Conradin Kreutzer: Septett Es-Dur op.62 auf CD
Septett Es-Dur op.62
Herkömmliche CD, die mit allen CD-Playern und Computerlaufwerken, aber auch mit den meisten SACD- oder Multiplayern abspielbar ist.
+Friedrich Witt: Septett F-Dur
- Künstler:
- Charis-Ensemble
- Label:
- MDG
- Aufnahmejahr ca.:
- 1986
- Artikelnummer:
- 12670766
- UPC/EAN:
- 0760623239729
- Erscheinungstermin:
- 22.5.2026
- Serie:
- MDG Preziosa
War es ein bewusster Schachzug, als Conradin Kreutzer und Friedrich Witt ihre Septette im Fahrwasser des weitaus berühmteren Beethoven komponierten? Doch diese beiden Stücke stehen dem Werk ihres berühmten Kollegen in nichts nach: Beide verstehen, auf geistreiche Art zu unterhalten, wie die quicklebendige Aufnahme mit dem famosen Charis Ensemble zeigt, die jetzt in MDGs „Preziosa“-Reihe nach langer Abstinenz neu aufgelegt wurde.
Der Charme beider Werke zieht den Zuhörer sofort in seinen Bann. Wie mit leichter Hand hingeworfen, bleiben Themen und Motive schnell im Gedächtnis haften, und die exzellente Besetzung des Charis Ensembles versteht es, selbst die virtuosen Passagen mit der nötigen Noblesse zu präsentieren.
E. T. A. Hoffmann erkannte Witts Talent schon früh: Er verstand es, seine Kompositionen „nicht so sehr mit Tiefe, sondern vielmehr mit dem höchstmöglichen Maß an Charme“ zu erfüllen und schrieb damit für ein breites Publikum. Beethoven äußerte sich ähnlich über sein eigenes Septett…
Den Wert des Unbekannten zu entdecken, war schon immer eine Spezialität von MDG. Die „Preziosa“-Reihe präsentiert ausgewählte Schätze aus fast einem halben Jahrhundert Labelgeschichte, liebevoll kuratiert und angereichert mit Geschichten über die Entstehung der Aufnahmen. Viel Spaß!
Rezensionen
H. Arnold im Musikmarkt Nr. 3/87: »Das Ensemble, das schon einige Jahre miteinander musiziert, zeichnet sich durch hervorragende kammermusikalische Qualitäten aus: tonliche Ausgewogenheit und Delikatesse aller Beteiligten sowie klare Durchhörbarkeit bis ins Detail in allen Passagen. Ein ausgezeichneter Gesamtein- druck, der auch von der Aufnahmetechnik wirkungsvoll eingefangen wurde.«„Empfindsame Septette... die Septett-Literatur boomte in der Nachfolge Beethovens geradezu. Auch Konradin Kreutzer, den man heute fast nur noch als Schöpfer der Oper „Das Nachtlager von Granada“ kennt und der im gleichen Jahr wie Beethoven geborene Friedrich Witt haben ausgedehnte Werke für diese Besetzung geschrieben. Bereits 1986 vom damals jungen Charis-Ensemble eingespielt, legt das Label Dabringhaus und Grimm diese Aufnahmen in der Reihe „Preziosa“ jetzt erneut auf. Völlig zu Recht, denn es handelt sich wirklich um herausragende, fein austarierte Aufnahmen. Bläser und Streicher halten genau das Gleichgewicht, und zumindest in Sachen Empfindsamkeit stehen diese Septette dem Kassenschlager Beethovens keineswegs nach.“ (Klassik Festival)
„Die Firma Dabringhaus und Grimm überrascht immer wieder mit unbekannten oder vergessenen musikalischen Kostbarkeiten... Und dabei lohnt sich die Beschäftigung mit diesen zwei Kompositionen ganz besonders. Nicht weil sie originell oder sehr kunstvoll komponiert wurden, sondern weil sie ganz einfach sehr unterhaltsam und gefällig sind. Das Charis-Ensemble trifft den Unterhaltungscharakter sehr genau und macht auf charmante Weise deutlich, wie anspruchsvoll einfache Musik sein kann. Mehr braucht man eigentlich nicht über die Septette von Kreutzer und Witt sagen, man muss diese glitzernden Schätze schon hören, um von ihrer Unbeschwertheit eingefangen zu werden.“ (Pizzicato)
