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    2. Alle Rezensionen von Jeremy bei jpc.de

    Jeremy Top 10 Rezensent

    Aktiv seit: 28. August 2010
    "Hilfreich"-Bewertungen: 17776

    Bitte beachten Sie

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    1544 Rezensionen

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    All Smiles (remastered) (180g)

    All Smiles (remastered) (180g) (LP)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    13.07.2017
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5
    Pressqualität:
    5 von 5

    Eine erstklassige transatlantische Bigband

    Hochkarätig besetzt mit der „crème de la crème“ von US-Spitzenjazzern (Ex-Pats, welche sich in Europa bessere Arbeitsbedingungen erhofften als in den USA) und den besten europäischen Bigband-erprobten Musikern gilt die vorliegende, 1968 eingespielte Produktion der „Kenny Clarke/Francy Boland Big Band“ für viele Bigband Aficionados als die beste unter den allesamt grossartigen Aufnahmen dieser Ausnahmeformation. Musikalisch lupenreiner Orchestersound ohne jede Zugeständnisse an den damals herrschenden Zeitgeist. Und heute noch so hörenswert und begeisternd wie damals vor 50 Jahren! Ergo: Wärmstens empfohlen!
    All Smiles (High-Quality Analog Remastering)

    All Smiles (High-Quality Analog Remastering) (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    13.07.2017
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Eine erstklassige transatlantische Bigband

    Hochkarätig besetzt mit der „crème de la crème“ von US-Spitzenjazzern (Ex-Pats, welche sich in Europa bessere Arbeitsbedingungen erhofften als in den USA) und den besten europäischen Bigband-erprobten Musikern gilt die vorliegende, 1968 eingespielte Produktion der „Kenny Clarke/Francy Boland Big Band“ für viele Bigband Aficionados als die beste unter den allesamt grossartigen Aufnahmen dieser Ausnahmeformation. Musikalisch lupenreiner Orchestersound ohne jede Zugeständnisse an den damals herrschenden Zeitgeist. Und heute noch so hörenswert und begeisternd wie damals vor 50 Jahren! Ergo: Wärmstens empfohlen!
    Albert Mangelsdorff And His Friends (remastered) (180g)

    Albert Mangelsdorff And His Friends (remastered) (180g) (LP)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    13.07.2017
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5
    Pressqualität:
    5 von 5

    Die Neulancierung des unbegleiteten Duos im modernen Jazz

    Die dritte Fünferserie von legendären MPS-Wiederveröffentlichungen bietet einen stilistisch und konzeptionell breiten musikalischen Fächer. So initiierte die vorliegende Einspielung mit unbegleiteten Duos des Posaunisten Albert Mangelsdorff geradezu eine jazzistisch konsequente neue Kunstrichtung. Instrumental und stilistisch breit präsentiert sich hier Mangelsdorff mit seinen sechs Freunden Don Cherry(tp), Elvin Jones(dm), Karl Berger(vib), Attila Zoller(g), Lee Konitz(as) und dem Pianisten Wolfgang Dauner.
    Albert Mangelsdorff And His Friends (High-Quality Analog Remastering)

    Albert Mangelsdorff And His Friends (High-Quality Analog Remastering) (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    13.07.2017
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Die Neulancierung des unbegleiteten Duos im modernen Jazz

    Die dritte Fünferserie von legendären MPS-Wiederveröffentlichungen bietet einen stilistisch und konzeptionell breiten musikalischen Fächer. So initiierte die vorliegende Einspielung mit unbegleiteten Duos des Posaunisten Albert Mangelsdorff geradezu eine jazzistisch konsequente neue Kunstrichtung. Instrumental und stilistisch breit präsentiert sich hier Mangelsdorff mit seinen sechs Freunden Don Cherry(tp), Elvin Jones(dm), Karl Berger(vib), Attila Zoller(g), Lee Konitz(as) und dem Pianisten Wolfgang Dauner.
    Gaia

    Gaia (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    13.07.2017
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Ein grandioses Pianotrio auf neuen Wegen

