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    Kerstin1975 Top 25 Rezensent

    Aktiv seit: 08. August 2013
    "Hilfreich"-Bewertungen: 295
    731 Rezensionen
    Jordan, S: Infernale 2/Rhapsodie in Schwarz

    Jordan, S: Infernale 2/Rhapsodie in Schwarz (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    31.03.2017

    schwach

    Buchinhalt:

    Nachdem Davy positiv auf das Mördergen HTS getestet wurde, ist ihr bisheriges Leben von einem Tag auf den nächsten zu Ende. Als sie dann auch noch aus Notwehr einen Menschen tötet, zweifelt sie immer mehr an ihrer eigenen Menschlichkeit. In einem Ausbildungslager soll sie zur Auftragskillerin ausgebildet werden, doch ihr und drei Freunden gelingt die Flucht. Das Ziel: Mexiko. Beim Grenzübertritt wird Davy angeschossen und von einem fremden Jungen gerettet: er gehört einer Widerstandgruppe an, die Davy aufnimmt. Dann stellt sich Davy die alles entscheidende Frage: bleiben oder die Freunde in Mexiko suchen?

    Persönlicher Eindruck:

    Nach dem fulminanten Start im ersten Band der zweiteiligen Geschichte war ich mehr als gespannt auf die Fortsetzung und konnte es kaum erwarten. Leider kann der 2. Band so gar nicht mit Band 1 mithalten – ein schwaches Finale, das kaum Kopfkino erzeugt und den Leser mehr enttäuscht als unterhält.
    Obwohl alles nahtlos an Band 1 anknüpft, schafft die Autorin es nicht, den Leser erneut in die Zukunft Amerikas mitzunehmen. Endlose Dialoge, endlose Gedankenmonologe der Protagonistin füllen die Seiten und die erhoffte Spannung zerrinnt zwischen den Zeilen. Kraftlos verpufft, was in Band 1 aufgebaut wurde – keine plastische Beschreibung des Settings, nur blasse Figuren, nein, das habe ich mir anders erhofft.
    Davy selber macht kaum eine Entwicklung durch. Nein, im Gegenteil – sie erscheint als Jammerlappen, der gerne anders wäre, als er ist, tut aber keinen Schlag dafür.
    Caden als männliche neue Hauptfigur hat Potential, bleibt aber ebenfalls blass und unausgereift. Auch die sich anbahnende Beziehung der beiden berührt auf weiten Strecken kaum und trägt nicht zu einem spannenden Ganzen bei.
    Das Leben im Bunker wird zwar beschrieben, kann aber nicht vor dem inneren Auge des Lesers lebendig werden. Ich weiß nicht – mir kommt es inzwischen eher so vor, als hätte die Autorin auf ihre eigene Geschichte keine Lust mehr gehabt.
    Das einzige Plus ist die unerwartete Wendung bzgl. des Täters am Schluß der Geschichte. Das passiert aber erst, nachdem man sich durch 3/4 des Buches gekämpft hat und kann dann auch nur wenig begeistern.

    Fazit: wer wissen will, wie es ausgeht, soll es lesen – aber es ist beileibe kein Pageturner.
    Miller, L: Mustang Creek - Sehnsucht ist mein Wort für dich

    Miller, L: Mustang Creek - Sehnsucht ist mein Wort für dich (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    31.03.2017

    Ein klasse Auftakt!

    Buchinhalt:

    Als Grace zum ersten Mal auf Slater trifft, ist es um ihn geschehen. Der Filmproduzent und Ranchbesitzer ist sofort hin und weg von der jungen Hotelmanagerin, die sich idealerweise gerade von ihrem Exmann getrennt hat. Als dessen Sohn in Schwierigkeiten gerät und Slater seine Hilfe anbietet, stellt Grace alsbald fest: Slater ist mehr an ihr gelegen, als sie sich zunächst gedacht hat….

    Persönlicher Eindruck:

    Auftakt zur neuen Reihe von Linda Lael Miller um heiße Cowboys, wildes Land und schöne Frauen – Yeehaw!
    Was jetzt platt klingt, ist ein Erfolgsrezept, das die Autorin schon in vielen Romanen unter Beweis gestellt hat. Ein eingängiger Erzählstil, plastisches Kopfkino und eine tolle Landschaft sowie bodenständige Figuren sind das Geheimnis des Erfolges der „Western Romances“. Man liest einige Seiten und ist sofort mittendrin. Die Charaktere heißen den Leser willkommen in ihrer Welt und es ist wie ein Heimkommen an einen lieb gewonnenen Ort.
    So auch hier – Slate und Grace als Hauptfiguren machen es dem Leser leicht, sich sofort heimisch zu fühlen und das Buch fast nicht mehr aus den Händen legen zu wollen.
    Slade ist authentisch und hilfsbereit – genau so, wie man sich einen Rancher aus Wyoming so vorstellt. Im Wilden Westen der Neuzeit wird wie in alter Zeit nicht lange geredet, man packt gleich mit an, wo Not am Mann ist. So ein Typ ist auch Slade und das macht ihn sofort sympathisch.
    Grace als sein Gegenpart ist eine bodenständige Frau, bei der auch nicht alles rosarot und glatt läuft und die deshalb so viel Identifikationspotential hat. In Millers Romanen fühlt man sich auch deshalb so wohl, weil es eben „normale“ Menschen sind, die hier die Hauptrolle spielen. Menschen, die unsere Nachbarn sein könnten und die man einfach sympathisch findet.
    Die Geschichte rund um Slade, Grace und den später auftauchenden Exmann liest sich flüssig und man wird gut unterhalten, das Setting und der im Buch beschriebene Alltag auf der Ranch zum Beispiel ist nachvollziehbar und realitätsgetreu.
    Alles in allem möchte ich jetzt auf jeden Fall bald wieder nach Mustang Creek – der Auftakt ist hundertprozentig gelungen!
    Das Haus des Friedens

    Simone Dorra
    Das Haus des Friedens (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    31.03.2017

    Opulenter Auftakt, aber mit Schwächen

    Buchinhalt:

    Mit einer Hilfsorganisation reist die Irin Sameera Sullivan in die indische Provinz Kaschmir. Das Land ist fremdartig und geheimnisvoll, ebenso wie der indische Ex-Agent Vikram Sandeep, den Sameera dort kennen lernt. Vikram betreibt inzwischen ein Waisenhaus – und scheint ein Geheimnis aus seiner Vergangenheit mit sich herum zu tragen, über das er nicht spricht. Geht dort alles mit rechten Dingen zu? Die Menschen in Indien sind Sameera zunächst fremd, doch mehr und mehr wachsen ihr die Waisenkinder und auch Vikram ans Herz….

    Persönlicher Eindruck:

    Alle sprechen von „Palast der Winde“ und wie toll doch dieser Roman, der ebenfalls in Kaschmir spielt, sein soll. Eine vergleichbare Geschichte mit diesem Auftakt zu einer 7-bändigen Saga. Ich gebe zu: ich habe „Palast der Winde“ nie gelesen und ging ganz unvoreingenommen an dieses Buch.
    Der Erzählstil und die Art, wie die Autorin die Gegend und das Flair dieses fremden Landes beschreibt, hat mir sehr gut gefallen. Man hat nach nicht allzu langer Zeit das Gefühl, sich diesen exotischen Schauplatz vorstellen zu können und die Geheimnisse, die ihn für westliche „Augen“ umgeben.
    Sameera und Vikram aus Hauptfiguren sind gut herausgearbeitet und nehmen den Leser ohne Weiteres in ihr Leben mit. Dies gelingt dem Großteil der Nebenfiguren eher nicht. Gut, das mag daran liegen, dass man durch die fremdartig klingenden Namen nicht immer sofort weiß, wer wohin und zu wem gehört, allerdings bleiben die Nebenfiguren auch bis zum Schluß eher blass und austauschbar.
    Der Roman lebt von der Liebesgeschichte einerseits und der Spannung, die die Rahmenhandlung andererseits generiert. Was mich manchmal etwas gestört hat, ist das schnelle Abhandeln mancher Sachverhalte. Es ging dabei um teilweise grausame Dinge, die aber in einem Halbsatz schon wieder zu Ende geführt wurden, so dass ich nicht immer das Gefühl hatte, das Autorenduo würde alle geöffneten Handlungsstränge vollständig überblicken.
    Der Schluß des Romans ist rund und stimmig. Ich weiß nicht, warum es hier wieder mal eine vielbändige Saga sein muß. Eine solche doch bewegende Geschichte kann auch totgeredet werden, ich bin nicht sicher, ob man nach dem 6. oder 7. Band nicht irgendwann denkt: „bloß kein Indienroman mehr“. Für sich allein gesehen ist diese Geschichte gut gemacht und weitestgehend stimmig zu einem Ende geführt, dabei sollte man es aber auch belassen.
    Aufgrund der plastischen Beschreibung und des erzeugten „Lebensgefühls“ für dieses fremde Setting gebe ich noch 4 Sterne, wobei die Umsetzung in manchen Punkten nur 3 bekommen hätte.
    Böse Leute

