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    Elchi130 Top 100 Rezensent

    Aktiv seit: 21. September 2018
    "Hilfreich"-Bewertungen: 22
    212 Rezensionen
    Love Me Like It's Yesterday Juliane Käppler
    Love Me Like It's Yesterday (Buch)
    14.11.2024

    Toller Liebesroman und so viel mehr

    Juno ist von Beruf Restauratorin antiker Möbel in eigener Werkstatt in Leipzig. Ihr Beruf ist für sie gleichzeitig Berufung. Taro ist ausgebildeter Psychologe und betreibt seit einigen Jahren einen You-Tube-Kanal, in dem er Männern Flirttipps gibt. Als ein Konkurrent von ihm einen Beweis dafür verlangt, dass seine Tipps funktionieren, lässt Taro sich auf eine Challenge ein. Er soll beweisen, dass sich Juno aufgrund seiner Tipps auf ihn einlässt. Doch schnell stellt Taro fest, dass Juno so viel mehr für ihn ist.
    Von Juno war ich sofort begeistert. Sie ist stark, selbstbewusst, authentisch. Einfach eine tolle Buchfigur. Sehr gerne würde ich mir eine Scheibe von ihrer Persönlichkeit abschneiden. Obwohl sie sich selbst genügt, hat sie eine starke beste Freundin an ihrer Seite sowie einen tollen Exfreund, mit dem sie zusammenarbeitet. Beide unterstützen sie, geben ihr aufrichtiges Feedback und sind da, wenn sie Freunde braucht.
    An die männliche Hauptfigur bin ich erst einmal mit Misstrauen herangegangen. Ein erfolgreicher Influencer und Yuppie. Aufgrund der Wette musste er sich meine Sympathien erarbeiten. Das ist ihm jedoch gut gelungen. Denn Taro ist ein emphatischer, aufmerksamer Mann, dem Respekt und Integrität sehr wichtig sind.
    Der Autorin Juliane Käppler ist mit „Love me like it´s yesterday“ ein wunderschöner Liebesroman gelungen. Sie beschreibt die langsame Annäherung der beiden Hauptfiguren sehr echt und realitätsnah. Die einzelnen Szenen sind voller Tiefe, die Emotionen sind gut bei mir angekommen, sodass ich den beiden mit all meinem Gefühl gefolgt bin.
    Das Buch beschäftigt sich mit mehreren ernsten Themen, die ebenfalls über Tiefe bei der Aufarbeitung verfügen. Was bedeutet es, ein Influencer zu sein? Wie kommt die Dynamik in den sozialen Medien zustande? Wie kann dich eine Selbsthilfegruppe bei der Bewältigung deiner Probleme unterstützen? Wie sieht eine Welt aus, wenn man sich bewusst der digitalen Welt verweigert? Welche Probleme treten dann auf?
    Dieses Buch war mein erster Roman der Autorin Juliane Käppler. Er ist nach meiner Ansicht in jeglicher Hinsicht perfekt gelungen. Daher spreche ich für dieses Buch ich eine uneingeschränkte Empfehlung aus.
    Beneath Cursed Stars 1: Beneath Cursed Stars Lexi Ryan
    Beneath Cursed Stars 1: Beneath Cursed Stars (Buch)
    04.11.2024

    Ich liebe die Welt der Fae

    Mit „Beneath cursed stars“ erscheint der erste Teil der Spin-Off-Dilogie von „Court of sun“. Es ist das 3. Buch von Lexi Ryan, das in der Fae Welt spielt. Im Mittelpunkt steht Prinzessin Jasalyn, die Schwester von Brie, die in den ersten beiden Büchern die weibliche Hauptfigur war. Jasalyn ist von ihrer Gefangenschaft bei König Mordeus gezeichnet. Als Gerüchte aufkommen, dass der König aus dem Reich der Toten zurückgekehrt ist, sinnt Jasalyn auf Rache. Während sie sich mit Kendrick, den sie in Mordeus Kerkern kennengelernt hat, und seinen Freunden auf die Suche nach dem Tyrannen begibt, nimmt die Gestaltwandlerin Felicity ihren Platz bei Hof ein.
    Auch der erste Teil des Spin-Offs ist wieder eine Romantasy. Im Mittelpunkt stehen die Annäherungen, Sehnsüchte, Flirtereien, die Anspannungen und verliebten Träumereien der beiden Frauen mit ihren Love-Interest. Dabei sind sie umgeben von Lug und Trug, Intrigen sowie Machtspielen. Da ich sowohl ein Romantasy-Fan als auch ein Fan der Fae-Welt bin, habe ich mich in der Geschichte pudelwohl gefühlt. Ich durchlebte alle Höhen und Tiefen der beiden weiblichen Hauptfiguren mit ihnen, fühlte ihre Freude, aber auch ihre Sorgen und Nöte.
    Über allem schwebt natürlich der Kampf der Guten gegen die Bösen. Hat der Tyrann König Mordeus überlebt? Kann er erst die Welt der Fae und anschließend die Welt der Menschen erobern und sie sich unterwerfen? Oder siegen die guten Menschen und Fae, indem sie Mordeus endgültig vernichten und seine Anhänger gleich mit? Obwohl ich bereits viele Fantasygeschichten aus diesem Untergenre gelesen habe, finde ich das Geschehen immer noch spannend. Ich lasse mich gerne von den Intrigen und Wendungen überraschen.
    Das Buch trifft genau meinem Geschmack. Unterhaltsame Fantasy mit sympathischen Hauptfiguren, tyrannischen, unsympathischen Bösewichten und ganz viel Romantik. Ich freue mich auf Band 2 der Dilogie.
    Bright Young Women Jessica Knoll
    Bright Young Women (Buch)
    04.11.2024

    Highlight

    Im Jahr 1978 dringt in der Nacht ein Mann in ein Studentinnen-Wohnheim ein und misshandelt mehrere junge Frauen. Die einzige Person, die den Täter gesehen hat, ist Pamela, die Vorsitzende der studentischen Verbindung. Nach dieser Nacht verändert sich das Leben von Pamela und allen anderen Frauen des Wohnheims…

    Das Buch „Bright Young Women“ von Jessica Knoll nimmt die Taten des realen Serienmörders Ted Bundy als Vorlage Die Autorin konzentriert sich jedoch auf die Opfer und nicht auf den Täter. Dieser nimmt nur eine Nebenrolle im weiteren Geschehen ein.

    Vielmehr bringt uns die Autorin das Leben junger Frauen in den USA in den 70er Jahren näher. Von ihren Eltern sind sie mit den Regeln, Normen und Ansprüchen der letzten Generationen aufgezogen worden: Frauen haben sittsam, still, fleißig zu sein und sich einen passenden Ehepartner an der Universität zu sichern.

    Das führt Jessica Knoll besonders an drei Beispielen aus. Da ist die fleißige, strebsame Pamela, die sehr pflichtbewusst ist und als Vorsitzende der studentischen Verbindung stets ein Auge auf alle und alles im Wohnheim hat. Sie ist mit einem Mann verlobt, der wie sie Rechtswissenschaften studieren will. Besonders wichtig ist, dass sie sich ihm unterordnet und nicht versucht, schlauer als er zu sein. Als Zeugin bei dem Überfall ist sie die einzige Person, die den Täter gesehen hat. Doch weder die Polizei, der Wachdienst der Universität noch ihr Verlobter schenken ihrer Beschreibung und ihren Beteuerungen Aufmerksamkeit.

    Tina wiederum ist eine junge Frau, die nach einer Ehe mit einem wesentlich älteren Mann zu Reichtum gelangt ist. Sie ist selbstbewusst, mutig und zielstrebig. Doch auch sie wird beruflich von ihren Kollegen im besten Fall mit Ignoranz gestraft oder gebeten, Kaffee zu holen.

