Literatur trifft Kunst, Flexibler Einband
Literatur trifft Kunst
- 23 Geschichten, die hängen bleiben
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- Herausgeber:
- Joachim Speidel Ines Witka
- Verlag:
- Sparkys Edition Verlag, 04/2026
- Einband:
- Flexibler Einband
- Sprache:
- Deutsch
- ISBN-13:
- 9783949768484
- Artikelnummer:
- 12680366
- Umfang:
- 180 Seiten
- Sonstiges:
- Abbildungen der Kunstwerke aus der Galerie Imke Valentien
- Erscheinungstermin:
- 24.4.2026
Klappentext
Immer wieder schreiben Autorinnen und Autoren über Kunstwerke. Dabei dienen sie als Impulse für Szenen, Schauplätze und Figuren. Die besondere Atmosphäre und die inhaltliche Dichte der Ausstellungsstücke regen zum Schreiben an, vor allem wenn sie Emotionen und Assoziationen auslösen. Ich habe es selbst probiert, allein und mit Schreibgruppen. Es funktioniert so gut, dass ich nun zusammen mit Joachim Speidel diese Anthologie mit Texten herausgegeben habe, die in der Auseinandersetzung mit Kunst entstanden sind. Mit dem Stuttgarter Autorenstammtisch des Bundesverbands junger Autorinnen und Autoren (BVjA) haben wir dieses Experiment gewagt. Wir haben uns von Kunstwerken der Künstler*innen inspirieren lassen, die durch die Stuttgarter Galeristin Imke Valentien vertreten werden. Die Aufgabe dabei lautete schlicht: Macht euch frei von kunsthistorischen Überlegungen. Betrachtet die Werke als Türen, die sich öffnen. Sie gewähren Einblick in den Alltag längst vergangener Tage, in uns selbst, in unbekannte Welten oder in neue magische Räume. Lest beim Durchstreifen der Galerie-Räume keine Beschriftungen, vertraut ganz auf die Selbstvermittlungskraft der Werke. Bleibt immer dort stehen, wo eine zweite Ebene spürbar wird. Nehmt nichts als selbstverständlich, hinterfragt alles. Blickt hinter die Fassade. Eine Überlegung, die vielleicht auch Ihren nächsten Galeriebesuch in eine neue Richtung führt. So lassen sich vielerlei Geschichten und Gedichte finden, kriminalistische, surrealistische, fantastische, historische, heitere, dramatische, tragische. Kunstwerke haben schon immer auch Anlass zum Schreiben gegeben. Die Literatur, in der Kunst eine Rolle spielt oder von Kunst angeregt wurde, ist vielfältig. Schon für Goethe bot der Besuch in der Galerie, die Begegnung mit dem Unbekannten einen Gesprächsanlass, um die eigene ästhetische Anschauung darzustellen und die anderen Besucher kennenzulernen, wie er sich in Dichtung und Wahrheit erinnert: "Da man auch mit Fremden und Unbekannten solche Werke nicht stumm und ohne wechselseitige Teilnahme betrachten kann, ihr Anblick vielmehr am ersten geeignet ist, die Gemüter gegeneinander zu eröffnen, so kam ich auch daselbst mit einem jungen Manne ins Gespräch [...] ." Die Kunstbetrachtung im Dialog stellte also bereits für Goethe eine willkommene und durchaus vergnügliche Angelegenheit dar. Es gibt einige Romane, in denen Bilder eine wichtige Rolle spielen. Entweder dass sie gestohlen, vererbt, verschollen sind oder zum Objekt der Begierde werden. Sie beeinflussen nachhaltig das Verhalten der Protagonisten. Denken Sie an Der Distelfink von Donna Tartt oder Die Frau auf der Treppe von Bernhard Schlink oder Der letzte Weynfeldt von Martin Suter. In Nachsaison erzählt Philippe Besson die fiktive Geschichte hinter Edward Hoppers berühmtem Bild Nighthawks (Nachtschwärmer), und in dem historischen Roman Das Mädchen mit dem Perlenohrring von Tracy Chevalier geht es um die Frage, wer die Unbekannte war, die Vermeer auf seinem gleichnamigen Gemälde verewigt hat. Unvergessen ist sicher auch die schaurig-schöne Geschichte von Oscar Wilde Das Bildnis des Dorian Gray. Stellvertretend für die Verbindung von gestalteter Kunst und Lyrik hier noch das berühmte Gedicht von Kurt Tucholsky.
Das Lächeln der Mona Lisa Ich kann den Blick nicht von dir wenden. Denn über deinem Mann vom Dienst hängst du mit sanft verschränkten Händen und grienst. Du bist berühmt wie jener Turm von Pisa, dein Lächeln gilt für Ironie. Ja ... warum lacht die Mona Lisa? Lacht sie über uns, wegen uns, trotz uns, mit uns, gegen uns - oder wie -? Du lehrst uns still, was zu geschehn hat. Weil uns dein Bildnis, Lieschen, zeigt: Wer viel von dieser Welt gesehn hat - der lächelt, legt die Hände auf den Bauch und schweigt.
All die Beispiele zeigen das große Potenzial, das in der Kombination von Kunst und Literatur liegt.
Seit 1987 ist der BVjA die Stimme von Schreibenden, die neu am Buchmarkt sind oder es einmal waren und dabeigeblieben sind. Er tritt als Mittler zwischen arrivierter und aufstrebender Literatur auf. Es ist unser Ziel, Schreibende jeden Alters an den Literaturbetrieb heranzuführen und als Partner zu begleiten. Die Autor*innen verzichten auf ihre Vergütung durch den Verlag und spenden diese. Auch die Erlöse aus dem Verkauf der Anthologie bei Lesungen - rund vierzig Prozent des Buchpreises - werden vollständig gespendet. Unsere Wahl fiel auf den Verein Leseohren e. V., weil er - genau wie wir mit Geschichten und Literatur - Brücken baut und Menschen verbindet. Wir danken der Galeristin Imke Valentien und den Künstler*innen für die Bereitschaft und den Mut, sich auf diese ART- und WORT-Kombination einzulassen. Dieses Buch ist auch eine Einladung an Sie, beim nächsten Besuch in einer Galerie nicht nur zu betrachten, sondern zu spüren, was zwischen Ihnen und dem Werk geschieht. Es möchte Sie ermutigen, eigene Geschichten zu entdecken. Ines Witka
Anmerkungen:
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