    Böse Leute (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    17.01.2017

    gute Unterhaltung

    Hörbuchinhalt:

    Ex-Kommissar Karl ist inzwischen in Rente – doch was ein richtiger Polizist ist, der kann auch dann nicht vom Ermitteln lassen, ganz zum Missfallen seiner ehemaligen Kollegen. Zusammen mit Freund Onno und den beiden Damen Inge und Charlotte stürzt sich Karl hintenrum auf den neuesten Fall, der die Insel Sylt in Atem hält: Wer bricht scheinbar wahllos in Häuser ein? Egal ob Luxusvilla oder Touristenwohnung – kein Haushalt scheint vor den Einbrechern sicher…

    Persönlicher Eindruck:

    Da ich schon mehrere Romane von Dora Heldt gelesen hatte und ich mich jedes Mal köstlich amüsiert habe, war ich auf ihr neuestes Werk mehr als gespannt. Spannung und unterhaltender Familienroman mit teilweise etwas schrulligen Charakteren – genau das erwartet hier den Leser. Der Clou: das Hörbuch wird von der Autorin selbst gesprochen.
    Ich muß gestehen – ich hatte ein bisschen Probleme, der Erzählstimme zu folgen. Möglicherweise liegt es daran, dass Frau Heldt ihren Roman zu gut kennt und daher etwas husch-husch vorgeht und wenig unterschiedlich betont bei den einzelnen Figuren. Das wird von CD zu CD besser, aber ich hätte mir hier ein wenig mehr Tiefe gewünscht.
    Handlungsmäßig kommen Fans der Heldt’schen Sylt-Romane vollkommen auf ihre Kosten, wenngleich auch die heitere Romanhandlung die Krimihandlung überwiegt.
    Die Figuren sind einfach toll; Karl als Protagonist, der das Ermitteln auch in der Rente nicht lassen kann und sein bunt zusammengewürfeltes Team machen einfach Spaß und so verflog auch der Ärger über die etwas mittelmäßige Umsetzung.
    Alles in Allem wurde ich prima unterhalten und kann auch den „Neuen“ von Frau Heldt weiter empfehlen – über die kleinen Kinderkrankheiten lässt sich nach so viel kuriosem Witz und charaktervollen Figuren leicht hinwegsehen.

    Begin Again

    Mona Kasten
    Begin Again (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    17.01.2017

    fesselnd und keinesfalls seichte YA-Lektüre

    Buchinhalt:

    Mit dem Beginn ihres Studiums und der ersten eigenen Wohnung beginnt für Allie ein neuer Lebensabschnitt. Doch der zukünftige Mitbewohner Kaden, in dessen WG sich Allie um ein Zimmer bewirbt, entpuppt sich als unverschämter Griesgram, der Allie am liebsten wieder vor die Tür setzen würde. Trotz des Regelwerks, an das sich Allie zu halten hat, nimmt sie das Zimmer. Stück für Stück dringt Allie schließlich hinter Kadens Fassade – was die beiden einander immer näher bringt…

    Persönlicher Eindruck:

    Zu allererst fällt dem Leser der eingängige und bildhafte Erzählstil auf, mit dem die Autorin gekonnt an die Seiten fesselt. Denn handlungsmäßig passiert zunächst nichts Außergewöhnliches: wahrscheinlich ist genau das der Clou. Ein Mädchen trifft in der neuen WG auf einen Bad Boy, die beiden können sich zunächst nicht leiden und peu-a-peu kommen sie sich näher. Alles schon mal da gewesen – und hier trotzdem anders, als in anderen Young Adult-Romanen.
    Allie als Ich-Erzähler macht einen sympathischen Eindruck und der Leser identifiziert sich sehr schnell mit ihr, was dem Buch Pluspunkte in puncto Nachvollziehbarkeit verleiht.
    Kaden als ihr Gegenpart ist ein recht unverschämter und überheblicher Typ, der zunächst ziemlich negativ rüber kommt. Erst nach und nach entdeckt man zusammen mit Allie, dass sich hinter der Fassade ein empfindsamer junger Mann verbirgt, den man trotz allem mögen muß.
    Die Art, wie Mona Kasten die Atmosphäre in WG und UNI beschreibt, ist absolut realitätsnah und glaubhaft. Das Ganze könnte sich genau SO an jeder x-beliebigen Uni auf der Welt abspielen und ist von daher ein Plot, in den sich jeder problemlos hineinversetzen kann.
    Mehrere Wendungen geben dem Spannungsbogen immer wieder neuen Pfiff und die fast 500 Seiten vergehen wie im Flug. Schade, dass man irgendwann die letzte Seite umklappen muß.
    Mein Fazit: ich bin sehr kritisch, was das Young Adult-Genre angeht – denn im Grunde ist es überall dasselbe: kennst Du einen, kennst Du alle. Doch „Begin Again“ ist erfrischend anders und hat mir sehr gefallen.
    Eine absolute Leseempfehlung für einen Roman, der aus der seichten Masse des YA heraussticht!

    Hunter, E: Survivor Dogs - Dunkle Spuren. Ein Rudel in Aufru

    Hunter, E: Survivor Dogs - Dunkle Spuren. Ein Rudel in Aufru (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    17.01.2017

    ausbaufähiger Start in die 2. Staffel

    Buchinhalt:

    Die Scharfhunde sind besiegt und das Wildhunderudel kann aufatmen. Das neue Revier scheint ideal und es kehrt Ruhe ein.
    Scharfhündin Sturm hat bewiesen, dass sie zum Rudel gehört, doch immer noch schwelen Missgunst und Ablehnung unter der Oberfläche. Als eines Tages ein Rudelmitglied tot aufgefunden wird, gerät das Rudel erneut in Aufruhr. Wer ist der Verräter? Sturm hegt Zweifel an sich selbst, denn sie scheint nachts zu schlafwandeln….

    Persönlicher Eindruck:

    Der Auftakt der zweiten Buchstaffel der „Survivor Dogs“ legt den Grundstein für Neueinsteiger in die Reihe. Die bisherige Handlung ist in sich geschlossen, kleinerer Rückblenden erleichtern auch Neulingen den Einstieg an diesem Punkt.
    Allerdings ist das auch eine Schwachstelle. Der „große Knurrer“, also die Katastrophe, die der Gesamthandlung einen Rahmen gab, wird nicht mehr erwähnt und ich war ehrlich gesagt enttäuscht, dass man als Leser hier so gar nichts weiter erfuhr. Werden die Hunde ihre Besitzer wieder sehen? Wo sind die Menschen überhaupt? Was genau ist passiert? Auf all das gibt es (noch) keine Antwort – und es wäre langsam Zeit dazu.
    Während in Staffel 1 noch Lucky die Hauptfigur war, scheint in Staffel 2 Scharfhündin Sturm (Leck) immer mehr in den Fokus zu rücken, was sich schon in den vorherigen Bänden angedeutet hat. Möglicherweise sah das Autorenteam mehr Potential in der zwiegespaltenen Persönlichkeit. Auf jeden Fall rücken die anderen Hunde weiter und weiter in den Hintergrund.
    Der Aufbau des Rahmenkonstrukts ist derselbe, wie zuvor: den „Sturm der Hunde“ löst als Mysteriengeschichte nun die „Goldene Hirschkuh“ ab.
    Die Handlung hier ist vergleichsweise ebenso dünn wie der Startband der 1. Staffel, da geht eindeutig noch mehr! Ich bin gespannt, in welche Richtung das Autorenteam die weitere Handlung lenkt und somit gespannt auf den nächsten Band.
    Fazit: ein etwas dünner Staffelauftakt mit Potential, das in den weiteren Bänden hoffentlich genutzt wird. Für Fans der Reihe dennoch ein Muss!
    Nie mehr zurück

    Nie mehr zurück (Buch)