    Tina ist maßgeblich an der Entwicklung von Ruth beteiligt. Ruth leidet unter dem Tod ihres Vaters und ihrer hartherzigen, einengenden Mutter, für die das Bild nach außen das wichtigste im Leben ist – Hauptsache die Fassade stimmt.

    Mich hat es immer wieder beeindruckt, wie pointiert die Autorin es schafft, uns diese drei Frauen nahezubringen und damit die Grenzen aufzuzeigen, in denen sie sich bewegen. Alle drei machen im Buch eine Entwicklung durch und weiten ihre Grenzen aus. Doch das hat auch immer einen Preis.

    Als Gerüst dient dabei über die gesamte Länge des Buches der Überfall, die Suche nach dem Täter und die Gerichtsverhandlung. Für mich hat die Autorin es perfekt geschafft, beides miteinander zu verweben.

    Das Geschehen läuft auf drei Zeitebenen ab. Das sorgt für Abwechslung. Dabei wird immer wieder auf Ereignisse vorgegriffen, was mich extrem neugierig auf den weiteren Ablauf der Handlung gemacht hat. Jessica Knoll ist eine Autorin, die ich auf jeden Fall im Blick behalten werde.
    Bis in alle Endlichkeit James Kestrel
    Bis in alle Endlichkeit (Buch)
    13.10.2024

    Genauso mag ich Krimis

    Privatdetektiv Lee Crowe ist der typische einsame Wolf. Er löst seine Fälle mit Hilfe seiner Beharrlichkeit. Recht und Gesetz sind für ihn keine bindenden Vorgaben. Wenn ein Fall gefährlich ist und als kaum lösbar gilt, dann wird er gerufen. Denn er lässt nicht locker, bis er die Lösung kennt.
    Zu Beginn hat mich das Buch „Bis in alle Endlichkeit“ an einen Crime Noir erinnert. Reiche, schöne Frauen, Polizisten, die bei ihren Ermittlungen feststecken, Gangster, die über Leichen gehen, damit ihre Verbrechen ungesühnt bleiben. Es fehlte nur noch der Dauerregen, Bars, in denen Jazz gespielt wird und eine Frau, die den melancholischen Ermittler betört und damit ablenkt und auf eine falsche Fährte lockt.
    Doch ansonsten hatte das Buch alles, was ich mir von einem guten und unterhaltsamen Krimi wünsche. Es wird gelogen und betrogen, es gibt Intrigen und das Spiel mit gezinkten Karten. Die Grenzen zwischen Gut und Böse verwischen und nicht jede Person ist, was sie vorgibt zu sein.
    Gerne habe ich Lee Crowe bei seinen Ermittlungen begleitet und fand seine Methoden immer wieder spannend. Lediglich die Auflösung hat mir nicht gefallen, denn ich fand, dass sie nicht zum Rest des Buches passte.
    Ich würde mich dennoch sehr freuen, wenn der Autor James Kestrel den Privatdetektiv Lee Crowe in weiteren Fällen ermitteln lässt.
    Everything We Never Said - Liebe lässt uns böse Dinge tun Sloan Harlow
    Everything We Never Said - Liebe lässt uns böse Dinge tun (Buch)
    13.10.2024

    Ich bin regelrecht durch das Buch geflogen

    Ella hat vor 6 Monaten ihre beste Freundin bei einem Unfall verloren, den Ella verursacht hat. Nun fängt das letzte Schuljahr für Ella an und sie muss dieses Jahr ohne Hayley durchstehen. Der einzige Mensch, der versteht, was Ella gerade durchmacht, ist der Freund von Hayley, Sawyer. Nach und nach kommen sich Sawyer und Ella näher, verlieben sich ineinander. Doch als Ella das Tagebuch von Hayley in die Hände fällt, ist sie sich nicht mehr sicher, ob eine Beziehung mit Sawyer möglich ist.
    Die Autorin Sloan Harlow hat einen Schreibstil, der mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat. Ich konnte mich so gut in Ella hineinversetzen. Ihr Schmerz war deutlich zu spüren. Ebenso eindrücklich war die Anziehungskraft zwischen Ella und Sawyer zu spüren. Genauso wie Ella konnte ich mir nur schwer vorstellen, dass Sawyer manipulierend und verlogen ist. Den Konflikt zwischen Kopf und Herz, Verstand und Gefühl, den Ella hat, hatte ich genauso. Auf der einen Seite wollte ich Ella warnen und beschützen. Auf der anderen Seite wollte ich Sawyer zur Seite nehmen und zur Rede stellen.
    Das Buch war sehr spannend und entwickelte eine regelrechte Sogwirkung auf mich. Zu Beginn folgte ich den Fährten, die die Autorin ausgelegt hatte. Doch bald machte ich mich davon frei und stellte meine eigenen Vermutungen an. Teilweise war die Auflösung vorhersehbar und zum Teil war ich überrascht. Das Buch hat mir sehr gut gefallen und ich freue mich auf weitere Bücher der Autorin.
    Nightbirds, Band 1: Der Kuss der Nachtigall (Epische Romantasy | Limitierte Auflage mit Farbschnitt) Kate J. Armstrong
    Nightbirds, Band 1: Der Kuss der Nachtigall (Epische Romantasy | Limitierte Auflage mit Farbschnitt) (Buch)
    13.10.2024

    Tolle Geschichte

    Da in Simta Magie nur bei Frauen vorkam, wurde sie verboten. Lediglich in der Oberschicht gibt es die Nightbirds, das bestgehütete Geheimnis der Stadt. Die Nightbirds verkaufen ihre Magie an zahlende Kunden und geben diese mit Hilfe eines Kusses zur mehrmaligen Anwendung weiter. Doch dann machen auf einmal mehrere Fraktionen Jagd auf die Nightbirds.

    Mir gefiel die Idee von jungen Frauen aus der gehobenen Gesellschaft, deren Magie reiche Personen kaufen können, sehr. Matilde stammt aus einer der führenden Familien Simtas. Sie wächst behütet und mit vielen Privilegien auf. Entsprechend naiv und verwöhnt ist sie zu Beginn der Geschichte. Sayer ist die Tochter eine Frau, die ihr Herz an den falschen Mann verschenkte und von ganz oben bis in die Slums von Simta fiel. Sayer ist misstrauisch, starköpfig und eine Einzelkämpferin. AEsa stammt aus einem Gebiet der Republik Eudeas und ist mit den Bräuchen Simtas nicht vertraut. Sie ist ängstlich, vorsichtig und gläubig erzogen worden.

    Das Buch „Nightbirds – Der Kuss der Nachtigall“ hat alles, was ich mir von einer guten Fantasygeschichte wünsche. Z.B. Hauptfiguren, die eine enorme Entwicklung durchmachen, selbstbewusst werden und für sich einstehen. Zudem ist die Geschichte sehr kurzweilig, weil ein Abenteuer das nächste jagt. Die Autorin Kate J. Armstrong hat mich immer wieder mit ihren guten Ideen und unerwarteten Wendungen überrascht.

