Hanna Kröger-Bidlo: Comenius Reloaded, Kartoniert / Broschiert
Comenius Reloaded
- Projektorientiertes Arbeiten im Musikunterricht
(soweit verfügbar beim Lieferanten)
- Verlag:
- Oldib Verlag, 08/2026
- Einband:
- Kartoniert / Broschiert
- Sprache:
- Deutsch
- ISBN-13:
- 9783910869202
- Artikelnummer:
- 12859802
- Umfang:
- 152 Seiten
- Nummer der Auflage:
- 26001
- Ausgabe:
- 1. Auflage
- Gewicht:
- 230 g
- Maße:
- 210 x 148 mm
- Stärke:
- 11 mm
- Erscheinungstermin:
- 10.8.2026
Klappentext
Ist projektorientierter Unterricht mehr als eine Methode? Und was hat ein böhmischer Gelehrter des 17. Jahrhunderts mit den Herausforderungen des Musikunterrichts im Zeitalter von KI, Moduldenken und Bildungskrise zu tun? Hanna Kröger-Bidlo stellt mit 'Comenius reloaded' einen ungewöhnlichen und überzeugenden Begründungsrahmen für projektorientiertes Arbeiten im Musikunterricht vor. Ausgehend von einer kulturdiagnostischen Analyse mediatisierter Kindheit und der These, dass zeitgenössische Lebenswelten vom 'Denken in Modulen' (Bidlo) durchzogen sind, führt die Autorin zurück zu Johann Amos Comenius - dem Begründer der neuzeitlichen Didaktik -und liest dessen 'Didactica Magna' und Mathetik als verblüffend aktuellen Gegenentwurf. Drei Argumentationsstränge verbindet das Buch auf originelle Weise: erstens die Comenius-Rezeption unter dem Blickwinkel der Embodiment-Forschung (Lakoff / Johnson, Varela, Barsalou), die zeigt, dass Comenius' Prinzipien sinnlicher Anschauung und Handlungsorientierung moderne kognitionswissenschaftliche Einsichten um Jahrhunderte vorwegnehmen; zweitens die Spieltheorie (Huizinga, Fink, Scheuerl, Flusser), die Spielen als epistemische Haltung und pädagogischen Ausweg aus der Modulwelt begreift; drittens eine durchkomponierte Praxisarchitektur für projektorientierten Musikunterricht mit Phasenmodellen, Sozial- und Aktionsformen sowie einer umfassenden Kompetenzmatrix. Das Buch richtet sich an Musikpädagoginnen und -pädagogen, Lehramtsstudierende, Fachdidaktikerinnen sowie alle, die an einer theoretisch fundierten und zugleich praxistauglichen Alternative zum fragmentierten Regelunterricht interessiert sind. Es liefert nicht nur eine Lektüre Comeniusscher Klassiker, sondern ein Werkzeug: für Unterricht, der Lernende zu Spielern ihrer eigenen Bildungsprozesse macht. 'Wenn Bildung mehr sein soll als die Reproduktion funktionaler Module, muss sie Lernende immer wieder in Situationen bringen, in denen sie nicht Funktionäre eines Programms, sondern Spieler einer offenen Welt sind.'
Anmerkungen:
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