    Richie Beirach gilt als einer der wichtigsten Pianisten in der Nachfolge von Bill Evans. In seinen letzten Jahren hat er eine Professur dem kompetitiven, und oft auch frustrierenden und unsteten Jazzleben in New York vorgezogen und - ein Glücksfall für die deutsche jazzszene - Generationen von jungen Jazzpianisten in Leipzig unterrichtet. Seinem zupackenden Stil ist Beirach, der im Mai 2017 seinen 70. Geburtstag feierte, auch in der europäischen Jazzdiaspora treu geblieben, einem hochdynamischen Ansatz, den man treffend als "al dente approach" bezeichnen möchte. Sein neuestes Trio hat er mit zwei ehemaligen Studenten besetzt, dem rastlos antreibenden Drummer Christian Scheuber und der empathisch und feinsinnig agierenden russischen Keyboarderin Regina Litvinova. In der etwas ungewöhnlichen Besetzung generiert "The New Richie Beirach Trio" melodischen, harmonischen und rhythmischen "Contemporary Jazz" vom Feinsten. Eine wärmstens empfohlene Einspielung von drei Topmusikern, welche ihren unverwechselbaren Stil gefunden haben!
    Short Stories

    Short Stories (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    11.07.2017
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Swingender Postbop aus New York

    Tony Moreno, Schüler des Coltrane-Drummers Elvin Jones, zählt heute zu den Meistern seines Instruments. Dass er auch als Komponist/Bandleader zur absoluten Spitze zählt, belegt seine neue Doppel-CD. Ohne jede Larmoyanz verarbeitet Moreno hier die traumatische Zerstörung seines musikalischen Besitzes von Hurrikan Sandy anno 2012. Sein seit 4 Jahren bestehendes Quintett (mit Ron Horton-tp, Marc Mommas-ts) präsentiert umwerfend gelungenen Post- und Freebop, der an das Miles Davis Quintett der 60er Jahre erinnert, verlängert ins Jahr 2016.
    Tell A Star

    Tell A Star (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    11.07.2017
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Poetischer New-York-Vocaljazz

    Die Vokalistin/Poetin Maryanne de Prophetis belegte nach der Ausbildung zur Pianistin Improvisationsstudien beim Saxophonisten Warne Marsh und Jazzgesang bei Jay Clayton. Gefördert von der künstlerischen Entourage um Maria Schneider entstand auch de Prophetis’ aktuelle CD mit 9 von ihr in Wort und Musik geschaffenen Songs. Erstklassig das Begleittrio mit Pianist (und de Prophetis Ehemann Frank Kimbrough), Ron Horton (Trompete/Flügelhorn) und Perkussionist Satoshi Takeishi. Exquisiter, anspruchsvoller, bewegender Vocaljazz auf höchstem Niveau!
    Rhythm Method

    Rhythm Method (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    11.07.2017
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Weltklassejazz aus Toronto

    Es ist immer wieder erstaunlich, über welch schier unerschöpfliches kreatives Reservoir an Topkünstlern die aktuelle kanadische Jazzszene verfügt. So erweist sich Pianist Brian Dickinson, seit 30 Jahren prägender Jazzanimator in Toronto, in seiner neuesten Quintett-CD (Pianotrio plus Bläsersatz mit Tenor- und Altsaxophon, bestzungsmässig eine Hommage an Lennie Tristano mit Lee Konitz und Warne Marsh!) als ungemein inspirierter Pendler im stilistisch breiten Feld zwischen Lennie Tristanos rhythmisch und melodisch komplexem Cooljazz, Bill Evans’ Dramaturgie und Wayne Shorters komplexer, offener Harmonik im Miles Davis Quintett der 60-er Jahre. Kurz: Top-Weltklassejazz, und musikalisch absolut Spitze!!
    Ternion Quartet

    Ternion Quartet (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    11.07.2017
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Brooklyn-Jazz, made in Berlin