    Es wird gelogen und betrogen, es werden Intrigen gesponnen. Doch es gibt auch Zusammenhalt, Treue und Ehrlichkeit. Zum Ende des Buches war ich ganz traurig, dass meine Reise mit den Nightbirds erst einmal beendet ist und warte nun ungeduldig auf Band 2.
    Als wir Schwäne waren Behzad Karim Khani
    Als wir Schwäne waren (Buch)
    24.09.2024

    Mit der episodenhaften Erzählstruktur konnte ich nichts anfangen

    Nachdem ich im letzten Jahr einen Fernsehbeitrag über den Autor Behzad Karim Khani gesehen hatte, war ich sehr neugierig auf seine Bücher. Der Autor erschien mir smart, intelligent und hatte etwas zu erzählen. Seine Familie ist in den 80er Jahren aus dem Iran nach Deutschland gekommen und in Bochum gelandet.
    In seinem zweiten Roman erzählt er nun aus dieser Zeit. Für mich war das auch deshalb sehr spannend, weil ich mehrere Jahrzehnte in Bochum gelebt und gearbeitet habe. Wobei sich mein Bochum von dem des Autors sehr unterschieden hat.
    Begeistert an dem Buch hat mich die Sprache des Autors. Seine Formulierungen, die pointierten Sätze und Metaphern. Ganz toll war für mich, als er den Text von Herbert Grönemeyers Lied Bochum mit seinem Bochum verglichen hat.

    Leider ist das Buch „Als wir Schwäne waren“ keine zusammenhängende Geschichte. Der Autor erzählt in Schlaglichtern aus dem Leben seiner Buchfigur Reza. Wir blicken wie mit einem Scheinwerfer auf einzelne Szenen. Für mich ist das eine Erzählmethode, der ich nicht viel abgewinnen kann. Zu flüchtig sind mir die einzelnen Sequenzen. Dazu kommt, dass der Autor keine Emotionen in den Schreibstil einbringt. Dadurch fühle ich mich den Figuren nicht verbunden, kann sie nicht fühlen und ihr Handeln und Sein nur teilweise nachempfinden.

    Fazit: Ein Autor, der etwas zu sagen hat, der zudem sehr gut mit der Sprache umzugehen weiß, es jedoch aufgrund seiner Erzählstruktur nicht vermag, mich zu fesseln und für sich und sein Buch zu gewinnen.
    Framed Feelings (Golden Hearts, Band 1) Marina Neumeier
    Framed Feelings (Golden Hearts, Band 1) (Buch)
    24.09.2024

    Mein Herz will mehr davon

    Seit vielen Jahren sind Lilli Herzog und Vincent Saint Clair schon Feinde. Doch dann begeht Lilli einen folgenschweren Fehler, der ihr und dem Auktionshaus ihrer Familie schadet. Als Vincent Hilfe braucht, wendet er sich daher an Lilli, um sein Problem zu lösen und ihren Ruf wieder herzustellen.
    Zu Beginn von „Framed Feelings“ von Marina Neumeier erleben wir sowohl Lilli als auch Vincent in ihren jeweiligen beruflichen Situationen. Anfangs hatte ich die Befürchtung, dass das Buch hauptsächlich in der Kunstgalerie Saint Clair und im Auktionshaus Herzog spielt. Da habe ich mich jedoch zum Glück geirrt.
    Die Geschichte wird sowohl aus der Perspektive von Vincent als auch aus der von Lilli erzählt. Das hat den Vorteil, dass ich mich als Leserin in beider Gedanken- und Gefühlswelten hineinfühlen kann. Dabei habe ich Vincent schnell in mein Herz geschlossen. Er ist einfach eine tolle Figur – er weiß um seine Schwächen und Stärken, ist selbstbewusst, zielstrebig und entwickelt sich im Laufe der Geschichte zum besseren weiter. Lilli war mir zu Beginn sehr unsympathisch. Sie ist negativ, zerfließt in Selbstmitleid und bestraft sich gerne selbst. Sie entwickelt sich im Laufe des Buches jedoch auch weiter, sammelt Selbstbewusstsein, wird mutig und stolz. Richtig warm wurde ich mit ihr allerdings bis zum Schluss nicht.
    Die Liebesgeschichte hingegen ist einfach wunderschön. Es gibt ein paar tolle und auch witzige Szenen. Die beiden erleben schöne Momente, geraten jedoch auch in Turbulenzen. Das Ende hätte von mir aus gerne noch ein oder zwei weitere Szenen mit Lilli und Vincent haben können.
    Für mich war das Buch eines dieser Bücher, bei denen ich mit dem Lesen nicht aufhören kann und mir gleichzeitig wünsche, es würde nie enden. Es fiel mir sehr schwer, die beiden ziehen zu lassen. Nun hoffe ich darauf, dass sie auch in Band 2 und 3 ein wenig Raum einnehmen, obwohl es um ihre Geschwister geht. Vorbestellt sind sie auf jeden Fall schon.
    Vaterländer Sabin Tambrea
    Vaterländer (Buch)
    24.09.2024

    Interessant, aber auch teilweise langatmig

    Der Schauspieler Sabin Tambrea kam im Alter von drei Jahren mit seiner Mutter und der älteren Schwester aus Rumänien nach Marl. Sein Vater hatte sich ein Jahr zuvor auf einer Konzertreise in Frankreich abgesetzt und war nach Deutschland geflohen.
    Das Buch „Vaterländer“ musste ich unbedingt als Hörbuch hören, da es vom Autor selbst gelesen wird. Sabin Tambrea hat eine sehr melodiöse und weich klingende Stimme. Es war ein Genuss, ihm zu lauschen.
    Das Buch ist unterteilt in drei Bereiche. Im ersten Teil begleiten wir Sabin von seiner Ankunft in Deutschland bis zu seiner Jugendzeit. Im zweiten Teil lässt uns der Großvater Horea die Zeit im kommunistischen Rumänien miterleben, als man für das Äußern der eigenen Meinung im Gefängnis landen konnte, schikaniert wurde und nie wusste, ob man jemals wieder nach Hause kommt. Im dritten Teil erfahren wir, wie der Vater Bela zur Musik kam, seine Frau kennenlernte und nach Deutschland floh. Das Ende des Buches schlägt den Bogen wieder zum Anfang. Dieser Kniff, dass wir am Ende wieder in der Anfangsszene landen, hat mir sehr gut gefallen.
    Alle drei Hauptpersonen haben eine spannende Geschichte zu erzählen. Leider waren mir die Wiederholungen in Sabins Geschichte und in der seines Großvaters Horea zu ausgeprägt. Dadurch wurde es immer wieder langatmig, was der Autor bestimmt kurzweiliger hätte lösen können. Die Geschichte des Vaters Bela hat mich am meisten gepackt. Insgesamt denke ich, dass man mehr aus dem Buch hätte machen können, wobei ich es sehr wichtig finde, Migrationsgeschichten zu schreiben und auch zu lesen.
    Die Löwin von Jerusalem Ruben Laurin
    Die Löwin von Jerusalem (Buch)
    30.08.2024

