD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    29.10.2020
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Gelungene Fortsetzung

    War Helmchens CD der Klavierkonzerte KV 415 + 491 eine recht gelungene Aufnahme, so steigert er hier sein Interpretationsvermögen noch einmal. Gerade leise und langsame Passagen gelingen berückend schön. Das Zusammenspiel mit dem NCO unter Nikolic´ ist innig, das Klangbild perfekt.
    Meine Produktempfehlungen
    • Klavierkonzerte Nr.13 & 24 Klavierkonzerte Nr.13 & 24 (SACD)
    Klavierkonzerte Nr.13 & 24

    Klavierkonzerte Nr.13 & 24 (SACD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    29.10.2020
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    4 von 5

    Feingliedrig und subtil

    Diese Aufnahme überzeugt durch ein ebenso differenziertes wie subtiles Spiel bei technischer Perfektion. Dabei gelingt Helmchen der Spagat zwischen traditionellen Rokoko-Elementen und "moderneren" Elementen, die auf Beethoven hinweisen. Wunderbar klares Klangbild.
    Hochinteressant auch die Bonus-DVD! Empfehlenswert!
    Klaviersonaten Vol.3

    Klaviersonaten Vol.3 (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    12.10.2020
    Booklet:
    4 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    So nahe wie nie am möglichen Original

    Wer Mozarts Sonaten von Brendel und anderen Meistern kennt, wird zunächst verwundert ob dieser Aufnahme sein.
    Wie schon bei den beiden Vorgängern auf Vol. 1 und 2 entfaltet sich vor dem Zuhörer ein Hördokument der Extraklasse:
    So oder so ähnlich kann man sich den Auftritt der Hammerklaviervirtuosen zur Zeit Mozarts vorstellen. Einerseits versuchend, den individuellen Klangcharakter des Werkes wiederzugeben und dennoch die eigene Virtuosität in der Interpretation zu demonstrieren, d. h. kein ängstliches Kleben am Notentext - das wäre ja wie "Malen nach Zahlen" - sondern selbstständiges Deuten dank spieltechnischer Fähigkeiten, verstehendem Intellekt und emotionaler Tiefe. All dies lässt sich bei Bezuidenhout wunderbar erfahren!
    Auch wer schon verschiedene Aufnahmen sein Eigen nennt, kann hier viel Neues und Interessantes hören. Es muss einem nicht immer unbedingt alles gefallen, hörenswert bleibt es dennoch und bewundernswert ist die stupende Beherrschung des Fortepianos durch Bezuidenhout, der unglaublich nuanciert die Möglichkeiten des Instruments zur Geltung bringt. So konnte man Mozart wohl seit über 200 Jahren nicht mehr hören!
    Hans Hopf singt Arien

    Hans Hopf singt Arien (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    09.10.2020
    Booklet:
    3 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Unterschätzter Heldentenor

    Ein leider meist unterschätzter Tenor der 40er, 50er und 60er Jahre erfährt hier ein wohlverdientes, schönes Porträt.
    Einigen ist er vielleicht als Max in Furtwänglers legendärem "Freischütz" (Salzburg 1954) oder Stolzing in Karajans "Meistersinger von Nürnberg" (Bayreuth 1951) ein Begriff. In beiden Aufnahmen gibt er Interpretationen, die zu den besten der jeweiligen Diskographien zählen. Die Arien auf diesem Album erweitern den Blick auf ein erweitertes Repertoir-Spektrum und zeigen den Sänger von seiner besten Seite aus den 50er Jahren: ein echter Heldentenor, der dank sehr guter Technik und kluger Disposition 50 Jahre erfolgreich auf der Bühne stand. Sonor ist die Basis der Mittellage und metallisch strahlend die Höhe, wie sie seit den 70er Jahren so leider nicht mehr zu hören ist. Vielleicht ist er nicht immer der packendste Gestalter, aber alles ist sauber und tonschön gesungen, dass man angesichts der derzeitigen tenoralen Situation (gerade im Wagner-Fach) in Melancholie verfallen könnte, wenn es nicht solch schöne Tondokumente gäbe.
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    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    21.09.2020
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Absolut empfehlenswert!