    Die umtriebige dänische Bassistin Anne Mette Iversen gehört seit ihrem Umzug nach New York zu den prägenden Künstlern der innovativen Brooklyn-Szene. Zwei CDs von 2016 dokumentieren Iversens aktuellen künstlerischen Ansatz: „Round Trip“ mit ihrem mit herausragenden jungen US-Quintett besetzt (mit u.a. John Ellis, Tenorsax, Peter Dahlgren, Posaune) - Empfehlung siehe dort - und die mit Iversens europäischem „Ternion Quartet“ in Berlin realisierte CD (mit Silke Eberhard, Altsax, Geoffrey De Masure, Posaune). Zu einem Gesamteindruck dieser beachtenswerten Jazzinnovatorin sollte man sich beide CDs anhören:Beide Tondokumente sind künstlerisch überzeugende Visitenkarten einer bemerkenswerten europäischen Künstlerin, stilistisch angesiedelt im Post- und Freebop.
    Round Trip

    Round Trip (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    11.07.2017
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Europäischer Jazz-Approach, realisiert in Brooklyn

    Die umtriebige dänische Bassistin Anne Mette Iversen gehört seit ihrem Umzug nach New York zu den prägenden Künstlern der innovativen Brooklyn-Szene. Zwei CDs von 2016 dokumentieren Iversens aktuellen künstlerischen Ansatz: „Round Trip“ mit ihrem US-Quintett (mit u.a. John Ellis, Tenorsax, Peter Dahlgren, Posaune) und die mit Iversens „Ternion Quartet“ in Berlin realisierte CD (siehe dort) sind künstlerisch überzeugende Visitenkarten, stilistisch angesiedelt im Post- und Freebop. Beide CDs sind wärmstens empfohlen!
    New Eyes on Martin Luther

    New Eyes on Martin Luther (CD)

    2 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    10.07.2017
    Booklet:
    2 von 5
    Gesamteindruck:
    2 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    2 von 5
    Repertoirewert:
    1 von 5

    Au weia! Das hat uns noch gefehlt: Luthers posthumer Aufstieg zum Jazzreformator??

    Der CD-Titel ist ein übler Etikettenschwindel, da nur wenige der Kompositionen aus Luthers Feder stammen! Aber heuer ist halt Luthers Jubiläum zum 500-sten....und ergo muss das Tonträgergeschäft brummen und auf Teufel-komm-raus Renite generieren. Dass sich auch der nimmermüde Posaunist/Vokalist Nils Landgren mit tatkräftigem PR-Schub seines Produzenten das Luther-Jubeljahr zur Ego-Profilierung unter den Nagel reissen würde, war leider zu befürchten beim Geschäftsmodell ACT/Landgren. Et voilà: 21 Lieder aus der Luther-Epoche, doch nur wenige "vom Maestro und Reformations-Uebervater selbst componiret",dargereicht von Landgrens Jazzkapelle und soundmässig aufgehübscht von der Sopranistin Jeannette Köhn, vom Knabenchor Hannover und der Capella de la Torre samt mittelalterlichem Instrumentarium. Halleluja Jazz & Luther Business 2017!
    Some Other Time: The Lost Session From The Black Forest

    Some Other Time: The Lost Session From The Black Forest (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    26.05.2017
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Die überraschendste Veröffentlichung des Jahres!!

    Wernix' begeisterten Worten ist wenig beizufügen. Doch allemal überraschend ist das auch für Kenner von Evans' Einspielungen weitgehend ungewohnte Repertoire dieser Session. Vieles davon hatte zwar Evans für frühere LPs aufgenommen, grossartige und für seinen Ansatz passgenaue Tunes, welche von ihm später allerdings kaum bis wenig mehr gespielt wurden.
    Interessant und etwas überrraschend auch, wie Jack DeJohnette es zu Evans' Drummer schaffte. Der Bassist Ron McClure (damals im Charles Lloyd Quartett beamtet), erzählt, dass Evans damaliger Drummer der zu ihm für kurze Zeit zurückgekehrte Paul Motian gewesen sei, der den bei Lloyd ausgestiegenen DeJohnette temporär ersetzt hatte (DeJohnette war nach Lloyd auf dem Sprung zu Miles Davis). DeJohnettes powervoller Drumansatz soll Evans anfänglich geradezu geschockt haben. Doch die Blutauffrischung, auch in der legendären Montreux-Konzertaufnahme, tat dem Evanstrio hörbar gut.
    Live In Brooklyn 2015