    Toller Schreibstil, gute Geschichte

    Direkt zu Beginn des Buches „Die Königin von Jerusalem: Bathseba“ habe ich mich über den einnehmenden Schreibstil des Autors gefreut. Ich war neugierig auf die Geschichte und wollte sie unbedingt lesen, in sie eintauchen, mich ins Buch hineinziehen lassen. Und genau das habe ich getan.
    Da mir die Geschichte von König David und Bathseba nichts sagte, habe ich mich im Internet erst einmal ein wenig schlau gemacht, worum es ging. Dabei war es für mich wichtig, die in der Bibel anklingende Erzählung zwar im Hinterkopf zu behalten, mich jedoch davon freizumachen, sodass ich mich voll und ganz auf das Buch von Ruben Laurin einlassen konnte.
    Der Autor erzählt die Geschichte der beiden nicht in der chronologischen Reihenfolge, sondern springt auf dem Zeitstrahl der beiden Figuren immer mal wieder nach vorne oder nach hinten. Dadurch bleibt das Geschehen sehr lebendig. Wir erfahren, wie sich Bathseba und David kennen- und lieben gelernt haben. Wie sie sich gegenseitig verletzt und doch wieder getroffen haben.
    Dabei hat mir besonders ein stilistisches Mittel des Autors sehr gut gefallen. Er hat uns Lesende immer wieder direkt angesprochen. Dabei hat er uns darauf hingewiesen, dass er mehr weiß als wir, uns jedoch an seinem Wissen teilhaben lässt oder dass er und wir etwas wissen, was den Personen im Buch noch nicht bekannt ist. So etwas mag ich. Das holt meine Aufmerksamkeit und meine Neugier auf die Geschichte zurück. Und ich fühle mich vom Autor persönlich angesprochen und gesehen, wenn er aus der Kulisse tritt und unmittelbar mit mir kommuniziert.
    Waren mir Bathseba und David zu Beginn ihrer gemeinsamen Geschichte noch sympathisch und habe ich mit ihnen gehofft und gelitten, so hat sich meine Einstellung zu beiden im Laufe des Buches gewandelt. Trotzdem waren ihre Leben spannend, aufschlussreich und interessant.
    Fazit: Dem Autor ist es wieder gelungen, mich mit seinem Erzählstil abzuholen und tief in die Geschichte zu führen. Er hat zwei Figuren gewählt, über die bereits die Bibel berichtet, und die Leerstellen spannend und glaubhaft gefüllt.
    Views Views (CD)
    13.08.2024

    Ich tue mich mit der Beurteilung schwer

    Ich mag Marc-Uwe Kling und seine Arbeit sehr gerne. Egal, ob seine Romane, Comics, Kinderbücher oder Lesungen. Mir gefallen sein Humor und seine politischen Ansichten. Bei „Views“ war ich sehr gespannt auf den Spagat des Autors. Werde ich beim Hören des Thrillers viel lachen? Wird der Inhalt glaubwürdig oder völlig überzeichnet sein?
    Meine Antworten sehen wie folgt aus: Ja, ich konnte an der einen oder anderen Stelle lachen, weil ich die Situationskomik sehr mochte. Der Autor hat einen guten Blick auf das Alltägliche und kann das Groteske mancher Situation pointiert darstellen.
    Die Themen, die in dem Thriller angesprochen werden, sind sehr aktuell und beschäftigen mich täglich beim Lesen der Nachrichten. Dass Marc-Uwe Kling tagesaktuelle Themen aufgegriffen und eingebunden hat, ist toll. Zumal er hier mit unseren Erwartungen und Vorurteilen spielt. Immer wieder bricht er mit dem Erwartbaren und bringt sehr gute, überraschende und spannende Wendungen ins Geschehen. Wobei ich die Handlung fast immer glaubwürdig fand. Ja, genauso kann ich mir das Geschehen vorstellen. Lediglich einzelne Szenen treibt der Autor auf die Spitze und das Geschehen wirkt dann fast absurd.
    Die handelnden Figuren mag ich. Die leitende Kommissarin ist Migrantin und alleinerziehende Mutter eines Teenagermädchens. Probleme sind da vorprogrammiert. Auch ansonsten mag ich die Kommissarin Yasira Saad. Sie ist stark, mutig, eigenwillig und handelt auch gegen die Anweisungen ihrer Vorgesetzten, wenn sie diese für falsch hält.
    Es gibt jedoch zwei Punkte, die bei mir einen bitteren Nachgeschmack hinterlassen. Auf der einen Seite empfinde ich das Buch als populistisch. Es werden aktuelle Themen aufgegriffen, die dann allerdings nur von einer Seite beleuchtet werden. Dabei trifft der Autor zwar meinen Geschmack, trotzdem fehlen mir ausgleichende Darstellungen. Die Figuren werden so leider klischeehaft und holzschnittartig dargestellt.
    Auf der anderen Seite gefällt mir das Ende nicht. Es bleiben sehr viele Fragen offen und zu gewalttätig finde ich es auch.
    Insgesamt ein Hörbuch, das meinen Geschmack trifft, aber weniger einseitige Darstellungen vertragen könnte. Der Autor liest das Hörbuch selbst und das macht er gut.
    Little Book of Vivienne Westwood Glenys Johnson
    Little Book of Vivienne Westwood (Buch)
    06.08.2024

    Klein, aber fein

    Seitdem ich einen Roman über das Leben und den beruflichen Werdegang von Vivienne Westwood gelesen habe, bin ich fasziniert von dieser Frau, die durch ihre politische Haltung und ihre Mode, unsere Sicht auf die Welt immer wieder verändert hat. Das Buch „Little Book of Vivienne Westwood – Die Geschichte der Mode Revolutionärin“ von Glenys Johnson beschäftigt sich vor allem mit dem beruflichen und politischen Leben von Vivienne Westwood.
    Das Buch im DIN A 5 Format ist lediglich 160 Seiten dick. Einen großen Teil des Buches machen Fotos aus. Fotos von Vivienne Westwood, von ihren Weggefährten, ihrer Mode und Modenschauen. Für mich sind diese Bilder schon Grund genug, um dieses Buch in meiner Sammlung haben zu wollen. Es hat mir die Vorstellung der Person Vivienne Westwood, dem Geschehen in ihrem Umfeld, den Personen, die sie umgeben haben, ungemein erleichtert. Zudem weiß ich nun, für welche Mode sie in den 70er und 80er Jahren, aber auch später noch, als sie die Modewelt erobert hat, stand. Ihren Stil fand ich damals und finde ihn auch heute noch grandios.
    Für mich ist das Buch trotz seines geringen Umfangs ein toller Einstieg in das Thema Vivienne Westwood. Mit einem Kaufpreis von 15,- Euro fehlt es zukünftig bestimmt in kaum einer Sammlung über die Künstlerin. Ihr persönliches und privates Leben ist mir dabei zu kurz gekommen. Da ich mich jedoch noch weiter mit dieser interessanten Persönlichkeit beschäftigen werde, fand ich das Buch aus der Reihe „Little book of“ zum Beginn und zum Einstieg meiner Reise sehr gut und gelungen.
    Idefix und die Unbeugsamen! 06 René Goscinny
    Idefix und die Unbeugsamen! 06 (Buch)
    06.08.2024

    Ich hatte mir mehr davon erhofft

    „Idefix und die Unbeugsamen – Der leuchtende Wald“ ist bereits der sechste Comic um den kleinen Hund und seine tierischen Freunde, die alles dafür tun, dass Lutetia nicht vollends von den Römern eingenommen wird.
    Ich war mir ziemlich sicher, dass die Serie nur gut werden kann. Idefix ist bei Asterix und Obelix eine Figur, die man als Fan der Reihe einfach lieben muss. Er ist aufgeweckt, mutig und eigensinnig. Die Zeichnungen erinnern natürlich auch an die bekannten Comics um Asterix und Obelix.
    „Der leuchtende Wald“ war für mich der erste Band der Reihe um Idefix und Lutetia. Enttäuscht war ich, dass der Comic über 68 Seiten nicht eine gut erzählte Geschichte enthält, sondern dass sich drei Geschichten über die tierischen Helden und die Stadt Lutetia in dem Buch befinden. Für mich waren die kurzen Geschichten viel zu oberflächlich und nicht ausführlich genug ausgearbeitet.
    Das Erzählmuster ist bekannt. Die Römer planen etwas, um die Stadt endgültig einzunehmen und die römische Art zu leben einzuführen. Idefix und seine Freunde wollen dies verhindern. Das machen sie durch Mut, Klugheit, Ausdauer und mitunter auch mit der Hilfe von Zaubertränken.
    Doch das alleine reicht noch nicht aus, um mich für die Reihe so zu begeistern, dass ich sie unbedingt verfolgen oder sammeln will, so wie die „Asterix und Obelix“ Bände, die für mich einfach Kultstatus haben. Der sechste Band um Idefix und seine Freunde war für mich Mittelmaß. Man kann sie lesen, kann es jedoch genauso gut sein lassen. Schade!
    Relight My Fire C. K. Mcdonnell
    Relight My Fire (Buch)
    21.07.2024

    Der Autor setzt immer noch einen drauf

    Die „Stranger Times“-Reihe von C.K. McDonnell geht in die vierte Runde. Kaum besucht Stella eine Universität, wird sie auch schon in ein übersinnliches Ereignis verwickelt. Ein Student, der in der Luft schwebt, stürzt vor den Augen vieler Zeugen ab und zerschmettert genau vor ihren Füßen.