    Diese Edition von Schubert-Liedern interpretiert von Matthias Goerne darf mit Sicherheit zu den besten überhaupt gezählt werden.
    Goerne gebietet über eine wunderbar volle Bariton-Stimme, die sowohl die großen Ausbrüche, als auch die vielen stillen Momente makellos gestaltet. Er kann Trauer, Freude, Träumereien und viele andere Stimmungen in zahllosen Schattierungen evozieren. Er steht so als Gestalter Sängern wie Fischer-Dieskau nicht nach, übertrifft diesen aber an stimmlichen Qualitäten.
    Vergleichbar an Gestaltungsfähigkeit wäre am ehesten Gerhaher, der über eine schlankere und hellere Stimme verfügt und so manchen anderen Aspekt der Liedinterpretation bieten, aber der das Dunkel-Verhangene, Düstere und Mächtige nicht so überzeugend hervorzaubern kann. Nicht umsonst hat Goerne auch eindrucksvoll den Wotan, Holländer, Marke etc. gesungen und damit Fischer-Dieskau und Gerhaher als Gestalter von Seelenleben von Bühnenfiguren in den Schatten gestellt.
    Christoph Eschenbach harmoniert am Piano kongenial.
    Fazit: Gerhaher und Goerne bieten sehr viel Schönes. Diese Box aber ist in jeder Hinsicht sehr zu empfehlen - hat sogar die Tendenz zur Referenzeinspielung - und das zu einem sehr günstigen Preis!
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    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    15.09.2020
    Booklet:
    4 von 5
    Gesamteindruck:
    3 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    3 von 5
    Repertoirewert:
    2 von 5

    Zwischen Hype und Wirklichkeit

    Der trefflichen Analyse von gemirevers ist kaum noch etwas hinzuzufügen, außer dass neben den alten Ikonen der Beethoven-Sonaten-Interpreten auch Oppitz (glücklich, wer noch die Sammelbox erwerben konnte) und Schiff doch noch deutlich interessantere und stimmigere Einspielungen vorgelegt haben.
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    Otello (in dt.Spr.)

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    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    15.09.2020
    Bild:
    4 von 5
    Booklet:
    4 von 5
    Extras:
    3 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Ein "deutscher" Othello!?!

    Diese Aufzeichnung aus der Frühphase von Opernverfilmungen im Studio ist ein äußerst bemerkenswertes Dokument.
    Zunächst ist eine geschickt den Produktionsbedingungen angepasste, aber doch stimmige Inszenierung durch Otto Schenk positiv zu vermerken. Seine spätere große Karriere als einer der führenden Opernregisseure deutet sich schon sehr vielversprechend an.
    Hinzu kommt ein lebendiges und dramaturgisch geschicktes Dirigat Quadris - ein erfahrener italienischer Verdi-Fachmann.
    Die drei Hauptpluspunkte sind aber - auf den ersten Blick scheinbar überraschend - die drei Protagonisten!
    Norman Mittelmann gibt einen schurkischen Jago, etwas saftig-kraftmeiernd gesungen, aber insgesamt recht überzeugend - gerade auch in seiner darstellerischen Leistung. Recht gut!
    Sena Jurinacs wunderbare Stimme verleiht der Desdemona eine innerliche Leidensfähigkeit, wie sie kaum besser gestaltet werden kann. Exzellent!
    Höhepunkt ist aber Wolfgang Windgassens Othello. Eigentlich bekannt geworden als Heldentenor in Wagner-Opern, beweist er hier, dass er auch als Verdi-Tenor eine sehr gute Figur macht - stimmlich und darstellerisch. Seine schlank-tenorale Stimmfärbung lässt ihn das intime Liebesduett mit Desdemona ("Venus erstrahlt") in feiner, intimer Weise vorbildlich gestalten, wo andere Tenöre sich gern zu Forte-Gesang hinreißen lassen. Zwar hat er nicht unbedingt die baritonal gefärbte Wucht eines Vinay oder del Monaco, aber dafür ein überlegenes Gespür für den Einsatz seiner Mittel und so steigert er dramatisch geschickt die wachsende Raserei des Othello, wo andere von Anfang an mit "Löwenstimme" um die Wette brüllen. Umso wirkungsvoller dann die großen Ausbrüche am Schluss, um den ihn heute viele Tenöre beneiden würden.
    Singdarstellerisch halte ich ihn für glaubwürdiger als del Monaco oder Pier Miranda Ferraro, die beide in ein übertrieben affektiertes In-Pose-Werfen verfallen. Immerhin konnte Windgassen so über 20 Jahre auf höchstem Niveau auch schwierigste Partien (Siegfried, Tristan, Tannhäuser) gestalten, während del Monaco innerhalb weniger Jahre seine Stimme ruiniert hat. Der Wandel vom strahlenden Sieger am Anfang, über den liebenden Gemahl hin zum rasenden Mörder und verzweifelten Selbstmörder ist kaum je so differenziert und überzeugend gesungen und dargestellt worden - umwerfend!!!

