Ezio Gavazzeni: Menschenjagd-Safari, Gebunden
Menschenjagd-Safari
- Die Wochenend-Heckenschützen von Sarajevo
(soweit verfügbar beim Lieferanten)
- Verlag:
- Kopp Verlag, 08/2026
- Einband:
- Gebunden
- Sprache:
- Deutsch
- ISBN-13:
- 9783989921696
- Artikelnummer:
- 12898700
- Umfang:
- 267 Seiten
- Erscheinungstermin:
- 27.8.2026
- Gesamtverkaufsrang: 6614
- Verkaufsrang in Bücher: 133
Klappentext
Freitag Abflug, Samstag Menschenjagd, Sonntag zurück
Während des Krieges in Bosnien und Herzegowina (1992--1995) zahlten wohlhabende Ausländer aus westlichen Ländern enorme Summen, um eine spezielle Form der >>Jagd<< zu praktizieren: Am Wochenende fuhren sie in das Kriegsgebiet und schossen an der Seite der bosnisch-serbischen Armee von den Hügeln rund um Sarajevo auf wehrlose Menschen in der Stadt.
Die erschütternde Organisation der >>Wochenend-Safaris<<
Anhand der in diesem Buch versammelten Zeugenaussagen wird rekonstruiert, wie diese >>Safaris<< abliefen, wie sie organisiert und seitens der >>Kunden<< bezahlt wurden. Unter anderem stellt sich heraus, dass die von den >>Jägern<< am liebsten anvisierten (und teuersten!) Ziele Kinder waren.
Besonders verstörend: Die Reisen sollen minutiös organisiert gewesen sein: Abflug am Freitag, Transport über Belgrad in das Kriegsgebiet, Menschenjagd am Samstag und Rückkehr am Sonntag -- möglicherweise noch rechtzeitig zum Abendessen mit der Familie.
Hinweise auf ein internationales Netzwerk und ein Geschäftsmodell des Grauens
Nach Aussagen eines Informanten soll eine Mailänder Agentur mit internationalen Sicherheits- und Söldnerstrukturen verbunden gewesen sein. Auch Belgien und Großbritannien werden als Knotenpunkte genannt. Das Buch verfolgt mögliche Verbindungen zum organisierten Verbrechen, zu Schwarzgeldströmen und diversen illegalen Geschäften.
Vom Tabuthema zum Strafverfahren
Was mit einem Verdacht begann, hat inzwischen eine politische Dynamik entfaltet, die kaum ein Sachbuch je erreicht: Abgeordnete aus 23 Ländern der Parlamentarischen Versammlung des Europarates sprechen sich für ein Untersuchungsverfahren aus. Im Bundestag wurden parlamentarische Anfragen gestellt, Staatsanwaltschaften in fünf Ländern -- Italien, Bosnien und Herzegowina, Österreich, der Schweiz und Belgien -- haben Ermittlungen aufgenommen. Auch die italienische Carabinieri-Spezialeinheit ROS wurde tätig. All das hat dieses Buch angestoßen -- und eine ganze europäische Debattenmaschine in Bewegung gesetzt.
Das Vorwort stammt von Guido Salvini, einem renommierten italienischen Ermittlungsrichter (bekannt aus Terrorismusverfahren), der gemeinsam mit dem Autor in Mailand Anzeige erstattet hat.
Ein jahrzehntelanges Versagen von Medien und Behörden
Bereits 1995 berichteten große italienische Zeitungen über angeblichen Kriegstourismus und Menschenjagden. Trotzdem folgten offenbar keine Ermittlungen. Das Buch stellt deshalb unbequeme Fragen: Warum wurden frühe Hinweise verdrängt? Warum verschwanden Zeugenaussagen? Und weshalb wollte jahrzehntelang kaum jemand genauer hinsehen?
Das Buch, über das ganz Europa diskutiert
Dieses Buch hat eine seltene, europaweite Medienschlacht ausgelöst und ist so zu einem der meistdiskutierten Sachbücher des Jahres geworden. Die öffentliche Auseinandersetzung wird weitergehen, und die hier dokumentierten Recherchen bilden deren unverzichtbare Grundlage.
Anmerkungen:
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