Rezensionsübersicht

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Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.

9 Rezensionen

Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.
Vocoder Ensemble - Songs & Tales (Volkslieder) Vocoder Ensemble - Songs & Tales (Volkslieder) (CD)
5 von 5 Sterne
Booklet:
5 von 5
Gesamteindruck:
5 von 5
Klang:
5 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

DD

So schöne Musik. Tolle Arrangements, durch die die alten Texte wieder ganz aktuell wirken. Bestes Geschenk auch für Menschen, die solche Musik bisher nicht kannten.
Liebesgesänge Nr.1-12 Liebesgesänge Nr.1-12 (CD)
5 von 5 Sterne
Booklet:
5 von 5
Gesamteindruck:
5 von 5
Klang:
4 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

Entdeckung

Zwischen italienischen Madrigalen und deutschem Generalbasslied ist diese Musik angesiedelt - kein Wunder bei einem Schüler von Heinrich Schütz, dessen Nachfolger J. P. Krieger war. Die Musik scheint mir kongenial umgesetzt, auch mit der Besetzung der Solostimmen mit zwei Countertenören, die allerdings etwas angestrengt klingen - die Leichtigkeit eines Valer Sabadus oder Philippe Jaroussky hätte zur Leichtigkeit der Musik besser gepasst. Die Textverständlichkeit leidet dadurch, aber die Liedtexte sind (nur in deutscher Originalsprache) im schönen Booklet (Text in D/E) vollständig wiedergegeben, das noch zusätzliche Informationen liefert. (Das Label ermöglicht auch den Download von seiner Web-Seite.)
Dame Kobold (Komische Oper) Dame Kobold (Komische Oper) (CD)
4 von 5 Sterne
Booklet:
5 von 5
Gesamteindruck:
4 von 5
Klang:
4 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
4 von 5

Tolle Ersteinspielung mit aufstrebenden Sängern

Die CD „Dame Kobold – Ersteinspielung“ macht Spaß zu hören. Vor allem die jungen Sänger überzeugen, besonders Matthias Lika, Lara Rieken und Gustav Wenzel Most, die alle sehr stark singen und gut zusammenpassen.

Die Oper selbst kommt insgesamt schön rüber und wirkt lebendig. Ein kleiner Minuspunkt ist, dass die Aufnahme technisch etwas unsauber umgesetzt ist.

Trotzdem eine gelungene Ersteinspielung, die sich auf jeden Fall lohnt
Jan Liebermann - Sonority Jan Liebermann - Sonority (CD)
3 von 5 Sterne
Booklet:
3 von 5
Gesamteindruck:
3 von 5
Klang:
2 von 5
Künstlerische Qualität:
3 von 5
Repertoirewert:
3 von 5

Beachtliche Leistung!

Beachtliche Leistung eines jungen Organisten. Da wird’s sich garantiert im Laufe der Zeit noch eine große künstlerische Reife entwickeln.
Lautensonaten Nr.42 a-moll & 44 A-Dur Lautensonaten Nr.42 a-moll & 44 A-Dur (CD)
5 von 5 Sterne
Booklet:
5 von 5
Gesamteindruck:
5 von 5
Klang:
5 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

Wundervoll

Weil mir Weiss-Einspielungen von Robert Barto und J. M. Moreno sehr gefallen, habe ich mich auch mit denen anderer beschäftigt. Nur ist die dreizehnchörige Laute ein Nischeninstrument, und bald wird deutlich, viele halten nicht mit.
Bei diese Aufnahme verhält es sich anders, sie ist zudem sehr sanglich und tänzerisch. Nur wenige können eine Laute oder Gitarre so zum Singen bringen. John Renbourn vermochte es, um ein solches Niveau geht es hier.
Cesare in Egitto Cesare in Egitto (CD)
3 von 5 Sterne
Booklet:
5 von 5
Gesamteindruck:
2 von 5
Klang:
4 von 5
Künstlerische Qualität:
2 von 5
Repertoirewert:
2 von 5

...eher geringer Repertoirewert...

