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    Elchi130 Top 100 Rezensent

    Aktiv seit: 21. September 2018
    "Hilfreich"-Bewertungen: 22
    212 Rezensionen
    Licht, K: Lovely Curse, Band 1: Erbin der Finsternis Licht, K: Lovely Curse, Band 1: Erbin der Finsternis (Buch)
    04.11.2019

    Unausgewogen und unausgegoren

    Nach dem Unfalltod ihrer Eltern muss Aria von New York zu ihrer Tante nach Texas ziehen. Die Umstellung vom Großstadtleben auf ländliche Verhältnisse fällt ihr nicht leicht. Eine autoritäre Tante und mobbende Mitschüler tragen ihr Übriges dazu bei. Doch zum Glück gibt es gleich zwei Jungs, die um sie buhlen. Da ist der Sunny-Boy Simon und der Bad-Boy Dean. Aber wer ist der Richtige für sie?

    Ich habe mich so sehr auf dieses Buch gefreut und ihm entgegengefiebert. Doch nun bin ich unglaublich enttäuscht. Der Großteil des Buches dreht sich um ganz normale Teenagerprobleme. Aria hat Probleme sich in der Schule einzuleben, da die Schulqueen und ihr Gefolge ihr das Leben zur Hölle machen. Ihre Tante glänzt durch Empathielosigkeit und macht ihr das Leben zusätzlich schwer. Doch zum Glück gibt es da die beiden heißen Typen – Simon und Dean. Neben diesem ganz normalen Leben spielt das Wetter, die Natur und die Tierwelt verrückt, und zwar in einem Maße, das über das normale Maß hinausgeht.

    Wären diese Naturkatastrophen nicht, würde die Geschichte einfach vor sich hinplätschern. Seite um Seite füllt sich mit Mobbingaktionen und mit Szenen, in denen Aria den beiden Jungen näherkommt. Langsam verändert sich Aria auch ein bisschen vom normalen Mädchen zu einem Mädchen, das übernatürlichen Phänomenen begegnet bzw. ein Teil davon ist. Dennoch fühlt sich die Geschichte die ganze Zeit wie eine Teenie Lovestory oder High-School-Geschichte an und nicht wie ein Fantasyroman. Bis kurz vor Ende gibt es mal hier eine Andeutung und dort ein rätselhaftes Zeichen. Und plötzlich, kurz vor Ende des Buches, kommt der totale Umschwung und wir befinden uns gefühlt in einem ganz anderen Buch, in einem ganz anderen Genre, nämlich in einem Fantasyroman. Also, mir war dieser Bruch zu krass. Und auch das, was dann passiert, ist mir eindeutig zu abgedreht und passt nicht zum Rest des Buches.

    Lobend erwähnen möchte ich, dass die Autorin sehr gut schreibt. Die Geschichte liest sich sehr angenehm und flüssig. Auch Aria ist mir als Person von Anfang an sehr sympathisch. Doch für ein gutes Buch reicht das leider nicht. Dafür muss auch der Inhalt stimmen.

    Bis zum Showdown bin ich davon ausgegangen, dass ich auch den 2. Band lesen werde. Doch nun muss ich befürchten, dass das nächste Buch genauso übertrieben und abgedreht phantastisch wird, wie das Ende vom 1. Teil. Daher werde ich wahrscheinlich auf Band 2 verzichten und mir einfach vorstellen, wie die Dreiecksgeschichte, die ich über 400 Seiten lang begleitet habe, ausgeht.
    Hotel Cartagena Simone Buchholz
    Hotel Cartagena (Buch)
    04.11.2019

    Was für ein Spiel mit Sprache!

    Chasity Riley hat sich mit Kollegen in einer Hamburger Hotelbar getroffen, um den Geburtstag eines ehemaligen Kollegen zu feiern. Doch plötzlich wird aus der Feier eine Geiselhaft, deren Beweggründe in die Mitte der 80er Jahre zurückreicht.

