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    Elchi130 Top 100 Rezensent

    Aktiv seit: 21. September 2018
    "Hilfreich"-Bewertungen: 22
    212 Rezensionen
    Sword Catcher - Die Chroniken von Castellan Cassandra Clare
    Sword Catcher - Die Chroniken von Castellan (Buch)
    26.11.2023

    Mir hat es sehr gut gefallen

    Die Autorin Cassandra Clare war mir sowohl von ihren Shadowhunters-Chroniken als auch von der Magisterium-Serie bekannt. Beide Reihen zeichneten sich für mich durch eine actionreiche Erzählweise für ein jüngeres Publikum aus. Mit dem ersten Teil ihrer neuen Reihe „Die Chroniken von Castellan“ versucht sie nun - nach meiner Ansicht - auch ein gesetzteres Publikum zu erreichen. Der deutsche Penhaglion Verlag bewirbt den ersten Band „Sword Catcher“ damit, dass er der erste High Fantasy Roman der Autorin ist.

    Bei mir hat sie mit ihrem neuen Buch auf jeden Fall ihr Ziel erreicht. Ich habe die Geschichte sehr gerne gelesen und freue mich schon auf weitere Bücher aus dem Universum. Der Erzählstil ist wesentlich elaborierter, wirkt erwachsener, setzt mehr auf die Atmosphäre der Welt und die Beziehung der Figuren zueinander.

    Wir erleben eine Welt, in der am königlichen Hof Maßlosigkeit, Freund- und Feindschaften sowie Intrigen an der Tagesordnung sind. Diese Welt wird eindeutig von Männern dominiert. Egal, ob es um die Adelsfamilien, den Kronprinzen oder die Handelsfamilien geht. Die Jünglinge wirken durchweg unreif, verzogen und führen ein Leben in Dekadenz, Suff, Langeweile und Besuchen in Freudenhäusern.

    Benannt wurde der erste Band „Sword Catcher“ nach Kel. Er wuchs in einem Waisenhaus auf, bis er an den königlichen Hof kam und zum Schwertfänger des Kronprinzen Conor ausgebildet wurde. Er zeichnet sich durch Loyalität zu Conor, Freundlichkeit und Herzenswärme aus. Die Autorin hat hier eine Figur erschaffen, die mir sehr schnell ans Herz gewachsen ist und deren Entwicklung ich mit Spannung verfolgt habe.

    Die zweite Hauptfigur ist Lin. Sie gehört zum Volk der Ashkar. Sie sind ein Volk ohne Land, das auf viele Staaten des Universums verteilt ist. Hier leben sie in Ghettos, dürfen nachts ihren Stadtteil nicht verlassen und haben viele Einschränkungen hinzunehmen. Da sie als einziges Volk noch über geringe Magie verfügen, werden sie ebenso gebraucht wie gehasst. Lin hat sich gegen alle Widerstände ihres Stammes zur Heilerin ausbilden lassen. Sie ist klug, mutig, ehrgeizig und behält ihre Ziele beharrlich im Blick. Für mich ist sie sehr schnell zur Heldin des Buches geworden und sie hat mich im Laufe der Geschichte immer wieder von sich überzeugt.

    Zu Beginn hatte ich mit der ausführlichen Erzählweise meine Schwierigkeiten. Die weitschweifigen Beschreibungen von Zimmereinrichtungen und Kleidung finde ich langatmig und ermüdend. Zum Glück habe ich dies jedoch lediglich zu Beginn wiederholt wahrgenommen. Im weiteren Verlauf ist es mir wesentlich seltener aufgefallen.

    Insgesamt konnte mich die Autorin mit ihrem neuen Buch überzeugen und ich freue mich auf weitere Teile der Reihe.
    Das Buch der gestohlenen Träume David Farr
    Das Buch der gestohlenen Träume (MP3)
    20.11.2023

    Widersprüchliche Eindrücke

    „Das Buch der gestohlenen Träume“ ist ein wichtiges Buch. Es handelt von Macht und Machtmissbrauch. Von Diktatoren und ihren Helfershelfern. Aber auch von dem Mut, sich diesen Verhältnissen entgegenzustellen, Verbündete zu finden und niemals aufzugeben.
    Während des Hörens des Hörbuches habe ich einen großen Widerspruch empfunden. Die Sprache ist sehr einfach gehalten. Kurze Sätze, einfaches Vokabular, leicht verständlich. Ganz eindeutig ist die Sprache auf das Verständnis von Kindern abgestellt. Und als Kinderbuch wird die Geschichte auch vermarktet.
    Die beiden Hauptfiguren sind ein Junge und ein Mädchen, Geschwister. Sie wollen dafür sorgen, dass ihr Vater aus der Haft entlassen wird. Dazu suchen sie nach Personen, die ihnen helfen können. Die beiden sind mutig, klug und geben niemals auf. Daher eignen sie sich hervorragend als Identifikationsfiguren für Kinder. Die Botschaft des Buches ist insgesamt sehr positiv. Denn die Kinder lassen sich nicht entmutigen. Sie kämpfen für ihre Ziele und gegen den Diktator. Bei Hindernissen suchen sie nach neuen Wegen.
    Doch inhaltlich habe ich mich gefragt, ob die Erzählung wirklich für Kinder geeignet ist. Es wird immer wieder davon berichtet, dass der Diktator viele Menschen ermordet und dass er einen Folterkeller in seinem Anwesen hat. Als Beispiel wird zudem mehrfach geschildert, dass Menschen für die geringsten Vergehen ein schlimmes Schicksal erleiden. Außerdem hasst der Diktator Kinder. Deshalb dürfen sie nur nach draußen, wenn sie zur Schule müssen. Ansonsten haben sie im Haus zu bleiben. Wenn die Eltern verhaftet wurden, werden die Kinder in Kinderheime gesteckt, die trist, grau und schrecklich sind.
    Mir als Erwachsene hat die Geschichte sehr gut gefallen, lediglich die Sprache war mir zu einfach gehalten und hat meinen Hörspaß gebremst.
    Gelesen wird die Geschichte von Simon Jäger. Simon Jäger ist schon sehr lange als Sprecher für Hörbücher im Geschäft und gehört zweifelsfrei zu den bekanntesten Sprechern im deutschsprachigen Raum. Das hat seinen Grund, denn er liest sehr lebendig und mitreißend. Dazu kommt, dass er eine angenehme Stimme hat und ich ihm ewig lauschen könnte. Auch dieses Hörbuch hat er, wie von mir erwartet, perfekt vertont.
    Die Tochter der Mondgöttin 1: Die Tochter der Mondgöttin Sue Lynn Tan
    Die Tochter der Mondgöttin 1: Die Tochter der Mondgöttin (Buch)
    04.11.2023

    Ein Highlight

    Fast hätte ich dieses Buch nicht gelesen. Denn ich habe bisher leider wenig guten Erfahrungen mit Erzählungen gemacht, die asiatische Mythen und Legenden behandeln. Ich fand diese Geschichten allzu oft sehr umständlich erzähltZum Glück habe ich mich trotz meiner Vorbehalte an das Buch „Die Tochter der Mondgöttin“ von Sue Lynn Tan gewagt. Ich wurde nicht enttäuscht und bin bereits nach einem Buch Tan-Fan.
    Die Autorin hat einen mitreißenden Erzählstil, der mich bereits nach wenigen Kapiteln regelrecht in die Geschichte eingesogen hat. Die Art, wie sie die Figuren zeichnet, sorgte schnell dafür, dass mir Xingyin, die Tochter der Mondgöttin, die Heldin der Erzählung, ans Herz gewachsen ist und ich stets mit ihr gefiebert, gebangt, gelitten und geliebt habe. Weitere starke Figuren sind Prinz Liwei, Hauptmann Wenzhi und ihre Freundin Shuxiao.
    Insgesamt lebt das Buch davon, dass es der Autorin ganz phantastisch gelungen ist, ihren Figuren Leben einzuhauchen. Diese fühlten sich für mich in ihren Handlungen, Entscheidungen und ihrem Denken immer stimmig an. Sie waren mehrdimensional und haben sich stetig im Laufe des Abenteuers weiterentwickelt. Selten gelingt es einer Schriftstellerin, so komplexe, vielschichtige Personen so stimmig zu erschaffen.
    Die Geschichte fand ich ab dem Zeitpunkt, an dem Xingyin ihre Mutter, die Mondgöttin, verlassen musste bis zum Ende des Buches durchweg unterhaltsam, kurzweilig und spannend. Ein Buch, welches für mich keinerlei Längen aufweist, in dem mich kein Durchhänger langweilt, ist eine Seltenheit. Bei diesem Buch war es aber der Fall. Ich wollte neugierig wissen, wie sich das Geschehen entwickelt und gleichzeitig hatte ich den Wunsch, dass das Buch nie und niemals enden möge. Umso mehr freue ich mich nun auf Band 2 und fiebere diesem entgegen.
    When The King Falls Marie Niehoff
    When The King Falls (Buch)
    21.10.2023