Vom Niveau von Porpora oder Bononcini ist die Oper doch deutlich entfernt. Man kann sie gut hören, aber anders als Händel oder seine bekannten italienischen Konkurrenten vermag sie nicht wirklich zu fesseln, dafür ist sie doch zu eintönig und zu unbeseelt.
Polifemo Polifemo (CD)
4 von 5 Sterne
Booklet:
5 von 5
Gesamteindruck:
4 von 5
Klang:
3 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

Alternative zu Händel

Die Musik überrascht und das positiv. Statt Ariengeträller gibt es eine lebendige Musik voll von Aktion und Emotion. Orchester und Sänger wie Sängerinnen sind exzelllent. Die Tontechnik fällt etwas ab.
Ensemble Micrologus - Italia mia Ensemble Micrologus - Italia mia (CD)
5 von 5 Sterne
Booklet:
4 von 5
Gesamteindruck:
5 von 5
Klang:
5 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
4 von 5

EARLY MUSIC LOG: Flair Italiens meisterhaft eingefangen …

Die Aufnahme besticht durch warme Klangbalance und präzise Ensemblearbeit; Tempi sind zumeist ruhig und schwärmerisch, was den Charakter betont. Für Liebhaber italienischer Musik an der Schwelle zur Neuzeit bietet das Album reichhaltige Ausdrucksnuancen und historische Färbung.
Authentische, sorgfältig interpretierte Sammlung früher italienischer Stücke — besonders empfehlenswert für Fans der historischen Aufführungspraxis mit Hang zum "dolce far niente".
Die Metainformationen über den QR-Code im Beitext erweitern den Horizont des Publikums!
Jonas Kaufmann - Magische Töne (Arien & Duette) Jonas Kaufmann - Magische Töne (Arien & Duette) (CD)
4 von 5 Sterne
Booklet:
3 von 5
Gesamteindruck:
4 von 5
Klang:
5 von 5
Künstlerische Qualität:
4 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

Sind es magische Töne?

Jonas Kaufmann hat in den letzten sechs Jahre ganz unterschiedliche Alben herausgebracht. Das Weihnachtsalbum war eher Mittelmaß, bei den Duett-Album mit Ludovic Tézier zeigte Jonas Kaufmann Schwächen, bei dem Puccini „Love Affairs“-Album auch. Die Hommage an die Filmmusik war auch Mittelmaß. Jetzt also ungarisches Repertoire, wie zeigt sich Jonas Kaufmann? Erstaunlich gut, besser als erwartet.
Emmerich Kálmán ist der Komponist des ersten Blocks. Es startet mit einer Überraschung. „Komm, Zigány“ legt ein hohes Tempo an den Tag, schneller als gewohnt. Jonas Kaufmann ist der Partie vollumfänglich gewachsen. Diese Arie wird auch von jüngeren Tenören gesungen, aber Kaufmanns baritonaler Klang macht diese Arie deutlich tiefgründiger und passt auch zu der Melancholie der vergangenen Zeit.
In der Vergangenheit hatte Kaufmann nicht immer Glück mit seinen Partnerin, aber Nikola Hillebrand ist überaus textverständlich. Man braucht die Libretti nicht. Auch bei „Komm mit nach Varasdin“ legt Dirk Kaftan ein hohes Tempo vor. So auch bei der ungarischen Version von „Grüß mir mein Wien“. Diese ist fast eine halbe Minuten kürzer als die deutsche Aufnahme, die Kaufmann 2014 veröffentlicht hat. Das Orchester ist sehr offensiv und lässt seine „Muskeln spielen“. Kaufmann wird zwar nie zugedeckt, aber er muss an einigen Stellen ganz schön gegen die Masse ansingen. Auch wenn das Orchester wahrlich nicht in spätromantische Größe besetzt ist. In „Kaiserin Josephine“ hört man sämtliche Feinheiten der Musik. Das Duett „Tanzen möcht‘ ich“ aus der „Czárdásfürstin“ erklingt. Warum hat man denn nicht mal das emotionalere „Weißt du es noch?“ gewählt, welches weniger häufig erklingt? Die Partie der Sylva ist bei Hillebrand ein bisschen leichter als gewohnt. Normalerweise singt das eher eine Sopranistin, die älter ist.
„So verliebt kann ein Ungar nur sein“ erinnert ganz fern an „Komm, Zigány“ und ist bei Jonas Kaufmann auch genau richtig. Vielleicht wäre das mal eine Idee, die Operette „Der Teufelsreiter“ zu reaktivieren.