    Live In Brooklyn 2015 (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    26.05.2017
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    In der Jazztradition verankerter aktueller Jazz

    Altsaxophonist (und Musikwissenschaftler) John O’Gallagher ist an der vordersten Front des aktuellen New York Jazz aktiv, wurde bereits in jungen Jahren von Joe Henderson entdeckt und in dessen Bigband solistisch gefördert. Seine musikalische Vita ist, gleichsam ein Bekenntnis, vom Altogiganten Julian "Cannonbal" Adderley geprägt, von dem er ein an Ton- und Fotodokumenten faszinierendes Archiv unterhält und ständig ergänzt. Vom Hard- und Postbop hat sich O’Gallagher längst gelöst, sich sein eigenes musikalisches Vokabular erarbeitet und erspielt, doch immer in engem Bezug zur Tradition, sozusagen "gut geerdet". So transformiert und aktualisiert das O’Gallagher Trio in der vorliegenden CD in „Extralogical Railman“ einen Charlie Parker Blues (der Titel ist ein Anagramm der so berühmten wie legendären und oft gespielten Parker-Komposition „Relaxin’ At Camarillo“). Mit dabei im bereits langjährig bestehenden O'Gallagher Trio sind der ursprünglich aus Heidelberg stammende, hervorragende Bassist Johannes Weidenmueller und der brillante Drummer Mark Ferber.
    The Musician: Live At The Blue Note Jazz Club 2011

    The Musician: Live At The Blue Note Jazz Club 2011 (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    25.05.2017
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Corea-Konfektion ab der Stange

    Dies ist eine opulent gestaltete Dokumentation von Chick Coreas jazzistischer Selbstdarstellung zu seinem 7o. Geburtstag anno 2011. Ein durchaus faszinierender Appetizer für alle, die Coreas breiten musikalischen Kosmos kennen möchten, bringt die Kompilation jedoch insgesamt wenig Neues für den Corea-Kenner unter dem Motto: "Von zuviel zuwenig"!
    My Foolish Heart

    My Foolish Heart (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    19.05.2017
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Ein Kosmos, geschaffen aus dem Klang von 6 und 12 Saiten

    Der heute 77-jährige Ralph Towner hat die akustisch unverstärkte „klassische“ wie auch die 12-saitige Gitarre im modernen Jazz etabliert, ein grosses Verdient des bestens etablierten Künstlers. Doch Towner, gelernter Pianist und Lautenist, war immer mehr als ein „Jazzgitarrist“. So geniessen seine gitarristischen Einspielungen und Kompositionen breiteste Anerkennung jenseits aller stilistischen Grenzen. Nicht nur in der Jazzgemeinde, sondern auch in der zeitgenössischen Konzertmusik, der Folk- und Rockgemeinde steht der allerseits respektierte Ausnahmekünstler in höchstem künstlerischen Ansehen. Die vorliegende Solo-CD weist den Zugang zu Towners faszinierendem musikalischen Kosmos: Eine in erster Linie von der Jazzstilistik geprägte eher stille und kontemplative musikalische Welt, doch immer wieder klanglich und konzeptionell Grenzen sprengend über den tradierten Tellerrrand hinaus, eingefangen mit einem absoluten instrumentalen Minimum auf wenigen 6 resp. 12 Saiten. Absolut grossartig!
    On A Monday Evening: Live 1976

    On A Monday Evening: Live 1976 (CD)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    23.04.2017
    Klang:
    1 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Ein Bill Evans Trio-Fundstück


