Rezensionsübersicht

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10 Rezensionen

Nareh Arghamanyan - Frühlingsrauschen Nareh Arghamanyan - Frühlingsrauschen (CD)
5 von 5 Sterne
Booklet:
5 von 5
Gesamteindruck:
5 von 5
Klang:
5 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

Echter Wurf, tolles Album

Super Album! Musik pur, überhaupt keine Eitelkeit, einfach wahnsinnig gut gespielt und toll aufgenommen. Der „Liebeswalzer“ von Moszkowski ist der Hammer. Die Frühlings-Suite von Josef Suk hab ich so nicht gekannt, und die Transkriptionen von Schubert Liedern sind mit einer Tiefe dargebotenen, dass es so richtig betroffen macht. Mit Mel Bonis „Gai printemps“ als Antidot. Chapeau bas!
Antal Dorati - The Complete Haydn Decca Recordings Antal Dorati - The Complete Haydn Decca Recordings (CD)
4 von 5 Sterne
Booklet:
1 von 5
Gesamteindruck:
3 von 5
Klang:
5 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

So gut klangen die Dorati-Aufnahmen noch nie

Immer noch die beste Gesamtaufnahme der Haydn-Sinfonien. Das neue Remastering ist sehr gelungen (klarer / kein Rauschen mehr bei den Mittleren Sinfonien).
Leider kein deutsches Booklet.
Die Verpackung ist sehr schön mit den Original-Covern, aber die CDs kann man sehr schlecht entnehmen. Der Karton ist so eng geschnitten, dass man fast eine Zange braucht um die CD raus zu bekommen.
Symphonien Nr.3 & 8 Symphonien Nr.3 & 8 (SACD)
5 von 5 Sterne
Booklet:
3 von 5
Gesamteindruck:
5 von 5
Klang:
5 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
4 von 5

Hervorragend

Petterssons Achte (1968/69) zählt zu seinen besten und bekanntesten Werken und wurde mindestens fünfmal eingespielt. Sergiu Commissiona nahm 1980 die erste Aufnahme mit dem Baltimore Symphony Orchestra für die Deutsche Grammophon auf (bitte demnächst auf CD!), während Orfeo eine Aufnahme mit Gerd Albrecht und den Hamburger Philharmonikern veröffentlichte. Lindberg verfolgt bei beiden, ebenso wie Thomas Sanderling (cpo), einen deutlich anderen Ansatz und spielt insgesamt fünf bis sechs Minuten kürzer. Seine neue Interpretation ist noch straffer als Segerstams noch erhältliche Version, die ebenfalls mit dem hervorragenden Norrköping Sinfonie aufgenommen wurde und nun noch stärker auf Petterssons obsessiv-eindringliche Tonsprache abgestimmt ist, was sich deutlich bemerkbar macht. Die vier Sätze von Nr. 3 (1954/55) bilden ebenfalls zwei ununterbrochene musikalische Abschnitte, da die Sätze 2–4 ohne Pause gespielt werden. Insgesamt ist die Komposition weniger konsequent gelungen als die von Nr. 8, einem Experiment mit äußerlich konventioneller Form, das Pettersson nicht weiterentwickelte.
Ich rate davon ab, diese beiden Sinfonien gleichzeitig zu hören. Das würde nur zu Fatalismus und Depression führen. Lichtblicke sind in diesen monumentalen Werken fast nicht vorhanden. Falls Sie dennoch mit Pettersson beginnen möchten, empfehle ich die Siebte Sinfonie. Sie endet mit einem lyrischen Schwanengesang von etwa 30 Minuten, gespielt durch eine scheinbar endlose Streichermelodie.
Wenn Lindberg die 10. und 11. Sinfonie aufnimmt, wird er nach 16 Jahren sein Ziel erreichen, sämtliche sinfonischen Werke Petterssons aufzunehmen.
Booklet: Standard, okay. Die Begleittexte von BIS waren teilweise ausführlicher und gingen tiefer ins Detail. Aufnahme: Modernste Technik.
Ich finde die neue Art der SACd-Verpackung wertlos. Die CD und das dazugehörige Booklet sind in ein LP-ähnliches Papier gepresst. Die SACd befindet sich in einer Papierhülle, die sich nur schwer von der Disc entfernen lässt. Ich habe alle anderen Ausgaben der Pettersson-Reihe. Die meisten in einer Standard-CD-Verpackung. Dieser Papierlappen lässt meine ganze CD-Reihe umfallen. Warum diese Änderung? Nehmen Sie ein Beispiel dafür, wie das NEOS-Label sein Produkt verpackt. Ein bisschen Plastik und eine schöne dreiteilige Schachtel.
Orchesterwerke "music for orchestra" Orchesterwerke "music for orchestra" (CD)
5 von 5 Sterne
Booklet:
5 von 5
Gesamteindruck:
5 von 5
Klang:
5 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