    2 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    17.01.2017

    blasse Figuren, grauenhafter Schreibstil - gähn

    Buchinhalt:

    Zoe wird Zeugin eines Bankraubs, bei dem ein junger Mann erschossen wird. Sie versucht ihn zu retten – denn Zoe kann die Zeit verändern. Nicht beliebig, nur 23 Minuten, in denen sie in der Zeit zurückreisen und eingreifen kann. Doch ihr Eingreifen macht meist alles noch viel schlimmer – zudem funktioniert das „Zurückspulen“ nur 10 Mal…

    Persönlicher Eindruck:

    Ich gebe ganz offen zu: ich hatte mir mehr erhofft. Ein Thriller (und genau das will dieses Buch sein) sollte zumindest ansatzweise Spannung und Nervenkitzel, gegebenenfalls etwas Mystery oder im vorliegenden Fall Zeitreise ABENTEUER bereithalten – aber genau das schafft die Autorin auf keiner der 200 Seiten.
    Schon beim Schreibstil angefangen kann sie mich überhaupt nicht fesseln. In der Art und Weise, wie Frau Vande Velde hier das Geschehen um die 15jährige, zeitbeeinflussende Zoe beschreibt, hätte sie genauso gut eine Abhandlung über den Gebrauch von Luftmatratzen schreiben können – mit in etwa dem gleichen Spannungsbogen. Mir hat die Erzählweise absolut nicht zugesagt: im Grunde passiert immer wieder dasselbe und das wird schnell langweilig.
    Schade – denn der Plot, in dem eine Person durch Zurückdrehen der Zeit in das Geschehen eingreifen kann, sei es auch nur für 23 Minuten, hat Potential und könnte zu etwas Großartigem reifen.
    Zoe als Hauptfigur macht für mich einen relativ abgeklärten Eindruck; diese würde meiner Meinung nach eher zu einer älteren Person passen. Aber nun gut – es ist ohnehin schwierig, sich als Leser auf das Buch einzulassen. Irgendwann nach etwa der Hälfte habe ich es auch aufgegeben, mich in Zoe hinein versetzen zu wollen. Zoe und Daniel agieren zwar miteinander, aber dennoch ohne den Leser mitzunehmen und für sich zu gewinnen.
    Fazit: letztendlich ist „Nie mehr zurück“ ein Roman, der mehr sein will, als er tatsächlich ist. Darauf, dass Zeitreisen in die Vergangenheit auch die Zukunft verändern und kleine Eingriffe katastrophale Folgen haben können, geht das Buch überhaupt nicht ein. Ich habe auch nicht verstanden, warum gerade 23 Minuten – es war mir aber auch irgendwann egal.
    Schade, aber eine Empfehlung kann ich hier wirklich nicht aussprechen, haarscharf und auch nur der interessanten Idee wegen noch zwei Sterne.
    Weihnachtsglück und Lichterglanz

    Weihnachtsglück und Lichterglanz (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    17.01.2017

    total romantisch und einfach klasse!

    Buchinhalt:

    Doppelband um zwei weihnachtliche Novelln zu Millers Serien „Hochzeitspakt (Mustang Creek)“ und „McKettrick“.
    Eine Winternacht in Mustang Creek bringt Charlotte und Jaxon wieder zusammen – die beiden waren vor Jahren schon ineinander verliebt, doch Charlotte zog fort nach New York. Jetzt kommt sie zurück, und mit ihr die Gefühle für ihre Jugendliebe…
    Clay McKettrick ist der neue Sheriff von Blue River und Dara Rose ist hin und weg. Doch eine Ehe aus Vernunftgründen scheint der jungen Witwe zunächst nicht erstrebenswert…

    Persönlicher Eindruck:

    Die Reihen, auf denen die beiden Novellen basieren, haben in meinem Bücherschrank einen festen Platz – kein Wunder, dass die neuen Weihnachtsgeschichten von mir nahezu verschlungen wurden. Mit Herz und Leidenschaft für ihre Western Romances erschafft Linda Lael Miller auch hier gelungenes Kopfkino mit großen Gefühlen. Man ist bereits nach wenigen Seiten mitten in der Geschichte und trifft alte Bekannte oder lernt neue Gesichter kennen.
    Die Art, wie die Autorin das Setting beschreibt, ist wie eine Rückkehr an einen lieb gewonnenen Ort. Egal, ob man das Westernsetting schon kennt oder sich ganz neu dieser Art Liebesroman widmet – man wird einfach in Bann gezogen.
    Da es sich um zwei abgeschlossene Novellen handelt, sind die Charaktere freilich nicht ganz so tiefgängig angelegt, wie in einem großen Roman. Nichts desto trotz identifiziert sich der Leser schnell mit ihnen und liebt und leidet mit.
    Als Winter- bzw. Weihnachtsgeschichte übt das Buch zusätzlich einen großen Reiz aus: LeserInnen von Weihnachtsromanen werden mir da beipflichten. Die winterliche Atmosphäre im verschneiten Amerika hat einen ganz besonderen Reiz, man kann sich dem Zauber der den Geschichten inne wohnt kaum entziehen.
    Der Schreibstil ist, wie man es von Frau Miller gewohnt ist, eingängig und plastisch. Ihr ganz eigene Art zu erzählen hat die Autorin auch hier voll ausgelebt und ich kann das Buch einfach guten Gewissens weiter empfehlen!
    Im Vertrauen weitergehen

    Im Vertrauen weitergehen (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    17.01.2017

    Anthologie rund um das Thema Gottvertrauen

    Buchinhalt:

    36 wahre Geschichten, die Mut machen (sollen) – Geschichten um Lebenskrisen, zerplatze Träume, Hoffnung und Verzweiflung, aber überall mit der Gewissheit, dass da einer ist, der uns auffängt und nicht allein zurück lässt. Egal, ob großer Lebenseinschnitt oder kleine Geschichte nebenbei – alle Geschichten sollen Vertrauen und Mut machen, nicht aufzugeben und mit Gottvertrauen weiter seinen Weg zu gehen.

    Persönlicher Eindruck:

    Seit vielen Jahren lese ich schon Romane mit christlichem Bezug – Sachbücher aus dieser Reichtung waren bislang eher weniger mein Ding und so war ich gespannt, was mich in dieser Anthologie wohl erwarten würde.
    Alle Geschichten sind wahre Begebenheiten der Leserinnen der christlichen Frauenzeitschrift „Lydia“ und es gehört einiges an Mut dazu, in einem öffentlichen Medium über derlei doch sehr private Dinge zu sprechen.
    Die Geschichten waren unterteilt in verschiedene Kapitel, wie Angst, Sorge, Überraschung, Leid, Ungewissheit, Einsamkeit oder Zukunftsangst. Es ist keine leichte Lektüre, die sich mal so zwischendurch liest, das sollte dem Leser klar sein. Die einzelnen Geschichten haben laut Redaktion ein großes gemeinsames Ganzes, nämlich Vertrauen auf Gott und seine schützende Hand – doch nach einigen Geschichten war ich eher verwirrt, als dass mir Mut gemacht worden wäre. Es bleiben trotz allem immer noch genügend Fragen nach dem Warum oder nach eingängigeren Antworten offen.
    Ich hab mich ehrlich gesagt etwas schwer getan. Dieses Buch ist doch schon etwas speziell und nicht für eine breite Leserschaft das Richtige – es muß einfach den Geschmack treffen. Mir war es an manchen Stellen einfach zu „fromm“, falls man das bei einem christlichen Buch überhaupt sagen darf.

    Mein Fazit: Ein Buch für Lydia-Leserinnen von Lydia-Leserinnen – mit explizitem christlichen Charakter, aber leider nicht für jeden Leser das Richtige.
    Das große Fröbelsternebuch

    Das große Fröbelsternebuch (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    17.01.2017

    einfach top(p), besser geht es nicht

    Buchinhalt:

    Die schönsten Fröbelsterne von klassisch bis ausgefallen, mit Fröbelsterne-Kugeln, einfachen und anspruchsvollen Modellen für tollen Weihnachts- und Winterschmuck. Egal ob Baumanhänger, Mobiles, Geschenkanhänger oder Windlichter – dieses umfassende Bastelbuch ist DER ultimative Begleiter durch die Advents- und Weihnachtszeit!

