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    Kerstin1975 Top 25 Rezensent

    Aktiv seit: 08. August 2013
    "Hilfreich"-Bewertungen: 296

    Bitte beachten Sie

    Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.

    740 Rezensionen

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    Witemeyer, K: Herz auf Empfang

    Witemeyer, K: Herz auf Empfang (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    30.05.2020

    Absolute Leseempfehlung!

    Buchinhalt:

    Die schüchterne Grace arbeitet nach einem Schicksalsschlag im Telegrafenbüro der Frauenkolonie Harpers Station. Jeden Abend telegrafiert sie mit Amos, dem Telegrafisten von Denison – dem sie aber noch nie persönlich begegnet ist. Amos ist nett und höflich und Grace fühlt sich zu ihm hingezogen, auch Amos entwickelt für die fremde Frau Gefühle. Als Amos über die Telegrafenleitung von einer Bedrohung in Harpers Station erfährt und Grace in Gefahr gerät, lässt er alles stehen und liegen, um ihr zur Hilfe zu eilen. Doch Amos ist ein schmächtiger, fahrradfahrender Mann mit Brille, kein Kämpfer. Kann er Grace helfen oder wird sie von Amos enttäuscht sein, wenn sie ihm Auge in Auge begegnet?

    Persönlicher Eindruck:

    „Herz auf Empfang“ ist der zweite Band der Harpers Station-Reihe von Karen Witemeyer. Wie bereits im ersten Teil nimmt die Geschichte den Leser bereits auf den ersten Seiten gefangen und zieht ihn in ihren Bann. Lieb gewonnene Charaktere und neue Figuren sind Teil eines stimmigen Ganzen, das Atmosphäre und ein heimelige Grundstimmung erzeugt – es macht einfach Spaß, in die Handlung einzutauchen und dem spannenden Plot zu folgen.

    Die Geschichte ist angesiedelt in Texas im ausgehenden 19. Jahrhundert, dort, wo der Wilde Westen noch Wild war und sich mutige Männer (und Frauen!) für Gerechtigkeit einsetzen, während skrupellose Gangster alles daran setzen, ihnen das Leben schwer zu machen.

    Die Idee von der Telegrafenbekanntschaft fand ich bezaubernd; es wird absolut nachvollziehbar und glaubwürdig geschildert, wie Grace und Amos sich zwar vom Draht aber nicht in der Realität kennen und beide sich Gedanken darüber machen, wie das Gegenüber wohl aussieht, ob Wunschdenken und Realität sich decken oder ob es sich um eine totale Enttäuschung handelt.

    Das tut es keineswegs, denn Amos ist der Retter in der Not, der seiner Angebeteten um jeden Preis helfen will, auch wenn er rein körperlich nicht grad viel hermacht und seine Werte woanders liegen. Grace als weibliche Hauptfigur blüht regelrecht auf, als sie sieht, dass sie begehrt wird – war sie doch im 1. Teil eher introvertiert und hasste es, im Mittelpunkt zu stehen.

    Dann ist da noch Helen, eine Nebenfigur, die mehr und mehr in den Focus des Geschehens rückt. Durch einen und geplanten Zwischenfall wird ihr Männerhass auf die Probe gestellt – und ihr Glaube an Gott.
    Der christliche Aspekt der Geschichte ist stimmiger, dezenter Teil der Handlung und zeigt das unerschütterliche Gottvertrauen, ohne das ein Leben unmöglich erscheint.

    Der Roman hat eine in sich geschlossene Handlung und kann auch ohne Kenntnisse aus dem ersten Band gelesen werden.

    Fazit: ein gelungener Westernroman, christlich, mit liebenswerten Figuren, einer Portion Romantik und packendem Spannungsbogen, den ich auf jeden Fall empfehlen kann!

    Blackburn, L: Schweigen des Sees

    Blackburn, L: Schweigen des Sees (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    25.05.2020

    Niveauvoller Krimi mit durchgehender Spannung und einem Schuss Romantik

    Buchinhalt:

    Im See vor Leigh Westons Haus findet die Polizei bei einer Tauchübung eine übel zugerichtete Leiche – ohne Kopf. Wer ist der Tote und wer steckt hinter dem grausamen Mord? Die Ermittlungen übernimmt Ryan Parker, seinerseits Polizeitaucher und Ermittler bei der Mordkommission. Doch Ryan ist auch Leighs ehemalige Highschool-Liebe und die Funken sprühen gewaltig, als die beiden nach Jahren wieder aufeinandertreffen….



    Persönlicher Eindruck:

    Dieser Krimi schreit förmlich nach Verfilmung. Schon lange habe ich einen so spannenden und atmosphärischen Kriminalroman mehr gelesen, wie diesen – als Leser ist man gleich auf den ersten Seiten mittendrin und die Spannung hört bis zum Schluss nicht auf. Im Gegenteil: die Frage, wer der Täter ist und welches Motiv ihn leitet, wird erst kurz vor dem Ende gelöst und ist absolut nicht vorhersehbar.

    Setting und Plot sind dicht gewoben, die Figuren haben Profil und sind plastisch geschildert. Spannung und Romantik geben sich in genau dem richtigen Maß die Klinke in die Hand, so dass ein Weglegen des Buches fast unmöglich scheint. Unerwartete Wendungen und ein sich konstant steigernder Spannungsbogen machen diesen Krimi zu einem wahren Pageturner.

    Ryan und Leigh sind dabei die Hauptfiguren, die sofort meine Sympathie hatten und es dem Leser leicht machen, ihnen durch die Handlung zu folgen. Leigh ist Krankenschwester und schon bald Opfer eines Mordanschlages, dennoch tough und oft auch starrköpfig. Ryan ist ihr perfektes Gegenstück, fürsorglich, klug und bei seinen Kollegen beliebt. Zusammen mit seinen Kollegen Gabriel, Adam, Anissa und der Computerexpertin Sabrina deckt er nach und nach immer weitere Details des Falles auf.

    Immer wieder webt die Autorin den christlichen Bezug in ihre Handlung hinein. Als Leser nimmt man aus der Geschichte mit, dass auch in den kritischsten Momenten nicht allein ist und Gott alles zum Guten wendet.

    Die Liebesgeschichte ist niveauvoll und mit Herz, keinesfalls platt oder abgedroschen. Ich hätte nach 370 Seiten gerne noch weiter gelesen, doch jedes gute Buch ist auch mal zu Ende.

    Bei Das Schweigen des Sees handelt es sich um den ersten Teil der Lake-Porter-Reihe, der jedoch in sich abgeschlossen ist und auch solo gelesen werden kann. Alles in allem eine absolute Leseempfehlung für alle, die niveauvolle Romane und Krimis zu schätzen wissen!
    Es musste getan werden

    Stephen Mack
    Es musste getan werden (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    18.05.2020

    Lesenswertes Sachbuch zu einem relativ unbekannten Thema des 2. Weltkriegs

    Buchinhalt:

    29 Navajo Marines erdachten im 2. Weltkrieg im unmittelbaren Zusammenhang mit der Schlacht um Pearl Harbor einen Top-Secret-Code, den selbst die versiertesten Köpfe in Japan nicht entschlüsseln konnten: den Navajo Code. Aufgrund der Komplexität und Einzigartigkeit ihrer Sprache gelang es den Männern, auch Codeworte zu ersinnen, die es im herkömmlichen Navajo nicht gab. Nicht alle überlebten den 2. Weltkrieg – ein Teil von ihnen erzählt in diesem Buch ihre Geschichte.

    Persönlicher Eindruck:

    Auch ein Sachbuch kann fesseln und faszinieren!

    Dieses Werk schildert das Leben und Wirken einer relativ unbekannten Gruppe amerikanischer Soldaten. Mit ihren eigenen Worten erzählen sie ihre Lebensgeschichte: mit Hilfe ihrer Native Language, ihrer indigenen Sprache, entwickeln 29 Navajo Marines einen erstaunlichen Code, der von den Japanern nicht geknackt werden konnte. Ihr Vermächtnis: der Navajo Code, bestehend aus 211 Wörtern, gebildet aus Anfangsbuchstaben des Originalwortes und einem Navajo-Wort, das zusammen das Codewort ergab.

    Doch nicht nur die Erlebnisse aus dem Krieg werden erwähnt, die Männer berichten ihre Lebensgeschichte. Beginnend mit der Kindheit, der Unterdrückung der indigenen Völker, den Internatsschulen und den oft schwierigen Lebensbedingungen zeichnen sie ein Bild, das den Leser nicht kalt lässt.

    Das Buch enthält zahlreiche Schwarz-Weiß-Fotos, ein Glossar mit den Namen der Navajo Code-Sprecher-Ehrenliste und natürlich dem Code selber.

    Alles in allem ein Sachbuch zum Thema 2. Weltkrieg, das ein etwas anderes und unbekannteres Thema aus 1. Hand schildert: lesenswert und spannend, wie ein Film!

    Ganz aus Versehen verliebt

    Karen Witemeyer
    Ganz aus Versehen verliebt (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    10.05.2020

    Wunderbarer Liebesroman mit tollen Figuren, christlicher Botschaft und spannendem Showdown!

    Buchinhalt:

    Nach einem schweren Eisenbahnunglück auf sich allein gestellt bilden die Kinder Zach, Seth und Evangeline ihre eigene kleine Familie. Jeder von ihnen hat mit seinem Schicksal zu kämpfen – Evangeline wegen ihrer zwei verschiedenfarbigen Augen, Seth wegen seines Asthmas und Zach wegen seiner rauen, ungestümen Art.
    15 Jahre schlagen sie sich durch und leben schließlich zusammen auf einer kleinen Farm in Pecan Gap, bis eines Tages Logan Fowler auftaucht: seinen Eltern gehörte die Farm und Zach soll dessen Vater damals beim Pokerspiel um Haus und Hof betrogen haben….

