Beat W. Meier: Unsere unsichtbare Akte, Kartoniert / Broschiert
Unsere unsichtbare Akte
- Anatomie eines digitalen Lebens in Europa unter transatlantischer Aufsicht
(soweit verfügbar beim Lieferanten)
- Verlag:
- BoD - Books on Demand, 08/2026
- Einband:
- Kartoniert / Broschiert
- Sprache:
- Deutsch
- ISBN-13:
- 9783695762378
- Artikelnummer:
- 12883093
- Umfang:
- 500 Seiten
- Nummer der Auflage:
- 26001
- Ausgabe:
- 1. Auflage
- Gewicht:
- 718 g
- Maße:
- 210 x 148 mm
- Stärke:
- 35 mm
- Erscheinungstermin:
- 14.8.2026
Klappentext
An einem Dienstagabend im Oktober drückt ein Mensch auf Senden. Die Mail verlässt einen Laptop auf der Polyterrasse der ETH Zürich, durchquert in Millisekunden ein Glasfaserkabel, taucht in einem Google-Rechenzentrum auf und erreicht sieben Stunden später eine Doktorandin in Teheran. Zwei Menschen glauben, sie beginnen ein Gespräch. Das stimmt. Nur ist es nicht alles.
Jonas Berger hat nichts getan. Ein halbes Jahr später sitzt er in einem fensterlosen Raum am Flughafen Boston und soll erklären, warum er einer iranischen Mathematikerin geschrieben hat. Zwischen diesen beiden Szenen liegt kein Verbrechen. Es liegt eine Architektur dazwischen.
Dieses Buch vermisst sie, Paragraf für Paragraf: FISA Section 702, das Programme genehmigt statt Personen. Der Cloud Act, der drei Wörter genügen lässt, damit der Speicherort bedeutungslos wird. Palantir, dessen Software aus vorhandenen Daten Verdachtsnetze knüpft, in denen Unbeteiligte zu Knoten werden. Die Kabelaufklärung des Schweizer Dienstes. Watchlists an der US-Grenze. Und seit kurzem Mobilfunkmasten im Orbit, die keine Landesgrenze mehr berühren.
Parallel dazu läuft eine zweite Spur. Sie erzählt, wie sich all das anfühlt: aus der Sicht dessen, der hineingerät, und aus der Sicht der Analystin in Langley, die um acht Uhr neunundzwanzig auf Freigeben klickt und um zwölf ihren Sohn von der Schule abholt. Keine der beiden ist ein Ungeheuer. Genau das ist das Beunruhigende.
Am Ende steht kein Fatalismus, sondern eine Werkstatt. Das längste Kapitel des Buchs beschreibt, womit sich die eigene digitale Existenz zurückholen lässt: ein europäischer Open-Source-Stack, bezahlbar, erprobt, mit Preisen und Bezugsquellen.
Ein Sachbuch mit 167 Belegstellen und einem vollständigen Online-Quellenverzeichnis. Und zugleich ein Roman in fünfzehn Szenen, der sich am Stück lesen lässt.
Präzise. Belegt. Ohne eine einzige Verschwörung, und gerade deshalb schwer wieder aus dem Kopf zu bekommen.
Anmerkungen:
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