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Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.

12 Rezensionen

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Elsa Dreisig - Invocation Elsa Dreisig - Invocation (CD)
4 von 5 Sterne
Booklet:
3 von 5
Gesamteindruck:
4 von 5
Klang:
5 von 5
Künstlerische Qualität:
4 von 5
Repertoirewert:
4 von 5

Elsa Dreisig - Invocation

Eine Reise durch den Gemischtwarenladen.
Es fängt an mit Musik aus Tschechien. Als erstes das „Lied an den Mond“ aus „Rusalka“. Elsa Dreisig intoniert sicher. Das „Orchestra dell‘Opera Carlo Felice Genova“ spielt allerdings ein wenig offensiv, der Beckenschlag am Ende ist fast immer maximal mezzoforte, hier wirkt er zu prominent.
Dass Elsa Dreisig sich Janáčeks „Jenufa“ angenommen hat, ist ein großer Verdienst, denn Janáčeks Musik erklingt einfach zu viel selten.
Bei „O Mio Babbino Caro“ weiß Massimo Zanetti wohl nicht um die Oper. Die „Niente-Rufe“ des Schicchi sind viel zu schnell. Dreisigs Stimme ist der Partie ein wenig entwachsen. Man nimmt ihr leider nicht mehr das sehr junge Mädchen ab. Das Album wechselt sehr schnell mit den Themen. Auf einmal gibt es Verdi und ein Gebet. Das „La vergine degli angeli“. Man hätte das besser vor dem „Ave Maria“ aus „Otello“ stellen können. Der Männerchor der „Opera Carlo Felice Genova“ hat jetzt seinen Auftritt. Das wirkt auch ein wenig hektisch und stellenweise zu sehr auf dem Effekt hinaus. Eine Stelle der Abkühlung und des Innehalten ist da die Einleitung zu „Casta Diva“. Der gesamte Chor kann auch ein Piano singen. Elsa Dreisig wird aber nicht Maria Callas den Rang streitig machen. Maria Callas hat diese Rolle gespürt und gelebt. Bei Elsa Dreisig klingt es zu sehr gewollt.
Nachdem der Hörer ein wenig italienisch lauschen durfte, wird es jetzt französisch. Gounods „Mireille“. Wandelbar ist Elsa Dreisig, aber das Springen wird schnell anstrengend, da die Pausen zwischen den Werken auch gering sind und das Atmen zwischendurch fehlt. Da hilft nur die Stopptaste, um das eine zu verarbeiten. Das Orchester ist hier der richtige Begleiter und die Musik von Gounod verdient es auch öfter gespielt zu werden.
Nordisch wird es mit der norwegischen Schauspielmusik zu „Peer Gynt“. Das „Solveig‘s Lied“ erklingt, welches sehr gut zu Elsa Dreisigs Stimme passt. Die Tempowahl ist allerdings ein wenig zu hinterfragen. Auf einmal ist da eine sehr lange Generalpause und die folgt noch zweimal mehr im Laufe des Stücks.
Dass die Aufnahme von 2024 ist, merkt man bei dem Auszug aus der dänischen Oper „Drot og Marsk“. Elsa Dreisig sang die kurze Arie im Adventskonzert der Staatskapelle Dresden 2025.
Dass ein Lied von Amy Beach erklingt, ist sehr lobenswert. Dass es sich dabei um Beach Op.21 handelt und dass nur von „Extase“ eine Orchesterfassung existiert, sagt leider das Booklet nicht.
Es gibt eine Weltersteinspielung aus der Oper „Anna di Resburgo“ von Carolina Uccelli. Im September 2024 hat es eine Aufführung der Oper gegeben. Der Auszug zeigt auf jeden Fall, dass die Musik hörenswert ist. Rossini ist der nächste Komponist in diesem Reigen. Auch da ist die Harfe wieder prominent im Einsatz. Wird sie doch auf manch einen Sängerrezital mit Orchester stiefmütterlich behandelt, hat hier der Spieler oder die Spielerin sehr viele Noten zu spielen gehabt.
Elsa Dreisig singt einen Auszug aus „Tannhäuser“. Die Musiksprache ändert sich schlagartig. Richard Wagner hat das Orchester, obwohl es nicht im Tutti spielt, sehr dicht komponiert. Die Textverständlichkeit ist hoch.
Es folgt ein weiterer großer Beitrag der französischen Oper. Der Beitrag aus „Sapho“ ist eher für den Mezzosopran. Auch da wieder, das Orchester präsentiert, was es kann.
Aus Bizets Kantate „Clovis et Clotilde“ erklingt ein Auszug. Die Kantate ist nahezu in Vergessenheit geraten und wird selten bis gar nicht in den deutschsprachigen Ländern aufgeführt.
Es folgt das berühmte, beliebte „Vissi d‘arte“, welches selbst mittelmäßig gesungen seine Wirkung nicht verliert, da Puccini das Werk so farbintensiv komponierte. Elsa Dreisigs Stimme passt für das Werk und man nimmt ihr die Tosca ab, die bei ihr etwas zerbrechlicher sein darf.
Das „Ave Maria“ aus „Otello“ folgt. Eine Kritik, man hätte ja auch die gesamte Szene einspielen können. Sie ist zwar eine Viertelstunde lang, aber dem Album wäre das zugänglicher gewesen. Die unterschiedlichsten Stilrichtungen, die unterschiedlichsten Orchesterbesetzungen in 80 Minuten, sind auf Dauer schwer zu folgen und der immer gleiche Ton, das lyrische, nachdenkliche wird schnell eintönig. Andere Rezitale, die ebenfalls viele Komponisten einfangen, die sind cleverer gestaltet. Da gibt es denn auch mal etwas aus „Candide“ oder „Porgy and Bess“ oder aus „Falstaff“.
Einen Bruch hat die CD allerdings, das letzte Werk kommt aus der komischen Oper „Martha“. Das „irische Lied“ ist allerdings romantisch statt komisch, aber trotzdem ist es neben „Mireille“ das heiterste Werk der CD.
Elsa Dreisig hat gezeigt, dass sie viele Facetten ihres Berufs kann und sogar richtige gute Leistungen bringt. Leider ist das Programm zu voll, zu unterschiedlich. Aber in allem eine Kaufempfehlung und man wird sehen, wie sich die Karriere nach der Mutterschaftspause entwickeln wird.
Symphonie Nr.8 (SHM-SACD) Symphonie Nr.8 (SHM-SACD) (SACD)
5 von 5 Sterne
Booklet:
5 von 5
Gesamteindruck:
5 von 5
Klang:
4 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

