Inhalt Einstellungen Privatsphäre
jpc.de – Leidenschaft für Musik Startseite jpc.de – Leidenschaft für Musik Startseite
  • Portofrei ab 20 Euro
  • Portofrei bestellen ab 20 Euro
  • Portofrei innerhalb Deutschlands Vinyl und Bücher und alles ab 20 Euro
0
EUR
00,00*
Warenkorb EUR 00,00 *
Anmelden
Konto anlegen
    Erweiterte Suche
    Anmelden Konto anlegen
    1. Startseite
    2. Alle Rezensionen von Elchi130 bei jpc.de

    Elchi130 Top 100 Rezensent

    Aktiv seit: 21. September 2018
    "Hilfreich"-Bewertungen: 22
    212 Rezensionen
    Reiz niemals einen Drachen (Band 2) Annette Roeder
    Reiz niemals einen Drachen (Band 2) (Buch)
    21.05.2023

    Wieder ein tolles Abenteuer

    Nachdem Clemens und Bahira den Drachen Papalote nach Mallorca begleitet haben, denken sie, dass sich dieser nun in Sicherheit befinden würde. Doch dann entdecken sie plötzlich Dr. Wahnschaffe und Sina Sinnreich auf der Insel. Sofort ist ihnen klar, dass die beiden auf der Suche nach Papalote sind. Sie müssen den beiden eine Falle stellen, wenn sie ihren Drachen beschützen wollen. Doch leider klappt dabei nicht alles wie erhofft.

    Auch Band 2 der Reihe von Annette Roeder bietet wieder ein spannendes Abenteuer mit viel Fantasie und tollem Humor. Die Autorin hat ausgezeichnete Ideen, die zum Teil fesselnd, zum Teil witzig und zum Teil beides sind. Die Figuren gefallen mir alle sehr gut, da ich sie sehr liebevoll ausgearbeitet finde. Ganz egal, ob es sich dabei um Bahira, Clemens, Papalote auf der einen Seite handelt oder Dr. Wahnschaffe und Sina Sinnreich auf der anderen Seite.

    Dieser Band wird wieder bereichert durch wirklich fabelhafte Zeichnungen von Max Meinzold. Nach meinem Empfinden waren es diesmal viel mehr Bilder und sie waren auch abwechslungsreicher als in Band 1. Die Zeichnungen unterstützen die Geschichte ungemein. Auch das Cover mit dem Bilderrahmen hat mich wieder begeistert. Das ist und bleibt einfach eine super Idee.
    Babel Rebecca F. Kuang
    Babel (Buch)
    13.05.2023

    Dem Buch fehlt vor allem Tempo

    Als Kind wird Robin Swift von Prof. Lovell vor dem Tod gerettet. Seine gesamte Familie ist im chinesischen Kanton an der Cholera gestorben, als der Professor ihn findet und mit nach England nimmt. Dort bereitet er den Jungen auf sein Studium an dem Königlichen Institut für Übersetzung der Universität in Oxford, genannt Babel, vor, indem Robin Unterricht in Altgriechisch und Latein erhält. Als einer von vier Schülerinnen und Schülern fängt er dort an. Da ist er, der chinesische Junge aus Kanton, Ramy, ein indischer Junge, Victoire, ein Mädchen aus Haiti sowie Letty, eine Engländerin aus gutem Hause. Das Buch beginnt interessant, indem wir die Rettung von Robin Swift erleben und seine ersten Jahre in England. Als Einstieg in die Geschichte fand ich es gut, erst einmal ein Gespür für die Hauptfigur zu erhalten und ihn ein wenig kennenzulernen.

    Doch kaum hat Robin am Institut Babel in Oxford mit seinem Studium begonnen, wirkt das Buch auf mich, als müsste uns die Autorin Rebecca F. Kuang ihr geballtes Wissen über Sprache, Sprachentwicklung und Übersetzung vermitteln. Ich fühlte mich, als würde ich in einer Pflichtveranstaltung an der Universität sitzen und einer Vorlesung lauschen, die ich nicht sonderlich interessant finde. Nach einer längeren Abhandlung, durch die ich mich gequält habe und bei der ich mich gefragt habe, warum die Autorin über das Thema nicht ein Sachbuch geschrieben hat, enthält das Buch bis Kapitel 12 immer wieder Abschnitte, in denen sie doziert und uns Sprachtheorie vermittelt. Mir passiert auf diesen Seiten auf der Handlungsebene einfach viel zu wenig und ich finde das Buch eher langweilig.

    Nachdem endlich der Theorieanteil wieder abnimmt und inhaltlich mehr passiert, finde ich das Geschehen viel spannender. Denn das Buch beschäftigt sich mit sehr wichtigen politischen und gesellschaftlichen Themen. Es geht um Rassismus, Kolonialgeschichte, Klassenkampf. Alles Themen, die mich brennend interessieren, besonders auch im Vergleich von früher zu heute. Doch leider steht auch hier die aktive Handlung wieder schnell im Hintergrund, indem die Autorin uns an den Gedankengängen der Figuren und Diskussionen der Personen im Detail teilhaben lässt. Seitenweise erörtern die Charaktere das Für und Wider ihres Denkens und Handelns, ihrer Vorstellungen und Wünsche. Leider wird das Buch dadurch wieder sehr langatmig.

    Mir hat insgesamt einfach Tempo in der Handlung gefehlt. Es passiert zu wenig und wird zu viel Theorie vermittelt sowie diskutiert. Schade, da das Buch sehr wichtige und spannende Themen behandelt und meiner Ansicht nach die Chance vertan wird, viele Menschen mit diesen spannenden Themen zu erreichen.
    A Curse Unbroken Yvy Kazi
    A Curse Unbroken (Buch)
    13.05.2023

    Toller erster Teil

    Gemma Stone ist eine Hexe, die weiße Magie praktiziert und ihre Künste in den sozialen Medien anbietet. So lernt sie Darren kennen. Er wurde mit einem Blutfluch belegt und sucht nach einem Weg, um diesen zu brechen. Da Gemma sich zu Darren sofort hingezogen fühlt, hilft sie ihm, obwohl er ihr vieles verschweigt und sie deutlich die Gefahr spürt, in die sie sich mit dieser Mission begibt.
    Die Anziehung zwischen Gemma und Darren ist genauso deutlich zu spüren wie die zwischen ihrem Bruder Taro und ihrer besten Freundin Hazel. Die Liebesgeschichte gefällt mir ausnehmend gut. Die weiße Hexe und der zwielichtige Darren passen gut zusammen. Das Interesse am jeweils anderen wirkt echt. Die Sexszenen habe ich als geschmackvoll empfunden und sie haben zudem nicht zu viel Raum eingenommen.
    Die Welt, die die Autorin Yvy Kazi in ihrer Reihe „Magic & Moonlight“ erschafft, steckt voller Magie und fantastischer Wesen. Ich liebe magische Welten, die sich an unserer realen Welt orientieren und in dieser Hexen, Wertiere, Gestaltwandler und andere Gestalten der Fantastikliteratur anzusiedeln. Dadurch entsteht eine ganz eigene Spannung, weil ich mir während des Lesens immer wieder vorzustellen versuche, dass diese Wesen tatsächlich ein Teil unserer Gemeinschaft darstellen.
    Die Themen, die in „A curse unbroken“ behandelt werden, sind sehr interessant. Es geht viel um Manipulation, Täuschung und Politik. Die Figuren sind fast alle nicht ausschließlich gut oder böse. Die Bösen handeln teilweise aus Liebe, teilweise um ihre Art zu schützen. Die Guten müssen im Kampf böse Mittel anwenden. Das sorgt für Spannung. Als Leserin werde ich immer wieder damit überrascht, dass nicht alle das sind, was sie zu sein vorgeben.
    Das Buch startet gemächlich, steigert sich jedoch kontinuierlich. Auf dem Höhepunkt der Spannungskurve endet der erste Teil, sodass ich es kaum erwarten kann, mit Band zwei weiterzumachen.
    Morgen, morgen und wieder morgen Gabrielle Zevin
    Morgen, morgen und wieder morgen (Buch)
    08.05.2023

    Das Buch hat mich positiv überrascht

    Sam und Sadie kennen sich seit Kindertagen. Als er nach einem Unfall im Krankenhaus lag, ebenso wie ihre schwerkranke Schwester, haben die beiden ganze Nachmittage Super-Mario gezockt. Jahre später treffen sie sich als Studenten wieder und entwickeln gemeinsam ein PC-Game, das ein großer Erfolg wird. Zusammen mit Sams Mitbewohner Marx gründen die drei eine Firma und widmen sich ihrer gemeinsamen Leidenschaft, dem Entwickeln von Spielen.

    In dem Buch „Morgen, morgen und wieder morgen“ dreht sich alles um Spiele, Gamer und Gaming. Diese Welt ist mir nicht vertraut, da ich nicht spiele. Trotzdem hat die Autorin Gabrielle Zevin es geschafft, mich mitzunehmen in ihre Geschichte.

