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    Villefranche

    Aktiv seit: 07. Juni 2011
    "Hilfreich"-Bewertungen: 2
    2 Rezensionen
    Klavierwerke

    Klavierwerke (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    11.01.2015
    Booklet:
    4 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    3 von 5

    Funkelnd, klug, aber unprätentiös und klangschön erzählte Musik

    Ich kenne von Piemontesi die Schumann-Sonaten und habe damals gedacht: wie kann jemand in dem Alter so locker überzeugend spielen? Nicht verkopft, kein Originalitätskrampf, nicht überbetont im Sinne von "schaut her, ein neues Detail", die Gesten natürlich intensiv. Virtuos ohnehin, auch ein sehr schöner Klavierklang, aber das bieten auch andere Interpreten (manche bis hin zur Ziellosigkeit). Der Musik aber wie einer vielfach schattierten, suchenden und doch schlüssigen Erzählung folgen zu können, das hatte ich bei den Schumann-Sonaten noch nicht.

    Nach dem Erlebnis war die Mozart-CD dann ein Déjà-vu, auch wenn Mozart auf Anhieb vielleicht so klingt, als sei er leichter zu verstehen. Die Stücke findet man auch auf anderen Platten, aber diese Aufnahme sollte man sich trotzdem leisten. Die d-moll-Fantasie finde ich unheimlich spannend gespielt, nicht etwa über exaltierte, sondern teils winzige Verzögerungen, die Feinheiten, die Mozart so schwer zu spielen machen, aber auch so zum Erlebnis werden lassen können - und zwar in den deklamatorischen Momenten wie auch bei einfachen Begleitfiguren. Trotzdem macht Piemontesi nicht aus den Feinheiten das Zentrum oder eine Methode als Selbstzweck, die Details kommen sehr natürlich durch.

    Auch an anderen Stellen empfinde ich dieses Ausgewogene und trotzdem Charaktervolle dieser Darstellung gerade in der linken Hand. Immer wieder hört man hier, was da eigentlich passiert, aber nicht mit Ausrufezeichen, sondern den musikalischen Fluss eingebunden. Ein Beispiel ist das Andante von Dürnitz-Sonate, die ich wenig kenne und bisher nie so überzeugend fand, aber hier muss man einfach hinhören. Es ist wie eine Erzählung bzw. ein Gespräch, dem man lauscht, ohne überhaupt das Bedürfnis zu haben, mitzureden. Auch im dritten Satz ist das unabhängige Zusammenspielen der Hände großartig.

    Das Rondo D-Dur ist vorbildlich gespielt, ähnlich wie die vorigen Stücke, aber es ist das einzige Stück, wo die Interpretation mich nicht richtig fesselt. Das Rondo in a-moll dagegen finde ich großartig gelungen, die Gesten ausdrucksstärker, nicht romantisiert, geschmackvoll - und, wie alles zuvor, perfekt austariert, aber ohne Langeweile oder Perfektionismus.

    Bei der Sonate in F-Dur ist mir zum ersten Mal passiert, dass ich nach der ersten Phrase richtig wissen wollte, wie es denn weitergeht. Hinter dem dezent funkelnden Fingerwerk bleibt das Strukturelle des Satzes die ganze Zeit präsent - nicht dass ich die Architektur wirklich überblicke, aber ich höre den ganzen Satz durch und ohne großen Hinweis, wie die Teile zusammengehören. Das Andante müsste so gespielt ein Leckerbissen für einen Ballettchoreographen sein, so schön könnte man den Dialog der Stimmen in Bewegungen zweier Menschen übersetzen.