    Ich liebe den Autor für seine überbordende Fantasie, seinen schwarzen Humor und die Zeichnung von tollen Figuren. Jedes Mal denke ich, dass C.K. McDonnell den vorherigen Band nicht überbieten kann, aber er überrascht mich jedes Mal aufs Neue. Auch „Relight my fire“ ist skurril, bissig, humorvoll und steckt voll toller Ideen und überraschender Wendungen.

    Wir begegnen alten Bekannten und lernen neue Figuren kennen, die mir sofort ans Herz gewachsen sind. Es ist eine Mischung aus Vertrautem und Überraschendem, die mich auch bei diesem Buch von der ersten Seite an fesselt. Für mich ein klassischer Pageturner: Ich kann nicht aufhören zu lesen, da mich stets die Neugierde weitertreibt, auf das, was als nächstes passiert. Wer die ersten Teile gelesen hat, kennt sicherlich auch die Hoffnung, noch die eine oder andere Szenen mit seinen Lieblingsfiguren genießen zu dürfen.

    Bei „Relight my fire“ ist mir erstmals bei dem Autor eine recht deutliche dramaturgische Trennung zwischen einem ersten, sehr comedyhaften Teil und einem zweiten, sehr actionlastigen Teil aufgefallen. Für meinen Geschmack gab es etwas zu viel Blut und Gewalt zum Ende hin. Das Ende war mir zu überspitzt, zu dick aufgetragen. Doch steckt in dem Ende des Buches auch schon die Hoffnung und Freude auf den nächsten Band. Denn ich möchte noch viel mehr Abenteuer mit dem Team der Stranger Times erleben.
    Broken Heart Summer - Sunset Days Tonia Krüger
    Broken Heart Summer - Sunset Days (Buch)
    20.06.2024

    Leider nur durchschnittlich

    Maya und Rea sind beste Freundinnen seit Kindertagen. Zusammen fliegen sie nach Hawaii, um Mayas Vater, den sie nicht kennt, zu suchen. Schnell ist dieser gefunden und Maya verbringt ihre Tage damit, ihren Vater kennenzulernen. Rea, die normalerweise ihre Tage mit Lernen verbringt, trifft zufällig Cam, dem sie bereits kurz am Flughafen von San Francisco begegnet ist. Er zeigt ihr die schönsten Plätze der Insel.
    Die Autorin Tonia Krüger war mir bereits aus ihrer Reihe „Love Songs in London“ bekannt. Daher war ich mir sicher, dass ich mit ihrem neuen Buch „Sunset Days – Broken Heart Summer“ nichts verkehrt machen würde.
    Leider habe ich mich getäuscht. Der Autorin merkt man auf vielen Seiten ihre Begeisterung für Hawaii an. Sie beschreibt Tauchgänge, Sonnenauf- und -untergänge, die Natur und die Städte Hawaiis sehr ausführlich. Die Handlung kommt dabei für mich zu kurz, sodass ich mich beim Lesen gelangweilt habe.
    Die Figuren bleiben teilweise viel zu blass. Lediglich Maya, Rea und Cam lernen wir ein wenig besser kennen. Dabei kommt besonders Maya nicht gut weg. Sie ist sehr impulsiv, reflektiert ihr Handeln in keiner Weise und in ihrer Wahrnehmung dreht sich die ganze Welt nur um sie, sodass sie teilweise fast egozentrisch wirkt. Einfühlungsvermögen für ihre Freundin fehlen ihr ebenso, wie Freude oder nur einfache Teilnahme an deren Erlebnissen.
    Rea ist die Figur, die eine deutliche Entwicklung in dem Buch erfährt. Sie ist ängstlich, introvertiert, brav, strebsam und hat immer ein Lehrbuch vor der Nase als sie auf Hawaii ankommt. Doch durch die Erlebnisse mit Cam überwindet sie nach und nach ihre Ängste, entwickelt Selbstvertrauen und lernt viel über sich selbst und ihre Bedürfnisse und Wünsche ans Leben.
    In der Geschichte gibt es ein paar sehr schöne Szenen, wie sich Rea und Cam nach und nach näherkommen. Das sind jedoch die einzigen Szenen, in denen ich mit den Figuren mitfühlen und miterleben konnte. Das ist für einen guten Liebesroman einfach zu wenig.
    Der Schreibstil ist sehr angenehm, sodass sich das Buch schnell lesen lässt. Die Geschichte hat jedoch zu wenig Tempo, zu wenig Gefühl und zu viel Maya sowie zu viel Beschreibungen von Hawaii.
    Das Lied der Biene Gabriela Groß
    Das Lied der Biene (Buch)
    03.06.2024

    Wohlfühlroman mit ernsten Themen und tollen Figuren

    Marga arbeitet schon seit vielen Jahren als Haushälterin für den Unternehmer Paul Alprecht. Doch nun will sie kündigen, denn seine Verlobte Sybille und sie kommen nicht sonderlich gut miteinander aus. Doch da kommt es zu einem Unfall und Sybille verstirbt plötzlich. Durch dieses Ereignis ausgelöst, kommt in Marga eine alte Trauer wieder hoch und sie fängt an, Paul anonyme E-Mails zu schreiben.
    Zuerst sind mir beim Lesen des Buches die liebevollen und dennoch realistisch gezeichneten Personen aufgefallen, die die Autorin Gabriela Groß erschafft. Sie sind Mitten aus dem Leben gegriffen. Dabei sind sie nicht eindimensional, sondern zeichnen sich sowohl durch gute als auch durch schlechte Eigenschaften aus. Sie treffen gute, aber auch schwer nachvollziehbare Entscheidungen, haben Ecken und Kanten und sind interessant. Die Personen im Buch reflektieren ihr Handeln und Sein und entwickeln sich dadurch beständig weiter. Das trifft besonders für die Hauptfigur Marga zu.
    Beim Lesen ist mir schnell klargeworden, dass dies auch für die Autorin zutrifft. Denn das Buch steckt voller Lebensweisheiten. Diese zeichnen sich in erster Linie durch eine dem Leben und den Menschen zugewandte positive Einstellung aus. Wenn ihr die Möglichkeit bekommt, beispielsweise bei einer Lesung, mit der Autorin Gabriela Groß in Kontakt zu kommen, nutzt diese Gelegenheit. Es lohnt sich!
    Wie es bei realitätsnahen Personen der Fall ist, treffen die handelnden Personen in diesem Buch nicht immer Entscheidungen, die ich nachvollziehen kann. Bei diesem Buch hat sich deshalb meine romantische Stimmung gegen Ende verabschiedet. Das Buch ist trotzdem ein Wohlfühlbuch, das von starken Frauen erzählt, von persönlicher Entwicklung und vom Abenteuer Leben.
    A Tempest of Tea Hafsah Faizal
    A Tempest of Tea (Buch)
    15.05.2024