    Persönlicher Eindruck:

    Dieses Buch hat mich durch die ganze Advents- und Weihnachtszeit begleitet: eine erstklassige Sammlung verschiedenster auf dem klassischen Fröbelstern basierender Bastelanleitungen lassen keine Wünsche offen: Fröbelsterne in allen Variationen, Kugeln, Kränze und Sterne aus 4 bis 12 Papierstreifen beglücken den Papierfreund auf mehr als 120 Seiten.
    Besonders gut gefallen hat mir, dass das Buch auch viele sehr anspruchsvolle Anleitungen für hochwertige Deko beinhaltet – ein wahres Kleinod auf dem mit simplem Kinderbasteln mehr als überschwemmten Bastelbuch-Markt. Das sollte es wirklich öfter geben.
    52 verschiedene Anleitungen sind in bewährter TOPP-Manier mit den Schwierigkeitsstufen 1-3 und ausführlichen Materiallisten beschrieben, der Anhang des Buches verfügt über detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitungen jedes Modells. Dabei werden Fröbelsterne aus quadratischen Papieren ebenso beschrieben wie die Sterne aus den klassischen Papierstreifen.
    Die besten Fröbelstern-Anleitungen in einem hochwertigen Buch, das in keinem Bastelschrank fehlen sollte. Einfach Top(p)!
    Die Eule, die gern aus dem Wasserhahn trank

    Martin Windrow
    Die Eule, die gern aus dem Wasserhahn trank (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    17.01.2017

    tolle Tierreportage mit gefiedertem Protagonisten

    Buchinhalt:

    15 Jahre lang lebten Autor Martin Windrow und Eule Mumble zusammen – eine besondere Beziehung, die mit der Handaufzucht eines kleinen Kükens begann. Mumble bringt den Alltag seines Herrchens gehörig durcheinander, die beiden wachsen aber immer mehr zusammen, da sich Windrow auf Mumble und auf das Abenteuer einlässt. Und das ist in einem Londoner Hochhaus nicht immer so einfach…

    Persönlicher Eindruck:

    Schon allein der originelle Titel lässt den zukünftigen Leser schnell zu diesem Buch greifen – aber es ist wahr, Mumble hat gerne aus dem Wasserhahn getrunken und sein Herrchen auch sonst gehörig auf Trab gehalten. Einfühlsam und mit viel Sachkenntnis, aber auch humorvoll und keinesfalls trocken berichtet Historiker und Buchautor Windrow hier von seinem 15jährigen Zusammenleben mit Mumble, dem Kauz.
    Beginnend mit der Handaufzucht des aus einer privaten Zucht gekauften Kükens über so manches Abenteuer wie Mumbles Freiheitsdrang (er ist eines Tages für einige Zeit entflogen) bis hin zu Alltäglichem und Banalem – ich war gerne Zeuge einer bewegenden Beziehung zwischen Mensch und Tier.
    Plastisch und anschaulich erklärt der Autor alles Wichtige, was der Laie über Eulen wissen sollte, was sie fressen, was sie brauchen. Klar, als Mumble größer wird, sind aufgrund von ausgeprägtem Revierverhalten keine anderen Menschen mehr außer Windrow in der Wohnung geduldet. Mit einer Eule (auch wenn sie zahm ist) ist das Leben nicht einfach – man muß sich schon etwas auskennen.
    Wer einen lustigen Roman erwartet, ist hier falsch – man sollte als zukünftiger Leser wissen, dass man ein fachfundiertes Tierbuch kauft. Wer aber diese majestätischen Vögel mag und sich auf ornithologische Passagen einlässt, findet hier ein wahres Kleinod, das man bis zur letzten Seite verschlingt.
    Schwarz, L: Kreuzträgerin 2: Jenseits des Feuersturms

    Schwarz, L: Kreuzträgerin 2: Jenseits des Feuersturms (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    17.01.2017

    zäh und nicht so spannend wie Teil 1

    Buchinhalt:

    Anna ist auf der Flucht vor dem Regime im Europa des 22. Jahrhunderts, in dem Christen gnadenlos verfolgt werden. Nach einem abenteuerlichen und gefährlichen Flug kommt sie in Afrika an und ist beeindruckt von der Weite des „Landes der Mittagssonne“. Endlich trifft sie wieder auf ihre Eltern, wobei sich die Beziehung zu ihrem Vater zunehmend schwierig gestaltet. Auch ihre Beziehung zu Jugendfreund Felix und zu Kephas, der sie in Nairobi in Empfang nimmt, bringt ihr Leben gehörig durcheinander. Dann macht sie allerdings eine Entdeckung, mit der sie niemals gerechnet hätte und ihr Vater scheint der Drahtzieher von alledem zu sein….

    Persönlicher Eindruck:

    Nahtlos geht die Handlung weiter, wobei der Hauptschauplatz des 2. Teils dieser Reihe nun in Afrika liegt. Viel Neues kommt auf Anna zu und man könnte meinen, es geht so actiongeladen wie in Band 1 weiter. Leider konnte mich dieser zweite Teil nicht überzeugen. Auf langen Strecken herrscht zähe Langweile, in der sich die Autorin in vielen Details rund um Annas tägliches Leben ergeht, in denen aber nichts Relevantes ereignet. Ich war oft versucht, einfach quer zu lesen – auch wenn ich es nicht getan habe, hätte ich wohl nichts Wichtiges verpasst.
    Ein Spannungsbogen tut sich erst auf, als Anna Stück für Stück hinter die Machenschaften ihres Vaters, den alle nur den „Löwen“ nennen, kommt. Aber auch hier zieht es sich und kann nur bedingt fesseln.
    Die christlichen Elemente sind freilich vorhanden und Anna stellt immer wieder ihren doch noch recht frischen Glauben in Frage. Die Menschen in Afrika sind ganz anders, als die Christen, die sie in Europa kennen gelernt hat und Gottesdienst ist ein zentraler Punkt im täglichen Leben.
    Es geht aber auch um die militante Einstellung innerhalb des Glaubens, den Anna immer tiefer kennen lernt. Was mir hier gefehlt hat, ist eine deutliche Position der Autorin. Meiner Meinung nach wird der Extremismus, der in Grundzügen deutlich erkennbar ist, zu sehr verharmlost: Anna kommt aus einem extremen System, müsste eigentlich eher Position dagegen beziehen – tut es aber nicht wirklich.
    Das letzte Drittel spielt sich in Finnland ab, auf einer neuen Mission, auf die Anna, Kephas und weitere Freunde geschickt werden. Erst dann steigert sich die Spannung, wer es bis hierher geschafft hat, wird belohnt.
    Alles in allem ist die Geschichte noch ausbaufähig und ich hoffe, dass die Autorin im 3. Teil wieder der Bogen hin zu einer spannenden Dystopie gelingt. Das geht eindeutig besser!
    Winick, J: Hilo 01

    Winick, J: Hilo 01 (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    06.11.2016

    lustiger Comic für alle Altersklassen!

    Buchinhalt:

    D.J.s Leben ist unspektakulär. Eines Tages kracht in D.J.s Nähe ein seltsamer blonder Junge auf die Erde: er nennt sich Hilo und trägt nur eine silberfarbene Unterhose. Hilo erinnert sich nicht, wo er herkommt und so nimmt D.J. ihn unter seine Fittiche. Hilo bringt das Leben von D.J. gehörig durcheinander, denn zusammen mit Freundin Gina müssen die beiden gegen durchgeknallte, außerirdische Roboter kämpfen, die nichts Gutes im Sinn haben…

    Persönlicher Eindruck:

    „Hilo“ ist ein Comicbuch, das alt und jung begeistert. Auf dickem, hochwertigem Glanzpapier gedruckt macht der Hardcoverband einen hochwertigen Eindruck; die Panels sind bunt und detailreich gestaltet, die Figuren charaktervoll und nachvollziehbar angelegt.
    D.J. als eine der drei Hauptfiguren ist buchstäblich der Junge von nebenan. Er sagt von sich selbst, dass er nichts wirklich gut kann, außer ein guter Freund zu sein. Und genau das ist er: zunächst der Spielkamerad von Gina, der er drei Jahre nach deren Umzug noch immer nachtrauert und dann für Hilo, den Jungen, der auf die Erde krachte.
    Hilo ist ein Außerirdischer – das ist klar. Man muß ihn einfach mögen – er ist witzig und versprüht eine unglaubliche Energie, die D.J. jede Sekunde fordert. D.J. zeigt ihm, dass man mehr als nur eine Unterhose trägt, wenn man in die Schule geht und dass man Gras nicht essen soll. So Hilo wird Stück für Stück das, was Gina einst war – D.J.s Freund in allen Lebenslagen.
    Dann kommt Gina zurück und wird sofort in den Freundeskreis integriert. Zu dritt erleben die Freunde ein Abenteuer voller Action und Gefahr: sie müssen sich einer außerirdischen Invasion feindlicher Roboter stellen, die nur ein Ziel hat: Hilo zurückzuholen.
    Was zunächst wie ein nur actiongeladenes Abenteuer klingt, ist eine Geschichte mit durchaus nachdenklichen Momenten. Sie erzählt von Freundschaft, Abschied, Verlust – aber auch davon, dass ein neuer Freund buchstäblich vom Himmel fallen kann, wenn man sich nur ein bisschen darauf einlässt.
    Ein spannender erster Band mit einem ebensolchen Cliffhanger, der Lust auf mehr macht. Ein Comic für alle Altersstufen – herzerfrischend und humorvoll. Eine absolute Leseempfehlung!
    Darf's ein bisschen kriminell sein?