    Schöne Liebesgeschichte

    Wir befinden uns im London der Gegenwart. Die Menschheit wird von Vampiren beherrscht. Jedes Jahr zur Wintersonnenwende kürt der Vampirkönig eine neue Blutbraut, von der er sich ein Jahr lang nährt. Dieses Jahr soll Florence das werden. Florence und ihre Familie gehören einer Rebellenorganisation an, die die Vampire stürzen und sich an ihnen rächen will. Daher soll Florence sich das Vertrauen des Vampirkönigs erschleichen und ihn dann erdolchen.
    Im Mittelpunkt des Buches „When the king falls“ von Marie Niehoff stehen die Blutbraut Florence und der Vampirkönig Benedict. Die gesamte Geschichte ist auf die beiden und ihre Annäherung zugeschnitten. Mir hat das gefallen. Erzählt wird sie aus der Sicht von Florence. Sie ist ihr komplettes bisheriges Leben auf die vor ihr liegende Aufgabe vorbereitet worden. Sie hasst Vampire, die in ihren Augen grausame Unterdrücker der Menschen sind. Entsprechend schwer fällt es ihr, als Blutbraut für König Benedict zu dienen. Sie ist im Schloss isoliert, da die Menschen, die als Bedienstete im Schloss Crimson Heart arbeiten, sie meiden. Doch langsam fasst sie Vertrauen, erst zu Lyra, der Schwester des Königs, und ihrer besten Freundin und nach und nach auch zum König. Sie stellt fest, dass ihre Vorurteile und die Realität oft nicht zusammenpassen.
    König Benedict ist zu Beginn der Geschichte ein stets schlecht gelaunter, brummeliger Mann. Egal, ob gegenüber seiner Blutbraut oder seiner Schwester. Das ändert sich im Laufe der Zeit in dem Maße, indem er von Florence fasziniert ist.
    Mir hat das Spiel der beiden Hauptfiguren sehr gut gefallen. Wie sie umeinander schleichen, sich näherkommen, auf Abstand gehen, den anderen doch nicht meiden können usw. Ich habe es als Tanz umeinander gesehen und sehr genossen. Dabei bleibt der Vampirkönig noch sehr im Dunkeln, da wir das Erlebte nur aus der Sicht von Florence wahrnehmen und daher nur erfahren, was sie erfährt. Ich hoffe, dass wir im zweiten Teil auch Benedicts Sicht kennenlernen.
    Die Autorin beschließt das Buch mit einem fiesen Cliffhanger. Wir Lesenden müssen uns nun bis Ende Januar 2024 gedulden, um zu erfahren, ob die Ereignisse, wie wir sie erlebt haben, der Realität entsprechen oder ob auch der König seine Geheimnisse hatte. Und ich bin wirklich sehr gespannt, wie es weitergeht.
    Love Will Tear Us Apart C. K. Mcdonnell
    Love Will Tear Us Apart (Buch)
    14.10.2023

    Gewohnt gut

    Der dritte Teil der Stranger Times weckte hohe Erwartungen bei mir. Und der Autor C.K. McDonnell hat sie mich Leichtigkeit erfüllt.
    Sein schwarzer, typisch britischer Humor hat mich wieder viel zum Lachen gebracht. Seine absurden Ideen haben mich großartig unterhalten. Wiederholt habe ich mich gefragt, wie man als Autor nur auf solche Einfälle kommt. Da er nicht nur beeindruckende Ideen hat, sondern diese auch noch fantastisch erzählerisch in Szene setzen kann, ist es einfach ein großer Spaß, das Buch zu lesen.
    Dabei verbringen wir wieder viel Zeit mit Figuren, die wir schon aus den ersten beiden Bänden kennen und die mir sehr ans Herz gewachsen sind. Doch die Personen bleiben nicht stehen, sie verändern sich, entwickeln sich weiter. Dabei gibt es Entwicklungen, die mich begeistert haben und welche, bei denen ich traurig war. Aber spannend waren ihre Veränderungen auf jeden Fall. Außerdem gibt es neue Figuren, die die bisherigen bereichern und uns hoffentlich erhalten bleiben.
    Zu Beginn war mir das Erzähltempo zu gemächlich. Doch zum Glück wird es noch temporeich und spannend. Mir hat zudem die Ausgewogenheit der Szenen gefallen. Wir erleben die Mitarbeiter der Stranger Times in ihren Verlagsräumen, begeben uns in den Untergrund, aber auch in ein Erholungszentrum für Superreiche. Dabei waren für mich alle Erzählstränge ebenbürtig unterhaltsam, sodass ich mich bei jedem Wechsel darauf gefreut habe, dass ich nun erfahre, was mit den Hauptfiguren dieses Stranges nun passiert.
    Das Buch hat mich phantastisch unterhalten Und ich freue mich, dass die Geschichte um die Stranger Times weitergeht.
    Die Regeln des Spiels Colson Whitehead
    Die Regeln des Spiels (Buch)
    08.10.2023

    Das war einfach nichts für mich

    Das neue Buch von Colson Whitehead „Die Regeln des Spiels“ wird als Roman beworben. Für mich sind es jedoch drei Kurzgeschichten, die lose durch den Möbelverkäufer und Ganoven Ray Carney zusammengehalten werden. In der ersten Geschichte spielt er die Hauptrolle, in der zweiten nur eine kleine Nebenrolle, um dann in der dritten Erzählung wieder präsenter zu sein.
    Kurzgeschichten können mich einfach nicht für sich gewinnen. Ich brauche meine Zeit, um mich in eine Geschichte einzulesen. Ist das geschehen, ist die Kurzgeschichte aber auch schon wieder vorbei. Daher bevorzuge ich Romane, bei denen sich der rote Faden durch das gesamte Buch zieht. Leider ist dies hier nicht der Fall.
    Auch der Erzählstil des preisgekrönten Autors konnte mich nicht überzeugen. Bei der ersten Geschichte mit dem Titel „Ringolevio 1971“ war ich von der Idee, die der Erzählung zugrunde liegt, begeistert. Diese hätte sich für eine temporeiche Erzählweise angeboten, voller Action und Spannung. Leider neigt Colson Whitehead zu Abschweifungen, die immer wieder einen Bruch des Erzählten bewirken. Der rote Faden verschwindet daher laufend hinter Einschüben und alten Erinnerungen. Das nimmt Tempo, Spannung und mir auch die Lust am Geschehen. Denn das rückt so immer wieder in den Hintergrund, bis ich nur noch gelangweilt war.
    Die zweite Geschichte „Nofretete T.N.T. 1973“ bestand aus vielen Längen, da immer wieder vollkommen Unwichtiges erzählt wird. Da ich ein großer Medienfan bin, hätte mich eine Erzählung darüber, wie ein Film entsteht und gedreht wird, eigentlich begeistern sollen. Aber auch hier hat mir der umständliche, weitschweifige Erzählstil des Autors das Geschriebene verleidet und ich habe mehr gelangweilt als interessiert gelesen.
    Bei der dritten Kurzgeschichte „Die Abwickler 1976“ habe ich dann irgendwann die Segel gestrichen und das Buch abgebrochen. Auch hier geht es um ein Thema, welches zu meinen Interessengebieten zählt, nämlich Politik und die Spiele der Mächtigen. Doch auch hier war ich wieder nach jeder Seite ermüdet, hatte den Eindruck, schon ewig am Stück zu lesen, ohne Gefallen daran zu finden.
    Als Fazit nehme ich hieraus für mich mit, dass der Autor zwar hochgelobt und preisgekrönt ist, aber ganz einfach nicht mein Fall. Das ist nicht schlimm, andere Lesende werden sich an seinen Büchern erfreuen.
    Die Villa Leon Sachs
    Die Villa (Buch)
    17.09.2023

    Ein Autor, der spannende Thriller schreibt

    Die Polizeischülerin Johanna Böhm freut sich auf ihren Urlaub. Denn endlich hat sie Zeit, um auf die Suche nach ihrem Vater zu gehen. Doch dann erreicht sie ein Anruf ihrer besten Freundin Alice. Alice glaubt, ihre Cousine Faith in Hamburg gesehen zu haben. Dabei sollte Faith sich in Nigeria bei ihrer Familie befinden. Als Alice dort nachfragt, tut Faith Vater so, als wäre alles in schönster Ordnung mit Faith. Doch Alice glaubt ihm nicht. Also begibt Johanna sich nach Hamburg zu Alice. Gemeinsam wollen sie das Rätsel lösen.