Musikalische Offenbarung

Eine begeisterte Empfehlung auf klassik.com (Kritik von Dr. Michael Loos) hat mich auf diese CD aufmerksam und neugierig gemacht - und ich wurde nicht enttäuscht. Ganz im Gegenteil! Als Laienkritiker begebe ich mich jetzt nicht auf musikwissenschaftliches Glatteis, kann aber eindeutig voll des Lobes festhalten: Die Orchesterwerke faszinieren und glänzen in einer Einmaligkeit, die ich lange in der zeitgenössischen Musikwelt vermisst habe. Das Dirigat von Jonathan Nott ist phantastisch und der äußerst anspruchsvollen Musik in jeder Hinsicht gewachsen, ebenso wie das Orchestre de la Suisse Romande. Aufnahmetechnik und Klang sind grandios, das umfangreiche und liebevoll gestaltete Booklet lässt keine Wünsche offen. 100% Weiterempfehlung für alle Menschen, die sich auf ein Hörabenteuer der besonderen Art einlassen wollen und moderne Klänge lieben. Wer diese Herausforderung wagt, wird hoffentlich begeistert und glücklich sagen können: Bitte mehr davon!
Lautenwerke Lautenwerke (CD)
4 von 5 Sterne
Booklet:
3 von 5
Gesamteindruck:
4 von 5
Klang:
3 von 5
Künstlerische Qualität:
4 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

Laute für stille Stunden

Werke für zwei Lauten sind nicht so ganz häufig, hier kann man diese eher stille Musik in erfreulich gelungener Aufnahme genießen!
Beatles Baroque II Beatles Baroque II (CD)
2 von 5 Sterne
Booklet:
1 von 5
Gesamteindruck:
2 von 5
Klang:
3 von 5
Künstlerische Qualität:
3 von 5
Repertoirewert:
1 von 5

nicht meins

Gelinde gesagt enttäuschen diese Arrangements: Weder der musikalische Einfallsreichtum der Beatles kommt zum Tragen, noch vermitteln die - jeder für sich namhaften Künstler - wirkliches Barockgefühl. Schade!
Die 18 Leipziger Kantaten Die 18 Leipziger Kantaten (CD)
5 von 5 Sterne
Booklet:
5 von 5
Gesamteindruck:
5 von 5
Klang:
5 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

Ein Schatz!

Johann Sebastian Bach war bei Weitem nicht der einzige Komponist, der Kantaten geschrieben hat. Und doch scheint der Thomaskantor irgendwie ein posthumes Monopol auf diesen Begriff zu haben: Hört man Kantate, denkt man sofort an Bach – und zwar an den Bach. Aber schon Volker Hagedorn, Musikjournalist und früher Bratschist bei Aufnahmen mit Cantus Cölln, hat in seiner 2016 erschienenen grandiosen Biografie der Sippschaft vor Johann Sebastian aufgezeigt, dass dessen Talent nicht vom Himmel und nur auf ihn fiel, sondern in der Familie lag. Und zu der gehörte auch Johann Ludwig Bach (1677-1731) – ein entfernter Cousin.

Dieser „Meininger Bach“, wie er wegen seines Postens als dortiger Hofkapellmeister auch genannt wird, hat ebenfalls großartige Musik geschrieben. Zumindest gilt das für die wenigen überlieferten Werke, darunter auch 22 Kantaten – zwanzig geistliche und zwei weltliche. Der Dirigentin, Cembalistin und Organistin Johanna Soller und ihrer cappella sollertia ist es zu verdanken, dass 18 dieser Werke nun beim Label Ricercar auf vier CDs erschienen sind: die „Leipziger Kantaten“.