    Im Mittelpunkt des Romans steht für mich jedoch die Freundschaft zwischen Marx, Sam und Sadie. Die Autorin schildert die Verbundenheit so intensiv, dass ich sie ganz deutlich in jeder Nuance spüren kann. Es gibt Zeiten, in denen die Figuren eine Einheit bilden. Es treten Konflikte auf, teilweise entfernen sich die Freunde voneinander. Doch immer wieder kommen sie sich näher, um sich dann doch wieder zu entfernen, damit später wieder eine Annäherung stattfinden kann. Es war unglaublich schön, die Höhen und Tiefen dieser Beziehungen mitzuerleben und doch immer daran zu glauben, dass alles gut wird.

    Es gibt Szenen, die vollkommen überzeichnet, aber sehr humorvoll sind. Es gibt Stellen, die sehr traurig sind und mir als Leserin das Herz gebrochen haben. Die Autorin zeigt uns den persönlichen und den beruflichen Alltag der Figuren, womit sie mir diese näher gebracht hat. Es gibt nur wenige Stellen, die mir nicht gefallen und durch die ich mich durchgequält habe. Denn die Geschichte war für mich, so wie die Autorin sie geschildert hat, stimmig, interessant und schön.
    One Of The Girls One Of The Girls (MP3)
    29.04.2023

    Ich fühlte mich gut unterhalten

    In vier Wochen will Lexi heiraten. Für den Junggesellinnenabschied fliegt sie mit ihren fünf Freundinnen nach Griechenland, um dort ein verlängertes Wochenende in einer Villa zu verbringen. Mit dabei sind ihre beiden Kindheitsfreundinnen, die Partnerin einer dieser Freundinnen, ihre zukünftige Schwägerin und eine neue enge Freundin. Was als schöne Auszeit geplant war, gestaltet sich nach und nach immer schwieriger. Es kommen Konflikte auf, Geheimnisse kommen ans Licht, Lügen werden enttarnt…
    Mir hat das Hörbuch von Anfang an gut gefallen. Ich fand es sehr spannend, die Dynamik der Gruppe zu sehen und zu ergründen, wer in der Gemeinschaft, welche Rolle einnimmt. Schnell werden Animositäten klar, Fronten entstehen, lösen sich wieder auf, entstehen neu. Nach und nach bröckelt das Bild der Gruppe. Es treten Konflikte auf, die manchmal noch eine ganze Weile unter dem Tisch gehalten werden können. Immer mehr Geheimnisse werden gelüftet. Das Ganze zu begleiten, hat mir sehr viel Spaß bereitet und mich gut unterhalten. Diese Situationen spitzen sich im Laufe des Hörbuches immer weiter zu, bis es am Ende zu einer Klärung kommt.
    Der Autorin Lucy Clarke ist es dabei sehr gut gelungen, mit meinen Erwartungen zu spielen. Manche haben sich erfüllt, doch oft hat sie diese auch komplett über den Haufen geworfen, indem die Geschichte eine unerwartete Wendung genommen hat. Das Ende hat mich weitestgehend überrascht, aber es hat mir sehr gut gefallen.
    Gelesen wurde das Hörbuch von Julia von Tettenborn und Corinna Dorenkamp. Beide habe ich als sehr angenehme und passende Besetzung empfunden. Sie haben für ein lebendiges Hörerlebnis gesorgt und mich tief in die Handlung eintauchen lassen.
    Stealing Infinity Alyson Noël
    Stealing Infinity (Buch)
    29.04.2023

    Gut zu lesen, aber nicht immer erfüllend

    Nach dem Verschwinden ihres Vaters ändert sich das Leben von Natasha Clarke völlig, und sie wird zur Außenseiterin an ihrer Schule. Doch dann begegnet sie Elodie, von der sie aufgrund deren schillernder Persönlichkeit eingenommen ist. Als Natasha mit Elodie einen angesagten Club besucht, wird sie am nächsten Tag des Diebstahls bezichtigt. Die einzige Möglichkeit, diese Angelegenheit wieder zu bereinigen, ist, dass sie dem Angebot der Gray Wolf Academy folgt und in Zukunft dort zur Schule geht…
    Das Buch „Stealing Infinity“ von Alyson Noel startet sehr spannend. Im Prolog beobachten wir ein Verbrechen. Im Anschluss springen wir in die Gegenwart und auch hier schafft es die Autorin, den Spannungsbogen hoch zu halten.
    Doch das ist vorbei, als wir mit Natasha an der Gray Wolf Academy ankommen. Sehr schnell wird klar, dass die Protagonistin niemandem trauen kann. Alle Personen haben Geheimnisse, sind auf ihren eigenen Vorteil bedacht, schmieden Intrigen und geben sich zugeknöpft. Auch Braxton, der sich scheinbar sehr um Natasha bemüht, ruft immer wieder Argwohn in mir hervor. Es dauert sehr lange, bis die Autorin nach und nach enthüllt, um was es in der Gray Wolf Academy geht. Das Geschehen dreht sich gefühlt sehr lange im Kreis. Es geht um Lügen, Intrigen, Macht, sexuelle Anziehung und Designerkleidung.
    Erst gegen Ende nimmt die Handlung wieder an Fahrt auf und wir knüpfen gefühlt wieder an die Ereignisse zu Beginn des Buches an.
    Da die Autorin eine versierte Schriftstellerin ist, wurde mir erst nach und nach bewusst, dass der Mittelteil inhaltlich eher schwach ist. Denn der Schreibstil ist so angenehm zu lesen, dass man förmlich durch die Seiten fliegt.
    Immer noch neugierig erwarte ich nun den zweiten Teil um die Gray Wolf Academy und hoffe, dass dieser mehr als Schulintrigen und Liebesschwüre zu bieten hat.
    Die spürst du nicht Daniel Glattauer
    Die spürst du nicht (MP3)
    29.04.2023

    Hat meine hohen Erwartungen nicht erfüllt

    Die Grünen-Politikerin Elisa Strobl-Marinek fährt mit ihrem Mann, den beiden Töchtern und einer befreundeten Familie in den Urlaub in die Toskana. Mit dabei ist Aayana, eine Schulfreundin der ältesten Tochter Sophie Luise. Bei der Freundin handelt es sich um ein somalisches Flüchtlingsmädchen. Doch kaum hat der Luxusurlaub in einem exklusiven Ferienhaus inkl. Pool begonnen, geschieht eine Katastrophe…

    Das Hörbuch „Die spürst du nicht“ des Autors Daniel Glattauer fand ich bis zu dem Moment der Tragödie genial. Der Autor hat einen glasklaren Blick auf, aber auch hinter das Geschehen. Jede einzelne Formulierung ist treffsicher und oft herrlich entlarvend. So hätte es gerne für mich weitergehen können.

    Doch leider konnte mich die weitere Entwicklung des Geschehens nicht mehr so begeistern. Besonders die Artikel der Zeitungen auf ihren Onlineseiten mit den ergänzenden Kommentaren der breiten Masse, fand ich zu profan. Sie lieferten mir keinen Mehrwert, daher sind sie aus meiner Perspektive schlichtweg überflüssig.

    Die Entwicklung von Sophie Luise war im Großen und Ganzen der einzige Handlungsstrang, der noch Spannung in das Geschehen brachte. Denn mir war lange Zeit nicht klar, worauf der Autor hinauswollte.

    Die Ehepaare Strobl-Marinek und Binders haben sich genauso verhalten, wie ich es erwartet habe. Hier fehlte mir der bestechend scharfe Blick für das Hintergründige des Autors genauso wie Überraschungen im Verhalten der Figuren.

    Ein Highlight waren die Sprecher des Hörbuchs. Sowohl Tessa Mittelstaedt als auch Steffen Groth sorgen für ein Leseerlebnis. Wobei Tessa Mittelstaedt ihren Kollegen durch ihre pointierte und lebendige Lesart mit Leichtigkeit an die Wand spielt. Schon wegen der beiden Sprecher lohnt sich das Hörbuch.

    Insgesamt startete das Buch hervorragend und verlor sich dann in der Mittelmäßigkeit. Da ich dem Autor einige meiner Lieblingsbücher verdanke, finde ich diese Entwicklung sehr traurig.
    Mclean, J: First & Forever, Band 1 - Be My First Mclean, J: First & Forever, Band 1 - Be My First (Buch)
    24.04.2023

    Wann bitte wird dieses Buch verfilmt!?!

    Avas Leben dreht sich um die Pflege und das Betreuen ihrer Mutter. Diese ist schwer traumatisiert als Kriegsinvalidin nach Hause gekommen. Die einzige Person, die sie unterstützt, ist ihr Halbbruder Trevor. Doch dann tritt Connor in ihr Leben. Sein Traum ist es, Basketballprofi zu werden. Deshalb ist er mit seinem Vater in diese Stadt gezogen, um an der Highschool ein besonderes Trainingsprogramm zu erhalten und hoffentlich einem Scout aufzufallen.