    Darf's ein bisschen kriminell sein? (EPB)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    06.11.2016

    für den kleinen Lesehunger zwischendurch

    Buchinhalt:

    20 Krimi-Kurzgeschichten präsentiert dieses kleine aber feine Minibuch. Spannend und kriminell, humorig – manchmal auch schwarzhumorig – es ist für jeden etwas dabei und durch die kleine, schmale Form eignet sich das Büchlein auch prima für unterwegs.

    Persönlicher Eindruck:

    Ob nun (missglückter) Bankraub, Kevins abruptes Ableben in Tante Emmas Laden oder Rotkäppchen und der Wolf (ganz modern, versteht sich): die kleinen Geschichten leben weniger von der Spannung als vielmehr vom Schmunzeln und dem versteckten Witz, den der Leser nach ein, zwei Geschichten absolut zu schätzen weiß, wie einen guten Keks zu einer Tasse Tee.
    Die äußerliche Aufmachung des Kurzgeschichtenbandes kommt recht unspektakulär daher. Es ist kein wirklicher Eyecatcher, der einen in einer Buchhandlung sofort anspringt – es ist ein Büchlein, das von der Mund-zu-Mund-Propaganda lebt. Und wer es einmal in Händen hatte und eine Geschichte gelesen hat, der legt es auch so schnell nicht wieder auf die Seite…
    Alles in allem ein kleines aber feines Buch, das sich prima als Mitbringsel oder Lektüre für unterwegs eignet, weil es überall rein passt und die Geschichten kurz und prägnant sind, genau das Richtige für den kleinen Lesehunger zwischendurch.
    A Silent Voice 02

    Yoshitoki Oima
    A Silent Voice 02 (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    06.11.2016

    emotionale Fortsetzung

    Buchinhalt:

    Nach den Ereignissen zwischen der gehörlosen Shoko und dem frechen Jungen Shoyo in der Grundschule sind nun fünf Jahre vergangen. Shoko ist weggezogen und Shoyo plagt das schlechte Gewissen. Sein Vorsatz, seinem Leben ein Ende zu setzen, besteht zunächst noch, doch Shoyo will sich zuerst bei Shoko entschuldigen. Er sucht sie in ihrer neuen Schule auf, doch obwohl Shoko ihn nicht sofort ablehnt, ist sein Vorhaben zum Scheitern verurteilt. Wer ist der fremde Junge, der das Mädchen immer beschützt? Hat Shoko inzwischen einen Freund? Plötzlich regen sich seltsam traurige Gefühle im sonst so frechen Shoyo…

    Persönlicher Eindruck:

    Nahtlos an Band 1 knüpft die Fortsetzung der Geschichte an und man ist gleich wieder mittendrin. Shoyo, der Junge, der das gehörlose Mädchen Shoko so mies behandelt hat, hat nur noch einen Wunsch im Leben: sich bei ihr zu entschuldigen, ehe er seinem Leben, das nur noch von Mobbing und Ablehnung geprägt ist, ein Ende zu setzen.
    Doch es kommt, wie meist im Leben, ganz anders. Shoyo scheint sich zu wandeln: kleine Dinge, wie das Zurückgeben eines gestohlenen und von Shoyo gefundenen Fahrrads bringen ihm einen neuen (wenn auch etwas durchgeknallten) Freund und auch dem gehörlosen Mädchen gegenüber verändern sich Shoyos Gefühle.
    Seine Weiterentwicklung ist fast mit Händen greifbar – als ein mysteriöser Junge scheinbar Anspruch auf die junge Shoko erhebt, empfindet Shoyo plötzlich Enttäuschung und Eifersucht – es zeichnet sich immer mehr ab, dass sich bald eine Romanze zwischen den ehemaligen Kontrahenten entwickeln könnte.
    Shoko hingegen ist noch immer das süße und etwas unbedarfte Mädchen mit dem Handicap, das inzwischen auf eine Gehörlosenschule geht und mit den Ereignissen in der Grundschule abgeschlossen zu haben scheint. Erst das Auftauchen von Shoyo und von ihrem Kommunikationsheft lässt alte Wunden wieder aufbrechen.
    Zeichnerisch ist dieser zweite Band auch wieder ein Genuss, wobei viele Panels ohne Hintergrund auskommen und die Geschichte vor allem durch die Gefühle und die Figuren an sich lebendig wird.
    Alles in allem eine tolle Geschichte zum Nachdenken mit charaktervollen Figuren und einem (noch) offenen Ausgang, in welche Richtung die Geschichte am Ende geht. Man kann gespannt sein!
    Seekers 11. Brennender Himmel

    Seekers 11. Brennender Himmel (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    06.11.2016

    emotionaler Schlußband

    Buchinhalt:

    Die abenteuerliche Reise der drei Bären ist fast zu Ende. Auf dem Weg zum „Großen Bärensee“ und dem Versammlungsort der Bären wollen sie eine letzte gemeinsame Etappe ihrer Wanderschaft erleben und auch für Schwarzbärin Lusa ein Zuhause suchen. Bei diesem Vorhaben geraten die Gefährten in erneute Gefahr, welche die Gruppe schließlich trennt. Lusa muß eine Entscheidung treffen: geht sie das letzte Stück ihres Weges allein oder nimmt sie all ihren Mut zusammen, um die Freunde wiederzufinden?

    Persönlicher Eindruck:

    Über mittlerweile 11 spannende Bände habe ich die drei Bären auf ihrem Weg begleitet und mir jedes Mal gerne und mit Freuden die Welt aus Bärensicht zeigen lassen. Dementsprechend emotional war auch die Lektüre des nun letzten Bandes der „Seekers“-Reihe.
    Der Spannungsbogen der Geschichte blieb von der ersten bis zur letzten Seite aufrecht und steigerte sich über fast 300 Seiten hin zu einem befriedigenden und für eigene Überlegungen offen-geschlossenen Ende. Offen, weil die Fantasie des Lesers am Schluß die drei Schicksale weiterspinnt und geschlossen, weil die Reise schließlich doch ein gutes Ende findet.
    Alle drei Bären haben ihren Platz, ihre Heimat und bei Toklo und Kallik sogar einen Gefährten gefunden. Lusa als ehemaliges Zootier kommt schließlich komplett in der Wildnis an und beginnt ein ganz neues Leben am Großen Bärensee.
    Der Satz, der über allem schwebt, ist „Ich will meine Reise nicht ohne die anderen beschließen.“. Sowohl Kallik, als auch Toklo und jetzt auch Lusa haben eine enorme Entwicklung hinter sich, geprägt von Abschieden, Entbehrungen, Freundschaft und der Gewissheit, dass Ujurak, jener mysteriöse Gestaltwandler, zusammen mit seiner Mutter, der Sternenbärin, über alle ein waches Auge hat.
    Dem Autorenteam „Erin Hunter“ ist es mit den Seekers gelungen, eine phantastische Tierfantasy-Reihe zu erschaffen, die nie langweilig wird und die junge und erwachsene Leser gleichermaßen in den Bann zieht. Schade, dass jede Reise irgendwann ein Ende hat… doch der Schluß lässt eine neue Reise und neue Abenteuer zu, auf die ich mich jetzt schon freue.
    Mehr als einmal hat mich das Buch zu Tränen gerührt – ein wirklich gelungener Abschluss für eine tolle Buchreihe. Absolut Top, volle Punktzahl!
    Die Finstersteins - Teil 01: Wehe, wer die Toten weckt...

