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    gemi:re Top 25 Rezensent

    Aktiv seit: 31. August 2010
    "Hilfreich"-Bewertungen: 5254

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    626 Rezensionen

    Matthäus-Passion BWV 244 (als Ballett-Version von John Neumeier)

    Matthäus-Passion BWV 244 (als Ballett-Version von John Neumeier) (DVD)

    1 von 5 Sterne Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    27.04.2021
    Bild:
    1 von 5
    Booklet:
    1 von 5
    Extras:
    1 von 5
    Gesamteindruck:
    1 von 5
    Klang:
    1 von 5
    Künstlerische Qualität:
    1 von 5
    Repertoirewert:
    1 von 5

    Eine Bach-Passion als Tanztheater

    Für mich eine höchst fragwürdige Musik-Bebilderung, die vom Kern der Passionsmusik, dem gesungenen und gesprochenen Wort und ihrer Musik ablenkt, zugunsten einer visuellen und tänzerisch unangemessenen 'Bereicherung' und Aktions-Aufpeppung, die eigentlich völlig überflüssig ist. Jesu Kreuzgang muss mir nicht vorgetanzt werden, den imaginiere ich aus dem Werk und seiner akustischen Botschaft - hier wird das Visuelle, das Uneigentliche vor Bach in den Vordergrund geschoben, die Musik wird zur Kulisse. Bedeutungsschwangeres Vertun.
    P.s. Demnächst noch die h-moll Messe und Verdis Requiem als TanzbudenZauber. Gruselig.
    Brandenburgische Konzerte Nr.1-6

    Brandenburgische Konzerte Nr.1-6 (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    27.04.2021
    Booklet:
    4 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Bach Offenbarungen

    Alle, die Barockmusik und hier speziell Bachs Concerti schätzen, sollten diese Aufnahmen der Musica Antiqua Köln unter Goebel kennen, zumindest schon mal gehört haben.
    Sie waren, sind und bleiben durchweg musikhistorisch aufgeklärtes 'state of the art' der Alten Musik. Seinerzeit in den 1980er Jahren, nach Harnoncourt, habe ich die meisten der Aufnahmen in dieser Kassette sukzessive einzeln bzw als Doppel-CD erworben und höre sie immer wieder und gerne zum Vergleich, da klingt nichts 'angestaubt' oder eigenwillig-marnieristisch. Auch die seinerzeit unorthodoxe Spielweise und die noch ungewohnt rasanten Tempi sind heute kein Thema mehr. Eine barocke Offenbarung als Preishit. Unbedingt zugreifen!
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    Symphonie Nr. 7

    Symphonie Nr. 7 (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    26.04.2021
    Booklet:
    3 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    3 von 5

    Heroische Dynamik und barocke Transparenz

    Wagners noch 'immergrünes' Diktum von der "Apotheose des Tanzes" (zum Finalsatz) sollte den historischen Kontext - insofern solcher Hörer heute überhaupt noch interessiert - von Beethovens Siebenter nicht kaschieren:
    Die 7te ist nämlich als 'abschliessende' in der Linie von der Dritten, "Eroica", über die 5te, "Schicksal", auch als eine Anti-Napoleon-Sinfonie zu verstehen, als weiteres musikalisches Bekenntnis der Abscheu vor diktatorischer Herrschaft und Unterdrückung - kann mitgehört und mitbedacht werden - rein musikalisch auch im Sinne des sehr kühnen Rhythmikers Beethoven als 'Apotheose des Rhythmus'.

    Als die 7te nach der Völkerschlacht von Leipzig und Napoleons Untergang Anfang Dezember 1813 erstmals in Wien erklang, im Rahmen eines grossen Wohltätigkeitskonzerts für die Invaliden napoleonischer Kriege, war den anwesenden kulturellen Grössen nebst Beethoven selbst und begeisterten Zuhörern auch folgender Aufführungen die eindeutige Konnotation bewusst:
    Gemeinsamer Jubel zum Sieg über Napoleon.
    Warum diese kurze hist. Reminiszenz?
    Weil nur rein musikalisch-textuell basierte oder ästhetisch feinsinnig kalkuliert klingende Interpretationen durch den Werkkontext weniger überzeugen, wenn sie dem immanenten grossen Anspruch Beethovens an Freiheit und Humanität keine - con grosso modo -adäquate musikalische Gestalt geben.

    Teodor Currentzis geht hier mit seiner MusicAeterna höchst penibel einen detail-genauen Weg, nimmt jedes kleine Sforzato sehr ernst, und jede Motiv-, jede Intrumentallinie verfolgt er exzessiv in extremen dynamischen (laut-leise) Graden, da knallt die Pauke auch schon mal übermässig durch, zumal im Vergleich zur eher kleinen und etwas unterbelichteten Streichersektion, jedoch stets bei höchster Transparenz der Instrumentalgruppen - ein Chapeau der ebenso detail-freudigen wie -erhellenden Aufnahmetechnik.
    Der berühmte 2te Satz, ein Allegretto!, wird streng a-tempo, so wie alle andren Sätze, zu einem Exempel fast barocker Tanzästhetik und kein oft falsch interpetierter oder missverstandener (deutscher) Trauermarsch.
    Exzellent auch das timing des Eingangsportals des 'Poco sostenuto' zum folgenden 'vivace' einer dynamisch höchst differenziert artikulierten und gestalteten ersten Satzfolge.
    Überhaupt bewegen sich alle Tempi nach den Textvorgaben auf einer eher schnellen Mittellinie. Manch andre, auch alt-renommierte Dirigenten-Stars bewegen sich z.T. forscher bzw langsamer.
    Currentzis spielt hier keineswegs überzogen verhetzt wie unlängst in seiner zuvor auch einzeln veröffentlichten 5ten, als das sog. 'schicksalhafte' Treiben hin zum C-Lichtfinale ihn und seine Musiker fast atemlos überrumpelte und spieltechnisch überforderte. Vergleichsweise agiert er hier beinahe verhalten präzise, und allenfalls wären etwas starr-rigide Tempoabläufe im Presto-Satz (Trio)zu vermerken, auch das etwas metrisch formulierte Schluss-con brio, zwar dynamisch, aber ohne brio-Rasanz. Dafür ist das kleine Spielgefecht von ersten und zweiten Geigen sehr schön ausgehört und hörbar gemacht. Solch partiell obsessive Detail-
    Arbeit 'steht' aber dem wohl intendierten Fluss oder grossen Zug dieser Musik unterschwellig auch immer etwas quer.
    Andre, kleine Kammerorchester wie Savalls Concert des Nations oder die Freiburger Musiker klingen da flüssiger und weniger angestrengt oder verbissen.
    Und wer eh den philharmonischen Wohl- und Grossklang schätzt, wird sowieso die Philharmoniker aus Wien und Berlin präferieren, und im direkten Vergleich können die immer noch bestehen und überzeugen, vor allen die Kleibers mit ihrem zügigen Schwung und kontrollierten Furor, nach über vierzig Jahren!
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    Daphnis et Chloe (Ges.-Aufn.)