Hervorragend…

…aber, um es kurz zu machen:
Die LIVE Aufnahme Bruckner 8 aus dem Lübecker Dom mit Wand und dem sagenhaften NDR Sinfonieorchester Hamburg ist einfach unschlagbar und weder davor noch danach jemals wieder erreicht worden.
Matthäus-Passion BWV 244 Matthäus-Passion BWV 244 (CD)
5 von 5 Sterne
Booklet:
4 von 5
Gesamteindruck:
5 von 5
Klang:
5 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

Überraschend, sehr angenehm und hervorragende Klangqualität

Ich besitze etwa zehn Aufnahmen der Matthäus-Passion (Koopman, Suzuki, La Petite Bande, NL Bach Verein etc.). Diese hier sticht hinsichtlich Interpretation, Musikalität und Klangqualität (DVD Audio) besonders hervor.
Orgelwerke Orgelwerke (CD)
2 von 5 Sterne
Booklet:
3 von 5
Gesamteindruck:
2 von 5
Klang:
1 von 5
Künstlerische Qualität:
3 von 5
Repertoirewert:
3 von 5

Schade

Bin zwar ein großer Verehrer von Olivier Latry, aber diese Aufnahme ist leider enttäuschend! Die Orgel klingt - aufnahmetechnisch bedingt? - überhaupt nicht schön. Das Spiel ist außerdem wenig ambitioniert, nicht so wie man es sonst von dem Künstler gewöhnt ist.
Alexander Malofeev - Forgotten Melodies Alexander Malofeev - Forgotten Melodies (CD)
1 von 5 Sterne
Gesamteindruck:
1 von 5
Klang:
1 von 5

