Martin Gensbaur: Dießener Maler (1876-1976), Kartoniert / Broschiert
Dießener Maler (1876-1976)
- Malen unter dem Dießener Himmel
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- Herausgeber:
- Ulrike Gensbaur
- Verlag:
- edition Kunstfenster, 04/2026
- Einband:
- Kartoniert / Broschiert
- Sprache:
- Deutsch
- ISBN-13:
- 9783982303970
- Artikelnummer:
- 12658855
- Umfang:
- 60 Seiten
- Erscheinungstermin:
- 1.4.2026
Klappentext
Bereits im 18. Jh. war das Dießener Augustiner Chorherrenstift ein Ort der Kunst. Unter dem als "Dießener Himmel" bezeichneten Deckenfresko befindet sich seit 1739 ein bedeutendes Bild des Venezianers Giambattista Tiepolo. Nach der Säkularisation 1803 fiel das Kloster als Ernährer der zahlreichen Dießener Künstler und Kunsthandwerker weg. Die ersten Maler von der Münchner Kunstakademie kommen nach 1875 nach Dießen, als Wilhelm Leibl nach Unterschondort an den Ammersee übersiedelt. Mit der Fertigstellung der Eisenbahnlinie bricht 1898 eine neue Zeit am Ammersee-Westufer an. "Überall saßen die Malweiber", so heißt es in einem Erinnerungsbericht des Dießener Chronisten Hans Heindl. Professoren kommen mit ihren Malklassen von den Münchner und Stuttgarter Akademien zum Freilichtmalen nach Dießen. Das Ehepaar Hauser baut in Seenähe eine Fremdenpension für Künstler aus. Anna Kujawa errichtet nahe der Klosterkirche ein Haus für mittellose Künstler. Viele Maler kommen auf diese Weise das erste Mal nach Dießen und bleiben. So verwandelt der ehemalige Fischerort sich schon vor dem Ersten Weltkrieg zu einem Künstlerort. Abgesehen davon, dass die meisten Maler der Münchner Schule angehörten, hatten die Dießener Künstler keinen gemeinsamen Stil wie die Worpsweder, die Künstler der Neu-Dachauer oder die Scholle-Künstler im nahen Holzhausen. Dennoch wollte man in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg gemeinsam auftreten. So kam es seit 1927 zu regelmäßigen Ausstellungen in einem Holzpavillon am See. Von den Ideen des Bauhauses beflügelt gründet das Ehepaar Kloidt 1934 die Arbeitsgemeinschaft Dießener Kunst, deren Mitglieder im Pavillon am See bis heute ihre Arbeiten ausstellen. In den 30er Jahren ging die deutsche Geschichte auch an Dießen nicht spurlos vorüber. Schon im Jahr der Machtergreifung wird Dießens bedeutendster Künstler Thomas Theodor Heine, der sich hier nach dem Ersten Weltkrieg ein Haus mit Atelier errichtet hatte, von den Nazis verfolgt, muss emigrieren und wird enteignet. Fritz Winter, der seit 1935 im Ort lebt, erhält Mal- und Ausstellungsverbot und wird in den Krieg eingezogen. Mit seiner Rückkehr aus russischer Gefangenschaft 1949 blüht der Künstlerort neu auf. Eine neue Künstlergeneration wächst erst nach Fritz Winters Tod 1976 im Ort heran. Die wichtigsten Künstler die in dem Jahrhundert von 1876 bis 1976 in Dießen eine Rolle spielen, sind teils mit Abbildungen vorgestellt. Ein Blick in das Namens- und Sachregister am Ende des Buchs ergibt ein eindrucksvolles Panorama der süddeutschen Kunstgeschichte des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts.
Anmerkungen:
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