    Bitte löst euch von allen Vergleichen

    Arthie und Jin führen ein luxuriöses Teehaus in Ettenias. Tagsüber kommen die Reichen der Stadt zum Tee trinken, nachts Vampire, um ihren Durst zu stillen. Eines Tages wird den beiden mitgeteilt, dass das Gebäude den Besitzer wechselt und sie ihr Teehaus aufgeben müssen. Doch die beiden werden ihr Geschäft nicht kampflos aufgeben. Als ihnen ein Fremder einen Deal anbietet, gehen sie darauf ein…
    Es bleibt nicht aus, dass ich beim Lesen an Ketterdam gedacht habe. Die Stadt, die Leigh Bardugo in ihren Fantasyromanen zum Leben erweckt hat. Zumal der Knaur Verlag das Buch „A tempest of tea – Ein Hauch von Tee und Blut“ damit bewirbt. Wenn man sich jedoch darauf versteift, ist die Enttäuschung vorprogrammiert. Niemand schreibt wie Leigh Bardugo. Sie hat ihren ganz eigenen Stil. Mir hat es geholfen, mich einfach auf den ersten Band von A tempest of tea einzulassen.
    Die Autorin Hafsah Faizal hat einen mitreißenden und lebendigen Schreibstil. Die meisten Figuren ihrer Erzählung sind mir sofort ans Herz gewachsen. Arthie ist clever, misstrauisch, sie ist analytisch und kann sehr gut planen. Jin ist mutig, verführerisch und ebenfalls misstrauisch. Es gibt jedoch noch weitere tolle Figuren. Sie alle wachsen und entwickeln sich weiter im Laufe der Geschichte.
    Die Entwicklung der Geschichte ist eher leise, aber für mich trotzdem spannend. Es gab ein paar Wendungen, die ich nicht erwartet habe. Manches ist so eingetroffen, wie ich vermutet habe. Aber das ist auch nicht immer etwas Schlimmes.
    Ich habe mich sehr wohl in und mit dem Buch gefühlt und bin schon sehr gespannt, was Arthie, Jin und ihre Verbündeten im zweiten Teil noch alles erwartet.
    Evas Rache Thomas Ziebula
    Evas Rache (Buch)
    29.04.2024

    Abwechslungsreich

    Ein Vergewaltiger und Mörder treibt in Leipzig sein Unwesen. Eine Entführung entwickelt sich anders als von den Tätern gedacht. Ein Racheplan wird durchkreuzt. Derweil befindet sich Paul Stainer neben den Ermittlungen auch noch im Kampf mit seinen persönlichen Dämonen.
    Nachdem die beiden Vorgänger „Abels Auferstehung“ und „Engel des Todes“ für mich Krimi-Highlights waren, hat mich der Beginn des Abschlussbandes „Evas Rache“ ein wenig enttäuscht. Wieder ein Frauenschänder und Frauenmörder, der nach dem ersten Weltkrieg sein Unwesen treibt. Doch schnell rutschte diese Ermittlung erst einmal neben den anderen Handlungssträngen in den Hintergrund. Das hat mich dann wiederum sehr beeindruckt. Der Autor Thomas ZIebula ist nicht auf den offensichtlichen Zug aufgesprungen, sondern hat andere Handlungsaspekte in den Vordergrund gestellt.
    Zum Beispiel die reiche, aber naive Gattin eines Geschäftsmannes und Erfinders, der auf den ganz großen Ruhm hofft. Im Laufe der Geschichte entwickelt sich die Figur der Eva-Maria Dorn zu einer selbstbewussten, starken Frau, die ihr Geschick in die eigenen Hände nimmt und Verantwortung für sich und ihr Leben übernimmt. Für mich eine tolle Romanfigur.
    Der zunehmende Nationalismus und das Aufkommen der NSDAP schwingen wie eine dunkle Wolke oft über dem Geschehen. Allein das Bewusstsein als Leserin, dass dieser fanatische Nationalismus die Welt für immer verändern wird, löst in mir großes Unbehagen aus. Immer wieder möchte ich den Figuren zurufen, dass sie sich mehr einsetzen sollen, damit es nicht so weit kommt. Natürlich ist mir klar, dass meine Wünsche vergebens sind. Aber die Situation lässt sich gut in die heutige Zeit übertragen und den Wunsch, dass wir dieses Mal hartnäckiger sind, um das Erstarken der Rechten zu verhindern.
    Sehr schade finde ich, dass wir uns jetzt von Paul Stainer verabschieden müssen. Er ist eine facettenreiche und gebrochene Figur, die nicht aufgibt, sondern immer wieder darum kämpft, den Halt nicht zu verlieren. Ich mag ihn und hätte gerne noch viel mehr mit und über ihn gelesen.
    Das Buch selbst ist sehr gut aufgebaut. Die verschiedenen Handlungsstränge lösen sich geschickt ab, sorgen für einen ständig steigenden Spannungsbogen, bis sich schließlich alles vereint. Die Auflösung hat mir super gefallen, lediglich eine Entwicklung hätte ich gerne anders erlebt. In der Konsequenz der Ereignisse ist sie jedoch besser gelöst, als in meinem Wunschdenken.
    Der Autor Thomas Ziebula schafft es immer wieder, Geschichten spannend und stimmig zu erzählen, tolle Figuren zu schaffen und mich in seine Welt zu ziehen. Ich wünsche mir noch viele weitere Bücher des Autors.
    Trophäe Gaea Schoeters
    Trophäe (Buch)
    24.03.2024

    Beeindruckend

    Hunter White ist weiß, Amerikaner, kann sich für Geld alles kaufen. Seine Leidenschaft ist die Jagd. Als er die Gelegenheit hat, eine Lizenz zum Abschuss eines Nashorns in Afrika zu erwerben, geht ein Traum für ihn in Erfüllung. Endlich kann er die Big Five vollmachen. Doch dann kommt alles anders als er gedacht hat.
    Gaea Schoeters ist eine Autorin, wie sie mir nur selten begegnet und ich lese sehr viel. Ihr Buch „Trophäe“ umfasst lediglich 256 Seiten. Doch ihr Erzählstil ist so dicht und komprimiert, dabei jedoch so umfangreich, dass sie es schafft, in wenigen Sätzen eine ganze Welt vor meinem Auge entstehen zu lassen. Ihre Beschreibungen, wie Hunter White, der Jagdleiter und Berufsjäger Van Heeren sowie die Spurenleser, der Fährte des Nashorns durch das Gelände folgen, lässt Bilder von Afrika wie in einem Film in meinem Kopf entstehen. Das hat mich unglaublich beeindruckt.
    Allerdings fordert der Schreibstil vom Lesenden auch viel. Da die Autorin viele Gedankengänge und Geschehnisse in wenig Seiten packt, habe ich das Buch oft nach 20 Seiten, die sich angefühlt haben wie 200, zur Seite legen müssen, um mich mit dem Inhalt auseinanderzusetzen und ihn zu verarbeiten.
    Die zweite Sache, die mich an diesem Buch beeindruckt hat, ist, dass die Autorin es schafft, dass ich meine Meinung hinterfrage und über ihre Argumente nachdenke. Eigentlich habe ich eine feste und wie ich finde, wohlbegründete Meinung, was die Jagd auf Tiere aus reinem Vergnügen am Jagen betrifft. Doch Hunter White ist von seiner Leidenschaft dermaßen überzeugt und sich zudem sicher, dass er damit einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz leistet, dass seine Ansichten auf den ersten Blick durchaus vernünftig scheinen.
    Die ersten Zweidrittel des Buches haben mich gefesselt und geradezu umgehauen vor Begeisterung. Das letzte Drittel hat mich hingegen enttäuscht. Der Schreibstil der Autorin wirkte mir zu unklar, die Beschreibungen waren nicht eindeutig einzuordnen und das Ende zu sehr vom Zufall geprägt.
    Nichtsdestotrotz ist „Trophäe“ ein Buch, das ich wärmstens empfehlen kann.
    Cast in Firelight - Magie der Farben Dana Swift
    Cast in Firelight - Magie der Farben (Buch)
    28.02.2024