    Der erste Band „Der Zirkel“ um die Polizeischülerin Johanna Böhm und den Ex-MAD-Mitarbeiter Rasmus Falk war für mich vor 4 Monaten ein Highlight. Daher habe ich sehnsüchtig auf Band 2 „Die Villa“ gewartet. Ich bin also mit einer hohen Erwartungshaltung an das Buch gegangen. Aber ich muss sagen: Super! Alle meine Erwartungen wurden sogar noch übertroffen!

    Zu Beginn widmet der Autor Leon Sachs sich der Einführung der Figuren. Daher ist der zweite Teil völlig unabhängig von Band 1 lesbar. Mir hat es Spaß gemacht, die Personen, die mir in „Der Zirkel“ ans Herz gewachsen sind, zu treffen und sie erneut näher kennenzulernen, auch wenn ich dadurch zu Anfang Tempo in der Handlung vermisst habe. Doch das fehlende Tempo holt der Autor im weiteren Verlauf locker auf.

    Die unterschiedlichen Themen, die in dem Buch angesprochen werden, wie Menschenhandel, Immunität von Botschaftsmitarbeitern, Zusammenarbeit mit gesuchten Verbrechern, verknüpft der Autor so gekonnt miteinander, dass sich daraus eine Geschichte ergibt, die man als Lesende nicht mehr aus der Hand legen mag, bis man das Ende des Buches erreicht hat. Besonders beeindruckt hat mich, dass die Handlungen nicht übertrieben wirken. Als Leserin konnte ich mir die Ereignisse genauso auch in unserer realen Welt vorstellen. Man merkt dem Buch die intensiven Hintergrundrecherchen an.

    Dabei sind die Ermittlungsarbeit und die Verbrecherjagd durchweg spannend beschrieben. Atemlos folgte ich der Handlung, den Wendungen und den tollen Figuren. Ich will mehr davon und hoffe, dass die Reihe um die beiden ungewöhnlichen Ermittler weitergeht.
    Sekunden der Gnade Dennis Lehane
    Sekunden der Gnade (Buch)
    16.09.2023

    Konnte mich nicht erreichen

    Boston im Jahre 1974: Ein Gericht hat beschlossen, dass die Rassentrennung an den Schulen mit dem Beginn des nächsten Jahres aufgehoben wird. Per Losverfahren werden schwarze Schüler mit dem Bus an eine bisher rein weiße Schule gebracht und umgekehrt. In dieser angespannten Lage wird ein schwarzer Jugendlicher im Stadtteil Southie, dem Gebiet der Iren, tot neben den Bahngleisen aufgefunden. War es ein Unfall, Selbstmord oder Mord? Seit dieser Nacht ist zudem die 17-jährige Jules, die in Southie aufgewachsen ist, verschwunden. Ihre Mutter Mary Pat macht sich auf die Suche nach ihrer Tochter und trifft auf eine Mauer des Schweigens.

    Ich habe mir sehr viel von dem Buch „Sekunden der Gnade“ des Schriftstellers Dennis Lehane versprochen. Vor vielen Jahren gehörte die Kenzie-Gennaro-Reihe des Autors zu meinen absoluten Lieblingsreihen. Sein Schreibstil ist brutal. Seine Figuren sind vom Leben gezeichnete Menschen, die für Gerechtigkeit kämpfen. Er legt den Finger immer genau in die Wunde.

    All das findet sich auch in seinem neuen Buch. Aber trotzdem war es mir einfach zu wenig. Zum einen beschäftigt sich das Buch mit den mafiösen Strukturen innerhalb des irischen Stadtteils Southie. Alle Bewohner dieses Viertels wachsen als Teil einer Gemeinschaft auf. Sie kennen die unausgesprochenen Regeln und Gesetze, innerhalb derer die Gemeinschaft funktioniert. Zum anderen legt der Autor die Strukturen offen, nach denen Rassismus entsteht und bereits im Babyalter erlernt wird – und das auf beiden Seiten. Denn sowohl die weiße als auch die schwarze Bevölkerung Bostons hat ihre Meinungen und Vorurteile, wie die Welt der jeweils anderen funktioniert. Beides ist interessant, wirkt auf mich jedoch in Teilen zu oberflächlich. Dem Buch hätte es gut getan, wenn der Autor sich auf einen der beiden Aspekte konzentriert hätte. Besonders der Rassismus rückte meiner Meinung nach immer wieder zu sehr in den Hintergrund.

    Die Story habe ich außerdem oft als eher vor sich hindümpelnd empfunden. Mir fehlte definitiv Tempo, um mich zu fesseln. Wir begleiten Mary Pat auf der Suche nach ihrer Tochter, erfahren viel über ihre Gedanken- und Gefühlswelt. Und genau das hat mir immer wieder das Gefühl gegeben, dass der Schriftsteller mit angezogener Handbremse unterwegs ist.

    Dazu kommt, dass ich die Geschichte nicht als neu empfunden habe. Sowohl über die Ungerechtigkeiten, die aus Rassismus entstehen, habe ich bereits viele Bücher gelesen als auch darüber, wie die Mafia ganze Stadtteile in ihrer Hand hat und führt. Bei beiden Themen hat der Autor mir nichts Neues präsentiert.
    The Story of a Love Song Vi Keeland
    The Story of a Love Song (Buch)
    04.09.2023

    Eine fast perfekte Liebesgeschichte

    10 Jahre lang waren Luca und Griffin Brieffreunde. Luca lebte in New York und Griffin in England. Doch mit 17 wirft Luca ein Ereignis aus der Bahn und sie versagt sich alles, was sie bis dahin glücklich gemacht hat. Als sie Jahre später die Wohnung ihres verstorbenen Vaters ausräumt, fällt ihr ein Brief von Griffin in die Hände, den dieser ihr vor ein paar Monaten geschrieben hat. Sie antwortet ihm und sofort ist ihre alte Verbindung wieder da. Griffin lebt mittlerweile in Los Angeles und ist der Leadsänger der zurzeit angesagtesten Band der Welt. Doch dies teilt er Luca nicht mit, weil er es genießt, für sie einfach nur Griffin zu sein.
    Sehr lange war ich mir sicher, dass das Buch „The Story of a Love Song“ der Autorinnen Vi Keeland und Penelope Ward für mich ein Highlight wird. Ich liebe Bücher, in denen sich die Protagonisten nicht persönlich kennen und per E-Mail oder Brief miteinander verkehren und sich nach und nach näherkommen.
    Zudem hat mir die Kombination hier sehr gefallen. Da ist Griffin, einer der bekanntesten Männer der Welt. Sein Leben findet zum Großteil öffentlich statt. Jeder meint ihn zu kennen und wo er auftaucht, bildet sich sofort eine Gruppe aus Fans oder Reportern, die ihn belagern. Luca dagegen hat eine Angststörung. Sie verlässt ihr Haus nur, wenn sie Mitten in der Nacht Lebensmittel einkauft oder wenn sie sich mit ihrem Psychiater, der für sie ein Vaterersatz ist, zu langen Spaziergängen oder zur Konfrontationstherapie trifft. Wird sie aus ihrer Komfortzone geholt, reagiert sie mit starken Panikattacken. Wesentlich gegensätzlicher als bei Luca und Griffin können Lebensumstände nicht sein.
    Doch Luca ist trotz aller Ängste eine starke Frau, die immer wieder versucht, sich ihren Problemen zu stellen. Schwierig wird es erst, wenn sie den eigenen negativen Gedankenschleifen erliegt. Das war dann auch genau der Zeitpunkt, zudem ich Luca nur noch nervig fand. Sie steigert sich in negative Zukunftsprognosen. Dadurch fängt sie an, Entscheidungen für andere, erwachsene Menschen zu treffen.
    Griffin ist sehr empathisch und aufmerksam. Er macht sich sehr viele Gedanken, wie ein gemeinsames Leben möglich sein könnte. Dabei weiß er genau, was er will und ist sowohl bestimmt als auch selbstbewusst.
    Das Buch bietet mehrere Sexszenen. Die ersten beiden habe ich sehr erotisch und somit gelungen gefunden. Später ist mir Griffin zu sehr auf seine Bedürfnisse konzentriert und mir fehlt in diesem Bereich ein behutsames und einfühlsames Vorgehen von seiner Seite. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Luca wirklich so unkompliziert mit seiner Sexualität klar käme, wie es in diesem Buch geschildert wird.
    Insgesamt jedoch ein schöner Liebesroman, den ich sehr gerne gelesen habe.
    Die Schwarze Königin Markus Heitz
    Die Schwarze Königin (Buch)
    04.09.2023