    Das Buch „Be my first“ ist für mich von Anfang an die perfekte Geschichte für einen tollen Liebesfilm. Die Story ist von Anfang an bittersüß und sehr emotional. Ich liebe sowohl Ava als auch Connor. Die Chemie zwischen den beiden stimmt einfach vom ersten Augenblick.

    Die Probleme und Ausnahmesituationen, vor denen sie immer wieder stehen, zerreißen mir das Herz. Besonders Avas Leben fordert von ihr oft mehr als eine 17-jährige bewältigen kann. Connor ist zudem einfach zu jung, um seine Bedürfnisse, Wünsche und Träume an eine Beziehung immer hinter diesen Anforderungen zurück zu stellen. Immer wieder bin ich hin- und hergerissen zwischen der Befürchtung, dass ihre Liebe scheitert, und dem Wunsch, dass sie einen gemeinsamen Weg finden.

    Dieses Buch von Jay McLean bietet Emotionen pur. Es hat mich aufgewühlt, mich traurig gemacht, mich glücklich gemacht. Mein Inneres war erfüllt von Liebe, Wut, Angst, Freude und dem Bedürfnis, den beiden zu helfen. Die perfekte Liebesgeschichte, um sich hereinfallen zu lassen, alles zu spüren und erst wieder aufzutauchen, wenn man das Buch beendet hat. Nur, um sich gaaaanz sehnlich sofort zu wünschen, man hätte Teil 2 bereits Zuhause, um sofort weiterzulesen.
    Die Legende von König Arthur und den Rittern der Tafelrunde John Matthews
    Die Legende von König Arthur und den Rittern der Tafelrunde (Buch)
    24.04.2023

    Für Sammler und Liebhaber

    Der Autor John Matthews ist ein großer Liebhaber der Saga um König Arthur. In diesem Buch „Die Legende von König Arthur und den Rittern der Tafelrunde“ hat er Erzählungen um den sagenumwobenen König und seine Ritter veröffentlicht, die der Allgemeinheit meistens noch nicht bekannt sind.

    Unterstützt wurde er dabei von dem Illustrator John Howe, der die Geschichten mit Bildern untermalt. Die Ausgabe des Klett-Cotta-Verlages ist sehr hochwertig und liebevoll gestaltet. Das Buch ist vom Format her größer als das übliche Hardcover-Format. Die Texte sind zweispaltig auf jeder Seite gedruckt. Es wird mit Verzierungen und Ornamenten gearbeitet. Zudem gibt es Literaturhinweise zum Thema. Daher ist es ein echtes Sammlerstück.

    Die Geschichten habe ich als sehr unterschiedlich empfunden. So gibt es welche, die uns in die Kinderjahre des Magiers Merlin führen oder in die frühen Jahre von Arthur sowie solche, die uns die Herkunft einzelner Ritter schildern. Dabei haben mich persönlich stets die Erzählungen angesprochen, in denen es um Merlin, mystische Ereignisse, Magie oder um das Feenvolk ging.

    Insgesamt ähnelte sich die Grundstruktur der Geschichten jedoch stark. Ein Ritter zieht aus, um Abenteuer zu erleben. Er kämpft sich durch die Welt, erschlägt dabei sehr viele Menschen, trifft auf die schönste Maid, die er je gesehen hat. Die beiden verlieben sich unsterblich ineinander. Er rettet die Frau und sie gehört im Anschluss ihm. Die Wiederholungen führen dazu, dass man nicht einfach eine Erzählung nach der nächsten lesen kann.

    Es gilt, das Buch zu genießen, es regelrecht zu zelebrieren. Dann kann man sich sowohl der optischen Highlights als auch der Geschichten am besten erfreuen. Insgesamt denke ich jedoch, dass dieses Buch eher etwas für Liebhaber der Arthur Saga ist als für Laien. An letzteren rauschen die Geschichten wahrscheinlich eher vorbei.
    Master Class, Band 1: Blut ist dicker als Tinte Stefanie Hasse
    Master Class, Band 1: Blut ist dicker als Tinte (Buch)
    15.04.2023

    Ich lese Stefanie Hasse unglaublich gern

    Seit einem Jahr trifft sich Riley mit einer Online-Schreibgruppe im Internet. Jetzt hat die Gruppe die Teilnahme an einem Schreibwettbewerb auf Masters´Castle gewonnen und die Schreibgruppe lernt sich im realen Leben kennen. Für Riley wird ein Traum wahr, denn nichts möchte sie so unbedingt, wie Schriftstellerin werden. Und mit diesem Wettbewerb kommt sie ihrem Ziel einen großen Schritt näher. Doch schon bald gleicht ihr Traum einem Albtraum.

    Ich lese die Bücher von Stefanie Hasse unglaublich gern, denn ihr unterhaltsamer Schreibstil lässt mich nur so durch die Seiten fliegen. Und auch den ersten Band von „Master Class – Blut ist dicker als Tinte“ habe ich wieder in Rekordgeschwindigkeit verschlungen.

    Sie erschafft auch hier wieder eine Situation, in der ihre weibliche Protagonistin zum Ziel von Ränkespielen wird. Als Leserin versuche ich, genauso wie Riley, herauszufinden, wer Freund und wer Feind ist. Ich stelle Hypothesen auf, muss sie im Laufe der Geschichte anpassen oder komplett über den Haufen werfen. Genauso solche Bücher mag ich. Das Rätseln macht mir unglaublichen Spaß.

    Besonders spannend habe ich die verschiedenen Aufgaben gefunden, die die Teilnehmer des Wettbewerbs lösen mussten. Ich habe mir noch nie Gedanken darüber gemacht, wie man das Schreiben von Büchern erlernen kann. Dabei hat mich besonders die unterschiedliche Herangehensweise bei den Aufgaben fasziniert.

    Sehr gelungen fand ich zudem, dass die Autorin noch eine Instanz über die Handlung auf Masters´Castle gesetzt hat. Auf hellgrauen Seiten meldet sich der Antagonist zu Wort. Er versucht das Geschehen im Schreibwettbewerb wie ein gutes Buch zu lenken und spinnt seine Fäden. Dabei verdeutlicht er, dass nicht immer alles so läuft, wie der Autor es geplant hat. Auch hier konnte ich viel über das Schreiben von Büchern lernen. Zudem fand ich diese zusätzliche Perspektive auf das Geschehen sehr erfrischend und es hat die Spannung gesteigert. Natürlich habe ich einen Verdacht, wer sich hinter dieser oberen Instanz verbirgt und bin sehr gespannt darauf, im 2. Teil zu erfahren, ob ich recht habe.

    Ein kleiner Wermutstropfen in diesem Buch war für mich die Darstellung der weiblichen Protagonistin, da ich sie leider sehr nervig fand. Sie ist naiv, unreflektiert, handelt oft ohne zu denken und wirkt auf mich wie ein Mauerblümchen. Daher konnte ich sie mir weder mit ihrem Ex-Freund noch mit dem aktuellen Love-Interest vorstellen.

    Schade fand ich, dass die Figuren bis auf Riley sehr blass geblieben sind. Diese hätten gut besser ausgebaut werden können. Das hätte dem Buch gewiss mehr Tiefe verliehen. In dem einen oder anderen Fall ist dies vielleicht geschehen, damit wir die Figur nicht näher untersuchen und als Urheber der ganzen Intrigen und Spielchen im Hintergrund ins Auge fassen. Trotzdem wäre es gut gewesen, da die Figuren viel zu oberflächlich angelegt sind.

    Insgesamt hat mir das Lesen des Buches jedoch sehr viel Spaß gemacht.
    Vergiss uns. Nicht. Laura Kneidl
    Vergiss uns. Nicht. (Buch)
    14.04.2023

    Zu viel Alltagshandlung

    Schon mit 14 Jahren war April bis über beide Ohren in den besten Freund ihres Bruders verliebt. Doch dann hat Gavin sich von einem Tag auf den anderen vor ihr zurückgezogen und ihr Herz ist in tausend Teile zersprungen. Nie wieder ist es einem Jungen gelungen, ihr Herz auch nur zu berühren. Doch dann gerät Gavin in eine Notlage und nicht nur für ihren Bruder Luca ist es selbstverständlich, Gavin zu helfen. Auch für April ist es unvermeidbar.

    Ich war sehr gespannt auf das Buch „Vergiss uns nicht“ von Laura Kneidl. Gehörten die ersten beiden Teile der Reihe doch zu den ersten Büchern, die ich aus dem Bereich YA/NA gelesen hatte. April ist für mich eine typische, junge Studentin, die neben ihrem Studium einen guten Freundeskreis und ein paar Hobbies pflegt. Der Schmerz, den Gavin in ihr hinterlassen hat, ist deutlich zu spüren. Gavin bleibt sehr lange eher blass, da wir ihm immer nur in Verbindung mit April und ihren Gedanken und Gefühlen begegnen. Mehr als einmal habe ich mir gewünscht, Laura Kneidl würde die Geschichte auch aus Sicht von Gavin erzählen. Denn Gavin ist in meinen Augen die deutlich interessantere Figur mit seinen Brüchen, Problemen und Geheimnissen.

