Inhalt Einstellungen Privatsphäre
jpc.de – Leidenschaft für Musik Startseite jpc.de – Leidenschaft für Musik Startseite
  • Portofrei ab 20 Euro
  • Portofrei bestellen ab 20 Euro
  • Portofrei innerhalb Deutschlands Vinyl und Bücher und alles ab 20 Euro
0
EUR
00,00*
Warenkorb EUR 00,00 *
Anmelden
Konto anlegen
    Erweiterte Suche
    Anmelden Konto anlegen
    1. Startseite
    2. Alle Rezensionen von Kerstin1975 bei jpc.de

    Kerstin1975 Top 25 Rezensent

    Aktiv seit: 08. August 2013
    "Hilfreich"-Bewertungen: 295
    731 Rezensionen
    Big Sky Summer - Zeit der Entscheidung

    Big Sky Summer - Zeit der Entscheidung (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    20.07.2014

    Leseempfehlung mit Herz und Cowboys

    Buchinhalt:

    Liebeschaos in Parable, Montana!
    Cowboy Walker Parrish staunt nicht schlecht, als seine Ex, die gefeierte Countrysängerin Casey, wieder in seinem Leben aufschlägt – mitsamt den beiden gemeinsamen Kindern. Das wissen die beiden Teenager nur nicht und Casey hielt es bislang für das Beste, es zu verschweigen. Anders als das Leben im Tourbus gestaltet sich das Leben im beschaulichen Parable: Shane genießt seine Aufenthalte auf Walkers Ranch und auch Clare lebt sich schnell im „Wilden Westen“ ein.
    Die Gefühle zwischen Walker und Casey lodern erneut auf, auch wenn sich beide täglich an die Gurgel gehen. Alles könnte perfekt sein, doch dann fliegt Caseys Geheimnis auf und der Familienfrieden hängt schief. Als dann auch noch Paparazzi auftauchen, muß Walker für seine Liebsten mit allen Mitteln kämpfen…

    Buchinhalt:

    Ein Besuch bei alten Bekannten – immer wieder ist es schön, in die Geschichten um den kleinen Ort Parable einzutauchen, neue Gesichter kennen zu lernen und bereits bekannte wieder zu treffen.
    So auch hier, mit Cowboy Walker und Sängerin Casey und ihrem Anhang, nebst den obligatorischen Hunden, die sich bislang alle Hauptfiguren in Millers Romanen angeschafft haben.
    Walker ist ein bodenständiger Typ mit rauer Schale aber weichem Kern und Prinzipien, wie Familie, Zusammenhalt und Ehrgefühl. Er setzt sich sofort für seine Familie ein und bildet so den ruhenden Pol zur eher ungestümen und durch das Showbiz etwas unsteten Casey, mit der er schon in der Vergangenheit eine Liebesbeziehung unterhielt. Auch alte Bekannte, wie die unverwüstliche Haushälterin Opal, Sherriff Boone und die beiden Carmody-Brüder tauchen auf und man fühlt sich als Leser sogleich wieder heimisch.
    Von der Handlung her stand der Konflikt zwischen beschaulicher Kleinstadtidylle und dem Leben als Star, nebst Verfolgung durch Reporter und Fotografen zum einen, als auch der Zwiespalt zwischen Familie und dem Verschweigen von Walkers Vaterschaft den Kindern gegenüber im Vordergrund.
    Was mir diesmal nicht ganz so gefallen hat, war der inzwischen schon Running Gag mit den Hunden: denn erst mal sucht sich jede neue Hauptfigur ihren Hund und dieser wird dann auch auf fast jeder Seite erwähnt. In Parable scheint es genauso viele Hunde wie Menschen zu geben, wenn nicht noch mehr – ein bisschen Pause davon hätte der Geschichte meiner Meinung nach mehr Pfiff verliehen.
    Dass ungefähr in der Mitte des Plots die Kinder erfahren, wer ihr Vater ist und dass einer sich freut und einer die Mutter erst mal abgrundtief hasst deswegen, ist fast schon ein Klischee und gab von der Handlung her nicht ganz so viel her, wie die der Vorgängerbände.
    Alles in allem ein leichter und gut zu lesender Roman, der handlungsmäßig auch solo gelesen werden kann, für Fans der Reihe aber ein absolutes Muss ist. Opal heiratet jetzt auch ihren Reverend – und ist bestimmt noch lange nicht müde, die Singles aus Parable und Umgebung zu verkuppeln. Ich kann die Reihe jedem wärmstens empfehlen. Yeehaw!
    Die 5. Welle

    Die 5. Welle (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    08.07.2014

    düster, gruselig und absolut süchtigmachend!

    Buchinhalt:

    Die Zukunft oder das Ende der Menschheit?
    Irgendwann in der (nahen?) Zukunft: die Menschheit ist fast vollständig ausgerottet, mehrere tödliche Wellen kündigen von der Invasion Außerirdischer auf der Erde. Die 16jährige Cassie hat der Schrecken am eigenen Leib miterlebt. Und sie hat überlebt – als einzige Ihrer Familie. Die Mutter starb bei einer Seuche, der Vater wurde bei einer Explosion getötet und ihren kleinen Bruder Sammy haben die Anderen mitgenommen. Cassies einziger Antrieb ist die Suche nach Sammy, doch auch sie wird schwer verletzt. Gerettet wird sie von Evan, einem etwas gleichaltrigen Jungen. Kann sie ihm vertrauen, in einer Welt, in der man niemandem mehr trauen kann? Was wird die 5. Welle sein, die die Menschen heimsucht – und steckt Evan viel tiefer drin, als man sich jemals vorstellen kann?

    Persönlicher Eindruck:

    Düster, packend, gruselig – diese drei Worte beschreiben am besten die Gefühle, die ich beim Lesen dieses postapokalyptischen Thrillers hatte. Eine Mischung aus Science Fiction, Utopie und knallharter Thrillerhandlung fesselte mich an die Seiten und ließ sie nur so dahin fliegen – ein absoluter Pageturner mit unerwarteten Wendungen, Grusel und atemberaubend schrecklicher Zukunftsvision.
    Erzählt wird die Geschichte aus mehreren Perspektiven und zunächst getrennt parallel zueinander verlaufenden Handlungssträngen. Zu Beginn erzählt die jugendliche Protagonistin vom Zustand der Welt – so kommt man als Leser sofort mit, wie es soweit kommen konnte und man hat sofort eine bildgewaltige, düstere Kulisse vor Augen.
    Die Personen an sich sind plastisch und nachvollziehbar, Cassie ist sympathisch und hat Identifikationspotential. Besonders spannend wird es ab dem Zeitpunkt, als Evan in ihr Leben tritt. Man weiß genau so wenig wie Cassie, ob und was der Junge verbirgt und auch wenn man als Leser so manches vermutet, wird man von zahlreichen Aha-Effekten überrascht.
    Sammy, der fünfjährige Bruder von Cassie, erschien mir beim Lesen wesentlich reifer, als ein Kind in dem Alter normalerweise ist. Ich rechnete es den allgemeinen Umständen und dem Überlebenskampf zu, der eine Person schneller erwachsen werden lässt, als das normalerweise der Fall ist, trotzdem erschien es mir an manchen Stellen etwas zu hoch gegriffen.
    Die Tatsache, dass keiner der Personen je einen der Außerirdischen zu Gesicht bekommen hat und nur das alles überschattende Mutterschiff am Himmel zu sehen ist, macht den Roman nur noch gruseliger und beklemmender.
    Ein faszinierendes Faktum gegen Ende: man kann die Außerirdischen als die Bösen dann sogar zu einem gewissen Grad verstehen.
    Als erster Band einer Trilogie wartet das Buch mit einem Cliffhanger auf, den man aber durchaus auch als offenes Ende der Handlung verstehen kann – Platz genug für eigene Gedanken, Mutmaßungen und Zukunftsvisionen bleibt jedenfalls.
    Eine absolute Leseempfehlung nicht nur für Science-Fiction-Fans, ein das Blut in den Adern gefrierender Pageturner mit Suchtfaktor!

    Survivor Dogs. Ein verborgener Feind

    Survivor Dogs. Ein verborgener Feind (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    08.07.2014

    spannende Fortsetzung

    Buchinhalt:

    Lucky, Bella und das Leinenhunderudel haben die zerstörte Stadt hinter sich gelassen und die Wildnis erreicht. Wasser- und Futtersuche bestimmen ihren Aufenthalt im Wald, doch Lucky muß mit Sorge feststellen, dass der Fluß auch hier vergiftet ist. Die Gefährten machen sich auf die Suche und finden einen See, doch der liegt im Revier eines gefährlichen Wildhunderudels, das von einem furchterregenden Wolf angeführt wird. Um blutige Kämpfe zu vermeiden, schleicht sich Lucky in das gefährliche Rudel ein und steigt dort schon bald in der Hierarchie. Wird er es schaffen, dass es zu keinem Kampf kommt und werden die Leinenhunde unter Bellas Führung überleben?

    Buchinhalt:

    Nachdem mich der Einstiegsband nicht wirklich überzeugen konnte, war ich mehr als begeistert von dessen Fortsetzung – spannend und mit Tiefgang geht die Reihe um Lucky und seine Freunde weiter und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, nachdem ich einmal angefangen hatte.
    Die Charaktere haben sich durchweg weiter entwickelt und Tiefgang bekommen, Lucky wächst immer mehr in seine Rolle als Rudelführer, obwohl durchweg davon gesprochen wird, dass eigentlich Wurfschwester Bella das Sagen hat. Alle verlassen sich auf den Instinkt des ehemaligen Einzelhundes und im Gegensatz zu Band 1 fühlt sich Lucky immer mehr als Teil der Gruppe, für die er auch Verantwortung übernimmt.
    Der Spannungsbogen steigert sich im Lauf der Handlung und bekommt an der Stelle einen kräftigen Schub, als das Wildhunderudel im Geschehen auftaucht. Die Gegensätze zu den durch Freundschaft verbundenen Leinenhunden wird mehr als deutlich: die Rangordnung im Wildhunderudel ist straff und durch Einsatz von Gewalt geregelt, der Zusammenhalt basiert vorwiegend auf Angst und die Furcht, „Omega“ zu werden, der Fußabtreter der Truppe.
    Luckys Zerrissenheit und seine Gefühle beiden Rudeln gegenüber werden mehr als deutlich und sind absolut nachvollziehbar; während er in seinem Leinenrudel Verantwortung hat und alle auf ihn schauen, kann er sich in der straffen Hierarchie fallen lassen und sein Platz wird durch die Rudelgesetze bestimmt.
    Besonders bewegend ist das Wiedersehen zwischen Lucky und Schnellhündin Sweet. Ebenso der Verrat durch Omega Wins und der packende Cliffhanger am Schluß der Geschichte.
    Eine spannende Leseempfehlung für alle, die Tierfantasy gerne mögen – ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, wie es weiter geht!
    Flammenmädchen

