Ursula Götze-Robra: Wilhelm Bomann (1848 - 1926) Gründung und Aufbau des Vaterländischen Museums für..., Gebunden
Wilhelm Bomann (1848 - 1926) Gründung und Aufbau des Vaterländischen Museums für althannoversche Heimat- und Celler Stadtgeschichte im Konflikt zwischen Hannover und Preußen nach 1866
- Ursula Götze-Robra
(soweit verfügbar beim Lieferanten)
- Verlag:
- tredition, 08/2026
- Einband:
- Gebunden
- Sprache:
- Deutsch
- ISBN-13:
- 9783384965301
- Artikelnummer:
- 12887922
- Umfang:
- 356 Seiten
- Gewicht:
- 1303 g
- Maße:
- 303 x 215 mm
- Stärke:
- 29 mm
- Erscheinungstermin:
- 10.8.2026
Klappentext
Zwischen der Reichsgründung und dem 1. Weltkrieg veränderte die industrielle Revolution die Beziehungen zwischen Stadt und Land fundamental. Aus Sorge um Kulturgutverluste entstanden überall Museen unterschiedlicher Art, darunter auch viele Heimatmuseen. Eines der ersten Museen, das sich speziell mit den früheren Territorien des Königreichs Hannover beschäftigte, war das Museum in Celle, das später unter dem Name des wichtigsten Protagonisten, des Fabrikanten Wilhelm Bomann, bekannt wurde. Er fuhr über Land und erwarb bäuerliche Produktionsmittel, um in dem Museum bäuerliches Hauswesen und Tagewerk auszustellen. Es gelang ihm, aus unterschiedlichen Regionen des früheren Königreiches ganze Stuben zu beschaffen, die in dem Museum aufgestellt werden und ein nahezu authentisches Bild von ländlichen Lebensweisen vermitteln konnten. Der Architekt Alfred Sasse aus Hannover konnte das sehr große Haus geschickt mit einem dislozierten Bauernhaus verbinden. Bomanns besonderes Interesse galt den Museen als Volksbildungsstätten für junge Menschen und die sich entwickelnde Industriearbeiterschaft. Weil das Königreich Hannover im Deutschen Krieg von 1866 von Preußen annektiert worden war, schuf man im Museum auch eine Ehrenhalle der Hannoverschen Armee, in der Uniformen und Ehrenzeichen präsentiert wurden. Bis zur Versöhnung der hannoverschen Welfen mit den preußischen Hohenzollern im Jahr 1913 verstand es der politisch bewusst neutrale Bomann, zwischen den beiden verfeindeten Mächten zu lavieren, auch in Fragen des Sponsoring. Bomann betrieb das Geschäft über Jahrzehnte ehrenamtlich, aber auf fachlich selbst von Experten hoch anerkanntem Niveau. Das Museum ist seit gut 100 Jahren nach ihm benannt. Er erlebte noch die Inflation, in der er sein Vermögen verlor und verarmte. 1926 starb er. Das Buch erscheint auch zu seinem Gedenken.
Anmerkungen:
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