    Fazit: Wer sich nicht davon stören lässt, dass Verdi hier noch auf Deutsch gesungen wird (deswegen wohl "Othello" und nicht "Otello") und es entstehungszeitliche Defizite bei Ton und Bild gibt, findet hier ein seltenes Juwel der Otello-Discographie, das musikalisch und optisch voll überzeugen kann. Ein historisches Dokument!
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    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    13.09.2020
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Weiter so!

    Wer schon die Veröffentlichung der Konzerte Nr. 2 und 5 genossen hat, der darf sich auch diese beiden Werke keinesfalls entgehen lassen - selbst wenn man schon einige Aufnahmen davon besitzt!
    Der FonoForum Kritik ist nichts mehr hinzuzufügen außer Lob in allen Belangen.
    Wer sich ein besonderes Hörvergnügen machen möchte, der vergleiche dazu Bezuidenhouts Versionen!
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    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    13.09.2020
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Sehr erfreuliche Ergänzung der Diskographie

    Wenn es im Zuge der Flut an Neuveröffentlichungen im Umkreis des Beethovenjahres im Bereich von dessen Klaviermusik besonders gelungene Aufnahmen zu würdigen gilt, so sind dies vor allem- neben Bezuidenhouts Einspielungen - Martin Helmchens Beiträge - je nachdem, ob man einen modernen Konzertflügel oder ein Fortepiano bevorzugt. Den oben stehenden Rezensionen aus Stereo und Piano News ist klar beizupflichten.
    Am interessantesten ist es natürlich, beide zu hören und zu vergleichen. Besser geht es nicht - nur anders!
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    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    13.09.2020
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Gelungene Fortsetzung

    Bezuidenhout und Heras-Casado setzen mit dieser Aufnahme ihre äußerst gelungene Zusammenarbeit bravourös fort und das auf vergleichbar höchstem Niveau wie bei den Konzerten Nr. 2 und 5, was Spielfreude, virtuose Technik und intelligente Interpretation angeht.
    Man darf sich hoffentlich auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit freuen!?
    Wer übrigens einen modernen Konzertflügel bevorzugt, darf sich gern auch Martin Helmchens Interpretation der Klavierkonzerte anhören. Das ergibt eine interessante Vergleichsmöglichkeit!
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    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    13.09.2020
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Bravo!