    Persönlicher Eindruck:

    Karen Witemeyer ist immer ein Garant für tolle Westerngeschichten mit christlicher Botschaft. So auch hier: bereits auf den ersten Seiten ist man als Leser Teil einer atmosphärisch dichten und plastisch angelegten Handlung mit tollen, tiefgründigen Figuren.

    Der rote Faden, der sich durch den ganzen Roman zieht, ist das Thema der Vergebung, aber auch der Umstand, wie leicht Gerechtigkeit und Rache doch oft beieinanderliegen. Logans Leben drehte sich 15 Jahre lang nur darum, der beste Pokerspieler weit und breit zu werden, um Zach Hamilton die elterliche Farm wieder abzujagen. Was er dabei völlig vergisst, ist: Zach hat ebenfalls sein Bündel zu tragen und der Umstand, zwei kleinere „Geschwister“ durchzubringen, hat ihn ebenfalls zu einem harten Mann werden lassen. Erst die aufkeimende Liebe zu Evangeline lässt Logan innehalten und so wird sein Denken und Handeln schließlich geläutert, so dass alles noch einen guten Ausgang nimmt.

    Evangeline als weibliche Hauptfigur war mir von Anfang an sympathisch: sie hat ein großes Herz und Empathie, sei es nun verletzten Tieren, anderen Menschen oder ihrer eigenen kleinen Familie gegenüber.

    Was mich sehr berührt hat ist die Tatsache, dass die anderen Bewohner die junge Frau als „Hexe“ verteufeln, da sie zwei unterschiedlich gefärbte Augen hat. Und die ach so gottesfürchtige Bevölkerung von Pecan Gap macht noch nicht mal im Sonntagsgottesdienst einen Punkt unter diese haltlosen Unterstellungen.

    Der Roman ist wie ein Film – immer wieder kommen neue Nebenhandlungsstränge hinzu, so dass sich der Spannungsbogen bis zum Ende mehr und mehr steigert, um sodann in einem packenden Showdown zu münden.

    Eine absolute Leseempfehlung für alle, die Westernromane und Liebesgeschichten lieben und dabei Wert legen auf eine dezent eingewobene christliche Botschaft mit Stoff zum Nachdenken.

    Bei Karen Witemeyer kann man einfach nichts falsch machen!

    Mit Herz, Mut und Verstand

    Mit Herz, Mut und Verstand (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    05.05.2020

    Atmosphärisch dichter Roman mit starken Figuren

    Buchinhalt:

    Ohio, 1875: die junge Susanna ist auf dem Weg, in Westerville mit dem Studium zu beginnen, als plötzlich ihre Schwester spurlos verschwunden ist - und mit ihr ihre sechs kleinen Kinder. Susanna macht sich auf die Suche und muss feststellen, dass Rachel die Kinder in ein Waisenheim in Columbus gebracht hat, aller Voraussicht nach ist ihr ständig betrunkener Mann George daran schuld. In Columbus lernt Susanna den Brauereibesitzer Johann kennen, der ihr bei der Suche nach Rachel behilflich sein will….

    Persönlicher Eindruck:

    Der Roman, der auf wahren Begebenheiten fußt, hat mir sehr gut gefallen. Atmosphärisch dicht und mit plastischen Figuren beschreibt die Autorin die Welt im abstinenzlerisch geprägten Westerville des 19. Jahrhunderts.
    Spannend und mitreißend nimmt die Geschichte den Leser mit in vergangene Zeiten. Die Geschichte ist kurzweilig und hat man einmal mit dem Lesen begonnen, lässt es sich nur schwerlich wieder aufhören. Persönliche Probleme wie die familiäre Not der verschwundenen Rachel, die der Kinder in zwei ganz unterschiedlichen Waisenhäusern und auch der Alkoholkonsum vieler Männer sind ein Thema, aber auch Vergebung, Hilfsbereitschaft und ein unerschütterlicher Glaube.

    Susanna als weibliche Hauptfigur ist sympathisch, aber auch starrsinnig und fest in ihrer vorgefassten Meinung verankert. Sie ist Abstinenzlerin und aufgrund der Trunksucht ihres Schwagers verteufelt sie alles, was auch nur annähernd mit Alkohol zu tun hat. Daher macht sie es auch Johann schwer, ihr zu helfen und ihn näher an sich heran zu lassen – sein Beruf passt leider überhaupt nicht zu ihren Überzeugungen.

    Johann als Beispiel der aus Deutschland ausgewanderten Bevölkerung in Columbus ist ein rechtschaffener Mann, Sohn eines Brauereibesitzers und mitfühlende Person, die ihr Herz auf dem rechten Fleck hat. Er schreibt nebenbei als Journalist für eine Zeitung und versucht alles, um der Familie Hanby zu helfen. Das Ganze geht so weit, dass er sogar seine eigenen Träume aufgibt.

    Die trostlose Situation der Kinder in den beiden Waisenheimen hat mich sehr erschüttert, nicht nur die lieblose Behandlung der drei Großen, die kaum genug zu essen bekommen, während sich die Heimleiterin den Magen vollschlägt – nein, auch die Tatsache, dass in der damaligen Zeit die kleineren Kinder lieber an fremde Familien vermittelt werden sollen als zurück in die Obhut der eigenen Mutter.

    Rachel und George… dieses Paar war für mich am schwierigsten zu bewerten. George ist ein Säufer, er tyrannisiert seine Familie und versucht sogar, am Schluss Geld aus seinen Kindern zu schlagen. Das ist alles verachtenswert, keine Frage. Aber Rachel ihrerseits ist auch nicht ganz unschuldig an der Misere. Ich möchte nicht zu viel verraten, aber die Meinungen sind an dieser Stelle ganz sicher unterschiedlich.

    Der Roman als Ganzes verdeutlicht anschaulich das Leben in der damaligen Zeit, den Zusammenhalt der Auswanderer und aufgrund des christlichen Aspekts auch Werte wie Glaube, Liebe und Hoffnung.

    Alles in allem ein rundum gelungener Roman, den ich wärmstens weiter empfehlen kann!
    Donnergrollen im Land der grünen Wasser

    Kerstin Groeper
    Donnergrollen im Land der grünen Wasser (Buch)

    2 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    21.04.2020

    Viele explizite Gewaltszenen - für mich zu extrem

    Buchinhalt:

    Nordamerika im 16. Jahrhundert: die junge Indianerin Maisblüte wächst bei ihrem Volk, den Choctaw-Indianern auf. Eingebettet in das Leben im Einklang mit Natur und spiritueller Geisterwelt verläuft ihr Leben behütet, bis spanische Conquistadoren das Dorf überfallen, Männer, Frauen und Kinder töten und die jungen Mädchen als Sklaven verschleppen. Maisblüte erfährt ein Martyrium aus grausamer Folter, der Tod scheint eine Erlösung. Eines schönen Tages gelingt ihr die Flucht….

    Persönlicher Eindruck:

    Vorab: das Buch ist nichts für schwache Nerven. Zum ersten Mal konnte mich ein Buch des Traumfänger Verlages überhaupt nicht an die Seiten fesseln – explizite Gewaltdarstellungen, grausame Folterungen und Massenvergewaltigungen bestimmen bereits in den ersten Kapiteln diesen historischen Roman.

    Wir alle wissen: die spanischen Eroberer waren nicht zimperlich. Grausam brandschatzend, plündernd und mordend überzogen sie die indigenen Völker mit Gewalt und Tod. Aber muss es denn sein, dass das alles haarklein und detailliert beschrieben wird? Hätte nicht auch die Umschreibung „XY wurde grausam gefoltert“ gereicht? Stattdessen wird der Leser Zeuge von allen Details, die die junge Protagonistin über sich ergehen lassen muss. Nein, ich möchte nicht en Detail lesen, was die Männer alles mit Maisblüte machen – das hätte man auch etwas dezenter formulieren können, ohne dem Ganzen die Brisanz zu nehmen.

    Die weißen Eroberer sind eindeutig die Bösen, wobei aber fast in Vergessenheit gerät, dass die Indianer in puncto Gewalt auch keine braven Sonntagsschüler sind. Feinde werden nicht verschont, nicht mal deren Tote. Daher erscheint mir die Erzählung an vielen Stellen fast ein bisschen einseitig und parteiisch. So meine persönliche Meinung – andere sehen das vielleicht anders.

    Das Schicksal von Maisblüte als weiblicher Hauptfigur macht es schwer, sich in sie hinein zu versetzen. Machwao, der Krieger der Menominee bleibt leider auch blass und eindimensional. Juan, der Maisblüte als Sexsklavin hält und auch seine Kameraden ran lässt, wenn er grad mal keine Lust hat, ist der Bösewicht schlechthin.

    Das Grundkonstrukt ist dem von „Im Eissturm der Amsel“ ähnlich: Indianermädchen erleidet Schreckliches beim Weißen Mann und trifft am Ende auf einen Krieger ihres Volkes, das Blatt wendet sich doch noch zum Guten. Im Gegensatz zur „Amsel“ war „Donnergrollen“ aber zäh und der Plot wollte mich so rein gar nicht packen.

    Der Roman ist mit 660 Seiten vollgepackt mit historischen Details, Tatsachen sowie Fiktion. Mir fiel es in diesem Buch unglaublich schwer, Fuß zu fassen. Die Fülle der Erzählung wirkt hier eher einschüchternd. Wiederholungen von Einzelnem und auch die vielen indianischen Namen (warum sind einige übersetzt, andere werden im Original verwendet?) erschwerten meinen Lesefluss.