    „Hotel Cartagena“ war mein erster Krimi von Simone Buchholz und ich muss sagen, es hat sich gelohnt. Die Autorin hat ein Talent, mit Sprache umzugehen und verschiedene Stile miteinander zu vermischen. Trotzdem oder gerade deshalb entsteht eine besonders gelungene Komposition. Ihre Sprache ist manchmal zum Teil schnodderig, manchmal poetisch, zum Ende hin auch surreal. Simone Buchholz lässt uns an der Gedankenwelt von Chasity Riley teilnehmen. Gut hat mir gefallen, wie die Autorin hier vorgeht. Sie schreibt an diesen Stellen genauso, wie Gedanken nun einmal sind: sprunghaft, zum Teil politisch unkorrekt und oft sehr zutreffend.

    Das Geschehen spielt zum einen im Hier und Jetzt und erzählt zum anderen die Geschichte, wie es zu den Ereignissen in der Hotelbar kommt, auf einer zweiten Zeitschiene. Besonders gefallen hat mir die Geschichte von Henning. Sie hat alles, was eine gute Gangstergeschichte braucht – Mut, Liebe, Naivität, Verrat und Hass.

    Das Buch ist auf jeden Fall etwas Besonderes, da Simone Buchholz sich von dem Einheitsbrei vieler Krimis abhebt. Ihre Erzählweise ist unkonventionell, frisch. Gleichzeitig ist das Geschehen spannend und lebendig. Das Buch hat mir sehr gut gefallen und ich bin froh, dass ich noch zwei weitere Bücher aus der Reihe besitze, die ich nun schnellstens lesen werde – denn es lohnt sich!
    Menschen neben dem Leben Ulrich Alexander Boschwitz
    Menschen neben dem Leben (Buch)
    01.11.2019

    Wirklich eine Entdeckung

    Ulrich Alexander Boschwitz hat einen Roman geschrieben über die Menschen, die Ende der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts ganz unten angekommen sind. Es geht um Bettler, Arbeitslose, Prostituierte, Zuhälter und Menschen, die ein Trauma vom letzten Krieg davon getragen haben. Wir lernen also die „Goldenen 20er Jahre“ einmal aus einer anderen Perspektive kennen.

    Die Bücher des Autors werden als DIE Wiederentdeckung angepriesen. Bei dieser Ankündigung war ich sehr skeptisch. Meine Erfahrung hat mich gelehrt, dass solche Bücher oft vom Thema her interessant, aber nur bedingt zu lesen sind. Oft ist der Stil hölzern und die Schilderungen sind langweilig. Doch nicht bei Ulrich Alexander Boschwitz. Der Autor konnte wirklich gut schreiben.

    Seine Schilderungen wirken realitätsnah, so wie ich mir die damalige Zeit vorstelle. Seine Figuren sind so eindrücklich geschildert, dass ich mich ihnen verbunden fühle bzw. mit ihnen fühle. Der Autor analysiert Probleme der damaligen Zeit sehr scharfsinnig. Er erzählt von den Zusammenhängen der zunehmenden Automatisierung und der steigenden Arbeitslosigkeit, verbunden mit der sinkenden Kaufkraft. Er schildert, wie das Misstrauen allem Fremden gegenüber wächst, wenn man selber entweder nichts mehr hat oder befürchtet, seinen Lebensstandard nicht halten zu können. Zudem wird sehr eindrücklich geschildert, wie moralische Schranken fallen, wenn man von der Hand in den Mund lebt. Da fallen mir direkt die Parallelen zur heutigen Zeit auf.