Johann Sebastian – ob er seinem Cousin Johann Ludwig jemals persönlich begegnete ist, wie so vieles aus dessen Biografie, unklar – kannte und schätzte diese Musik offenbar derart, dass er sie an seiner Wirkungsstätte Leipzig im Jahr 1726 aufführte und dafür abschrieb. Einzig diesem Umstand ist ihr Erhalt zu verdanken. Zwar hatte Hermann Max bereits 1981 und 1993/1994 dieser Musik nachgespürt, doch nahm er nur einzelne Stücke auf: Nun sind die „Leipziger Kantaten“ erstmals komplett auf CD zu hören, davon elf als Weltersteinspielung.

Und wie groß ist der Hörgenuss exakt 300 Jahre nach ihrer Leipziger Aufführung! Mögen diese Kantaten auch etwas schlichter als die von Johann Sebastian gehalten sein, macht das Entdecken unfassbar große Freude, was nicht zuletzt an der inspirierten und frischen Art liegt, wie Johanna Soller und ihre cappella sollertia hier musizieren. Das klein besetzte Vokalensemble, in dem auch die exquisiten Solistinnen und Solisten singen, orientiert sich am historischen Vorbild: Der Chor agiert mit größter Klarheit und feiner Diktion, was die Hörer unmittelbar in die Musik hineinzieht. Die Instrumentalisten spiegeln sich in dieser delikaten Klangkultur, so dass jede Kantate zum kleinen Fest(gottesdienst) wird. So präsentiert die Aufnahme mitteldeutsche Vokalmusik protestantischer Provenienz, die aufhorchen lässt und gleichzeitig neugierig macht.

Bach ließ in diesen ansprechend kompakten Kantaten italienische und französische Musikstile einfließen und schuf beispielhafte Symbiosen von Text und Musik, was die Arien zuweilen wie kleine Opernszenen anmuten lässt. Die vitalen Kantaten folgen in der Regel einem formellen Schema: Ein Dictum eröffnet, es folgen anrührende wie ergreifende Rezitative und Arien, die in einen faszinierenden Chor münden, der von einer genauso berückenden Choralbearbeitung konkludiert wird. Man kann sich also denken, warum Johann Sebastian von Johann Ludwigs Kunst begeistert war: Gerade diese finalen Stücke lassen besonders staunen und übermitteln die Musizierfreude aller Beteiligten mit jeder Note!

Was man ebenfalls hört, ist der Forschergeist, der dieser Aufnahme zugrunde liegt. In puncto stilistischer Kompetenz und barocker Rhetorik arbeitet die cappella sollertia nicht nur historisch informiert, sondern wissend: Vokale und instrumentale Stimmen sind stets durchhörbar, die Polyphonie ist wohl artikuliert. Der Chorklang ist weich und doch präsent, der Zusammenklang mit dem Continuo spannungsreich und akzentuiert sowie stets gleichrangig ausbalanciert. Virtuosität ist hier nie Selbstzweck, sondern stellt sich wohltuend in den Dienst der Musik.

Der hochinformative Booklettext von Peter Wollny schließt mit folgendem Gedanken: „Mit den achtzehn Kantaten Johann Ludwig Bachs verfügen wir über einen Schatz an ausgezeichneter Musik des frühen 18. Jahrhunderts, von dem kaum zu glauben ist, dass er bislang von der Praxis noch nicht gehoben wurde.“ Wohl wahr: Für diese Aufnahme wurde jedes darin befindliche Kleinod auf Hochglanz poliert und liebevoll präsentiert. Dass dies nun nicht nur partiell im Konzert, sondern als Kantaten-Kompilation in Gänze zu erleben ist, darf – auch dank des moderaten Preises für vier CDs – durchaus als Geschenk betrachtet werden.
Symphonie Nr.9 (140g) (45 rpm / Direct-to-Disc-Recording / auf 1893 Stück limitierte & nummerierte Exemplare) Symphonie Nr.9 (140g) (45 rpm / Direct-to-Disc-Recording / auf 1893 Stück limitierte & nummerierte Exemplare) (LP)
4 von 5 Sterne
Booklet:
5 von 5
Gesamteindruck:
4 von 5
Klang:
5 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Pressqualität:
5 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

Empfehlung

Bei meinem Set ist alles zur besten Zufriedenheit ja bis auf die 140g statt der angegebenen 180g, hat jedoch auf das Klangerlebnis keinerlei Einfluß. 180g fühlen sich halt besser an. Beim ersten abspielen war leider knacksen zu hören, beim zweiten anhören war es nur noch purer Genuß! Ein absolutes Muß für jeden "aus der neun Welt" Fan!!
4 Sterne nur wegen der 140g