    Das historische Detailwissen und die Recherche sind unbenommen hervorragend, wie auch das Setting, die Beschreibung der Landschaft und die Lebensweise von Menominee, Choctaw und anderen. Trotzdem waren die Personen leblos und fast schon austauschbar.

    Schade, denn Frau Groeper hat mich sonst immer an die Seiten gefesselt…
    Alexander, T: Wer sein Herz riskiert

    Alexander, T: Wer sein Herz riskiert (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    17.04.2020

    Schöne Geschichte nach wahrer Begebenheit - lesenswert!

    Buchinhalt:

    Nashville, Tennessee 1871. Die junge Alexandra. Tochter aus wohlhabendem Elternhaus, hat ihren Verlobten David bei einem tragischen Eisenbahnunglück verloren. David war Lehrer und hat ehemalige Sklaven unterrichtet, genau das möchte auch Alexandra. So bewirbt sie sich an der Fisk-Universität, einer Schule für Schwarze. Alexandras Vater ist strikt dagegen, das geht so weit, dass er seine eigene Tochter vor die Türe setzt. Doch Alexandra hält an ihrem Vorhaben fest – und erfährt Unterstützung von Sylas Rutledge, einem Eisenbahnbesitzer aus Colorado….

    Persönlicher Eindruck:

    Tamera Alexander ist immer ein Garant für spannende und berührende Geschichten mit christlichem Aspekt. So auch hier – auf Basis einer wahren Begebenheit spinnt sie eine Romanhandlung, die den Leser buchstäblich an die Seiten fesselt.

    Schauplatz der Geschichte sind die amerikanischen Südstaaten nach dem Ende des Bürgerkriegs. Die schwarzen Sklaven sind nun frei und haben mit der Fisk-Missionsschule die Möglichkeit, sich Bildung anzueignen. Lesen und Schreiben zu können macht frei – so sind Alexandras Klassen gefüllt von fleißigen Schülern.

    Alexandra selbst ist eine toughe junge Frau, die ihren eigenen Weg gehen und sich nicht dem Zwang ihres Vaters unterordnen will. Die arrangierte Ehe mit einem reichen aber viel älteren Mann lehnt sie ab und stellt ihr Wissen in den Dienst der Allgemeinheit. Der Roman macht an vielen Stellen deutlich, dass auch nach dem Krieg die Schwarzen als Menschen zweiter Klasse betrachtet werden: sie dürfen nicht in denselben Eisenbahnabteilen reisen, Lehrerin in einer Freigelassenen-Schule zu sein ist ein gesellschaftlicher Makel. Ja sogar Hotels verweigern farbigen Besuchern eine Übernachtung.

    Sylas Rutledge hingegen ist ein Mann aus Colorado. Er kommt aus dem (wilden) Westen, kennt sich nicht ganz so mit Etikette aus aber hat das Herz auf dem richtigen Fleck. Viele gesellschaftliche Zwänge stellen sich ihm gar nicht und so erfährt Alexandra trotz der Vergangenheit, die zwischen den beiden steht, seine Hilfe.

    Die Fisk-Universität und ihren Chor „Jubilee Singers“ hat es wirklich gegeben – auch die Plantage Belle Meade. Schon allein das Wissen hiervon macht die Kulisse des Romans plastisch und spannend. Die handelnden Personen sind detailreich angelegt, es ist, als wäre man als Leser selbst mit dabei.
    Der christliche Aspekt ist angenehm und maßvoll in die Geschichte eingearbeitet und bringt den Leser immer wieder dazu, nachzudenken und innezuhalten.

    Alles in allem eine absolute Leseempfehlung mit liebevoll gezeichneten Charakteren vor geschichtlichem Hintergrund. Volle Punktzahl!
    Weil du mich hältst

    Weil du mich hältst (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    13.04.2020

    Wunderschöne Familiengeschichte

    Buchinhalt:

    Im wirtschaftkrisengebeutelten New York der 1850er Jahre kümmert sich die 18jährige Sophie um zwei kleine Waisenkinder. Als es die drei zusammen mit einer Freundin nach Illinois aufs Land verschlägt, scheint die Not endlich ein Ende zu haben. Doch die beiden Kleinen werden von Sophie getrennt. Sophie findet in der Farmersfrau Euphemia eine mütterliche Verbündete, die ihr hilft, ihr Leben in den Griff zu bekommen und in Reinhold, einem Freund aus Jugendtagen einen loyalen Ehemann. Wird er ihr helfen, die beiden Kinder zurück zu bekommen? Und wird Sophie erkennen, dass Gott alles Negative schlussendlich ins Gute wenden kann?

    Persönlicher Eindruck:

    „Weil du mich hältst“ ist der dritte und letzte Band der Reihe „Die Neumann-Schwestern“, auch ohne Vorkenntnisse aus den beiden anderen Bänden prima verständlich und aufgrund der flüssigen, eingängigen Sprache ein wahrer Lesegenuss. Jodie Hedlund ist immer ein Garant für stimmige, gut durchdachte Romanhandlungen, so ist man als Leser auch hier bereits nach wenigen Seiten mittendrin.

    Sophie, die jüngste der drei Neumann-Schwestern, wurde vom Schicksal am meisten getroffen. Sie lebt in verschiedenen Kinderheimen und schließlich auf der Straße, wo sie sich und ihre beiden Mündel mit Stehlen über Wasser hält. Sophie glaubt sich von Gott verlassen und hat keine besonders hohe Meinung von sich selbst – für die beiden Kinder ist sie allerdings eine liebevolle Mutter und einzige Bezugsperson.

    Während die Handlung in New York beginnt, wo die meisten Menschen durch die Wirtschaftskrise am Existenzminimum leben, breitet sich die weitere Romanhandlung aus im ländlichen Illinois, wohin es Sophie, ihre Freundin Anna und die beiden Kinder im Zuge einer Waisen-Landverschickung verschlägt. Das Setting und die überschaubare Anzahl an handelnden Personen ist angenehm und lebendig beschrieben, das Leben auf einer Farm, die harte Arbeit von früh bis spät, die das Auskommen der Bewohner sichert, ist plastisch und nachvollziehbar geschildert.

    Der Farmer Reinhold als zweite Hauptfigur war für mich ein zwiegespaltener Charakter. Doch er hält immer zu Sophie, selbst als sie vorschlägt, ihn nur zum Schein zu heiraten, um die Vormundschaft über die beiden Kleinen zu bekommen.

    Euphemia, die mütterliche Farmersfrau, zeigt Sophia schließlich, dass alles im Leben einen Sinn macht, solang man sich auf Gott einlässt und seiner schützenden Hand vertraut. Daher ist es auch kaum verwunderlich, dass aus der Zweckheirat schließlich mehr wird, als zunächst geplant.

    Eine wundervolle Familiensaga voller Herz und Wärme, die ich sehr gerne weiterempfehlen möchte!
    Groeper, K: Im Eissturm der Amsel

    Groeper, K: Im Eissturm der Amsel (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    11.04.2020

    Phantastisch, kraftvoll, ein Pageturner - muß man gelesen haben!

    Buchinhalt:

    1808 im Grenzland zwischen Mississippi und Missouri: Trapper und Pelzhändler stoßen immer weiter in das indianische Territorium vor. Unter ihnen auch Pierre, der sein Glück als Fallensteller machen will. Er nimmt die Indianerin Mato-wea zur Frau, doch nicht aus Liebe, sondern aus rein praktischen Gründen. Bereits vor einiger Zeit hat auch der Hunkpapa-Krieger Wambli-luta ein Auge auf Mato-wea geworfen: das Mädchen erscheint ihm mehrfach in seinen Visionen. Das Schicksal will es schließlich, dass sich die Wege der drei Personen kreuzen, mitten im Kampf zwischen den Weißen und den roten Völkern….

    Persönlicher Eindruck:

    Phantastisch! Dieser Roman stellt vieles, was ich bisher aus diesem Bereich gelesen habe, in den Schatten. Ein wahrer Pageturner, den man nur schwer oder gar nicht aus den Händen legen kann.

    Die Handlung des Romans teilt sich in drei zunächst getrennte Handlungsstränge, die sich nach und nach überkreuzen. So wird die Geschichte sowohl aus Pierres, als auch aus Mato-wes und Wambli-lutas Perspektive erzählt, was das Ganze wahnsinnig spannend macht.

    Pierre als erster der drei Protagonisten blieb mir von Anfang bis zum Schluß unsympathisch. Er „heiratet“ das Indianermädchen Mato-wea allein aus Berechnung, tauscht sie gegen ein Gewehr und einen Suppentopf ein und nutzt die Indianerin allein für sein persönliches (sexuelles) Vergnügen. Er will sie nur behalten, solang er in der Wildnis ist, nach St. Louis will er sie nicht mitnehmen, da er sie als nicht standesgemäß betrachtet.

    Mato-wea ist eine stolze Tochter ihres Volkes. Gemäß der Traditionen und ihrer Erziehung steht sie zu ihrem Mann, auch wenn er zunächst grob zu ihr ist und sich herumkommandiert. Dass sie nur die Bettgespielin des Trappers ist, nimmt sie klaglos hin, sie fügt sich in diese „Beziehung“, doch zu melden hat sie nichts, obwohl Pierre meist gut zu ihr ist.