    Daphnis et Chloe (Ges.-Aufn.) (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    18.04.2021
    Booklet:
    3 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    4 von 5

    Ravel-Boulez ad finitum

    Boulez Musizierhaltung war bereits in den 70er Jahren in N.Y. und London evident: clarte' ! - seine massgeblichen ersten Ravel-Einspielungen mit dem Cleveland Orchestra und dem N.Y.- Philharmonic (und dem Philharmonia Orchestra London, Debussy) belegen die plausible Analyse des Ravelschen Werks:
    hinter der Fassade eines konstruierten Klassizismus verbergen sich Sinnlichkeit, Melancholie und kaschierte emotionale Katastrophe einer "hochartifizielle(n)Musik, die niemals ausspricht, was sie meint, und niemals meint, was sie ausspricht" (verkürzt zitiert von H.K.Jungheinrich/U.Schreiber).
    Insofern waren die von Boulez jederzeit kongeniale Ravel-Interpretationen. Mit seinem DG- und B.-Phil-Vertrag änderte sich allenfalls das klang-ästhetische Ambiente, weniger seine Sicht der musikalischen Dinge, zumal nicht seine Einstellung gegenüber französischer Musik, als aufklärend-akribischer Dirigent.
    Insofern gibt es keine neue Boulez-Ravel-Sicht mit den Berliner- Philharmonikern, allenfalls nur eine klangtechnisch optimierte.
    Wie ich bereits zu den originären Einzelausgaben schrieb, sind die Berliner Ravel Einspielungen unter Boulez klanglich wie musikalisch 'state of the art' und nur mit den künstlerisch ebenso hochwertigen des Pierre Monteux vergleichbar. - beide Franzosen wie Ravel.
    Preludes Nr.1-26

    Preludes Nr.1-26 (CD)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    18.04.2021
    Booklet:
    3 von 5
    Gesamteindruck:
    3 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    4 von 5
    Repertoirewert:
    3 von 5

    Pianistisch mehr als musikalisch überzeugend

    Im Vergleich zum Sonaten-Etuden-Album der 70erJahre sind die Walzer und Preludes dieses Duo-Albums als Teil der Chopin-Gesamtaufnahme leider etwas einseitig pianistisch robust und straight ausgefallen. Den Walzern fehlt es fast durchweg an Charme und spielerischem Parfum, die Preludes wirken z.T. recht uninspiriert und, immerhin gekonnt, runtergespielt (Regentropfen).
    Die vier Scherzi scheinen der Musikalität des Ashkenazy näher zu stehen, allerdings habe ich die auch schon besser, nämlich musikalisch differenzierter ausgelotet gehört.
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    Symphonie Nr.9

    Symphonie Nr.9 (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    18.04.2021
    Booklet:
    3 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    4 von 5

    Karajans spätes Mahlerbekenntnis

    Mit Mahlers 9ter schloss HvK sehr spät seinen kleinen Mahler-Zyklus (5-6-9) ab und es gelang ihm mit seinen grandios aufspielenden Berliner Philharmonikern eine akribisch ausgehörte und klangtechnisch vorzüglich realisierte Einspielung, die keinen Vergleich auch zu renommierteren Mahler-Dirigenten zu scheuen braucht.
    Man hört manche erstklassig phrasierte und gespielte Details, zumal der exzellenten Bläser, die nicht im opulenten Streicherklang untergehen.
    Die Rückert- und Kindertotenlieder werden von Christa Ludwig unverzärtelt und volltönend ruhig in ihrer eigenen Klasse textverständlich gesungen und inhaltlich getragen dargestellt, zudem auch orchestral sehr genau austariert und wiederum von exzellenten Bläsersolisten begleitet. Durchweg ausdrucksstarke Mahler-Einspielungen und nicht zuletzt auch ein wirklich grosses Karajan-Mahler Dokument.
    Ein Kommentar
    Anonym
    01.05.2021

    Div. Einwände

    Booklet ist besser als 3*: sämtliche Lieder-Texte und komplexer Kommentarteil.
    Christa Ludwig singt zwar mit warmen, erkennbaren hombre sehr musikalisch, jedoch leider wenig text-verständlich, eher unartikuliert, allerdings erstklassig orchestral begleitet. gmr.
    Concerti op.8 Nr.1-4 "4 Jahreszeiten"

    Concerti op.8 Nr.1-4 "4 Jahreszeiten" (CD)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    06.04.2021
    Booklet:
    2 von 5
    Gesamteindruck:
    3 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    3 von 5
    Repertoirewert:
    1 von 5

    Vivaldi und Vox populi

    Die geniale Jahreszeiten-Musik Vivaldis, div. Konzerte für Violine und Orchester, incl. aller Bearbeitungen für div. Instrumente bzw Instrumentationen, gibt's wie Sand am Meer.
    Dieser schlichte Naxos-Millionseller ist einer von den vielen konventionellen Versionen, die nicht wirklich falsch, aber auch nicht wirklich richtig gut oder sogar sehr gut bzw bemerkenswert sind.
    Bemerkenswert: stilistisch wie interpretatorisch.
    Auch ohne höhere musikologisch-musikalische Wertigkeit hat jedoch diese Version den Wiedererkennungs-Wert, worauf es schliesslich für ein Musikwerk ankommt, für seine wie auch immer geartete Popularität, was insofern für Naxos spricht - und Vivaldi.
    Brandenburgische Konzerte Nr.1-6

