Nicht jeder Steven-Wilson-Remix ist ein Volltreffer ...
Deep Purple: Made In Japan (2025 Steven Wilson Mix) auf 2 LPs
Vorweg: Die Bewertung bezieht sich ausschließlich auf die DoLP im SW
-Remix. Nach anfänglichem - durchaus positiven - Staunen über das neue Klangbild, fällt nach und nach der zu sehr hervorgehobene Bassbereich nachteilig auf. Überhaupt scheint Steven Wilson in DIESEM Remix zu sehr auf die Hervorhebung einiger instrumentaler Details bedacht gewesen zu sein, während der Gesang von Ian Gillan sehr weit in den Hintergrund gerückt ist. Mag das den Ansinnen geschuldet sein, Raumtiefe "zu erzeugen". Es trägt m.E.n. nur zu einem weniger homogenen Gesamtklangbild bei. Der Vergleich mit meiner Original-DoLP aus den 70ern bestätigte den Eindruck. Hier gab es ein harmonischeres Gesamtklangbild, das dennoch alle erforderlichen Details in hinreichender Qualität bereit hält.
Dass ein "einfaches Remastern" der ursprünglichen 8-Spur-Aufnahmen ein durchaus besseres Ergebnis bieten kann, zeigt die 2014er-Edition, die mir leider "nur" in der CD-Fassung vorliegt, aber für mich hinsichtlich Klang UND Stimmung das Maß dieser absolut fantastischen Konzertreihe darstellt.
Wer dieses legendäre Live-Album noch in keiner anderen Fassung kennenlernen konnte, mag sich mangels Vergleich mit dem SW-Remix zufrieden geben, alle anderen verpassen nichts, wenn sie sich diese DoLP sparen - oder vielleicht, wie schon an anderer Stelle erwähnt, auf die digitalen Tonträger beschränken.