    Flammenmädchen (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    08.07.2014

    Highschool mets 1001 Nacht

    Buchinhalt:

    Der Schulabschluß steht kurz bevor und das Leben von Ari scheint sich auf einen Schlag zu ändern. Ihr Vater, ein vielbeschäftigter Businessman hat kaum Zeit für seine Tochter und auch die Freundschaft zwischen Ari und ihrem Jugendfreund Charlie steht auf der Kippe. An ihrem 18. Geburtstag verspürt Ari ein seltsames Kribbeln und findet sich wenig später im Fantasyreich Mount Qaf wieder, wo man ihr eröffnet, nicht die Tochter ihres Vaters zu sein sondern die Tochter eines mächtigen Königs der Dschinn. Ari will mit dem allem nichts zu tun haben, doch dann tritt Dschinn-Wächter Jai in ihr Leben und lässt sich nicht mehr abwimmeln: Ari steckt viel tiefer in einem uralten Kampf, als sie zunächst glaubt und steht bald auch in Bezug auf Charlie und Jai zwischen allen Stühlen…

    Persönlicher Eindruck:

    Ich muß sagen: das Buch liest sich locker-leicht und flüssig und wartet mit durchaus spannenden Elementen auf, nicht zuletzt, weil Samantha Young mit den Dschinn eine ganz neue Art von Fantasywesen auf den Plan ruft.
    Die Geschichte kommt mit recht wenigen Figuren aus, die zwar reichlich blass und profillos bleiben, was ich allerdings der Tatsache zurechne, dass „Flammenmädchen“ der erste Band einer ganzen Reihe ist und sich bestimmt noch entwickelt. Ari, die Protagonistin, ist zunächst ein herkömmliches Highschool-Girl mit alltäglichen Problemen und macht einen ganz sympathischen Eindruck. Lediglich ihr fast manisches Nachrennen ihrer gescheiterten Jugendbeziehung fand ich etwas zuviel: Ari klammert sich dermaßen an Charlie, der ihr (wahrscheinlich gerade deswegen) aus dem Weg geht und mit Alkohol und Drogen genug eigene Probleme hat. Erst als Bodyguard Jai in Aris Leben tritt, baut sich ein Spannungsbogen auf. Jai an sich hat meiner Meinung nach am meisten Tiefe und Profil und ich bin gespannt, was man in Bezug auf ihn noch alles erfährt.
    Die „Dreiecksbeziehung“, die eigentlich nicht wirklich eine ist, ist ein zentraler Pfeiler für den Plot, daneben die Fantasyhandlung, bei denen Young allerlei Elemente aus Engels- und Dämonengeschichten in einen Topf wirft, diese mit Stilmitteln aus 1001 Nacht würzt, umrührt und damit die Dschinn erzeugt.
    Ein wenig schnell ging mir die Akzeptanz: sowohl Ari als auch Charlie akzeptieren im Nullkommanichts die Tatsache, dass Dschinn ins Leben von Ari eingreifen. Hier wird recht wenig hinterfragt, was mich sehr wundert.
    Spannend und mit Potential für weitere Bände ist die Handlung der sieben Dschinn-Könige, in der Ari eine Schlüsselrolle spielt. Daher wartet dieser erste Band auch mit einem Cliffhanger auf, der auch andere diesbezüglich unbeteiligte Figuren aus der Geschichte mit ins Dschinn-Reich zieht – und der mich gespannt auf den 2. Band zurücklässt.
    Alles in allem eine leichte und schnell zu lesende Lektüre für den Sommer; für alle, die Fantasy und die Märchen aus 1001 Nacht mögen!
    Sturmgeflüster. Tödliche Spurensuche im Land der Sioux

    Sturmgeflüster. Tödliche Spurensuche im Land der Sioux (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    08.07.2014

    Bewegender Roman über die Suche nach Gerechtigkeit

    Buchinhalt:

    Nach dem Unfalltod seiner Mutter macht sich er junge Sioux Lewis Left Hand, der in New York aufwuchs, in South Dakota auf die Suche nach seinen Wurzeln. Doch sein Name stößt auf breite Ablehnung, selbst bei seinem eigenen Volk, das ihm mehr oder minder fremd ist: seine Mutter hatte den leiblichen Vater und das Rosebud Reservat einst verlassen, der wahre Grund bleibt Lewis zunächst verborgen.
    Nach und nach kommt der junge Mann dahinter, dass sein Vater nicht bei einem ominösen Autounfall ums Leben gekommen sein kann – viel mehr steckt sein Engagement als Menschenrechtsaktivist für die Rechte seines indianischen Volkes hinter seinem Tod. Auf Lewis‘ Spurensuche deckt dieser Stück für Stück erschreckende Tatsachen auf und gerät in den Fokus des FBI und eines skrupellosen Senators, der vor nichts zurückschreckt - auch nicht davor, Lewis Left Hand mit allen Mitteln mundtot zu machen….

    Persönlicher Eindruck:

    „Sturmgeflüster“ ist bereits mein zweiter Roman aus der Feder dieser Autorin und auch diesmal fesselte mich die Art, wie sie ihre Geschichten auf den Weg schickt. Eine angenehme, vielschichtige Sprache und die eingestreuten Rückblenden / Szenenwechsel macht diesen Thriller zu eine absoluten Lesevergnügen. Man taucht unmittelbar in das Geschehen ein und findet sich sogleich in einer bildgewaltigen und authentischen Umgebung wieder, die das Leben der Native Americans der heutigen Zeit plastisch verdeutlicht. Während Armut und Perspektivlosigkeit das Bild bestimmen, fehlt es nie an den kleinen Hoffnungsschimmern und der Zufriedenheit auch im Kleinen, die für mich beim Lesen dieses Genres immer anheimelnd sind und einen ganz eigenen Charakter haben.
    Die Figuren, allen voran Protagonist Lewis Left Hand, sind nachvollziehbar und sympathisch, die Bösewichte nicht minder plastisch und ausgefeilt. Stück für Stück kann man beim Lesen Lewis über die Schulter schauen und so offenbart sich das Ausmaß der Dramatik in wohlportionierten Dosen, ohne, dass zu irgend einem Zeitpunkt der Pfiff verloren geht. Der Spannungsbogen lässt bis zum Schluß nie nach und so sind es in vorliegendem Buch eher die leisen Töne, die das Große Ganze ausmachen – der Thriller kommt nahezu völlig unblutig daher und braucht das auch gar nicht: das Schicksal von Lewis im Einzelnen und die Auswirkungen auf sein Volk als Ganzes lassen einem an vielen Stellen das Blut in den Adern gefrieren.
    Die Gliederung des Buches ist gekonnt und inhaltlich perfekt abgestimmt, die einzelnen Personen, die als Nebenfiguren die Handlung ergänzen, sind optimal in das Romangeschehen eingebunden.
    Alles in allem ein erstklassiger Thriller ganz nach meinem Geschmack, der sich spannungstechnisch immer weiter steigert, eine politische Botschaft zum Nachdenken mit packender Handlung und ein wenig Indian Spirit gekonnt miteinander vereint.
    Eine vorbehaltslose Leseempfehlung für alle, die einen Thriller mit Tiefgang abseits vom Mainstream suchen – einfach klasse!
    Der Spiegel des Schöpfers

    Der Spiegel des Schöpfers (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    21.06.2014

    großartiger Thriller mit Stoff zum Nachdenken

    Buchinhalt:

    Auf dem Heimweg von einer Party fährt die junge Ärztin Leonie einen Mann an. In ihrer Panik nimmt sie ihr bewusstloses Opfer mit nach Hause, ohne zu wissen, dass sich ihr Leben von da an für immer verändern wird. Der junge Mann, den sie Ari nennt, spricht eine seltsame Sprache, seine Wundheilung läuft rasend schnell und auch so kann er sich nur schwer in der Gesellschaft zurechtfinden. Es stellt sich alsbald heraus, dass sowohl der Geheimdienst als auch ein obskurer Geheimbund auf Aris Fersen sind und schon bald muß Leonie mit Ari um ihrer beider Leben kämpfen. Wer ist der geheimnisvolle Fremde und was macht ihn so interessant für seine Verfolger? Bald hat Leonie das Gefühl: Ari scheint nicht von dieser Welt zu sein….

    Persönlicher Eindruck:

    Ein absolut überzeugender Thriller mit Tiefgang und Stoff zum Nachdenken, der mich auf ganzer Linie überzeugen konnte!
    Der Klappentext und das mysteriöse Buchcover hatte mich neugierig gemacht auf diesen Thriller mit christlicher Botschaft. Und ich wurde auf keiner Seite enttäuscht. Eine eingehende, gut zu lesende Sprache und sympathische Figuren machten das Lesen zu einem wahren Vergnügen und bereits auf den ersten Seiten war ich so in der Handlung gefangen, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen wollte. Der Spannungsbogen erstreckt sich von Anfang bis Ende und steigert sich im Verlauf der Handlung immer weiter. Vielschichtige Charaktere und eine komplexe, aber niemals trockene Story lassen den Leser nicht mehr los.
    Ari in seiner gutmütigen und unschuldigen Art, Leonie, die hartnäckig versucht, hinter sein Geheimnis zu kommen sowie Ruben, der aus den Augen verlorene Schulkamerad aus der Vergangenheit waren allesamt sympathisch und ihre Handlungsweisen nachvollziehbar – Ari sorgte den ganzen Handlungsverlauf über für genügend Stoff zum Nachdenken und so manche unerwartete Wendung im spannenden Handlungsgefüge. Ari hatte einfach eine grandiose Ausstrahlung, die 100%ig so beim Leser ankommt.
    Auch die Nebenfiguren, wie die „Kinder des Leviathan“ als das Böse oder die Guten, wie Rubens Großmutter, waren plastisch und tiefgängig ausgearbeitet. Die packende Handlung ließ einem mehr als einmal das Blut in den Adern gefrieren und sorgte an manchen Stellen für angenehmen Grusel.
    Der christliche Aspekt war sehr dezent und metaphorisch in den Handlungsverlauf eingebunden, hier fand ich besonders Aris Hintergründe sowie Rubens in seiner Vergangenheit begründeten Glaubenszweifel beispielgebend für die zum Nachdenken anregende Handlung.
    Die Steigerung der Geschichte im packenden Finale am Schluß ließ noch genügend Handlungsfäden offen um eigene Spekulationen des Lesers zuzulassen, wobei ich persönlich gerne ein bisschen mehr Erklärung gehabt hätte in Bezug auf Ari und seine Herkunft. So blieb einiges im Nebel verborgen und man konnte als Leser lediglich vermuten. Aber vielleicht ist genau das die Botschaft des Romans – sich selbst Gedanken zu machen.
    Alles in allem ein großartiger Thriller mit christlicher Thematik, den ich auf alle Fälle weiterempfehlen möchte!