    Brandenburgische Konzerte Nr.1-6 (CD)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    06.04.2021
    Booklet:
    3 von 5
    Gesamteindruck:
    3 von 5
    Klang:
    3 von 5
    Künstlerische Qualität:
    3 von 5
    Repertoirewert:
    1 von 5

    Brandenburger Einerlei

    Das als "thinktank mit Forscherdrang" PR-apostrophierte Stuttgarter Barockensemble 'Il Gusto Barocco' unter Jörg Halubek erweist sich hier hörbar leider weniger valide als eher vage einem Geist sog. historischer Aufführungspraxis verpflichtet, stilistisch und spielerisch durchweg gepflegt-langweilig musiziertes Mittelmass routiniert-gelegentlicher Aufführungspraxis.
    Wer den Geist hist.informierter und agierender Spielpraxis hörbar erleben will, kann heute nicht nur auf die singulären Vorreiter wie Harnoncourts Concentus Musicus oder Goebels Musica Antiqua zugreifen, sondern auf div. neuere Ensembles, die einem lebendig artikulierten barocken Spiel verpflichtet sind, so wie die einstigen 'Cafe Zimmermann' und 'Concerto Köln', tempi passati - leider -, aber immer noch discographisch präsent. Solange solcherart Aufnahmen noch existieren, sind solche wie von Gusto Barocco ziemlich überflüssig.
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    Martha Argerich - The Complete Chopin-Recordings on Deutsche Grammophon

    Martha Argerich - The Complete Chopin-Recordings on Deutsche Grammophon (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    22.03.2021
    Booklet:
    3 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    3 von 5

    Frühe Argerich-Chopin-Konfession

    Anno 1967 sprach der Klavier-Spezialist und die langjährige FonoForum-und Schallplattenpreis-Instanz Ingo Harden zu Konzert-Aufnahmen und Debuts der Argerich mit Claudio Abbado (London Symphony Orchester) vom Hauch einer 'Jeunesse Doree', was auch immer der nüchterne Hanseat damit gemeint haben mag - weder Argerich noch Abbado entstammen nunmal ärmlichen Verhältnissen - gleichwie ein recht pedantischer Arrau, der die Unstetigkeit der Argerich anmerkte. Ein Horowitz war da grosszügiger und einfach hingerissen von ihren Chopin Scherzi, zumal ihrem 1961er cis-moll Debut.
    Wie auch immer, als Klaviermusik-Liebhaber und Argerich-Verehrer der ersten Stunden, der Sie über die Jahre auch ein paar Mal und sehr live in der Berliner Philharmonie erlebte, würde ich dieses Argerich-DG-Kompendium als einen raren Markstein musikalisch hochwertiger Pianistik bewerten.
    Es gibt da durchaus überemphatische, emotional draufgängerische und daher unausgewogen-subjektive Momente, so what? Musik ist mehr als austarierte Notentreue. Nicht nur pianistisch klingt mit Argerich fast alles wie vom andren Stern, was schon ein Gulda! fassungslos erkannte.
    Allerdings vermisst man, und bedauerlich wie ich meine, mehr der Marzurkas, der Etudes und Nocturnes, die Argerich auch nur selten gespielt oder gar komplett eingespielt hat ... auch musikalisches Glück kann Ausdruck von Bescheidung sein.
    Sodenn, wer die insgesamt teureren Einzelausgaben noch nicht hat, wird hier mit grossartig-grossem Argerich-Chopin-Spiel und allemal wirklich preiswert bedient.
    (P.S. mir sind diese anonymen, absurden 1-2-3-Sterne-Bewertungen völlig schleierhaft - dringend: musikalisches brainstorming!)
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    • Martha Argerich Edition - Concertos Martha Argerich Edition - Concertos (CD)
    Klavierkonzerte Nr.1-5

    Klavierkonzerte Nr.1-5 (CD)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    19.03.2021
    Booklet:
    3 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    4 von 5
    Repertoirewert:
    2 von 5

    Historisierende Klangalternativen

    Ich denke, man sollte den so originellen Novitäten-Kult im Bereich klassischer Musik nicht ins hype-Absurde wuchern lassen:
    Sicher wie ich mir bin, dass ein Bach klanglich nicht einen Steinway intendierte, denke ich, dass ein Beethoven später durchaus über seinen Broadwood-Flügel hinaus andre Klänge als von einem grossen Hammerklavier im Sinn hatte und ebenso hörte, innerhalb seiner Inventionen, auch die avancierte Notation spricht dafür.
    Und seine Klavier-Konzerte für und mit Orchester waren für ein Auditorium, ein (grosses) Publikum bestimmt, nicht für den Salon.
    Insofern ist eine solistische Reduktion des Konzertinstrumentariums wie hier zwar durchaus klanglich reizvoll, zumal für den kultiviert-fidelen Hausgebrauch, jedoch keinesfalls im Sinne des Komponisten richtig oder gar "grandios", weil die intendierten Klänge und Klangproportionen des Solisten zu den Instrumentalgruppen nicht mehr stimmig sind, auch die Dynamik ... usf.
    Analog könnte man ja auch alle Sinfonien nur in der Klavierfassung hören und dabei durchaus ungehörte Stimmverläufe entdecken, jedoch nicht den doch intendierten, instrumental-orchestralen, den sinfonischen, ev sogar grossen, Klang.
    So what? Bleiben wir auf dem musikalisch fundierten Teppich und hören diese arg historisierenden Konzertversionen hier als reizvolle und nicht maßgebende Alternative zum eher konventionellen, aber hochwertigen Bestands-Repertoire.
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    Symphonie Nr.7

    Symphonie Nr.7 (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    13.03.2021
    Booklet:
    4 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    4 von 5

