Rezensionsübersicht

21 Rezensionen
Symphonie Nr.3 Symphonie Nr.3 (CD)
5 von 5 Sterne
Booklet:
5 von 5
Gesamteindruck:
5 von 5
Klang:
5 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

Eleganter Bruckner

Schaller hat hier mit seiner Philharmonie Festiva die gängigste der Versionen von der 3. Sinfonie Bruckners eingespielt und es fällt vor allem der durchsichtige und zugleich intensive Klang auf. Bruckner kommt irgendwie elegant rüber und eben nicht nur massiv und wuchtig. Dabei wird der grundlegende Charakter einer Bruckner-Sinfonie aber gewahrt. Es ist nicht der aufdringliche, immer gleiche Sound, sondern das Ganze ist sehr differenziert, klangschön und vor allem intonationsrein interpretiert. Schaller scheint hier seinem grundlegenden Interpretationsstil treu zu bleiben, bevorzugt aber offensichtlich aber zunehmend raschere Tempi, was dem Ganzen keinen Abbruch tut, sondern ganz im Gegenteil eher die großen Schwingungsbögen beleuchtet. Ein ungewöhnlicher, eleganter Bruckner, der zum Hören zu empfehlen ist.
Ernelinde, Princesse de Norvege (1769) Ernelinde, Princesse de Norvege (1769) (CD)
5 von 5 Sterne
Booklet:
5 von 5
Gesamteindruck:
5 von 5
Klang:
5 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

für Liebhaber vorklassicher Opern

Die Oper vereint den Geist ihrer Zeit, die franzöischen Tradition und Philidors ganz eigene Handschrift und macht sie zu einem hörenwerten Beispiel der vorklassischen Musik. Für eine Aufführung wäre es (in einer ungekürzten Fassung) vielleicht etwas viel Rezitativ. Bereits auf auf der Vorstufe zur duchkomponierten Oper zeigen die Rezitative aber durchaus Dynamik und fügen sich in das musikalische Geschehen ein. Die Skiptaste braucht es zuhause nicht.
Symphonien Nr.8 & 9 Symphonien Nr.8 & 9 (CD)
4 von 5 Sterne
Booklet:
4 von 5
Gesamteindruck:
4 von 5
Klang:
5 von 5
Künstlerische Qualität:
4 von 5
Repertoirewert:
2 von 5

Musik für geduldige Menschen

Ich bin mir nicht sicher, ob man diese Sinfonien nicht besser als Konzerte für Orchester bezeichnen sollte. Alle Orchestergruppen – und insbesondere die Bläser – erhalten ausgedehnte und interessante Soli, und es gibt keine typische Durchführung in einer Sinfonie. Beide Werke sind sehr introvertiert und erfordern Geduld, um sie vollständig zu erfassen. Die Interpretation ist exzellent, und die Aufnahme bietet ausreichend Tiefe, eine wunderschöne Klangfärbung der Bläser und eine gute Dynamik.
Es ist, als ob Gunning, gerade als er in einem Satz das Tempo beschleunigen will, plötzlich auf die Bremse tritt, um einem Solisten die Chance zu geben, zu glänzen. Und das geschieht nicht nur einmal, sondern in beiden Sinfonien immer wieder. Es gibt keine Melodien, die man am nächsten Abend noch pfeifen könnte.
Diese Werke werden selten im Konzertsaal aufgeführt. Sie sind viel zu gewagt und füllen den Saal garantiert nur halb. Wer Gunnings melodischen Reichtum genießen möchte, dem sei seine Filmmusik empfohlen. Die Chandos-Aufnahme seiner Werke ist beispielsweise beispielhaft (Kat.-Nr. 10625).
Symphonie Nr.5 (180g) Symphonie Nr.5 (180g) (LP)
1 von 5 Sterne
Booklet:
4 von 5
Gesamteindruck:
1 von 5
Klang:
1 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Pressqualität:
1 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

minderwertige Pressung

Leider ist die Qualität der Pressung so miserabel, dass wir sie zurückschicken mussten; auch der gelieferte Ersatz war extrem schlecht und hatte einen Fehler, durch den die Anfangstöne des 2. Satzes zweimal hintereinander erscheinen (vielleicht leibt da auch kurz die Nadel hängen…).
Absolut inakzeptabel für eine neue LP!
Christophorus Columbus - Paraisos Perdidos Christophorus Columbus - Paraisos Perdidos (SACD)
5 von 5 Sterne
Booklet:
5 von 5
Gesamteindruck:
5 von 5
Klang:
5 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

Christoph Columbus Musik

Absolut historisch relevant und wunderschöne Musik in beatem Klang - für Liebhaber der Renaissance- Musik!
Das Mirakel (Pantomime in 2 Akten und 1 Zwischenspiel für Chöre & Orchester) Das Mirakel (Pantomime in 2 Akten und 1 Zwischenspiel für Chöre & Orchester) (CD)
4 von 5 Sterne
Booklet:
4 von 5
Gesamteindruck:
5 von 5
Klang:
4 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

