Stanis¿aw Vincenz: Auf der Suche nach dem Taubenbuch des Baal Schem Tow, Kartoniert / Broschiert
Auf der Suche nach dem Taubenbuch des Baal Schem Tow
- Geschichten von der Hohen Karpathenalm
(soweit verfügbar beim Lieferanten)
- Herausgeber:
- Christoph Haacker
- Übersetzung:
- Herbert Ulrich, Bernhard Hartmann, Myrrha Holzapfel, Karl Dedecius, Alfred Loepfe
- Verlag:
- Arco Verlag GmbH, 03/2026
- Einband:
- Kartoniert / Broschiert
- Sprache:
- Deutsch
- ISBN-13:
- 9783965870086
- Artikelnummer:
- 9489680
- Umfang:
- 508 Seiten
- Erscheinungstermin:
- 15.3.2026
Klappentext
Stanislaw Vincenzs Auf der Suche nach dem Taubenbuch des Baal Schem Tow führt in die Karpathen, einen der geheimnisumwittertsten Landstriche Europas. Nach Bram Stoker und Jules Verne konzentrierte sich das Interesse zunächst nur auf Transsylvanien und alles, was mit Dracula zusammenhing, ehe im 20. Jahrhundert eine andere Region Autoren und Journalisten wie Karl Emil Franzos, Ivan Olbracht, Fritz Beer oder zuletzt Karl-Markus Gaus und Martin Pollack unwiderstehlich anzog: die halbzivilisierte Karpathoukraine. Dort, zwischen Galizien und der Bukowina, lebte das Volk der Huzulen - vermeintlich letzte europäische >>Wilde<< - lange mit >>Waldjuden<< und archaischen deutschen Siedlern in Nachbarschaft.
Kaum bekannt ist, wie sich huzulische und jüdische Kultur hier begegneten, wie die Mythen der Chassiden, die hier ihre Wurzeln hatten, und die der Huzulen mit ihrer >>fast schamanistischen Naturverbundenheit<< (Herbert Ulrich) sich durchdrangen, bis hin zu Geschichten über Rachmanen, die mythischen Bewohner eines utopischen Landes nahe dem Paradies: >>gutmütige Magier<< oder >>auch nur Menschen und dennoch gleichsam Übermenschen und Heilige<<.
Zum Erzähler und Bewahrer dieser kulturellen Vermischung wurde der Pole Stanislaw Vincenz: mit Geschichten wie um >>Jekely, den Einfältigen<<, den >>Judenstein<<, >>Die rachmanische Adelsrepublik<<, die >>Prinzessin mit den kalten Augen<<, den Räuber Dobosz oder den Baal Schem Tow.
Unsere Edition wird um einen Vortrag des Verfassers >>Begegnung mit Chassidim<< und einen Essay >>Das Bild des Juden in Vincenz Epos Auf der hohen Karpathenalp<< von Dariusz Morawski ergänzt.
Biografie (Bernhard Hartmann)
Bernhard Hartmann, geboren 1972, studierte Slawistik / Polonistik und Germanistik in Mainz und Potsdam. Danach arbeitete er als Lehrbeauftragter und wissenschaftlicher Mitarbeiter an den Slawistischen Instituten in Potsdam, Berlin (HU), Erfurt, Wien und Bochum. Seit 2001 ist er Übersetzer von literarischen und geisteswissenschaftlichen Texten aus dem Polnischen, seit 2011 als freiberuflicher Übersetzer tätig. Hartmann übersetzt Lyrik, zudem Prosawerke von Hanna Krall und Lidia Amejko, Essays und Theaterstücke. Der Jury imponierten seine philologisch exakten und zugleich ausdrucks- wie stilsicheren Übersetzungen. In allen seinen Arbeiten erfülle er dabei den an sich selbst gestellten Anspruch, dass eine gute literarische Übersetzung ein Kunstwerk sein sollte, das für sich selbst bestehen muss. 2013 wurde Bernhard Hartmann mit dem Karl-Dedecius-Übersetzer-Preis ausgezeichnet.Biografie (Karl Dedecius)
Karl Dedecius, geboren 1921 in Lodz, war nach der Entlassung aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft als Theaterwissenschaftler, Redakteur und in einer Versicherung tätig. Daneben machte er sich als Übersetzer und Entdecker bedeutender polnischer und russischer Dichter einen Namen. 1979 initiierte er das Deutsche Polen-Institut in Darmstadt, dessen erster Direktor er wurde. Dedecius ist Träger zahlreicher deutscher und polnischer Auszeichnungen, 1990 wurde ihm der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verliehen.Anmerkungen:
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