    Bill Evans gehört mit ArtTatum und Thelonious Monk zu den prägenden Innovatoren des modernen Jazzpianos. Und Evans’ wegweisende Trios mit drei gleichberechtigten Partnern definierten die Kunst des demokratischen Interplays im Jazz. Ein Radiomitschnitt aus Madison/Wisconsin vom November 1976 (mit Bassist Eddie Gomez und Drummer Eliot Zigmund) ist nun erstmals greifbar, in akustisch restaurierter Form des Konzertmitschnitts. Wer von Bill Evans bereits alles an Tonträgern besitzt, kommt, wohl auch um diese Einspielung nicht herum, immerhin eines der besten Evans Trios überhaupt. Doch die als professionell angekündigte Soundrekonstruktion des Mitschnittes ist, vor allem in den Balladen, eine peinliche Verschlimmbesserung der anhin bei Evans-Fans nur unter der Hand verbreiteten Tonbandkassette aus Madison. Kurz: Wer Live-Einspielungen dieses Trios sucht, wird mit anderen Evans-CDs besser bedient, so etwa mit der grandiosen Konzertaufnahme dieses Trios aus Paris, eingespielt anfangs November 1976, 2 Wochen vor der vorliegenden CD (The Complete Fantasy Recordings, Auskoppelung leider nicht als Einzel-CD greifbar), oder der schweizerischen Konzertaufnahme anno 1975 von Radio RSR aus Lausanne/Epalinges. Doch wer es schafft, sich vom allzu halligen und z.T. verzerrten Pianosound der vorliegenden CD nicht stören zu lassen, kommt in den Genuss eines grossartigen Konzertes. Zudem ist der Bassist Eddie Gomez hier in der künstlerischen Höchstform seines Lebens!
    Janus

    Janus (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    08.04.2017
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Zwei improvisatorische Tausendsassas

    Pianist Nick Saunders und Logan Strosahl (Alt-/Tenorsax) lernten sich am New England Conservatory in Boston kennen. Die Chemie zwischen den beiden stimmte so gut, dass sie seit nunmehr 10 Jahren im Duo musikalische Grenzen improvisatorisch ausloten. So auch in ihrer aktuellen CD mit einem abenteuerlichen Programm, das sich vom 14. Jahrhundert über Barock, Klassik, Bebop, Cooljazz, Monk bis hin zu Olivier Messiaen erstreckt. Fazit: ehrgeizig, originell, lustvoll, frech….und so verblüffend gekonnt wie wohltuend unprätentiös. Das Duo bleibt in Europa noch zu entdecken. Ihre aktuelle CD "Janus" ist wärmstens empfohlen!
    How Long Is Now?

    How Long Is Now? (CD)

    2 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    28.03.2017
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    2 von 5

    Easy-Listening Jazz

    Wer auf der Suche nach Backgroundjazz auf instrumentaltechnisch virtuosem Niveau ist, wird vom finnischen Pianisten Iiro Rantala bestens bedient. Der bekennende „Hansdampf in allen musikalischen Gassen“ serviert mit seinem hochkarätig besetzten Trio ein unterhaltsames und wohl auch mehrheitsfähiges 13-gängiges Menu mit stilistisch unterschiedlichsten Beilagen, darunter finnischen Tango im BeBop-Outfit, eine Prise Jimi Hendrix (Little Wing), Calypso, verdünnten, sirupgetränkten Keith-Jarrett-Gospel-Groove, die Vergewaltigung(!) einer Kyrie von J. S. Bach, und dazu, und leider, leider auch noch absolut überflüssige ärgerlich-brave Liedchen auf Kinderzimmerniveau. Kurz: Ein Blendwerk an Mainstreamjazz ohne Ecken und Kanten und mit (zu) wenig Tiefgang. Schade…und ärgerlich! Aber dies ist, je nach musikalischer Präferenz, natürlich durchaus Ansichtssache.
    Lineage

    Lineage (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    12.03.2017
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Ein Pianotrio auf neuen Wegen