    Eindrucksvoller Beethoven vom Freiburger Barockorchester

    Zwar etwas verspätet zum 2020er Beethoven-Jubeljahr, dennoch herausragend im Vergleich zu manch andren Veröffentlichungen steht diese Aufnahme des Freiburger Barockorchesters unter v.d. Goltz und präsentiert, neben Savall, eine durchweg hist.orientierte, barocke Musiziersicht, -quasi eine zeitgenössische, nah zu Haydn-Beethoven - der noch a-tempo Konstanz und eine balancierte Bläser-Streicher Dynamik ungeschriebenes Gebot war und so hier ist, zumal die geringere Kammermusik-Besetzung nicht die heute üblichen dynamischen Exzesse entfalten kann (und soll), die immer öfter moderne sinfonische Orchester mit min. doppelter Besetzung (leider) auch ausführen.
    Frühe Karajan- oder spätere C.Kleiber Rasanz mit z.T. doch provozierenden, mit den jeweiligen Philharmonikern, aber durchaus bewältigten Tempi, wird man hier nicht derart überwältigt hören, allerdings einen stringent lebendigen und im Detail der Bläser-Streicher Korrespondenz auch vertikal artikulierten zügigen sinfonischen Verlauf - hat man z.B. den Allegretto-Trio-Bläserteil jemals so kantabel ausgespielt gehört? Diese 7te ist eine der schüssigst formuliert gespielten, die ich in letzter Zeit gehört habe und ich möchte hoffen, dass weitere Sinfonien folgen, ev der gesamte Zyklus bis zum nächsten Beethoven-Jubiläum.

    Auf selbem musikalisch hochrangigen Level bewegt sich auch die noch weniger bekannte Prometheus-Komposition, deren Bühnen-Szenerie hier ungemein differenziert, zumal im ausgeprägt tänzerischen Bereich, wie auch insgesamt engagiert und seriös als grosse Musik dargeboten wird.
    Die vergleichbare, erstrangige Orpheus-Chamber-Aufnahme ist nurmehr eine gute zweite Wahl, die Freiburger erspielen hier klar tiefere Höreinsichten. Klangtechnisch sind diese Aufnahmen aus den Berliner Teldex-Studios, wie meist und so auch hier, erste Wahl.
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    Julius Katchen - Liszt / Brahms / Beethoven / Schumann / Chopin

    Julius Katchen - Liszt / Brahms / Beethoven / Schumann / Chopin (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    06.03.2021
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    3 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    4 von 5

    Hochkarätige musikalische Fundstücke

    Bedenkt man wehmütig, dass Julius Katchen, angesehener Pianist und Amerikaner in Paris, einer unheilbaren Leukämie mit erst 43 Jahren erlegen, noch bis in die späten 1990er Jahre hätte konzertieren, Klavier spielen und Aufzeichnen können, bekannten Pianisten-leben im Vergleich, so wird man nur umso dankbarer sein müssen, wenn einzelne und vergessen-produzierte Aufzeichnungen aus den 1960ern wieder ins musikalische Bewusstsein gelangen.
    Insofern sind diese 'audite' bzw DLF-Kultur Ausgrabungen, zumal nach 50Jahren!, doch rare Katchen-Funde aus den wohl nach wie vor z.T. ignorierten Archiven der dt. Rundfunkanstalten.

    Katchen's Brahms Kompetenz ist ja seit seinen berühmten DECCA-Einspielungen zu recht musikalischer Konsens, die Aufnahmen hier komplementieren diese vor allem mit dem stürmischen frühen es-moll Scherzo, Brahms als Schumann'scher Draufgänger, und recht selten eingespielt, dazu späte Brahms-Stücke, opp.116 und 118, und noch Beethovens c-moll Variationen und das Rondo 'über den verlorenen Groschen', alles überzeugend gespielt.
    Jedoch, die Highlights dieser Berliner Katchen-Solos sind fraglos die fulminante Liszt-Sonate und die Chopin-Ballade, Nocturnes ...
    Liszts pianistische (wie musikalische) Feuertaufe für seine Epigonen wird hier von Katchen adäquat bestanden, und so kühn erfasst und durchformuliert ausgespielt, das Vergleiche mit dem jungen Horowitz der 1930er, dem Pariser Weissenberg der 1950er und ...? angemessen sind.
    Das will was heissen, zumal auch im neueren Vergleich zur toll-kühnen Argerich, zum kühlen Pollini oder dem akribisch tüftelnden Zymerman, selbst zum tiefschürfenden Demidenko.
    Katchen spielt Liszt grossartig erfühlt und pianistisch so explosiv umgesetzt, eine musikalische Offenbarung.
    Chopins Stücke sind kleine, funkelnde Klanggestalten, höchst subtil gezeichnet, die Ballade allererste Interpretations-Kategorie.
    Ein also musikalisch berauschendes Katchen-CD-Doppelalbum, gut ediert und umsichtig versiert kommentiert von Wolfgang Rathert -
    Es bleibt jedoch ein dickes ?-Zeichen: warum war die Technik des Westberliner RIAS (Radio im amerikanischen Sektor) anno 1962-64 nicht in der Lage, eine stereofone oder zumindest räumlich transparentere und weniger kompakt klingende Aufnahme im Lankwitzer Studio zu realisieren - war noch alles so schön mono oder was? gmr.
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    The Glenn Gould Trilogy - Ein Leben

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    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    19.02.2021
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Ein Gould-Special, nicht nur für Kenner

    Eine spannende und aufschlussreiche Gould-(Trilogy-)Hör-Reise !
    Michael Stegemann, Gould-Biograf und professoraler Klassik-Kenner erster Güte hat eine aufwändige CD-Hör-Collage über Gould erarbeitet, in Kooperation mit dem WDR-Köln und mit Sony, für die er auch die umfangreichen Texteditionen zu ihrer grossen Gould-Edition von 1992 verantwortete.
    Unter seiner versierten Regie engagieren sich u.a. Imogen Kogge als Erzählerin und Gerd Wameling als Goulds Sprecher-Stimme.
    Ausdrucksstark und höchst eindrucksvoll präsentieren alle die Lebens-und Karriere-Stationen Goulds, zudem perfekt collagiert mit originalen Radio-Presse-Tondokumenten und vielen bedeutenden und z.T. unbekannten Musikbeispielen, und besonders klangstark im Surround-SACD-Format.
    Ein 3er-set auch für bornierte Gould-Verächter, die immer schon so vorurteilsfrei in ihrer Ablehnung über den Musik-Exzentriker Bescheid wussten, und ein absolutes Muss für all die Musik-Liebenden, die zwar auch nicht alles, aber vieles von Gould und ein so intelligentes Hörbuch über ihn zu schätzen wissen.
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    Sol Do Meio Dia