    Dran bleiben, es lohnt sich

    15. Jahrhundert: Als Maria, die erste Frau von Sigismund von Luxemburg, der auch König von Ungarn ist, bei einem vermeintlichen Jagdunfall stirbt, nimmt dieser Barbara von Cilli zur Frau. Als diese Vlad, den Ziehsohn ihres Mannes und königliche Geisel, kennenlernt, erfährt sie, dass unter der Erde dunkle Kreaturen, Strigoi, uns besser bekannt als Vampire, leben und die Herrschaft über die Menschen anstreben. Fortan machen Barbara, später bekannt als die „Schwarze Königin“, und Vlad es sich zur Lebensaufgabe, die Strigoi auszurotten.
    In der Gegenwart nimmt Len an einer Busreise teil, die ihn auch nach Prag führt. Als er hier überfallen und ausgeraubt wird, kann er die Stadt nicht wieder verlassen, bis die Botschaft ihm neue Ausweise zur Verfügung stellen kann. Schnell stellt sich heraus, dass der Überfall kein Zufall war. Die dunklen Kreaturen jagen Len, der als letzter Nachfahre Vlads gilt und als Vorbote für die Rückkehr der Schwarzen Königin gilt.
    Markus Heitz erzählt uns die Geschichte auf zwei Zeitebenen. Da sich diese vom Erzählstil sehr unterscheiden, hat es sehr lange gedauert, bis ich mich in die Erzählung eingelesen hatte. Für meinen Geschmack hätte der Autor besser zwei Bücher aus der Geschichte gemacht.
    Ein Buch hätte sich auf die Geschichte von Barbara von Cilli und Vlad konzentrieren sollen. Denn hier waren mir die Sprünge innerhalb des 15. Jahrhunderts zu groß und das Ende wirkte stark gekürzt. Fühlte ich mich zu Beginn Vlad, seinem besten Freund und Barbara noch verbunden, ist dieses Gefühl immer weiter verloren gegangen. Wenn der Autor sich jedoch nur auf das 15. Jahrhundert konzentriert hätte, hätte er die Ereignisse ausführlicher erzählen können, was mir sehr gefallen hätte.
    Bei den Erlebnissen von Len hat es sehr lange gedauert, bis ich überhaupt einen roten Faden gefunden habe. Die Richtung der Geschehnisse änderte sich immer wieder, was ich in Verbindung mit dem Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart in dem Buch, anstrengend fand. Wobei ich die Ereignisse sehr spannend gefunden habe. Zudem hat es mir gefallen, dass der Autor mein vermeintliches Wissen immer wieder erschüttert hat.
    Sowohl die Szenen in der Vergangenheit als auch die in der Gegenwart sind oft brutal und blutig. Ich fand die Gewalt jedoch sowohl zur Atmosphäre des Buches als auch zum Genre passend.
    Nachdem ich mich in das Buch eingelesen hatte, fand ich die Geschichte spannend, ereignis- und wendungsreich. Markus Heitz hat mich gut unterhalten und ich freue mich auf den nächsten Teil.
    Zimt - Für immer von Magie berührt Dagmar Bach
    Zimt - Für immer von Magie berührt (Buch)
    27.08.2023

    Meine Erwartungen wurden vollständig erfüllt

    Vicky und Konstantin sind froh, dass der Vater von Parallel-Finn ihnen nichts mehr antuen kann, weil er in seiner Welt gefangen ist. Sie genießen ihre Sprünge in ein Urlaubsparadies, in dem sie einfach mal das Leben genießen können. Doch die beiden haben sich zu früh gefreut, wie ihnen Pauline klarmacht.

    „Zimt – Für immer von Magie berührt“ ist der dritte Band der zweiten Zimt-Staffel und der finale Band der Reihe. Bereits zu Beginn des Buches setzte bei mir Abschiedsschmerz ein. Denn für mich waren die Bücher um Vicky, Konstantin, die Pension und Sprünge in Parallelwelten stets ein wenig wie Nachhausekommen. So wohl habe ich mich in den Geschichten von Dagmar Bach um Vicky und ihre Freunde gefühlt. Sehr gerne wäre ich einmal in eine Welt gesprungen, in der die Welt aus den Büchern existiert.

    In diesem Buch war einfach alles stimmig. Die Sprünge an die Küste, die Abenteuer, die Vicky und Konstantin für die Rettung ihrer Welt bestehen mussten, Vickys Eltern und Großeltern, die sich allesamt toll entwickelt haben. Jeder findet zu sich und zu seiner Bestimmung. Und wenn er sie selbst nicht findet, kann man sich sicher sein, dass Vicky oder ihre Mutter eine Idee haben.

    Das Ende fand ich besonders schön, weil ich mich mit den Figuren gefreut habe, dass noch etwas Tolles passiert. Wenn ich weiß, dass ein Buch der Abschlussband einer Reihe ist, habe ich stets die Befürchtung, dass etwas Negatives passiert, sodass keine Weiterführung der Serie mehr möglich ist. Daher lese ich dann zumeist sehr angespannt.

    Fazit: ein tolles Buch, dass perfekt in die Reihe passt.
    Forget me Someday Chris Kaspar
    Forget me Someday (Buch)
    27.08.2023