    „Never change a winning team!“. Das Diktum aus dem Sport-Vokabular gilt auch für erfolgreiche Jazzformationen wie das „Dave Brubeck Quartet“, das „Modern Jazz Quartet“ und, aktuell, das seit 10 Jahren in unveränderter Besetzung aktive Trio des jungen deutschen Pianisten Pablo Held mit Robert Landfermann (Bass) und Jonas Burgwinkel (Drums). Wer harmonisch und konzeptionell ausgetüftelte Triomusik mag, wird mit den acht Tracks von „Lineage“ reich beschenkt, mit anspruchsvollem Interaktionsjazz auf höchstem Niveau! Zweifellos DAS europäische Spitzentrio! Eine unverzichtbare, wärmstens empfohlene Einspielung für alle Liebhaber von austarierter, innovativer und kompromissloser Pianotriomusik!
    Steelonious

    Steelonious (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    01.03.2017
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Thelonious Monk's Country Music Dreams

    Die verbreitete Praxis, sich mit fremden Federn zu schmücken, im Jazz als Tribut-CD an anerkannte Künstler zur Promotion des Egos meist eher mittelprächtig talentierter Musiker aktenkundig, ist eine umstrittene Unsitte zur Selbstpromotion. Die Resultate sind meist zum Vergessen. Doch es gibt löbliche Ausnahmen. Die Tribut-CD des bis anhin in der Jazzszene völlig unbekannten Lap Steel Gitarristen Mike Neer an den grossen Bebop Exzentriker Thelonious Monk ist so umwerfend skurril, komisch-schräg, doch respekt- und liebevoll, dass sich selbst Monk ob seiner posthumen Translokation vom Jazzgrab in den Himmel der Countrymusic freuen würde.
    Volume I

    Volume I (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    26.02.2017
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    4 von 5

    From Canada with Swing

    Dem jungen kanadischen Ausnahmepianisten Stu Harrison ist eine brillante musikalische Karriere so gut wie sicher! Mit einer makellosen Technik, stilistisch in der Nachfolge der beiden kanadischen Pianogiganten Oscar Peterson und Oliver Jones, überrascht das Trio mit zehn originell, phantasievoll und sehr swingend arrangierten Jazzstandards (Body and Soul, Manteca, My Romance, In Your own Sweet Way, Nature Boy, u.a.). Mit dabei auf „Volume 1“ DAS kanadische Rhythmus-Team mit den beiden Weltklassestars Neil Swainson (Bass) und Terry Clarke (Drums). Mainstreamjazz mit einem hervorragenden Pianotrio von dem hoffentlich auch in Zukunft zu hören sen wird. Wärmstens empfohlen!
    At This Time

    At This Time (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    10.02.2017
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Steve Kuhns Haustrio

    Eine gut ausbalancierte, klassische Trio-CD mit einer seit Jahren bestens eingespielten Formation. Kenner von Kuhns musikalischer Vita werden bedauern, dass der Maestro nach seinen wilden Jugendjahren zu einem quasi braven Mainstreamer regrediert, resp. verblasst(?) ist (Kuhn war immerhin der Vorgänger von McCoy Tyner im legendären Quartett von John Coltrane). Doch Kuhns jugendlichen Ausbrüche (mit Clustern in der Nachfolge von Cecil Taylor) lassen sich, leider, heutzutage nurmehr schlecht verkaufen. Nichts gegen Steve Swallow, doch m.E. passt der allzu fette Sound seines E-Basses einfach nicht so recht in dieses klassische Pianotrio. Positiv zu werten ist jedoch das pfiffige Repertoire mit einigen selten gespielten Standards und Originals. Und punkto pianistischer Anschlagkultur bleibt Kuhn eine Klasse für sich. Kurz: Eine wärmstens empfohlene Einspielung mit drei meisterhaften Könnern.
    Rising Grace

    Rising Grace (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    09.02.2017
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Kammerjazz mit einer Supergroup