    Leider bleibt das Buch viel zu lange, nämlich etwa die ersten 2/3 der Geschichte, bei dem alltäglichen Leben von April hängen. Ihr Studium, ihr SHS-Projekt, Treffen mit Freunden, Nebenjob usw. Während dieser Zeit fühlte ich mich wie in einer Soap Opera. Diese kann man auch sehr lange schauen und die Handlung tritt mehr oder weniger auf der Stelle, da jede alltägliche Handlung in voller Länge gezeigt wird. Das fand ich zwar ganz nett zu lesen, es war jedoch auch ein wenig langatmig.

    Das letzte Drittel hat mir dann jedoch sehr gut gefallen. Als zwischen den beiden Hauptfiguren endlich etwas passierte, habe ich das Geschehen sehr intensiv gefunden. Die Gedanken und Gefühle waren dicht. April und Gavin in dieser Phase zu beobachten, hat mir viel Spaß gemacht und ich habe jede Zeile genossen. Das Ende war mir dann jedoch viel zu melodramatisch. Die Reaktionen konnte ich nur zum Teil nachvollziehen. Sie waren für meinen Geschmack aber überzogen. Klar, bin ich jetzt gespannt auf den vierten Teil. Ganz überzeugt davon, dass er mir gefallen wird, bin ich jedoch nicht.
    Der Donnerstagsmordclub und die verirrte Kugel Richard Osman
    Der Donnerstagsmordclub und die verirrte Kugel (Buch)
    07.04.2023

    Insgesamt wieder ein schönes Buch

    Der Donnerstagsmordclub nimmt sich einen Cold-Case vor. Die bekannte Journalistin Bethany Waites ist vor etwa 10 Jahren verschwunden. Ihre Leiche wurde nie gefunden. Das klingt nach genau dem richtigen Fall für die vier Senioren. Und kaum fangen sie an zu ermitteln, scheinen sie auch schon in ein Wespennest gestochen zu haben.

    Es macht einfach sehr viel Spaß, dem Donnerstagsmordclub bei den Ermittlungen über die Schulter zu schauen. Ron, Joyce, Elizabeth und Ibrahim sind kauzige, liebenswerte Originale. Ihre Nachforschungen sind stets unkonventionell und schräg. Teilweise wirkten sie bei diesen Ermittlungen ein wenig unbeholfen und nicht mehr ganz so treffsicher wie bei den ersten beiden Fällen.

    Viktor ergänzte die Vierer-Runde optimal und ich würde mich freuen, wenn er ein fester Bestandteil des Donnerstagsmordclubs wird. Insgesamt liegt die Stärke des Buches auf der Figurenzeichnung. Der Autor erweckt stets unangepasste, außergewöhnliche Personen zum Leben.

    Ab und an plätscherte die Handlung leider ein wenig vor sich hin. Besonders Joyce hatte für meinen Geschmack zu viel Raum erhalten. Sie wirkt oft leicht unbeholfen, mütterlich und redet ohne Punkt und Komma. Das ist mal ganz nett, aber es sollte nicht überhandnehmen.

    Der Fokus hätte noch mehr auf den Ermittlungen liegen dürfen. Diese blieb oft zu sehr im Hintergrund. Insgesamt fand ich jedoch sowohl den Kriminalfall spannend als auch die Verwicklungen rund um Viktor.

    Fazit: Ein interessanter Cold-Case und tolle Figuren versprechen wieder ein nettes Lesevergnügen. Dass der Autor für meinen Geschmack manchmal zu sehr abschweift, gibt einen Abzug in der B-Note. Insgesamt aber eine Leseempfehlung!
    Totes Moor Lars Engels
    Totes Moor (Buch)
    07.04.2023

    Ein Krimi, wie er sein sollte

    Im Jahr 2009 verschwindet die 18-jährige Schülerin Matilda Nolte. 2018 wird ihre Leiche im Roten Moor gefunden. Kommissar Janosch Janssen wird als erster an den Fundort gerufen. Er ist gerade erst wieder nach Jahren in Frankfurt zurück in sein Heimatdorf gezogen. Der Fund stellt für ihn einen Schock dar. Denn Matilda war seine heimliche Jugendliebe und sein Vater im Jahr 2009 der Hauptverdächtige.

    Für mich hat der erste Fall um den Kommissar Janosch Janssen alles, was ich mir von einem guten Krimi erhoffe. Das Buch ist von Anfang an spannend und hält diese Spannung mühelos. Es gibt ein Verbrechen, über das wir nach und nach immer mehr erfahren. Die Ermittlungen sind interessant und laden zum Miträtseln ein. Der Autor präsentiert uns im Laufe der Geschichte mehrere Verdächtige, die ein Motiv oder die Möglichkeit hatten, Matilda zu töten.

    Obwohl mir der Täter schnell klar war, hätte ich jedoch niemals mit den Geheimnissen und Verwicklungen gerechnet, die uns der Autor Lars Engels bei der Auflösung präsentiert. Diese waren für mich im Großen und Ganzen schlüssig und in weiten Teilen dennoch eine Überraschung.

    Die ermittelnden Polizisten stellen eine gut gemischte Gruppe dar, die sowohl Reibung bietet als auch Kameradschaft. Die Personen können noch mehr Tiefe vertragen. Da es sich jedoch um den Auftakt einer Reihe handelt, werden wir die Ermittler in den nächsten Teilen bestimmt noch besser kennenlernen.

    Nachdem ich das Buch innerhalb weniger Stunden verschlungen hatte, warte ich nun sehnsüchtig auf den nächsten Band mit Kommissar Janosch Janssen und seinen Kollegen.
    Die Radfahrerin Susanna Leonard
    Die Radfahrerin (Buch)
    04.04.2023

    Ein tolles Buch

    Im Jahr 1894 setzt sich die 22-jährige Annie auf ein Fahrrad, um in 15 Monaten als erste Frau die Welt auf einem Fahrrad zu umrunden. Sie muss jedoch nicht nur innerhalb dieser Zeit eine festgelegte Route befahren, sondern auch noch 5.000 Dollar verdienen, ohne Geschenke oder Spenden anzunehmen. Dabei schlägt ihr viel Respekt und Jubel, aber auch Verachtung und Neid entgegen.

    Die Autorin Susanna Leonard schafft es hervorragend, mir als Leserin ein Gefühl für die damalige Zeit zu geben. Was heißt es, als junge Frau im Jahr 1894 mit drei Kindern im jüdischen Ghetto von Boston zu leben? Welche Rolle sollen Frauen in der Gesellschaft einnehmen? Wie gehen Frauen mit diesen an sie herangetragenen Ansprüchen um? Was passiert, wenn eine Frau ausbricht und sich alleine mit einem Fahrrad auf den Weg um die Welt begibt? Susanna Leonard ist es sehr gut gelungen, sowohl die Unterstützung, die Annie erhalten hat, einzufangen als auch die Skepsis, besonders der Männerwelt, gegenüber einer Frau, die Fahrrad fährt.

    Der Schreibstil ist unglaublich mitreißend, sodass ich am liebsten ohne Pause gelesen hätte. Das Leben von Annie und auch die Abenteuer, die sie auf ihrer Weltreise erlebt, erscheinen wie in einem Film vor mir als Leserin. Zu Beginn des Buches hat die Autorin mich für Annie eingenommen. Ihre Verzweiflung und Resignation, aufgrund ihrer persönlichen Umstände, waren greifbar. Aber auch ihre Tatkraft, ihre Stärke und ihr Mut sorgten dafür, dass ich Annie sofort mochte. Auf ihrer Fahrt um die Welt, haben ihr gerade diese Eigenschaften enorm geholfen. Allerdings zeigte uns die Autorin da auch einen anderen Teil ihrer Persönlichkeit, der ihr bestimmt ebenfalls sehr geholfen hat, die Fahrt zu überstehen, der jedoch auf mich eher abstoßend wirkte und mich von ihr entfernt hat.

    Während des Lesens habe ich mich sehr oft gefragt, was in dem Buch auf Fakten beruht und was der Fantasie der Autorin entsprungen ist. Zwar erklärt Susanna Leonard, dass es nicht viele Aufzeichnungen über Annie Londonderry gibt und sie deshalb oft ihre Fantasie bemühen musste. Ich hätte dies jedoch gerne noch ausführlicher erklärt gehabt. Z.B. habe ich mich immer wieder gefragt, ob es die Aufzeichnungen aus dem Reisetagebuch wirklich gibt. Wirklich entnehmen konnte ich dem Nachwort jedoch nur, dass es über die Weltreise Zeitungsartikel gibt, die bei der Rekonstruktion der Reise geholfen haben.