    Wambli-luta ist meiner Meinung nach die vielschichtigste der Figuren. Stolz, ein Bild von einem Mann, fürsorglich gegenüber seiner Familie, seinem Stamm und auch gegenüber Mato-wea, die er seit ihrer ersten kurzen Begegnung liebt. Wambli-luta ist ein Krieger, er schreckt nicht davor zurück, einen Feind zu töten und ist doch der, den ich von den beiden Männern am meisten mochte.

    Die Geschichte an sich ist detailreich und plastisch angelegt – ein Buch wie ein Film. Es wird nie langweilig, der Spannungsbogen ist durchgängig und es macht einfach Spaß, sich in den Weiten am Missouri zu verlieren. Die Art, wie die Autorin das Leben der Indianer, die Denkweise und die Unterschiede zum Weißen Mann darstellt und mit Leben füllt, sind immer wieder ein Genuss.

    Der Roman hat einige explizit erotische Szenen, die aber harmonisch in den Kontext passen, er verfügt zudem über eine Landkarte, auf der die einzelnen Schauplätze nachvollziehbar gemacht werden.

    Eine absolute Leseempfehlung, das war ganz große Erzählkunst – und top recherchiert!
    Rose-Billert, B: Sheloquins Vermächtnis

    Rose-Billert, B: Sheloquins Vermächtnis (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    05.04.2020

    Absolute Leseempfehlung!

    Buchinhalt:

    Tief in den kanadischen Rocky Mountains hütet der alte Sheloquin vom Volk der Squamish ein unberührtes Stück Land seines Volkes. Doch skrupellose Geschäftemacher wollen das Grundstück an sich bringen und schrecken auch vor Mord nicht zurück. Nachdem Cody White Crow das Land erbt und Sheloquins Nachfolge antreten will, wird auch er zur Zielscheibe. Zusammen mit Montaya Sun Road und seinem Wolfshund Mellow versucht Cody, den Mörder zu überführen und begibt sich dabei selbst in Lebensgefahr…

    Persönlicher Eindruck:

    Fundieres Hintergrundwissen über die indigenen Völker Nordamerikas und Kanadas sowie eine spannende Krimihandlung machen dieses Buch zu einem echten Leckerbissen. Der Leser ist gleich zu Beginn mitten drin in der Handlung – die Spannung steigert sich von Anfang an und lässt bis zum Ende nie nach. Es macht einfach Spaß, etwas über die Ureinwohner des nordamerikanischen Kontinents zu erfahren, wie sie heute leben und wenn das dann noch mit einer spannenden Romanhandlung verknüpft ist, tut man schwer, das Buch aus der Hand zu legen.

    Die Zahl der handelnden Personen ist angenehm überschaubar, ihre Beziehungen untereinander und das „Drumherum“ gibt dem Leser das Gefühl, hautnah dabei zu ein. Cody ist die unumstrittene Hauptfigur, aber auch Montaya, der Polizeichef Ben Clifford und Oberschurke Shore sind mit Tiefgang und Profil angelegt.
    Neben dem eigentlichen Kriminalfall erfährt man auch sehr viel über die Lebensumstände der Indianer im 21. Jahrhundert, das gegenseitige Misstrauen von Weißen und indigener Bevölkerung und natürlich die grandiose Landschaft der Rockies. Stoff zum Nachdenken und Reflektieren des Gelesenen gibt es allemal, denn klar wird sein: unberührte Natur ist in unseren Tagen selten geworden und somit ein noch kostbareres Gut, das es zu schützen gilt.

    Was mit besonders gefallen hat, sind die kleinen Zwischentöne, so zum Beispiel die Sache mit dem Hund Mellow und dem Hut. Die Wendung, die das Ganze gegen Ende nimmt, ist gut durchdacht und ein klasse Einfall – ich möchte aber nicht spoilern, also lest selbst.

    Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen und daher kann ich guten Gewissens eine absolute Leseempfehlung aussprechen!
    Die Tanzenden

    Die Tanzenden (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    04.04.2020

    spannendes Gesellschaftsdrama

    Buchinhalt:

    Paris im ausgehenden 19. Jahrhundert: die junge Eugénie aus einem wohlhabenden Elternhaus am Boulevard Haussmann ist rebellisch und möchte aktiv mitreden in der Gesellschaft. Als sie eines Tages das Buch eines in der Bourgeoisie verpönten Mystikers liest und ihre Gabe, die Geister Verstorbener sehen zu können offenbart, verstößt sie ihr Vater und lässt sie in die Salpêtiere einweisen, eine Nervenheilanstalt für verrückte Frauen. Doch Eugénie ist normal und hat nur ein einziges Ziel: sie muss da raus, koste es, was es wolle….

    Persönlicher Eindruck:

    Vorab: Ich habe das Buch in einem Rutsch verschlungen, es hat mich genauso überrascht und fasziniert, wie die Kommentatoren auf dem Rückendeckel.

    Schon auf den ersten Seiten taucht man ein in eine vergangene Welt, die noch gar nicht lange zurück liegt – in völlig andere Denkweisen und Strukturen, als die unsrigen. In eine Welt, in der Frauen weggesperrt werden, nur weil sie sich eine eigene Meinung zu politischen Dingen erlauben, emanzipiert sind oder sonst wie einfach nicht dem konventionellen Bild einer Frau im 19. Jahrhundert entsprechen.

    Im Ganzen hat der Roman zwei Hauptakteurinnen, die unterschiedlicher nicht sein können – zunächst. Da wäre einerseits Eugénie, zu Unrecht in der Nervenheilanstalt, beraubt jeglichen Rückhalts und Ärzten und Pflegepersonal hilflos ausgeliefert. Und zum anderen Geneviève, Oberaufseherin und Krankenschwester, mit eigenem Familienschicksal, in der sich nach Eugénies Ankunft langsam aber sicher Zweifel am Status Quo regen.

    Der Stil der Autorin, das 19. Jahrhundert lebendig werden zu lassen, ist leicht und angenehm, man mag den Roman schnell nicht mehr aus der Hand legen und fliegt als Leser nur so durch die Seiten. Der trostlose Alltag der Insassen in der Anstalt, die Menschenversuche und die Ärzte, die in ihren Patientinnen nur Studienobjekte sehen kommen dabei genauso zur Sprache, wie die einzelnen Schicksale der eingewiesenen Frauen. Denn nicht alle in der Salpêtiere gehören wirklich dort hin. Ich bin sicher, viele ihrer Anfälle sind eher den fragwürdigen Medikationen geschuldet, als einer echten Erkrankung.

    Die Spannung steigt kontinuierlich innerhalb der etwas mehr als 200 Seiten und der Schluss lässt auf eine etwaige Fortsetzung hoffen. Alles in allem eine wirkliche Buch-Überraschung, die ich gerne weiter empfehlen möchte.
    An den Ufern des Cypress Creek

    Pam Hillman
    An den Ufern des Cypress Creek (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    01.04.2020

    Solider Roman mit sympathischen Figuren

    Buchinhalt:

    In den Sümpfen am Mississippi, inmitten von Flusspiraten und Wegelagerern, lebt Alanah zusammen mit ihrem Onkel, einem Wanderprediger, und ihrer kleinen Schwester. Sie hält sich und die kleine Familie mit dem Verkauf von Heilkräutern über Wasser, die sie zusammen mit der Farbigen Lydia im Wald sammelt. Eines Tages begegnet sie Caleb O’Shea, Seemann, Holzfäller, Auswanderer aus Irland, und der ist sofort hin und weggerissen. Als er Alanah wiedersieht, läuft diese allerdings in Lumpen herum und hat so gar nichts von der hübschen Frau, die er in Natchez gesehen hat. Kann er ihr Geheimnis ergründen und werden die beiden sich näher kommen?

    Persönlicher Eindruck:

    Der Roman spielt im 18. Jahrhundert, zu Beginn der Besiedlung Amerikas in den Kolonien. Wenn man bedenkt, dass zahlreiche Sträflingsschiffe die ersten Kolonien im Osten befüllt haben, wundert es nicht, dass Wegelagerer, Flusspiraten und Gesindel hier an der Tagesordnung sind und der Alltag der Figuren von Gefahr um Leib und Leben geprägt ist.

    Der Schauplatz liegt am Mississippi und seinen zahlreichen Nebenflüsschen, das Leben ist hart und entbehrungsreich. Mitten in dieser unwirtlichen Welt: die weibliche Hauptfigur. Alanah hat früh gelernt, dass es nicht einfach ist, zwischen all diesen Gestalten zu überleben. Sie, ihre Schwester und die Farbige Lydia, die sich auf Heilkunde versteht, haben es nicht leicht. Der Onkel der beiden Schwestern, ein Wanderprediger, ist ihnen überhaupt keine Hilfe, denn er rührt auf der kleinen Farm keinen Finger, so dass Alanah sich und ihre Familie mit Heilkräutersammeln und –verkauf über die Runden bringen muß.

    Caleb, ihr männlicher Gegenpart, ist ein harter Bursche – so einiges gewöhnt als Seefahrer und auf allen Weltmeeren zu Hause. Wie bereits seine Brüder ist er aus dem verarmten Irland ausgewandert und wie es das Schicksal will, verschlägt es alle vier Brüder in die Gegend, in der auch Alanah lebt.

    Das raue Leben, das langsame Entstehen größerer Siedlungen und den dementsprechenden Holzbedarf schildert die Autorin ebenso bildhaft wie die ständigen Überfälle derer, die ihr Auskommen mit Raub bei den ehrbaren Bürgern suchen.

