Johann Peter Hebel: Merkwürdigkeiten, Gebunden
Merkwürdigkeiten
- Das Schatzkästlein und andere Kalendertexte
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- Herausgeber:
- Andreas Mauz
- Verlag:
- Wallstein Verlag GmbH, 09/2026
- Einband:
- Gebunden
- Sprache:
- Deutsch
- ISBN-13:
- 9783835360785
- Artikelnummer:
- 12701707
- Umfang:
- 368 Seiten
- Erscheinungstermin:
- 2.9.2026
Klappentext
Hebel hat mit seinen Kalendertexten Literaturgeschichte geschrieben. Zu seinem 200. Todestag am 22. September sind sein 'Schatzkästlein' und unbekanntere Texte neu zu entdecken.
Johann Peter Hebels Kalendertexte verbinden in pointierter Form Unterhaltung mit lebenspraktischem Wissen. Sie bieten allerlei 'Merkwürdigkeiten': Dinge, die es wert sind, gemerkt zu werden, aber auch Außergewöhnliches und Kurioses - ohne dass sich das eine streng vom anderen trennen ließe. Die vorliegende Ausgabe präsentiert eine doppelte Auswahl: Sie umfasst das von Hebel selbst verantwortete 'Schatzkästlein des rheinischen Hausfreundes' (1811), ergänzt diese kanonische Sammlung aber um unbekanntere Texte der Jahrgänge 1812 bis 1819. Damit bringt das Buch zugleich einen wenig beachteten Schwerpunkt von Hebels kalendarischem Schreiben zur Geltung: Auch jenseits des Klassikers 'Kannitverstan' widmen sich seine Texte so intensiv wie pointiert der Verstehensproblematik. Sie vermessen das Spektrum zwischen Verstehen, Missverstehen und Nichtverstehen. Hebel zieht die Lesenden aktiv in die entsprechenden Lust- und Leidenserfahrungen hinein und schult durch unzählige Konfliktszenen ihre ethisch-hermeneutische Urteilsfähigkeit - auch gegenüber den Erzählungen selbst. Denn oft sind die Beziehungen zwischen der Geschichte und ihrer Moral komplexer als es das demonstrative 'Merke' glauben machen will. Hebels Faible für Gaunergeschichten korrespondiert mit einem raffiniert-gaunerischen Erzählen: 'Der Hausfreund denkt etwas dabey; aber er sagt`s nicht.'
Biografie (Johann Peter Hebel)
Johann P. Hebel, 10.5.1760 Basel - 22.9.1826 Schwetzingen. Nach dem frühen Tod seiner Eltern, die im Dienst eines Basler Patrizierhauses standen, ermöglichten ihm Vormund und Gönner den Besuch des Karlsruher Gymnasium illustre (1774-78) und das Studium der protestantischen Theologie in Erlangen (1778-80). Nach dem Staatsexamen war er zunächst als Pfarrgehilfe in Hertingen, dann als Lehrer in Lörrach (1783-91) tätig, bis er 1791 eine Stelle als Subdiakon am Karlsruher Gymnasium erhielt (1792 Hofdiakon, 1798 a. o. Professor, 1808 Direktor). Als er 1814 in die ev. Ministerialkommission berufen wurde, gab er die Stelle des Direktors auf, unterrichtete aber weiter. 1819 folgte die Ernennung zum Prälaten der ev. Landeskirche; damit war er zugleich Mitglied des Landtags und der kirchlichen Generalsynode. 1821 ehrte ihn die Universität Heidelberg mit dem Dr. h. c.Anmerkungen:
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