Avery Parker: Roter Stern: Blutmond, Kartoniert / Broschiert
Roter Stern: Blutmond
- Blutmond
(soweit verfügbar beim Lieferanten)
- Verlag:
- apc books, 05/2026
- Einband:
- Kartoniert / Broschiert
- Sprache:
- Deutsch
- ISBN-13:
- 9783911684071
- Artikelnummer:
- 12763825
- Umfang:
- 576 Seiten
- Altersempfehlung:
- 16 - 99 Jahre
- Gewicht:
- 606 g
- Maße:
- 190 x 120 mm
- Stärke:
- 40 mm
- Erscheinungstermin:
- 31.5.2026
Weitere Ausgaben von Roter Stern: Blutmond |
Preis |
|---|---|
| Buch, Gebunden | EUR 29,00* |
Klappentext
Band 3 der kompromisslosen "Roter Stern" Tetralogie: eine Dystopie voller Mut und Rebellion Unversöhnlich, direkt und ohne Ausweg.
Rey steht an einem Punkt, an dem es kein Richtig oder Falsch mehr gibt: Opfer lassen sich nicht vermeiden - Grauzonen unvermeidlich. Die neue Weltordnung ist wie ein Rattenfänger. Manche Wunden heilen nie. Entweder das Regime zerstört dich oder du das Regime.
***
Der Widerstand zerfällt. Intrigen spalten den Stab der Separatisten. Städte gehen in Flammen auf. Die Zeit läuft. Vertrauen wird zur gefährlichsten Währung. Rey trägt die Last unzähliger Toter auf ihren Schultern. Mit jeder Entscheidung wächst ihre Angst, dass der nächste Gedanke der letzte eigene sein könnte. Kanzlergeneral Alexander Jarl treibt den Widerstand vor sich her, und seine KI droht, alles Menschliche zu tilgen: Gedanken, Freiheit, das Selbst. Kein Ort ist mehr sicher. Doch Angst ist der kleine Tod, der die totale Vernichtung nach sich zieht. Die letzte Hoffnung, Jarl zu stoppen, treibt Rey an ihre eigenen Grenzen. Eine Nähe entsteht, die ihr ohnehin zerrissenes Herz noch mehr in Aufruhr versetzt. Nähe wird zur Schwäche. Hoffnung zur Waffe, und wer zu viel fühlt, verliert. Mit der Aussicht auf ein Leben ohne eigenen Willen und einer Nähe, die sie sich nicht leisten kann, muss Rey sich fragen: Wie viele Opfer rechtfertigen den Sturz eines Tyrannen? Und was, wenn die Unterdrückten ihre Ketten längst als Freiheit empfinden? Und wer entscheidet, dass es trotzdem richtig ist?
***
Er kalkulierte blitzschnell: Falle? Verlockung? Intrige? Und eines hatte er gelernt: Sie kamen nicht aus Mitleid. Niemand holte einen Mann wie ihn aus solch einem Ort, ohne einen Zweck, also was wollten sie von ihm. Die Bilder kamen fragmentarisch: Rebellen mit Versprechen, Milizen mit Kugeln, Schemata von List und dazwischen ein Fremdkörper: diese Frau, die einfach hereinspazierte, als spiele sie mit dem Tod. Er lachte leise, ein trockenes, bitteres Geräusch. Freiheit, dachte er. Ein Wort, das nach den Jahren wie ausradiert klang. *** Doch in der zweiten Nacht, als sie fast eingeschlafen war, setzte das tiefe Surren ein. Erst nur ein Vibrieren, kaum mehr als ein Druck in der Brust. Dann das rhythmische Summen, das man nicht hörte, aber bis in die Knochen drang. Es kroch durch den Boden, durch die Rippen, setzte sich hinter die Augen. Drohnen. Marby blickte sie an und griff nach ihrer Hand. Sie zwang sich, ruhig zu bleiben. Bewegungen waren jetzt Verrat. Selbst das Atmen musste leiser werden. Das Summen kam näher. Blieb. Zog Kreise. Rey presste sich tiefer in das Heu. Hart und unnachgiebig - Stillhalten bis zur Schmerzgrenze. Sie hoffte, die Drohnen zögen weiter. Ein scharfes Klicken, schnitt durch die Luft. Suchimpuls. Reys Nacken spannte sich, obwohl jede Bewegung kontraproduktiv war. Hitze sammelte sich unter ihrer Haut, ihre Finger wurden taub. Sie roch Ozon. Ganz leicht. Seitlich von ihnen strich ein bläulicher Lichtkegel vorbei. Rey zählte innerlich die Atemzüge.
***
Im Glauben, sie wolle allein sein, richtete er sich bereits auf. Da griff ihre warme, schwielige Hand nach ihm. Er verstand, was das hieß. Bleib. So ließ er sich zurücksinken und sie lehnte sich zu ihm, rutschte mit dem Kopf auf seine Beine. Sein Atem stockte kurz, doch er schwieg. Sie wirkte verletzlich, suchte eine beruhigende Berührung. Einen Freund, der sie hielt, Geborgenheit und Sicherheit gab. Er zählte noch ganz andere Gründe auf, wusste aber im Grunde nichts. Vorsichtig strich er ihr die Haare aus der Stirn. Sie lehnte sich weiter an. Eine stumme Bitte, nicht aufzuhören. Also strich er weiter, bis ihr Atem ruhig wurde und der Körper sich entspannte.
Anmerkungen:
Bitte beachten Sie, dass auch wir der Preisbindung unterliegen und kurzfristige Preiserhöhungen oder -senkungen an Sie weitergeben müssen.
Mehr von Avery Parker