    Purlunas

    Purlunas (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    21.06.2014

    durchschnittlicher Jugendroman für jüngeres Publikum

    Buchinhalt:

    Nachdem Evi mit Mutter und Bruder ständig auf der Flucht sind und immer wieder umziehen, ist es für das Mädchen eine Umstellung, als die Familie schließlich zur Großmutter zieht und Evi die Elementer-Schule Purlunas besucht. Sie findet als „die Neue“ nur schwer Anschluß, freundet sich dann aber mit Nike und ihrem Bruder Chris an, auf den sie alsbald ein Auge geworfen hat. Immer wieder überkommen Evi Astralprojektionen, die ihr Bewusstsein in andere Zeiten und an andere Orte versetzen. Warum spricht niemand in ihrer Familie über ihren Vater? Und warum leider sie unter diesen Bewusstseinsverschiebungen? Als dann ein rätselhafter Fluch ins Zentrum des Geschehens rückt, sieht sich Evi dem Tyrannen Gideon gegenüber, der das ganze Land unterdrückt…

    Persönlicher Eindruck:

    Wie schon das Cover mit seiner fast zu bunten Gestalt klar macht, handelt es sich um einen Fantasyroman für ein eher junges Publikum, der Plot ist ähnlich gestrickt wie andere Internatsgeschichten um übersinnlich begabte bzw. zaubernde Jugendliche.
    Ich muß gleich sagen: entgegen anderer Titel aus dem Wölfchen Verlag konnte ich mich mit „Purlunas“ nicht wirklich anfreunden. Spannung war ohne Zweifel vorhanden, man konnte sich das Setting und die Ereignisse auch gut vorstellen, doch die Figuren blieben allesamt blass und wenig aussagekräftig. Evi mutiert im Laufe des Romans zu einem alleskönnenden Tausendsassa, vor dem sogar Weltenherrscher Gideon kapituliert. Genau das war aber letztendlich wenig glaubhaft und kippte die Geschichte. Auch die Handlungsweisen der Figuren konnte ich nicht immer wirklich nachvollziehen – so zum Beispiel die plötzliche Freundschaft zu Nike, die Evi kurz davor bloßstellte und wie einen Fußabtreter behandelte.
    Der Schreibstil und die Art des Erzählens fand ich nicht schlecht, wenn gleich auch bisweilen etwas zu blumig. Handlungsmäßig baute sich ein Spannungsbogen auf, der Abwechslung und Raffinesse bot, jedoch wurde die Geschichte auch mehr und mehr verwirrend, vor allem ab der Mitte. Gerade die Astralprojektionen fand ich weniger gelungen, da sie in meinen Augen zwar ein zentraler Punkt der Handlung waren, diese aber an vielen Stellen wirr und konfus machten.
    Der Plot um die „Zauberschule“ war gut überlegt, das muß man der Autorin lassen – auch wenn es schon zahlreiche Bücher in dem Bereich gibt, bewahrt sie sich ihre Individualität.
    Alles in allem überwog bei mir die Tatsache, dass ich entweder schon zu verwöhnt oder einfach zu alt für diese Jugendgeschichte bin. Wirklich überzeugen konnte mich „Purlunas“ nicht, leider – so blieb es für mich ein durchschnittlicher Roman, aber kein must-read.
    Achtung, Globetrottel!

    Achtung, Globetrottel! (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    11.06.2014

    lustig-kurzweilige Urlaubsweisheiten

    Buchinhalt:

    Endlich Urlaub!
    Wer kennt sie nicht, die seligen Zeitgenossen mit voll bepackten Koffern, Badelatschen, Kind und Kegel, auf dem Weg in den wohlverdienten Sommerurlaub? Jeder von uns war schon mal einer davon und so kommt einem als Leser auch die eine oder andere „Urlaubskrankheit“ dieses lustigen und kurzweiligen Buches mehr als bekannt vor.
    Egal ob auf der Anreise, in der Unterkunft, beim Essen, in der Freizeit oder schließlich auf dem Weg nach Hause – schnell hat man es mit morbus tui, gaudiom nervosa oder dem Restless Kids Syndrom zu tun. Noch nie gehabt, meinen Sie? Weit gefehlt! Denn sehr oft entpuppt sich das im Hochglanzprospekt mit allen Schikanen beworbene 5-Sterne-Luxusdomizil als Dauerbaustelle direkt an der Amüsiermeile, oder die anderen Urlauber nebst Nachwuchs entpuppen sich als fresswütige Buffet-Plünderer im All-inclusive-Resort.

    Persönlicher Eindruck:
    Raymund Kauleidis beschreibt kleine und größere Reiseanekdoten als satirische und sehr nachvollziehbare „Krankheitsbilder“ in denen sich jeder von uns irgendwo wiederfindet – sei es nun beim Postkartenschreiben an die Daheimgebliebenen oder beim Kauf von unsäglichem Mitbringsel-Kitsch.
    Für mich war es bereits das zweite Buch aus der Feder dieses Autors. Nach den „Bürokrankheiten“ nimmt Krauleidis die schönste Zeit des Jahres gekonnt auf die Schippe; hat man sich einmal im Buch fest gebissen, mag man gar nicht mehr aufhören.
    „Achtung Globetrottel“ ist ein satirisch-bissiges Sachbuch der besonderen Art: man muß es nicht von vorne nach hinten lesen. Man kann es einfach irgendwo aufschlagen und hat an jeder beliebigen Stelle einen garantierten Spaßfaktor. Abgerundet werden die einzelnen Passagen durch passende Fotos, die das Geschriebene nochmal verdeutlichen – Behandlungsmöglichkeiten für etwaige Urlaubsleiden gleich mit inbegriffen.
    Ich kann dieses kurzweilige Buch uneingeschränkt jedem weiter empfehlen – egal, ob sich der Leser hinterher gegen einen Urlaub entscheidet oder dann grad erst recht in Urlaub fährt – es ist ein Spaßgarant für jedermann und hält so manchem Touristen gekonnt den Spiegel vor.
    Absolut gelungen, volle Punktzahl!
    Der Sommer, der so viel versprach

    Der Sommer, der so viel versprach (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    11.06.2014

    ein tolles Buch mit Spannung und Botschaft!

    Buchinhalt:

    1885 in Wyoming: die junge Lehrerin Abigail reist zu ihrer Schwester, die mit einem Yankeeoffizier verheiratet ist und in Fort Laramie lebt. In der Postkutsche trifft sie den schweigsamen und gutaussehenden Leutnant Ethan, der ihr bald nicht mehr aus dem Sinn geht - doch Abigail ist zuhause mit Woodrow so gut wie verlobt und so erlaubt sie sich diese Gedanken zunächst nicht.
    Als es immer wieder zu Postkutschenüberfällen kommt und Ethan diese aufklären soll, gerät auch Jeffrey, Abigails Schwager, in den Strudel der Ereignisse. Ethan und Abigail kommen sich immer näher, doch Ethans Glaubenszweifel und die Gedanken an seine lieblose Kindheit scheinen die zarte Liebe im Kein zu ersticken. Werden die beiden es mit Gottes Hilfe schaffen, eine gemeinsame Zukunft am Horizont zu sehen?

    Persönlicher Eindruck:

    Eine absolut traumhafte Westerngeschichte mit tollen Figuren, christlicher Botschaft und einer bildgewaltigen Kulisse! Schon auf den ersten Seiten wird man in vergangene Zeiten zurückversetzt, als man noch per Postkutsche reiste und sich vor Wegelagerern in Acht nehmen mußte. Amanda Cabot nimmt ihre Leser mit in die Weiten des Wilden Westens, dessen Grenzen einst von der Kavallerie in Forts gesichert wurden und ein raues und entbehrungsreiches Leben den Alltag bestimmte.
    Das Besondere an dieser Westerngeschichte ist die Tatsache, dass sie fast ausschließlich im Fort und dessen näherer Umgebung spielt und man als Leser so einen guten Einblick bekommt in das kärgliche Leben der US-Armee der damaligen Zeit. Besonders interessant fand ich auch den Einblick, den man in den Alltag einer Offiziersfamilie erhält, wie sie es damals in den Forts des Westens häufig gab.
    Abigail als weibliche Protagonistin empfand ich sehr sympathisch, etwas kokett und mit unglaublichem Selbstbewusstsein, auch ihren männlichen Gegenpart Ethan fand ich sehr gut und nachvollziehbar. Generell waren alle Figuren gut herausgearbeitet und hatten durchaus Profil.
    Stoff zum Nachdenken lieferte der Roman durch seine christliche Botschaft, die angenehm in den Handlungsverlauf eingeflochten war. Ethans Zweifel und Suche nach Liebe und Vertrauen, die er beide schließlich durch Gott und durch Abigail erfährt sowie seine Einstellung seinem herrischen Großvater gegenüber brachten Tiefgang und Gewicht in die spannende Geschichte. Die Rahmenhandlung mit den Postkutschenüberfällen ließ den Spannungsbogen sich über die gesamte Handlung erstrecken und obwohl einiges sich mit der Zeit klärte, blieben überraschende Wendungen bis zum Schluß erhalten.
    Die insgesamt 350 Seiten verflogen im Nullkommanichts und ich hätte am liebsten immer weiter gelesen. Auf jeden Fall eine absolute Leseempfehlung für alle, die den Wilden Westen und einen Plot mit christlicher Thematik mögen. Mir hat es sehr gut gefallen!
    Estep, J: Frostnacht/Mythos Academy 5

    Estep, J: Frostnacht/Mythos Academy 5 (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    11.06.2014

    die Luft ist langsam raus....

    Buchinhalt:

    Gwen leidet unter schrecklichen Alpträumen, seit Logan versucht hat, sie zu töten. Obwohl er dies unter dem Einfluß der Schnitter versucht hat, ist Gwen wie vor den Kopf gestoßen. Ein weiter Anschlag auf sie schlägt fehl – trifft aber den Bibliothekar der Mythos Academy. Um ihn zu retten, macht Gwen sich auf, das Gegengift zu besorgen. Die Pflanze, aus der selbiges gewonnen wird, wächst nahe der anderen Mythos Academy in Colorado, also führt der Weg Gwen und ihre Freunde dort hin. Als ob das alles noch nicht genug wäre, sind Lokis Schnitter erneut hinter Gwen her und auch in Herzensangelegenheiten muß sie mit Schwierigkeiten kämpfen….