    Seit ich sie habe, habe ich die Aufnahme sicher 15 mal gehört. Sie lässt mich immer noch hinhören. Bleibt zu hoffen, dass Naive die Produktion mit Piemontesi fortsetzt. Nicht "möglichst bald", sondern vor allem auf gleichem Niveau, darauf warte ich gerne länger.
    Dante-Sonate

    Dante-Sonate (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    07.06.2011
    Booklet:
    3 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    3 von 5

    intensiver, brennender Liszt, aber ohne Kitsch

    Ich kenne von Collard bisher nur die grandiosen Rachmaninoff-Soloaufnahmen (mit einer fast neurotisch vibrierenden 2. Sonate). Seine Liszt-Platte, gerade die Sonate überzeugt mich genauso, auch wenn das Repertoire bekannt ist und viele gute Aufnahmen existieren (mein Favorit: Korstick, vor Zimerman, Argerich & Co).

    Den Eindruck zu beschreiben, finde ich nicht ganz einfach. Ein eher leichter, ziemlich trockener, schlanker Klavierklang, der statt seiner die Musik in den Vordergrund stellt und diese so transparent macht, dass einem klar wird, wie viele Themenbezüge, Verflechtungen da sind. Für Liszt, gerade bei der Sonate, finde ich das - auch wenn sich damit das Grandiose nicht so als Klangfülle widerspiegelt wie z.B. bei Gilels, sondern eher als Struktur, als überragendes Gerüst - sehr passend und wohltuend. So in etwa (nur natürlich wärmer) stelle ich es mir vor, wenn endlich mal jemand eine gute Aufnahme auf einem zeitgenössischen Klavier machen würde, so wie neuerdings die Brahmssonaten von Rittner etc.

    Man hört also sehr viel, was da alles drin ist. Die rasanten Passagen, auch die Oktaven, sind beeindruckend klar - aber zugleich bzw. im Verhältnis dazu erstaunlich soghaft und mitreißend gespielt. Überhaupt finde ich das Spiel emotional ziemlich packend. Es ist in meinen Ohren nicht 'romantisch', die langsamen Passagen werden z.B. nicht süß, sondern sogar ziemlich herb, aber umso intensiver. Ich konnte mich jedenfalls nicht zurücklehnen, sondern musste hinhören, mich nach vorne beugen. Als Metapher für die ganze Aufnahme fällt mir am ehesten Feuer ein - mal lodernd, flackernd, mal aber auch verzehrend, brennend (ich vermeide 'feurig', das kriegt ja im Moment jede/r covertaugliche Nachwuchspianist/in attestiert). Wenn Horowitz' spätere Aufnahme ein Gewitter ist, Gilels' ein Monument und Berezovskys ein rasanter, aber distanzierter Gleitflug über der Sonate, stellt Collard einen Brandherd vor.

    Nebenbei eine klangliche Parallele zu Horowitz: an manchen Stellen kommt die Intensität auch daher, dass man das Holz das Flügels zu hören glaubt, weil der Ton so 'bohrt'. Horowitz macht ja manchmal den Eindruck, seine Finger würden durch die Taste direkt die Saite erreichen und sie deshalb so anhaltend vibrieren lassen. Bei Collard höre ich das manchmal ähnlich, nur dass der Ton nicht so 'durchkracht' wie bei Horowitz im ff. Insofern klingt es flacher auf der Tastatur gespielt, quecksilbrig, vielleicht bezeichnet man das als französisch.

    Zu den Sonetten kann ich nicht viel sagen, mir fehlt der Vergleich, und als Stücke sind sie zwar teilweise eine Art komprimierter Liszt, aber eben kein vollständiger, mir fehlt das dämonische. Die Dante-Sonate gefällt ebenfalls sehr gut, ich würde sie ähnlich wie die h-moll-Sonate beschreiben.

    Also: insgesamt vielleicht nicht 'die' Aufnahme, vielleicht auch nicht als Einstieg, aber als besondere, sehr intensive Interpretation eine tolle Ergänzung. In jedem Fall das Geld mehrfach wert!

    Wer es klanglich etwas voller mag: über einen Kopfhörer mit kräftigerem Bass klingt die Aufnahme gut genug und vor allem in ihrer Trockenheit nicht so nach süffigem standard-Steinway wie bei Hamelin (den ich sehr gerne höre!) etc.
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