Für Humperdinck-Freunde und Liebhaber spätromantischer Musik ein Genuss

Was es von 1911/12 bis in die 20er Jahre des 20. Jhd. mit dem Bühnenwerk "Das Mirakel" (auch "Das Wunder") auf sich hatte, kann man seit Erscheinen vorliegender CD auf vielen Internetseiten nachlesen. Auch das Booklet bietet einen informativen Text, der erklärt, warum die dargebotene Musik eben so ist, wie sie ist. Aber man kann sich auch ohne Vorkenntnisse nähern und sich überraschen lassen, wie die anfängliche Orgelmusik und Litanei in Kirchenchorklänge übergeht, ein Kinderlied streift und schließlich in instrumentale romantische Orchestermusik gipfelt, die immer wieder verschiedene Melodiethemen verwebt, neu durchmischt und bearbeitet. Ein Großteil der Bühnenmusik hat etwas von einer Mischung von Symphonischer Dichtung und Filmmusik. Das umfangreiche Zwischenspiels dagegen ist eher einem Ballett ähnlich. Der Klang der CD ist sehr klar, manchmal aber fast zu gut, wenn man meint, das Rascheln der Notenblätter oder kraftvolle Drücken der Finger auf die Holzbläser zu vernehmen - kann aber auch meine Einbildung sein. Was man wissen muss: Die Handlung des Bühnenwerks erforderte auch das häufigere Ertönen eines Glöckchens. Das kann etwas nerven, da es m.E. nicht dezent genug erklingt. Qualitativ gibt hier aber das Orchester eine super niveauvolle Darbietung. Der Dirigent nimmt das Stück mit all seinem Kitsch ernst, denn es ist schöner, guter Kitsch und kein wichtigtuerisch verkopftes Werk. Hier ertönt die Erstfassung von 1911 und wenn ich das Booklet richtig verstanden habe, wurde "Das Mirakel" in den Folgejahren - auch musikalisch - noch ausgebaut. Hat man sich in die CD erstmal reingehört, macht sie neugierig auf die noch fehlenden Teile, die Humperdinck für "Das Mirakel" komponiert hat. Vielleicht werden sie ja noch "nachgereicht".
Das Wohltemperierte Klavier 1 Das Wohltemperierte Klavier 1 (CD)
5 von 5 Sterne
Booklet:
5 von 5
Gesamteindruck:
5 von 5
Klang:
5 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

Eine hervorragende Einspielung

Eine erste Einspielung auf Vinyl erwarb ich in den 1960er Jahren. Der Name des Cembalisten ist mir nicht mehr bekannt. Die Werke konnten mich ob der mangelnden Virtuosität und der gar furchtbaren Klangqualität nicht begeistern und ich befasste mich fürderhin nie mehr mit dem wohltemperierten Clavier.
60 Jahre später legt Trevor Pinnock eine Einspielung vor, welche mit Fug und Recht als Referenz gelten darf.
Flötensonaten HWV 359b,363b,367b,378,379 Flötensonaten HWV 359b,363b,367b,378,379 (CD)
4 von 5 Sterne
Booklet:
4 von 5
Gesamteindruck:
4 von 5
Klang:
4 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
3 von 5

Lebendiges Barock

Händel ist für Kammermusik nicht unbedingt besonders berühmt, ein Meister ist er aber auch in dieser Disziplin - ebenso wie die beiden InterpretenInnen. Aber man muss die Duo-Besetzung dieser Sonaten schon mögen, Kurzweil geht anders!
Klavierkonzerte Nr. 9, 19-21, 23 & 24 (180g) Klavierkonzerte Nr. 9, 19-21, 23 & 24 (180g) (LP)
5 von 5 Sterne
Booklet:
2 von 5
Gesamteindruck:
3 von 5
Klang:
4 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Pressqualität:
1 von 5

Gesamteindruch wird durch Schäden / Pressfehler geschmälert

Leider konnte ich noch keinen Gesamteindruch gewinnen, da die erste von 4 LP schon beschädigt ist.
Severin van Schmid & Zeno Minh Schmid - Forbidden Music Severin van Schmid & Zeno Minh Schmid - Forbidden Music (CD)
5 von 5 Sterne
Booklet:
5 von 5
Gesamteindruck:
5 von 5
Klang:
5 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

Herausragende Meisterwerke beeindruckend interpretiert

Die beiden Brüder Schmid, völlig unbekannt, interpretieren hinreißend Sonaten von Martinu, Hindemith und Schulhoff. Die Stückauswahl ist klug, die Kompositionen vermutlich sehr selten gespielt. Nichtsdestotrotz sind die Sonaten wunderbare Perlen der Kammermusikliteratur für Violine und Klavier. Zweifellos sind die Sonaten von Martinu die größte Entdeckung auf diesem Album. Ein absoluter CD-Tipp ist diese erfrischende Einspielung
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