"Zeitlose Aufnahmequalität. Die Charis-Mitglieder erweisen sich als meisterhafte Kammermusiker. Die heikle Balance zwischen Streichern und Bläsern gelingt stets ausgewogen und durchhörbar. Ebenso findet das Ensemble das Gleichgewicht zwischen sinfonischer Klangfülle und Serenaden-Leichtigkeit. Kreutzers „Ohrwurmqualitäten“ kommen voll zu Geltung. Mit der „Preziosa“-Reihe bringt MDG Schätze aus der fast ein halbes Jahrhundert währenden Label-Geschichte wieder ans Licht. Im Booklet geht es auch um die Entstehung der Aufnahmen. Label-Gründer Werner Dabringhaus erzählt von den Hindernissen bei den Aufnahmen, als man 1986 mit dem Equipment ins Münsterland fuhr, zum Wasserschloss Nordkirchen. Dort konnten die Aufnahmen wegen der geräuschvollen Kieswege unter den Fenstern nur nachts stattfinden... Beide Septette sind Juwelen der Kammermusik, deren Wiederentdeckung sich lohnt. Dabei erscheint die fast vier Jahrzehnte alte Aufnahme nicht im Geringsten angestaubt. Das Klangbild wirkt fein austariert, kammermusikalisch transparent, räumlich und klar. Die Wiederveröffentlichung erweist sich als wertvolle Ergänzung des aktuellen MDG-Katalogs.“ (Klassik Heute Empfehlung)
„Bereits 1986 vom damals jungen Charis-Ensemble eingespielt, legt das Label Dabringhaus und Grimm diese Aufnahmen in der Reihe „Preziosa“ jetzt erneut auf. Völlig zu Recht, denn es handelt sich wirklich um herausragende, fein austarierte Aufnahmen. Bläser und Streicher halten genau das Gleichgewicht, und zumindest in Sachen Empfindsamkeit stehen diese Septette dem Kassenschlager Beethovens keineswegs nach.“ (Klassik Festival)
„Man würde erwarten, dass eine Aufnahme aus dem Jahr 1986 eine Wiederveröffentlichung ist, doch die Sache ist hier etwas differenzierter. Es gibt keinen Hinweis auf eine frühere Katalognummer oder eine Remastering-Version, und da ich online keine Hinweise auf eine frühere Ausgabe finden konnte, ging ich davon aus, dass dies die Erstveröffentlichung dieses Programms ist – was auf CD tatsächlich der Fall ist. Aus dem CD-Booklet geht hervor, dass MDG ‚Preziosa‘ mittlerweile ein recht bedeutendes MDG-Sublabel für eine Reihe ist, die zumindest in einigen Fällen ausschließlich auf Schallplatten erschien. Diese Einspielungen stammen aus Aufnahmesessions, die für Werner Dabringhaus in den Anfangsjahren von MDG mit besonderen Erinnerungen verbunden sind; einige Anekdoten daraus werden hier wiedergegeben. Dazu gehört beispielsweise, dass nachts aufgenommen werden musste, um die knirschenden Schritte von Besuchern des Schlosses Nordkirchen auf einem frisch geschotterten Weg außerhalb des Aufnahmesaales zu vermeiden. Die Philosophie, Werke zu erkunden, die in den gängigen Konzertprogrammen unbekannt sind, war von Anfang an ein prägendes Merkmal von MDG, und diese beiden Septette sind hervorragende Vertreter dieses noblen Ziels... Da die gesamte Klangpalette dieses Ensembles – von den satten Kontrabass-Grundtönen bis hin zu einer weichen und ausdrucksstarken Klarinette – in dieser hervorragenden Aufnahme wunderschön eingefangen wurde, lässt sich leicht nachvollziehen, wie neuartig und reizvoll eine solche Besetzung für die Zuhörer jener Zeit gewesen sein muss. Nichts an der hier dargebotenen Musik klingt auch nur im Geringsten veraltet, und nur die Puffärmel an den Damenkleidern auf dem Foto des Charis Ensembles verraten, dass es sich um die besondere Ära der 1980er Jahre handelt. Wenn Sie ein Fan von Beethovens Septett sind und sich etwas mehr von dieser üppigen Klangfülle wünschen, dann ist diese Aufnahme genau das Richtige für Sie.“ (Musicweb)
„Wunderschön. Das Charis Ensemble, ein Kammerensemble, das herausragende Instrumentalisten aus den großen deutschen Traditionsorchestern vereint, hat sich durch seine Vorliebe für seltene Repertoires und Wiederentdeckungen der Klassik und der frühen Romantik einen Namen gemacht... Diese Partituren profitieren von einer zugleich warmherzigen und inspirierten Interpretation, die ihre Nähe zur Welt Beethovens unterstreicht und gleichzeitig eine eigene Persönlichkeit zum Ausdruck bringt. Diese Aufnahme aus dem Jahr 1986 ist somit ein wertvoller Beitrag zur Wiederentdeckung eines wenig bekannten kammermusikalischen Erbes.“ (OpusHD)
Die Hörproben gehören zum Artikel Conradin Kreutzer (1780-1849): Septett Es-dur op.62 (CD). Das Tracklisting kann bei diesem Artikel ggf. abweichen.
Disk 1 von 1 (CD)
Septett Klar, Fg, Horn, Vl, Va, Vc, Kb op. 62
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