Markus Zemke: Der Missbrauch von Kindesmissbrauch, Kartoniert / Broschiert
Der Missbrauch von Kindesmissbrauch
(soweit verfügbar beim Lieferanten)
- Verlag:
- BoD - Books on Demand, 02/2026
- Einband:
- Kartoniert / Broschiert
- Sprache:
- Deutsch
- ISBN-13:
- 9783695729074
- Artikelnummer:
- 12617706
- Umfang:
- 96 Seiten
- Nummer der Auflage:
- 26001
- Ausgabe:
- 1. Auflage
- Gewicht:
- 111 g
- Maße:
- 190 x 120 mm
- Stärke:
- 7 mm
- Erscheinungstermin:
- 4.2.2026
Klappentext
"Der Missbrauch von Kindesmissbrauch" ist eine gesellschaftliche Analyse darüber, wie ein der schlimmsten Verbrechen unserer Zeit im öffentlichen Raum erneut "missbraucht" wird - nicht durch Täter im engeren Sinn, sondern durch Aufmerksamkeitslogiken, mediale Dynamiken, politische Instrumentalisierung und kommerzielle Verwertung. Das Buch ist kein persönlicher Erlebnisbericht, sondern zeigt, warum der Umgang mit dem Thema selbst für Betroffene gefährlich werden kann, wenn Leid zur Bühne, zur Währung oder zur Debattenwaffe wird.
Ausgehend von einer Betrachtung von Macht (als Fähigkeit, andere zu beeinflussen) beschreibt der Autor, wie sich Macht in Strukturen wie Medien, Institutionen und Plattformen verschiebt - und wie Missbrauch neben körperlicher und psychischer Gewalt auch eine Kontrolle über Deutung und Wahrheit erzeugt.
Dem stellt das Buch die Perspektive der Machtlosigkeit gegenüber: die Ohnmacht des Kindes während der Tat - und die fortgesetzte Ohnmacht im Erwachsenenleben, verstärkt durch Unglauben, Bagatellisierung oder sensationsgetriebene Reaktionen. Besonders zentral ist die Idee einer "zweiten Machtlosigkeit", wenn Betroffene erzählen wollen und ihre Realität angezweifelt, vereinnahmt oder zum öffentlichen Material gemacht wird.
Im dritten und vierten Kapitel wird erklärt, warum soziale Medien Tabuthemen belohnen: Algorithmen fördern Intensität statt Wahrhaftigkeit, Empörung wird zur Reichweite, Geschichten werden zur "Währung". Daraus entsteht die Vermarktung von Leid - bis hin zu Produkten, Kampagnen und Selbstdarstellungen, die vom Thema profitieren, während Opferschutz in den Hintergrund rückt.
Am Ende steht ein Appell: Schutz statt Show, Respekt statt Reichweite, plus ein Ethik-Leitfaden mit konkreten Regeln (u. a. zuhören statt urteilen, keine fremden Geschichten verbreiten, Sensationsdarstellungen meiden, Trigger beachten, Fokus auf Betroffene). Ergänzend werden Hilfsangebote genannt.
Anmerkungen:
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