    Sol Do Meio Dia (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    18.02.2021
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    ECM-WeltKlang anno 1977

    Grandioses musikalisches statement des Egberto Gismonti zur indigenen Kultur im brasilianischen Amazonas und zu den Mysterien einer noch ungeteilten, unveräusserlichten Einheit von natürlichen Elementen und ihres hiervadaptierten Klangs.
    Sounds, und welche! mit Gismonti an der Gitarre, mit der Holzflöte und am Klavier. Er animiert als primus inter pares und Kompositeur, seine adäquat einfühlsamen Partner, vor allen Nana Vasconcelos als umfassender Percussionist, Towner als Ko-Gitarrist, Collin Walcott mit der Tabla und, Not at least, der grandios aufspielende junge Jan Gabarek im 'Cafe'-Zyklus.
    Der exzellente Sound dieses Albums ist sicherlich Garant und auch Geheimnis sehr vieler guter ECM-Produktionen aus dem Talent Studio in Oslo unter dem genialen Tonmeister Jan Erik Kongshaug. Bei ihm tun sich Klangräume auf. Eine Sternstunde. gmr.
    Meine Produktempfehlungen
    • Magico Magico (CD)
    Klavierkonzerte Nr.1-5

    Klavierkonzerte Nr.1-5 (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    17.02.2021
    Booklet:
    3 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    3 von 5

    Goulds Ludwig van ... mit 24bit

    Gould kompakt resampelt auf 24bit und sehr preiswert:
    Seine Spiel- und z.T. eigenwilligen Phrasierungs-künste belegen z.T. auch bezwingend, dass traditionelle und konformistische Interpretationsgrenzen bei Beethoven eben zu eng und meist auch weniger aufschlussreich und inspirierend sind - und Gould kann durchaus auch sehr notentreu, subtil und schön fein spielen, wenn er es so meint und will, reflektiert gespielt und gar nicht naiv.
    Wie auch immer, nichts klingt nebenbei dahingespielt, sondern durchdacht, manche schlicht zelebrierte Andante- oder auch rasend schnelle Allegro-(con brio) Sätze hört man sonst kaum so präzise und klanglich betörend zugleich, wie zB. die opp.14., die so gelassen formulierte Pathetique, die opp.110-Adagio-Fuga, 111-Arietta. -
    Die beiden frühen Klavierkonzerte sind pianistisch- spielerisch vergleichslos richtig a tempo durchdrungen, die Einspielung mit dem Columbia-Orchestra unter Golschmann eine der besten und sogar klanglich immer noch ein Highlight.
    Das 5te, grosse Es-Dur-Konzert und die einzige Einspielung mit dem Wunschdirigenten Stokowski und dessen American Symphonie-Orchestra, klingt kurios breit und grossartig, aber doch unbrillant und m.E. zu penetrant mit linker Hand akzentuiert durchgespielt, jedoch mit einem betörenden, seelenruhig strömenden und dem wohl langsamsten Adagio, das mir als Einspielung bekannt ist.
    Besäße ich nicht alle Aufnahmen schon längst auch einzeln und z.T. auch besser ediert, würde ich nochmal zugreifen, zumal diese hier technisch sicherlich optimiert sind, wie viele andere Sony-Masters belegen.
    Khatia Buniatishvili - Labyrinth

    Khatia Buniatishvili - Labyrinth (CD)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    14.02.2021
    Booklet:
    3 von 5
    Gesamteindruck:
    1 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    3 von 5
    Repertoirewert:
    1 von 5

    Kathias musikalisches Labyrinth

    Allein schon das Schmolllippen-Cover kann einen seriösen 'piano-admirer' auf meta-ästhetische Distanz bringen, das folgende akustische, moderat-geschmäcklerische Werksammelsurium dann gänzlich und krass auf künstlerisch-musikalische Flucht ... so banal auf Schmuse gespielt können doch allbekannte Musikstücke auch klingen, wenn sie derart auf Stimmung - zur blauen Stunde - verhunzt werden ... spiel mir noch mal das 'lento placido' zum nächsten Roten. Merci.
    5 Kommentare
    Jeremy Top 10 Rezensent
    16.09.2021

    Absolut grossartig....

    ...und herausragend ist immerhin Track 17 mit der packenden neuen Version vom Cage-Hit 4:33, das Highlight der ganzen CD!
    Jeremy Top 10 Rezensent
    20.09.2021

    Mein Höhepunkt dieser CD....

    ...ist hier die umwerfend gelungene und tief berührende Interpretation vom John Cage Klassiker 4:33 (Track 17), die meines Ereachtens bislang beste Interpretation dieses zeitlosen Klassikers!
    Anonym
    07.11.2021
    Der Kommentar ist unmusikalisch gehässig. Die Pianistin ist ein Ausnahmetalent mit dem Mut zur individuellen Interpretation und somit zeit- genössischer als der Kommentator. Für mich ganz grosse Musikleistung. Empfehlenswert!
    Anonym
    19.05.2022
    Diese CD finde ich einmalig! Vielleicht kommt noch eine zweite CD. Heutzutage ist das Leben von Pianisten gar nicht einfach. Khatia weiss was leiden ist, und vermittelt Leid, aber auch Trost. Zugegeben, ich 'spielte' 1952 mit zwei Jahren alt auch mal mit zwei Fingern diese Chopin-Prelude, fühle mich also seelenverwandt mit ihr.
    Vinyllametta
    11.05.2023

    Achtung Experten!