    Buchinhalt:

    Wir sind inzwischen im 5. Band der Reihe um Gypsy-Mädchen Gwen Frost angelangt und ich muß sagen – ein bisschen geht der Story inzwischen die Luft aus. Okay, die Handlung ist durchaus spannend, aber sehr viel Neues passiert einfach nicht mehr. Die Götter, die Schnitter, die Liebe – der Großteil des Plots dreht sich um diese drei Handlungskomplexe.
    Wie bereits in den Vorgängerbänden schafft es Jennifer Estep auch hier, eine plastische und vor dem inneren Auge lebendige Kulisse für ihren Jugendroman zu schaffen. Schließt man die Augen, hat man sofort den Eindruck, sich an den Schauplatz des Geschehens versetzen zu können.
    Die Figuren an sich agieren größtenteils nachvollziehbar, allerdings habe ich noch immer das drängende Gefühl, Gwen bisweilen in den Hintern treten zu wollen, wenn sie sich gar zu „entscheidungsunfreudig“ anstellt. Gut, es fehlte in diesem Band der Spartaner Logan, der sonst immer an Gwens Seite stand. Das war eine Neuerung und brachte einigen frischen Wind.
    Actionreich waren die Kämpfe, die sich Gwen und ihre Freunde auf der einen, die Schnitter des Chaos auf der anderen Seite lieferten. Doch was mehr und mehr seltsam scheint (und das nun schon im 5. Band!): Gwen und Co. gehen meist mit geringen Blessuren aus den Kämpfen hervor. Sind Lokis Schnitter so schlechte Kämpfer? Das erscheint mir inzwischen doch etwas unglaubwürdig!
    Generell sind meiner Meinung nach mittlerweile zu viele Charaktere in der Geschichte unterwegs, so dass es dem Leser schwer fällt, alle unter einen Hut zu kriegen. In jedem Band kommen neue Figuren hinzu, allerdings bleiben einige profillos und ohne großen Nutzen – wie eine Herde, die Gwen blind folgt.
    Insgesamt scheint die Reihe auf den großen, finalen Kampf hinaus zu laufen, der sich im abschließenden 6. Band anzubahnen scheint. Ich habe die Reihe nun schon von Beginn verfolgt und bin deshalb auch interessiert, wie das Ganze ausgeht – doch inzwischen sehnt sich auch etwas in mir nach einem (hoffentlich befriedigenden) Ende, denn die Luft ist langsam auch raus.
    Alles in allem eine Empfehlung für alle, die schon eine Weile mit Gwen unterwegs sind, verständlich nur mit Vorwissen aus den anderen Bänden.

    Höllenjob für einen Seraph

    Höllenjob für einen Seraph (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    11.06.2014

    bissig und satirisch - und leider nicht so gut wie Band 1

    Buchinhalt:

    Lilith, die Tochter von Höllenfürstin Luzifer und dem Ezdämonen Asmodeus wurde ins Paradies verbannt und wurde dort dem Engelkrieger Ravael unterstellt, der sie im Spiel der Harfe unterrichten und ihr impulsives Temperament etwas bremsen soll. Dann jedoch wird das legendäre Wächterschwert gestohlen und man gibt Lilith die Schuld dafür – obwohl sie gar nichts dafür kann. Ravael wird kurzerhand als Helfershelfer bezichtigt und den beiden bleiben lediglich drei Tage, um dem Todesurteil zu entgehen. Auf die Erde geschickt, beginnt für die beiden eine atemberaubende Suche, Hilfe erhalten sie von Dämon Shatan und seiner Gefährtin Evangelina, Liliths Halbschwester. Doch wo soll das Schwert denn sein? Als ob das noch nicht alles schlimm genug wäre, hat Lilith beim Anblick von Ravael plötzlich Schmetterlinge im Bauch….


    Persönlicher Eindruck:

    Nach dem ersten Band um die Dämonen haben jetzt die Engel eine Chance, ihren Teil am himmlisch-höllischen Kampf beizutragen. Alte Bekannte und neue Gesichter versprechen eine spritzige und bissig-humorvolle Geschichte zwischen Himmel und Hölle.
    Auch ohne Vorkenntnisse kommt der Leser schnell in die Handlung, die die wichtigsten Eckpfeiler durch geschickte Rückblenden nochmal verdeutlicht. Lilith, der Teufelsbraten mit sexy Augenaufschlag trifft auf den stattlichen Engelkrieger Ravael und es sprühen mächtig die Funken. Auch Shatan mit seinem Quastenschwanz und seiner Liebsten Evangelina sind dabei und es macht Spaß, diese bunte Truppe auf ihre Mission zu begleiten.
    Was man allerdings wissen muß: die Autorin geht rigoros und fast schon respektlos mit allen bekannten biblischen Gestalten um, Gott und Jesus mit eingeschlossen. Das muß man wissen, denn man muß damit zurechtkommen. Generell ist die Erzählwese mehr als scharfzüngig und ab und an mußte ich wirklich schlucken: es werden einige Grenzen überschritten, die ich persönlich nicht antasten würde.
    Schade fand ich, dass im Vergleich zu Band 1 einiges ziemlich wirr und konfus war in der Romanhandlung. Auch nach wiederholtem Lesen einiger Passagen klärten sich meine Fragen nicht und manches blieb bis zum Schluß unbeantwortet. Wer „Höllenjob für einen Dämon“ bereits kennt und hofft, es geht genauso humorig-locker-flockig weiter, der wird bisweilen enttäuscht vom Nachfolgerband sein. Mir persönlich glitt an vielen Stellen die durchaus spannende Handlung zu sehr ins Comedyhafte ab und verlor damit an Pfiff – denn Humor und Spritzigkeit gut und schön, aber das reißt am Ende nicht alles raus: der Plot an sich hätte etwas tiefgängiger schon sein können.
    Ein Fantasyroman der etwas anderen Art für all diejenigen, die es gerne satirisch und vielerorts auch bissig mögen.

    Drachenstern - Erleuchtet

    Drachenstern - Erleuchtet (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    11.06.2014

    spannende Fortsetzung mit Potential nach oben

    Buchinhalt:

    Jennifer gewöhnt sich allmählich daran, genauso wie ihre Eltern ein Werdrache zu sein, also ihre Gestalt wandeln zu können. Als ob das nicht schon schwierig genug ist, Jennifer ist auch eine Biestjägerin – Biestjäger und Werdrachen sind allerdings erbitterte Feinde. Schließlich kommt es zu mysteriösen Todesfällen, auch Jennifers Familie gerät immer mehr in Gefahr. Was dann ans Licht kommt, ist schwere Kost: Ihr Vater war schon einmal verheiratet und hat einen Sohn aus der ersten Ehe: Evangelos, von dem er bisher glaube, dass er tot sei….

    Persönlicher Eindruck:

    Nachdem mir der Einstiegsband nicht so gut gefallen hatte, war ich erst mal skeptisch dem 2. Band gegenüber. Kann mich die neue Reihe um Highschoolmädchen und Werdrachin Jennifer noch überzeugen? Ich muß zugeben: „Erleuchtet“ hat wesentlich mehr zu bieten, als sein Vorgänger und die Kraft des Sichelmondes springt immer mehr auf den Leser über. Im Ernst: während sie im Einstiegsband noch relativ flach war, hat sich Protagonistin Jennifer weiter entwickelt und mehr an Profil gewonnen.
    Insgesamt muß ich aber fairerweise sagen: das Buch macht es dem Leser nicht leicht, sich sofort wieder in die Handlung hinein zu versetzen. Es geizt etwas mit Rückblenden und steigt sofort in die Handlung ein, weswegen ich jedem zukünftigen Leser anrate, sich genau an die Reihenfolge der Bücher zu halten oder die beiden Bände direkt nacheinander zu lesen. Ohne Vorkenntnisse ist man heillos verloren in Davidsons Plot.
    Das Cover – diesmal in rot gehalten – besticht durch dieselben Elemente, wie schon sein Vorgänger: es spricht jeden Fantasyfreund absolut an und ist ein wahrer Eyecatcher. Die Beschreibung der Handlung ist bildhaft und anschaulich, wobei ich es erneut bemängle, dass das Buch so dünn ist.
    Inhaltlich vereint „Erleuchtet“ Highschool-Jugendroman, Fantasyhandlung und packende Spannung, vor allem, als Halbbruder Evangelos ins Geschehen rückt. Jennifers Vater erscheint zunächst als zwiegespaltene Persönlichkeit, betrachtet man einmal, wie seine Vaterrolle in Bezug auf Evangelos war und jetzt auf Jennifer. Ein Unterschied wie Tag und Nacht. Die Autorin bringt seine Beweggründe allerdings nachvollziehbar rüber und man kann sich im Laufe des Romans in Jonathan Scales gut hinein versetzen.
    Insgesamt ist „Erleuchtet“ eine große Verbesserung seit Band 1, vieles ist nicht mehr vorhersehbar und gibt dem Leser Rätsel auf, die sich erst im Laufe der Handlung auflösen. Noch immer ist Luft nach oben – aber man merkt, dass die Handlung nun eine wesentlich stimmigere Richtung eingeschlagen hat.
    Ein Jugendbuch bzw. –reihe mit Potential für alle jungen und junggebliebenen Drachenfreunde!

    Große Gefühle in weitem Land

    Große Gefühle in weitem Land (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    11.06.2014

    Gefühlvoller Westernroman mit Botschaft - einfach toll!

    Buchinhalt:

    Ende des 19. Jahrhunderts in den Weiten Kanadas: im kleinen Ort Donnybrook hat sich die junge Linn in Abram verliebt. Als sie zurückgewiesen wird und merkt, dass ihr Schwarm eine Andere liebt, bricht eine Welt für sie zusammen. Dann kommt Neuankömmling Trapper in ihr Leben – und die Liebe erblüht langsam aufs Neue. Kann Linn ihr Herz wieder öffnen? Auch hier scheint sie enttäuscht zu werden….
    Auch die von ihrer Mutter übermäßig behütete Charity hat ihr Herz an einen Jungen verschenkt – Marc. Doch Marc ist ein Einwanderer aus der „alten Welt“ – und ihrer Mutter nicht gut genug, obwohl er schwer arbeitet um eine Farm für seine zukünftige Familie aufzubauen. Kann die Sonntagsschullehrerin Maggie vermitteln? Auch Maggie scheint ein düsteres Geheimnis zu hüten….

    Buchinhalt:

    Schon zum zweiten Mal nimmt Ruth Glover den Leser mit auf eine Reise in eine vergangene Zeit – der vorliegende Roman ist der zweite der Reihe „Kanada – Leben für den Traum“, kann aber auch ohne Vorkenntnisse gelesen und genossen werden, da die Handlung in sich geschlossen ist.
    Sofort war ich von der wunderschönen Erzählweise, der historisch fundierten und wunderbar bildhaften Beschreibung der kanadischen Wildnis gefangen und sie wollte mich auch bis zum Schluß nicht mehr loslassen. Ein kleiner Ort, Donnybrook, mit hart arbeitenden, bodenständigen Menschen mit Gottvertrauen und Hilfsbereitschaft ihren Nachbarn gegenüber ist der Schauplatz dieser wundervollen Geschichte: Hauptfigur Linn, an deren Schicksal man hautnah teilhaben kann, hat Identifikationspotential und lässt den Leser die Geschichte ganz hautnah erleben.
    Nicht nur Linn, auch mehrere andere Familien, deren Leben und Schicksal immer miteinander verwoben ist, sind die tragenden Pfeiler dieses tollen Romans. Liebe und Leid, aber auch loslassen können und sich auf jemand Neues einzulassen, sowie übertriebene Mutterliebe und das Vertrauen auf Gott und seine helfende Hand geben Stoff zum Nachdenken.
    Der christliche Aspekt ist wunderbar in den Alltag der Figuren eingebettet und bringt den Leser immer wieder dazu, darüber zu reflektieren, wie man wohl selbst in einer ähnlichen Situation gehandelt hätte.
    Der Spannungsbogen ist durchgängig und nie nachlassend, so dass ich mich schon sehr freue, im nächsten Band wieder zu Besuch in Donnybrook sein zu dürfen. Alltag auf einer Farm, Leben als Siedler - das Einfache wie auch das Besondere hat Ruth Glover gekonnt in ihrem Plot eingefangen.
    Wer die Serie „Unsere kleine Farm“ liebt, für den ist dieses Buch genau das Richtige – aber auch für alle anderen Leser, die einen gefühlvollen Roman mit malerisch-bildhafter Kulisse und christlicher Botschaft suchen. Eine absolute Leseempfehlung, es war einfach spitze!

