Franz Renggli: Verlassenheit und Angst - Nähe und Geborgenheit, Kartoniert / Broschiert
Verlassenheit und Angst - Nähe und Geborgenheit
- Eine Natur- und Kulturgeschichte der frühen Mutter-Kind-Beziehung
- Verlag:
- Psychosozial Verlag GbR, 06/2020
- Einband:
- Kartoniert / Broschiert
- Sprache:
- Deutsch
- ISBN-13:
- 9783837929737
- Artikelnummer:
- 9580103
- Umfang:
- 190 Seiten
- Gewicht:
- 290 g
- Maße:
- 211 x 146 mm
- Stärke:
- 20 mm
- Erscheinungstermin:
- 15.6.2020
- Serie:
- Neue Wege für Eltern und Kind
Klappentext
Die Erfahrung von Nähe und Geborgenheit ist von fundamentaler Bedeutung für die emotionale Entwicklung von Kleinkindern. Doch seit der Entstehung der Hochkulturen wird das Band zwischen einer Mutter und ihrem Baby immer stärker zerrissen. Diese Erfahrung der Verlassenheit führt zu einer tiefen Traumatisierung. Franz Renggli zeichnet die Geschichte der Mutter-Kind-Beziehung vom Aufblühen der Stadtkulturen bis in die heutige Zeit nach.
Anhand von Marienbildern aus der Zeit des Mittelalters und der Renaissance veranschaulicht der Autor, wie ein Baby einerseits der Trennung von der Mutter hilflos ausgeliefert ist, aber andererseits eine erschreckende >>Über-Nähe<< zwischen Mutter und Kind besteht, Ausdruck der viel zu hohen Ansprüche und Erwartungen der Mutter an ihr Kind. Diese zwiespältige Haltung hat Folgen für das Erleben und Verhalten der erwachsenen Menschen: Hier liegt der Ursprung des Geschlechterkampfes.
Die Hintergründe unserer Ängste und deren Abspaltung und Verdrängung über die Jahrhunderte zeigt der Tiefenpsychologe Franz Renggli anhand der Pest als Ausdruck einer Massenpsychose im Mittelalter auf. Ausgelöst durch das Corona-Virus befinden wir uns möglicherweise heute erneut an einer ähnlichen Schwelle wie damals. Doch die Erfahrung beweist: Je heftiger eine Krise ist, desto größer sind auch die Möglichkeiten für einen Neuanfang - eine einzigartige Chance für unsere heutige Gesellschaft!
Biografie
Franz Renggli ist Psychoanalytiker mit eigener Praxis in Basel. In seiner Arbeit mit Kindern, Paaren und Familien entwickelte er einen therapeutischen Ansatz, der den vorgeburtlichen Erfahrungen einen besonderen Stellenwert einräumt. Er verfasste zwei Bücher über die frühe Elter-Kind-Beziehung und gilt heute als einer wichtigsten Vertreter der pränatalen Psychologie.Anmerkungen:
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