    Was mich etwas gestört hat, ist die ständige Wiederkehr des Gleichen. Eine häufige Abfolge von Überfall, Entführung, retten und gerettet werden prägt die Handlung dieses Buches. Zusammen mit der zeitweiligen Verwirrung durch die vielen Namen, die zahlreichen Brüder, deren Anhang und der Beziehungen der Figuren untereinander muß man auf vielen Seiten immer mal wieder zurückblättern. Das stört etwas den Lesefluss, wobei man durch plastische Beschreibung der Umgebung, einen dezent in die Handlung eingebrachten christlichen Aspekt und sympathische Hauptfiguren entschädigt wird.

    „An den Ufern des Cypress Creek“ ist der dritte und letzte Band der Natchez-Trace-Reihe, von denen bislang nur Band 2 und 3 ins Deutsche übersetzt wurden. Für mich war dieser 3. Band zwar kein Meilenstein, aber ein solider Roman aus der frühen Besiedlung Amerikas verbunden mit einer zarten Liebesgeschichte, der dem Leser einige angenehme Lesestunden beschert.
    Die Tränen der Rocky Mountain Eiche

    Die Tränen der Rocky Mountain Eiche (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    29.03.2020

    Ein Meisterwerk!

    Buchinhalt:

    David, Sohn einer deutschen Einwanderin, wächst auf im St. Louis des ausgehenden 18. Jahrhunderts. Als lediges Kind hat er es nicht leicht, der Sohn seines Ziehvaters bringt ihn immer wieder in Schwierigkeiten und auch die anderen Bürger meiden ihn. Nach etlichen Schicksalsschlägen hält ihn nichts mehr in der Zivilisation – zusammen mit einem Trapper und dessen indianischer Ehefrau macht er sich auf eine wagemutige Reise. Im Land der Shoshone lernt er, von und mit der Natur zu leben – und in Freiheit. Doch das Glück ist bedroht – immer mehr Siedler wagen den beschwerlichen Weg nach Westen…

    Persönlicher Eindruck:

    Ein wahres Meisterwerk des Genres! Selten habe ich ein Buch so genossen, wie dieses. In einer eingängigen Sprache zeichnet der Autor ein genaues Bild vom Leben in der Prärie – von edlen Abenteurern, wahrer Freundschaft, von Harmonie, Schurken und den Weiten des Westens. Einprägsame, sympathische Figuren, deren Widersacher und die Art, in der Wildnis zu leben machen jede Seite zu einem Hochgenuss.

    Der Leser begleitet Dave beginnend von seiner Kindheit in St. Louis dessen ganzes Leben hindurch in dieser spannenden Erzählung. Erzählung deshalb, weil 90 % der Geschichte Prosatext sind, wenig wörtliche Rede – und genau das macht diesen Roman so einzigartig. Man hängt förmlich an den Lippen des Erzählers, fiebert, liebt und leidet mit den handelnden Personen.

    Daves Entwicklung vom Greenhorn unter Anleitung von Hum, dem alten Trapper bis hin zum Mountain Man und Teil des Westens ist nachvollziehbar und spannend geschildert. Er lernt, mit der Natur als ein Teil von ihr zu leben, lernt die Shoshone und ihre Lebens- und Denkweise kennen und man spürt auf jeder Seite die Freiheit, aber auch die Entbehrungen, mit denen er täglich zu tun hat.

    Im Gegenzug steht Cuthbert, der Sohn seines ehemaligen Ziehvaters, der immer den leichten Weg geht, skrupellos seinen eigenen Vorteil sucht und die Menschen nach seinem eigenen Profit hin manipuliert. Ein Ekel par Excellence.

    Die Veränderungen, die durch die fortschreitende Besiedlung des Westens, durch Borniertheit und Engstirnigkeit ausgelöst werden, sind ebenso ein Thema und steigern den Spannungsbogen zu einem dramatischen Höhepunkt. Die Eiche wird dabei zu einem Symbol, das den Untergang von Freiheit und unberührter Natur ebenso verdeutlicht, wie sie zuerst ein Symbol für die Bewahrung der Schöpfung gewesen ist.

    Der Roman hat zudem einen durchgängigen christlichen Aspekt, der den Leser zum Nachdenken und Hinterfragen des eigenen Handelns anregt – egal, ob im ausgehenden 17. Jahrhundert oder heute.

    Alles in allem ein Meilenstein in der Wildwest-Literatur, der seinesgleichen sucht. Eine absolute Leseempfehlung!
    Quick, M: Schildkrötenwege oder Wie ich beschloss, alles and

    Quick, M: Schildkrötenwege oder Wie ich beschloss, alles and (Buch)

    1 von 5 Sterne Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    22.03.2020

    Langweilig - nichtssagend - Zeitverschwendung

    Buchinhalt:

    Nanette ist eine gute Schülerin, aktiv im Fußballverein und Anwärterin auf ein Stipendium. Eines Tages erhält sie von einem Lehrer den Roman „Der Kaugummikiller“. Die Lektüre wirft Nanettes ganzes Leben aus der Bahn – mehr und mehr stellt sie alles Bisherige in Frage, am meisten jedoch, als sie Alex kennen lernt. Der Junge ist genauso unangepasst, wie ihr Romanheld – und ebenso besessen vom „Kaugummikiller“, wie sie selbst…..

    Persönlicher Eindruck:

    Selten konnte ich nach 300 gelesenen Seiten so wenig sagen, was ich überhaupt gelesen hatte, als hier. Die Geschichte handelt von einem Teenager, einem eigenartigen Buch und der Teenagerliebe zu einem Jungen, einem tragischen Ereignis und seltsam zusammenhanglosen weiteren Personen, Ereignissen, Gedichten und emotionaler Entwurzelung der Hauptfigur. Das war‘s auch schon – ich konnte mir beim besten Willen keinen wirklichen Reim darauf machen, was der Autor mit seinem Machwerk dem Leser vermitteln will.

    Nanette als weibliche Hauptfigur beschreibt zu Beginn des Buches den Roman „Der Kaugummikiller“, Dreh- und Angelpunkt der ganzen Story. Und dieser Roman ist genauso konfus, wie die ganze Geschichte. Warum mehrere Jugendliche in „Schildkrötenwege“ dermaßen besessen und emotional beeinflusst davon sind, entgeht vollkommen meinem gesunden Menschenverstand.

    Immer wieder wird zum Thema, dass Nanette sich nicht als Teil der Gruppe ihrer Altersgenossen fühlt und sich nicht in ein gesellschaftliches Korsett zwängen lassen möchte. Nanette empfindet sich als anders, als „einzigartig“, wie sie es nennt. Das ist doch gut so – warum also so ein wirres und schwülstiges Trara um eine vollkommen alltägliche Tatsache?

    Nanette lässt sich auf verschiedene „Experimente“ ein, die alle kläglich scheitern. Immer wieder nimmt sie sich den „Kaugummikiller“ vor und sucht darin den Sinn und den Wegweiser ihres Lebens. Warum ihr Lehrer ihr zu Beginn dieses Buch überhaupt gibt, warum sie sich täglich allein mit ihrem Lehrer zum Mittagessen trifft – all das hat in meinen Augen einen merkwürdigen Beigeschmack. Zum Thema wird das aber nie: für den Autor anscheinend vollkommen normal und keiner Hinterfragung wert.

    Die Gedichte, die in vielen Kapiteln vorkommen, fand ich seltsam deplatziert, gezwungen intellektuell und überhaupt nicht hilfreich, den Sinn der Handlung zu ergründen. Wie die Zielgruppe ab 14 Jahren daran Spaß haben soll, erschließt sich mir nicht.

    Alles in allem ist das Buch eine Ansammlung an in meinen Augen zusammenhanglosen und nichtssagenden Handlungssträngen, die nie wirklich zu einem gemeinsamen roten Faden verwoben werden. Als Krönung des Ganzen ist dann noch die Schildkröte zu erwähnen: absolut ohne jeglichen Sinn in der Handlung und Paradebeispiel fassungslosen Kopfschüttelns.

    Schade um die vertane Zeit, selten war ich von einem Buch dermaßen enttäuscht.
    Groeper, K: Palio des toten Politikers

    Groeper, K: Palio des toten Politikers (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    21.03.2020

    Solide, aber kein Meilenstein

    Buchinhalt:

    Kurz vor dem Palio, dem berühmten Pferderennen und Stadtfest im italienischen Siena, wird eine männliche Leiche in einer Mülltonne gefunden. Schnell wird klar: der deutsche Politiker wurde ermordet. Für Commissario Marchetti beginnen die Ermittlungen – mitten im Trubel des Palio und momentan einfach ganz und gar ungelegen. Handelt es sich um einen Mord im Rotlichtmilieu oder um eine politische Intrige? Stück für Stück holt die Polizei das Motiv ans Licht….

    Persönlicher Eindruck:

    Obwohl Frau Groeper bekannt ist für Romane, die bei den Indianern angesiedelt sind, spielt dieses Buch in der Toskana. Mit viel Liebe zum Detail beschreibt die Autorin das Flair und die Tradition des Palio im italienischen Siena. Für den Leser ist es ein Trip in den Süden, der Mordfall und die Krimihandlung treten dabei fast in den Hintergrund.

    Ich muss zugeben: ich brauchte ziemlich lange, um mit Marchetti und seinen Kollegen warm zu werden. Die detailreiche, fast überbordende Beschreibung der Stadt und der Gegend ließen mich immer wieder in Gedanken abschweifen, darum tat ich mich relativ schwer mit dem Einstieg in die Handlung.

    Gestört hat mich am meisten der Kasernenton, den die handelnden Personen am Leib haben - zumindest hatte ich diesen Eindruck. Fast alle Sätze der wörtlichen Rede enden mit Ausrufezeichen. Ob das wirklich notwendig ist? Ich meine: nein. Es tut dem Lesefluss nicht einfach nicht gut.