    Nichts desto trotz hat mich das Buch gut unterhalten und mir einen guten Eindruck von der damaligen Zeit vermittelt. Deshalb empfehle ich dieses Buch sehr gerne.
    Gallant V. E. Schwab
    Gallant (Buch)
    30.03.2023

    Hat mich inhaltlich leider nicht erreicht

    Olivia Prior wächst in einem Waisenhaus auf. Die einzige Erinnerung an ihre Eltern ist ein Tagebuch ihrer Mutter. Doch eines Tages erreicht sie ein Brief ihres Onkels, der sie einlädt nach Gallant, ian den Stammsitz ihrer Familie, zu kommen. Sofort wird sie aus dem Waisenhaus in die Obhut ihrer Familie entlassen. Doch dort angekommen, muss sie feststellen, dass nichts so ist, wie sie es erwartet hat.

    Zunächst einmal möchte ich hervorheben, dass der Schreibstil der Autorin V.E. Schwab in vielerlei Hinsicht bemerkenswert ist. Ihre Formulierungen sind wohlgeschliffen, teilweise schon poetisch. Zudem verbindet sie verschiedene Erzählstile gekonnt und mit scheinbarer Leichtigkeit miteinander. So ergänzt sie den Haupttext ihrer Geschichte durch Tagebuchaufzeichnungen, gezeichnete Bilder und einen Spiegelbildtext, der in weißer Schrift auf schwarzem Grund erscheint. Das alles sind tolle Elemente, die ihren Erzählstil für mich besonders, ja fast einzigartig machen. Besonders die wiederholte, geschickte Einbindung des Tagebuchs und das damit erreichte tiefere Verständnis für die Geschichte bei mir als Leserin, habe ich sehr faszinierend gefunden.

    Doch leider konnte das Buch „Gallant – Im Garten der Schatten“ mich inhaltlich nur selten erreichen. Nämlich in den oben genannten Momenten, wenn die Autorin mit den verschiedenen Stilmitteln spielte. Ansonsten herrschte oft ein beschreibender Erzählstil vor, der mich ermüdet hat und durch den keinerlei Interesse für das Geschehen in mir aufkam.

    Zudem bin ich zu der Erkenntnis gelangt, dass ich dem Genre des Schauerromans nichts abgewinnen kann. Einen Ort oder ein Gebäude als etwas Böses zu betrachte oder einen Fluch für alles verantwortlich zu machen, was geschehen ist bzw. noch geschieht, finde ich einfach nicht spannend. Für die unheimliche, bedrohliche oder albtraumhafte Atmosphäre bin ich offenbar nicht empfänglich, da sie vor allem durch Beschreibungen hervorgerufen wird. Einen Schreibstil der von Beschreibungen lebt, empfinde ich jedoch als sehr distanziert, sodass ich von oben auf das Geschehen schaue und nicht mittendrin bin.

    Positiv möchte ich noch anmerken, dass bei diesem Buch das Cover perfekt zum Inhalt passt. Das ist eher selten der Fall, weshalb ich es hier hervorheben möchte.

    Fazit: Insgesamt kein Buch für mich, da mich der Inhalt über weite Strecken nicht erreichen konnte, sondern gelangweilt hat. Obwohl mich die Autorin mit ihrem gekonnten Jonglieren unterschiedlicher Erzählstile begeistern konnte.
    Remember when Trust was found Anne Goldberg
    Remember when Trust was found (Buch)
    27.03.2023

    Die Geschichte hat mich richtig aufgewühlt

    Bis vor 9 Monaten hatten Flora und Logan eine Büroaffäre. Doch dann hat Flora erfahren, dass sie nicht die einzige Frau an Logans Seite ist. Sie hat sich geschworen, nie wieder mit ihm zusammenzuarbeiten. Doch dann droht das Projekt von Logan und seinem Team zu scheitern und Flora soll es richten. Das bedeutet, dass sie wieder eng mit Logan zusammenarbeiten muss. Kein Problem, denn sie ist seit Monaten glücklich liiert und will beruflich weiter hinauf auf der Karriereleiter.
    Die beiden Hauptfiguren Logan und Flora hatten mein Herz im Handumdrehen erobert. Logan ist ein netter Kerl, auch wenn er für sein Alter unreif ist, was Beziehungen angeht. Und Flora ist eine erfolgreiche, zielstrebige und starke Frau. Obwohl die beiden eine gemeinsame Vergangenheit haben, die wie ein großer Elefant im Raum steht, wenn sie aufeinandertreffen, spürt man auch die Chemie der beiden, die stimmt und verspricht, dass es noch nicht vorbei ist. Aber dazwischen steht Simon, der neue von Partner von Flora, der nicht bereit ist, sie so einfach wieder herzugeben.
    Die Geschichte, die dieses Buch erzählt, hat mich sehr mitgenommen. Die Autorin versteht es hervorragend, schon zu Beginn unterschwellig zu vermitteln, dass etwas ganz und gar nicht so ist, wie es sein sollte. Dieses Unbehagen hat sich auf meine Schultern gelegt und sich dort gehalten, bis ich die Bestätigung meiner Befürchtungen erhalten habe. Immer wieder konnte ich es kaum ertragen, weiterzulesen. Doch aufzuhören war auch keine Option. Die Handlung war spannend wie ein Thriller. Anne Goldberg hat es hervorragend geschafft, mir die Gefühls- und Gedankenwelt ihrer Figuren zu vermitteln. Immer wieder habe ich mir gewünscht, ich könnte in das Geschehen eingreifen, um den Verlauf zu ändern. Trotzdem hat die Autorin es sehr gut verstanden, nie einen Schritt zu weit zu gehen. Sie hat mit ihren Beschreibungen immer genau da gestoppt, wo es zwar weh getan hat, aber noch auszuhalten war.
    Besonders Logans Verhalten hat mich im Laufe des Buches immer mehr überzeugt. Er reift, wird erwachsen, stellt sich zurück, um im Notfall da zu sein. Dazu kommt, dass er ein toller großer Bruder ist und sein Verhalten gegenüber seiner kleinen Schwester einfach perfekt ist. Schon dafür hätte er sich einen ewigen Platz in meinem Herzen verdient. Doch im Laufe des Buches erobert er mein Herz immer wieder.
    Ein tolles Buch mit einem sehr ernsten Thema, das mich auf ganzer Linie überzeugt hat.
    Wer die Hölle kennt Leigh Bardugo
    Wer die Hölle kennt (Buch)
    26.03.2023

    Ein irrer Höllenritt

    Alex Stern hat nur eines im Sinn, ihren Mentor Daniel Arlington nach Hause zu holen. Doch dafür muss sie in die Hölle hinabsteigen. Denn dahin ist Arlington verbannt worden. Diese Aufgabe schafft Alex nicht alleine. Sie braucht starke Verbündete und die findet sie auch.

    Mit Spannung habe ich den Nachfolgeroman zu „Das neunte Haus“ von Leigh Bardugo erwartet. Nachdem Band 1 für mich ein überraschendes Highlight war, wollte ich unbedingt wissen, wie Alex Stern sich in Yale schlägt und ob es ihr gelingt, ihren Mentor aus der Hölle zu befreien.

    Sehr schnell war ich wieder von dem Schreibstil der Autorin eingenommen. Sie hat einen ganz eigenen Erzählstil, den ich als sehr dicht und ungemein komplex empfinde. Selbst, wenn auf der Handlungsebene vordergründig gar nicht viel passiert, ist höchste Konzentration gefordert, damit ich als Leserin bei diesem kompakten Schreibstil nicht den Faden verliere. Ein bisschen ist es ein Gefühl, als ob ich mich in einem Irrgarten befinde und den Weg nach draußen suche – auf eine sehr positive Art und Weise. Ich liebe es, denn ich fühle mich von der Autorin auf beste Art und Weise unterhalten.

    Alex Stern ist eine tolle Hauptfigur. Sie ist düster, klug, mutig und findet immer einen Weg, um sich ans Ziel zu kämpfen. Ergänzt wird sie von Dawes, die sehr belesen, zudem mütterlich und fürsorglich ist. Turner steht als Polizist auf der Seite des Gesetzes, hilft und unterstützt Alex jedoch, wo er nur kann. Als Bereicherung habe ich Mercy, die Mitbewohnerin von Alex, empfunden. Neugierig, loyal und ein Lexikon an Wissen. Leigh Bardugo schafft es immer wieder, mich mit ihren Figuren zu überzeugen.

