Carl Müllerhartung: Orgelsonaten Nr.1-3 auf CD
Orgelsonaten Nr.1-3
Herkömmliche CD, die mit allen CD-Playern und Computerlaufwerken, aber auch mit den meisten SACD- oder Multiplayern abspielbar ist.
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Orgelsonate Nr. 1 h-moll über "Aus tiefer Not"; Nr. 2 f-moll über "Wer nur den lieben Gott läßt walten"; Nr. 3 D-Dur über "Ein feste Burg ist unser Gott"
+Ludwig Neuhoff: Orgelsonate e-moll op. 11; Phantasie-Sonate f-moll op. 21
- Künstler:
- Wieland Hofmann (Orgel St. Martin Nürnberg)
- Label:
- Ambitus
- Aufnahmejahr ca.:
- 2022
- Artikelnummer:
- 12649876
- UPC/EAN:
- 4011392969918
- Erscheinungstermin:
- 24.4.2026
Diese Einspielung richtet den Blick auf zwei Komponisten der Spätromantik und ihre Orgelwerke. Carl Müllerhartung (1834–1908) muss ein versierter Organist gewesen sein. Als Komponist nutzte er jedenfalls die Möglichkeiten seines Instrumentes in bemerkenswerter Weise. Besonders auffallend im Kontext der damaligen Zeit sind seine virtuosen Anforderungen an das Pedalspiel. Seine Sonaten sind motivisch und kontrapunktisch meisterhaft gearbeitet und sprechen eine einheitliche harmonische, von Felix Mendelssohn weiter zu Franz Liszt führende Sprache. Offenbar fanden die Orgelsonaten Müllerhartungs große Anerkennung unter den Zeitgenossen. Im Rahmen des „Ersten Deutschen Musikertages“ fand am 11. Juli 1869 ein großes Orgelkonzert in der Leipziger Nicolaikirche statt. Im Programm: Johann Sebastian Bachs Präludium und Fuge Es-Dur, die „Fuge Nr. 3 über B-A-C-H“ von Robert Schumann, die große Sonate c-Moll „Der 94. Psalm“ von Julius Reubke, „Präludium und Fuge über B-A-C-H“ von Franz Liszt . Zum Abschluss dieses hochkarätigen Programms spielte Carl Müllerhartung seine Orgelsonate Nr. 3 über „Ein feste Burg ist unser Gott“. Franz Liszt schrieb in einem Brief an die amerikanische Firma Mason & Hamlin: ‚Müllerhartung has published some beautiful organ sonatas and plays them no less beautifully.‘ Die Orgelsonaten von Ludwig Neuhoff (1859–1909) stellte die Fachwelt auf eine Ebene mit Werken von Meistern wie Max Reger, denen nach damaligem Urteil ein neuartiger, sinfonischer und zugleich kontrapunktisch gearbeiteter, tiefsinniger Beitrag zur Orgelliteratur gelungen war. Neuhoffs Orgelwerke tendieren im Gegensatz zu denen seines Lehrers Josef Rheinberger zum Stil der ‚Neudeutschen Schule' von Franz Liszt. Nach großen Anfangserfolgen verschwanden die Sonaten für lange Zeit aus dem Orgelrepertoire, erst im Zuge der Wiederentdeckung der deutschen Orgelromantik wurden Neuausgaben dieser zu Unrecht über viele Jahrzehnte vernachlässigten Werke erstellt.
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