    Stimmiges Ende

    Alena ist eine bekannte Influencerin. Ihr Leben dreht sich nur um Klicks, Shootings und Werbedeals. Eingefädelt hat dies alles ihre Mutter und vor ihr ist sie nun nach Hamburg geflohen. Hier hat sie sich um ein Stipendium für ihren Traumstudiengang beworben. In der Endauswahl muss sie einen Nachruf für den bekannten Youtuber Kill, der seinen Fans waghalsige Challenges bietet, erstellen. Also sorgt sie für ein Zusammentreffen mit ihm, um ihn auszuspionieren. Doch je mehr Zeit sie mit Kill verbringt, desto wohler fühlt sie sich in seiner Nähe…
    Der Schreibstil der Autorin Chris Kaspar ist toll. Sie hat das Talent, die Szenen mit tollen Formulierungen zu bereichern. Manchmal waren mir die Szenen dadurch jedoch auch zu lang. Denn, so schön ich ihre Worte gesetzt fand, sie haben auf der anderen Seite das Tempo der Geschichte gedrosselt.
    Die beiden Hauptfiguren waren mir zu Beginn der Geschichte nicht sonderlich sympathisch. Alena war mir zu unsicher, naiv und tollpatschig. Zumal sie ja eine erfolgreiche, Medien erfahrene Influencerin war. Kill war am Anfang der typische arrogante, supersexy Typ, der jeder Gefahr hinterherrennt. Allerdings hat er mich zumindest neugierig gemacht. Denn ich wollte unbedingt wissen, woher seine Todessehnsucht kommt. Außerdem habe ich mich gefragt, ob seine Challenges wirklich so ablaufen oder fingiert sind.
    Im weiteren Verlauf der Erzählung, überschreitet Alena für mich jede Grenze. Ich konnte mir überhaupt nicht vorstellen, dass aufgrund ihres Verhaltens überhaupt ein Happy End möglich sein kann. Doch die Autorin hat mir eindrucksvoll bewiesen, dass es geht. Allerdings hatte Alena in ihrer Mutter kein gutes Vorbild. Und auch hier hat mich die Autorin überrascht mit der Wendung, die dieser Handlungsstrang genommen hat.
    Das Ende hat mich dann vollkommen überzeugt. Bis dahin war ich verwirrt und sehr skeptisch, dass mich das Buch „Forget me someday“ beeindrucken kann. Doch nachdem die Autorin am Ende alle Geheimnisse gelüftet hat, bin ich wirklich begeistert, weil alles so stimmig ist. Hut ab, das ist wirklich selten der Fall bei Liebesgeschichten!
    Alles in allem ein tolles Buch, dem jedoch der letzte Kick fehlte. Gerne würde ich nun die Geschichte von Kat lesen, der besten Freundin von Alena.
    Die Affäre Alaska Sanders Joël Dicker
    Die Affäre Alaska Sanders (MP3)
    19.08.2023

    Wieder ungemein fesselnd

    Im April 1999 wird eine junge Frau, Alaska Sanders, in Mount Pleasant ermordet. Einer der polizeilichen Ermittler ist Perry Gahalowood. Gahalowood ist der Polizist, mit dem der Schriftsteller Marcus Goldman 2008 den Fall Harry Quebert gelöst hat. Im Jahr 2010 verdichten sich die Hinweise, dass die Ermittlungen zum Mord an Alaska Sanders nicht gründlich genug getätigt wurden. Marcus Goldman und Gahalowood beginnen daraufhin erneut zu ermitteln.

    Ich fand es unglaublich cool, sowohl dem Schriftsteller Marcus Goldman als auch dem Ermittler Gahalowood wieder zu begegnen. Das Buch „Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“ fand ich vor ein paar Jahren unglaublich toll. Auch, dass immer wieder Bezug auf die damaligen Ermittlungen und Harry Quebert genommen wurden, hat mir sehr gut gefallen.

    Der Fall Alaska Sanders hat alles, was ich mir von einem spannenden Kriminalfall wünsche. Besonders beeindruckend habe ich gefunden, wie der Autor Noel Dicker der Geschichte immer wieder eine komplett andere Richtung gegeben hat. Dadurch fand ich das Buch unfassbar fesselnd. Wiederholt habe ich Vermutungen angestellt, was zur Ermordung von Alaska Sanders geführt hat und wer der Täter war. Allerdings habe ich durch die vielen Entwicklungen in den Ermittlungen diese mehrfach korrigieren müssen. Das hat Spaß gemacht, sodass ich gar nicht mehr mit dem Hören pausieren konnte.

    Extrem gut gefällt mir auch der Erzählstil des Autors. Marcus Goldman ist wieder der Ich-Erzähler und ich folge ihm ungemein gern. Die Handlung findet hauptsächlich im Jahr 2010 statt. Es gibt jedoch immer wieder Sprünge in die Vergangenheit. Zum einen in die Jahre 1998 und 1999, aber auch in andere Zeiten. Diese Art, uns die Geschichte zu präsentieren, habe ich als sehr lebendig empfunden.

    Gelesen wird das Hörbuch von Torben Kessler. Den Sprecher kenne ich bereits von dem Hörbuch „Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“ und er ist für mich daher fest mit der Figur Marcus Goldman verbunden. Daher war er für mich die perfekte Besetzung für „Die Affäre Alaska Sanders“.

    Ich hoffe auf weitere Hörbücher von Noel Dicker mit Marcus Goldman und Perry Gahalowood, die von Torben Kessler gelesen werden. Für mich bedeutet diese Kombination exzellente Unterhaltung.
    Vergissmeinnicht-Was Bisher Verloren War Kerstin Gier
    Vergissmeinnicht-Was Bisher Verloren War (MP3)
    03.08.2023

    Mir fehlte das gewisse Etwas

    Im zweiten Band von Vergissmeinnicht erkundet Quinn den Saum. Zu gern würde Matilda ihn begleiten. Doch Menschen sollen angeblich im Saum sterben – oder doch nicht? Auf die beiden Teenager warten auf jeden Fall erneut viele Abenteuer, Geheimnisse und Intrigen.

    Mit Spannung habe ich den zweiten Teil „Was bisher verloren war“ der Vergissmeinnicht-Reihe von Kerstin Gier erwartet. Matilda und Quinn sind zwei tolle Charaktere, die mich auch in diesem Buch wieder für sich einnehmen konnten. Matildas Dickkopf, ihre Intelligenz und ihre coolen Sprüche haben mich erneut begeistert. Genauso wie Quinn mit seiner liebevollen Art und seinem Mut. Dazu kommen noch weitere tolle Figuren, wie z.B. Bax. Seines Zeichens Dämon, Wasserspeiher und Portalwächter.

    Die Geschichte bot mir wieder gute Unterhaltung. Sie war humorvoll, voller Spannung, Abenteuer, Geheimnisse, Rätsel. Auf jeden Fall bietet das Buch typische Zerstreuung á la Kerstin Gier. Die Entwicklung, die das Geschehen genommen hat, hat mich zu jeder Zeit gut unterhalten.

    Doch trotzdem fehlte mir immer wieder etwas. Die Geschichte entwickelte sich trotz aller Hindernisse zu glatt, zu Kerstin-Gier-typisch. Ich liebe die Figuren, mag die Handlung und wie sie sich entwickelt. Aber an die Edelstein-Trilogie, die ich regelmäßig wieder lese oder höre, kommt die Vergissmeinnicht-Reihe nicht heran.

    Gleichwohl freue ich mich auf den dritten Band und bin schon sehr gespannt, was mich als Leserin erwartet. Auch dem Wiedersehen mit Matilda und Quinn fiebere ich entgegen.

    Gelesen wurde das Hörbuch von Jasna Fritzi Bauer, Timmo NIesner, Felicity Grist und Michael Schrodt. Es hat mich sehr erstaunt, als ich gelesen habe, dass vier Sprecher*innen das Hörbuch gelesen haben. Ich hätte auf zwei getippt. Wobei ich von der Stimme, die Matilda gesprochen hat, unglaublich begeistert war. Sie passte einfach perfekt. Dazu kommt, dass sie sehr lebendig gelesen hat und damit Matilda mit Leben erfüllt hat. Beim Sprecher für Quinn war mir die männliche Stimme zu erwachsen. Sie hätte zu einem Mann in den 20ern gepasst, aber nicht zu einem Teenager. Gelesen hat er jedoch auch super gut und lebendig. Insgesamt haben die Sprecher das Hörbuch zu einem intensiveren Erlebnis gemacht als wenn ich das Buch selbst gelesen hätte.
    Die Spur der Aale Florian Wacker
    Die Spur der Aale (Buch)
    03.08.2023

    Die Geschichte hat viel Luft nach oben

    Der Zollbeamte Lars Mathissen wird tot aus dem Main geborgen. Er war dafür bekannt, dass er hinter jedem Fund eine große Schmugglerbande witterte. Erst ein paar Tage vor seinem Tod hatte er der Frankfurter Staatsanwältin Greta Vogelsang eine E-Mail mit der dringenden Bitte um ein Gespräch geschickt. War er also tatsächlich einer großen Sache auf der Spur oder ist er beim Angeln im Main ausgerutscht und ertrunken?
    Zu Beginn des Krimis werden mehrere Personen ausführlich eingeführt. Auch gibt es bereits zu Beginn den toten Zollbeamten Lars Mathissen, sodass die Ermittlungen umgehend hätten starten können. Doch leider werden das Geschehen und die Figuren so distanziert geschildert, dass ich über weite Teile des Krimis keinerlei Spannung empfunden habe. Die Handlung entwickelt sich unglaublich langsam, sodass ich das Buch immer wieder weggelegt habe, da ich gelangweilt war.
    Dazu kommen zudem logische Brüche, bei denen ich mich gewundert habe, dass diese im Lektorat nicht verbessert wurden. Wenn plötzlich Dinge geschehen, die den vorherigen Aufbau der Handlung über den Kopf schmeißen, dann aber auf die weitere Handlung keinen Einfluss haben, ist das irritierend und macht das Geschehen unglaubwürdig.

