Fanste Liktzsch: Beziehungsstatus: katastrophal, Kartoniert / Broschiert
Beziehungsstatus: katastrophal
- Das Leben in den Betten der Anderen
(soweit verfügbar beim Lieferanten)
- Verlag:
- BoD - Books on Demand, 03/2026
- Einband:
- Kartoniert / Broschiert
- Sprache:
- Deutsch
- ISBN-13:
- 9783695700400
- Artikelnummer:
- 12673613
- Umfang:
- 116 Seiten
- Nummer der Auflage:
- 26001
- Ausgabe:
- 1. Auflage
- Gewicht:
- 168 g
- Maße:
- 215 x 135 mm
- Stärke:
- 8 mm
- Erscheinungstermin:
- 29.3.2026
Klappentext
Sie denken, Sie haben Beziehungsprobleme? Wie wäre es mit: Liebe zu Dritt, mit dem politischen Feind oder eine Traumbeziehung zu einem Vampir? Man mag versucht sein, all das als bloßen Beziehungstratsch abzutun, als ein loses Geflecht aus Eifersucht, Begehren, Missverständnissen und kleinen Dramen des Alltags. Doch wer so denkt, unterschätzt die Tiefe des Gegenstands. Denn was hier verhandelt wird, ist nichts Geringeres als das, worum ein erheblicher Teil unseres Denkens unablässig kreist: das soziale Gefüge, die Bindung an andere, die fragile Architektur menschlicher Nähe. Es ist kein Zufall, dass gerade diese Themen seit Jahrhunderten den Stoff der großen Literatur bilden. Ob in Romeo und Julia, wo die Liebe an äußeren Zwängen zerbricht, oder in Anna Karenina, wo sie an inneren Widersprüchen zugrunde geht, stets sind es die Dynamiken zwischen Menschen, die die eigentliche Dramatik erzeugen. Leidenschaft, Macht, Abhängigkeit, Freiheit: Sie erscheinen in immer neuen Konstellationen, doch ihr Kern bleibt erstaunlich konstant. Auch jenseits der Literatur lässt sich beobachten, dass ein großer Teil unserer kognitiven Ressourcen darauf verwendet wird, Beziehungen zu verstehen, zu gestalten und zu bewerten. Wir lesen Blicke, deuten Worte, wägen Nähe und Distanz ab, oft schneller, als wir es selbst bemerken. Gerade deshalb sind die hier versammelten Texte mehr als bloße Momentaufnahmen. Sie sind Versuche, jene oft verborgenen Mechanismen sichtbar zu machen. Dabei richtet sich der Blick bewusst auch auf Konstellationen, in denen vieles schiefgeht, vielleicht sogar alles. Nicht aus Sensationslust, sondern weil sich gerade im Extrem die Strukturen besonders deutlich zeigen. Wo Spannungen eskalieren, wo Rollen kippen, wo Bedürfnisse auf unvereinbare Weise kollidieren, lassen sich Muster erkennen, die im Alltag oft überdeckt bleiben. Die meisten Beziehungen verlaufen glücklicherweise weniger dramatisch. Und doch tragen sie dieselben Grundfragen in sich. Wer genau hinsieht, kann aus den zugespitzten Fällen Erkenntnisse gewinnen, die weit über den Einzelfall hinausreichen und vielleicht sogar einen klareren Blick auf das eigene Leben ermöglichen. So sind diese Beziehungsdramen so wie der psychologische Blick auf deren Dynamik kein bloßes Erzählen. Sie bewegen sich in jenem Zwischenraum, in dem Erfahrung in Erkenntnis übergeht und in dem das Persönliche plötzlich etwas Allgemeines erhält.
Anmerkungen:
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