    Die Finstersteins - Teil 01: Wehe, wer die Toten weckt... (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    06.11.2016

    witziges Gruselhörbuch für Kleine und Große

    Hörbuchinhalt:

    Freds Zuhause ist gruselig: er wohnt auf dem Friedhof, doch es scheint ihm dort zu gefallen. Egal, ob Alibi-Trauergast auf Beerdigungen oder nachts durch die Grüfte zu streifen – sein Leben ist nicht langweilig. Erst recht nicht mehr, als er auf eine Gruft stößt, in der merkwürdige Steinskulpturen stehen. Unfreiwillig erweckt es sie zum Leben, samt dem Krokodil über dem Eingang. Von da an kommt Fred vom Regen in die Traufe!

    Persönlicher Eindruck:

    Autor Kai Lüftner liest sein Gruselhörbuch für Kinder selbst und das mit viel Witz und Herz. Mit verschieden betonten Stimmen haucht er seinen Figuren Leben ein und sorgt gleich von Beginn an für ein witziges, schaurig-schönes Gruselabenteuer, das nicht nur kleine Zuhörer begeistert. Der Erzählstimme hört man gerne zu und man darf sich auch als Erwachsener nochmal ganz als Kind fühlen.
    Sprachstil und Erzählweise sind absolut kindgerecht, Spannung aber auch Stoff zum Nachdenken liefert das Hörbuch frei Haus. Es geht um Grusel, Humor und Abenteuer, aber auch darum, ein Außenseiter zu sein.
    Fred und Franz, die beiden Freunde, könnten unterschiedlicher nicht sein. Fred hat den Durchblick, doch Franz die große Klappe – auch wenn diese den Jungen wenig sympathisch macht. Für mich wurde es erst richtig spannend, als die Geisterfamilie auf den Plan tritt – ich möchte aber auch nicht spoilern, also hört selbst!
    Ein paar Kritikpunkte gibt es allerdings auch anzumerken. Das Hörbuch verfügt über keinerlei Inhaltsangabe oder Gliederung, so dass bei einer Unterbrechung erst mal gesucht werden muß, wo man stehen gelieben ist. Für Kinder, die ein Hörspiel meist in einem Rutsch hören, wahrscheinlich kein gravierendes Problem – allerdings ein Nachteil verglichen mit anderen vergleichbaren Hörbüchern.
    Dann das Pergament. In der Geschichte ein nicht unwichtiger Bestandteil, aber leider für den Hörer absolut nicht vorstellbar. Das Pergament hätte im Cover oder Booklet abgedruckt werden müssen, meiner Meinung nach fehlt hier etwas Wesentliches. Da es die Geschichte auch als gedrucktes Buch gibt, stellt sich die Frage, ob das Pergament dort zu sehen ist – im Hörbuch fehlt es schlichtweg.
    Die Geschichte ist der erste Teil einer Reihe, man darf also gespannt sein – auf jeden Fall war es lustig und hat mich gut unterhalten!
    Veys, P: Der Rote Baron

    Veys, P: Der Rote Baron (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    06.11.2016

    spannend, tolles Artwork - absolut zu empfehlen!

    Buchinhalt:

    Manfred von Richthofen wird als Bordschütze in seine ersten Luftkämpfe verstrickt, die absolut nicht so ausfallen, wie er es sich erhofft hatte. Er kann zwar die Gedanken seiner Gegner spüren, doch fliegen muß sein Pilot und so nützt die übersinnliche Gabe gar nichts. Für Richthofen gibt es nur eine Lösung: er lässt sich selbst als Pilot ausbilden…

    Persönlicher Eindruck:

    Wie bereits bei Band 1 bin ich auch jetzt wieder begeistert von der Brillanz und Detailgenauigkeit der Zeichnungen. Zeichnerisch ist „Der Rote Baron“ wirklich ein Kleinod, auch wenn die Kriegshandlungen brutal sind und auch Blut fließt. Es ist eine realistische Art, die Kämpfe zu beschreiben doch wer diese Graphic Novel liest, weiß das.
    Richthofen selbst hat sich seit Band 1 vom Kadetten zum Bordschützen gemausert, immer wieder hat er die Gedankenblitze, die ihm die Gefühle seiner Mitmenschen verraten. Im vorliegenden 2. Band der Reihe spart der Autor bisweilen etwas mit dem Text, doch ungeachtet dessen weiß der Leser immer genau Bescheid und kann sich auf die Bilder konzentrieren.
    Sehr spannend war für mich das Augenmerk auf eben dieser übersinnlichen Gabe, die Richthofen hat. Noch immer glaubt ihm keiner, dem er davon erzählt, doch das Verlangen, die Gabe im Luftkampf zu nutzen, ist greifbar und auch nachvollziehbar. Als Bordschütze hat er keinen Einfluss auf die Flugmanöver, so nützt ihm seine Gabe nichts und der Schritt hin zum Piloten und späteren Fliegerass ist gelegt, als er sich dann in die Pilotenausbildung stürzt.
    Gerade die Ausbildung zum Piloten ging mir allerdings etwas schnell vonstatten, denn nach nicht mal einer Seite ist er schon Flieger und trotz einiger anfänglicher Schwierigkeiten klappt das auch alles. Nein nein, so schnell geht das auch nicht bei Manfred von Richthofen – da hätte ich mir etwas mehr Handlung zwischendrin gewünscht.
    Ansonsten macht der Band natürlich Lust auf mehr, denn viel passiert gar nicht – die Geschichte lebt bis dato vor allem von ihrem großartigen Artwork. Ich bin jedenfalls sehr auf den weiteren Handlungsverlauf gespannt!
    Flammenwüste - Der feuerlose Drache

    Flammenwüste - Der feuerlose Drache (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    06.11.2016

    Großartiger Abschluß!

    Buchinhalt:

    Der Kampf um das erste aller Worte geht weiter: Nyan, ein Schwarzmagier, hat es an sich gebracht. Anûr und sein Drache Meno machen sich daher daran, es zurückzuholen, doch der Weg dorthin ist gefährlich und lebensbedrohend. Gemeinsam mit seinen Gefährten versucht Anûr Nyan zu besiegen – und die Welt von der drohenden Gefahr zu befreien, die mit der Macht des ersten Wortes einhergeht. Zusammen mit einer Armee aus Drachen kommt es zur letzten finalen Schlacht….

    Persönlicher Eindruck:

    Im dritten und letzten Band der High Fantasy-Trilogie aus 1001 Nacht wird den Gefährten noch einmal alles abverlangt. Meno und Geschichtenerzähler Anûr sind wieder einmal Mittelpunkt einer spannenden Geschichte, die phantastisches Kopfkino erzeugt und den Leser auf eine Reise in eine orientalisch geprägte Fantasywelt entführt. Es ist nicht leicht, das Buch wieder beiseite zu legen, hat man einmal mit dem Lesen angefangen.
    Action und verschiedene Kämpfe und Schlachten gehören zu einem Fantasywerk von Rang und Namen natürlich dazu und so wartet auch „Flammenwüste“ mit allerlei Verstrickungen, glücklichen und traurigen Ereignissen auf, die die ganze Saga ungemein glaubwürdig und packend erscheinen lassen.
    Ob nun Drachenfraund oder Fan eines epischen, ausgefeilten Weltentwurfs – hier kommen alle Freunde der Fantasy absolut auf ihre Kosten. Plastisch angelegte Figuren und tolle Landschaftsbeschreibungen machen die Geschichte zu einem absoluten Geheimtipp, der sich doch markant von anderen High Fantasy-Erzählungen abhebt.
    Anûr als Hauptperson hat sich über die drei Bände absolut prima gehalten, geht ungebrochen seinen Weg, um sein Schicksal und die des „ersten aller Worte“ zu erfüllen. Aber auch Nebencharaktere wie Fis, der von der Dunklen Magie getrieben mehr als einmal um seine Seele kämpft, sind einem nach drei Bände absolut ans Herz gewachsen.
    Was mich nach wie vor am meisten fasziniert sind die Drachen und ihre Bindung an ihre jeweiligen Reiter. Ich habe schon viele Drachenbücher gelesen, doch bei „Flammenwüste“ geht das Ganze noch ein Stückchen tiefer.
    Alles in allem ein atmosphärisches und einzigartiges Werk, das anderen Epen dieses Genres in nichts nachsteht und doch so wunderbar anders ist. Wer eine Fantasyerzählung aus 1001 Nacht erleben möchte, ist hier absolut richtig!
    Winterliche Papierszenen (kreativ.kompakt.)