    Marchetti als Hauptfigur ist ein Macho, der weiß, was er ist und was er will und das auch gerne raushängen lässt. Seien deutscher Kollege Isedor hingegen war mit gleich zu Beginn sympathisch. Zusammen rollen sie nach und nach den Fall auf, wenn auch der Palio, dessen Vorbereitung und Durchführung dem italienischen Commissario von Beginn an wichtiger sind, als seine Arbeit. Diese will er möglichst schnell hinter sich bringen, seine Gedanke sind einfach woanders.

    Einige Ähnlichkeiten zu Donna Leons „Commissario Brunetti“ konnte ich durchaus finden, ob nun von den beiden Autoren beabsichtigt oder auch nicht. Die Beschreibung des Festes, das Pferderennen und die Einstellung der Seneser dazu waren spannend und hochinteressant – der Kriminalfall spielte in meinen Augen dabei mehr oder weniger nur eine Nebenrolle.

    Die Lösung des Falles war kein zündender „Aha-Effekt“, wenn auch stimmig und akzeptabel. Alles in allem ein solider Krimi für alle Italienfreunde, aber kein Meilenstein des Kriminalromans.
    August, J: Arlo Finch (1). Im Tal des Feuers

    August, J: Arlo Finch (1). Im Tal des Feuers (Buch)

    2 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    18.03.2020

    Merkwürdige Mischung, die viel verspricht, aber nicht halten kann

    Buchinhalt:

    Zusammen mit Mutter und Schwester zieht der 12 jährige Arlo Finch nach Pine Mountain, ein seltsames, abgelegenes Bergdorf. Arlo tritt der dortigen Pfadfindergruppe bei, in der seine beiden neuen Schulfreunde ebenfalls Mitglied sind. Stück für Stück offenbar sich das düstere Geheimnis, das den abgeschiedenen Ort umgibt: seltsame Wesen aus einer anderen Welt, Geisterhunde und magische Feuer ziehen Arlo in ein Abenteuer, das er sich vorher nicht vorzustellen gewagt hatte….

    Persönlicher Eindruck:

    Bei „Das Tal des Feuers“ handelt es sich um den ersten Teil einer Jugendbuchreihe für ein Lesealter von 10-12 Jahren. Es ist eine Abenteuergeschichte, die als großes, zentrales Thema die Pfadfinder hat – somit ein Roman für alle Freunde von Zelten, Wald und Natur.

    Die Sprache ist sehr einfach gehalten, die Sätze meist kurz und eingängig und die Zahl der handelnden Personen überschaubar. Arlo als Hauptfigur hat für die junge Zielgruppe Identifikationspotential und macht einen sympathischen Eindruck, ebenso seine beiden Freunde Wu und Indra.

    Das Setting ist mysteriös und plastisch beschrieben, als Leser kann man sich gut ein Bild davon machen, was der Junge den ganzen Tag tut, sieht und erlebt. Dann allerdings kommt das mysteriöse und magische Fantasy-Element dazu und der Roman verliert seinen roten Faden. Arlo und seine Freunde treffen auf Geistermädchen, mörderische Druden, Hexen und ähnliches, alles aus einer nicht näher beschriebenen Parallelwelt, die mit der unsrigen just an dieser Stelle verbunden ist. Harry Potter trifft auf die Pfadfinder. Sogar das Handbuch über phantastische Tierwesen gibt es hier, nur dass es Bestiarium heißt.

    Genau an dieser Stelle fängt das Buch an, verworren und gezwungen spannend zu wirken. Der Autor will viel und mischt alles, von dem er glaubt, dass es seiner 10-12 jährigen Leserschaft gefällt, in die Geschichte. Alles unter besagtem Pfadfinder-Grundkonzept, doch es wirkt alles nicht wirklich zusammen passend und ich kann mir nicht vorstellen, dass ein 10 Jähriger hier langfristig mit Interesse dabei bleibt.

    Mich hat es ab einer gewissen Zeit nur noch gelangweilt statt fasziniert – auch die ganze Pfadfinderei ist nicht wirklich meine Welt. Der Autor hätte bei einem Thema (Pfadfinder oder Zauber-Fantasy-was-auch-immer) bleiben sollen – in der vorliegenden Form reizt es nicht absolut gar nicht, mir den 2. Band überhaupt mal anzugucken.

    Tut mir leid, aber eine Leseempfehlung gibt es hier nicht.
    Pine Ridge statt Pina Colada

    Katja Etzkorn
    Pine Ridge statt Pina Colada (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    16.03.2020

    Tolles Lesefutter für viele Geschmäcker

    Buchinhalt:

    Die junge Ärztin Sannah aus Deutschland macht sich nach mehreren Schicksalsschlägen auf den Weg nach South Dakota, um auf der Pine Ridge Reservation im Auftrag einer Hilfsorganisation eine Fotoreportage zu machen. Auf der Ranch von Joshua White Cloud kommt sie unter, einem Pferdezüchter und Eigenbrödler – und einem waschechten Lakota. Dieser gibt Kindern und Jugendlichen Reitunterricht und leitet das Horsemanship-Projekt zur Drogenprävention.
    Im Reservat lernt Sannah die dortigen Lebensumstände kennen, die von Armut und Perspektivlosigkeit geprägt sind. Nach und nach dringt sie durch die raue Schale von Josh und auch ihm scheint die toughe und nicht auf den Mund gefallene Frau nicht ganz gleichgültig zu sein…

    Persönlicher Eindruck:

    Dieser Roman vereint viele verschiedene Aspekte der modernen Belletristik in sich uns ist so leicht gar nicht zu beschreiben. Flüssig und in angenehm-leichtem Stil macht die Autorin es dem Leser leicht, in der Geschichte Fuß zu fassen, die sich zwischen Hamburg und dem fernen South Dakota bewegt – der Schwerpunkt freilich im weiten Grasland von Pine Ridge.

    Sannah als weibliche Hauptfigur ist, durch mehrere Schicksalsschläge arg gebeutelt, zunächst schwach und verletzlich. Das legt sich jedoch schnell, denn kaum in den USA und auf der Reservation angekommen, hat sich alsbald die Hosen an und benimmt sich wie zuhause. Das hat mich ein wenig befremdet – immerhin ist sie Gast auf der Ranch. Stattdessen werkelt, reitet und kocht sie mehr oder weniger ungefragt, sucht Dinge in Schubladen und wirkt ganz und gar nicht wie der Zaungast, der nur beobachten soll.

    Josh ist ein Bild von einen Mann – groß, stark und beschützend, wenngleich zuerst auch kratzbürstig und einsilbig. Sannahs Verhalten stört ihn nicht im Geringsten und schon bald können sich die beiden auch schon mehr als gut leiden.

    Ich sage ganz offen: die Geschichte begann in den ersten 100 Seiten relativ flach. Die Liebesgeschichte zeichnete sich schnell ab und ich wartete ein wenig vergeblich auf den Lokalkolorit (sofern man das hier sagen darf) und die Berichterstattung, wegen der Sannah in die USA geschickt wurde. Doch nach diesen Anlaufschwierigkeiten steigerten sich Handlung und Spannung und vereinten schnell Liebesgeschichte, Reportage und Familiensaga in einem. Ich konnte das Buch dann nicht mehr aus der Hand legen.

    Besonders gefallen hat mir der Teil mit dem Powwow und den Tänzen, die bildhafte Beschreibung sorgte für ein Gefühl, als wäre man hautnah mit dabei. Ebenso schön und nahezu heimelig war für mich der Teil, in dem das Leben auf Joshs Ranch im Mittelpunkt stand und die Familie und die Freunde der Geschichte noch mehr Tiefgang verliehen.

    Die Lebensumstände der Bewohner der Reservation, die Perspektivlosigkeit von vielen und das Verhältnis der Weißen und der indigenen Bevölkerung untereinander wurden ebenso deutlich wie die Traditionen und die Denkweise der Lakota. Hier hätte ich gerne noch mehr gelesen – aber es war schon okay so.

    Alles in allem eine schöne und leicht zu lesende Geschichte, die viele Geschmäcker anspricht, Stoff zum Nachdenken, Unterhaltung und ein absolutes Lesevergnügen bietet. Ich war gern Gast bei Sannah und Josh White Cloud und habe diesen dicken Wälzer wirklich sehr genossen!
    Skrälinge

    Skrälinge (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    14.03.2020

    Spannend und mit Stoff zum Nachdenken

    Buchinhalt:

    Der Inuit-Jäger Kannujaq trifft auf einem seiner Streifzüge mit dem Hundeschlitten auf den Stamm der Tuniit, einem Indianervolk, so anders als seine eignen Leute. Dort wird er Zeuge eines grausamen Überfalls: bärtige Fremde haben das Tuniit-Dorf überfallen, Männer, die mit einem riesigen hölzernen Boot übers Meer kamen und Waffen aus einem silbernen, unbekannten Material tragen. Allen voran deren furchterregender Anführer, der die Tuniit schon mehrfach heimsuchte. Kannujaq hilft den Tuniit, ihr Dorf gegen die Feinde zu verteidigen – und muß lernen, dass sich die beiden Völker in ihrem Innern vielleicht ähnlicher sind, als zunächst gedacht….

    Persönlicher Eindruck:

    Hinter dem als Jugendbuch konzipierten Roman verbirgt sich eine Geschichte, die Jung und Alt gleichermaßen in den Bann zieht und durch ihre Spannung und Bildhaftigkeit an die Seiten fesselt.