    Der hervorragende Gitarrist Wolfgang Muthspiel ist in der Jazzcommunity seit Jahren bestens vernetzt. Und mit dem Pianisten Brad Mehldau, Larry Grenadier (Bass), Brian Blade (Drums) und dem jungen Trompeter Ambrose Akinmusire hat sich Muthspiel vier veritable Superstars der aktuellen Szene in sein Quintett geholt, dessen Gruppensound, geprägt von der Interaktion der 3 Instrumente Gitarre, Trompete und Piano, entfernt an Bill Evans’ wegweisende „Interplay“-Quintett-Sessions der 60er-Jahre erinnert (im Evans-Quintett damals u.a. Freddie Hubbard und Jim Hall). Doch Muthspiels lyrisch-klanglicher Ansatz ist durchwegs eigenständig und absolut unverwechselbar auf seinem eigenen Mist gewachsen. Der CD-Titel und der erste Song erinnern, wohl ganz absichtlich, an den oft gespielten Song "Falling Grace" von Steve Swallow. Diese frühe und harmonisch überaus raffinierte Komposition des Bassisten war übrigens eine Hommage an Bill Evans' berühmte Komposition "Blue in Green", welche Miles Davis so sehr liebte, dass er sich (zu Evans' lebenslangem Aerger) fortan mit fremden Federn schmückte und sich als alleiniger Komponist dieses Titels ausgab. Für Davis' leider, und horribile dictu, "common practice".
    20th And 30th Anniversary

    20th And 30th Anniversary (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    09.02.2017
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Dizzy Gillespie in seinem 2. musikalischen Frühling

    Für Bigband-Fans ist diese 1968er-Edition von Dizzy Gillespies "Reunion Big Band" unverzichtbar. Besetzt mit hervorragenden und mit allen Wassern des Jazzbusiness besetzten Orchstermusikern der 1. Garde, Gillespie-Habitués (James Moody, Curtis Fuller, Sahib Shihab, Cecil Payne, Mike Longo, Candis Finch) und Jungstars (Jimmy Owens, Dizzy Reece, Paul West) agiert das von Gil Fuller zusammengesteltte 16-köpfige Ensemble mit unglaublicher Akuratesse, Präzision und einer überbordenden, entfesselten Energie. In Gillespies eigenen Worten war dies seine beste Bigband seit 1948. Wie recht er hatte! Grossartig, ja umwerfend....und dies auch noch nach beinahe 50 Jahren seit dem legendären Berliner Festivalmitschnitt vom 7. November 1968! Für Jazzaficionados bestimmt die beste Erinnerung an das politisch legendäre Jahr 1968.
    Zenith

    Zenith (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    05.02.2017
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Aktueller Jazz auf künstlerisch höchstem Niveau

    "Wenn es Kunst ist, ist es nicht für alle, und wenn es für alle ist, ist es keine Kunst.“ Dieses berühmte Diktum des Komponisten Arnold Schönberg gilt auch für die Musik des Jazz-Pianisten Marc Copland. Mit anderen Worten: Die Musik von Copland und seinem mit Weltklasse-Jazzern aus der New York-Szene besetztem Quartett ist anspruchsvoller aktueller Postbop, der vom Hörer einiges an Aufmerksamkeit, an Konzentration und an Hingabe verlangt! Copland, Bassist Drew Gress und Drummer Joey Baron, den ECM-Aficionados als John Abercrombies Begleittrio seit Jahren geläufig, sind bestens aufeinander eingespielt. Und Trompeter Ralph Alessi integriert sich nahtlos und absolut empathisch in das Konzept von Coplands Ansatz. Von den 6 gespielten Kompositionen stammen deren vier vom Leader, "Mystery Song" ist ein unbekannter Song von Ellington aus dem Jahre 1931, und das suitenartige "Air we've never breathed" ist eine dreiteilige Kollektivimprovisation von vier "Kindred Spirits". Die CD erschien als Startedition auf Coplands eigenem Label "InnerVoice Jazz" und wurde auch von ihm in eigener Regie produziert: Aktueller Jazz auf dem künstlerischen Zenith von vier Ausnahmekönnern! Fazit: Eine absolut empfehlenswerte Einspielung, und ergo....wärmstens empfohlen!
    1201 bis 1225 von 1544 Rezensionen
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