    Winterliche Papierszenen (kreativ.kompakt.) (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    06.11.2016

    Tolle Effekte mit wenig Aufwand

    Buchinhalt:

    Papier ist bei der Advents- und Weihnachtsbastelei ein bewährtes Material, weil es überall verfügbar und vielseitig einsetzbar ist. In diesem Buch stellt „Bastelguru“ Armin Täubner winterliche Szenen in 3D-Effekt vor, die teilweise mit Teelichten beleuchtet werden können und so ihren ganzen Charme gekonnt in Szene setzen.
    Dabei wird das zuvor nach beiliegenden Motiven ausgeschnittene Tonpapier in mehreren Schickten gerollt oder gefaltet, was den räumlichen Effekt ergibt. Naturmotive sind genauso vorhanden, wie Krippe, Nikolaus & Co.

    Persönlicher Eindruck:

    Da ich sehr gerne mit Papier arbeite und Armin Täubner immer ein Garant ist für tolle Ideen und Bastelanleitungen, ist mir dieses Buch aus der Reihe „kreativ.kompakt“ sofort ins Auge gefallen. Die Art, wie aus einfachstem Material eine tolle und filigrane 3D-Skulptur entsteht, die man sogar beleuchten kann, hat mich neugierig werden lassen.
    Das Buch beinhaltet mehrere Bastelbögen, von denen die Motive, die vorgestellt werden, abgepaust werden. Schön bei der Motivauswahl finde ich, dass das Buch nicht nur die Weihnachtszeit anspricht, sondern auch neutralere (Natur-)Motive bereithält. Stimmungsvolle Dekorationen mit tollen Schattenspielen: diese Technik eignet sich auch für Bastelanfänger.
    Schritt-für-Schritt-Anleitungen, Materialangaben und die Angabe der jeweiligen Schwierigkeitsstufe sind bei TOPP obligatorisch und so auch hier vorhanden. Komfortabel sind die ins Buch eingearbeiteten Kunststoffhüllen für die Aufbewahrung der Bastelbögen.
    Was mich allerdings enttäuscht hat: im Grunde läuft die Bastelarbeit für alle Motive und Skulpturen immer genau gleich ab: Abpausen, Ausschneiden, Rollen / Falten. Fertig. Trotz der ansprechenden Motivauswahl bietet das Buch relativ wenig darüber hinaus. Motive hätte man auch problemlos so übers Internet finden, selbst zeichnen oder von Bildern einer Winterlandschaft abpausen können – ich hatte mir ein paar Ideen mehr über das reine Motiv und das Ausschneiden hinaus gewünscht. Von einem Bogen Papier ausschneiden kann ich auch ohne Buch – dazu braucht es meiner Meinung nach keine Anleitung.
    Alles in allem eine tolle Idee mit den Skulpturen an sich, doch eine etwas magere Umsetzung. Das kann Herr Täubner durchaus noch besser!
    Young, S: Vermächtnis des Flammenmädchens

    Young, S: Vermächtnis des Flammenmädchens (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    06.11.2016

    mittelmäßiger Schlußband

    Buchinhalt:
    Obwohl Ari nicht mehr „Siegel des Salomon“ ist, steht sie noch immer im Fokus der Dschinn und Asmodeus & Co stellen ihr immer noch nach. Jai und Ari werden immer bessere Jäger, doch was mit Charlie passiert ist, lässt die beiden nicht los. Sollte Charlie wirklich für immer auf der dunklen Seite sein? Ari kann und will das nicht akzeptieren uns startet einen letzten Rettungsversuch…

    Persönlicher Eindruck:

    Mir hat die Reihe um Ari und die Dschinn bislang sehr gefallen, umso mehr war ich beim Lesen dieses letzten Bandes zwiegespalten. So richtig gefunkt hat es bis zum Schluß nicht, denn die Handlung plätschert dahin und beschert nur wenig Neues oder für die Gesamtgeschichte Relevantes.
    Ari als Hauptfigur hat sich im Laufe der Zeit prächtig entwickelt und man folgt als Leser gerne dem Abenteuer, in das sie sich über drei Bände hinweg begibt. Nur dieser vierte Band…. Wirklich notwendig für einen runden Abschluß ist er nicht und es kam mir mehr als einmal vor, als ob die Autorin sich aufgrund des bisherigen Erfolges (zugegebenermaßen recht gezwungen) weitere Spannungsmomente aus den Fingern quetschen will.
    Man verstehe mich nicht falsch – der Schreibstil lässt einen recht locker durch die Geschichte fliegen. Aber sie ist inhaltlich eher schwach und die Reihe wäre am Ende des letzten Bandes einfach befriedigender beendet worden.
    Klar – der Spannungsbogen zielt ab auf dien letztes Gefecht zwischen den dunklen Mächten und der Jägerin. Doch es läuft einfach alles viel zu glatt und es ist nach wenigen Seiten schon wieder Eitel Sonnenschein.
    Nein, das war nicht wirklich das, was man sich vom finalen Band einer sonst guten Reihe erwartet. Für die Fans dennoch spannend, aber kein wirkliches Muss.
    Ben Hur

    Ben Hur (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    15.09.2016

    alles drin, was drin sein muß!

    Buchinhalt:

    Judäa zur Zeit Christi: der junge Judah Ben Hur wird von Messala, seinem römischen Freund, verraten und des Mordes bezichtigt. Judah wird auf die Galeeren verbannt, seine Familie in den Kerker geworfen. Der Hass auf Rom und Messala hält Judah am Leben – und als er entkommen kann sinnt er auf Rache. Er wird der Wagenlenker von Scheich Ilderim und in der Arena treffen die beiden Kontrahenten erneut aufeinander. Doch das Zusammentreffen mit einem Zimmermannssohn aus Nazareth soll viel tiefere Spuren in Judah Ben Hurs Leben zurücklassen…

    Persönlicher Eindruck:

    „Ben Hur“ ist eines meiner Lieblingsbücher und ich bin begeistert von der Verfilmung von 1959. Darum muß ich ehrlich zugeben: ich war zunächst mehr als skeptisch ob der Neufassung von der Ur-Ur-Enkelin des Autors. Doch ich wurde nicht enttäuscht.
    Behutsam und mit Kennerblick haucht Carol Wallace dem alten Werk neues Leben ein und erzählt die bekannte Geschichte in der Sprache von heute – und trotzdem in Worten, wie sie zu der damaligen Zeit passen.
    Judah als tragischer Held der Geschichte hat nach wie vor Identifikationspotential und ich litt und lebte mit ihm über 450 Seiten mit.
    Ja, dieser Band ist eine Neuadaption – ich sollte sie dennoch als eigenständiges Buch rezensieren, denn so mancher mag noch nicht in den Genuss des Originals gekommen zu sein und hat somit wenig von einem reinen Vergleich.
    Rahmen und Gerüst der Handlung ist das Leben Jesu, denn Jesus und Judah sind ungefähr im selben Alter. Was am Beginn des Buches mit der Suche von Balthasar nach dem neuen König beginnt, schließt am Schluß mit der Kreuzigung, der auch unser Protagonist beiwohnt. Auch dazwischen trifft Judah mehrfach auf den Zimmermannssohn aus Nazareth – der Judahs Leben am Ende des Romans bleiben prägt.
    Das Leben im damaligen Judäa, die Besatzung der Römer und deren Herrschaft über das jüdische Volk wird mehr als deutlich in Messala, Judahs Gegenspieler. Als früherer Freund und spätere Nemesis hat Messala den dunklen Part inne, dessen finales Zusammentreffen mit Ben Hur im legendären Wagenrennen gipfelt.
    Was ich auch ehrlich zugebe: ein paar Sachen scheinen gekürzt und fehlten mir durchaus (ich besitze verschiedene Ausgaben dieses Romans). Auch die blumige Erzählweise von Lewis Wallace, die die damalige Welt episch beschreibt, tritt bei seiner Nachfahrin (leider) ziemlich in den Hintergrund.
    Sei es, wie es wolle – der Roman ist dennoch phantastisch und eine absolute Leseempfehlung. Verdient volle Punktzahl für eine der größten Geschichten aller Zeiten!
    Mirror

    Karl Olsberg
    Mirror (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    15.09.2016

    Spannung pur!