    Klare Empfehlung

    Bereits als Kinder wurden der Thronerbe des Reiches Naupure, Jatin, und die Königstochter des Nachbarlandes Belware, Adraa, einander versprochen. Die erste Begegnung der beiden verläuft jedoch eher holprig, sodass sich beide nicht auf die bald anstehende Hochzeit freuen. Als Adraa Jahre später als Rote Frau ihr Land vor der Unterwanderung durch eine kriminelle Bande retten will, kommt ihr Jatin zur Hilfe. Da die beiden sich seit ihrer Kindheit nicht begegnet sind, erkennen sie sich nicht und nennen dem jeweils anderen einen falschen Namen.
    Das Buch „Cast in Firelight“ startet mit einer leider viel zu ausführlichen Einführung der beiden Hauptpersonen. Mir passierte zu Beginn einfach zu wenig. Obwohl ich sowohl Jatin als auch Adraa sofort in mein Herz geschlossen habe, hätte ich ein höheres Tempo begrüßt.
    Nachdem wir uns mit den beiden Protagonisten und den Eigenheiten in ihren Ländern vertraut gemacht haben, geht es Schlag auf Schlag weiter. Es gibt viele Kämpfe, deren Beschreibungen der Autorin ausgesprochen gut gelungen sind. Zum einen sind diese durchweg spannend, zum anderen auch stets in ihrem Verlauf nachvollziehbar. Für mich war es durchweg ein Genuss, die Actionszenen zu begleiten. Die Chemie zwischen Jatin und Adraa ist so einnehmend, dass ich jede Szene zwischen ihnen geliebt habe. Beides sind für mich Highlights in diesem Buch, die anderen Romantasybüchern oft fehlen.
    Hinzu kommt, dass der Autorin Dana Swift ein indisches Feeling gelungen ist, das ganz natürlich und wie nebenbei geschaffen wirkt. Die Handlung wartet mit Überraschungen auf, die ich nicht vorhersehen konnte. Dabei habe ich mit den Personen mitgefiebert, mich geängstigt, war geschockt, habe mich gefreut, mit klopfendem Herzen gelesen – es war wirklich ein Wechselbad der Gefühle und ich habe es geliebt. Nun freue ich mich darauf, in ein paar Tagen mit Band 2 starten zu können. Wer also spannende, actionreiche Fantasy mit einer positiven Liebensgeschichte mag, ist hier richtig.
    Star Bringer Tracy Wolff
    Star Bringer (Buch)
    07.02.2024

    Positiv überrascht

    Von der Autorin Tracy Wolff habe ich anderthalb Teile ihrer Serie über die Katmere Academy Chroniken gelesen. Leider war die weibliche Hauptfigur überhaupt nicht mein Fall und ich habe die Reihe abgebrochen. Da ich den Schreibstil jedoch sehr angenehm fand, wollte ich der Autorin unbedingt noch eine weitere Chance geben. Und der Autorin ist es gelungen, mich mit dem Buch „Star Bringer“ zurück zu gewinnen.
    Sieben Personen überleben die Implosion einer Raumstation und können sich in einem Raumschiff in Sicherheit bringen. Unter ihnen die Kronprinzessin von Senestris, die Hohepriesterin und ihr Leibwächter, eine geflohene Kriminelle und drei angebliche Angestellte der Raumstation.
    Das Buch hat mich von Anfang an gefesselt. Die Figuren sind zwar genretypisch gezeichnet, aber trotzdem sehr interessant. Die verschiedenen Persönlichkeiten sind hinreichend ausgearbeitet, sodass sie eine gute Mischung ergeben haben.
    Insgesamt haben mir sowohl die erzählte Geschichte als auch die Hauptpersonen sehr gut gefallen. Obwohl das Buch über 700 Seiten lang ist, bin ich über die Seiten geflogen und musste unbedingt wissen, wie die Erzählung weitergeht. Die Erzählperspektive wechselt, da die Handlung aus der Sicht der verschiedenen Personen berichtet wird. Durch den regelmäßigen Perspektivwechsel hat die Geschichte für mich als Leserin an Tempo gewonnen
    Im Laufe der Reise machen mehrere Personen eine deutliche Entwicklung durch. Kali, die behütet aufgewachsene Prinzessin, muss sich den Realitäten ihrer Welt stellen, die nichts mit dem gemein haben, was ihr zuvor im Palast vermittelt wurde. Auch die Welt der Hohepriesterin Rain wird komplett auf den Kopf gestellt. Doch auch die anderen Figuren müssen sich damit auseinandersetzen, dass nicht alles so ist, wie sie bisher glaubten.
    Die Liebesgeschichten fand ich wunderschön und passend dargestellt. Ich hoffe, dass wir da in den weiteren Teilen nicht mit wankelmütigen Personen konfrontiert werden, sondern sich die Beziehungen weiterentwickeln werden.
    Das Ende des ersten Teils hat mich überrascht und ich bin jetzt schon sehr gespannt, wie sich die Reihe entwickeln wird.
    Der Spion und der Verräter Der Spion und der Verräter (Buch)
    23.12.2023

    Lebendig erzählte Geschichte

    Den Autor Ben MacIntyre habe ich im Dezember 2022 durch sein Buch „Agent Sonja“ kennengelernt. Ich war total begeistert, da der Autor die Geschichte der historischen Person so lebendig erzählt hat, dass ich immer wieder vergessen habe, dass es sich um einen biografischen Tatsachenbericht und nicht um einen Roman handelt.
    Daher war ich sehr gespannt auf sein neues Buch „Der Spion und der Verräter“. Auch dieses Buch über den KGB-Offizier Oleg Gordijewski, der zum Spion des britischen Auslandsgeheimdienstes MI6 wurde, ist wieder sehr interessant und spannend. Allerdings lässt sich seine Spionagegeschichte nicht ganz so flüssig lesen. Ich denke, das liegt daran, dass wir Oleg Gordijewski als KGB-Mitarbeiter und MI6-Spion kennenlernen. Die Privatperson Oleg taucht hingegen selten auf. Daher habe ich beim Lesen immer eine Distanz zu dem Menschen hinter dem Doppelagenten verspürt.
    Allerdings ist es faszinierend, in die Welt des Kalten Krieges einzutauchen. Wir erfahren immer wieder Details, wie Spionage im Großen und im Kleinen funktioniert. Was teilt man an erhaltenen Informationen mit anderen Nationen, die dieses Wissen betrifft? Wie schafft man das, ohne den Agenten zu gefährden. Wie läuft die Kommunikation zwischen Spion und Geheimdienst ab?
    Besonders aufregend fand ich, dass die großen Namen der Politik der damaligen Zeit fallen: Thatcher, Reagan, Gorbatschow und viele mehr.
    Wer sich für historische Spionage interessiert, der ist hier gut aufgehoben. Hinten im Buch finden sich die Quellenangaben, sodass ich als Leserin großes Vertrauen in den Autor setze.
    Stunde um Stunde Candice Fox
    Stunde um Stunde (Buch)
    22.12.2023

    Ein Genuss

    Kaum ist Lynette Lamb mit ihrer Polizeiausbildung fertig und tritt zu ihrer ersten Schicht an, wird sie auch schon gefeuert. Denn ihre Unachtsamkeit hat dafür gesorgt, dass der Undercoverpolizist Charlie Hoskins enttarnt wurde. Als die verzweifelten Eltern der vor zwei Jahren verschwundenen Tilly Delaney ins forensische Institut eindringen, sich dort verbarrikadieren und von den Behörden verlangen, ihre Tochter innerhalb der nächsten 24 Stunden zu finden, begeben sich ausgerechnet Lamb und Hoskins auf die Suche nach dem Kind. Die Delaneys drohen damit, im Institut jede Stunde den noch nicht ausgewerteten Beweis für ein Verbrechen zu vernichten.