    Etwa ab der Hälfte der Geschichte, nimmt das Erzähltempo zu und es kommt Spannung auf. Die Fäden laufen langsam zusammen. Besonders die Schicksale der einzelnen Personen haben mich so sehr interessiert, dass ich unbedingt weiterlesen musste. Wer überlebt, wer stirbt, wer wird gefasst und wer kommt straffrei davon?

    Der Epilog ist für meinen Geschmack wiederum viel zu lang gehalten. Ich habe irgendwann nur noch quergelesen, weil ich diesen über weite Teile wieder nur langweilig fand.

    Der Autor hat einen interessanten Fall langatmig präsentiert. Für die nächsten Teile der Reihe hat er noch viel Luft nach oben gelassen.
    Lindqvist, J: Refugium: Lindqvist, J: Refugium: (Buch)
    30.07.2023

    Gut, aber ich hatte mir mehr erhofft

    Julia Malmros, Schriftstellerin und Ex-Polizistin, hat den Auftrag bekommen, das siebte Buch der Millenium-Saga zu schreiben. Da sie kein Fachmann in Sachen IT ist, stellt der Verlag ihr Kim Ribbing zur Seite. Kim, ein Computergenie und Hacker mit vielen Traumata, und Julia gehen eine sexuelle Beziehung ein. Als sie sich zu Midsommer in Julias Ferienhaus aufhalten, hören sie Schüsse bei Julias Nachbarn, einem Freund aus Kindertagen. Als sie dort ankommen, sind der Gastgeber und alle Gäste tot. Lediglich Astrid, die Tochter des Gastgebers, hat überlebt. Persönlich betroffen, beginnen Kim und Julia zu ermitteln, warum Olof Helander und seine Gäste sterben mussten.
    Zu Beginn werden die beiden Hauptfiguren Julia Malmros und Kim Ribbing ausführlich in die Geschichte eingeführt. Dabei steht bei Julia ihre Schriftstellerei im Vordergrund. Ich mag es sehr gerne, wenn ich als Leserin etwas über das Entstehen von Büchern erfahre und wie es in der Verlagswelt zugeht. Das hat der Autor wirklich gut und spannend ausgearbeitet.
    Mit Kim Ribbing hat Lindqvist eine sehr interessante Figur eingeführt, die sich durch viele Brüche in der Persönlichkeit auszeichnet. Ich mag solche Figuren und finde, dass sie die Spannung steigern. Da wir viel aus der Kindheit und Jugend von Kim erfahren, empfinde ich viel Empathie für ihn und fühle mich ihm verbunden. Ich mochte die Szenen, in denen er vorkommt, weil er mich immer wieder überrascht hat und meine Neugierde dadurch konstant hoch war.
    Nicht so gut hat mir gefallen, dass der eigentliche Kriminalfall oft beiläufig ins Geschehen eingestrickt wurde. Dazu kommt, dass die brisanten Firmeninterna, über die Julia, Kim und die ermittelnden Polizisten gestolpert sind, nicht so erklärt wurden, dass ich deren Brisanz erkennen konnte. Erst gegen Ende des Buches habe ich verstanden, was eigentlich passiert ist. Ich glaube, das hätte man spannender und verständlicher Schreiben können.
    Oft hat der Autor für meinen Geschmack zu viele Klischees bedient. Der traumatisierte Kim, der sein seelisches Gleichgewicht dadurch ein Stück weit wiederfindet, dass er an illegalen Boxkämpfen teilnimmt, ist für mich ein in der Literatur mittlerweile zu oft bemühtes stereotypes Verhalten. Zudem wird mir zu häufig nur angedeutet, was Kim macht, wenn er sich z.B. im Darknet herumtreibt und Pädophile aufspürt. Führt er diese der Polizei zu oder übt er Selbstjustiz?
    Ich habe „Refugium“ gerne gelesen. Das Buch hat interessante Figuren, aber dem Kriminalfall fehlte es immer wieder an Spannung. Dennoch bin ich sehr gespannt, ob Band 2 mir beides bietet, ein spannendes Verbrechen und außergewöhnliche Figuren.
    Die Legende des Phönix, Band 1: Dunkelaura Greta Milán
    Die Legende des Phönix, Band 1: Dunkelaura (Buch)
    20.07.2023

    Solide Romantasy

    Eden hat schon immer mehr gesehen als andere Menschen. Als sie in einer Nacht in San Francisco angegriffen wird und ihr vier Personen mit besonderen Kräften zu Hilfe eilen, wird schnell klar, dass Eden auch eine von ihnen ist. Denn die vier sind Phönixkrieger und bekämpfen Menschen, die ihr Licht verloren haben. Eden begleitet die vier Phönixkrieger in ihre Basis, um mehr über sich und ihr Erbe herauszufinden.

    Die Autorin Greta Milan hat in ihrem Buch „Die Legende des Phönix – Dunkelaura“ die klassischen Muster aus dem Bereich der Romantasy verwendet. Eine junge Frau, die mehr wahrnimmt, als andere Menschen. Krieger, die gegen das Böse kämpfen. Schnell stellt sich heraus, dass die junge Frau, eine der ihren ist. Nun muss sie ihr Erbe annehmen und trainieren, damit auch sie bald gegen das Böse, das die Menschheit bedroht, kämpfen kann. An ihrer Seite gibt es den schweigsamen Helden, der sie auf Abstand hält, aber trotzdem eine Anziehungskraft ausstrahlt, der sie nicht widerstehen kann. Ich finde es jedoch gar nicht schlimm, dass es ein bewährtes Muster gibt, nachdem Geschichten im Untergenre der Romantikfantasy funktionieren. Denn ich mag diese Mischung aus Fantasy und Liebesgeschichte, in die ich mich mit einem guten Gefühl hineinfallen lassen kann. Und so ist es auch bei diesem Buch. Ich fühlte mich gut unterhalten, und das Buch hat meine Erwartungen erfüllt.

    Das Buch bietet Spannung und Kämpfe, es wird gelogen und betrogen, es entstehen Freundschaften, alte Wege brechen auseinander. Die Geschichte beantwortet nach und nach viele Frage. Es kommen jedoch immer wieder neue Fragen auf und am Ende des Buches besteht das Bedürfnis, unbedingt und sofort mit Band 2 weiterzumachen, um alle Antworten präsentiert zu bekommen. Nach meiner Ansicht hat die Autorin alles richtiggemacht.
    Of Thunder and Rain Emmy Buckley
    Of Thunder and Rain (Buch)
    16.07.2023

    Deprimierende Grundstimmung

    Louay ist erfolgreicher Schriftsteller. Dass seine Bücher nur unter einem Pseudonym veröffentlicht werden, nagt jedoch mehr und mehr an ihm. Denn er würde gerne zu seinem Erfolg stehen. Als ihm in London alles über den Kopf wächst, reist er kurzerhand auf die Färöer-Inseln. Dort trifft er auf Lina, die nach dem Tod ihrer Mutter ein kleines B & B betreibt, um sich und ihren Vater über Wasser zu halten. Dabei würde sie nichts lieber tun, als die Inseln zu verlassen und in London studieren.

    Unter dem Buch „Of Thunder & Rain“ von Emmy Buckley habe ich mir eine harmonische Liebesgeschichte vorgestellt. Doch von Anfang an hat mich die Stimmung des Buches eher abgeschreckt, denn von Harmonie war keine Spur zu finden. Aufgrund der verfahrenen Situationen, in denen Louay und Lina stecken, herrschte eine deprimierende, erdrückende und triste Grundstimmung. Diese zog sich leider fast durch das gesamte Buch. Die beiden Personen tragen die Unzufriedenheit mit ihrem Leben und die Machtlosigkeit gegenüber ihren Situationen wie einen dicken Panzer mit sich herum. Das hat mir die Lesefreude an der Geschichte genommen.