Der Block mit der Musik von Franz Lehár startet mit dem „Wolgalied“. Die Bearbeitung ist von Matthias Spindler erstellt worden. Im Begleitheft steht drin, dass das Originalnotenmaterial für einige Werke nur handschriftlich überliefert worden ist, ob das bei dem „Zarewitsch“ auch so, das kann durchaus bezweifelt werden. Aus der Operette „Friederike“ erklingt eine heitere Nummer. Am Ende der Nummer neigt Kaufmann wieder zu der Höhe, die ein bisschen presst und leicht gemogelt klingt. Das war seit 2020 schon des Öfteren zu beobachten, fällt aber hier das erste Mal auf der CD auf und hört man im sonstigen Block, sowie im Kálmán-Block, sonst auch nicht. Bei „Immer nur lächeln“ singt Jonas Kaufmann einen alternativen Text, woher dieser stammt, wird nicht transparent gemacht. Sou-Chong ist eine schwere Partie, die den großen Opernpartien nichts nachsteht. Franz Lehár hat dort eine Partie im Stile Puccinis komponiert. Der „Valse Boston“ mit Nikola Hillebrand ist tadellos gesungen. Jonas Kaufmann darf gerne einmal die gesamte Partie des Sou-Chong einsingen. Am Ende des Lehár-Blocks gibt es ein Duett aus „Giuditta“. Lehárs Operette, die Opernanklänge an und in der Nummer ein bisschen an „Carmen“ erinnert, aber auch die Leichtigkeit eines Lehár nicht leugnet. Beide Stimmen harmonieren.

Es gibt dann einen großen Bock zu Paul Abraham, den Jonas Kaufmann schon 2014 auf seinen „Berliner Operetten“-Album wieder belebt hat. Die ersten beiden Nummern stammen aus der „Blume von Hawaii“. Aus jener Operette sang Kaufmann mit Julia Kleiter 2014 das „Diwanpüppchen“. Gerade die erste Nummer des vorliegenden Albums macht neugierig auf die gesamte Operette. Wie auch schon 2014 haben Matthias Grimminger und Henning Hagedorn die Nummern rekonstruiert.
Es folgen zwei Nummern aus „Viktoria und ihr Husar“. 2014 sang Kaufmann mit Kleiter zusammen: „Reich mir zum Abschied noch einmal die Hände“. In diesem Block fällt diese Höhe bei Kaufmann wieder auf. Manchmal wird die Stimme eng geführt, mal in die Höhe gepresst.
„Bald kommt die Zeit“ hat eine sehr kräftige Introduktion und ist von der Tonsprache ein wenig ernster, wird zum Schluss aber wieder leichter. Auch da legen Dirk Kaftan und das Hungarian State Opera Orchestra wieder ein sehr gutes Fundament und spielen selbstbewusst. Die Nummer aus „Julia“ ist eine Überraschung. Warum ist diese Nummer verschwunden? Sie ist leichtfüßig, angenehm zu hören und fordert das Publikum nicht so stark. Ob das Ungarisch jetzt authentisch ist, können Muttersprachler besser einschätzen. Jonas Kaufmann ist aber für seine deutliche Sprachführung bekannt und lernt dann auch sehr akribisch. Die letzte Nummer aus dem Abraham-Block “Wenn es draußen schneit“ aus „Zigeuner der Nacht“ ist vom Stimmumfang ziemlich groß.

Die Komponisten Frey Raymond, Nico Dostal, Jenö Huszka, Ferenc Erkel und Karl Goldmark sind mit je einer Nummer vertreten. Raymond und Dostal mit einem Duett. Das erste ist das berühmte „Die Juliska aus Budapest“. Dass Raymond auch „Ich hab mein Herz in Heidelberg verloren“ komponiert hat, zeigt, dass er früher in aller Munde war. Seine Musik ist in den letzten Jahren immer mehr verschwunden und ob Jonas Kaufmann diese Musik wieder populärer macht? Die Bearbeitung von Spindler ist wieder einmal interessant geraten, die Zymbal geht ein wenig unter im Orchester. Nico Dostal ist mit der Operette „Die ungarische Hochzeit“ vertreten. Das berühmteste Werk der Operette ist allerdings „Spiel mir das Lied von Glück und Treu“. Es folgen die zwei ungarischen Nummern von Huszka und Erkel. Die Nummer von Huszka erinnert sofort an die osteuropäische Musiktradition, obwohl der Text in London verortet ist. Warum hört man solche Nummern so selten? Bei Erkel könnte man auch fern auch an eine Verdi-Oper denken. Auf jeden Fall ist das Werk das älteste der CD und entstand 1861. Zum Ende dann das Titelgebende „Magische Töne“ aus der Oper „Die Königin von Saba“. Dass die gesamte Oper eine sehr große Orchesterbesetzung verlangt, hört man hier nicht. Das Libretto schrieb übrigens Salomon Hermann von Mosenthal, der auch Otto Nicolais „Die lustigen Weiber von Windsor“ schrieb. Jonas Kaufmann gefällt in dieser Nummer eher weniger. Mag daran liegen, dass das ein wenig zu gewollt klingt. Aber sonst kann festgehalten werden, dass Kaufmanns Album sein stärkstes seit 2019 ist.