    Lustig, die Meldungen, daß John Cage das beste Stück sei! Hahaha, ich lach mir einen Ast vor lauter Spaß. Das war ironisch gemeint, ihr lieben bierernsten Klassikauskenner. Einfach mal zuhören und locker machen! Sie ist einmalig und spielt wie eine Göttin. Wer bestimmt denn, was wie interpretiert gehört? Selbsternannte Musikkritiker wohl nicht. Und manch einer hat wohl auch Angst vor ihrer Schönheit!
    Klavierwerke

    Klavierwerke (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    14.02.2021
    Booklet:
    3 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    4 von 5
    Repertoirewert:
    3 von 5

    Hochwertig versiertes Chopin-Album

    Seiner Ankündigung von 1998 sich mit 50Jahren vom Konzert- und Klassik-Betrieb zurückzuziehen, erfolgte 2003 die höchst spektakuläre Tat durch Abwurf und Versenken seines Flügels in einem französischen Alpen-Bergsee.
    Seitdem tritt der engagiert kritische, einst international anerkannt gefeierte Star-Pianist nicht mehr offiziell auf und spielt nur noch in kleinen Kreisen und karikativen Rahmen.
    Duchable war nicht 'nur' ein prämierter Pianist, sondern auch ein umfassend ausgebildeter Musiker, schon bereits als Teenager und, nicht ganz unwesentlich, später dann Protege Arthur Rubinsteins, dessen klare, schnörkellose, a-romantische Diktion auch seine musikalisch verbindliche Handschrift wurde.
    Mag sein, das Duchables 'Spiel mit Chopin' bisweilen etwas nüchtern und leicht distanziert, z.T. weniger emphatisch klingt, jedoch niemals stillos oder gar unidiomatisch.
    Sein Chopin ist durchweg unverzärtelt, herb-sinnlich, klar strukturiert und zupackend, die Balladen und Scherzi sind sinnvoll und plausibel phrasiert und akzentuiert durchgezeichnet, die Sonaten ev eine Spur zu unbeteiligt und gekonnt serviert, doch die Etuden allemal erste Kategorie, die Fantaisie leider auch pianistisch etwas fantasielos und die Konzerte orchestral-klanglich leider etwas zu pauschal.
    Allerdings zeichnet die hier nur wenigen Marzurken auch den herben Zugriff aus, der z.B. die oft geschändete No.17-4 vor dem seicht-sentimentalen Absturz rettet.
    Und verglichen mit all den heutzutage angesagten, primär in München situierten juvenilen Klavierdämchen ist Duchables Chopin durchweg auf musikalisch hohem Niveau und hoch respektabel mit jedem Vergleich.

    Allemal, ein recht umfassendes, hochwertiges Chopin-Album eines schon vergessenen, jedoch erstklassigen Pianisten zum Schnäppchen-tarif - und wer hier im jpc-Rezensionsrahmen (zumal anonym) mit 2* votiert ist musikalisch schlichtweg dumm ignorant oder indiskutabel taub.
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    • Arthur Rubinstein plays Chopin Arthur Rubinstein plays Chopin (CD)
    Sophie Pacini - Rimembranza

    Sophie Pacini - Rimembranza (CD)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    12.02.2021
    Booklet:
    2 von 5
    Gesamteindruck:
    3 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    4 von 5
    Repertoirewert:
    2 von 5

    Diesseitige Erinnerungen

    Die momentan doch eher multimediale Präsenz der Sophie Pacini
    wird in rein musikalisch einschlägiger Hinsicht schon recht kompakt umschrieben: "Burschikos und vehement geht Pacini zur Sache, weiß aber gerade mit dynamischen Effekten so zu agieren, dass das Dramatische perfekt ausgeleuchtet wird ... langweilig wird es einem keine Sekunde lang, wenn Sophie Pacini in ihrer ›Erinnerung‹ wühlt. Sie gibt ständig ›volle Pulle‹, spielt manuell überlegen zupackend mit rundem Ton und üppigem (dazu üppig aufgenommenem) Klang.

    - So what? Nunja, vielleicht ist es ihre etwas zu selbstgewisse und zu vorlaute, musikalisch einseitige und robuste Diesseitigkeit, die komplexe musikalische Kunstwerke noch eher kurzsichtig erfasst, und so den versiert Hörenden nicht wirklich künstlerisch überzeugt.
    Pacini scheinen reflektive Schatten, Graustufen tieferer Gedanken Blässe und schillerne Vagheiten, noch allzu fremd.
    Sie äussert sich als Pianistin z.B. frei und frank, eine Lili Kraus, die grosse Mozart Interpretin, nicht zu kennen, so als wäre Rubinstein mit Chopin ein unbeschriebenes Blatt, und kapriziert sich bei der a-moll Tonart auf ihre recht egozentrische Befindlichkeit, spricht von einer kühl-fahlen, todesknöchrigen, kränkelnden Harmonie.
    Dabei stehen die beiden grossen Klassiker hochromantischer Konzerte für Klavier, die von Schumann und Grieg, keinesfalls knöchrig-fahl, eben in dieser a-Tonart.
    Da muss man als Musikerin schon recht ignorant, selbstherrlich und-oder dämlich sein, wenn man auch solche Gemeinplätze äussert:
    »Musik ohne Erinnerung ist nicht möglich« Ach, echt, wirklich?
    Ihr 'Rimembranza'-Album klingt dabei weniger nach musikalischer Erinnerung (an was?), sondern mehr nach 'gesundem' statement, so spiele ich, Sophie Pacini. So what?
    Neujahrskonzert 2021 der Wiener Philharmoniker

    Neujahrskonzert 2021 der Wiener Philharmoniker (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    17.01.2021
    Booklet:
    3 von 5
    Gesamteindruck:
    3 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    4 von 5
    Repertoirewert:
    1 von 5

    Das Wiener Neujahrskonzert 1/21 ...

    ... vor leeren Sesseln des Musikvereins, derzeit Corona-Pandemie bedingt.
    Da kann die berühmte Wiener 'Prosit- Neujahr'-Stimmung auch nicht mit Muti aufkommen, bei aller vertrauten Routiniertheit, es sah nicht nur gekünstelt aus, es klang auch so, zwar gekonnt untadelig, aber es fehlte der zündende Funke im Kontext lebendiger Konzert-Teilhabe des reagierenden Publikums hier gleichermassen wie anderswo.
    Deshalb wird dieses Neujahrs-Konzert mit Muti nicht in die Annalen eingehen (Dämlicher Kurier), sondern als eine souveräne und erstaunlich gutgelaunte Leistung des Dirigenten in einer über Jahrzehnte gewachsenen, eben altbekannten Partnerschaft. Versierte Routiniers unter sich, bei der TV-Version einschliesslich der altbacken-angestaubten Staatsopern-Ballett-Einlagen, kommt audiovisuell wenig, rein akustisch etwas mehr Freude auf. Looking forward to 1/2022 ...
    Klavierkonzerte Nr. 1-5

