Birgitta Godt: Aspekte der Radarentwicklung und -anwendung im Zweiten Weltkrieg, Kartoniert / Broschiert
Aspekte der Radarentwicklung und -anwendung im Zweiten Weltkrieg
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- Verlag:
- Hartung-Gorre Verlag, 03/2026
- Einband:
- Kartoniert / Broschiert
- Sprache:
- Deutsch
- ISBN-13:
- 9783896498700
- Artikelnummer:
- 12658068
- Umfang:
- 370 Seiten
- Nummer der Auflage:
- 26002
- Ausgabe:
- 2. Auflage 2026
- Gewicht:
- 540 g
- Maße:
- 210 x 148 mm
- Stärke:
- 22 mm
- Erscheinungstermin:
- 16.3.2026
Klappentext
Die Geschichte des Radarwesens ist ein wichtiger Teil der Entwicklung moderner Technologien. Die Anwendung des Radars im Zweiten Weltkrieg ist dafür besonders aufschlussreich. Diese Arbeit liefert dazu anhand vielfältiger Dokumente aus privaten und öffentlichen Archiven sowie eigener Recherchen einen breiten Überblick verbunden mit anschaulichen Vertiefungen und manchen überraschenden Details. Solche Reichhaltigkeit des Materials und seiner gelungenen Aufarbeitung sind in historischen Arbeiten nicht die Regel. Zunächst werden Entwicklung, Produktion, Einsatz und Handhabung der wichtigsten deutschen Radargeräte dargestellt: Freya, Wassermann, Jagdschloss und Würzburg. Der Vergleich der Geräte ist eingebettet in den weiteren militärischen Kontext des Flugmeldedienstes und der radargestützten Jagdfliegerei. Sorgfältig wird eine Fülle von Informationen ausgebreitet und zu einem übersichtlichen und überzeugenden Bild zusammengefügt. Technische und prozentuale Details werden nachvollziehbar erläutert, wozu die vielen Abbildungen und Übersichten beitragen. Die Arbeit wendet sich ausführlich dem überwiegend weiblichen Bedienungspersonal zu. Bisher ist kaum gewürdigt worden, dass sich im Zweiten Weltkrieg die Zahl der Frauen an den Radargeräten und in den Leitstellen durch Einberufung und freiwillige Meldung stark vermehrte. Anhand von Gesprächen mit Zeitzeuginnen ist es möglich, einen Einblick in den umfangreichen Einsatz von Frauen in diesem Bereich militärischer Technologie zu gewinnen. Damit wird ein Thema betrachtet, dass auch in der feministischen Forschung bisher wenig beachtet wurde. Das Bild über die Bedeutung des Radars gewinnt durch den kontrastierenden Vergleich mit der angloamerikanischen Entwicklung an Kontur, denn deren Anwendung und Handhabung nimmt dort einen gänzlich anderen Verlauf. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, warum die Entscheidungen so verschieden ausfallen und beide Seiten mit so unterschiedlicher Effektivität arbeiten. Wie kommt es, dass die Chance zum "erfolgreichen" Einsatz dieser Funkmesstechnik auf deutscher Seite verpasst wird und damit die angloamerikanische Seite einen entscheidenden Vorteil in dieser zentralen Technologie gewinnt? Insgesamt werden sowohl die einschlägige Technik und ihre wissenschaftlichen Voraussetzungen, als auch ihre Anwendung in militärisch-operationalen Zusammenhängen eingehend behandelt. Darüber hinaus werden die institutionellen, gesellschaftlichen und politischen Zusammenhänge der untersuchten Technologie aufgezeigt. Die Arbeit löst damit den oft vernachlässigten Anspruch ein, nicht nur die Entwicklung von Technik zu analysieren, sondern zugleich deren gesellschaftliche Aneignung zu diskutieren.
Anmerkungen:
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