    Das Buch und der Autor sind wirklich eine Entdeckung und wer weiß, was er noch erreicht hätte, wenn er nicht viel zu früh gestorben wäre. Während des Lesens ist mir wiederholt in den Sinn gekommen, dass sich dieses Buch sehr gut als Schullektüre eignen würde. Bei vielen Sätzen lohnt es, sich tiefer damit auseinanderzusetzen. Und oft laden ganze Passagen zum Analysieren ein. Zudem beschreibt der Autor sehr gut die zunehmende Verrohung und Feindseligkeit in der Gesellschaft gegenüber anderen, fremden Menschen. Das Buch wurde erstmals 1937 in Schweden veröffentlicht. Aus heutiger Perspektive bewundere ich die Hellsichtigkeit des Autors, wohin das alles führen kann.

    Das Buch ist für mich ein Roman, den es zu lesen lohnt, ja, den man vielleicht sogar gelesen haben sollte.
    Lang, M: Juwel der Finsternis Lang, M: Juwel der Finsternis (Buch)
    22.10.2019

    Tolles Buch!

    Atroun: Kea ist Sklavin und arbeitet in den Minen, um Zorkat abzubauen. Zorkat ist ein Stein, mit dem sich die Atrouner gegen das Gedankenformen der Shedis schützen. Eines Tages kommt Gilreth, der Berater des Königshauses, in die Minen und nimmt Kea mit, damit sie für die Herrscher im Gedankenformen ausgebildet wird. Im Palast hat sie zwar mehr Freiheiten als in den Minen, aber eine Sklavin ist sie nach wie vor…

    Das Buch hat alles, was eine gute und romantische Fantasygeschichte braucht. Sympathische Figuren, böse Gegenspieler, eine sehr gut aufgebaute Dreiecksgeschichte und jede Menge unvorhersehbare Wendungen und Ereignisse.

    Besonders das letzte Fünftel des Buches hat es in sich. Es ist spannend, voller Action und zum Teil ein wenig gruselig. Doch auch die anderen Seiten des Buches sind lesenswert. Meine liebste Figur ist Prinz Zadjan. Er ist sehr komplex angelegt und innerlich zerrissen. Zadjan entspricht in keiner Weise dem üblichen Bild eines Prinzen, der bald auf den Thron folgen soll. Seine Persönlichkeit ist sehr facettenreich und ich bin schon gespannt, wie er sich im zweiten Teil weiterentwickelt. Ein paar Figuren sind so angelegt, dass nicht klar ist, welche Ziele sie verfolgen, auf welcher Seite sie stehen und welche Geheimnisse sie verbergen. Die Hauptfigur Kea entwickelt sich während des Buches weiter und findet ihre eigene Persönlichkeit, was sehr schön zu beobachten ist. Tja, und dann gibt es da noch Fé. Er ist der Gibbonaffe von Prinz Zadjan und als Leserin musste ich ihn einfach ins Herz schließen.

    Zu Beginn jedes Kapitels gibt es einen etwa drei Zeilen langen Eintrag, der der Geschichte vorgeschaltet ist. Dieser ist mit Datumsangaben versehen und ich vermute, dass es sich dabei um Tagebucheintragungen handelt. Dieser Text gibt jede Menge Raum für Spekulationen. Dadurch wird das Buch noch spannender. Denn er wirft viele Fragen auf: Wer hat den Text verfasst, wer ist gemeint, was genau verbirgt sich hinter den Eintragungen…

    Mara Lang erschafft in ihrem Buch „Das Juwel der Dunkelheit“ ein ganz eigenes Universum. Die ungewöhnlichen Namen konnte ich mir zum Teil bis zum Schluss nicht merken. Doch das ist in Fantasyromanen eher die Regel als die Ausnahme. Diese ungewöhnliche Namensgebung verdeutlicht nur noch mehr, dass wir uns in einem uns fremden Universum befinden. Das Buch ist sehr liebevoll ausgestattet. Eine Karte am Beginn und am Ende des Buches hilft bei der Orientierung in der fremden Welt. Es gibt ein Namensregister mit Erläuterung der Personen und als besonderes Highlight ein Lesezeichen zum Heraustrennen.