    Schauplatz ist die Arktis, das Land des Ewigen Eises, der Hundeschlitten und der Inuit. Ein weiteres Volk würde man als Leser dort allerdings gar nicht vermuten – zumindest nicht in einer Indianergeschichte: die Wikinger. Als ich den Klappentext zu „Skrälinge“ las, konnte ich mir überhaupt nicht vorstellen, wie das zusammenpasst: Indianer und Wikinger zusammen in einer Geschichte? Doch tatsächlich – diese Geschichte beweist das hervorragend.

    Die Anzahl der handelnden Personen ist recht überschaubar, passt jedoch prima zu den Weiten des Schauplatzes. Die Kultur der Inuit und die damalige Lebensweise der beiden beschriebenen Indianervölker werden lebendig und nachvollziehbar geschildert, ein Glossar mit den verwendeten Begriffen und deren Aussprache und Bedeutung ist ein weiteres Schmankerl dieses außergewöhnlichen Jugendromans.

    Beim Cover hätte ich mir hingegen ein bisschen mehr Indianer gewünscht – so wirklich überzeugt mich das Titelbild leider nicht. Die Geschichte selbst ist illustriert, was mich dann aber wieder darüber hinweg tröstet.

    Was mir besonders gut gefallen hat, ist die Wendung, die die Geschichte am Schluss nimmt und an der alle noch offenen Fäden zusammenlaufen. Ohne hier zu viel verraten zu wollen macht sie deutlich: zwei verfeindete Gruppen haben trotz allem gemeinsame Punkte, die einen Ansatz zum Verstehen des Gegenübers bieten.

    Ein wirklich gelungener Roman mit Abenteuer aber auch viel Stoff zum Nachdenken – und trotz in sich stimmiger Handlung einer Möglichkeit zu einer eventuellen Fortsetzung. Zu wünschen wäre es – nach etwas mehr als 100 Seiten ist leider schon Schluss.

    Absolute Leseempfehlung!
    Aquila

    Ursula Poznanski
    Aquila (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    21.01.2018

    spannend mit banalem Schluß

    Buchinhalt:

    Die deutsche Studentin Nika verbringt ein Auslandssemester im italienischen Siena. Eines Morgens wacht sie ohne Erinnerungen an die letzten beiden Tage auf – mit einem blutverschmierten T-Shirt und ohne Wohnungsschlüssel und Handy. Auch ihre Mitbewohnerin Jenny ist seitdem verschwunden. Als Nika eine hingeschmierte Drohung auf dem Badezimmerspiegel entdeckt, wird sie immer weiter hineingezogen in eine dramatische Suche nach dem, was geschehen ist. Denn bald werden zwei Leichen in Siena gefunden….

    Persönlicher Eindruck:

    Es ist mein erstes Buch von Ursula Poznanski und daher bin ich vollkommen unbelastet und ohne jedwede Erwartung an die Sache heran gegangen. Um ehrlich zu sein ging ich zunächst von einem Thriller mit Mystery- / Fantasyelementen aus, da auf dem Klappentext von Einhorn und Adler die Rede ist. Weit gefehlt!
    Der Roman ist ein spannender Young Adult-Thriller, der mich im Grunde gut unterhalten hat. Ich habe das Buch in wenigen Tagen ausgelesen und fand es nicht so schlecht, wie viele andere Kritiker.
    Nika als Hauptfigur erscheint oft jammervoll und wenig tough – allerdings möchte ich mal denjenigen sehen, der als Auslandsstudent und der Landessprache wenig mächtig in solch einen Fall hinein gezogen wird! Die Autorin beschreibt Nikas Gefühlslage meiner Meinung nach absolut realistisch und detailreich. Auch die Anzahl der handelnden Personen bleibt überschaubar.
    Lange Zeit weiß man als Leser nicht, wie die einzelnen Fäden zusammenhängen. Mit Spannung liest man Seite um Seite. Erst ziemlich gegen Ende löst sich der Plot auf und es kommt zu Tage, was in Nikas „ausgelöschten“ zwei Tagen passiert ist. Okay, das, wie es passiert ist, fand ich jetzt nicht ganz so gelungen. Ich hatte inzwischen schon höhere Erwartungen und war ein wenig enttäuscht. Das ist allerdings Geschmackssache und sollte den zukünftigen Leser nicht vom Buch abhalten.
    Der Clou (so war es wohl gedacht) ist aber die letzte Wendung ganz am Schluß, als man als Leser schon meint, alles hätte sich geklärt. Und den fand ich nicht gut. Die Tatsache, dieses Stilmittel an der Stelle zu bringen, ist genial – allerdings nicht die Idee, wer nun letztendlich der Täter ist. Hier war‘s mir dann zu banal. Das hätte man besser machen können.
    Alles in allem fühlte ich mich trotzdem gut unterhalten und von daher gebe ich 4 Sterne von 5.
    Hunter, E: Survivor Dogs Dunkle Spuren. Ein namenl. Verräter

    Hunter, E: Survivor Dogs Dunkle Spuren. Ein namenl. Verräter (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    21.01.2018

    Solide, aber nicht die beste Episode

    Buchinhalt:

    Die Hunde des Rudels haben nach dem Kampf mit Scharfhündin Blade nun endlich einen Platz, an dem sie sich heimisch fühlen – jeder hat seine Aufgabe und alles scheint soweit in Ordnung. Doch dann verletzt sich Zuck an Glasscherben, die im Beutehaufen versteckt sind. Wer hat das getan? Schnell werden Stimmen laut und Rudelmitglieder verdächtig, es geht sogar so weit, dass Bella und Pfeil das Rudel aufgrund der Anfeindungen verlassen. Sie sind nicht die einzigen – das Rudel scheint Stück für Stück auseinanderzubrechen…

    Persönlicher Eindruck:

    Wie schon in den ersten beiden Bänden der 2. Staffel steht auch hier wieder Scharfhündin Sturm im Mittelpunkt des Geschehens, auch ohne Ich-Perspektive hat der Leser den Eindruck, die Handlung größtenteils aus ihrer Perspektive zu sehen. Sturm selbst ist sich im Gegensatz zu Band II/2 sicher, nichts mit den Vorfällen zu tun zu haben, die Verdächtigungen zielen jetzt auf andere Hunde.
    Im Grunde geht es diesmal um das große Thema „Vorurteile“, denn das ganze Buch über steht im Raum, dass Scharfhunden generell nicht zu trauen wäre und schnelle Verdächtigungen werden laut.
    Die einzelnen Rudelmitglieder sind dem Leser ja schon bekannt, ein bisschen schwierig ist nach wie vor, den einzelnen Namen Gesichter zuzuordnen: die Zahl der Figuren ist trotz dezimiertem Rudel noch immer groß.
    Was überhaupt nicht mehr zur Sprache kommt, ist der Grund für den „Großen Knurrer“, sprich die Naturkatastrophe, die zu all den Veränderungen im Leben der Protagonisten führte. Das bemängele ich noch immer.
    Im Großen und Ganzen ist die Geschichte spannend und hat wieder einen Cliffhanger, der zum nächsten Band überleitet. Trotz allem fehlt mir aber der Knaller, der einen wieder richtig an die Reihe fesselt. Mit dem Weggang einiger Rudelmitglieder wurde das versucht, es gelang aber nur teilweise.
    Ich bin gespannt, wie es weiter geht, es gab aber auch schon mal bessere Episoden der Reihe.
    Veys, P: Rote Baron 03

    Veys, P: Rote Baron 03 (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    21.01.2018

    Band 3: Drachenkampf

    Buchinhalt:

    Manfred von Richthofen kann mit Hilfe seiner übersinnlichen Gabe, in Situationen der Gefahr die Gedanken seiner Gegner lesen zu können, viele Treffer landen. Der junge Pilot fordert Gegner und Schicksal immer mehr heraus – wird wagemutiger und unvorsichtiger. Schon allein der rote Anstrich seines Flugzeugs ruft Neider auf den Plan – allen voran seinen Kamerad Friedrich…

    Persönlicher Eindruck:

    Wie auch schon die beiden Vorgängerbände ist „Drachenkampf“ ein bildgewaltiges Werk, das mit Optik viel mehr ausdrückt, als mit den Texten - eine opulente Graphic Novel und ideal für jeden Sammler.
    Von der Handlung her tut sich gar nicht mehr so viel, man erfährt als Leser zum Beispiel den Grund für den roten Farbanstrich, den Richthofen als „Roten Baron“ unsterblich machte. Luftkämpfe und natürlich die verschiedenen Flugzeuge sind der Dreh- und Angelpunkt.
    Was mir recht gut gefiel, ist das Verhältnis zwischen Friedrich und Manfred, das immer mehr kippt. Ohne zu viel verraten zu wollen: genau dies besiegelt das Schicksal von Richthofen, welches als Finale recht gut dargestellt wird.
    Aber genau dieses Finale ist es, das meiner Meinung nach etwas zu kurz kommt – ich hätte mir da noch mehr inhaltliche Details gewünscht. Vieles bleibt wirklich offen – ich glaube nicht, dass noch ein 4. Band folgt.
    Alles in allem eine Leseempfehlung, die mit ihren gemäldeartigen Bildern besticht und die ich im Regal nicht mehr missen möchte.
    Grey, C: Animas Academy 1 - verschollene Prophezeiung

    Grey, C: Animas Academy 1 - verschollene Prophezeiung (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    21.01.2018

    Spannender Jugendroman

    Buchinhalt:

    In der Welt, in der Ben Walker lebt, hat jeder Mensch eine Anima, das ist ein Tier, das eine ganz persönliche Bindung zu seinem Träger eingeht. Eine magische Verbindung, die jedem in die Wiege gelegt ist. Doch Ben ist anders. Er hat seine Anima noch gar nicht gefunden – wenn er denn überhaupt eine hat. Trotzdem erhält er einen Platz an der berühmten Animas-Academy. Wird er ausgegrenzt, weil er anders ist oder wird er seinen Seelenpartner noch finden? Auf dem Weg dorthin gerät Ben immer weiter in einen Strudel von Ereignissen, die die magischen Bande zwischen Mensch und Tier bis in ihre Grundfesten erschüttern…

    Persönlicher Eindruck:

    Ein tolles Abenteuerbuch ohne Altersbegrenzung!#
    Der Gedanke, dass jeder Mensch ein Tier als Seelengefährte hat, ist in der Literatur nicht neu. Grey allerdings spinnt darum eine unglaublich packende Geschichte voller liebenswerter Figuren, die einen schon auf den ersten Seiten komplett in die Handlung saugen und man nicht mehr mit Lesen aufhören kann.
    Der Gedanke dabei immer: Was wäre wohl die eigene Anima? Welches Tier wäre für mich der Seelenpartner?
    Der Plot ist gut durchdacht und plastisch angelegt, die Welt und die Figuren darin nachvollziehbar und nicht zu magisch, so dass man sich jederzeit damit identifizieren kann. Ben als Hauptfigur ist sympathisch und auch die Schule, auf die die Kinder mit ihren Tieren kommen, entsteht sofort als Bild vor dem inneren Auge.
    Nach kurzer Zeit tut sich eine unglaublich spannende Herausforderung auf, die Ereignisse überschlagen sich und zusammen mit Ben steckt der Leser mittendrin. Der Spannungsbogen steigert sich und ist durchgängig, ein absolut empfehlenswertes Buch.
    Gut gefallen haben mir auch die einen oder anderen etwas schrulligen Momente und Personen, ohne jetzt zu viel verraten zu wollen. Auf jeden Fall haben die Dramatis Personae Profil und Tiefe.
    Eine absolute Leseempfehlung, hat mir sehr gut gefallen!
    In der Liebe ist die Hölle los

    In der Liebe ist die Hölle los (Buch)

    2 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    07.10.2017

    flache Chick Lit - lohnt sich nicht

    Buchinhalt:

    Catalea hat eigentlich nur einen Wunsch: ein ganz normales Leben, wie andere Gleichaltrige auch – Partys, Freunde, einen Freund – doch ihr Leben ist alles andere als normal. Ihr Vater ist der Teufel, seine Firma die Hölle. Und das darf natürlich keiner wissen. Als Catalea sich mehr schlecht als recht im „Familienunternehmen“ macht, hat sie bald die gesamte Hölle zum Feind und muß fliehen. Und dann ist da auch noch Timur, in den sich Catalea verguckt…

    Persönlicher Eindruck:

    Vorab: ich hatte mir etwas ganz anderes versprochen, als ich Klappentext und Cover zum ersten Mal gelesen bzw. gesehen hatte. Das Buch macht den Eindruck einer nicht ganz ernst zu nehmenden Fantasy-Liebeskomödie – ist aber weniger humorvoll und eher zäh in der Lektüre.
    Die Fantasygeschichte an sich liest sich eher durchschnittlich – Dämonen, Teufel und finstere Gestalten in der Höllenfirma des teuflischen Vaters – Totenanwälte und ein meiner Meinung nach ziemlich düsterer Plot wollen nicht so recht in das Genre des LYX-Verlages passen. Gut, eine sich anbahnende Liebesgeschichte gibt’s, aber leider konnte ich bis zum Schluß nicht sagen, dass mich diese in irgendeiner Form berührt hätte.
    Der Schauplatz ist gut durchdacht, der Autor verlegt seinen Plot in die Unterwelt, die nach außen zunächst gar nicht als solche wirkt. Die Art der Erzählung ist eindeutig Chick Lit und das muß einem gefallen. Für „Sex and the City“-Fans eindeutig die richtige Lektüre – mir war’s zu viel und an manchen Stellen auch zu flach.
    Über die Figuren selbst kann ich wenig sagen – sowohl Catalea als auch Timur und die Nebenfiguren hinterließen bei mir keinen bleibenden Eindruck und nach fast 400 Seiten kann ich mich schon nicht mehr wirklich an Details erinnern. Schade, aber von einem Fantasy-Liebesroman erwarte ich eindeutig mehr und das konnte dieser Roman nicht erfüllen.
    Für die Idee gibt’s am Schluß zwei Sterne, aber es war für meine Begriffe weitaus mehr Potential nach oben als wirklich vorhanden.
    Blütenpracht und Schmetterlingszauber

    Blütenpracht und Schmetterlingszauber (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    07.10.2017

    tolles und kreatives Buch

    Buchinhalt:

    Ein Kreativbuch im Großformat mit 24 Karten und Umschlägen zum selbst gestalten, ähnlich der „Malbücher für Erwachsene“, mit ansprechenden Naturmotiven wie Blüten, Schmetterlingen, Blumenwiesen. Dazu 24 bunte Klebesticker.

    Persönlicher Eindruck

    Auf hochwertigem, reinweißem Bastelkarton gedruckt bietet dieses Kreativbuch auch für ungeübte Bastler eine Vielzahl an Gestaltungsmöglichkeiten: 24 Klappkarten 13,5 x 13,5 cm und das passende Papier zum Gestalten individueller Umschläge setzen der Phantasie absolut keine Grenze.
    Während ich persönlich diese Art der Bilder, die den „Malbüchern für Erwachsene“ nachempfunden sind, am liebsten schwarzweiß und unausgemalt mag, kann hier jeder einen individuellen Gruß für einen lieben Menschen zaubern. Ob farbig ausgemalt und dann mit ein paar lieben Zeilen verschickt oder dem Empfänger das Ausmalen selbst zu überlassen – mit diesem Buch absolut kein Problem.
    Alle Karten sind fertig perforiert und lassen sich einfach und schnell aus der Bindung trennen, die Umschlagpapiere ihrerseits sind beidseitig verschieden bedruckt und eine Faltanleitung im Inneren des Buchdeckels gibt Hilfestellung bei deren Ausfertigung.
    Ein kreatives Buch zum Verschenken oder zum selbst behalten und eine absolute Fundgrube für all die Gelegenheiten, wo mal wieder keine passende Karte zur Hand ist. Gestalten Sie Ihre Grußkarte doch einfach mal selbst und machen ihre Grüße zum absoluten Unikat!

    Montana Dreams - So ungezähmt wie das Land

    Montana Dreams - So ungezähmt wie das Land (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    07.10.2017

    spannend und fürs Herz

    Buchinhalt:

    Ella, eine von zwei Zwillingsschwestern und Erbin eines Millionenvermögens wird durch Zufall Zeugin am Mord ihrer Zwillingsschwester. Ausgerechnet ihr eigener Onkel ist der Täter – und nur noch Ella stehen zwischen ihm und den Millionen. So flieht Ella nach Montana, wo die Familie noch eine Ranch hat. Sie gerät in einen Schneesturm und erneut in Lebensgefahr – wird aber vom attraktiven Cowboy Gabe Bowden gerettet. Die beiden kommen sich immer näher – doch ausgerechnet Gabe ist es, der die Familienranch von Ella gekauft hat….

    Persönlicher Eindruck:

    Der Auftakt dieser neuen Western Romance Reihe hat mir sehr gut gefallen. Nicht nur Linda Lael Miller versteht sich darauf, Montana und seine Bewohner zum Leben zu erwecken – wer also gerne Bücher von ihr liest, liegt auch hier nicht falsch.
    Gut gefallen hat mit die „doppelte“ Handlung: einerseits die obligatorische Liebesgeschichte zwischen Ella und Gabe, andererseits die Krimihandlung rund um den Mord und den skrupellosen Onkel. Die Autorin versteht es vortrefflich, eine kurzweilige und spannende Geschichte daraus zu stricken und den Leser ins winterliche Montana mit zu nehmen.
    Ella als weibliche Hauptfigur und steinreiche Millionenerbin ist dennoch eine absolute Identifikationsfigur für die Leserin; ihr Bestreben einerseits, den Mörder ihrer Schwester zur Strecke zu bringen und sich andererseits ein neues Leben aufzubauen, ist absolut nachvollziehbar. Ella ist eine sympathische und toughe Frau, die trotz Reichtums mit beiden Beinen im Leben steht.
    Gabe als ihr Gegenpart, einer von drei Brüdern und ein Prachtexemplar von Mann, ist einfach nur fürsorglich und auch ein bisschen oldschool. Das Buch hat hier keinen Bad Boy nötig, Gabe ist so in Ordnung, wie es ist und er macht eine absolut gute Figur.
    Genau das ist, was mir an ihm besonders gefiel. Auch die anderen Figuren, allen voran Gabes Cowboy-Brüder, machen es dem Leser leicht, sich in der Handlung zu Hause zu fühlen.
    Gut, vielleicht ist manches ein bisschen vorhersehbar (die Liebesgeschichte) oder auch zu sehr schwarz-weiß-gestrickt. Das machte mir aber absolut gar nichts aus, die Geschichte hat mir einfach gefallen, sie war harmonisch und rund.
    Die anderen noch folgenden Bände der Reihe befassen sich jeweils mit einem anderen der Brüder und ich bin absolut gespannt, wie es weiter geht. Das Buch hat mich voll und ganz überzeugt und ich kann diesen Roman allen Freunden der Westernromantik wärmstens weiterempfehlen!
    451 bis 475 von 740 Rezensionen
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