    Buchinhalt:

    Die Welt in einer näheren Zukunft: fast alle Menschen besitzen einen sogenannten Mirror, eine tragbare Computereinheit, die als „bester Freund“ ihrem Besitzer das Leben erleichtern soll. Lernfähig steuern die Mirrors das Verhalten ihrer Besitzer und sorgen so für vermeintliches Wohlgefühl. Doch hach einiger Zeit stellen immer mehr Menschen fest: ihr Mirror scheint sie bewusst und gegen ihren Willen zu manipulieren. Schon bald nimmt das MirrorNet Rache an all denen, die es als Feind dieses Systems wahrnimmt….

    Persönlicher Eindruck:

    Dieser Tech-Thriller hat mich schon nach wenigen Seiten vollkommen in seinen Bann gezogen. In der heutigen Zeit, in der die Mehrheit der Menschen glaubt, ohne Smartphone nicht mehr leben zu können, ist die Handlung von „Mirror“ überhaupt gar nicht abwegig. Künstliche Intelligenz ist schon lange kein Thema mehr, das nur in Science Fiction-Büchern vorkommt. So nimmt der Roman den Leser mit in eine Zukunft, die vielleicht schon morgen so sein könnte.
    Der Roman spielt sich in verschiedenen Handlungssträngen mit unterschiedlichen Charakteren an unterschiedlichen Orten ab. Vom autistischen Jungen, der durch seinen Mirror sicherer im Umgang mit anderen Menschen ist, über einen Kleinkriminellen und einer Journalistin bis hin zum Schöpfer dieser Technik ist dabei alles vertreten. Die Handlungsstränge laufen zunächst parallel und vereinen sich erst am Schluß zu einem großen Ganzen, das die Wahrheit und die Problematik des MirrorNets erst dann so wirklich aufdeckt.
    Der Schreibstil ist eingängig und die Figuren plastisch und nachvollziehbar beschrieben. Gut gefallen hat mir, dass sich der Autor selbst in seinen Roman „hineingeschrieben hat (André Salu ist Olsbergs weiteres Pseudonym).
    Der Spannungsbogen um den gläsernen und technophilen Menschen erstreckt sich über die ganzen 400 Seiten, ohne auch nur nachzulassen – und sorgt für viel Stoff zum Nachdenken. Machen sich die Menschen nicht auch heute schon zu sehr abhängig von einer Technik, die sie z.B. in puncto Datenschutz überhaupt nicht überblicken können? Was wäre, wenn sich diese Technik ähnlich den Mirrors in das Leben ihrer Besitzer einmischt?
    Auf jeden Fall ein spannender Stoff und keinesfalls trocken – eine absolute Leseempfehlung für alle Thrillerfans!
    Alexander, T: Wer um Liebe ringt

    Alexander, T: Wer um Liebe ringt (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    15.09.2016

    romantisch und zum Nachdenken

    Buchinhalt:

    Nashville, Tennessee 1969, kurz nach dem amerikanischen Bürgerkrieg. Maggie Lindens Vater hat Schulden, es reicht kaum zum Überleben und die Farm steht vor der Zwangsversteigerung. Einzig Bourbon Belle, Maggies Rennpferd, ist der ganze Stolz des jungen Mädchens. Doch Maggies Traum vom Pferderennen steht auf der Kippe. Allerdings sind die Lindens nicht die einzigen, die in Schwierigkeiten stecken: auch Cullen McGrath, ein irischer Einwanderer, der in Tennessee Fuß fassen möchte, hat es nicht leicht. Als Ire ist es ihm verboten, ein Stück Land zu erwerben…. Bis Maggies Vater ihm ein Angebot macht, das reichlich ungewöhnlich ist….

    Persönlicher Eindruck:

    „Wer um Liebe ringt“ ist nicht mein erster Roman von Tamera Alexander – im Gegenteil. Auch dieses Mal war ich begeistert von ihrem Schreibstil und der Art, wie sie ihre Geschichten vor meinem inneren Auge lebendig werden lässt. Zusammen mit Protagonistin Maggie tauchte ich in die Welt des 19. Jahrhunderts ein und durfte im Amerika nach dem Ende des Bürgerkriegs zu Gast sein.
    Die Figuren machen es dem Leser leicht, der Geschichte zu folgen und immer mehr und mehr haben zu wollen. Es ist schwer, das Buch wieder beiseite zu legen, hat man einmal mit dem Lesen angefangen.
    Zunächst wartet der Roman mit zwei getrennten Handlungsfäden und Protagonisten auf, der jungen Reiterin Maggie und dem Iren Cullen. Nach einer Weile vereint sich die Handlung zu einem spannende Ganzen, das mich sehr berührt hat: das Leben in der damaligen Zeit sowie Hoffen und Bangen um die eigene Existenz wurden lebendig und anschaulich.
    Es handelt sich hier um einen Roman aus dem Genre christliche Literatur, von daher spielt der Glaube an Gott eine wichtige Rolle. Jedoch sind die christlichen Aspekte der Handlung angenehm und nicht zu aufdringlich in den Plot eingebunden, man hat durchaus eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt und einem nicht so schnell aus dem Kopf geht.
    Cullen und Maggie nähern sich langsam an – zwei ganz unterschiedliche Zukunftsentwürfe. Während Cullen als Farmer sesshaft werden möchte und in seiner Vergangenheit keine guten Erfahrungen bezüglich Pferderennen gemacht zu haben scheint, will Maggie genau dieses: ihr Pferd Belle soll ein preisgekröntes Rennpferd werden… Ich möchte nicht zu viel verraten, aber ihre Wege werden zu einem gemeinsamen Weg und das Ende des Romans ist rund und stimmig.
    Fazit: absolut lesenswert, für alle, die einen historischen Roman mit christlichem Bezug zu schätzen wissen.
    Im fahlen Licht des Mondes

    Kerstin Groeper
    Im fahlen Licht des Mondes (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    15.09.2016

    einfach klasse!

    Buchinhalt:

    Winter 1876: die Schlacht am Little Big Horn ist geschlagen, Custer ist besiegt und die Cheyenne bereiten sich auf den Winter vor. Dann jedoch kehrt der Feind zurück – und nach einer blutigen Schlacht werden die Cheyenne von ihrem Land in ein Reservat deportiert. Auch Moekaé, eine junge Indianerin, erfährt diesen Leidensweg: Hunger, Ausweglosigkeit und schreckliche Lebensbedingungen bestimmt im Reservat das Leben der Indianer. Bis eines Tages eine Gruppe sich auf den Weg macht, zurück in die alten Jagdgründe. Unter ihnen auch Moekaé…

    Persönlicher Eindruck:

    Was für eine Geschichte! „Im fahlen Licht des Mondes“ erzählt vom stolzen Volk der Cheyenne, ihrem Leben im Einklang mit der Natur aber auch von den blutigen Kämpfen zwischen den Indianern und dem Weißen Mann – mitten drin Moekaé, die Protagonistin dieser Erzählung. Spannend und in eingängiger Sprache erzählt die Autorin erneut von den Ureinwohnern Amerikas, ein Roman mit realen Hintergründen.
    Vorzüglich recherchiert und mit viel Kopfkino taucht man als Leser nahezu sofort in das Buch ein und lebt und leidet mit der jungen Hauptfigur und ihrem Volk. Das Setting ist plastisch und anschaulich und auch die handelnden Figuren haben Profil und sind nachvollziehbar. Viel zu schnell kommt dann die letzte Seite – man merkt fast nicht, dass es sich durchaus um einen längeren Roman von über 500 Seiten handelt.
    Moekaé als Protagonistin bringt dem Leser das Leben in der Prärie nahe, die Kleinigkeiten des Alltags genauso, wie Hass und Gewalt, wie sie die Weißen dem indianischen Volk entgegenbringen. Es gibt durchaus härtere Stellen, man darf sich das Ganze nicht wie ein uneingeschränktes Abenteuer vorstellen. Aber genau das macht die Geschichte authentisch und man kann sich ihrer Aura kaum entziehen.
    Das Buch vereint Historienroman mit Fiktion, den Einblick in die Vergangenheit des amerikanischen Kontinents mit Lebensgeschichte und…. Ja, doch: auch Abenteuer. Obwohl das Buch viel mehr ist.
    Eine absolute Leseempfehlung für alle, die sich für Indianer interessieren und einen guten historischen Roman abseits des Mainstreams zu schätzen wissen. Absolut verdiente volle Punktzahl!
    476 bis 500 von 731 Rezensionen
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