    Dieses Buch lohnt sich auf jeden Fall und ich bin schon sehr gespannt auf Teil 2.
    Das Labyrinth des Fauns Cornelia Funke
    Das Labyrinth des Fauns (Buch)
    15.07.2019

    Auf jeden Fall ein Highlight

    „Zu gehorchen… …einfach so, nur, um zu gehorchen, ohne es zu hinterfragen … das ist etwas, zu dem nur Menschen wie Sie imstande sind, Capitán. Seite 155

    Ich war wirklich skeptisch, ob ein Buch, das einen Film als Vorlage hat, funktionieren kann. Den Film habe ich vor vielen Jahren zweimal gesehen und ich war fasziniert von der Erzählung einer Geschichte vor dem Hintergrund zweier so unterschiedlicher Kulissen: Einerseits das reale, brutale Franco Regimes, andererseits die wunderbare Darstellung der fantasievollen Märchenwelt.

    Das Buch hat mich jedoch sehr schnell mitgerissen und komplett in Ofelias Welt entführt. Denn das Buch steht und fällt für mich in weiten Teilen mit Ofelia.

    Cornelia Funkes „Das Labyrinth des Fauns“ wohnt ein ganz besonderer Zauber inne. Dabei haben es mir besonders die eingestreuten Geschichten angetan, die die Zusammenhänge zum Hier und Jetzt erklären.

    Je tiefer ich in die Welt des Buches eintauchte, desto mehr hat sich auch die Handlung verdichtet. Die Spannung hat auf allen Ebenen zugenommen. Irgendwann war ich an dem Punkt angekommen, an dem ich gar nicht mehr mit dem Lesen aufhören konnte.

    Der Vorteil des geschriebenen Wortes gegenüber dem Film ist es, dass ich als Leserin den Gedanken der einzelnen Personen lauschen und mich dadurch viel tiefer in diese einfühlen kann. So bin ich nach und nach immer weiter in die Geschichte und die handelnden Personen eingesunken. Dabei konnte ich ein weiteres Mal feststellen, dass Cornelia Funke eine besondere Erzählerin ist und bleibt! Schon jetzt freue ich mich darauf, mir diese Erzählung noch einmal als ungekürztes Hörbuch zuzulegen, um sie mir vorlesen zu lassen.

    Was mich jedoch wieder einmal erstaunt hat, ist, dass ein Buch, das so brutale und gewalttätige Darstellungen enthält, als Jugendliteratur eingestuft wird.

    „Das Labyrinth des Fauns“ ist im Jahr 2019 bisher mein großer Favorit!
    Wo die Freiheit wächst Wo die Freiheit wächst (Buch)
    07.07.2019

    Ein Thema, über das nicht oft genug geschrieben werden kann

    Wir schreiben das Jahr 1942. Lene Meister ist 16 Jahre alt und lebt in Köln. Ihr älterer Bruder befindet sich an der Ostfront im Krieg. Ihre Freundin Rosemarie ist mit der Familie zur Sicherheit in die Provinz evakuiert worden. Ihr kleiner Bruder befindet sich immer wieder in Ausbildungslagern der HJ. Schließlich lernt Lene noch Erich kennen, der auch immer wieder Köln verlassen muss. Zu ihnen allen hält sie per Brief Kontakt.

    Die Idee, einen Roman als Briefroman zu schreiben, hat mir sehr gut gefallen. Ich finde die Erzählform sehr abwechslungsreich. Die Briefe werden von unterschiedlichen Personen geschrieben und sind zudem an verschiedene Personen gerichtet. Inhaltlich können so sehr viele Informationen mitgeteilt werden. Die Person kann in ihrem jeweiligen Brief zum einen über das Geschehen in ihrem persönlichen Umfeld berichten, dann aber auch noch über das, was sie von den anderen Personen erfahren hat.