    Allerdings finde ich das Buch „Wer die Hölle kennt“ an der einen oder anderen Stelle zu ausführlich und insgesamt zu lang geraten. 50 Seiten weniger hätten dem Buch gut getan, um sich für mich rund anzufühlen und wieder ein Highlight zu werden. Auch hat mich das Ende bzw. der Ausblick auf den nächsten Band ein wenig enttäuscht. Ich hatte gehofft, dass wir uns wieder in Richtung der acht Studentenverbindungen, ihrer Rituale und der Aufgabe des neunten Hauses, diese zu überwachen, bewegen. Daher blicke ich dem dritten Teil im Moment eher skeptisch entgegen.
    Fallen Kingdom 1: Gestohlenes Erbe Dana Müller-Braun
    Fallen Kingdom 1: Gestohlenes Erbe (Buch)
    26.03.2023

    Ich war am Ende so wütend wegen der ganzen Intrigen

    Im Reich Jaraskai gibt es die Fürstentümer der sieben Todsünden und als achtes das Reich der Wahrheit. Es werden immer zwei zueinander gehörende Kinder geboren. Das erste als Wächter für das zweite Kind. Als das Reich der Wahrheit überfallen wird, fliehen die Schwestern Navien und Aviell. Um ihre Schwester Aviell, die Prinzessin des Reiches der Wahrheit, zu beschützen, tauscht Navien mit ihr die Rolle und gibt sich als Prinzessin aus. Schon bald findet sie sich in einer Welt aus Lügen, Manipulationen und Intrigen wieder.

    Die Autorin Dana Müller-Braun hat mit „Fallen Kingdom – Gestohlenes Erbe“ eine spannende Welt erschaffen. Wir treffen auf die Fürsten der sieben Todsünden, deren Fürstentümer so unterschiedlich sind, wie sie selbst. Es gibt Menschen, Dämonen und Engel. Doch die Zuordnung, wer gut und wer böse ist, ist nicht so klar und einfach, wie es auf den ersten Blick scheint.

    Die zentrale Figur des Buches ist Navien, eine sogenannte Heroe. Das bedeutet, dass sie die Erstgeborene eines Geschwisterpaares ist. In ihr fließt dämonisches Blut, weshalb sie als unrein gilt und ihre Aufgabe darin besteht, ihre Schwester mit allen Mitteln zu beschützen. Sie ist eine starke, kämpferische Person, die sich nach Liebe sehnt. Letzteres hat mich irgendwann ziemlich genervt, weil sie dadurch nicht im Stande ist, sich auf sich zu besinnen und ihre Stärke für sich selbst einzusetzen.

    Die Autorin spinnt ein Netz aus falschen Spielen, Intrigen, Lügen und Manipulationen, das für mich als Leserin bis zum Ende hin nicht zu durchschauen war. Das sorgt für Spannung und hat mich immer wieder an allen und allem zweifeln lassen. Dazu kommt, dass sich das Erzähltempo immer weiter erhöht und ich das Buch irgendwann gar nicht mehr aus der Hand legen konnte. Die Ereignisse überschlagen sich immer wieder, ändern die Richtung, um dann doch im nächsten Augenblick wieder ganz anders zu sein, als gedacht. Das sorgte immer wieder für eine Atemlosigkeit bei mir, weil ich oft kaum hinterherkam.

    Gegen Ende machten mich die vielen falschen Spiele, Geheimnisse und Intrigen dann jedoch einfach nur noch wütend. Nicht auf die Autorin, sondern auf die handelnden Personen im Buch, die ihre Interessen ohne Rücksicht durchsetzen und dabei weder Freund noch Feind verschonen.

    Nun wünsche ich mir vor allen Dingen, dass Teil 2 schnell erscheint, damit ich endlich erfahre, wie alles zusammenhängt und wer am Ende siegt und überlebt.
    Die Hausboot-Detektei - Tödlicher Genuss Amy Achterop
    Die Hausboot-Detektei - Tödlicher Genuss (Buch)
    22.03.2023

    Für einen ersten Teil super

    Der ehemalige Amsterdamer Polizist Arie möchte eine Detektei gründen. Dafür sucht er sich ein paar Mitstreiter, nämlich den Engländer Jack, die Krav-Maga-Trainerin Maggie und den Ex-Beamten Jan. Auf Jans Empfehlung hin ergänzt die Lappländerin Elin die Runde. Gemeinsam werden sie die Hausboot-Detektei. Einen ersten Auftrag bekommen sie auch schnell. Der Spitzenkoch Gabriel Petit steckt in einem Wettstreit um einen Auftrag mit der Sterneköchin Femke Baas. Die Detektei soll nun herausfinden, mit welchem Rezept Femke den Auftrag erlangen möchte.

    Richtig begeistert war ich vom Schreibstil der Autorin Amy Achterop. Dieser ist lebensfroh, lebendig und humorvoll. Die Personen, die sie schafft, sind schräg, liebenswert und voller Ecken und Kanten. Also genauso, wie ich Romanfiguren mag.

    Obwohl die Autorin von Anfang an Verbrechen in die Handlung einbaut, nahm mir zu Beginn die Einführung der Hausboot-Detektive zu viel Raum ein. Es macht zwar Spaß, diese beim gegenseitigen Kennenlernen zu beobachten und mit ihnen Amsterdam zu durchstreifen, aber eine spannende Krimihandlung ist meines Erachtens mindestens genauso wichtig.

    Sehr gut gefallen hat mir die kriminelle Energie der verschiedenen Personen. Das hat die Handlung immer wieder aufgelockert.

    Teil 1 „Tödlicher Genuss“ war ein gelungener Start in eine neue Reihe, die das Potential hat, sich zu einer Lieblingsreihe im Bereich des Cosy Crime für mich zu entwickeln. Ich bin schon sehr gespannt auf den zweiten Teil der Hausboot-Detektei.
    Tod in Siebenbürgen Lioba Werrelmann
    Tod in Siebenbürgen (Buch)
    20.03.2023

    Ich hatte mir mehr davon versprochen

    Im Kindesalter ist Paul Schwartzmüller mit seinem Vater von Rumänien nach Deutschland gekommen. Bis dahin hat er die Sommer in Siebenbürgen bei seiner Tante Zinzi verbracht. Doch der Vater wollte nach der Übersiedlung nach Deutschland weder über ihr früheres Leben in Siebenbürgen mit ihm reden, noch sind sie jemals wieder dort hingefahren. Mit Mitte Vierzig ist Paul erfolgreicher Journalist und erbt nach dem Tod seiner Tante deren Hof in Siebenbürgen. Sofort macht er sich auf den Weg nach Rumänien…

    Die Autorin Lioba Werrelmann hat mich zu Beginn des Buches mit ihrem angenehmen Schreibstil mitgerissen. Sofort wollte ich mit Paul auf die Reise nach Siebenbürgen gehen. Erst einmal war ich auch sehr angetan von den Kindheitserinnerungen, die in Paul hochkommen. Der Schriftstellerin ist es sehr gut gelungen, das Gefühl herüberzubringen, das in Paul aufsteigt, als er endlich wieder in seiner alten Heimat ist.

    Doch schnell war ich an einen Reiseführer erinnert. Man merkt deutlich, dass Lioba Werrelmann das Land, die Leute und die alten Geschichten und Mythen sehr gut gefallen haben. Mir geht es jedoch so, dass ich in einem Roman keine ausführlichen Beschreibungen der Landschaft, der Sehenswürdigkeiten oder der üblichen Gerichte, die gekocht werden, mag. Das langweilt mich sehr schnell sehr stark. Wenn ich mich für ein Land interessiere, dann lese ich einen Reiseführer oder ähnliches. So war die erste Hälfte des Buches für mich ein Wechselspiel zwischen interessanten Szenen und langatmigen Beschreibungen.

    Doch je weiter die Geschichte voranschritt, desto spannender wurde sie. Leider entwickelte sich jedoch gleichzeitig Paul zu einer Figur, die ich kaum noch ertragen konnte. Er zeichnete sich durch Naivität und dilettantisches Verhalten aus. Als Ermittler war er eine absolute Niete. Zwar löst er am Ende den Fall. Aber dies nur dank der Hilfe eines Mädchens aus dem Ort und durch Zufall.

    Für eine Krimireihe finde ich es sehr wichtig, dass ich die ermittelnden Figuren mag oder zumindest spannend finde und ihre weitere Entwicklung verfolgen möchte. Das ist bei Paul Schwartzmüller leider nicht der Fall. Daher beende ich meine Begegnung mit ihm nach dem Lesen dieses Buches.
    STONE BLIND - Der Blick der Medusa Natalie Haynes
    STONE BLIND - Der Blick der Medusa (MP3)
    11.03.2023

    Die Faszination der griechischen Mythologie

    Medusa wird von ihrem Vater, einem Gott des Meeres, ans Land zu ihren Schwestern, den Gorgonen, gebracht. Diese nehmen sich ihrer an, da sie menschlich ist und ihre Hilfe braucht. Mit der Zeit entwickeln sie Gefühle für Medusa, dieses zerbrechliche Wesen. Als Medusa zum ersten Mal alleine in die Stadt geht, um sich den Tempel anzusehen, den die Menschen für Athene errichtet haben, lauert ihr Poseidon auf und missbraucht sie. Und damit nimmt die Geschichte ihren Lauf…

    Alte Mythen und Sagen üben eine große Faszination auf mich aus. Egal ob römische, griechische, deutsche, egal ob die ursprünglichen Erzählungen oder Neuinterpretationen. Auch diese Geschichte über Medusa „Stone Blind – Der Blick der Medusa“ von Natalie Haynes vermochte mich zu fesseln. Lediglich das Ende war mir zu lang geraten. Da hätte ich mir eine weniger ausschweifende Erzählweise gewünscht.