    Wer mit einem, dem historischen Vorbild nachgebauten Fortepiano klanglich eigentlich nichts anzufangen weiß, sollte es trotzdem wagen, sich diese Aufnahme anzuhören, denn es besteht eine gewisse Chance, dass auch er von ihr begeistert werden könnte. Bezuidenhout zaubert einen großartigen Klangfarbenreichtum aus seinem Instrument heraus, dass man davon nur beeindruckt sein kann!
    Ebenso sensibel wie intelligent reizt er die Möglichkeiten der Partitur virtuos aus und ermöglicht so ein spannendes "Wieder- und Neuhören" dieser Konzerte, deren Esprit, revolutionäre Neugestaltung und Spiel mit traditionellen Elementen er exzellent und klanglich wunderbar klar herausgearbeitet und zu einem in sich stimmigen Ganzen vereint.
    So macht es immer wieder Lust, die Aufnahme anzuhören, auch wenn man meint, diese Werke bereits in- und auswendig zu kennen.
    Heras-Casado und das FBO sind kongeniale Partner und man darf sich auf die weitere Zusammenarbeit freuen (s. das eben veröffentlichte Album des 4. Klavierkonzerts!).
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    Die Walküre

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    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    11.09.2020
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    4 von 5
    Repertoirewert:
    4 von 5

    Eine Bereicherung auch für Kenner

    Mit der "Walküre" liegt nun erfreulicherweise eine neue Aufnahme dieses Werkes vor und sie muss sich gegenüber einigen bedeutenden Aufnahmen behaupten, wobei die meisten Aufnahmen der letzten Dekaden unter einigen problematischen Besetzungen zu leiden hatten: Siegmund-Tenöre, Brünnhilden-Soprane und Wotan- Bass-Baritone sind nun einmal nicht gerade üppig vorhanden!
    Stuart Skelton als Siegmund ist die erste positive Überraschung. In den letzten Jahren sind schon Aufnahmen von ihm in dieser Rolle erschienen (vgl. van Zwedens Ring), hier ist er aber in besserer Form dokumentiert. Ein (meist) strahlkräftiger Tenor, der sowohl die Wälse-Rufe achtbar meistert, aber auch lyrische Passagen gefühlvoll gestalten kann. Dabei ist sein Gesang sehr textverständlich und nahezu akzentfrei. Ein Melchior oder Lorenz ist aber nicht.
    James Rutherford als Wotan ist eine weitere Bereicherung. Eindrucksvoll und kraftvoll in den großen Zornesausbrüchen und doch auch schmerzerfüllt im Abschied von Brünnhilde. Eine sehr schöne, gut geführte Stimme bei sehr guter Textverständlichkeit. Ich gestehe aber, dass ich Görne lieber in der Rolle gehört hätte - Geschmackssache.
    Theorin als Brünnhilde kann ebenfalls überzeugen. Die "Hojotoho"-Rufe gelingen ihr jugendlich-strahlend und übermütig, eine wahre Schildmaid.
    Halfvarsons Hunding ist sinister und bedrohlich, Westbroek als Sieglinde ist eine gute Partnerin für Siegmund, es fehlt ihr aber für mein Empfinden etwas jugendlicher Schmelz und Empfindsamkeit für die Rolle. Kulmans Fricka ist exzellent - keine keifende Ehefrau, sondern eine streitbare Göttin.
    Rattles Dirigat ist sehr präzise und klar durchhörbar - ein symphonisches Glanzstück, was vor allem ein Lob, aber auch ein kleiner Nachteil ist, denn der letzte dramatische Funken springt nicht immer über. Gerade die großen Momente bräuchten mehr Wucht und Furor.
    Fazit: Wer eine unter heutigen Aufnahmebedingungen entstandene Aufnahme möchte, ist mit dieser Aufnahme sehr gut beraten. Das durchgehend gute bis sehr gute Sänger-Ensemble sucht bei den Aufnahmen der letzten 50 Jahre seinesgleichen, denn es gibt keine Enttäuschungen.
    Enthusiasten werden bei Melchior/Lehmann (Walter 1935, 1. Aufz.) bleiben, deren Leistungen weiterhin stellar anmuten. Ansonsten (wie immer) Solti, Knappertsbusch...Allerdings dürfen auch sie in diese Aufnahme gerne hineinhören, denn es findet sich viel Schönes.
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