    Am Ende des Buches gibt es eine Zeittafel über die Zeit von 1933 – 1945. Dazu kommt von Dr. Martin Rüther eine Erklärung, was die Edelweißpiraten im Dritten Reich waren, wo es sie gab und was ihnen vom NS-Regime drohte. Beides habe ich als sehr gut und hilfreich empfunden.

    Das Buch „Wo die Freiheit wächst“ stellt einen Geschichtsunterricht auf unterhaltsame Art und Weise dar. Das Leben im Krieg und im Faschismus wird aus vielen unterschiedlichen Sichtweisen einfach und verständlich beschrieben. Das Leben in einer Großstadt, die regelmäßigem Fliegeralarm ausgesetzt war und nach und nach in weiten Teilen zerbombt wurde. Die Trostlosigkeit an der Front, das ständige Sterben, die Entbehrungen, der bedingungslose Gehorsam uvm. Das Leben auf dem Land, wo man arbeiten musste bis zum Umfallen, keine Dankbarkeit dafür erwarten durfte, dafür jedoch oftmals besser mit Nahrungsmitteln versorgt war. Und dann der Bericht eines Knaben aus der Hitlerjugend, der hinter dem Regime steht und völlig verblendet ist von der Ideologie.

    Ein gutes Buch, das ich Jugendlichen, aber auch Erwachsenen an Herz legen möchte.
    Snow, R: Augenblick für immer. Das zweite Buch Lügenwahrheit Snow, R: Augenblick für immer. Das zweite Buch Lügenwahrheit (Buch)
    27.05.2019

    Voller Geheimnisse und unglaublich spannend

    Für June dreht sich im zweiten Band alles um den Fluch. Egal, ob sie mit Lilly versucht, Geheimnisse aufzudecken oder ob ihre Gefühle wegen Blake und Preston Purzelbäume schlagen…

    June hat sich zu einer mutigen Teenagerin entwickelt, die sich von niemandem etwas vorschreiben lässt und die vor keinem Abenteuer zurückschreckt. Ihre Freunde Lilly und Grayson hat sie an ihrer Seite und auf sie kann sie sich immer verlassen. Ihre beiden Cousins beherrschen ihre Rollen aus dem Effeff – der eine die des Sunny-Boys, der andere die des Bad-Boys. Die beiden Autorinnen verstehen es hervorragend, die Leidenschaft zwischen June und ihrem Auserwählten so zu beschreiben, dass wir beim Lesen das Prickeln und Knistern hautnah spüren können.

    Das Buch legt durchgängig ein gutes Tempo vor, sodass man, wenn man erst einmal damit begonnen hat, auch ganz schnell durch ist, weil es so spannend ist, dass man einfach nie den passenden Punkt für eine Pause findet. Rose Snow sind ein paar gute Ideen eingefallen, die die Handlung vorantreiben. Es gibt starke Helden und unsympathische Bösewichte. Wir erfahren wesentlich mehr über den Fluch als in Band 1 und Junes Gabe entwickelt sich laufend weiter.

    Am Ende des Buches bleibt nur der Wunsch, ganz schnell Teil 3 in der Hand zu halten, damit ich erfahre, wie es weitergeht… Ich freue mich schon auf das Finale der Trilogie!
    Sommerzauber auf der kleinen Insel Barbara Erlenkamp
    Sommerzauber auf der kleinen Insel (Buch)
    20.05.2019

    Schönes Wohlfühlbuch

    Britta ist sehr zielstrebig, strukturiert und sehr gut organisiert. Sie ist auf dem besten Wege in die Führungsspitze ihrer Firma in Frankfurt. Doch dann kommt der Auftrag, ein Feriendorf auf einer Insel in Dänemark zu planen. Auf dieser Insel gerät das Leben von Britta ziemlich durcheinander. Denn diese Insel ist die Heimat ihres Vaters, der vor ihrer Geburt gestorben ist, wie sie immer glaubte. Doch plötzlich steht ihr Vater vor ihr und mit ihm eine große glückliche Familie…