    Die Autorin will keine Heldensaga erzählen, sondern uns zeigen, dass der Blickwinkel bestimmt, wer Held und wer Monster ist. Dabei waren mir die Frauen zu sehr Opfer. Insgesamt hatte die Geschichte etwas Bedrückendes, da die Motive der Figuren stets negativer Art waren. Das hat mich ein wenig gestört. Eine optimistischere Erzählweise hätte mich bestimmt mehr für die Erzählung eingenommen. Doch trotzdem fand ich die Handlung spannend und war an den weiteren Entwicklungen sehr interessiert.

    Die Sprecherin Laura Maire hat mir sehr gut gefallen. Sie liest bedacht, betont gut und konnte die Gedanken und Gefühle der Figuren hervorragend vermitteln.
    Die marmornen Träume Jean-Christophe Grangé
    Die marmornen Träume (Buch)
    10.03.2023

    Die erste Hälfte und das Ende fand ich spannend

    Im Berlin des Jahres 1939 werden die Ehefrauen bedeutender, NS-naher Männer brutal ermordet. Franz Beween, Mitarbeiter bei der Gestapo, erhält den Auftrag, still und leise zu ermitteln und den Täter aufzuspüren. Dabei stößt er auf den Psychoanalytiker Simon Kraus, bei dem diese Frauen aus gehobenen Kreisen in Behandlung waren und mit dem sie auch alle ein Verhältnis hatten. Die Psychiaterin und Adlige Minna von Hassel trifft selbst auf den Mörder und er verschont sie, als er merkt, dass er die verkehrte Frau erwischt hat. Zusammen mit ihr und Simon Kraus beginnt Franz Beween zu ermitteln. Den drei Personen ist bewusst, dass sie ganz schnell in einem KZ oder Arbeitslager verschwinden können, wenn sie den Täter nicht schnell und von der Öffentlichkeit unbemerkt aufspüren.

    Die erste Hälfte des Buches hat mich mitgerissen. Der Schreibstil hat mich begeistert, die Ermittlungen waren super spannend und die Figuren sehr interessant. Es ist schon viele Jahre her, dass ich etwas von Jean-Christophe Grange gelesen habe. Ich fand seine Bücher im Allgemeinen sehr spannend. Der Erzählstil war mir jedoch zu reißerisch und die Auflösung meistens zu abgedreht. Daher war ich zu Beginn seines neuen Buches „Die marmornen Träume“ besonders von dem angenehmen, ausdrucksstarken Schreibstil sehr angetan.

    Mich hat auch sehr interessiert, wie ein französischer Schriftsteller die Zeit des deutschen Nationalsozialismus darstellt. Denn bisher habe ich vor allem Bücher von deutschen Autoren über diese dunkle Zeit der deutschen Geschichte gelesen. Die Erzählung ist voller Gewalt, Blut und Brutalität, wie es für den Autor üblich ist. Die SS wird als blutrünstiger, sadistischer Haufen ehemaliger Verbrecher dargestellt, der seiner Aufgabe mit Freude nachgeht. Die weibliche NS-Elite will auf nichts verzichten, feiert unentwegt, liebt teure Kleider und den großen Auftritt.

    Das Buch hat mich etwa bis zur Hälfte sehr gut unterhalten. Als dann der vermeintliche Täter ermittelt war, drehte sich das Geschehen nach meiner Ansicht zu sehr im Kreis. Es folgte mutmaßlicher Täter auf mutmaßlichem Täter, Jagd auf Jagd. Das Ganze höchstens unterbrochen von Einblicken in das Handeln und den Aufbau der Gestapo bzw. NS-Strukturen. Uns werden die verschiedenen Vernichtungsprogramme erläutert, die das Nazi-Regime ersonnen hat, um unerwünschte Personengruppen loszuwerden.

    Was ich jedoch vermisst habe, war eine durchgehend spannende Handlung, die bei mir das Interesse an der Geschichte wachgehalten hätte. So habe ich mich durch 300 Seiten gequält und hatte den Eindruck, dass ich mich von der ursprünglichen Handlung immer weiter entferne. Immer neue Personen wurden aus dem Hut gezaubert, die diesen oder jenen Grund gehabt haben könnten, um die dekadenten Frauen zu ermorden. Es wirkte jedoch wie ein wildes Herumraten, ein Stochern im Nebel und nicht wie solide Ermittlungsarbeit. So ist bei mir im Laufe des Lesens nichts mehr übriggeblieben von meiner anfänglichen Begeisterung, meiner Wissbegierde, meiner Freude über das Buch.

    Erst das Ende und die Auflösung war in meinen Augen wieder spannend. Auch das Zusammenführen der drei Hauptfiguren am Schluss und ihre Reise haben mir sehr gut gefallen. Das Buch wäre besser geworden, wenn der Inhalt nicht so weitschweifig und umständlich erzählt worden und gekürzt worden wäre.
    Storchenherzen Fritzi Teichert
    Storchenherzen (MP3)
    10.03.2023

    Für alle, die sich für den Beruf der Hebamme interessieren

    Monika und Helga, zwei Hebammen, leiten zusammen das „Storchennest“, eine Einrichtung, die Geburtsvorsorge, -nachsorge und Geburtshilfe anbietet. Im Laufe der Jahre geht Helga ihrem Beruf immer mehr mit dem Verstand und nicht mit dem Herzen nach. Das schlägt sich auch in den Bewertungen auf Google nieder. Da Monika ihrer Kollegin weder mit guten Worten, Bitten oder deutlichen Ansagen beikommt, stellt sie schließlich eine junge Hebamme zur Ergänzung des Teams ein, die frischen Wind in das „Storchennest“ bringen soll. Und genau das macht Madita auch. Sie ist laut, fröhlich, emotional und sprudelt über vor guten Ideen.

    Ich habe mir von dem Buch „Storchenherzen“ einen Gute-Laune-Roman mit Humor erhofft. Bekommen habe ich eine sehr genaue und detaillierte Darstellung des Berufes einer Hebamme, einpackt in viele Anekdoten. Was gehört zum Beruf der Hebamme dazu? Welchen Belastungen sind die Hebammen ausgesetzt? Welche Freuden bringt der Beruf mit sich? Welche Probleme können auftreten? Was ist rechtlich möglich, was nicht? Welche Arten von Schwangeren gibt es? Wie geht man mit ihnen und ihren Bedürfnissen um? Dieses und noch viel mehr habe ich im Laufe des Hörbuchs über den Beruf der Hebamme erfahren.

    Da ich weder jemals schwanger war noch erwäge, den Beruf der Hebamme zu ergreifen, fand ich die Ausführungen oft viel zu lang und für einen Roman auch nicht immer interessant in dieser Hülle und Fülle. Ich hätte mir viel mehr Szenen außerhalb des Berufes von Helga und Madita gewünscht. Doch eigentlich waren die beiden 24 Stunden am Tag, 7 Tage in der Woche Hebammen.

    Den Großteil der Zeit habe ich darauf gewartet, dass endlich die Romantik ihren Weg in das Buch findet. Leider findet diese jedoch selten Einzug in die Geschichte und entpuppt sich dann auch schnell als Schuss in den Ofen. Am Ende gibt es dann noch einen Schwenk in die romantische Richtung. Leider fand ich das vollkommen unbefriedigend, weil es einfach aufgrund der Vorgeschichte für mich überhaupt nicht glaubhaft war.

    Dazu kam, dass ich Madita regelmäßig kaum zu ertragen fand. Sie redet bevor sie denkt, sie handelt bevor sie denkt und gerne beides, unbedachtes reden und handeln, gleichzeitig. Wenn ihr dabei etwas nicht gelingt, war sie nach ihrer Meinung ganz bestimmt nicht verantwortlich für die Misere. In diesen Momenten hätte ich sie gerne geschüttelt und mir gewünscht, dass sie sich wenigstens rückwirkend mit den Situationen auseinandersetzt und für sich analysiert, was sie hätte besser machen können. Aber nein, so etwas hat eine Madita Sternberg nicht nötig.

    Gesprochen wurde das Hörbuch von Sandra Voss und Anne Sofie Schietzold. Beide Sprecherinnen haben angenehme Stimmen und gefallen mir sehr. Doch leider klingen die beiden Stimmen sehr ähnlich, was ich in der Kombination nicht sonderlich gelungen fand. Dazu kommt, dass zu Madita eine lebendige, quirlige Stimme gepasst hätte. Gesprochen wurde sie jedoch sehr ruhig und langsam, sodass ich mehrfach dachte, dass die Stimme in zu starkem Kontrast zum Wesen der Figur steht.