    Klavierkonzerte Nr. 1-5 (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    15.01.2021
    Booklet:
    3 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    4 von 5
    Repertoirewert:
    2 von 5

    Beethoven.Zimerman.LSO-Rattle at St.Luke's

    Die Deutsche Grammophon hat im Dezember 2020 in London Beethovens Klavierkonzerte mit Krystian Zimerman und dem London Symphony Orchestra unter seinem derzeitigen Chef Simon Rattle in LSO-St.Luke's-Kirchkonzertsaal produziert.
    Wer's wusste und technisch in der Lage war, konnte die Konzerte in der ZDF-Mediathek akustisch und visuell verfolgen, live-Mitschnitte unter aktuellen Corona-Bedingungen,
    z.T. reduziertes und gespreizt platziertes und abgeschirmtes Orchester mit offenbar verhaltenem Engagement, trotz aller gestischen Animationen seitens Sir Simons.
    Und der renommierte Solist, Krystian Zimerman, einst unter Lenny Bernstein in Wien mit den Konzerten 3-5 noch ein wagemutiger shooting-Star, geht seine Aufnahmen inzwischen höchst reflektiert-elaboriert an, sein präpariertes Notenmaterial liegt auf seinem Konzertflügel im ständigen Blickkontakt - intuitiv-spontane Inventionen im konzertanten Miteinander scheinen da eher ausgeschlossen ... wer weiss?
    So hört sich Beethovens konzertant-gewachsenes und imposantes Klavierwerk sehr ausgehört, pianistisch wie orchestral höchst gediegen, konventionell und auf hohem Niveau professionell zelebriert an:
    Beethoven, der Meister-Komponist von Meister-Interpreten sauber dargeboten.
    Eigentlich zu wenig für solche 'Hausnummern' des Klassikbetriebs, jedoch gibt's heutzutag relevante Hör-Alternativen.
    Ein Kommentar
    Scotsfan
    13.08.2025

    Exakt!

    Genau mein Höreindruck, treffend beschrieben. Man könnte auch sagen: Man hört hier gepflegte Langeweile, sehr professionell, aber das reicht eben nicht. Bernstein und der junge Zimerman haben einst viel mehr geboten, nämlich einen ideenreichen, spritzig-witzigen Beethoven, zudem mit viel besserm Klang.
    Symphonie Nr.5

    Symphonie Nr.5 (CD)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    26.12.2020
    Booklet:
    3 von 5
    Gesamteindruck:
    3 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    3 von 5
    Repertoirewert:
    2 von 5

    Langstieliges Tchaikovsky-Debut

    Tchaikovskys sinfonisches Werk wird bekanntlich geschätzt wegen des z.T. durchaus originellen und klangvoll-folkloristischen thematischen Materials und dessen stetige (wie auch langatmige) Wiederholungen mit pathetisch verdichteten Steigerungen als Ausdrucksmusik, weniger wegen ihrer Verarbeitung in komplex geformte Binnenstrukturen, variierte Veränderungen oder weitere Entwicklungen.
    Darum sind die Sinfonien auch leichter eingängig und verständlich und, vor allen die 5te und 6te, auch allzu populär.
    Man hört diese beiden entsprechend oft auch im Konzertleben sowie in unzähligen Aufzeichnungen der Schallplatten- und CD-Geschichte.

    Die neueste 'Offenbarung' einer Tchaikovsky 5ten kommt hier aus Zürich von Paavo Järvi und hat gegen die letzte aus Berlin von den Philharmonikern unter Kirill Petrenko - hervorragend klar artikuliert, ausdrucksstark und mit strenger Emphase gespielt - m.E. nur einen eher belanglosen, zweitklassigen Stand, auch orchestral, zudem akustisch-klanglich und mehr noch durch die dirigentische Konzeption, eine weniger 'sportliche', sondern mehr 'gefühlige' Version zu bieten.

    Järvi wollte offenkundig einen Kontrast zur stringenten 'Haltung eines stalinistischen Mravinsky-Zugriffs' statuieren und eine moderate Darstellung bieten - was auch immer das bedeuten soll, zumal nach Fricsay, Dorati, Markevitch, Karajan, Solti und, not at least, eben Mravinsky.
    Dies ist ihm leider auch gelungen, mit einem überdehnt langweiligen, quasi legatissimo, Andante-Einstieg in die Sinfonie, gefolgt von vom kaum 'animiert' bewegt klingenden anschliessenden Allegro.
    Nur der kurze Walzersatz hat moderato-stimmigen Fluss - allein, dies ist zu wenig für's Ergebnis einer durchweg anämisch gebremsten und ausdrucksarm formulierten Gestaltung.
    Somit erklingt die Sinfonie ungewollt beiläufig unter ihrem doch gewollt sentimentalen Anspruch, allemal im Vergleich zu den oben genannten, erstrangigen Versionen.
    Erstaunlich für einen so versierten Dirigenten, der mit seinen rasant-furiosen Beethoven-, Brahms- und Schumann-Einspielungen hohe Beachtung und viel Beifall erhielt, hier aber doch unerwartet wenig engagiert klingt und enttäuschend langweilig.
    Ich schätze, dies Järvi-Debut in Zürich (und der womöglich auch intendierte Tchaikovsky-Zyklus) ist so nicht konkurrenzfähig.
    Meine Produktempfehlungen
    • Symphonien Nr.4-6 Symphonien Nr.4-6 (CD)
    • Symphonie Nr.5 Symphonie Nr.5 (CD)
    2 Kommentare
    Anonym
    14.01.2021
    Ich kann Ihnen nur zustimmen, selbst zu Karajans 1960er Berliner 5ten aus der Dahlemer Kirche, seine absolut Beste, ist diese neue 5te von P.Järvi allenfalls zweitrangig
    Anonym
    19.02.2021

    Tchaikovsky Sinfonien

    Im Zusammenhang mit Ihrer Kritik und den Empfehlungen sollten die auch durchweg schlüssigen live-Einspielungen Vladimir Jurowskys mit dem London Philharmonic Orchestra nicht unbeachtet bleiben. gmr.
    Cecilia Bartoli - Queen of Baroque