    Das Laicos-Project, Taken - Das erfrorene Land

    Das Laicos-Project, Taken - Das erfrorene Land (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    11.06.2014

    träge Fortsetzung

    Buchinhalt:

    Gray hat die Mauer, die Claysoot umgibt, überwunden – und lebt noch. Zusammen mit einer Gruppe Rebellen ist er auf einer beschwerlichen Reise durch unwirtliches Gelände, um die verschollen geglaubte Gruppe A des Projektes zu finden. Unterwegs wird die Zusammengehörigkeit der Gruppe immer wieder auf die Probe gestellt, die Beziehung zwischen Gray, Emma und Bree wird für Gray zunehmend zur Belastungsprobe und der Orden ist den Rebellen ständig auf den Fersen.
    Als sie schließlich die Gruppe A erreichen, müssen sie Schreckliches erkennen: die dort lebenden Menschen sind wilde Gesellen, die von einem unbarmherzigen Anführer regiert werden und deren Frauen in jedweder Hinsicht unterdrückt werden. Als sich die Gruppe A endgültig gegen Gray und seine Gefährten wendet und die Soldaten des Ordens auftauchen, wird Gray mit einer furchtbaren Wahrheit konfrontiert….

    Persönlicher Eindruck:

    Der Einstieg in den 2. Band der „Laicos“-Reihe gestaltete sich nicht einfach. Rückblenden und Erklärungen fehlten fast völlig, daher sind weitreichende Vorkenntnisse nötig, um überhaupt verstehen zu können, wer wer ist und wer zu wem gehört. Der Beginn der Geschichte läuft daher mehr oder weniger schleppend und zäh. Wer Spannung oder eine tiefergehende Handlung sucht, ist erst mal fehl am Platz, das halbe Buch über wird es nicht viel besser.
    Es wird gewandert und gewandert, geredet und geredet – manchmal hatte ich das Gefühl, ich trete nach nahezu der Hälfte des Romans immer noch auf der Stelle. Es passiert einfach nicht wirklich was und man hat zu kämpfen, das Buch nicht doch wieder zu zuklappen.
    Von den Figuren her, Gray als Hauptfigur eingeschlossen, hätte ich mir mehr Profil und Tiefgang gewünscht, leider blieben in meinen Augen die Dramatis Personae relativ blass und austauschbar.
    Erst, als die Rebellengruppe die Mauern um die sagenumwobene Gruppe A überwindet, nimmt die Handlung an Fahrt auf und beschert dem Leser spannende Momente. Auch mit einigen unerwarteten Wendungen wartet der Roman auf. Besonders viel Potential hatte das – leider dann viel zu früh verstorbene – Duplikat Jackson. Hier hätte ich gerne mehr erfahren, mehr über die Denkweise und die Hintergründe der Duplikate. Leider waren die Informationen sehr sparsam und der Tod der Figur sehr früh.
    Die Welt an sich blieb vor meinem geistigen Auge recht diffus. Ich bin bei derart komplexen Wanderungen ein großer Freund von Landkarten, an denen ich den Reiseweg nachvollziehen kann. Leider ist keine dabei, das finde ich sehr schade – man hätte weniger Schwierigkeiten, sich Weg und Umgebung vorzustellen.
    Insgesamt ist „Taken – das erfrorene Land“ kein Buch, das mir lange im Gedächtnis bleiben wird, leider. Es hat nicht wirklich das versprochen, was ich mir erhofft hatte von dieser Dystopie. An manchen Stellen war es einfach zu episch-langatmig, während es an anderen dann nur so knausert an Informationen.
    Aufgrund der stärkeren zweiten Hälfte und den recht gut gesetzten Wendungen hierin bekommt es von mir gerade noch drei Punkte – allerdings nur eine eingeschränkte Leseempfehlung.

    Never Forget

    Never Forget (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    26.05.2014

    spannender Thriller

    Buchinhalt:

    Verletzt und orientierungslos kommt die junge Cady in einer Hütte zu sich, ohne Erinnerung, wie sie dort hin kam und wer sie wirklich ist. Sie belauscht zwei Männer, die ihren Tod planen – und flieht. Ihre Verfolger aus den Fersen, trifft sie auf ihrer Flucht auf Ty, einen Jungen, der in einem Schnellrestaurant arbeitet und ihr trotz ihrer unglaublichen Geschichte hilft. Die Männer, die Cady gefoltert haben, sind ihr noch immer hinter ihr her und überall macht das Gerückt die Runde, Cady wäre aus der Psychiatrie ausgerückt. Doch Ty vertraut ihr und zusammen mit ihm macht sie sich auf die Suche nach ihrer Familie – der einzige Anhaltspunkt ein altes Foto, das sie in der Hütte gefunden hat. Stück für Stück kommt Licht ins Dunkel und Cady und Ty decken den wahren Grund für Cadys Amnesie auf – der erschreckender nicht sein könnte…

    Persönlicher Eindruck:

    Eine leichte, angenehme Sprache und der direkte Einstieg in die Handlung ohne langes Drum herum schicken den Leser in ein packendes und nervenaufreibendes Abenteuer, das man durch die Augen von Cady hautnah mitverfolgen kann. Der Jugendthriller baut schon auf den ersten Seiten einen fantastischen Spannungsbogen auf, Nervenkitzel vom Allerfeinsten.
    Der Plot kommt mit relativ wenigen Figuren aus, die jedoch nachvollziehbar und lebensnah agieren, so dass ich das Buch fast nicht aus der Hand legen konnte. Seite für Seite steigert sich die Spannung und man kann als Leser zunächst nur über die wahren Gründe mutmaßen; nichts ist vorhersehbar.
    Cady, die als Protagonistin die Geschehnisse aus der Ich-Perspektive beschreibt, war mir von Anfang an sympathisch und ich hab mich sofort in sie hinein versetzt. Ty als ihr männlicher Gegenpart ergänzt Cady wunderbar und die beiden erleben wirklich Haarsträubendes.
    Gegen Ende, als sich viele Fragen und auch der Grund für Cadys prekäre Situation auflösen und klar wird, warum sie das alles durchmacht, verliert der Thriller dann leider ziemlich an Pfiff. Was vorher für Nervenkitzel sorgte, plätscherte gegen Ende nur noch so dahin – ich hätte mir hier einige Seiten mehr und eine etwas ausführlichere Handlung gewünscht. Es geht am Schluss einfach alles zu glatt und zu einfach, so dass vieles von dem Potential, das Beginn und Mittelteil aufgebaut haben, wieder verloren geht und verschenkt wird.
    Alles in allem ein spannender Jugendthriller, den ich sehr gerne gelesen und auch trotz etwas schwachem Schluss durchaus weiterempfehlen kann.

    Survivor Dogs. Die verlassene Stadt

    Survivor Dogs. Die verlassene Stadt (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    26.05.2014

    aus der Hundeperspektive

    Buchinhalt:

    Nach einem schrecklichen Erdbeben ist nichts mehr, wie es einmal war: die ganze Stadt ist zerstört und die Menschen tot oder verschwunden. Mitten in dem ganzen Chaos macht sich Straßenhund Lucky auf den Weg, die verlassene Stadt zu erkunden und sein Überleben zu sichern, ist er doch gerade eben erst aus dem „Käfighaus“ sprich den Tierfängern, entkommen.
    Auf seiner Odyssee durch verwüstete Gebäude und aufgerissene Straßen trifft er auf andere Hunde – Leinenhunde. Diese haben Besitzer und werden von Lucky, der sich als „einsamer Wolf“ sieht, eher belächelt. Die prekäre Situation schweißt die Gruppe jedoch zusammen, auch wenn das erst mal nur auf Zeit geplant ist. Wird Lucky bei seinen Gefährten bleiben oder wird er wieder zum Einzelgänger? Und werden die Hunde in der zerstörten Stadt überleben?

    Persönlicher Eindruck:

    Nachdem ich ein glühender Fan der „Seekers“-Bären-Reihe von Erin Hunter bin, war ich mehr als gespannt auf die neue Tierfantasy-Reihe aus der Sicht von Hunden. Wird der erste Band meine inzwischen hohen Erwartungen erfüllen können?
    Meine Antwort: ja und nein. Generell finde ich es toll, Geschichten aus Tiersicht zu lesen, ihre Begriffe für Alltägliches aus der Menschenwelt zu entschlüsseln und eine Thematik aus einer ganz anderen Perspektive zu erleben. Ich schlüpfte auch in dieser Reihe Dank eingängigem Schreibstil recht zügig in ein haariges Gewand und machte mich als Hund auf in ein spannendes Abenteuer.
    Man muß an dieser Stelle allerdings anmerken: unter dem Pseudonym Erin Hunter verbirgt sich eine ganze Gruppe von Autorinnen, die gemeinsam an den Tiergeschichten schreiben. Leider hat man das im vorliegenden Band ziemlich gemerkt. Wie im Buch vorne im „Kleingedruckten“ angemerkt, wird die „Survivor-Reihe“ von zwei Autorinnen betreut und ich hatte beim Lesen bisweilen den Eindruck, als ob zwar beide an einer spannenden Geschichte schreiben, sich aber nicht wirklich auf ein gemeinsames Ziel geeinigt hätten. So blieb der Plot eine durchaus spannende Aneinanderreihung einzelner, teils auch gefährlicher Einzelabenteuer, die aber schnell wieder in den Hintergrund rücken und vergessen sind, wenn etwas anders Neues und Aufregendes passiert. Ein wirkliches Ziel, auf das der Roman hinarbeitet (wie es beispielsweise bei den „Seekers“ der Fall war) fehlte hier im Wesentlichen.
    Lucky als Protagonist fand ich sehr sympathisch und authentisch, wohingegen die „Leinenhunde“, also Hunde, die bei Menschen leben, als eher naiv und dümmlich dargestellt wurden. Dies fand ich bedenklich, da es sich um ein Jugendbuch für eine Leserschaft zwischen 10 und 12 Jahren handelt – es entsteht hier der fälschliche Eindruck, dass Hunde in Menschenhaltung keine wirklichen Hunde seien und solche in vermeintlicher Freiheit (hier: Straßenhunde) das „richtige“ Leben leben. Okay, es ist nur eine Geschichte, aber für meinen Geschmack verschiebt es die Realität an dieser Stelle, Kinder sind da einfach beeinflussbar.
    Die einzelnen Abenteuer, die die Hundegruppe erlebt, sind spannend und aufregend, auch die Interaktionen der einzelnen Figuren und ihre Sicht der Menschenwelt fand ich aufregend und interessant.
    Insgesamt allerdings fand ich den Einstieg in die neue Reihe nicht so wirklich gelungen, aber sie macht Lust auf eine Fortsetzung.
    Ein durchaus unterhaltendes Buch für alle jungen und älteren Hundefreunde und Leser, die gerne auch mal die Perspektive wechseln.

