Torsten Klemm: Sachsens Vollzug in freien Formen (VifF), Kartoniert / Broschiert
Sachsens Vollzug in freien Formen (VifF)
- Evaluation im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums der Justiz
(soweit verfügbar beim Lieferanten)
- Verlag:
- Leipziger Literaturverlag, 05/2026
- Einband:
- Kartoniert / Broschiert
- Sprache:
- Deutsch
- ISBN-13:
- 9783866603271
- Artikelnummer:
- 12715137
- Umfang:
- 178 Seiten
- Nummer der Auflage:
- 26001
- Ausgabe:
- erste Auflage
- Gewicht:
- 450 g
- Maße:
- 298 x 210 mm
- Stärke:
- 20 mm
- Erscheinungstermin:
- 4.5.2026
Klappentext
Unter Mitarbeit von Finn Ostertag & Tahereh Ghavanloo
Schriftenreihe des Instituts für sozialtherapeutische Nachsorge und Resozialisationsforschung (ISONA)
Diese Forschungsarbeit untersucht den "Vollzug in freien Formen" (VifF) in Sachsen - eine alternative Form des Strafvollzugs, bei der Inhaftierte in sozialpädagogisch betreuten Wohnprojekten außerhalb klassischer Gefängnisse auf ihre Wiedereingliederung vorbereitet werden. Bundesweit erstmals wird diese Vollzugsform in Sachsen nicht nur für jugendliche, sondern auch für erwachsene Gefangene vorgehalten. Zentrale Themen der Studie sind die Resozialisierung, Rückfallprävention sowie die Analyse von Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität dieser Einrichtungen. Methodisch basiert die Studie auf einem Mixed-Methods-Design: Es wurden standardisierte schriftliche Befragungen (Vollerhebung unter Bewohnern, Mitarbeitenden und Leitungspersonen sowie ergänzend in Justizvollzugsanstalten) mit qualitativen Interviews kombiniert und sowohl deskriptiv-statistisch als auch inhaltsanalytisch ausgewertet.
Die Ergebnisse zeigen insgesamt positive Effekte des VifF, insbesondere hinsichtlich sozialer Integration, Behandlungsmotivation und alltagspraktischer Kompetenzen der Teilnehmenden sowie zur Reduktion der Wiederinhaftierungsquote in der Katamnese nach drei Jahren. Gleichzeitig werden Unterschiede zwischen den Einrichtungen, Selektionsprozesse beim Zugang sowie strukturelle Herausforderungen (z. B. Zielgruppeneinschränkungen) deutlich.
Im Sinne der Resozialisations- und Desistance-Forschung zeigt die Studie, dass lebensweltorientierte Vollzugsformen mit enger sozialer Einbindung wirksame Mechanismen des Ausstiegs aus der Kriminalität (z. B. soziale Bindungen, Arbeit, Selbstwirksamkeit) fördern können. Zugleich verdeutlichen die Ergebnisse, dass solche Effekte im Zusammenspiel mit den Auswahl- und Zuweisungsverfahren, institutionellen Rahmenbedingungen und der Nachsorge zu interpretieren sind.
Anmerkungen:
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