    Cecilia Bartoli - Queen of Baroque (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    09.12.2020
    Booklet:
    4 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    4 von 5

    The Queen's Singing

    Die Königin der meisterhaften Selbst- wie Fremd-Darstellung vieler Charaktere des imperialen Gesangsspektrums bietet hier barocken Arienglanz in gewohnt versierter Professionalität, in manchen, gar piano Schattierungen auch quasi 'atemlos' berückend schön, wie z.B. Händels 'Lascia' oder Scarlattis 'Caldo Sangue'.
    Wer die Gesangskünste der Bartoli nur wenig oder noch nicht hinreichend kennt, wird hier auch von allen namhaften musikalischen Kombattanten hochkarätig bedient.
    Eine Weihnachtsmusik der erlaucht säkularisierten Art ... Hört, lauschet, frohlocket.
    Rudolf Kempe dirigiert Richard Strauss

    Rudolf Kempe dirigiert Richard Strauss (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    21.11.2020
    Booklet:
    3 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Kempes herrliche Strauss-Künste

    Viele Musikfreunde werden Kempes Strauss-Künste mit der Dresdner Staatskapelle seit den 70er Jahren bereits von diversen Einzelaufnahmen oder 2er-Boxen kennen und, wie ich überzeugt bin, nach wie vor zu schätzen wissen.
    Wer seine unprätentiös zügig-schlanken, dem Musizierverständnis des Dirigenten Strauss so nahen Darstellungen der Tondichtungen, Suiten, des Heldenlebens oder der Alpensinfonie kennt, wird kaum alternative Interpretationen wirklich vermissen. Kempe hat wie selbstverständlich und ganz natürlich Straussens Tonsprache kongenial zum Klingen gebracht.
    Auch die Solo-Concerti sind erstrangig solistisch besetzt wie mit u.a. dem Hornisten Peter Damm, dem raren Pianisten Malcom Frager in der Burleske. Und das frühe, jugendlich schwärmerische Violinkonzert wird vom jungen Hoelscher doch süffig-bravourös gespielt, eine Rarität unter allzu bekannten Violinkonzerten.
    Zudem klingt Alles auf einem klangtechnisch durchweg guten bis hohen hifi-Level.
    Man kann diese finale Dresdner Strauss-Kempe-Box gar nicht überbewerten, sie ist durchweg erstklassig.
    Der Freischütz (mit Blu-ray Audio)

    Der Freischütz (mit Blu-ray Audio) (CD)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    09.11.2020
    Booklet:
    4 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    4 von 5
    Repertoirewert:
    3 von 5

    Der Kleiber-Freischütz aus Dresden

    Die Deutsche Grammophon scheint neuerdings, unter dem Druck allgemein zunehmender streaming-Aktivitäten im Musikgewerbe, ihre alt-bewährten Musik-Kamellen neu audiophil aufzupeppen mit blueray-audio und dgl. für sog. multimedia-Konsumenten, die meist, und wenn, neben laps und taps, nur billiges equipment bespielen, kaum audiophil hör- bewusst angenähertes hi-end.
    Da werden z.T. die sog. (künstlerischen) Perlen vor die Säue geworfen, nur wenn's irgendwie noch Gewinn bringt.

    Hier also Carlos Kleibers Dresdner 'Freischütz' von 1973, der schon damals als LP rein akustisch, weil überresonant, weniger befriedigend war. Die DG-Technik hatte, trotz Strüben, die Lukas-Kirchenakustik nicht im Griff, wie es sich später und noch eklatanter bei der verunglückten Produktion des Wagner-'Tristan' und allseits un-überhörbar herausstellen sollte.
    Beim früheren Dresdner 'Freischütz' ist immerhin die orchestrale Seite der Produktion doch erstklassig, Carlos übertrifft in der vehement-akribischen Durchzeichnung des instrumentalen
    Klanggeschehens noch seinen Vater Erich in Köln, jedoch leider nicht mit den Vocalisten.
    Gundula Janowitz, Madonna des kühl kontrolliert-begrenzten Gesangs, und Peter Schreier, Küster des protestantischen Singens, sind für Webers Agathe und Max einfach unzureichend, und Theo Adam doch ein allzu freundlich klingender Kaspar.
    Ich weiss ehrlich nicht, was da audiophil im blueray-, aber eben alten Laser-Abtast-Format, musikalisch soviel besser klingen soll.
    Wer diesen Kleiber-'Freischütz' nicht kennt und haben möchte, kann hier zugreifen, die frühere 'Original'-Version klingt kaum schlechter.
    Meine Produktempfehlungen
    • Der Freischütz Der Freischütz (CD)
    Der Freischütz

    Der Freischütz (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    09.11.2020
    Booklet:
    3 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Der Radio-Freischütz der 50er

    Die frühe romantische deutsche Oper, Webers 'Freischütz', erstmalig 1821 im Königlichen Schauspielhaus in Berlin uraufgeführt, erfährt hier in der Kölner WDR-Rundfunkproduktion- und Aufnahme von 1955 die erste nachkriegs Realisierung, quasi eine Hörspielfassung mit Musik und z.T. auch wenig erträglichen Dialogen, Sprechrollen div. Schauspieler-innen wie Ingeborg Schlegel oder Richard Münch, sehr textverständlich, wie auch der Gesang.
    Geadelt wird dies alles natürlich hochmusikalisch durch Erich Kleibers zügiges Dirigat des superben Kölner Rundfunkchors und -orchesters und durchweg stimmige Vocalisten frühen Formats wie die Grümmer, Streich, Hopf, Proebstl, Böhme u.a. Agathes berühmte Schlummer-Arie bleibt ein Grümmer-highlight neben all der durchartikulierten instrumentalen Gestaltung. Da auch die akustische Realisation des WDR sehr akzeptabel klingt, klares resonanzvolles hifi-mono, kann man diese Rundfunk-Produktion nur als erstrangig empfehlen.
    Kleibers Sohn Carlos hat in seiner späteren Dresdner Produktion der 70er Jahre leider vokale Defizite, trotz DG-PR- Schall und Rauch.
    201 bis 225 von 626 Rezensionen
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