    Die Erleuchtete - Der Ruf des Bösen

    Die Erleuchtete - Der Ruf des Bösen (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    26.05.2014

    Durchschnitt

    Buchinhalt:

    Die angehenden Engel Haven, Dante und Lance machen sich auf nach New Orleans, wo sie nach dem Kampf gegen die Dämonen etwas Abstand gewinnen wollen. Doch die Ruhe währt nur kurz, weitere Kreaturen der Hölle machen Jagd auf die Jugendlichen. Und diese Dämonen können sogar ihre Gestalt verwandeln! Als ob der Kampf nicht schon genug wäre, taucht wie aus dem Nichts auf einmal auch Lucian wieder auf und so wird die zweite Prüfung auf dem Weg zum vollwertigen Engel eine Herausforderung, die Havens ganze Aufmerksamkeit verlangt…

    Persönlicher Eindruck:

    Nachdem mich der erste Band noch nicht wirklich überzeugt hatte, war ich mehr als gespannt auf die Fortsetzung und die weitere Entwicklung der Geschichte. Engel, die noch keine Engel sind und sich ihre Flügel in dramatischen Kämpfen erst noch verdienen müssen – das hört sich auf alle Fälle spannend und vielversprechend an. Obwohl der Plot spannend angelegt und durchdacht ist, hat er nach wie vor Längen, die den Leser ebenso wie die Engel prüfen – man muß sich ab und an wirklich zwingen, dabei zu bleiben und das Buch nicht zuzuklappen.
    Haven und ihre Mitstreiter sind ganz unterschiedliche Typen, die dem Leser eine ganze Auswahl an Identifikationsfiguren geben – allerdings fand ich es schade, dass sie sich den ganzen 2. Band über gar nicht weiter entwickeln und eigentlich immer gleich bleiben. Haven ist nach wie vor ein kleines Naivchen, das nur an das Gute im Menschen glaubt und so gut wie nichts hinterfragt, das fand ich nach nunmehr zwei Bänden etwas flach gestrickt. Charaktertreue gut und schön, aber nach zwei Mal 500 Seiten hab ich mehr erwartet.
    Der Spannungsbogen baut sich nur recht schleppend auf und wieder ertappe ich mich bei dem Wunsch, die Geschichte möge doch etwas gestraffter erzählt worden sein: so kam nicht wirklich viel Spannung auf, leider. Auch das Beziehungsdrama zwischen Haven und den beiden Jungs war mir zu blumig und langgezogen.
    Schön fand ich die Hintergrundbeschreibungen, allen voran die von New Orleans, die die Autorin wissensfundiert und plastisch schildern kann. Man fühlte sich beim Lesen schnell an einen besonderen Ort versetzt.
    Das Ende war ganz schön und stimmig, wobei ja noch ein dritter Teil der Reihe folgt. Ich hatte gehofft, dass die Handlung wesentlich mehr Fahrt aufnimmt, als in Teil 1 und war ein bisschen enttäuscht durch die recht sparsame Spannung und sie Statik der Figuren. Daher ist „Der Ruf des Bösen“ zwar ein netter Roman, aber kein must-read für mich – das geht noch besser!
    Die Jäger des Lichts

    Die Jäger des Lichts (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    23.05.2014

    packend, düster, süchtigmachend!

    Buchinhalt:

    Gene und die Gruppe aus dem Hepra-Institut sind auf der Flucht von den Schattern, genetisch mutierten Wesen, die einst mal Menschen waren. Inzwischen sind Menschen für sie nur Futter und so geht es für die Jugendlichen um Leben und Tod. Mit einem klapprigen Boot fahren sie den Fluß hinunter, am Ufer lauern die todbringenden Feinde. Durch einen Wasserfall erreichen sie die Berge, dort soll der letzte Hort der Menschheit sein. Genes Vater, der Forscher, hat ihnen durch versteckte Botschaften den Weg gewiesen, doch was sie dort finden, läßt ihnen das Blut in den Adern gefrieren: die letzte Festung verbirgt das absolute Grauen – und die Schatter blasen zur letzten, alles entscheidenden Jagd….

    Persönlicher Eindruck:

    Genauso wie bereits der erste Band fesselte mich Teil zwei und entführte mich in eine grausame und gefährliche Welt, die angenehmen Grusel und packende Spannung bereithält. Gene und seine Freunde versprechen dem Leser absolut geniale Thrillerspannung und die Seiten verfliegen im Nu.
    Die Figuren haben eine eindeutige Entwicklung hinter sich und so entsteht neben der atemberaubenden Flucht auch ein Beziehungsgeflecht zwischen der zurück gelassenen Ashley June, dem Mädchen Sissy und Hauptfigur Gene, sowie dem Jungen Epap, der seinerseits auch ein Auge auf Sissy geworfen hat.
    Plastische und bildhafte Beschreibungen des Buch-Settings, sowie absolut nachvollziehbare Handlungsweisen der Dramatis Personae machen den Roman zu einem packenden Lesevergnügen. Die genau richtig portionierten Rückblenden machen es leicht, sich wieder in die Handlung einzufinden und sich zusammen mit den Protagonisten auf eine atemberaubende Odyssee zu begeben.
    Man erfährt auch viel über die Hintergründe der „Schatter“ sowie deren Entstehung, dabei möchte ich an dieser Stelle nochmal explizit betonen, dass es sich bei der Reihe nicht um Vampirromane handelt sondern von Fukuda eine ganz eigene, schon eher an Science-fiction erinnernde Rasse erfunden wurde, die diese Romanreihe zu einer gelungenen Mischung aus Thriller und Dystopie macht.
    Unerwartete Wendungen und eine düstere Atmosphäre verleihen dem Buch sein ganz eigenes Flair, das sich nicht nur im gedruckten Wort sondern auch in den Gedanken und der Fantasie des Lesers – also zwischen den Zeilen – abspielt.
    Ich bin sehr gespannt auf den abschließenden dritten Teil, da der Roman zwar in sich rund, aber dennoch mit einem Cliffhanger endet. Auf jeden Fall kann ich ihn allen Freunden packender und auch gerne dystopischer Fantasyliteratur absolut weiter empfehlen!
    Newman, L: NACHTSONNE - Flucht ins Feuerland

    Newman, L: NACHTSONNE - Flucht ins Feuerland (EPB)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    20.05.2014

    Leben unter der Erde

    Buchinhalt:

    Die Zukunft. Die Sonne hat sich zu einem roten Riesen aufgebläht. Die Erde ist ausgedörrt, die Oberfläche unbewohnbar, die letzten überlebenden Menschen leben in einem unterirdischen Bunkersystem, dem HUB, tief in der Erde. An die Oberfläche darf niemand, andere Schutzräume gibt es nicht. Als Nova von einem ihrer Freunde hört, dass es doch irgendwo noch andere HUBs gibt und somit noch andere Menschen, gelangt dieses Gerücht der Obrigkeit zu Ohren und Nova und ihre Freunde Jakob, Nume und Marzellus werden vor Gericht gestellt. Das Urteil: der Tod. Denn der Regent will unter allen Umständen verhindern, dass es in seinem HUB zu Aufständen kommt. Nova und ihre Freunde fliehen – hinauf an die Oberfläche, ins glühend heiße Feuerland. Dort entdecken sie Unglaubliches: man hat den Menschen im HUB all die Jahre etwas vorgemacht. Ganz so unbewohnt scheint die Erde gar nicht zu sein….

    Persönlicher Eindruck:

    „Flucht ins Feuerland“ ist der Auftakt einer spannenden Dystopie einer jungen Autorin, mit sympathischen Figuren, angenehm flüssiger Sprache und einem ausgefeilten, packenden Plot. Erschienen in einem Independent-Verlag spielt die Geschichte aber mit den ganz Großen des Genres in einer Liga. Ich war gepackt, hatte ich einmal mit Lesen begonnen und wollte einfach nicht mehr aufhören.
    Zu Beginn ähnelt die Geschichte zwar anderen Dystopien, was vorwiegend daran liegt, dass dieses Genre einfach bestimmte Eckdaten braucht, um überhaupt zu existieren. So finden sich kleine Parallelen zu anderen Romanen wie den „Tributen von Panem“, die sich aber mit der Entwicklung dieses Romans zu einer eigenständigen Geschichte bald verflüchtigen.
    Nova und ihre Freunde stehen im Mittelpunkt der Handlung, die Figuren gewinnen im Lauf der Geschichte an Tiefe und Profil. Haupthandlungsmäßig kommt „Nachtsonne“ mit relativ wenigen Charakteren aus, was sich beim Lesen sehr angenehm auswirkt; schnell hat man ein Bild vor Augen und kann die Reise durchs Feuerland ziemlich gut mitverfolgen.
    Manches geht etwas schnell, das ist mir auch aufgefallen. Etwas reibungslos und glatt – vor allem, wenn man bedenkt, dass die Protagonisten Teenager sind. Vielleicht liegt es aber an der Ausbildung, die die Menschen der Geschichte erhalten, man kann sich vieles auch zwischen den Zeilen zusammenreimen und hat genügend Raum, beim Lesen auch die eigene Fantasie spielen zu lassen.
    Da es kaum eine Dystopie gibt, die ohne Liebesgeschichte auskommt, hat auch die vorliegende ein Liebespaar – Nova und Joaquim. Hier allerdings muß ich zugeben, dass die Gefühle so gut wie gar nicht bei mir ankamen, was ich sehr schade finde. Das Kribbeln beim Lesen blieb leider aus, vielleicht bin ich von anderen Romanen her auch zu sehr verwöhnt. Meiner Meinung nach hat das Buch aber auch so genügend Potential und hätte die Liebesgeschichte gar nicht unbedingt gebraucht.
    Die Flucht und die Erkenntnisse, die unerwarteten Wendungen und offen gebliebene Handlungsfäden, die der Plot bereithält, sind mehr als fesselnd, so dass ich schon mit Spannung dem nächsten Teil der Reihe entgegenfiebere. Eine spannende Leseempfehlung für alle Dystopienfans oder solche, die dieses Genre gerne kennen lernen möchten!