Grauenhaft

Um dem ganzen noch mehr Gewicht und Präsenz zu geben, gebe auch ich hier aus statistischen Gründen meine gleiche Meinung ab: diese Aufnahmen sind nicht hörbar, zu sehr stört das permanente (!) und zu sehr hörbare Pedalgeräusch den Musikgenuss. Man hört irgendwann nur noch "Pedal". Das kann doch wohl nicht wahr sein! Warum hört man dann das, was man nicht hören soll? Welcher Toningenieur lässt das durchgehen?
Ich höre Klassik oft über Kopfhörer, ja, aber das ist keine "Entschuldigung", denn bei anderen Aufnahmen großer Interpreten, ruhiger Musik und ausgezeichneter Labels höre ich auch .....NICHTS! Klar, mal ein Pedal hier und da, oder ein anderes Nebengeräusch, das lässt sich nicht 100% verhindern, wenn man "nah" dran sein will. Aber was HIER abgeht, geht auf keine Kuhhaut!
Es gibt allerdings noch eine andere Möglichkeit, die nichts mit dem Toningenieur zu tun hat: der Pianist kann nicht anders als das Pedal zu trampeln. Gibt ja auch Künstler, die müssen doch glatt dauernd hörbar atmen. Oder mitsummen.
Wie dem auch sei: keine Kaufempfehlung! Was tragisch anmutet, denn das Programm gefällt mir explizit gut auf den beiden CDs.
Antigono Antigono (CD)
4 von 5 Sterne
Booklet:
5 von 5
Gesamteindruck:
4 von 5
Klang:
4 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
4 von 5

(vor)klassische Oper auf höchstem Niveau...

bietet diese Oper. Die Kurzbeschreibung ist absolut passend. Die mit eingängigen und farbig orchestrierten Melodien komponierten Arien leuchten die Affekte und Emotionen tatsächlich aus. Im Vergleich dazu wirken die Rezitative wirklich trocken und beinahe aus der Zeit gefallen.
Sängerensemble, Orchester und Dirigat lassen nichts zu wünschen übrig.
Passionen, Weihnachtsoratorium, h-moll-Messe, Magnificat Passionen, Weihnachtsoratorium, h-moll-Messe, Magnificat (CD)
5 von 5 Sterne
Booklet:
3 von 5
Gesamteindruck:
5 von 5
Klang:
5 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
4 von 5

Herausragend

Besondere Interpretionen der herrlichen Niederländischen Bach-Vereinigung. Mit fantastischen Solisten, Barockorchester und kleinem Chor sind die Passionen ruhig und vergeistigt, Weihnachtsoratorium und Magnificat lebendig und farbenreich.Herausragend!
Der letzte Walzer Der letzte Walzer (CD)
2 von 5 Sterne
Booklet:
4 von 5
Gesamteindruck:
2 von 5
Klang:
1 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

Schöne Aufnahme - miserabele Klangqualität

Eine hervorragende Operette von Oscar Straus in einer exzellenten Besetzung unter dem Experten Franz Marszalek.
Dennoch kann ich diese Aufnahme nicht empfehlen, weil die Klangqualität (vor allem der zweiten CD) furchtbar ist. Bei Cantus Classics ist das viel besser gelungen.
Vienna Philharmonic - The Exklusive Subscription Concert Series 4 Vienna Philharmonic - The Exklusive Subscription Concert Series 4 (BR)
3 von 5 Sterne
Bild:
4 von 5
Booklet:
2 von 5
Gesamteindruck:
3 von 5
Klang:
4 von 5
Künstlerische Qualität:
4 von 5
Repertoirewert:
3 von 5