    Candice Fox ist es mal wieder gelungen, mit dem Tandem Lynette Lamb und Charlie Hoskins spannende Ermittler zu erschaffen. Beide sind an und für sich schon sehr interessante Figuren, aber in Kombination sind sie unschlagbar.

    Insgesamt finde ich, dass die Autorin ruhiger bzw. angepasster geworden ist. Ihre Figuren sind nicht mehr so schräg, wie in ihrer Eden-Trilogie oder der Crimson-Lake-Trilogie. Auch die Ereignisse kommen mir gezügelter vor. Trotzdem ist Candice Fox für mich eine grandiose Autorin von Thrillern. Sie punktet mit ihrem Humor, den fantasievollen Ideen und einer kaum vorhersehbaren Handlung, die mich hervorragend unterhält und deren Irrungen und Wirrungen mich immer wieder überraschen.

    Stunde um Stunde ist hoffentlich nicht ein Einzeltitel, sondern der Beginn einer neuen Serie. Sehr gerne möchte ich mit dem Ermittlerteam Lamb/Hoskins weitere Fälle lösen. Das Potential ist auf jeden Fall vorhanden.
    Tief im Schatten Tief im Schatten (Buch)
    08.12.2023

    Das kann die Autorin besser

    Der erste Fall „Kalt und still“ für die Polizistin Hanna Ahlander hat mir im Jahr 2022 sehr gut gefallen. Entsprechend habe ich mich auf den nun erschienenen zweiten Fall von Hanna Ahlander „Tief im Schatten“ der Autorin Viveca Sten gefreut. Der große Pluspunkt des Krimis ist für mich das Ermittler-Duo Hanna Ahlander und Daniel Lindskog. Sie sind mir beide sehr sympathisch und ich begleite sie außerordentlich gerne bei ihren Ermittlungen. Allerdings blieb mir das Privatleben der beiden Ermittler dieses Mal zu oberflächlich in den Kriminalfall einbezogen. Daniel und seine Partnerin Ida stecken in einer Beziehungskrise. Sie haben völlig unterschiedliche Bedürfnisse an ihre Beziehung. Durch die sechs Monate alte Tochter der beiden wird die Situation zusätzlich verkompliziert.
    Viveca Sten packt in diesem Krimi mehrere wichtige Themen an. Doch leider behandelt sie alle zu oberflächlich. Meiner Meinung nach hätte sie sich besser auf ein Thema konzentriert und dieses entsprechend intensiv und tief behandelt. So streifen wir die Themen Spielsucht, Alkoholismus, häusliche Gewalt, Aufwachsen in einer Sekte, ungewollte Kinderlosigkeit nur, statt in die Tiefe zu gehen und diesen Themen die notwendige Aufmerksamkeit zu schenken. Das ist sehr schade und nimmt dem Buch viel Potential.
    Zudem hat mich enttäuscht, dass der Kriminalfall in jeder Hinsicht viel zu vorhersehbar war. Der Spaß an der eigenen Mörderjagd wird der Leserschaft damit genommen. Da mir schnell klar war, worauf das Buch hinausläuft, gab es für mich keine Spannung, die mich am Ball gehalten hat. Somit musste ich mich immer wieder motivieren, die Geschichte weiterzulesen.
    Zum Schluss bleibt mir nur die Hoffnung, dass die Autorin bei ihrem nächsten Fall um die Ermittlerin Hanna Ahlander mehr in die Tiefe geht und auch einen spannenderen Plot-Twist ersinnt.
    Seven Faceless Saints M. K. Lobb
    Seven Faceless Saints (Buch)
    27.11.2023

    Guter Auftakt mit leichten Mängeln

    In „Seven Faceless Saints – Die verbannte Macht“ führt uns die Autorin M.K. Lobb in eine spannende Welt. Die Bevölkerung von Ombrazia ist unterteilt in die magiebegabten Herrschenden, die jeweils von einer Gottheit abstammen und in die magielose Bevölkerung, die in einem Krieg gegen das Nachbarland verheizt wird. Die Gottheit Chaos wurde verboten und es existieren auch keine Jünger mehr, die mit der Magie des Chaos gesegnet sind. Die Ausgangsbasis fand ich sehr spannend. Leider bleibt das Worldbuilding jedoch sehr vage und unscharf. Ich hoffe, die Autorin holt dies im zweiten Band nach.
    Im Mittelpunkt stehen Damian Venturi und Roz Lacertosa. Damian verfügt über keinerlei Magie. Sein Vater ist jedoch der General und damit neben dem Magistrat Forte Teil der Führungsriege in Ombrazia. Aufgrund dessen wurde Damian zum Chef des Sicherheitsdienstes ernannt. Er ist sehr obrigkeitsgläubig. Regeln und deren Einhaltung sind ihm außerordentlich wichtig. Doch er hat auch eine weiche, empathische Seite, die ihm immer wieder zu schaffen macht, da er mit einem Trauma aus dem Krieg zurückgekehrt ist.
    Roz, die andere Hauptperson, ist willensstark. Sie steckt voller Wut auf die Herrschenden, und das obwohl sie selbst magische Kräfte besitzt. Allerdings ist ihr Vater, nachdem er desertiert ist, von seinem früheren besten Freund General Venturi zum Tode verurteilt worden. Roz und ihre Mutter haben zum Beweis den abgeschlagenen Kopf des Vaters übersandt bekommen. Seitdem ist der Hass von Roz grenzenlos.
    Damian und Roz sind miteinander aufgewachsen und sich im Laufe der Zeit nähergekommen. Doch seitdem Damian traumatisiert aus dem Krieg zurückgekehrt ist und sein Vater seinen eigenen Freund hat hinrichten lassen, haben sich die beiden nicht mehr gesehen. Sie begegnen sich erst wieder als es zu einer Mordserie in der Stadt kommt und beide daran arbeiten, den Täter zu finden.
    Die weibliche Figur Roz hat mir sehr gut gefallen. Sie ist zwar misstrauisch und steckt voller Hass und Wut, doch ist sie auch beharrlich, stark und tatkräftig. Nur in Bezug auf ihre Gefühle zu Damian belügt sie sich selbst.
    Damian dagegen hat mir zu Beginn sehr gut gefallen. Er wirkt sympathisch, ist beliebt und will die Morde unbedingt aufklären. Im Laufe der Geschichte ging es mir jedoch zunehmend auf die Nerven, dass er über keinerlei Selbstvertrauen, Selbstsicherheit und Selbstbewusstsein verfügt. Selbst als sein Vater an ihm großes Unrecht verübt, zweifelt er an sich und nicht an seinem Vater. Ich hoffe, dass Roz ihm im Laufe des nächsten Buches zu mehr Glauben an seine Stärke und Person verhilft.
    Die Krimihandlung und Aufklärung der Morde waren spannend. Das Tempo der Erzählung steigerte sich zunehmend und sorgte ebenfalls für Spannung. Die Liebesgeschichte habe ich als sehr glaubhaft empfunden. Sie war gut in die sonstige Handlung eingebunden und nahm nicht zu viel Raum ein. Lediglich die magische Welt hätte ausführlicher behandelt werden können. Ich bin gespannt, ob wir im zweiten Teil mehr darüber erfahren. Insgesamt war das Buch lesenswert und ich kann es empfehlen.
    26 bis 50 von 212 Rezensionen
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