    Das Buch von Barbara Erlenkamp verbreitet jede Menge gute Laune. Britta ist eine sehr sympathische Frau und als Leserin fiebere ich mit ihr. Sowohl was ihre beruflichen Entwicklungen angeht als auch im familiären Bereich und in der Liebe. Immer wieder hoffe ich, dass sie doch noch einen Weg findet, alles unter einen Hut zu bringen, auch wenn ich keine Ahnung habe, wie das gehen soll. Das Autorenduo schafft es, die Personen sehr authentisch darzustellen, egal ob es um die netten Menschen geht, wie die Familie, die Britta in Dänemark findet, oder die intriganten Personen, die Britta das Leben schwer machen.

    Das Buch ist für mich der perfekte Wohlfühlroman, um ihn entspannt im Urlaub zu lesen. Ich habe die Lektüre sehr genossen. Kaum hatte ich angefangen, war ich auch schon durch damit.
    Mein Leben als Sonntagskind Judith Visser
    Mein Leben als Sonntagskind (Buch)
    05.05.2019

    Unbedingt lesen!

    Schon in frühester Kindheit wird klar, dass Jasmijn anders ist, die Welt anders wahrnimmt als andere Menschen. Als sie im Alter von vier Jahren in die Vorschule kommt, wird es ganz deutlich und es wird auch immer so bleiben… Mit Anfang 20 spricht ihre Freundin sie zum ersten Mal darauf an, dass sie sich testen lassen könnte – auf Asperger -, um auf die vielen „warum“ endlich ein „darum“ zu erhalten…

    Judith Visser hat mit „Mein Leben als Sonntagskind“ einen autobiografischen Roman geschrieben und beim Lesen hatte ich auch immer wieder die Autorin vor meinem inneren Auge. Denn dem Buch ist deutlich anzumerken, dass Judith Visser weiß, wovon sie schreibt. Dabei würde mich natürlich interessieren, was in dem Buch Wahrheit und was Dichtung ist. Standen auch ihre Eltern so bedingungslos hinter ihr? Genoss auch sie derart viele Freiheiten, sich zu entwickeln, wie die Figur in ihrem Buch? Oder ist das ihre Idealvorstellung?

    Der Autorin gelingt es sehr gut, dem Leser die Überforderung der jungen Jasmijn durch die vielen Geräusche, das grelle Licht oder die vielen Menschen deutlich zu machen. Besonders schlimm ist es, wenn Jasmijn aufgrund einer ihrer außergewöhnlich starken Migräneanfälle kapitulieren muss, während derer sie zum Teil nicht einmal mehr sprechen kann. Toll fand ich auch, wie die Freundschaft mit ihrer besten Freundin Kirsten geschildert wird. Kirsten bemüht sich, eine Freundschaft aufzubauen, akzeptiert Jasmijn und ihre Eigenheiten, passt sich an und ist ihr wirklich eine Freundin. Zudem ist die persönliche Entwicklung von der Hauptfigur sehr gut zu sehen, sie wird mutiger, wächst über sich hinaus, erweitert ihre Welt.

    Judith Visser ist ein tolles Buch gelungen. Ich meine zwar, zwei „Fehler“ gefunden zu haben, doch zugunsten des wichtigen Themas lasse ich diese erzählerischen Details (einen Logikfehler und einen Fehler im Tag) gerne unter den Tisch fallen. Denn ich glaube, dieses Buch kann zum Thema Verstehen von Menschen mit Autismus und Asperger wesentlich mehr beitragen als so mancher Krimi bzw. Roman, der in den letzten Jahren erschienen ist, und nur überspitzte Vorurteile bedient.