Mahlers 7. Sinfonie

Andris Nelsons dirigiert die Wiener Philharmoniker im Januar 2023. Es gab die „7. Sinfonie“ von Gustav Mahler. Ein Werk, welches früher einmal nur in Zyklen aufgeführt wurde und nicht so wirklich geliebt wurde. Doch die Zeit hat sich verändert. In Berlin hat Rattle und auch in jüngster Zeit Petrenko das Werk zu der Saisoneröffnung auf das Programm gesetzt.
Hier also die Wiener Philharmoniker.
Zu allererst, die Wiener Philharmoniker sind durchsetzt mit Gästen. Zum Teil sind auch Bühnenmusiker*innen der Wiener Staatsoper zu finden. Das führt dann dazu, dass im Orchester mehr Frauen zu finden sind, als im Neujahrskonzert oder in den Sommernachtskonzerten.
Dann eine kleine Sache. Die Aufführung rechtfertigt nicht den Preis von 30€. Andris Nelsons dirigiert das Werk eher brav und in langsamen bzw. zerdehnten Tempi. Auch wenn er die Lautstärke oftmals auskostet, fehlt doch noch ein wenig der doppelte Boden, der mit etwas mehr Tempo auch greifbarer geworden wäre. Das Herdengeläut (Kuhglocken) ist groß besetzt und sie tönen extremer als in manch anderer Aufführung. Die Holzbläser zeigen sich von ihrer besten Seite. Das Blech auch, bis am Anfang des fünften Satzes, da sind die Trompeten ein wenig asynchron. Man fragt sich, ob man die Tonspur nicht korrigieren konnte. Normalerweise werden doch mehrere Vorstellungen (plus Generalprobe) aufgezeichnet. Dafür, dass das Konzert drei Jahre nicht veröffentlicht worden ist, ist das ein wenig ärgerlich. Das Tenorhornsolo im ersten Satz gelingt einwandfrei. Im vierten Satz sind die Harfen, die Gitarre und die Mandoline besonders in Szene gesetzt und man hört die Absicht Mahlers. Der letzte Satz ist für die Schlagwerker, da sie ihre Fähigkeiten dort besonders zeigen können und da bleiben keine Wünsche offen. Nelsons gemütliche Art des Musizieren war auch im Sommernachtskonzert 2022 zu hören und sehen, 2024 im Sommernachtskonzert jedoch nicht. Dort zeigte sich Nelsons von seiner schnelleren Seite, die wie gesagt, auch der Mahler Sinfonie zu Gute gekommen wäre. Dass die hohen Stimmführer des Blechs der Wiener Philharmoniker verdoppelt werden, ist hinlänglich bekannt. Es ist bei den Hörnern auch anderswo zu finden. Jüngst las man von einem jungen Dirigenten, der an das Klangideal der vergangenen Zeit anknüpfen will, sprich mit vierfachen Holz auch schon bei Beethoven arbeitet. Karajan hat Mahler nicht oft dirigiert. Mahler zu verdoppelten macht auch wenig Sinn, da das Orchester sowieso schon riesig besetzt ist und würde im Goldenen Musiksaal in Wien nicht funktionieren. In dieser Aufnahme kommt die Bühne an ihre platzbedingten Grenzen und im Saal selbst wird es ohrenbetäubend laut gewesen sein. Es gibt bessere Aufnahmen der „7. Sinfonie“ von Mahler. Trotzdem: Es sind die Wiener Philharmoniker und die musikalische Güte ist sehr sehr hoch.
Anne-Sophie Mutter - ASM Forte Forward "East meets West" Anne-Sophie Mutter - ASM Forte Forward "East meets West" (CD)
5 von 5 Sterne
Booklet:
5 von 5
Gesamteindruck:
5 von 5
Klang:
5 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

Willkommen in der Moderne, Anna Sophie Mutter

Die Einfach CD ist klanglich "WOW", wie sich ein Mit-Renzensent ebenfalls ausgedrückt hat. Dynamik ist gut (einige der üblich Verdächtigen Pressungen sind hier über), aber bei Räumlichkeit, Klangfarben, Direktheit
ist das Ganze richtig, richtig gut. Aber nicht nur der Klang ist wow, auch die Ausstattung und Gestaltung zeigt, dass auch "normale" Produkte Höchstleistungen bieten können. Nun zur Musik: Hier ist ein Doppel "WOW" fällig. Bombastisch, großartig, aber auf jeden Fall außergewöhnlich. Nie hätte ich es für möglich gehalten, dass Frau Mutter mit ihrem warmen Ton die Moderne bewältigen würde. Tut sie aber. Und wie. Nun favorisiere ich 3 Geigerinnen der heutigen Zeit: Frau Mutter, Frau Hilary Hahn und Frau Duenas in der "spielenden Mitte". Aber hier hat Anne Sophie Mutter bewiesen, das man auch mit einem warmen, eleganten Anstrich die Moderne bewältigen kann.
Für jeden der die Moderne mag, unbedingt zu Empfehlen. Für alle Anderen gilt: Vorher Reinhören.

Ein Kommentar

Moderne, wow?

Offenbar haben Sie die Berg-Lutoslawski-Rihm -Aufnahmen der Frau Mutter, zugegeben etwas älter, noch nicht kennengelernt, weniger 'bombastisch' und nicht weniger profund modern. gmr.
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