    In Nebensätzen wird immer mal wieder erwähnt, dass die beiden sich attraktiv finden. Nur dauert es sehr lange, bis sie ihren Gedanken auch Taten folgen lassen. Die Kommunikation zwischen Lina und Louay ist eher spärlich, da sie beide keine guten Erfahrungen in der Liebe gemacht haben und Angst vor Ablehnung haben. Das hat mich schnell ermüdet, denn zwischen ihnen kam keine Spannung auf. Dazu kam, dass Louay lediglich für drei Wochen auf den Färöer-Inseln ist, die beiden gefühlt mehr Zeit damit verbringen, sich aus dem Weg zu gehen oder böse auf den anderen zu sein, als sich kennenzulernen.

    Die beiden Protagonisten sind mir bis zum Ende des Buches fremd geblieben. Ich habe weder zu Louay, den ich wenigstens noch sympathisch fand, noch zu Lina, mit der ich gar nichts anfangen konnte, einen Zugang bekommen.

    Insgesamt war „Of Thunder and Rain“ für mich eine nichtssagende Geschichte mit blassen Figuren auf einer Insel, auf der es ständig regnete, der Wind blies und es kalt war.
    Apfelmädchen Tina N. Martin
    Apfelmädchen (Buch)
    27.06.2023

    Solider Auftaktband

    Kriminalkommissarin Idun Lund und ihr Partner Calle Brandt ermitteln in dem Mordfall an der Lehrerin Eva Vendel. Ihr Ehemann hat sie an einem Haken an der Decke baumelnd und mit zwei Nägeln durch die Hände festgenagelt gefunden, als er von der Arbeit nach Hause gekommen ist. Die beiden Ermittler tappen lange im Dunkeln, da es kein Motiv für den Mord an Eva Vendel zu geben scheint…

    Der Krimi „Apfelmädchen“ der Autorin Tina N. Martin ist der erste Band um die Kriminalkommissarin Idun Lund. Die Ermittlerin zeichnet sich durch ihre Hartnäckigkeit, ihre Erfahrung sowie ihre analytischen Fähigkeiten aus.

    Erzählt wird die Geschichte um den Mord und weiteren Verbrechen auf zwei Zeitebenen. Das mag ich in der Regel sehr gerne, denn es bringt Abwechslung, Spannung und Cliffhanger in ein Buch. Und auch hier hat es mir gut gefallen, wie die Ereignisse der Vergangenheit und der Gegenwart zusammengeführt werden. Allerdings wird das Geschehen in der Gegenwart durch die Ereignisse in der Vergangenheit leider ein wenig vorhersehbar. Das nimmt dem Buch einen Teil der Spannung.

    Zudem fehlte mir gerade zu Beginn Tempo in der Erzählung. Die Szenen hätten gestrafft und stärker auf den Punkt gebracht werden können, sodass das Geschehen schneller gewesen wäre.

    Doch insgesamt handelt es sich bei „Apfelmädchen“ um einen soliden ersten Band und ich bin gespannt auf die weiteren Fälle, die Idun Lund im Laufe der Zeit bearbeiten wird.
    Twisted Fate, Band 1: Wenn Magie erwacht (Epische Romantasy von SPIEGEL-Bestsellerautorin Bianca Iosivoni) Bianca Iosivoni
    Twisted Fate, Band 1: Wenn Magie erwacht (Epische Romantasy von SPIEGEL-Bestsellerautorin Bianca Iosivoni) (Buch)
    18.06.2023

    Entspricht meinen Erwartungen

    Faith und ihr Bruder Levi sind für ihr Studium nach Dundee in Schottland gezogen. Hier treffen sie unerwartet ihren Kindheitsfreund Nate wieder. Er eröffnet ihnen, dass sie alle drei Teil einer Geheimgesellschaft sind. Als Faith in ihrem Nebenjob Jax kennenlernt, wird schnell klar, dass es in ihrem Leben noch viel mehr Geheimnisse gibt und sie alle miteinander verknüpft sind.
    Das Buch „Twisted Fate“ bietet Romantik-Fantasy wie ich sie mag. Eine mutige und entschlossene Heldin, die die Wahl zwischen mindestens zwei heißen Typen hat. Die Autorin Bianca Iosivoni gestaltet dieses Liebesdreieck so spannend, dass mir am Ende von Band 1 noch nicht klar ist, für wen Faith sich letztendlich entscheiden wird. Darauf bin ich wirklich sehr gespannt.
    Die Geschichte bot mir jede Menge Lesespaß. Wir begegnen einer Geheimgesellschaft mit klaren Regeln und starken Strukturen, Dämonen, Hexen und heldenhaften Figuren. Die Die Welt und die Wesen, die die Autorin erschaffen hat, haben mir sehr gut gefallen. Bianca Iosivoni hat ihrer Fantasie freien Lauf gelassen und dabei sind sehr unterschiedliche Figuren entstanden. Ich mag es zudem sehr gerne, wenn nicht immer sofort zu erkennen ist, wer gut und wer böse ist bzw. wenn die Schlechten auch einmal Gutes tun und die Guten auch zu schlechten Handlungen fähig sind.
    Die Welt, in der die Geschichte spielt, ist unserer sehr ähnlich. Jedoch gibt es in ihr mehr, als der normale Mensch vermuten würde. Das bietet weiteres Identifikationspotential und macht es leichter, in die Welt einzutauchen.
    Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich bin schon gespannt auf den 2. Teil. Die Geschichte bietet schlicht und einfach gute Unterhaltung.
    Bauchschmerzen im Kopf Doreen Wilde
    Bauchschmerzen im Kopf (Buch)
    16.06.2023

    Teenagerliebe

    Mathilda schwärmt für Kai, den coolsten Jungen der gesamten Oberstufe. Sie weiß stets, wann sie ihn wo sehen kann. Doch er weiß gar nicht, dass sie überhaupt existiert. Als Mathilda die Chance hat, in Kais Welt einzutauchen, ergreift sie diese beim Schopf…
    Den Einstieg in das Buch „Bauchschmerzen im Kopf“ fand ich sehr gelungen. Ich fühlte mich in meine Jugendzeit zurückversetzt. Mathilda ist nervös, weil sie gleich ihren Schwarm Kai sehen wird Sie freut sich darauf, hat aber auch Angst davor. Sie wünscht sich, dass er sie wahrnimmt und hofft doch, dass ihm nicht auffällt, wie sie ihn beobachtet. Es hat mir Spaß gemacht, Mathilda und ihre besten Freunde Henri und Carla in ihrem Schulalltag zu begleiten.
    Die Darstellung von Kais Clique hat mich an erfolgreiche Teenagerkomödien oder auch an „After passion“ erinnert. Sie sind cool, sexuell aktiv und stehen über allen anderen Gleichaltrigen. Kai konnte ich bis zum Ende des Buches nicht richtig einordnen und war daher sehr gespannt auf seine Intentionen und Entwicklungen.
    Die Figuren hätten allgemein mehr Tiefe vertragen können. So bleiben alle bis auf Mathilda leider zu blass. Mathildas Gefühlschaos konnte ich sehr gut nachvollziehen. Allerdings hatte ich den Eindruck, dass sie sich mit ihrer Vogel-Strauß-Politik keinen Gefallen tut. Ihr hätte es viel mehr geholfen, wenn sie Probleme und Konflikte nicht nur oberflächlich klärt, sondern gründlich beseitigt.
    Die Autorin Doreen Wilde erzählt keine noch nie dagewesene Geschichte. Sie beschäftigt sich auch nicht mit traumatisierten Jugendlichen, deren Probleme aufgearbeitet werden müssen. Sie liefert uns einfach die Geschichte einer ersten Liebe. Sie zeigt, wie wir in die Irre gehen können, wenn wir unsere Gefühle nicht hinterfragen und nicht offen für sie sind. Mich hat das Buch gut unterhalten, denn ich wurde an eigene Erlebnisse in meiner Jugend erinnert und konnte mich entspannt fallen lassen und das Buch genießen.
    Fourth Wing - Flammengeküsst Fourth Wing - Flammengeküsst (Buch)
    16.06.2023

    Ich liebe es

    Ihr Leben lang ist Violet auf das Leben einer Schriftgelehrten vorbereitet worden. Doch dann befiehlt ihr ihre Mutter, die Generalin, am Auswahlverfahren der Drachenreiter teilzunehmen. Dabei ist Violet für diese Aufgabe eigentlich zu klein, zu zart und zu zerbrechlich. Doch Violet gibt nicht auf und will unbedingt das erste Jahr der Ausbildung, in dem mindestens 50 % der Kadetten sterben werden, überleben. Und dass, obwohl ihr Geschwaderführer noch eine Rechnung mit ihrer Mutter offen hat, ein Teil der anderen Kadetten sie tot sehen will und Drachen sich nur an starke Menschen binden.