    Also, meine Empfehlung lautet: unbedingt lesen!
    Dünengeister Nina Ohlandt
    Dünengeister (Buch)
    09.04.2019

    Schöner Krimi zum Miträtseln, der Lust auf Sylt macht

    In einer Wanderdüne auf Sylt werden alte Knochen gefunden. Doch damit nicht genug, kurz darauf sterben eine Frau und ihr kleiner Sohn, auf deren Grundstück sich die Düne befindet. Kommissar Benthien, seine Partnerin Lilly und Fitzen beginnen zu ermitteln…

    Dünengeister war mein erstes Buch von der Autorin Nina Ohlandt. Das Buch zeichnet sich durch sympathische Ermittler – Benthien, Lilly und Fitzen aus. Dazu kommt eine Familie, aus der die Opfer stammen, in der jedes Familienmitglied einschließlich deren Freunde und Feinde verdächtig sind. Für mich als Leserin bedeutet dies großen Lesespaß, denn ich hatte die Möglichkeit, beim Lesen mitzuraten, wer der Täter ist. Nina Ohlandt legt zudem immer wieder falsche Fährten aus, um den Leser aufs Glatteis zu führen, was mir zusätzlich Freude bereitet hat.

    Die einzelnen Personen sind liebevoll gezeichnet. Dabei ist es egal, ob sie lieb und nett, Eigenbrötler oder wahre Stinkstiefel sind. Man merkt der Autorin die Freude an, die sie beim Erschaffen der Figuren hat.

    Besonders gefallen hat mir die Auflösung des Krimis – sowohl das wie als auch das wer!

    Ein tolles Buch für Freunde des unblutigen deutschen Krimis, bei dem einfach alles stimmig ist!
    Hasenjagd Hasenjagd (Buch)
    24.10.2018

    Lars Kepler gehört zu dem Besten, was das Genre zu bieten hat

    Joona Linna verbüßt eine Gefängnisstrafe und hat mit seinem alten Leben als Ermittler abgeschlossen. Doch als eine wichtige Persönlichkeit Schwedens ermordet wird, ist plötzlich Joonas Scharfsinn gefragt. Und tatsächlich weiß Joona schon lange vor allen anderen, wie der Hase läuft…

    Meinen letzten Thriller von Lars Kepler hatte ich 2015 gelesen, daher war ich sehr gespannt auf Hasenjagd. Erwartet habe ich einen Pageturner und ein klasse Ermittlerteam – Joona Linna und Saga Bauer. Und ich bin auch nicht enttäuscht worden.

    Nicht mehr erinnern konnte ich mich daran, wie brutal und detailliert die Verbrechen geschildert werden. Ich weiß, dass dies bei Krimis und Thrillern aus Skandinavien, USA und bestimmten Thrillern aus Großbritannien häufig der Fall ist. Trotzdem muss es mir nicht gefallen. Spannung kann auch durch weniger detaillierte Beschreibungen der Gewaltverbrechen aufgebaut werden.

    Zu Beginn des Buches dachte ich noch, dass Lars Kepler aber sehr viele Handlungsstränge aufbauen. Sie sind jedoch Meister darin, diese alle miteinander zu verknüpfen und am Ende schlüssig aufzulösen. Respekt! Das schaffen viele Kollegen nur halb so gut!

    Ja, und Joona Linna und Sage Bauer macht es einfach Spaß bei der Arbeit über die Schulter zu schauen. Ich warte beim Lesen schon geradezu darauf, dass sie ihren nächsten Einsatz haben. Zum einen, weil ich wissen will, welchen irrwitzigen Gedanken Joona jetzt schon wieder hat, der die Ermittlungen nach vorne bringt. Zum anderen, um zu sehen, wo Saga nun wieder gegen die Regeln verstößt.