    (Diese Rezension bezieht sich auf die Printversion)
    Walder, V: Das wilde Mäh

    Walder, V: Das wilde Mäh (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    20.05.2014

    niedlich, spannend und zu Tränen rührend

    Buchinhalt:

    Ham ist ein Findelkind – keines der Tiere des Waldes weiß, was das lockige, schwarze Bündel, das da so kläglich „Määäh“ schreit, ist und so kommt es, dass sich die Wölfin Rhea des Kleinen annimmt. Ham wächst als Wolf unter Wölfen auf und die kleinen Unterschiede stören eigentlich niemanden. Gut, Ham will nur Grünzeug fressen und ist auch nicht besonders geschickt bei der Jagd, aber jeder hat eben andere Talente. Eines Tages aber möchte der Kleine mehr über sich wissen und macht sich zusammen mit seiner Wolfsschwester, einem jungen Rehbock und einer Katze auf den abenteuerlichen Weg zu den Zweibeinern, denn dort vermutet Ham seine Herkunft…. Was ihn dort erwartet, lässt sein Herz zwar höher schlagen, aber der Ruf der Wildnis ist lauter und was er auch tut, einen Teil seiner Liebsten muß er immer zurücklassen…

    Persönlicher Eindruck:

    Selten habe ich ein so berührendes, anheimelndes Kinderbuch gelesen, das für Jung und Alt gleichermaßen erfrischend, spannend und bewegend ist. Einfach herzallerliebst!
    Ham als Wolf im Schafspelz ist ein toller Protagonist, den man einfach liebhaben muß – ich habe mich sehr gerne zusammen mit ihm auf die Suche nach seiner Herkunft gemacht und hatte mehr als einmal Tränen in den Augen.
    Die einzelnen Figuren dieses besonderen Tierbuchs hatten allesamt Tiefgang und Profil, ich hatte beim Lesen des Öfteren das Gefühl, als hörte ich ein Hörspiel, die ich schon als Kind geliebt habe – Fuchs, Wolf, Stier, Rehbock, egal, welches Tier es ist, jedes hat Charakter und eine ganz eigene Stimme, die im Buch zum Leser spricht. Der Schreibstil ist angenehm, ohne zu kindlich zu sein, die Geschichte eignet sich zum Vorlesen und selber Lesen gleichermaßen.
    Gut gefallen hat mir die Art, wie die Tiere ihre Welt sehen, so zum Beispiel die sehr unabhängige Katze, die sich „nur einen Menschen halten kann“ oder die Wölfin, die ihrem Nachwuchs Werte und Bedeutsamkeit vermittelt. Die Freundschaft der doch im Grunde sehr verschiedenen Protagonisten hält viel Stoff zum Nachdenken bereit und man möchte gar nicht mehr aufhören zu lesen.
    Freundschaft, Liebe und die Suche nach den eigenen Wurzeln bestimmen die Grundstimmung der liebevollen Geschichte: berührend fand ich das Dilemma, in dem der kleine Ham steckt, da er, egal, wie er sich entscheidet, immer einen Teil seiner Familie zugunsten eines anderen zurücklassen muß. Das fand ich sehr traurig.
    Das Buch ist reich bebildert, liebevolle Tierzeichnungen und kleine Szenen machen das Gelesene lebendig und plastisch, so dass man sich schon nach wenigen Seiten als Teil des Rudels fühlt.
    „Das wilde Määäh“ geht übrigens noch weiter – ich bin schon sehr gespannt auf ein weiteres Abenteuer, denn es blieben auch noch Dinge ungeklärt, so dass es nach wie vor spannend ist.
    Ich kann das Buch allen jungen und jung gebliebenen Lesern wärmstens empfehlen, es ist einfach klasse!
    Von den Sternen geküsst

    Von den Sternen geküsst (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    20.05.2014

    runder Abschluss mit Gefühl

    Buchinhalt:

    Revenant Vincent und Kate sind in Liebe entbrannt, doch das Glück währt nur kurz: denn während Kate menschlich ist, muß Vincent immer wieder sterben, um andere Sterbliche zu retten – der Preis, den er als Revenant zahlt. Als sein Körper schließlich durch böse Intrigen zerstört wird, muß Vincent als Geist umherwandeln, die Beziehung zu seiner großen Liebe scheint am Ende.
    Kate versucht derweil nach Kräften, um Vincent zu kämpfen, doch auch jemand anderes hat es auf ihn abgesehen. Wird es der Liebe gelingen, zu siegen?

    Persönlicher Eindruck:

    Mit „Von den Sternen geküsst“ nimmt die Trilogie um die Revenants ihren packenden Abschluß – und lässt den Leser kaum mehr aus ihrem Bann. Über nunmehr drei Bände habe ich mit Kate und Vincent mitgelitten und –geliebt und war auch vom Abschlußband sehr begeistert. Während mich zu Beginn die Tatsache, dass Revenants immer wieder sterben und wiedergeboren werden, etwas befremdet hat, habe ich mich inzwischen in den Plot recht gut eingefunden und es fiel mir auch nicht ganz so schwer, den Faden wiederzufinden, trotz leider etwas spärlich gesäter Rückblenden.
    Die Personen sind inzwischen weit tiefgängiger als noch in den ersten beiden Bänden, wobei mir Kate durch ihre Ich-Erzählung wesentlich näher stand, als Vincent. Das Hintergrundwissen bezüglich Kate hat mir gut gefallen, man erfuhr vieles, was in den anderen Bänden noch offen blieb.
    Etwas verwirrend fand ich die Zusammenhänge zwischen Menschen, Bardia, Numa und Revenants – ab und zu hatte ich etwas Probleme, alle Figuren unter einen Hut zu bekommen. Vielleicht sind Geister einfach nicht meine favorisierten Fantasywesen – vielleicht lag es auch einfach daran, dass diese Reihe am Stück weggelesen werden sollte.
    Insgesamt verband sich Romantik, Tragik und Action zu einem stimmigen Gesamtkonzept, das gut durchdacht war und das mich als Leser trotz einiger Kritikpunkte an sich fesselte. Manche Dinge waren etwas vorhersehbar, aber das war für den Lesegenuss vernachlässigbar.
    „Von den Sternen geküsst“ war für mich ein gelungener Abschlussband, der mich auch nicht traurig stimmt, dass die Reihe nun zuende erzählt ist. Das Potential war jetzt einfach ausgeschöpft und so schuf Amy Plum einen befriedigenden, emotionalen und spannenden Schluß, der die Reihe gekonnt abrundet. Wie bereits erwähnt würde ich diese allerdings nur im Zusammenspiel aller Bände empfehlen, einzeln gelesen verliert sie etwas an Pfiff, da man viele Emotionen nur im Zusammenhang wirklich erfasst.
    Arclight - Niemand überlebt die Dunkelheit

    Arclight - Niemand überlebt die Dunkelheit (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    20.05.2014

    packende Spannung und unglaubliche Wendungen

    Buchinhalt:

    Das Arclight ist der letzte Zufluchtsort der Menschheit in einer der Finsternis anheim gefallenen Welt: ein Ort, der seine Bewohner durch starke Lichtschranken gegen das Dunkel und die dort lebenden Wesen schützt. Doch die junge Marina fühlt sich dort nicht wirklich zuhause – kann sie sich auch an keine Details ihrer Vergangenheit erinnern. Das Einzige, was sie weiß, ist, dass sie den „Blassen“ entkommen sein muß, dem größten Feind der wenigen Menschen, die noch leben.
    Ein täglicher Kampf beginnt bei Einbruch der Nacht, denn da blasen die „Blassen“ zur Jagd auf das Refugium. Schließlich gelingt es, einen „Blassen“ zu fangen: Marina nennt ihn Reue, denn er kommuniziert nur mit ihr und das auch vorwiegend telepathisch. Trotz der unbändigen Angst vor dem schrecklichen Feind lässt sich Marina auf ein Wagnis ein, das ihr ganzes Leben verändern wird: Reue eröffnet ihr eine neue Sicht auf das große Ganze und weckt in ihr die alles entscheidende Frage: Wer ist wirklich der Feind? Und wem kann sie noch trauen?

    Persönlicher Eindruck:

    Eine Dystopie mit einem letzten endzeitlichen Refugium unter einer geschützten Kuppel ist nicht unbedingt neu, doch McQueins apokalyptisches Szenario zwischen Dystopie, Utopie und Science Fiction lässt dem Leser mit unerwarteten Wendungen und packender Spannung das Blut in der Adern gefrieren.
    Der Beginn ist etwas schleppend, doch wenn man sich in der Welt zwischen Licht und Finsternis einmal festgebissen hat, möchte man am liebsten nicht mehr mit dem Lesen aufhören. Sehr gut gefallen hat mir die fast greifbar-beklemmende Endzeitstimmung in einer nicht näher beschriebenen Welt der Zukunft, die für meinen Geschmack genau so viel enthüllt, wie sie muß, um noch so viel der Fantasie zu überlassen, um thrillergleich gruselige Gänsehautstimmung hervorzurufen.
    Die „Blassen“, die zunächst als Todfeinde der Menschen präsentiert werden, ähnlich einem Chamäleon mit ihrer Umwelt verschmelzen und sich als Schwarmwesen entpuppen, bergen ungeahntes Potential und je weiter der Roman fortschreitet, umso mehr ist man bestrebt, für sie Partei zu ergreifen. Wie so oft verschwimmen die Grenzen zwischen Gut und Böse, Licht und Schatten und so fiel es auch mir nicht schwer, mich am Ende für eine Seite zu entscheiden.
    Marina als Protagonistin entwickelt sich im Laufe des Romans und ihre Handlungsweisen waren stets nachvollziehbar, auch die anderen handelnden Personen hatten Tiefe und bestachen durch ihre Plastizität. Besonders mitgefiebert habe ich mit Reue, der den Leser zusammen mit Marina an der Hand nimmt und ihm einen Blick auf das große Ganze zuteil werden lässt. Reue hatte meiner Meinung nach den tiefgründigsten Part aller Dramatis Personae.
    Ich habe das Buch nahezu verschlungen; fantastisch fand ich die richtige Menge an noch im Dunkeln gebliebenen Details, so dass ich als Leser auch meine eigene Fantasie spielen lassen konnte. Der Schluß war stimmig und rund. Ich kann das Buch wärmstens allen weiter empfehlen, die gerne ein subtiles Gänsehautempfinden gepaart mit einer packenden Dystopie erleben möchten!