    Insgesamt fand ich das Erzählte oft nicht sonderlich interessant und zudem zu langatmig angelegt. Dazu kommt, dass auch die Sprecherinnen zu langsam gelesen haben und die Figuren nicht ausreichend voneinander abgrenzen konnten. Daher bin ich von dem (Hör)Buch eher enttäuscht und werde die Autorin nicht im Blick behalten.
    Hold Me - New England School of Ballet Anna Savas
    Hold Me - New England School of Ballet (Buch)
    06.03.2023

    Schöne Geschichte, trotz mancher Klischees

    Als Zoey an der New England School of Ballet anfängt, trifft sie Jase wieder. Jase, der einst der beste Freund ihres Bruders war und mit dem sie alle ihre Wahrheiten teilte. Als er ihr als Tanzpartner zugeteilt wird, ist klar, dass sie einen Weg finden müssen, die Vergangenheit hinter sich zu lassen, um die Gegenwart gemeinsam zu meistern,
    Beim Lesen ist für mich die besondere Verbindung zwischen Zoey und Jase sofort spürbar. Die Chemie zwischen ihnen stimmt einfach. Umso mehr fragte ich mich, was wohl zuvor passiert ist, dass die beiden keinen Kontakt mehr zueinander hatten, als Zoey an der Ballettschule anfängt. Sofort wünschte ich mir, dass die beiden schnell wieder zusammenfinden
    Schnell war ich ein wenig enttäuscht. Denn es wirkte zu Beginn so, als hätten wir hier das typische Traumpaar, das nicht zueinander finden kann, weil sie nicht offen und ehrlich miteinander reden. Dieses Problem ist in vielen Liebesgeschichten das Hauptproblem. Es gibt einen großen Elefanten im Raum, der von beiden umkreist wird, der für die Spannungen verantwortlich ist, aber von beiden nicht benannt und schon gar nicht beseitigt wird. Ein wenig ist dies bei „Hold me“ von Anna Savas auch der Fall. Doch zum Glück nicht ganz so übertrieben, wie in vielen anderen Liebesromanen.
    Meine zweite Befürchtung war, dass die intrigante, manipulative Gegenspielerin dafür sorgt, dass die Situation für die Protagonisten unerträglich wird und diese in eine aussichtslose Lage gedrängt werden. Doch auch hier hat die Autorin zum Glück nicht die Intrigen, Manipulationen und Triumphe der Bösen in den Mittelpunkt der Handlung gestellt. Dadurch gab es zwar eine Gegenspielerin, die jedoch den Verlauf der Geschichte nicht komplett bestimmt hat.
    Punkten konnte Anna Savas bei mir mit vielen sehr sympathischen Figuren, die ich gerne in der Realität treffen würde. Besonders Jase konnte mich mit seiner empathischen und fürsorglichen Art, seinem sechsten Sinn und behutsamen Umgang mit Zoey für sich einnehmen.
    Die Geschichte wird zum einen aus der Sicht von Zoey und Jase erzählt. Das fand ich sehr schön, weil man dadurch die Gefühle und Gedanken beider Figuren kannte. Zum anderen gibt es zwei Erzählstränge. Das ist die Gegenwart, in der die beiden Hauptfiguren an der Ballettschule sind und versuchen, ihr Leben in den Griff zu bekommen. Es gibt jedoch auch einen Erzählstrang, der in Einschüben die Ereignisse von vor einem Jahr erzählt. So erfahren wir, was Zoey und Jase auseinandergetrieben hat, aber auch, wie sie sich nun wieder annähern.
    Ich habe mich von dem Buch sehr gut unterhalten gefühlt. Ich war sehr neugierig auf die Geschichte der beiden und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Sowohl Jase als auch Zoey sind mir Seite um Seite ans Herz gewachsen. Es war sehr schön, ihre Geschichte zu lesen. Ich hoffe, sie kommen auch in den weiteren Teilen über die New England School of Ballet von Anna Savas immer mal wieder vor.
    Perfect Player Vi Keeland
    Perfect Player (Buch)
    06.03.2023

    Das Buch hat mich über weite Teile gut unterhalten

    Alex Sullivan erbt zu gleichen Teilen wie sein Onkel Levi Miller, ein berühmter Quaterback, die kleine Pension Palm Inn von seinem Urgroßvater. Diese steht in Beaufort, der Heimatstadt seiner Mutter Presley. Presley kehrt mit ihrem Sohn von New York nach Beaufort zurück, um die Pension zu renovieren, zu betreiben und zu einem Zuhause für sich und Alex zu machen. Levi dagegen möchte die Pension an ein Bauunternehmen verkaufen, um sich dieser Last zu entledigen. Doch Presley kämpft um ihre Zukunft und die ihres Sohnes.

    Die beiden Autorinnen Vi Keeland und Penelope Ward schaffen es, der Handlung im Großen und Ganzen einen realistischen Anstrich zu verpassen. Presley ist eine erwachsene, kluge und mutige alleinerziehende Mutter, die mit ihrem Sohn einen Neuanfang wagt. Levi ist erfolgreich, aufgeschlossen und besitzt emotionale Intelligenz. Die prickelnde Chemie zwischen den beiden ist von Anfang an deutlich zu spüren.

    Als Gegengewicht zu den beiden kommt Presleys Ex-Partner Tanner, der Vater ihres Sohnes und Bruder von Levi ins Spiel. Nachdem er seine Football-Karriere als Profisportler aufgrund einer Verletzung an den Nagel hängen musste, befindet er sich in einer Krise. Er betrügt Presley, vernachlässigt seinen Sohn Alex, ist spielsüchtig und jammert sich durchs Leben. Doch auch die Mutter von Tanner und Levi mischt sich in die aufkeimenden Gefühle von Levi und Presley ein. Beide Figuren habe ich als übergriffig und manipulativ empfunden. Besonders im letzten Drittel des Buches haben sie mir den Spaß an der Geschichte verdorben.

    Meine Lieblingsfigur in diesem Buch ist eindeutig Levi. Er ist positiv, strahlend, trägt sein Herz an der richtigen Stelle und ist einfach ein netter Mensch. Presley ist mir dagegen oft zu zögerlich. Sie setzt keine deutlichen Grenzen, versucht immer wieder, sich eine Option offen zu halten und verdrängt ihre Bedürfnisse häufig, statt sich damit auseinanderzusetzen.
    Insgesamt hat mich die Geschichte gut unterhalten. Der Sex stand mir zu sehr im Mittelpunkt. Da Presley einen kleinen Sohn hat und Levi sich viel Zeit mit ihm nimmt, hätten sich auch Familienszenen statt Sexszenen angeboten. Da letztere nicht zu ausführlich waren, haben sie sich jedoch harmonisch in die restliche Handlung eingefügt.

    Gut hat mir gefallen, dass die Autorinnen keine übertriebene Dramatik genutzt haben, um die Handlung voranzutreiben. Das Geschehen wirkte stets realitätsnah. Dadurch hat das letzte Drittel des Buches jedoch eine Schwere erhalten, die ich als intensiver empfunden habe als die sonst übliche übertriebene Szene, die für einen Knall in der Beziehung sorgt. Dadurch haben sich die leichten, schönen Gefühle, die im Laufe der Handlung bei mir als Leserin aufgebaut wurden, leider verflüchtigt und konnten auch am Ende nicht wieder komplett hergestellt werden.
    76 bis 100 von 212 Rezensionen
    1 2 3
    4
    5 6 7 8 9
    Newsletter abonnieren
    FAQ- und Hilfethemen
    • Über jpc

    • Das Unternehmen
    • Unser Blog
    • Großhandel und Partnerprogramm
    MasterCard VISA Amex PayPal
    DHL
    • AGB
    • Versandkosten
    • Datenschutzhinweise
    • Barrierefreiheitserklärung
    • Impressum
    • Kontakt
    • Hinweise zur Batterierücknahme
    * Alle Preise inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versandkosten
    ** Alle durchgestrichenen Preise (z. B. EUR 12,99) beziehen sich auf die bislang in diesem Shop angegebenen Preise oder – wenn angegeben – auf einen limitierten Sonderpreis.
    © jpc-Schallplatten-Versandhandelsgesellschaft mbH
    • jpc.de – Leidenschaft für Musik
    • Startseite
    • Feed
    • Pop/Rock
    • Jazz
    • Klassik
    • Vinyl
    • Filme
    • Bücher
    • Noten
    • %SALE%
    • Weitere Bereiche
      • Themenshops
      • Vom Künstler signiert
      • Zeitschriften
      • Zubehör und Technik
      • Geschenkgutscheine
    • Anmelden
    • Konto anlegen
    • Datenschutzhinweise
    • Impressum
    • Kontakt