    Und auch die anderen Personen werden gut aufgebaut, mir nahegebracht und wirken lebendig auf mich. Als Leser kann ich miträtseln, wer der Täter ist, wie alles zusammenhängt und wohin die Geschichte wohl steuert.
    Das führt dazu, dass ich das Buch erst aus der Hand legen kann, wenn ich endlich das Ende des Buches erreicht habe. Leider muss ich dann auf den nächsten Teil warten. Und genau das mache ich nun: ich warte ungeduldig auf den nächsten Teil der Reihe, damit ich Joona Linna und Saga Bauer weiter bei ihrer Arbeit begleiten kann.
    Loyalitäten Loyalitäten (Buch)
    21.09.2018

    Das Buch hat mich tief beeindruckt

    Das Geschehen wird aus der Perspektive von vier Personen erzählt. Da ist zum einen Théo, der Hauptprotagonist. Er trägt die Last der ganzen Welt auf seinen Schultern und zerbricht nach und nach daran. Seine Eltern haben sich aus ihren Rollen zurückgezogen und ihren Sohn, der noch nicht einmal 13 Jahre alt ist entweder allein gelassen oder ihm einen Teil ihrer Verantwortung übertragen. Die einzige Person, die überhaupt merkt, dass etwas nicht stimmt, ist seine Lehrerin. Eine weitere Erzählperspektive, die wir begleiten. Beim Lesen ihrer Person schwanke ich immer wieder zwischen Hoffnung und Unbehagen. Sie kann so viel Unheil anrichten, wenn sie falsche Verdächtigungen ausstößt, aber sie kann auch helfen, indem sie überhaupt versucht einzugreifen.
    Dann ist da noch Mathis, der beste Freund von Théo. Zu Beginn der Freundschaft bewundert er Théo sehr und versucht so zu sein wie er, schließlich sorgt er sich um ihn und später versucht er ihn zu beschützen.
    Die vierte Person, deren Perspektive wir miterleben ist die Mutter von Mathis. Auch sie merkt, dass etwas nicht in Ordnung ist, erwischt Théo und ihren Sohn sogar einmal beim Trinken von Alkohol. Für sie ist aber nur wichtig, ihren Sohn aus dem Einflussbereich des schlechten Umgangs, nämlich Théo, zu entfernen. Um Théo macht sie sich keine Sorgen. Sie ist insgesamt viel zu sehr mit ihrem eigenen Leben beschäftigt. Da sie entdeckt hat, dass ihr Mann sich Abend für Abend in Internetforen und einem Blog austobt und Randgruppen auf übelste Art und Weise beschimpft.

    Das Buch von Delphine de Vigan ist ein sehr vielschichtiges Buch, das unglaublich viele Ebenen bietet. Die Ereignisse werden mit einer Eindringlichkeit geschildert, dass die Worte auf mich als Leserin eine immer größere Sogwirkung ausgeübt haben. Théo Sehnsucht ist für mich mit den Händen zu Greifen gewesen. Das Gefühl der Überforderung und der Ausweglosigkeit hat mir beim Lesen immer mehr die Luft zum Atmen genommen.

    Wiederholt ist mir beim Lesen der Titel des Buches „Loyalitäten“ durch den Kopf gegangen. Der Titel ist fantastisch gewählt. Denn wieder und wieder stolpere ich als Leserin genau darüber, dass die Loyalität der Fallstrick für die einzelnen Personen ist. Es geht um Loyalität und darum, dass der Protagonist daran gebunden und deshalb in seiner Handlung nicht frei ist und erst aus diesem Grund eine ganze Kette von Ereignissen in Gang kommt oder nicht verhindert werden kann.

    Das Buch ist sehr tiefgründig und es ist ein Buch, das ich im Laufe der Zeit noch häufiger lesen werde. Es bietet so viele unterschiedliche Aspekte, die beleuchtet und analysiert werden können, dass ein einmaliges Lesen dafür nach meiner Einschätzung nicht ausreicht. Das Buch hat mich tief beeindruckt und das Gelesene wird mich auch noch eine Weile begleiten und beschäftigen.
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