    Big Sky River - Am reißenden Fluss

    Big Sky River - Am reißenden Fluss (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    20.05.2014

    erstklassige Western Romance

    Buchinhalt:

    Der neue Sheriff Boone Taylor hat alle Hände voll zu tun: er hat seine beiden kleinen Jungs, die nach dem Tod seiner Frau bei seiner Schwester aufwuchsen, aus Missoula abgeholt, damit sie nun bei ihm leben. Leider klappt nicht alles reibungslos – auch das Verhältnis zu seiner Nachbarin, der Hühnerfarmerin Tara Kendall ist gespannt. Doch wie es der Zufall will, ist beider Schicksal eng miteinander verknüpft. Auch Tara hat Besuch: ihre beiden Stieftöchter. Es kommt, wie es kommen muß: Boone und Tara kommen einander näher, schon allein wegen der Kinder. Stück für Stück entdecken beide, dass sie mehr miteinander verbindet und dass eine gemeinsame Zukunft möglich ist….

    Persönlicher Eindruck:

    Schon zum dritten Mal durfte ich zu Gast sein im kleinen Städtchen Parable in Montana und bereits auf den ersten Seiten war ich wieder ein Teil dieser grßen, sympathschen Familie. Schreibstil und Erzählkunst vom Allerfeisnten – Linda Lael Miller weiß einfach ihre Leser(innen) zu begeistern!
    Alte Bekannte aber auch zahlreiche neue Gesichter bereicherten die Fortsetzung der „Big Sky“-Reihe und so waren Hutch, Kendra, Slade und Joslyn auch wieder dabei.
    Hunor, Liebe und eine gehörige Portion Wild-West-Romantik machten auch diesen Band zu einem wahren Lesevergnügen.
    Die Figuren haben sich eindeutig entwickelt und wie schon in den ersten beiden Bänden steht hier ein weiteres Paar der dem Leser bereits bekannten Figuren im Mittelpunkt. Während Boone noch immer Gefühle für seine verstorbene Frau hegt und nicht so recht weiß, ob er sich wieder auf eine Beziehung einlassen kann, sind er und Tara zunächst wie Hund und Katz‘. Doch das ändert sich mit dem Eintreffen der Kinder und so wurde man als Leser auch hinein gesogen in ein familiäres Miteinander, das man sich im raschen Alltag auch ab und an wünscht. Parable selbst ist ein Ort, an den ich immer wieder gerne zusammen mit der Autorin zurückkehre und so hoffe ich, die Reihe wird noch weiter fortgesetzt. Zumindest gab es schon Andeutungen, dass Opal und der Reverend wohl die Hauptfiguren des 4. Bandes sein könnten.
    Alles in allem ein perfekter Roman für laue Sommernächte oder kuschelige Winterabende – einfach das Beste, um mal ganz von der Hektik des Alltags abzuschalten. Ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen und war betrübt, als ich viel zu früh am Schluß angekommen bin. Tolle Geschichte, romantische Lovestory – was will man mehr?
    Engelsschwingen

    Engelsschwingen (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    09.05.2014

    Durchschnitt

    Buchinhalt:
    Der Krieg zwischen Engeln, Teufeln und den kriegerischen Salgeniern hat viele Opfer gefordert: einzig eine Engelsseele überlebte. Es ist Tallina, die als Lilly im 21 Jahrhundert wiedergeboren wurde und ohne Erinnerungen an ihre Vergangenheit unter Menschen aufwächst. Mit 15 schließlich plagen sie immer wieder seltsame Visionen und sie ahnt nicht, dass ihre Engelsseele am Erwachen ist – bis sie von teuflischen Mächten gejagt und fast getötet wird. Ein eigenartiger Junge eilt ihr zur Hilfe: er nennt sich Saleen und hat eine gemeinsame Vergangenheit mit Lilly…. Erst mal auf das Mädchen aufmerksam geworden, ruft die Erweckung Lillys auch Beelzebub auf den Plan, den Magier des Höllenfürsten. Und schon bald entbrennt der alte Kampf erneut…

    Persönlicher Eindruck:
    Auch wenn die Thematik „Gut gegen Böse“ bei Engelromanen immer wieder ähnlich und oftmals sogar dasselbe ist, hat mich die Kurzbeschreibung dieser Geschichte neugierig gemacht. Sich als Mischung aus Urban Fantasy, High Fantasy und Mystery präsentierend, als Geschichte mit Engeln, Teufeln, Zentauren und anderen Kriegern, weckte die noch unbekannte Jungautorin mein Interesse. Generell las sich das Buch gut und flüssig, abgesehen von einigen Mängeln in Rechtschreibung und Zeichensetzung vor allem in der zweiten Hälfte.
    Der Erzählstil ist flüssig, der Plot und die Figuren gut durchdacht und wohlüberlegt. Ich persönlich hätte mir allerdings noch mehr Tiefe bei den Charakteren gewünscht, denn trotz aller Überlegungen blieben sie farblos und mit wenig Profil, was ich sehr schade fand. So recht vorstellen konnte ich mir die Gesichter nicht, auch die Romantik blieb wenig greifbar.
    Gut von der Idee her fand ich die Mischung, die man so nicht jeden Tag serviert bekommt. Der Part, der in der Welt des 21. Jahrhunderts spielt, bleibt verhältnismäßig gering, das Gros der Handlung spielt sich in einer Ar Parallelwelt ab, in der Götter, Fantasywesen und Menschen nebeneinenader existieren.
    Lilly als Protagonistin empfand ich trotz ihrer Ich-Erzählung und die dadurch geschaffene Nähe zum Leser als reichlich naiv und gutgläubig, trotz allem schaltet sie blitzschnell um und nimmt dann alles für bare Münze, was ihr (trotz Amnesie!) so serviert wird. Das war mir ein wenig zu einfach. Saleen ließ sich nicht ganz so einordnen, kam mir beim Lesen aber wesentlich älter und reifer vor, als das Teeniemädel, was sich dann auch auf die Liebesgeschichte und deren Ankommen bei mir als Leser niederschlug.
    Der Schluß endet mit einem Cliffhanger, der alle Möglichkeiten für weitere Geschichten offen lässt, ob da noch etwas folgt – man weiß es nicht.
    Das Cover möchte ich gesondert erwähnen: man sieht bei Jungautoren selten so gelungene Cover, schon allein deshalb ein Eyecatcher.
    Alles in allem bleibt die Geschichte trotzdem Mittelmaß, denn so richtig vom Hocker gerissen hat mich der Roman doch nicht. Für alle Freunde von Engelgeschichten mit High Fantasy-Anteil eine Empfehlung, aber kein absolutes must-read.
    Maggie Yellow Cloud, Das verkaufte Herz

    Maggie Yellow Cloud, Das verkaufte Herz (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    09.05.2014

    Klasse!

    Buchinhalt:

    Maggie Yellow Clouds kleine Nichte ist schwer verunglückt und ringt mit dem Tod. Da man ihr in der Klinik von Pine Ridge nicht helfen kann, wird Shauna in eine Privatklinik verlegt und dort alsbald für hirntot erklärt. Maggie und ihre Familie ist verzweifelt – denn man will die Lakota-Ärztin nicht zu der kleinen Patientin vorlassen.
    Währenddessen ereignen sich mysteriöse Dinge. Mehrere Tierkadaver werden aufgefunden, ihnen wurde in ritueller Art und Weise das Herz heraus geschnitten. Und Maggies Studienfreundin Lynn erleidet einen tödlichen Reitunfall. Wie hängen die ganzen Ereignisse zusammen? Als Maggie nicht locker lässt und auf eigene Faust nachforscht, eröffnet sich ihr erst die Tragweite des Verbrechens: Wird sie ihr eigenes Leben und das des kleinen Mädchens retten können?

    Persönlicher Eindruck:

    Wieder einmal durfte ich zu Gast sein auf Pine Ridge und bin mehr als begeistert vom mitreißenden Schreibstil der Autorin. Schon zum zweiten Mal durfte ich teilhaben am Leben von Maggie Yellow Cloud und ein Teil sein der großen gastfreundlichen Familie, die dem Leser einen authentischen Einblick in die Lebensweise der indianischen Ureinwohner Amerikas bietet.
    Der Spannungsbogen erstreckt sich packend und sich immer weiter steigernd von Anfang bis Ende, plastische, nachvollziehbare Figuren agieren vor einer perfekt recherchierten und atemberaubenden Kulisse, die vor dem inneren Auge Kopfkino vom Allerfeinsten erzeugt, Nervenkitzel inbegriffen.
    Maggie als Protagonistin ist eine toughe Frau, die mit beiden Beinen im Leben steht und trotz aller Schwierigkeiten, die sich den Natives im Gegensatz zu den Weißen täglich immer wieder stellen, nicht unterkriegen lässt. Mit Spürsinn, Menschenkenntnis und einer tiefen Verwurzelung in ihrer Kultur nimmt sie den Leser immer wieder mit auf eine Reise zwischen knallharter Thrillerhandlung, Indian Spirit und alltäglichem Familienleben. Gerade das macht das Buch so anheimelnd, so dass ich am liebsten nie aufhören möchte, weiter zu lesen.
    Auch die Nebenfiguren haben Tiefgang und Profil, man lernt neue Charaktere kennen und kann sich auf ein Wiedersehen mit altbekannten freuen. Somit lässt sich der Roman auch ohne Vorkenntnisse aus Band 1 lesen, die Handlung ist in sich abgeschlossen.
    Was mich jedesmal berührt und fasziniert ist die spirituelle Seite, die Brita Rose-Billert in ihren Indianerromanen beleuchtet. Hierbei geht sie nicht nur auf die Lakota ein, in deren Reservation der Plot sich abspielt, sondern auch auf die Dineh / Navajo.
    Ich kann „Das verkaufte Herz“ jedem empfehlen, der einen besonderen Thriller ab vom Mainstream, packende Handlung, starke Figuren und Stoff zum Nachdenken sucht. Nicht nur für Indianerfreunde! Einfach Klasse, volle Punktzahl!
    651 bis 675 von 731 Rezensionen
    1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26
    27
    28 29 30
    Newsletter abonnieren
    FAQ- und Hilfethemen
    • Über jpc

    • Das Unternehmen
    • Unser Blog
    • Großhandel und Partnerprogramm
    MasterCard VISA Amex Diners Club PayPal
    DHL
    • AGB
    • Versandkosten
    • Datenschutzhinweise
    • Barrierefreiheitserklärung
    • Impressum
    • Kontakt
    • Hinweise zur Batterierücknahme
    * Alle Preise inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versandkosten
    ** Alle durchgestrichenen Preise (z. B. EUR 12,99) beziehen sich auf die bislang in diesem Shop angegebenen Preise oder – wenn angegeben – auf einen limitierten Sonderpreis.
    © jpc-Schallplatten-Versandhandelsgesellschaft mbH
    • jpc.de – Leidenschaft für Musik
    • Startseite
    • Feed
    • Pop/Rock
    • Jazz
    • Klassik
    • Vinyl
    • Filme
    • Bücher
    • Noten
    • %SALE%
    • Weitere Bereiche
      • Themenshops
      • Vom Künstler signiert
      • Zeitschriften
      • Zubehör und Technik
      • Geschenkgutscheine
    • Hilfe
    • Anmelden
    • Konto anlegen
    • Datenschutzhinweise
    • Impressum
    • Kontakt