    Schon lange hat mich kein Fantasybuch mehr so gut unterhalten. Die Autorin Rebecca Yarros legt uns mit „Fourth Wind – Flammengeküsst“ einen spannenden ersten Teil vor. Wir befinden uns an einer Drachenreiter-Academy, es finden viele Kämpfe statt und wir erleben die Verbundenheit von Drachen und Menschen.

    Zudem macht Violet eine erstaunliche Entwicklung durch. Sie ist mutig, stark, verfügt über jede Menge Kampfgeist und gibt nicht auf. Zudem findet sie tolle Freunde. Ihr Geschwaderführer Xaden ist heiß, geheimnisvoll, zwielichtig, aber auch beschützend, loyal und natürlich der stärkste Kämpfer weit und breit. Insgesamt finde ich die Figurenzeichnung sehr gelungen.

    Mir hat das Wechselspiel zwischen Kampfszenen, heißer Annäherung der Love-Interest und Unterricht sowie Alltag der Freunde und Kadetten sehr gut gefallen. Am Ende wurde mir das Ganze jedoch zu lang. Da es sich um eine Buchreihe handelt, hätte ich mir einen früheren Schnitt im Geschehen gewünscht, sodass der erste Teil einfach an einem anderen Punkt endet und der Rest bereits zu Teil 2 gehört.

    Insgesamt handelt es sich jedoch um ein tolles Buch und ich hoffe, dass wir nicht zu lange auf Band 2 warten müssen.
    Das Café ohne Namen Robert Seethaler
    Das Café ohne Namen (CD)
    04.06.2023

    Ich hätte mir mehr Tiefe gewünscht

    Robert Simon eröffnet im Wien des Jahres 1966 ein Cafe am Karmelitermarkt. Es ist nur klein und er bietet auch nicht viel an, aber sie kommen alle. Die Arbeiter, Näherinnen, Witwen, Trunkenbolde und noch viele mehr. Der Laden läuft so gut, dass Robert Simon schon bald Mila, eine Servierkraft, einstellen kann.

    Sehr gelungen finde ich die Klammer, die Robert Seethaler um sein Buch „Das Cafe ohne Namen“ setzt. Wir treten in das Leben von Robert Simon ein, als er sein Cafe eröffnet und verlassen es 10 Jahre später wieder, als er dieses schließen muss.

    Die Sprache, die der Autor verwendet, machte es mir sehr leicht, in das Geschehen einzudringen. Manche Formulierung war wunderschön und fast schon poetisch. Leider machen ein paar tolle Formulierungen noch kein bemerkenswertes Buch.

    Denn insgesamt war die Geschichte in meinen Augen zu seicht. Wir begegnen vielen Personen, aber den meisten leider nur kurz. Wir erfahren eine oder zwei Anekdoten aus ihrem Leben und schon sind sie wieder verschwunden und spielen keine oder kaum eine weitere Rolle. Selbst den Hauptfiguren Robert Simon oder Mila komme ich im Laufe der Erzählung nicht näher. Sie bleiben mir fremd, da es dem Autor nicht gelingt, sie mir näher zu bringen. Daher wird mir das Buch wohl auch nicht lange im Gedächtnis blieben.

    Gelesen wird das Hörbuch von Matthias Brandt. Er verfügt über eine angenehme Stimme und liest zudem sehr routiniert. Leider vergesse ich jedoch nur selten, dass er mir ein Buch vorliest, was ich sehr schade finde.
    Tristan Mortalis Melissa C. Hill
    Tristan Mortalis (Buch)
    22.05.2023

    Absolut empfehlenswert

    Es ist der Abend der Abifeier. Es ist ihr letztes Zusammentreffen und sie feiern alle sehr ausgelassen. Im Anschluss verstreuen sie sich in alle Winde. Als nach ein paar Monaten eine Leiche im Moor gefunden wird, kommen sie alle wieder nach Hause. Kann es sein, dass einer aus ihrer Mitte die Nacht der Party nicht überlebt hat?

    Den beiden Autorinnen Melissa C. Hill und Anja Stapor gelingt mit ihrem zweiten gemeinsamen Jugendthriller wieder ein Volltreffer. Das Buch ist außerordentlich spannend und für mich ein richtiger Pageturner. Nachdem ich mit dem Buch angefangen hatte, war es mir kaum noch möglich, es zur Seite zu legen.

    Die Figuren sind detailreich ausgearbeitet, ohne dass es dadurch zu Längen im Buch kommt. Den Autorinnen gelingt es, uns die Hauptpersonen vorzustellen und gleichzeitig eine bedrohliche, spannende Atmosphäre zu schaffen. Die Figuren sind mit Liebe ausgearbeitet und wirken auf mich meistens sehr authentisch.

    Wie auch schon bei dem Vorgängerprojekt der beiden Autorinnen, „Lupus Noctis“, ist die Geschichte von „Tristan Mortalis“ voller Geheimnisse und unerwarteter Wendungen. Kleinigkeiten konnte ich vorhersehen. Das Ende jedoch nicht. Da wurde ich wieder überrascht.

    Beim Lesen merkt man den beiden Autorinnen den Spaß am Schreiben an. Sie legen verschiedene Fährten und versuchen alles, um uns Lesenden aufs Glatteis zu führen. Das gelingt ihnen hervorragend und ich wünsche mir noch viele weitere Jugendthriller aus ihrer Feder.
    Wenn Worte töten Anthony Horowitz
    Wenn Worte töten (MP3)
    22.05.2023

    Unterhaltsamer, klassischer Krimi

    Der Autor Anthony Horowitz reist zusammen mit dem Ex-Polizisten Daniel Hawthorne, über dessen Ermittlungen als Privatdetektiv der Autor schreibt, auf die Insel Alderney. Hier findet ein neues Literaturfestival statt, an dem die beiden teilnehmen wollen. Als nach ein paar Tagen der Sponsor des Festivals ermordet aufgefunden wird, beginnt Hawthorne mit Hilfe von Horowitz zu ermitteln.

    Ich habe mir das Hörbuch von „Wenn Worte töten“ hauptsächlich angehört, weil dieses von meinem Lieblingssprecher Uve Teschner gelesen wird. Ich liebe es, seiner Stimme zu lauschen. Er liest so einnehmend, dass ich stets komplett in die Geschichten eintauche. Auch bei diesem Krimi war das der Fall.

    Wir haben es mit einem klassischen Whodunit-Krimi zu tun. Die Handlung spielt auf einer kleinen Insel mit einer überschaubaren Zahl an Einwohnern sowie den Teilnehmern des Festivals. Der Mord geschieht im Anschluss oder während einer Feier im Haus des Sponsors. Die beiden Ermittler gehen verschiedenen Spuren nach und befragen die Personen, die sich auf der Insel befinden. Dadurch entstehen Fährten und diese führen zu Verdächtigen, sodass ich als Hörerin miträtseln kann.

    Die Auflösung hat mir genauso gefallen, wie die Handlung und die Ermittlungen. Ich wurde gut unterhalten, durfte meinem Lieblingssprecher lauschen und miträtseln, was bzw. wer hinter dem Mord steckt. Gerne möchte ich weitere Fälle mit den beiden Ermittlern lesen bzw. hören.
    51 bis 75 von 212 Rezensionen
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